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Wissenschaftliches Arbeiten, Laptop, erste Klausur bestanden


Polypropylen

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Die Präsenz zum wissenschaftlichen Arbeiten liegt nun hinter mir. Einleitend dazu eine Anekdote: als ich die vierte Klasse besuchte, kurz vor der Wiedervereinigung auf DDR Seite, fragte uns die Lehrerin, was wir denn als liebste Freizeitbeschäftigung machen würden. Es kamen typische Antworten, wie Kinder sie geben. Rausgehen, Fußball, an die Ostsee mit den Eltern fahren. Ich grübelte, was ich sagen sollte. Meine Eltern arbeiteten im Bergbau Schichten, an die Ostsee fuhren wir nie. Dann fiel mir ein, was ich am liebsten machte, lesen und fragen. Ich antwortete schließlich mit "forschen". Die Lehrerin lag lachend auf der Bank, die Klasse setzte mit ein. Auf die genauere Nachfrage, was ich damit meinte, sagte ich sowas wie, "Dinge entdecken, was untersuchen". Ich habe nicht verstanden, warum das alle lustig fanden ? Zwar ist aus mir kein Sheldon Cooper geworden, doch kann ich endlich über 25 Jahre nach der 4. Klasse immer noch behaupten, dass "neue Dinge entdecken" sinngebend ist.

 

Wie ich jetzt lerne, richtet sich die Wissenschaft streng nach Regeln, nach logischen Sachverhalten, eingebettet im Formalismus, der überall auf der Welt gilt. Frei von ideologischen, oder religiösen Ansichten.

All das wird im Modul Wissenschaftliches Arbeiten behandelt. Mir begegnen nun Ursache Wirkungsprinzip, Korrelation, Messbarmachung von schwammig erscheinenden Begriffen, Aufstellung von Hypothesen, Falsifizieren, dimensionale Analyse, empirischer Forschungsprozess, nur um einige zu nennen. Die Präsenz besuchte ich in Berlin. Das Studienzentrum am Ernst-Reuter-Platz (Berlin Mitte) ist gut zu erreichen, hier muss ich eine Lanze brechen für die App der Berliner Verkehrsbetriebe. Perfekt für Ortsunkundige. Wir waren 12 Leute während der Präsenz, davon 4 aus naturwissenschaftlichen Studiengängen. (2 LMT, 2 PMT) Der Dozent war super, vor allem, wenn man bedenkt, dass er die gleiche Vorlesung das sechste Mal in Folge hielt. Die SRH bietet z. Z. 12 Studienzentren über ganz Deutschland verteilt an. Da kann es schon mal vorkommen, dass man auch andere Dozenten aus "seinem" Studiengang wieder trifft. Wir zwei LMTler besuchten daher "unsere" Ökotrophologin aus Süddeutschland, die eine Präsenz mit nur einer Studentin abhielt. Super von der SRH, dass auch Solo Vorlesungen möglich sind! (gut, man zahlt auch Gebühren und erwartet gewissen Service) 

Die Veranstaltung hat mir sehr viel gebracht. Ich bin froh, dass es seit kurzem Citavi in Riedlingen gibt. Davon werde ich gleich zu Beginn Gebrauch machen. Der bisweilen zähe Stoff  (kritischer Rationalismus, Variablenbildung, wissenschaftliche Gütekriterien, schrittweises Aufbauen einer Thesis, Hausarbeit, Fragebogen, Interviewtechnik u.ä.) wurde durch Gruppenübungen aufgelockert. Jetzt kann ich mir auch endlich etwas zur Operationalisierung vorstellen und wie man Indikatoren bildet. Da die Veranstaltung sich im Kern eher an der empirischen Sozialforschung ausrichtet, ist für die LMTler und PMTler angeraten, eine weitere Präsenz zur Versuchsplanung zu besuchen. Das wird eine Online Vorlesung sein, die ich Dezember hören werde. Denn natürlich möchte ich in meiner Abschlussarbeit viel lieber einen "richtigen" Versuch aus dem Laboralltag durchführen als Fragebögen zu erstellen für "weiche, messbar zu machende" Hypothesen aus den Sozialwissenschaften. Die Klausur zum WA steht übrigens im Januar an, Freitag, den Dreizehnten. ?

 

Ich habe auch zum ersten Mal von meinem Studentenausweis Gebrauch gemacht. Ein neuer Laptop sollte her. Ich bin immer noch Lenovo treu geblieben, mittlerweile habe ich mein drittes Thinkpad. Allerdings bewege ich mich eher im oberen Preissegment mit einem T420s, daher konnte ich mich nicht in @Marmottes Laptop Frage einbringen. Auf Arbeit konnte ich genügend die Thinkpad Carbon (X1) in Augenschein nehmen. Da hier die LAN Buchse eingespart wurde und eine 1 TB SSD dann doch außerhalb meiner Preisgrenze lag, entschied ich mich für das T420s Modell. Die Hardware macht sich jetzt schon bezahlt: ich bin begeistert, wie schnell sich jetzt arbeiten lässt! Ohne Gebläse, ohne Heißwerden. 

 

Zu guter Letzt kamen nach 3,5 wöchiger Wartezeit endlich die VWL Noten! Ich bin mit meiner 2,0 völlig zufrieden. Zwischenzeitlich blieb natürlich in unserer Whatsapp Gruppe genügend Raum sich verrückt zu machen. Besonders, wenn andere Modulnoten kamen, Schritt für Schritt, nur die eigene nicht. Nun habe ich den freigewordenen Modulsteckplatz mit dem nächsten Fach belegt: Lebensmittelrecht. Auch das ist Neuland für mich, auch wenn ich einschlägige Verordnungen aus dem Berufsalltag kenne. Juristisch Arbeiten geht natürlich anders. Beim kurzen Blick in die Modulvorstellung des Professors, beschäftige ich mich doch lieber erstmal mit Liegengebliebenen. 

 

Nächste Woche geht es zur nächsten Präsenz zur Lebensmitteltechnologie, genauer LM Verfahrenstechnik und Haltbarmachung LM. Die Warenkunde wird mit 2 Online Vorlesungen abgedeckt, die ich auch noch dieses Jahr wahrnehme. Zusammenfassend sind die Studienbriefe mit den Vorlesungen und Labor also relativ viel Stoff, was auch der Grund ist, weshalb ich die Klausur erst März 2017 schreiben werde.

Ich freue mich nun wieder nach Ellwangen zu kommen! (hoffentlich steckt mich niemand mit Erkältungsviren an, was z. Z. leicht scheint) Die Großstadt ist mir dann doch zu quirlig auf Dauer. Ganz zu schweigen von den Hotelpreisen. Einige Mitstreiter dieses Wochenende, die Nicht-Berliner, konnten bei Bekannten und Verwandten unterkommen. Das wünschte ich mir auch ? 

Bis zum nächsten Statusbericht! 

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

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Zitat

Ich antwortete schließlich mit "forschen". Die Lehrerin lag lachend auf der Bank

 

Was war denn das für eine inkompetente Pädagogin? Echt schwach, diese Reaktion...

 

Zitat

Super von der SRH, dass auch Solo Vorlesungen möglich sind! (gut, man zahlt auch Gebühren und erwartet gewissen Service) 

 

Dennoch gibt es auch bei anderen privaten Hochschulen häufig Mindest-Teilnehmerzahlen und ich habe schon oft davon gelesen, dass dann zum Beispiel Repetitorien abgesagt wurden, wenn diese nicht erreicht wurden.

 

Zitat

Thinkpad Carbon (X1)

 

Ich habe mir vor fast vier Jahren ein Thinkpad Carbon X1 angeschafft und bin bis heute sehr zufrieden damit - auch wenn ich bei dem Preis damals ziemlich geschluckt habe ;). Zum Glück ist es ja ein Arbeitsgerät, das macht solche Entscheidungen zumindest ein wenig leichter. 

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Die Lehrerin hat Mathe unterrichtet (und damit wesentlich zu meiner Matheunlust beigetragen :) ). Das ist aber nur meine selektive Erfahrung; ich hatte später tolle Mathelehrer! (oh, männlich. natürlich auch nur subjektiv, meine Erfahrung)

 

Ich hoffe, dass mir nie eine Präsenz Vorlesung abgesagt wird!

Und auch hoffe ich, dass mein Thinkpad lange lebt :) Habe auch länger gespart dafür.

Wie ist denn Deine Akkuleistung nach so langer Zeit beim X1?

Bearbeitet von Polypropylen
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  • Community Manager
Zitat

Wie ist denn Deine Akkuleistung nach so langer Zeit beim X1?

 

Da kann ich keine Veränderung feststellen. Ich benötige den Rechner selten mehr als 2-3 Stunden am Stück ohne Stromzugang, und die hält das Gerät nach wie vor locker durch. Ich habe mich damals für SSD entschieden und gegen ein Touch-Display, beides senkt vermutlich auch den Stromverbrauch. Und ich mache meist auch keine aufwändigen Sachen an dem Gerät, vorwiegend Internet (Fernstudium-Infos.de und so ;)).

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