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Open IT Master - das Experiment

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Ein Jahr später (fast)..


Jacka

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Nachdem ich meinen privaten Blog so langsam wieder reaktiviere, war ich hier wirklich spärlich unterwegs. Es ist jetzt fast ein Jahr her seit dem letzten Eintrag. Asche auf mein Haupt. :9_innocent:

 

Fassen wir mal das 2. Semester kurz zusammen. Englisch, Selbstmanagement, Wirtschaftsprivatrecht. Englisch hat sich durchaus als nützlich erwiesen, da man sich einfach mal damit beschäftigen musste. Die eine oder andere Phrase bleibt dann doch hängen und die Tipps von der Dozentin waren wirklich hilfreich. Allerdings empfand ich das Modul zeitlich zu langezogen. Eine mündliche Gruppenprüfung und eine schriftliche Aufgabe ergaben den Leistungsnachweis, ergo die Einstufung nach GER. B1 ist notwendig, um für den Masterteil zugelassen zu werden. Soweit ich weiß, haben wir das alle auch geschafft. Wirtschaftsprivatrecht gehört zu den bisher schwersten Modulen. Hier ist richtig was zu lernen und die Klausurbewertung knallhart. Das erste Mal, dass nicht alle auf Anhieb bestanden haben. Bleibt noch Selbstmanagement. Was soll man dazu sagen. Das Modul wurde von 8 auf 6 ECTS gekürzt, könnte jedoch auch gänzlich gestrichen werden. Vielmehr könnte ich mir ein Einführungsseminar mit Schwerpunkt Zeitmanagement / Lernstrategien, sowie die Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten vorstellen - mit 3-4 ECTS. Wissenschaftliches Arbeiten, das habe ich glatt vergessen. Das gab es auch noch. Mehr oder weniger, da der Dozent eigentlich nie so richtig weiß, was er unterrichten soll. Na ja, eine Gruppenhausarbeit und 8 ECTS reicher. Danke Olli für die Unterstützung! Ich hatte leider einen kleinen Unfall, sodass mein Anteil eher gering ausfiel.

 

Jetzt sind wir bereits im 3. Semester und auch hier zeigen sich erneut organisatorische Schwächen. Nachdem ich in der Evaluierung gefragt wurde, ob ich sicher bin, dass der Studiengang  IT Business Management heißt, werde ich immer skeptischer. Zielgruppe eines solchen Studiengangs sind die Operative Professionals, also die IT-Meister. Wenn es nichts mit IT zu tun hätte, wären wir vermutlich alle nicht hier. Wirft man einen Blick in die Studienordnung, steht dort unter §3 Ziele des Studiums:

Zitat

[...] Die Absolventen sollen in der Lage sein, IT-orientierte kleine und mittelständische Unternehmen zu führen, zu gründen und zu entwickeln oder Führungspositionen mit IT Bezug in größeren Unternehmen auszufüllen. [...]

 

Klingt eindeutig nach einem IT Bezug. Der fehlte jedoch bisher so gänzlich, sehen wir mal vom ersten Modul "Informationsmanagement" (eigentlich Einführung in die Wirtschaftsinformatik, was es faktisch nicht war) ab. Aber immerhin gibt es das Modul "Herausforderungen und Rahmenbedingungen des Managements". Gab ist wohl das bessere Wort, denn das Modul dauerte gerade einmal 4 Wochen mit einer Präsenz und einer Hausarbeit. Netterweiser bekamen wir noch eine Woche obendrauf, da so eine empirisch-qualitative Hausarbeit mit Interviews im Unternehmen doch eine kleine zeitliche Herausforderung darstellte. Der Gewinn? 4 ECTS und die Tatsache, dass wir viel zu wenig Zeit für ein interssantes Thema und einer hervorragenden Dozentin bekamen. Viel wichtiger erscheint der Hochschule die Vermittlung von "Forschungsmethodik I". Als Bachelor-Vorbereitung keine schlechte Idee, aber bei einem Dozenten, der schon beim wissenschaftlichen Arbeiten nicht wusste, was er zu tun hat. Geschweige denn, wie unsere Prüfungsleistung am Ende aussehen soll. Ein Exposé oder doch eine Präsentation oder beides? Was zählt? Wie lang? Und wann? Alles noch halb-offen..

 

Kommen wir auf den IT Bezug zurück. Endlich folgt ein IT Modul, nämlich Informationssicherheit. Hier werden wir zum Datenschutzbeauftragten ausgebildet. Wie war das nochmal, Geschäftsführer und IT Leiter dürfen wegen dem Interessenskonflikt kein DSB sein? Hat man wohl beim Konzipieren vergessen die Ziele des Studiums zu lesen. Natürlich ist Datenschutz wichtig und die Gesetzte sollten bekannt sein. Ob es 8 ECTS wert sein sollte? Gute Frage, zumal mit ebenfalls 8 ECTS auch noch IT Recht folgt.

 

Wenn man mir eine kleine Verbitterung anmerkt, so bitte ich um Entschuldigung. Es ist jedoch wirklich so, dass ich mir unter den Studeninhalten teilweise etwas anderes vorgestellt habe. Ja, es ist kein Wirtschaftsinformatik. Jedoch gibt es eine Menge Management-Themen mit Schwerpunkt IT (Operations, Complience, BI, etc.), die man vermitteln könnte. Bisher ist davon nichts zu sehen. Die Module im Master lassen immerhin hoffen.

 

 

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das hört sich wirklich alles sehr unausgegoren an. Bist du denn auf die Inhalte angewiesen oder wäre das eher nice to have und du kannst die kontroversen Inhalte verschmerzen, solange am Ende der M.Sc. steht?

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Für uns erfahrene Praktiker mag tatsächlich der "Titel" in erster Linie wichtig sein, denn wir sind fachlich in unseren Gebieten etabliert. Ich würde jedoch schon gerne mehr in Richtung IT Management gehen, womit eine fundierte Stoffvermittlung an Stellenwert gewinnt..

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