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B.A. Präventions- und Gesundheitsmanagement

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Virtueller Trip: Präsenzprüfung in Bremen Teil 3 - Die Klausur


polli_on_the_go

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PSX_20171208_144000.thumb.jpg.deb7c26bb6be540d09cce400a84e4828.jpgDa war ja noch der dritte Teil. Wenn du jetzt erst eingestiegen bist und dich gerade fragst, ob die APOLLON jetzt neuerdings Online-Klausuren anbietet - Nein, das tut sie nicht. Auch wenn mein Titel das vielleicht auf den ersten Blick vermuten lässt.

 

An der Uni angekommen, habe ich mich direkt beim Studienservice gemeldet. Zu dem Zeitpunkt, war in dem Raum, in dem ich die Klausur schreiben sollte aber noch ein Meeting. Also hatte ich Zeit mich im Pausenraum (da wo normal die bereits angesprochenen belegten Brötchen stehen) mental schon einmal auf die Tagesalternative zur Wellnessbehandlung einstimmen. Und während man da so steht und alles zusammensammelt, fällt einem auf, dass die APOLLON nicht die einzig bekannte Institution auf der Universitätsallee in Bremen ist. Was man da so leicht grün und gelb schimmern sieht und direkt beim Herausgehen aus dem Gebäude entdeckt, muss wohl ein Studienzentrum der IUBH sein (man möge mich korrigieren). Und als dann irgendwann Frau Schuster vom Studienservice mit dem Umschlag vor mir stand, muss ich sagen, war ich dann doch sehr nervös. Mir sind tausend und eine Frage durch den Kopf geschossen. Wird es die Klausur sein, durch die ich vor über vier Jahren durchgefallen bin? Was ist, wenn ich wieder die Fragen nicht deutlich verstehe? 

 

Aber alles Fragen und denken nützte nichts. Auf ging es in den ersten Stock und in einen Teil der Uni, den ich noch nicht kannte. Und wie ich gerade in den Klausurraum gehen wollte, wie es der Zufall so will, kommt meine Dekanin aus einer Tür. Ich muss sagen, meist habe ich meine Zeit in Bremen schon genutzt auch durchaus einmal persönlichen Kontakt zum Studienservice oder Frau Prof. Scherenberg bzw. Frau Prof. Pundt zu pflegen. Aber dieses Mal wollte ich nur diese Klausur hinter mir haben und hatte auch schon eine "Verabredung" mit Frau Holdmann vom Studienservice. Da hatte ich gar nicht gefragt, ob Frau Prof. Scherenberg da sein würde. Tja und dann passierte es. Als Frau Schuster gerade die Formalia klären wollte kamen Frau Prof. Scherenberg und ein mir unbekannter PSX_20171208_143747.thumb.jpg.b373f51763cbba0065f55e3f5c4d1e4b.jpgMitarbeiter der Hochschule,  in den Raum spaziert und lobte mich vor den anderen beiden. Eine wirklich seltsame Situation in dem Moment. Auf der einen Seite für seine Fähigkeiten gelobt zu werden und auf der anderen Seite hier zu sein für einen Zweitversuch. Und nun habe ich es auch noch einmal offiziell attestiert bekommen, ja, ich BIN eine Perfektionistin.

 

Aber dann ging es doch los. Die Klausuren sind immer in einem großen Umschlag. Darin dann die Aufgaben und Klausurbögen sowie Schmierzettel. Ich war so kribbelig, dass ich den offenen Umschlag versucht habe am falschen Ende auf zu machen. Zunächst habe ich mir einen Überblick verschafft. Teil I Empi habe ich erst mal nach hinten gestellt. Da war nichts Überraschendes dabei und bis auf die letzte Aufgabe auch alles klar formuliert. Statistik war jetzt auch eigentlich nicht mehr so eine Überraschung, ich wusste ja vom letzten Mal ungefähr, was auf mich zukommt. Nur dieses Mal waren ein paar kleine Fießlinge drin. Mit klassierten Daten rechnen ist an sich ja kein Problem, wäre ein Klasse nicht einfach 0 und hätte es zuvor nicht die große Verwirrung durch grundverschiedene Aussagen zweier Tutoren und eines Modulverantwortlichen gegeben. Leider passiert es manchmal, dass auch Statistik wohl nicht einheitlich ist. Was war passiert.

 

Der Problemkandidat heißt Klassenbreite. Ist die bei 500-599 Krankenhausbetten jetzt 99 oder 100? Das Studienheft und die Logik sagen 100, vorausgesetzt ich zähle das benutzbare Bett 500 mit. Eine Studierende, mit der ich gelernt habe, hatte dann aber die Frage warum, da keine Formel im Studienheft die Berechnung aus bereits vorgegebenen Klassen

abdeckt. Sie fragte ihre Tutorin und ich wollte mich bei meiner vergewissern, dass ich richtig denke. Tja und das war der Anfang von Frust, der wenn ich jetzt Pech habe, mich Punkte kostet. Denn meine Tutorin verstand die Frage nicht EGAL, wie ich sie formulierte und die Tutorin der anderen Studierenden sagte es reicht quasi die Klassenobergrenze - Klassenuntergrenze zu rechen also 599-500=99 (was ja eindeutig nicht 100 ist und nicht so, wie im Studienheft). Ist es also ein Fehler im Heft, sagt doch auch ein berühmter Youtube Kanal und diverse Informationen anderer Hochschulen dasselbe, wie diese Tutorin?PSX_20171207_173821.thumb.jpg.888f022f85019703a160a9b203771ae2.jpg Mittlerweile hatte meine Tutorin, die die Frage immer noch nicht verstand den Modulverantwortlichen eingeschaltet. Vor der Klausur hatte er aber nur kurz antworten können und sich zunächst auf einen anderen Sachverhalt bezogen.

 

Noch mal erklärt, kam dann gestern, also am Tag nach der Klausur, dann endlich die Info, dass das, was ich die ganze Zeit als logisch ansah auch richtig gewesen wäre. Nämlich alle ZÄHLBAREN Werte. Da aber die einzig verlässliche Aussage vorher die, der anderen Tutorin war, weichen mit Ausnahme bei "0" wo die Klasse ja eindeutig eine Breite von 1 hat, alle meine Ergebnisse um 1 ab. Und das nervt. Es war unnötig. Entsprechend habe ich dem Modulverantwortlichen das noch einmal mitgeteilt und auch, dass es zumindest für mich unbefriedigend ist. Seine Mail konnte ich dann aber noch an die Kommilitonin, die heute regulär geschrieben hat weiterleiten, so dass sie wenigstens die korrekten Infos zur Berechnung hatte.  

Naja, es wird wohl nicht klausurentscheidend sein. Aber ärgerlich ist es trotzdem.

 

Übrigens jetzt auch die Aufklärung, warum es den Klausurbeitrag erst heute gab. Da auch andere heute geschrieben haben, wollte ich nicht, dass in irgendeiner Weise der Eindruck entstehen könnte, dass ich Klausurinhalte an andere Schreibende weitergebe, da es in der Vergangenheit wohl schon so war, dass Schreiber und Nachschreiber die gleiche Klausur hatten. Ich hatte keine Lust deswegen am Ende noch durchzufallen, weil es als Täuschungsversuch gewertet werden kann. Am Ende  gab es, wie der Austausch mit meiner Lernpartnerin gezeigt hat eine andere Klausur. Und wir haben auch heute erst drüber gesprochen, wie wir die Klausur empfunden haben.

 

Nun aber zum Hauptakteur zurück. Ich hatte durch die genehmigte Sonderreglung eine  verlängerte Schreibzeit. Am Ende war ich erstaunt, dass ich tatsächlich nahezu die volle Zeit benötigt habe. PSX_20171208_144412.thumb.jpg.ad1b2546e1cf43f901c11bc673b658b4.jpgAber ich merke wirklich, dass ich Pausen brauche, um die Konzentration in Prüfungssituationen konstant zu halten. Wobei Pausen sind ja generell gut für die Leistungskurve. Am Ende noch eintüten und den Text auf dem Briefumschlag unterschreiben, zukleben und fertig. ABER bitte akribisch drauf achten, dass mit Ausnahme der Teilnahmebescheinigung, alles was aus dem Umschlag raus kam auch wieder in den Umschlag rein kommt, sonst gilt das als Täuschungsversuch.

 

Dann hatte ich auch endlich Zeit mich noch mit einer anderen Sache zu beschäftigten. Denn ganz störungsfrei war die Klausur nicht. Am Anfang kam Frau Prof. Scherenberg noch einmal rein und hatte mir einen Mutmacher für den Studiumsendspurt auf den Tisch gelegt. "Ich will den Hut". Ja, den möchte ich. Positiv fand ich gegenüber meinem früheren Klausurstandort in Köln, dass ich einen vernünftigen Tisch hatte. Mittlerweile, wird glaube ich in der Uni Köln geschrieben. Die FH Köln, war leicht grauenhaft durch diese blöden Hörsaaltische. Jetzt hatte ich einen großen Tisch und Raum für mich alleine. Ich hätte auch einmal herumlaufen können, hätte ich es gewollt und hatte an zwei Seiten große Fenster. Wenn du jetzt aber glaubst, dass es ruhiger war, als in einem Hörsaal mit über 100 Klausurschreibern. Das ist definitiv nicht so. In dem Bereich, in dem ich geschrieben habe sind die Büros der Dekane usw. Das ist wie bereits geschrieben, wie in einem Bienenstock und recht hellhörig.  So wusste ich quasi auch immer 30 Sekunden, bevor Frau Schuster in den Raum kam, dass sie gleich einen dieser unregelmäßigen Kontroll"besuche" macht oder um zu fragen, ob ich gerade einmal den Raum verlassen muss, einfach so, durfte ich das nämlich nicht (verständlicher Weise). Aber es blieb im Rahmen und hat dem Ganzen einen doch etwas die Spannung raus genommen.PSX_20171207_173512.thumb.jpg.f6a8565441b543586512976c15a88cfe.jpg

 

Am Ende glaube ich sagen zu können, dass ich nicht noch einmal für einen Drittversuch in Empi antreten muss. Ich bin zufrieden und relativ ruhig. Anschließend habe ich mich noch fast eine Stunde mit Frau Holdmann unterhalten, über das Mentoring, ein paar Dinge, die ich noch für meine Thesis benötige und berufliche Perspektiven und dann kam die Frage "Und wie belohnen Sie sich jetzt". Ja, wie belohne ich mich. Ich bin dann einfach in die Tram gestiegen, am Bahnhof umgestiegen und dann an die Weser gefahren. Da ist dann (wie ich jetzt weiß) der Schlachtemarkt (so eine Mischung aus Mittelalter und Piraten Ding). Das fand ich interessant und da es kalt war auch nicht so voll. Anschließend noch was essen und dann pünktlich zur Haltestelle. Da habe ich dann auch noch das Bremer Wetter, im Original mitgenommen. Denn es goss aus Kübeln und wirklich unterstellen, kann man sich an der Flixbushaltestelle nicht. Und dann nahm die Katastrophe eigentlich auch ihren lauf. Mein Bus war zwar pünktlich. Aber das war es auch schon.

PSX_20171207_173402.thumb.jpg.e9a15ad7b5f540e2781788b550542f7d.jpg

Von Ankunft des Busses, bis der Zugestiegene Busfahrer und der vorherige sich ausgetauscht hatten und dann in der Lage waren auch bei Regen die Tickets vom Handy zu scannen standen wir 25 Minuten im kalten strömenden Regen. Der Bus war voll, also hatte ich den Luxussitz mit Blick auf das WC direkt hinter der Tür. Die Dichtung war defekt, also saßen wir im Hinteren Teil alle so dick eingewickelt wie nur irgendwie möglich, nass und kalt.  Auf der Strecke macht der auf der Hin- und Rückfahrt einen 30 Minütigen außerplanmäßigen Halt zum "Essen". Es goss immer noch. Der Bus fuhr bis ans Ende der Reststätte. Das "Restaurant" lag über 500 m hinter uns. Es war dunkel, es war bitter kalt, wir hatten eine Dame mit Rollator im Bus und dann wollten die beiden Busfahrer uns ernsthaft alle aus dem Bus werfen (mit bitten hatte das nichts mehr zu tun). Wir könnten zum Restaurant laufen oder hier vor dem Bus stehen und sollten in 25 Minuten wieder da sein. Ich muss sagen, da habe auch ich einmal meine Selbstbeherrschung verloren, denn ich war noch nass und kalt aus Bremen und so etwas habe ich beim Flixbus noch nicht erlebt. Ich habe erlebt mit offenen Türen im Kalten zu sitzen oder in einem Bus eingeschlossen, weil die Türen zu sein müssen. 

Tja, was soll ich sagen. Der hintere Busteil hat gestreikt, wir haben einen Lösungsvorschlag gemacht und sind sitzen geblieben und die Dame mit dem Rollator hat, als sie aus dem Bus verfrachtet worden war auch ein paar Takte gesagt. Und weil die Busfahrer ja essen wollten und nicht diskutieren, haben sie nachgegeben. Am Ende durften wir im Bus bleiben, wurden eingeschlossen und hatten es endlich mal für 30 Minuten warm. 

 

Tja immer wieder ein Abenteuer. Aber von all den Malen, die ich gefahren bin, ist es das erste schlechte Erlebnis.  

 

 

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5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

Aber von all den Malen, die ich gefahren bin, ist es das erste schlechte Erlebnis.

Hauptsache Du bist wieder heil angekommen! :smile: Und abgesehen von der Busfahrt klingt es für mich doch nach einem netten Ausflug und Du konntest ein Bisschen was entdecken. Abschließend drücke Dir noch die Daumen, dass diese Klausur bestanden ist! :thumbup:

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Wohl egal, ob Flixbus oder Bahn, bei Reisen gibt es wohl immer mal was zu erleben. Wobei ich zum Beispiel gestern meine Autofahrt ins Oberbergische  auch alles andere als angenehm empfand. 

 

Zitat

Was man da so leicht grün und gelb schimmern sieht und direkt beim Herausgehen aus dem Gebäude entdeckt, muss wohl ein Studienzentrum der IUBH sein (man möge mich korrigieren). 

 

In der Tat und ja schon recht ungewöhnlich, so direkt in einem Gebäude:

Anschrift-Apollon.jpg

https://www.apollon-hochschule.de/impressum/

 

IUBH-Bremen.jpg

https://www.iubh-fernstudium.de/studienzentrum/bremen/

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polli_on_the_go

Geschrieben (bearbeitet)

vor 48 Minuten, Markus Jung schrieb:

In der Tat und ja schon recht ungewöhnlich, so direkt in einem Gebäude 

Es ist NICHT das selbe Gebäude!! nur die Selbe Einfahrt   In dem Gebäude der IUBH sind noch andere Sachen.  Die Apollon hat nur ein Gebäude. Ist aber denke ich auch dem Post oben zu entnehmen gewesen,  dass es das Gebäude gegenüber ist und nicht das Apollon Gebäude.  Denke die Vergabe der Hausnummer hat eher mit dem Grundstück auf Universitätsgelände zu tun. Das Impressum ist hier verwirrend und die Angaben deswegen. Eine Korrektur!

20171211_125536.png

Bearbeitet von polli_on_the_go
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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Ok - gleiche Anschrift, nicht das gleiche Gebäude. Danke für die Richtigstellung.

 

Seltsam, dass dann bei der Anschrift im Impressum keine Angaben wie Haus X und Haus Y enthalten sind. So wird das ja meist bei größeren Komplexen gehandhabt.

 

Egal, auf jeden Fall sehr dicht beieinander die beiden.

 

Vielleicht  studiert ja mal jemand parallel an der IUBH und APOLLON Hochschule und kann dann die Präsenzen kombinieren ;).

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polli_on_the_go

Geschrieben

Ne die sind vor Ort nicht so bezeichnet :). Hab auch kein a/b/c gesehen. Vielleicht ist es einfach Bremen.:lol:

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