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Hotel gebucht- Absolventenfeier und Symposium können kommen

polli_on_the_go

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Das Hotel ist gebucht und ich freue mich schon auf die Absolventenfeier. Bis zum 13.10. sind es zwar noch ein paar Tage, aber bekanntlich gibt es Monate, wo es in Bremen durchaus schwierig ist Übernachtungen in seinem Wunschhotel (oder überhaupt einem) zu bekommen. Es ist wieder das Hotel Residence. Doch dieses Mal fahre ich nicht alleine.

 

So seltsam das für den ein oder anderen klingen mag, ich habe meinen Abschluss ganz bewusst noch nicht gefeiert und das hat einen persönlichen Grund. Abschlüsse gab es doch schon den ein oder anderen. Da wäre zum einen der Highschool Abschluss am NACI in Neepawa, Manitoba Canada mit allem drum und dran. (Anm. die Kanadier sind da nicht so extrem, wie die Amerikaner). Da ich im Austauschjahr war, haben da andere die Rollen meiner Eltern eingenommen. Als nächstes war da dann meine Examensfeier zum Abschluss der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Wie es manchmal als Scheidungskind zwischen den Stühlen ist, wenn sich ein Elternteil, wie ein respektloses Kind verhält, musste ich mich für einen Stuhl entscheiden, obgleich es mir widerstrebt hat und es war definitiv nicht die Herzensentscheidung, sondern die um ein erneutes Tamper Tantrum vorzubeugen. Das mag seltsam klingen, aber wenn ich eins schlecht haben kann eben genau dieser Platz zwischen den Stühlen.

 

Jetzt ist der Bachelorabschluss da und eine Person, die bisher nie irgendwo dabei sein durfte ist mein Papa. Deswegen begleiten er und seine Freundin mich nach Bremen. Nicht nur der Studienabschluss an sich und ihn trotz all der Umstände, die dagegen gesprochen haben, erreicht zu haben ist für mich etwas besonderes, sondern auch die Möglichkeit das mit einem ganz besonderen Menschen zu teilen. Es wird noch spannend, denn wirklich etwas vorstellen kann er sich darunter nicht. Die Familie meines Papas ist seit Generationen in der Landwirtschaft (Nutztiere oder wie mein Papa Lohnunternehmer). Er braut einfach ohne irgendein Maschinenbau oder Ingenieursstudium oder eine Technikerausbildung ein Schneidewerk für das Dreschen von Raps (zu dem Zeitpunkt gab es die für sein damaliges Modell noch nicht) oder auch sonst das ein oder andere Zusammen. Eine Uni hat er noch nie von innen besucht und ob der Bachelor jetzt ein Abschluss oder eine Fernsehsendung ist, war einfach nicht relevant. Ich weiß, dass das für meinen Papa auch von der Veranstaltung an sich eine absolut fremde Welt sein wird, aber ich freue mich riesig ihn dabei haben zu können und diesen Meilenstein mit ihm zu feiern und so auf meine Art einfach einmal Danke zu sagen.

 

Zusätzlich ist auch für November schon das Zimmer zum Symposium gebucht. Ich hoffe, dass ich da schon weiß, ob ich meine Probezeit bestanden habe oder nicht. Da meine Arbeit zu einer der mit "sehr gut" bewerteten Thesen gehört, werde ich die Einladung annehmen und sie im Rahmen eines Posters vorstellen. Die Erlaubnis das tun zu dürfen, habe ich von der Präsidentin der Hochschule schon erhalten. Warum? Naja, ich habe ja einen ziemlich umfangreichen Sperrvermerk u.a. wegen der Erhebung hochschulinterner Daten. Entsprechend wertschätzend möchte ich natürlich damit umgehen und überlege auch gerade, wie ich mein Poster gestalten möchte. Ich habe 2013 bereits einmal (damals war es nicht auf Thesen beschränkt) daran teilgenommen und den 2. Platz gemacht (darum ging es mir aber nicht). Somit habe ich zumindest noch eine gut funktionierende Vorlage mit der passenden Auflösung usw. Interessant für mich ist auch, dass mein Thema hervorragend in das diesjährige Thema des Symposiums passt. Aber besonders freue ich mich  darauf, den ein oder anderen Mentee einmal persönlich kennen zu lernen und natürlich auch den ein oder anderen, den ich nur aus den What's App Gruppen kenne.



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich bin ein bisschen neidisch auf Dich! 🙂

Genieß Deine Feier mit Deinem Papa!

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Schön, dass dein Vater dabei ist - und schön, dass er sich auf diese für ihn fremde Welt einlässt.

 

Das wird bestimmt nochmal ein besonderes Erlebnis.

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