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535 Tage & 90 CP - Halbzeit!


Matthias2021

911 Aufrufe

Vor ziemlich genau 535 Tagen habe ich mit dem Studium begonnen. Stand heute habe ich die Leistungen für genau die Hälfte der 180 Credits erbracht, 16 Prüfungen absolviert, 2 Hausarbeiten geschrieben und eine Präsentation erstellt. Nun gönne ich mir ganze 16 studienfreie Tage:5_smiley:  Bis zum 02.01.2018 wird nämlich nichts mehr gemacht.

 

Zumindest ist es der Plan, mal keinen Plan zu haben und einfach mal wieder zu leben und für die Familie da zu sein.  :rolleyes:

 

Die Zeit für ein kurzes Fazit möchte ich mir aber vorher noch nehmen.

 

Als mittlerweile knapp Ü40'iger konnte ich mir bis hierhin zweifelsfrei beweisen, dass es mit dem studieren nebenher noch ganz gut funktioniert. Klar stellt man sich manchmal die Frage der Fragen: "Warum genau tue ich mir das eigentlich noch mal an?" Ich habe einen guten Job, verdiene gutes Geld und kann eine durchaus interessante Vita vorweisen. Muss dieser zusätzliche Abschluss jetzt wirklich noch sein, auf welchen sowieso noch ein weiterer, nämlich ein Master folgen wird?

 

Die Antwort ist jedes Mal aufs Neue: Ja, es muss und ja, ich will! :26_nerd:

 

Die letzten Module hatten es nochmal so richtig in sich. Am Ende habe ich diese gut hinter mich gebracht und ich glaube, auch alle erfolgreich abgeschlossen. Noch sind zwar nicht alle Noten da, ich bin aber sehr zuversichtlich. :thumbup:

 

Elektrotechnik - das erste D - nicht bestanden / Nachholprüfung 1,7

Mein persönliches Sorgenkind, auf der einen Seite eigentlich genau eines meiner Gebiete, auf der anderen aber genau deshalb die Sorge vor einem möglichen schlechten Abschneiden. Im ersten Versuch ist dies nun auch genauso eingetreten, es kam einfach alles zusammen. Ich war zwei Wochen vor der Prüfung ständig unterwegs. Der Flieger am Prüfungsvortag hatte dann auch noch Verspätung, so war ich erst gegen 23 Uhr daheim angekommen. Früh 8 Uhr bin ich dann zur Prüfung gefahren. Ich war nun einmal angemeldet und wollte es wenigstens versuchen.

Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich meinen Kopf nicht wie sonst auf Knopfdruck frei bekam und ich völlig unkonzentriert war. Als ich bereits bei 4 von 15 MC-Fragen die ersten Formeln herleiten und rechnen musste, verspielte ich sehr viel Zeit. Ich benötigte wohl insgesamt um die 45 Minuten für 15 MC-Fragen, also die Hälfte der Prüfungszeit. 😡

 

Anschließend kamen dann sehr umfangreiche Aufgaben, bei jeder musste ich Formeln zusammenbasteln, viel rechnen und noch viel mehr schreiben. Selbst wenn ich alles sofort gewusst hätte, hätte wohl die Zeit für die viele Schreibarbeit nicht ausgereicht, zumindest hatte ich das Gefühl. Für die Aufgaben 16 - 18 habe ich jeweils ca. 15 min benötigt. So habe ich 3 von 6 offene Aufgaben gar nicht erst begonnen, weil ich meine Prüfungszeit bereits verbraucht hatte. Insgesamt waren dies nun 26 unerreichbare Punkte, was bei einer Gesamtpunktzahl von 89 wohl maximal eine 3,3 bedeutet hätte, vorausgesetzt der Rest wäre zu 100% richtig gewesen. Da war ich mir allerdings nicht so sicher, deshalb hatte ich am Ende nachgeholfen auch wirklich durchzufallen, denn eine 4,0 wollte ich in keinem Fall. Im Ergebnis, welches ziemlich schnell da war, hatte ich 40 % und durfte nochmal. 😀

 

Die Online-Nachholprüfung 14 Tage später, bestand ich dann hochkonzentriert mit einer 1,7.      

 

Automatisierung & Robotics  

Dieses Modul war ähnlich wie das vorhergehende, genau mein Gebiet. Hätte ich mir vielleicht anerkennen lassen sollen, aber wo bleibt denn da der Spaß? :D Die Note ist noch nicht da, wird wohl irgendwas zwischen 2,3 und 1,7 werden. Ebenfalls sehr viel Schreibarbeit und eine Menge zu rechnen. Wieder etwas knapp mit der Zeit, allerdings habe ich hier ein sehr gutes Gefühl.

 

Fertigungsverfahren Industrie 4.0

Dieses Modul hatte in weiten Teilen viele Inhalte meiner vorangegangenen Ausbildungen und auch meiner bisherigen fachlichen Tätigkeits- bzw. Verantwortungsbereiche. Hier ist eine 1,... Pflicht. Viel gibt es zu der Prüfung nicht zu sagen. Beschrieben hatte ich den Inhalt des Moduls ja bereits im vorhergehenden Blogeintrag. Die Prüfung war frei von Überraschungen und auch zeitlich gut lösbar. Die Konstruktion sowie die anschließende Präsentation eines Werkzeuges ging am Ende, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, auch relativ leicht von der Hand. Ich denke, dass eine 1,3 als Prüfungsergebnis drin sein sollte. 

 

Fazit:

Ich bin auf dem richtigen Weg und freue mich auf die nächsten Schritte. Etwas Stolz schwingt schon mit, wenn ich so darüber nachdenke, dass ich trotz meines sehr zeitintensiven Jobs, diese Leistungen „so nebenbei“ erreichen konnte. 

 

Ich wünsche allen eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit. 🎅 🎄 🎅 

 

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14 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ciao Matthias

 

Ich lese gerne deine Erfahrungsberichte, vielen Dank dafür, immer wieder spannend zu erfahren, wie es bei anderen Studierenden so läuft. Ich sehe Du bist auf Kurs, Gratulation so weit! Deine Taktik bei Elektrotechnik war ganz schön clever, so hattest Du faktisch noch eine zusätzliche Musterklausur! Das mit dem Fokussieren kann tatsächlich matchentscheidend sein; ich hatte auch Klausuren erlebt, wo ich genau spürte, dass ich mich nicht recht konzentrieren konnte, ich war wie blockiert. Handkehrum gibt es Tage, da läuft es wie geschmiert. 

 

Elektrotechnik: dieses Modul bearbeite ich zur Zeit gerade und bin hier auch etwas vorsichtig mit meiner Prognose. Obwohl ich mich echt auf dieses Fach gefreut habe, weil es zum einen ein echtes Ingenieurfach ist und zum anderen auch einen direkten Bezug zum Thema Industrie 4.0 hat (haben sollte!), bin ich etwas enttäuscht. Für meinen Geschmack wird dem Thema Wechselstromtechnik viel zuviel Gewicht geschenkt, obwohl der Trend in der Industrie, vor allem auch im Zusammenhang mit der Energiewende, sehr stark Richtung Gleichstrom geht. Auch persönlich habe ich zum Wechselstrom, mal abgesehen vom Lautsprecherbau, keine Affinität. Ich hätte an dieser Stelle gerne etwas mehr Tiefgang im elektronischen Bereich gehabt, aber vielleicht kommt das ja noch. Auch die Abgrenzug zu den Naturwissenschaftlichen Grundlagen ist mir etwas zu schwammig, ich dachte eigentlich, dass ich den Magnetismus und die elektrischen Felder abhaken konnte.

 

Ebenfalls vermisse ich bei diesem Studiengang etwas den "Pioniergeist", eigentlich sollten wir ja dann die Spezialisten sein der neuen Welt (ich übertreibe natürlich etwas!). Aber Themen wie Digitalsierung oder künstliche Intelligenz sollten doch ein eigenes Modul bilden!

 

Bin gerne für etwas Austausch zu haben!

 

Gruss und frohe Festtage

Thomas

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Hallo Thomas,

 

ja die Elektrotechnik ist ein seltsames Modul. Auf der einen Seite spannend und äußerst interessant, auf der anderen aber auch sehr unberechenbar. Das größte Problem ist dabei die Vielzahl der Themen, anstatt lieber etwas mehr in die Tiefe zu gehen. Das und die fehlende Möglichkeit zur Nutzung von Formelsammlungen, macht es einem in der Prüfung sehr schwer.

 

Wie sagt man so schön: "man muss nicht alles auswendig Wissen, nur wissen wo es steht und entprechend anwenden können"... hier geht es leider zu sehr ums auswendig lernen, weniger ums anwenden. Schade!

 

In den Prüfungen waren Berechnungen zu Dreieck-Dreick-Anordnungen, frequenzabhängige Laplace-Transformation (DGL), realerTranformator, Konstruktion Ortskurve und Schwingkreise, Leiterschleife im Magnetfeld (Effektivwert) und eine Riesenaufgabe zu Kontenpotentialen und Maschenströmen. Letztere war das größte Problem, die Umlaufwiderstände in eine Matrix zu basteln und diese am Ende zu berechnen, erfordert eine Menge Konzentrationsfähigkeit und Zeit. Bei den MC-Fragen mussten bereits zwei Phasenverschiebungen und je ein Spannungs- & Stromteiler berechnet werden.

 

Dir viel Erfolg!

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Hallo

Ich habe an der Fernuni E technik studiert.

Finde diese gekauften Studienabschlusse an den Fh generell fast als eine Frechheit im vergleich zur Fernuni.

Das muß mal gesagt werden.

 

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Hallo

Allein wenn ich bedenke wieviel Mathematik das Diplomstudium Elektrotechnik an der Fernuni Ist.

Fur das alleine brauchst nebenberuflich ohne Übertreibung mindestens 2,5 Jahre 

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@Spätberufener

Das ist ja wohl der größte Blödsinn, den ich in diesem Zusammenhang je gehört habe.

 

Erstens: dies ist ein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen und keine ELT-Diplomstudiengang

 

Zweitens: Wenn es so einfach wäre und man diese Abschlüsse einfach kaufen könnte, wäre eine Akkreditierung wohl kaum denkbar und ich wäre „als zahlender Kunde“ wohl auch kaum durchgefallen

 

Drittens: Ein durchschnittlicher Vollzeitstudent leistet in der Realität meist auch nicht mehr als 30 Stunden in der Woche. Durch Semesterferien und andere freie Zeiten kommt dieser im Schnitt jährlich auch nicht auf mehr abgearbeiten Workload als ein berufsbegleitender Student, welcher in fast jeder freien Minute studiert.

 

Bevor man den wenig erfolgreichen Versuch unternimmt, Äpfel mit Tomaten zu vergleichen, sollte man sich zumindest mit beiden beschäftigen.

 

Ich weiß ja nicht was für ein Verständnis Sie von Mathematik haben, aber selbst ein reines B.Sc. Mathematikstudium dauert an der FernUni lediglich 3 Jahre. Keine Ahnung wie Sie dann darauf kommen, dass der kleine Bereich der Mathematik bei einem ELT-Studium 2,5 Jahre in Anspruch nehmen würde. Haben Sie vielleicht selbst so lange für diese Module benötigt und ziehen daraus Ihre Schlüsse? 

Bearbeitet von Matthias2021
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Hallo

Es ist zudem ein wesentlicher Unterschied zwischen Uni und Fachhochschule ..immer noch trotz 

Bologna.

Zur Info selbst die Prof. Sagen der Msc auch an einer Uni ist nicht mehr das wie das Diplom.

Und die werdens wohl wissen.

Und zur Mathematik im Diplom E Technik oder Theoretische E Technik 

das ist dort wesentlich anspruchsvoller als an einer FH.

Aber ich bleib dabei wer zahlt schafft an..und so ists halt mal.

 

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  • Admin
vor 20 Stunden, Spätberufener schrieb:

Finde diese gekauften Studienabschlusse an den Fh generell fast als eine Frechheit im vergleich zur Fernuni.

 

Erster Beitrag hier und dann gleich eine falsche Tatsachenbehauptung...

 

Du kannst ja der Meinung sein, dass du die Abschlüsse der FernUni als hochwertiger einschätzt als die Abschlüsse privater FHs - gekauft sind sie deshalb noch lange nicht, wie hier ja auch bereits ausgeführt wurde von anderen (Akkreditierung etc.).

 

Also künftig bitte qualifizierte Beiträge - oder es ganz sein lassen.

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