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Seminar

Tobse

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Hallo zusammen,

 

nachdem ich gestern aus Pfungstadt zurück gekommen bin, es standen ja Rep und Klausur zu Energierecht und Wirtschaftsinformatik an, lag auch endlich das Gutachten zu meiner Seminararbeit im Briefkasten. Daher wird es nun Zeit, wie versprochen, Euch etwas mehr über das Seminar zu informieren, mehr zu den Reps und Klausuren gibt es ein anderes Mal.

 

Da ich nicht weiß, ob die Bedingungen auch bei den anderen Bachelor-Studiengängen der WBH identisch sind, gebe ich keine Garantie, dass nachfolgende Informationen auf die anderen Studiengänge übertragbar sind. Da aber Energiewirtschaft oft mit Technischer Betriebswirtschaft parallel läuft, sind zumindest diese beiden Richtungen hiermit abgedeckt.

 

Voraussetzung für die Teilnahme

Generell müssen die Prüfungen der ersten drei Semester bestanden sein, allerdings dürfen wohl in Ausnahmefällen maximal zwei Prüfungen offen sein. Theoretisch kann man sich bis acht Wochen vor dem ersten Präsenztag des Seminars über den Online Campus anmelden. Bei offenen Prüfungsleistungen ist die Seminarabteilung zu kontaktieren, wie das dann abläuft kann ich aber nicht sagen, da ich alle Prüfungen absolviert hatte. Eines kann ich Euch aber verraten, sobald die Seminartermine online stehe geht es recht schnell mit den Anmeldungen, sodass man acht Wochen vorher für das folgende Seminar sicherlich keinen freien Platz mehr bekommen wird. Hier heißt es also schnell sein und früh anmelden! :wink:

 

Zeitplanung

Seitens der WBH gibt es eine Timeline, die ich Euch gerne mal vorstellen möchte.

  • Anmeldeschluss: 8 Wochen vor Präsenz
  • Stornierungsfrist: 6 Wochen vor Präsenz
  • Themenliste im Online-Campus: Ca. 6 Wochen vor Präsenz
  • Liste Themenwunschzuordnung im Online-Campus: 5 Wochen vor Präsenz
  • Gliederung an den Betreuer schicken: 4 Wochen vor Präsenz
  • Seminararbeit an den Betreuer schicken: 1 Woche vor Präsenz
  • Präsentation mit Power-Point: Am Präsenztermin

 

Bei mir war es leider so, dass die Hochschule bei diesem Seminar mit der Veröffentlichung der Themenliste etwas in Verzug geraten ist. Somit wurde die Themenliste erst fünf Wochen vorher veröffentlicht, allerdings wurde die Themenzuordnung dann sehr schnell durchgeführt, sodass hier nur etwas Zeit verloren ging. Da hat die WBH gut reagiert! :thumbup1:

 

Prüfungsleistungen

Insgesamt bestehen die zu erbringenden Prüfungsleistungen aus drei Teilen:

  1. Seminararbeit zum ausgewählten Thema, welche den Anforderungen einer wissenschaftlichen Seminararbeit entsprechen soll. Deren Gliederung ist vorab dem Seminarleiter zukommen zu lassen, welche diese freigibt. Die Anforderungen beziehen sich auf formale Aspekte wie Umfang, Formatierung und Zitierweise, sowie auf den Aufbau in Form von Deckblatt, Gliederung, Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis, den Haupttext, Anhänge und das Literaturverzeichnis. Deren Bewertung fließt zu 50% in die Gesamtnote ein.
  2. Eine 25-minütige Präsentation des Themas am/an den Seminartag(en), also einem mündlichen Vortrag auf Basis einer Powerpoint-Präsentation und anschließender Beantwortung von Fragen der anderen Seminarteilnehmer. Die Bewertung der Präsentation fließt zu 30% in die Gesamtnote mit ein.
  3. Mündliche Beteiligung, sowohl Quantität als auch Qualität, an der Diskussion anderer Vorträge während der Präsenzveranstaltung. Diese Beteiligung fließt zu 20% in die Gesamtnote mit ein.

 

Wie war der Ablauf? - Vorbereitung

Bei meinem Seminar lautete das Schwerpunktthema "Wirtschaftliche und technische Herausforderungen der Energiewende". Dazu wurden von Herrn Dr. Oliver Hettmer, unserem Seminarleiter, insgesamt 15 Themen (für 15 angemeldete Studenten) zur Auswahl gestellt. Diese waren u.a. der Rückbau von Atomkraftwerken, Ausbau von Übertragungs- bzw. Verteilnetzen, Windkraft (onshore bzw. offshore), Biogasanlagen, Solarkollektoren, Energiespeicher, Smart Grids bzw. Smart Home, Elektromobilität oder Ausstieg aus der Kohleverstromung. Insgesamt also alles Themen, die zum Schwerpunkt passen und einen gewissen roten Faden aufwiesen. Zu jedem Thema sollte es auch immer ein Fallbeispiel geben.

 

An dieser Stelle schon ein kleiner Hinweis: Sollte es nicht gewisse Gründe geben, dann werden die Präsentationen in der Reihenfolge der Themen durchgeführt. Sprich die Nummer Eins ist als erstes am ersten Tag dran, die Nummer 15 bildet den Abschluss am zweiten Tag.

 

Nach der Themenzuordnung hieß es also geeignete Quellen finden, diese be- und auswerten, sowie eine Grobgliederung bis zur zweiten Gliederungsebene erarbeiten. Diese habe ich dann an Herrn Hettmer geschickt. Leider war er mit meinem ersten Entwurf nicht ganz so zufrieden, also hieß es eine neue Gliederung erstellen. Die zweite Version wurde von ihm dann genehmigt, sodass es mit dem Schreiben losgehen konnte. Hier ist es noch wichtig zu wissen, dass der wesentliche Kern dieser Grobgliederung nicht mehr verändert werden sollte, sondern maximal Ergänzungen und punktuelle Änderungen erhalten darf.

 

Ich glaube das Vorgehen beim Schreiben muss ich Euch nicht großartig beschreiben. Man schreibt was, ändert es wieder, wirft alles über den Haufen, fängt neu an, ergänzt hier, formuliert dort um, schiebt Textblöcke hin und her usw. Ihr werdet dies bestimmt alle kennen! :biggrin: Tatsächlich habe ich dann die erlaubten 17 Seiten Haupttext auch ausreizen müssen.

 

Eine Woche vor der Präsenz habe ich die Seminararbeit dann eingereicht und anschließend hieß es die Präsentation zu erstellen und hier auf den Umfang zu achten. Diese wurde dann auf einen USB Stick gepackt und dann ging es nach Pfungstadt für zwei Tage.

 

Wie war der Ablauf? - Vor Ort

Am ersten Tag hat sich Herr Hettmer zunächst vorgestellt und eine kleine Einleitung in die beiden Tage gegeben. Von den 15 angemeldeten Studenten waren letztlich 14 auch vor Ort und hatten eine Seminararbeit eingereicht. Dann ging es los mit den Präsentationen. Was ich persönlich wirklich gut fand ist, dass Herr Hettmer sich hier fast ganz rausgenommen hat. Sprich er hat die Präsentation und die "Abwicklung" der Nachfragen ganz den Studenten überlassen. Nur wenn eine Präsentation oder die anschließende Fragerunde zu lang wurde hat er eingegriffen. Die Präsentation durfte dann dennoch, wenn auch zügig, beendet werden oder die Diskussion wurde von der Anzahl der Wortmeldungen her limitiert. Der erste Tag endete dann auch nach der guten Hälfte der Präsentationen.

 

Tag zwei begann mit einer Rückmeldung zu den Seminararbeiten und generellen Hinweisen zum wissenschaftlichen Arbeiten. Danach ging es mit den Präsentationen weiter. Zum Abschluss des Tages gab Herr Hettmer dann ein Feedback zu den Präsentationen in allgemeiner Form und wies auf verschiedene Punkte hin, die man beachten sollte. Da er auch am Abend vorher die letzten Seminararbeiten geprüft hatte konnte er uns vor Ende der Veranstaltung noch mitteilen, dass alle Anwesenden das Seminar bestanden haben.  Mit diesem Wissen, und der daraus folgenden guten Laune, wurde Pfungstadt wieder verlassen. 

 

Das Gutachten

Nun also, gute fünf Wochen später, liegt auch das Gutachten vor. Dieses ist gegliedert in drei Bereiche mit jeweiligen Kriterien, einer Spalte für +, 0 und -, sowie für einen Kommentar. Die Bereiche mit den Unterpunkten sind:

  1. Schriftliche Ausarbeitung
    1. Art und Weise der Bearbeitung
    2. Arbeitsaufwand
    3. Ergebnisse
    4. Stil
    5. Form
  2. Präsentation
    1. Konzeption (Aufbau, Systematik, Klarheit der Argumentation)
    2. Gestaltung der Folien
    3. Mündliche Präsentation (Rhetorik, Gestik)
  3. Quantität und Qualität der mündlichen Beiträge
    1. Intensität der mündlichen Mitarbeit
    2. Inhaltliche Fundiertheit und Originalität

 

Persönlich finde ich, dass das Gutachten schon ein recht gutes Feedback bezüglich der erbrachten Leistungen gibt. Hier und da ist der Kommentar für mich aber nicht so aussagekräftig, wie ich mir das erhofft hätte. Das mag aber auch daran liegen, dass ich kein Freund des Wortes "weitgehend" bin, denn ich möchte dann immer wissen "Wo denn nicht?"! :blink:

 

Mein Fazit

Alles in allem muss ich sagen, dass das Seminar sicherlich eine gute Hilfestellung für das Schreiben der Thesis und ihrer Präsentation gibt. Für "magere" 5 CP muss man hier aber schon einen Haufen Arbeit investieren... :001_tongue: :laugh:

 

Das soll es nun aber auch von mir gewesen sein und wie zumeist an dieser Stelle, wünsche ich Euch einen schönen Sonntag!

 

Euer Tobse



4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ganz schön strenger Zeitrahmen für das Erstellen einer Seminararbeit. Ihr habt dann nur 4 Wochen Zeit, oder habe ich das falsch verstanden?

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vor 9 Minuten, Lumi schrieb:

Ihr habt dann nur 4 Wochen Zeit, oder habe ich das falsch verstanden?

Alles richtig verstanden, es sind zwischen drei und vier Wochen. Natürlich auch etwas in Abhängigkeit davon wie schnell die Themenliste mit den Zuordnungen veröffentlicht und wie schnell die Gliederung durch den Betreuer freigegeben wird. Für mich war es recht sportlich, aber machbar. Wobei ich die Abgabefrist auch bis zum letzten Tag ausreizen musste. :wink:

Bearbeitet von Tobse

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Wirklich viel Aufwand für 5 CP und ein sehr knackiger Zeitplan. Respekt! Da darf wirklich nichts dazwischen kommen. Klingt aber durchaus interessant und anspruchsvoll. Viel Erfolg weiterhin.

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Klingt wahrlich nach ner knackigen Zeitplanung. Aber auch nach einer spannenden Prüfungsform. Wobei der Aufwand für 5 CP echt hui ist.

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