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Thesis: Die Vorbereitungen

Lumi

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Inzwischen sind die ersten zwei der 22 Wochen der Thesis-Bearbeitungszeit verstrichen. Mit wohlwollenden Blick betrachtet, habe ich einige essentielle Vorbereitungen erledigt. Der kleine Kritiker in mir merkt an, dass ich noch nullkommannix Produktives gemacht habe und somit fühle ich mich aktuell nicht ganz wohl. Aber nun mal der Reihe nach:

 

Betreuerwahl & Themenwahl:

Beides ging bei mir Hand in Hand, da ich von einem Professor angeschrieben wurde, ob ich an einer Abschlussarbeit interessiert wäre. Das Angebot kam just in dem Moment, in dem ich mich entschieden hatte, doch kein arbeitsrelevantes Thema zu bearbeiten, aber mich noch nicht auf der Suche nach Alternativen gemacht hatte. Nach dem ersten Telefonat mit dem Professor war ich bereit den Sprung in das kalte Wasser zu wagen. Ich werde mich mit dem Einsatz von Machine Learning zur Identifikation von Objekten und Bewegungen in einem ganz spezifischen Umfeld (zu dem ich hier nichts sagen möchte) beschäftigen. Also thematisch ganz weit weg von meinen Studienschwerpunkten oder meinen Arbeitserfahrungen.

 

Anmeldung der Abschlussarbeit

Die Anmeldung erfolgt über das IUBH-Portal Care und ist ziemlich unkompliziert, sobald man alle Dokumente zusammen hat. Ich konnte die als PDF zur Verfügung stehenden Formulare leider nicht am Rechner ausfüllen. Nach mehreren Versuchen mit drei verschiedenen PDF-Tools habe ich aufgegeben und per Hand ausgefüllt. Unvorteilhaft ist dabei ein Titel in Überlänge. :cursing: Die Leserlichkeit beim letzten Formular bewegte sich in Richtung Arztschrift.

Aber alles ging gut, schon einen Tag nach dem Upload bekam ich eine Bestätigungs-Mail vom Prüfungsamt. In der Mail steht der Abgabetermin, sowie allerlei Hinweise zum Ablauf der Einreichung über Turnitin, der Begutachtung, der Anmeldung zum Kolloquium und der Zeugnisaustellung, sowie FAQs zu den geltenden Formalien und zur Graduierungsfeier.

 

Die ersten zwei Wochen der Thesis-Bearbeitungszeit hatte ich Urlaub. Eine Woche Lern-Urlaub und eine weitere Woche Urlaub-Urlaub. In der ersten Woche habe ich unglaubliche 40+ Tasks auf meiner to do Liste abgearbeitet, die dort teilweise schon seit Monaten stehen. Vieles davon hat mich sehr belastet in der letzten Zeit. So gesehen fühlt es sich toll an, dass ich quasi einen frischen Start hinlegen kann. Leider war ich dadurch an allen Tagen von 8-17 Uhr beschäftigt und habe nichts relevantes gelesen oder zusammengefasst, keinen Zeitplan erstellt, keine Planung der konkreten Tasks vorgenommen etc. Das hat mir schon ein bisserl Magenweh bereitet.

 

Glücklicherweise war für die zweite Woche ein Hotel in Österreich gebucht und die frische Bergluft hat mir die trüben Gedanken schnell vertrieben. Ich kann jetzt mit dem Status Quo besser leben.

 

Im Sinne des positiven Denkens:

 

  • Das Thema ist im Expose klar abgrenzt, die Ziele und Methoden der Arbeit sind festgelegt.
  • Ich habe Grundlagen-Literatur zum Thema KI, Machine Learning und dem spezifischen Anwendungsgebiet zur Verfügung.
  • Ein Teil meiner Arbeit greift auf eine Bachelorarbeit zurück. Die benötigten Daten daraus habe ich, sowie den Kontakt zum Verfasser, der mit angeboten hat für Fragen zur Verfügung zu stehen. Mit dem dort verwendeten Framework habe ich mich schon etwas beschäftigt und weiss immerhin schon, dass ich damit nicht weiter komme.
  • Mein Rechner ist frisch aufgesetzt. Die Basics wie Dateiablage, Dropbox-Sync, Citavi, Scrivener und das Word-Template sind eingerichtet.
  • Ich konnte günstig einen kippbaren Monitor erstehen, auf dem ich nun sehr viel komfortabler mit Programmcode, Word oder PDFs arbeiten kann.
  • Nicht ganz so günstig waren ein neuer Schreibtisch und Bürostuhl. Diese sind allerdings schon seit ein paar Wochen im Einsatz und ich konnte einen deutlichen Rückgang der Nackenverspannungen damit erzielen. :001_wub:
  • Ich habe nur noch 26 Arbeitstage bis Jahresende, 30 freie Tage für die Thesis sowie die Wochenende und Feiertage als Zeitpuffer. Und dann noch knapp zwei Monate im neuen Jahr.

 

 

Das Bild ist von mir am Klammljoch an der Grenze zwischen Osttirol und Südtirol aufgenommen. Nach 12 km Wanderung und über 1000 Höhenmetern waren wir endlich dem Schnee nahe. Was hatte ich dich vermisst! Die Urlaubswünsche Schnee, Schneemann bauen und Schneeballschlacht wurden somit in dieser Woche vollumfänglich erfüllt. ❄️😍

 



3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das ist doch seidenes sanftes Ruhekissen, wenn man nach nur zwei Wochen praktisch mit dem Schreiben anfangen kann!  Expose fertig gestellt mit Ziele und Methoden, Literatur für die theoretischen Grundlagen gefunden, Rechner eingerichtet - ich hatte echt Schiss vor der Master Thesis gehabt, aber als diese Punkte fertig waren, lief es einfach auf einmal, und es hatte sogar Spaß gemacht :blink:!

 

Viel Neugierde und Erfolg wünsche ich Dir für dieses neue Thema! :thumbup:

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Danke für deinen Zuspruch! :thumbup: Meine Stimmung pendelt aktuell noch zwischen nüchternem Realismus und schierer Panik. Leider steht am Wochenende noch ein doppelter Familienbesuch an, so dass ich mich etwas asugebremst fühle. Langsam ausatmen ... tief einatmen ... Alles wird gut!

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Zitat

Das Bild ist von mir am Klammljoch

 

Gefällt mir gut - besonders diese kleine Hütte vor den massiven Bergen.

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