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Mit 160 ins neue Leben


PantaRheia

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Km/h, nämlich.

 

Ob mir meine heutige Beschwingtheit auf der Autobahn in weiterer Folge einen Strafzettel eingebracht haben wird, bleibt abzuwarten – als symbolhaft für meine (momentane) Motivation und meinen Enthusiasmus mag diese Geschwindigkeit aber durchaus herhalten. In jedem Fall habe ich es inklusive 1x erfolgreich-am-Parkplatz-Babenberger-Ring-Vorbeifahrens sehr rechtzeitig zum neuen Standort der FernFH geschafft – so rechtzeitig nämlich, dass ich die erste offiziell inskribierte Studierende des Studiengangs ASBA18 geworden bin, obwohl schon viele andere vor mir da waren und in der ein paar Meter weiter entfernten (sehr gemütlichen) Student Lounge geduldig gewartet haben. Sagen wir einfach, ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, da sich quasi in meinem Vorbeigehen die Tür zum Inskriptionszimmer geöffnet hatte und ich gleich hereingebeten wurde.

 

Erhalten habe ich neben einer freundlichen Begrüßung sogleich meinen Studentenausweis (YAY!), sowie eine Mappe mit allen wichtigen Informationen und Administrativem, sowie ein schweres Stoffsackerl. Inhalt: sämtliche Skripten (- hier: Studienhefte! Ich muss mich erst an die neue Lingo gewöhnen… in meinem Kopf heißen die Dinger as per FernUni Hagen nach wie vor „Studienbriefe“.) für dieses Semester. Und dann wurde ich in den Hörsaal des Tages geschickt.

 

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Das Willkommenspaket! Langweilig wird es in den nächsten Monaten jedenfalls vermutlich nicht werden.

 

Folgende unzusammenhängende Gedankenfetzen:

  • Tolles neues Gebäude! Sehr modern, alles noch frisch und jungfräulich.
  • Hätte ich gewusst, dass das Foto der Bewerbungsunterlagen für den Studentenausweis auch gleich herhalten würde, hätte ich mir bei der Fotoauswahl wesentlich mehr Mühe gegeben.
  • Vom Parkplatz Babenberger Ring geht man zwar noch ein ganz schönes Stück zu Fuß zur FernFH, was sich aber durchaus auszahlt, bedenkt man, dass man dort ein Tagesticket um 3€ erwerben kann – im Unterschied zu den anderen Parkplätzen der Umgebung, die einen pro halbe Stunde um ganze 70c ärmer machen.
  • Autofahren von Wien nach Wr. Neustadt, dort den ganzen Tag parken, wieder heimfahren , sowie in den Ausflug bereits anteilhaft einfaktoriertes Benzin mitgerechnet, kommt immer noch günstiger, als dieselbe Strecke mit der Bahn zu bewältigen: pro Strecke würde das nämlich 9,20€ kosten – und insgesamt ca. doppelt so lang dauern. Schade. Es warat nämlich wegen der Umwelt.
  • Verlässt man die FernFH, wendet sich nach rechts und fällt umgangssprachlich einmal um, findet man sich vor einem Billa wieder, was sich als sehr praktisch vor Vorlesungsbeginn und in der Mittagspause erwiesen hat.

 

20180921_093531.jpg.294b027fab5a7b6d806b87da1846bf2b.jpgUm 11 war’s dann mit der Inskription jedenfalls auch schon wieder vorbei und der Tag konnte offiziell beginnen. Ein grober Überschlag hat ergeben: wir sind knapp 50 Studierende, der Anteil der Männer beträgt nur etwa 10%. Altersmäßig ist so ziemlich alles vertreten – ich dürfte tatsächlich eher im Mittelfeld liegen. Es folgte eine sehr nette Begrüßung durch die Studiengangsleiterin, gekoppelt an jede Menge Administratives und eine große Vorstellungsrunde aller Anwesenden, die ich als wirklich spannend empfand. Vertreten ist ein wirklich breites Spektrum an Berufssparten, wobei der Großteil doch aus dem Pflegebereich zu kommen scheint, was natürlich nicht weiter verwunderlich ist.

 

Erste Vorlesung des Tages: Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens I, eine Lehrveranstaltung, die Grundlegendes vermitteln soll und uns das ganze Semester hindurch begleiten wird. Nach der Mittagspause ging’s weiter mit einer netten und sehr geduldigen Dame von der IT, die uns den Online Campus nähergebracht hat. Für manche offensichtlich wichtig wie ein Stück Brot vor dem Hungertod (- und ich bewundere Leute im IT-Support, I really do), für mich eher eine gute Gelegenheit, mal gleich meine Mitschrift und meine Schnappschüsse aus der ersten Vorlesung per Office Lens einzuscannen und ins OneNote zu transferieren. Oh, wird das erst schön sein, wenn ich die Vorlesungsfolien und die Skripten und später meine Exzerpte alle beieinander haben werde! (Beizeiten werde ich Euch wirklich mal meine Liebe für OneNote näher ausführen, mit besonderem Fokus auf das Studium, natürlich.)

 

Der letzte Termin des Tages war schließlich die Vorlesung Grundlagen der Gerontologie. Was zu erwarten war, war mir im Vorfeld (und als gänzlich fachfremde Person) nicht ganz klar, umso begeisterter war ich am Ende der (viel zu kurzen) eineinhalb Stunden: von der Vortragenden und ihrem Stil, sowie von der Thematik an sich. Einmal mehr wurde mir da bewusst, wie froh ich bin, meinem bisherigen Weg den Rücken gekehrt zu haben und wie glücklich ich mich schätzen kann, hier einen Studienplatz ergattert zu haben. Rein bauchgefühlsmäßig fühlt es sich hier von Tag 1 an einfach richtig an… ein Gefühl, dass ich in Hagen in dieser Form eigentlich nie hatte. Und mit Tag 1 meine ich nicht heute, den Beginn der Präsenzveranstaltung, sondern bereits den Tag meines Aufnahmetests.

 

Was jedenfalls klar ist: ab heute hat der Lenz ein jähes Ende. Es geht direkt los mit engmaschigen Terminen für Einsendeaufgaben und die ersten zwei Prüfungen finden bereits im November statt. Am Abend habe ich versucht, für die beiden ersten Lehrveranstaltungen einen Lehrplan zu erstellen, an den ich mich (- ich schwör’s!) so gut wie irgend möglich halten werde (müssen).

 

Morgen – und es ist mir ein Greuel – findet das Teambuilding statt. Der Anspruch ist wohl der, sich zu einer Gruppe zusammenzufinden, die dann idealerweise über das ganze Studium hinweg zusammenbleibt und gemeinsam an Gruppenabgaben und -projekten arbeitet. Soziale Situationen mit fremden Menschen verlangen mir Einiges an Willenskraft und Energie ab… ich hoffe, es wird nicht so schlimm und anstrengend, wie befürchtet.

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6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Gab es nicht eigentlich irgendwo eine Info mit 35 Studienplätzen? Oder schmeiße ich da etwas durcheinander?

 

Zitat

findet man sich vor einem Billa wieder

 

Ist Billa eine Supermarkt-Kette in Österreich?

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Gut aufgepasst - ja, von 35 Studienplätzen war definitiv die Rede. Warum es jetzt am Ende doch knapp 50 wurden, kann ich leider nicht beantworten, würde mich aber auch interessieren.
 

vor 24 Minuten, Markus Jung schrieb:

Ist Billa eine Supermarkt-Kette in Österreich?

 

Genau - gehört zur Rewe Gruppe!

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Ich bin ja immer noch sehr dankbar für deinen Kommentar im letzten Blogbeitrag zur geputzen Wohnung während der Prüfungszeit... Hier im Forum fühle ich mich manchmal wie das letzte Faultier angesichts der Leute, die alle naslang Klausuren schreiben und super organisiert sind😁

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Faultiere sind super Tierchen 😊

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und gefühlt geht mein Studium ähnlich langsam wie ein Faultier auf dem Ast entlang krabbelt...

 

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@lilienthal - ach, man muss es einfach auch mal nur zugeben können! Ich bin mir ganz sicher, dass niemand immer und zu jeder Zeit zu 100% alles gibt und voll motiviert nirgendwo mal einen Hänger hat, oder hinausschiebt.

 

Ich selbst bin jemand, der erst dann zu ECHTEN Hochleistungen auffährt, wenn der Hut echt schon brennt und ich viel Druck habe. Ich schiebe Aufgaben so lange vor mir her und mach irgendwelche anderen "superwichtigen" Sachen bis ein paar Tage vor der Prüfung, aber dann komm ich echt in die Gänge und dann gibt's auch nix anderes mehr. Funktioniert bestens. :) 

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Irgendwer schrieb hier mal (weiß leider nicht mehr, wer) "ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe"

 

Wer kennt das nicht.😁

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