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Programmieren auf Papier

Plankt0n

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Ich habe am letzten Wochenende meine Klausur in C++ geschrieben. Wie kann man so etwas eigentlich bewerten? Ich grüble schon die ganze Zeit; ist ein fehlendes Semikolons ein Fehler oder reicht es aus, wenn die Programme logisch richtig und mit den richtigen Befehlen geschrieben wurden?

Ich tue mich immer noch schwer damit, nachzuvollziehen, warum heute noch eine Klausur über eine Programmiersprache auf Papier geprüft wird.

 

Immerhin habe ich von meinem Arbeitgeber eine tolle Nachricht bekommen. Ich bekomme endlich einen Arbeitsplatz in der Nähe von meinem Wohnort!

Bisher war mein Arbeitsort FfM und ich hatte dort lange Zeit ein Wohnheimzimmer. Dieses hatte ich allerdings schon letztes Jahr im Herbst gekündigt, da ich kaum noch vor Ort war und den Großteil meiner Arbeit im Homeoffice oder auf Dienstreise war. Wenn ich jetzt allerdings den Arbeitsort nicht mehr in FfM habe, bedeutet das, dass ich dort nicht mehr selbst Hotels bezahlen muss, die Anreise zur Arbeitszeit zählt und ich nicht mehr tagelang völlig isoliert zuhause herumlungere.

 

Kurz vorher habe ich noch zuhause meinen Arbeitsplatz komplett renoviert, sodass ich mich dort wohler fühle und es mir leichter fällt, den ganzen Tag dort zu sein. Und ich muss sagen, ich bin recht glücklich mit dem Ergebnis 😉

 

Mein nächstes Ziel ist jetzt im Juli die Klausur über Informationssysteme (von den Titeln der Studienhefte her, scheint es hauptsächlich um Netzwerktechnik zu gehen) und parallel dazu will ich ein Assignment zum Modul Informationsmanagement schreiben.

Da ich bisher immer nur ein Modul nach dem anderen bearbeitet habe, wird es nochmal eine Umstellung für mich sein, zwei Themen gleichzeitig zu bearbeiten.



5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schreibtisch sieht gut aus - sehr strukturiert und aufgeräumt. Bei der Monitoraufstellung hätte ich das Gefühl, stets etwas den Kopf drehen zu müssen, egal auf welchen Bildschirm ich gerade schaue. Aber das ist vermutlich Geschmackssache. 

 

Programmieren auf Papier wird oft damit begründet, dass es dort besonders notwendig ist, sich zunächst Gedanken zu machen, weil Änderungen halt später nur schwer möglich sind.

 

Und ich vermute, dass es für fehlende Zeichen wie Semikola einen kleinen Abzug geben wird, vielleicht aber auch nur, wenn dies mehrfach vorgekommen ist.

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vor 3 Stunden, Markus Jung schrieb:

Bei der Monitoraufstellung hätte ich das Gefühl, stets etwas den Kopf drehen zu müssen, egal auf welchen Bildschirm ich gerade schaue.

Das sind zwei mal 27", da dreht man tatsächlich relativ häufig den Kopf. Das ist mir allerdings meist lieber, als ständig zwischen verschiedenen Fenstern zu wechseln. Insbesondere, da ich beruflich häufig in mehreren großen Tabellen gleichzeitig arbeite.

 

vor 3 Stunden, Markus Jung schrieb:

Programmieren auf Papier wird oft damit begründet, dass es dort besonders notwendig ist, sich zunächst Gedanken zu machen, weil Änderungen halt später nur schwer möglich sind.

Änderungen waren ehrlich gesagt schon alleine aufgrund der Zeit nicht drin :D

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Vermutete Gründe für "Programmieren auf Papier":

- Einfachere Prüfungsorganisation. Man braucht z.B. keinen Raum mit Computern. Die Prüfungsaufsicht muss nicht in der Lage sein, eventuelle technische Probleme zu beheben. Papier und Bleistift stürzen nicht während der Klausur ab.

- "Bring your own device" wäre eine Alternative dazu, Rechner bereit zu stellen. Aber dann müsste man irgendwie kontrollieren, was die Studierenden an möglicherweise unerlaubten Hilfsmitteln nutzen.

 

Klausuren dauern ja auch nur wenige Stunden. Da ist es ohnehin nicht möglich, etwas komplexeres zu programmieren. Um das zu prüfen, braucht es Projekte oder eben eine umfangreichere eigenständige Arbeit wie die Bachelorarbeit. In Klausuren soll in der Regel soll geschaut werden, ob Grundkonzepte verstanden wurden. Das geht mit Stift und Papier.

 

Manchmal Problematischer ist: Oft entwickelt man Code schrittweise. Ein Snippet schreiben, testen, erweitern, testen... Das geht mit Papier nicht. Da muss man sich vorher Gedanken machen. Wie schon Markus Jung erwähnte, ist das manchmal so gewollt.

 

Ich merke, dass ich mittlerweile so wenig von Hand schreibe, dass das tatsächlich ungewohnt und für mich an Prüfungstagen auch manchmal physisch anstrengend ist. Daher denke ich mir manchmal, dass ich mal an meiner Handschrift arbeiten müsste. Die war leider nie besonders gut, auch weil ich mitten in der Grundschulzeit von lateinischer Ausgangsschrift auf vereinfachte Ausgangsschrift umlernen musste, was mich damals ziemlich verwirrt hat. Meine (natürlich idiotische) Lösung war dann, ab der 5. Klasse Druckschrift zu schreiben. Die war lesbarer, aber ich verzichtete so auf die Vorteile einer flüssigen Handschrift.

 

Leider ist es nicht ganz einfach, daran als Erwachsener zu arbeiten. Es gibt Kaligraphie-Bücher, aber das ist etwas anderes als eine praxistaugliche Handschrift. Und natürlich gibt es Übungsbücher, die sich an Grundschüler richten. Aber ein gutes Lehr- und Übungsbuch für Erwachsene, die mit vertretbaren Aufwand eine gut lesbare, angenehm und schnell zu schreibende Handschrift entwickeln wollen, könnte aus meiner Sicht durchaus eine Marktlücke sein. Ich vermute, dass es in den kommenden Jahren immer mehr Leute geben wird, die die Schule verlassen, ohne eine gute Handschrift entwickelt zu haben.

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vor 3 Stunden, kurtchen schrieb:

Ich vermute, dass es in den kommenden Jahren immer mehr Leute geben wird, die die Schule verlassen, ohne eine gute Handschrift entwickelt zu haben.

Ich bin einer davon... du hast ein Problem angesprochen, von dem ich nicht wusste, dass ich es habe.😅

Ich kann mich da absolut mit dir identifizieren.

 

Auch deine, Anmerkungen zum programmieren sind sehr gut und nachvollziehbar. Heute Nachmittag hat mir ein Arbeitskollege, der ebenfalls bei der AKAD studiert, gezeigt, wo ich die Notenschnitte des Vorjahres einsehen kann. Und dieser Schnitt suggeriert mir, gerade durch den Einbruch im 3er Bereich, dass danach bewertet wird, wie das Verständnis ist. Wenn also jemand das Konzept nicht verstanden hat, wird strenger bewertet.

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Macht ja durchaus Sinn. Sprachen und Frameworks kommen und gehen. Die Konzepte leben ein bisschen länger.

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