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Corona stoppt uns nicht!

psycCGN

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Mein letzter Blogeintrag liegt eine Weile zurück. Das liegt daran, dass Corona meinen Studienverlauf letzten Monat etwas aufgehalten hat. Mitte März wollte ich meine Klausur für FOST I (Statistik) schreiben. Einen Tag vor der Klausur habe ich leider die Nachricht bekommen, dass die organisierten Räumlichkeiten der TH Köln komplett geschlossen wurden. Der Euro-FH blieb also nichts anderes übrig, als den Klausurtermin in Köln abzusagen. 

Da ich FOST I nun schon wieder aufschieben musste, war meine Motivation ziemlich gedämpft. Recht bald nach der Absage erfuhr ich von der Euro-FH, dass aufgrund der Corona-Krise für die nächsten Monate openBook-Klausuren geplant werden. OpenBook-Klausuren werden von zu Haus aus geschrieben und es gibt keine Aufsicht. Dafür bestehen die Klausuren jedoch weniger aus Reproduktionsfragen sondern vermehrt aus Fragen, für die Transferleistungen benötigt werden und die stärker anwendungsbezogen sind. Zudem haben wir statt zwei Stunden nun 3 Stunden Zeit zur Bearbeitung. Das Mehr an Zeit kommt dadurch zustanden, damit man Handgeschriebenes oder Fotos (falls notwendig) in die Klausur einfügen kann und das ganze Dokument der Euro-FH zuschicken kann. In FOST I wollte ich lieber die Multiple Choice Klausur schreiben, statt eine Textklausur und deshalb entschied ich mich kurzfristig, mich innerhalb eines Monats auf Persönlichkeitspsychologie (DIPS) vorzubereiten. DIPS wäre auch unter normalen Umständen eine Textklausur gewesen. Also: Textklausur dann lieber von zu Haus aus schreiben mit einer Stunde mehr Zeit. DIPS und FOST I konnte ich leider nicht beides an einem Tag schreiben, da beide Module die selbe Zeitschiene belegten. 

Gestern war es dann endlich soweit. Ich habe mich zur passenden Zeit eingeloggt, habe mir die Dokumente mit den allgemeinen Hinweisen, den Klausurbogen und den Bogen für die Beantwortung heruntergeladen und habe drei Stunden lang fleißig getippt. Die Fragen waren gut zu beantworten. Von zu Haus aus eine Klausur zu schreiben empfand ich als sehr angenehm. Mein Hund lag neben mir und ich konnte zwischendurch aufstehen und beim Kühlschrank etwas Nervennahrung abholen, offene Balkontür und gutes Wetter haben dann noch ihr übriges getan. Drei Minuten vor dem Ende der Bearbeitungszeit habe ich die Klausur dann abgeschickt. Die Euphorie hat mich dann erstmal gepackt, weil ich in meinem Studienverlauf wieder ein Weiterkommen verzeichnen konnte. In Bezug auf das Studium hat Corona uns zum Glück nur etwas aufgehalten aber nicht gestoppt.

Meiner Meinung nach dürfen openBook-Klausuren gerne beibehalten werden. Super fände ich auch Fallarbeiten, wie sie an anderen Fernhochschulen für einige Module angefertigt werden müssen. Ich habe aber auch schon von einigen Kommilitonen an der Euro-FH mitbekommen, dass sie es eher befremdlich fanden, von zu Haus aus Klausuren zu schreiben. Da die Euro-FH jetzt während der Corona-Zeit kurzfristig auf openBook-Klausuren umgestiegen ist, um den Studierenden einen möglichst normalen Studienverlauf zu ermöglichen, sind leider Pannen nicht ausgeblieben. Bei den betroffenen Mitstudierenden sorgte das für ziemlichen Frust. Der Prüfungsausschuss muss sich deshalb beraten. Ich hoffe ausdrücklich, dass man sich wohlwollend entscheidet. Die betroffenen haben gestern schon genug Federn gelassen. Ich kann an der Stelle aber auch nachvollziehen, dass es aufgrund der kurzfristigen Umgestaltung zu Pannen kommen kann. Intern muss die Euro-FH wegen Corona wahrscheinlich sehr viel regeln: Personal fällt durch Erkrankungen oder Zugehörigkeit zu Risikogruppen weg, openBook-Klausuren müssen konzipiert werden und Online-Seminare werden aufgebaut, neue Hygienestandards müssen überlegt und organisiert werden und das alles neben dem normalen Betrieb, der ja auch noch weiterlaufen muss. 

 

Im nächsten  Monat werde ich FOST I schreiben, openBook-Klausur in Textform statt Multiple Choice hin oder her. Ich möchte das Modul endlich abhaken können. Da ich mich schonmal darauf vorbereitet habe, sollte die erneute Vorbereitung schnell gehen. Was ich an Zeit über habe, nutze ich, um mich auf das Modul Qualitative Forschung vorzubereiten. Die Klausur dazu möchte ich dann im Juni schreiben. Mein Zeitplan sieht nun relativ straff aus. Präsenzseminar möchte ich im Sommer auch besuchen. Mal schauen, ob die Seminare dann wieder in Präsenzform durchgeführt werden. Die Online-Version der Präsenzseminare sieht so aus, dass statt zwei ganze Tage in Hamburg, beispielsweise das Seminar für FOST II über zwei Wochen hinweg täglich abends zu Haus online stattfindet. Es gibt entweder Videokonferenzen oder man bearbeitet gemeinsam mit seiner Gruppe Aufgaben. Die Lernplattform Moodle wird den Teilnehmern dafür zur Verfügung gestellt. Positiv ist, dass man die Seminare nun auch gut berufsbegleitend machen kann, ohne sich dafür Urlaub nehmen zu müssen. Andererseits zieht sich das Seminar über zwei Wochen. Solche Online-Seminare sind super aber wenn die Zeit es bei mir hergibt, freue ich mich, nach Hamburg fahren zu können, den Tag über in einer Hochschule zu sitzen und persönlich mit Kommilitonen und Professoren/Dozenten reden zu können :)

 

So, das war es jetzt erstmal von mir. Ich wünsche euch alles Gute und viel Gesundheit.

Bis zum nächsten Mal!

 

Feature Foto: pixabay.com



1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

Spannend auch mal von der Euro-FH zu lesen, welche Alternativlösungen dort zu den Präsenzen angeboten werden, hatte ich bisher noch weniger als bei anderen Anbietern von mitbekommen.

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