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Das war's mit dem 5. Semester!


PantaRheia

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Am Freitag und gestern sind die letzten 2 (online-)Präsenztage des 5. Semesters über die Bühne, bzw. Bildschirme gegangen, was diesmal wirklich anstrengend war. Zum Einen gab's am Freitag gleich in der Früh eine ziemlich anstrengende Prüfung in Organisationssoziologische Perspektiven auf Altenbetreuung und -pflege. Zwar open-book, klar, aber zu 3 von 4 Fragen war innerhalb eine Stunde jeweils ein Kurzessay zu schreiben, d.h. allzu viel Zeit zum Informationen nachlesen blieb nicht, man musste zügig schreiben, um mit der Zeit gut durchzukommen. Tatsächlich hatte ich am Ende gerade 2 Minuten Restzeit übrig. Zum Anderen gab es einen auf 2 Tage aufgeteilten Workshop im Fach Coaching und Beratung, zu jeweils 5 Stunden am Nachmittag - was wirklich mühsam war, zumal meine Kerngruppenmädels und ich (gemeinsam mit dem halben Jahrgang) die Arschkarte gezogen haben und den Großteil der Zeit mit der Dozentin verbracht haben, während die andere Hälfte des Jahrgangs entsprechend den Großteil der Zeit mit dem Dozenten verbringen konnten. In den 3 abschließenden Stunden am 2. Tag, in denen dann Dozent/in gewechselt wurde, war das mit der Arschkarte zweifelsfrei klar und ich ärgere mich ziemlich über den Ablauf des Workshops.

 

Ich bin nun kein Mensch der a) nach außen hin besonders emotional ist und b) seine Emotionen gerne (oder einfach) mit anderen Menschen teilt. Die Vorgabe im Workshop war allerdings, in Kleingruppen sozusagen ein "Coaching" auszuprobieren, die Erwartung war, dass jede/r abwechselnd in der Kleingruppe ein "emotional intensives Erlebnis" preisgibt und sich dazu von den anderen "coachen" lässt. Natürlich ist es nun im konkreten Fall so, dass meine Kerngruppenmädels und ich mittlerweile gut befreundet sind und ich kein grundsätzliches Problem damit habe, auch mal über "emotional intensive Erlebnisse" zu erzählen (soweit mir in meiner Aufmachung eben möglich) - allerdings bestimmt nicht auf Zuruf im Setting einer Lehrveranstaltung, einem "Skript" folgend, mit darauffolgendem Feedback im Plenum. Meine innerliche Verweigerung hat bereits hier begonnen, den Kerngruppenmädels ging es wohl nicht viel anders, entsprechend waren diese Kleingruppen-Breakout-Sessions ziemliche Zeitverschwendung. Was mir allerdings noch weit negativer aufgestoßen ist, war die übergriffige Art der Dozentin, im Plenum mehrmals und nachdrücklich "persönliche Fälle" schon fast einzufordern, die sie dann gerne zur Demonstration quasi professionell vor allen gecoacht hätte, um dann mit kaum verhohlenem Unverständnis zu reagieren, als niemand der Aufforderung nachgekommen ist. Warum denn niemand "hier in diesem geschützten Rahmen" und in "entspannter Atmosphäre" einen persönlichen Fall preisgeben wollte, wollte ihr nicht eingehen. 

 

142532780_457983828558388_9202414425610952614_n.jpg.1dd6abdb77e09903a4383f9546206404.jpgMit einer völlig fremden Person online vor dem halben Jahrgang ein persönliches Problem aufzuarbeiten ist weder ein "geschützter Rahmen", noch ist die Atmosphäre "entspannt". Zu diesem Zweck habe ich private Stunden mit meiner Therapeutin ohne Zuhörerschaft, danke vielmals.

 

Im Unterschied dazu hat der Dozent nach dem Gruppenwechsel lediglich Techniken vorgestellt und angeboten, diese in den Kleingruppen auszuprobieren. Wortwahl is everything.

 

Mojito fand's auch total (ent)spannend, wie ihr sehen könnt.

 

Weiters gab es die erste Runde an Präsentationen der Bachelorarbeiten im zuge des BA-Begleitseminars, die ich sehr spannend und interessant fand. Zum Einen natürlich zu sehen, worüber die KollegInnen schreiben, zum Anderen zu sehen, wie unfertig viele tatsächlich damit noch sind! In Anbetracht der Tatsache, dass in weniger als einem Monat bereits das Proposal für die BA2 einzureichen ist, könnte ich mit dem Stress, bis jetzt noch nicht mit der BA1 fertig zu sein, glaube ich nicht gut umgehen und  bin froh, das hinter mir zu haben und (tatsächlich) auf Anhieb meine Freigabe vom Betreuer bekommen zu haben.

 

Gestern gab es schließlich noch den abschließenden Workshop zu Kooperations- und Netzwerkmanagement, in dem ich für unsere Gruppe unsere Abschlusspräsentation halten durfte (ein Businessplan für ein imaginäres Netzwerkvorhaben, das wir zuvor in einer Gruppenseminararbeit erarbeitet hatten), inklusive mündlicher Prüfung. Alles gut gegangen. Somit ist auch dieses Semester, das anstrengendste und arbeitsintensivste des ganzen Studiums, erfolgreich beendet - sieht man von einem 5-minütigen Feedback-Video ab, das wir für Coaching und Beratung noch erstellen müssen.

 

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Mein Chevorn-Schal ist in den letzten 2 Tagen ganz schön gewachsen.

 

Wirkliche Pause wird es allerdings keine geben. Die finale BA1 ist hochzuladen und das Proposal für die BA2 ist zu erstellen, dann geht es schon los ins 6. und letzte Semester dieses Studiums. Dieses wird allerdings vergleichsweise chillig: am Plan stehen außer der BA2 lediglich 2 Lehrveranstaltungen, von denen ich mir Hoffnungen mache, eine angerechnet zu bekommen, sowie das Berufspraktikum, das mir bereits angerechnet wurde. 

 

In der Zwischenzeit wünsche ich angenehme Semesterferien (so ihr diese habt)! Mein alljährlicher Schiurlaub fällt lockdownbedingt dieses Jahr natürlich aus, dafür spare ich mir eine Woche Urlaub, die ich dann wohl für meinen BA-Trip mit den Kerngruppenmädels nach unserer Abschlussprüfung verpulvern kann, immerhin. :) 

5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

Die Vorgabe im Workshop war allerdings, in Kleingruppen sozusagen ein "Coaching" auszuprobieren, die Erwartung war, dass jede/r abwechselnd in der Kleingruppe ein "emotional intensives Erlebnis" preisgibt und sich dazu von den anderen "coachen" lässt. 

Das finde ich tatsächlich mehr als befremdlich. Wer möchte sich denn in so einem Kontext „nackig machen“? Völlig unverständlich, hätte man da nicht eher mit Beispielen aus der Praxis arbeiten können?

 

Bezieht sich das Feedback-Video auf die Inhalte des Fachs (also Anwendung von Gelerntem), oder ist das euer persönliches Feedback, also zur Aufbereitung des Fachs und auch zu den Dozenten? Falls Letzteres, wüsste ich aber, was ich da erzähle …

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Ich hätte die Dozentin gefragt, ob sie nicht mit ihrem emotionalen Erlebniss anfangen mag :-). Wenn es ein bisschen privater in "Coaching" Schulungen zugeht, kenn ich das so, dass sich der Moderator immer als erstes schön nackig macht und je nach dem damit die Latte vorlegt. (und man erkennt eine Lügengeschichte ;)) Muss man dann zwar immer noch nicht mitmachen, aber so gehört sich das.

Bearbeitet von Muddlehead
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vor 6 Stunden hat Anyanka geschrieben:

Bezieht sich das Feedback-Video auf die Inhalte des Fachs (also Anwendung von Gelerntem), oder ist das euer persönliches Feedback, also zur Aufbereitung des Fachs und auch zu den Dozenten? Falls Letzteres, wüsste ich aber, was ich da erzähle …

 

So genau weiß ich das ehrlichgesagt gar nicht... ich denke, es kann sein, was auch es immer es sein mag. Das offizielle Feedback zur Lehrveranstaltung habe ich schon abgeschickt... da habe ich mich auch konkret auf SIE bezogen. ER hat ein böses Video nicht verdient.

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vor einer Stunde hat PantaRheia geschrieben:

Das offizielle Feedback zur Lehrveranstaltung habe ich schon abgeschickt... da habe ich mich auch konkret auf SIE bezogen.

Das finde ich gut und wichtig. Lehrveranstaltung können ja nur verbessert werden, wenn von den Studenten das entsprechende Feedback kommt.

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  • Admin
Zitat

Mit einer völlig fremden Person online

 

Wäre dir das in einem Präsenzseminar vor Ort möglicherweise leichter gefallen?

 

Ich denke, es kommt auch auf den Studiengang an. Wenn es jetzt ein Studium oder eine Ausbildung zum Thema Coaching oder Psychologie/Therapie wäre, dann gehören diese Selbsterfahrungen unbedingt mit dazu und sind für die spätere Arbeit sehr wichtig - auch da kommt es aber auf eine einfühlsame Vorbereitung und Begleitung an.

 

Bei einem Studiengang Aging Services Management steht das aus meiner Sicht allerdings deutlich weniger im Mittelpunkt.

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