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Erste und zugleich letzte Präsenz inklusive Kolloquium


Herbstkind

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Vom 01. - 03.07.2022 durfte ich im Rahmen eines Präsenzwochenendes sowohl mein Kolloqium meistern, als auch an drei unterschiedlichen inhaltlichen Workshops teilnehmen. Einen Auftaktvortrag des Studiengangsleiters gab es noch mit dazu.

 

Mit Blick auf das vorab versendete Programm war bereits klar, dass es ein intensives Wochenende mit wenig Raum zum Durchatmen werden wird. Die Dozent:innen haben hier zu Beginn auch direkt benannt, dass es ihnen wichtig war, uns als Gruppe, die bisher pandemiebedingt noch keine Präsenzveranstaltung hatte, ganz viele Methoden zu zeigen / ausprobieren zu lassen, sodass wir als zukünftige Organisationsentwickler:innen unseren Koffer ein Stück weit mehr gefüllt haben werden.

 

Start war Freitag um 15:30 Uhr, Ende Sonntag um 12 Uhr.

 

Mit Blick auf meine etwas weitere Anreise und auch darauf, dass es gut Energie rauben wird drei Tage lang mit vielen Menschen zusammen ganz viel Inhalt zu bearbeiten, bin ich bereits am Donnerstag angereist. Den Vormittag am Freitag habe ich genutzt, mir die Stadt anzusehen und den japanischen Garten zu besuchen. Wirklich schön ist die Stadt nicht, aber der japanische Garten hat mir gefallen und auch die Umgebung der Uni, ganz nah am Wald mit sehr angenehmer Waldluft.

 

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Der Freitag gestaltete sich so, dass es nach der Anmeldung einen Vortrag im großen Hörsaal gab. Inhaltlich ging es um die Transformation zu einer hybriden Organisation und was hier Stolpersteine, aber auch Chancen darstellen. Mir hat die Lebendigkeit, mit der der Studiengangsleiter dies ausgestaltet hat, sehr gefallen und ich konnte sowohl gedanklich, als auch emotional sehr gut folgen.

 

Im Anschluss ging es in ein neues Gebäude, in dem alle restlichen Veranstaltungen des Wochenendes stattgefunden haben. Hier wurden wir von drei Dozent:innen in Empfang genommen. Nachdem alle organisatorischen Dinge und eine Vorstellung des Programms geklärt waren, startete die gesamte Gruppe mit einem World-Cafe´. Für Viele war das keine neue Methode, aber es war spannend, sie mit Menschen zu erleben, die die Methode aus der Theorie und zumeist auch Praxis bereits kennen und hier noch einmal anders in die Reflexion gegangen sind im Anschluss. Thema war hier der Umgang mit Krisen aus Sicht der Organisationsentwicklung.

 

Gegen 19:15 Uhr wurden schließlich die Workshops für den Folgetag gewählt. Jede:r hatte vier Klebepunkte und musste verpflichtend an einem Kolloqium teilnehmen und konnte dann noch drei von sechs möglichen Workshops wählen. Ich habe mich entschieden, das Kolloquium im letzten Zeitfenster (15:50 - 17:15 Uhr) zu machen und davor die Workshops  - Vertrauen, Sicherheit und Leistung - , - Systemische Konfliktlösung - und - Retrospektiven. Durch Reflexion gemeinsam wachsen - zu besuchen.

 

Inhaltlich bin ich immer noch sehr begeistert von der Aufbereitung der Themen und dem hohen Engagement der Dozent:innen und denke, dass ich genau die richtigen Workshops für mich und meine berufliche Praxis gewählt habe. Das Kolloqium bestand aus einem Input zum wissenschaftlichen Arbeiten (inkl. der Vorstellung von Worst Practice Beispielen) und schließlich einem Dreischritt, bei dem die eigene Masterarbeit mit Titel, Fragestellung und Zielsetzung vorgestellt wurden. Die Veranstaltung an sich fand ich auch sehr gut und hilfreich, jedoch hatte sie für mich wenig mit einem Kolloqium zu tun, da es keinen Raum gab, inhaltlich über die Masterarbeitsthemen zu sprechen oder Feefback zu geben / zu erhalten. Es war eher eine Art "Infoveranstaltung zum wissenschaftlichen Arbeiten und worauf im Besonderen bei einer Masterarbeit zu achten ist". Diese hätte ich mir eher 1-2 Monate vor offizielle Anmeldung der Masterarbeit gewünscht, um noch einmal mehr Sicherheit zu erhalten. So waren wir alle bereits im Schreibprozess und so manche:r war etwas verunsichert danach mit Blick auf das eigene Thema und die bisherige Herangehensweise.

 

Am Sonntag gab es die Methode - Time Line - für alle, um auf das gesamte Studium zurückzublicken, von der Anmeldung bis hin zu einem vorsichtigen Blick in die Zukunft. Das hat sehr viel Spaß gemacht und noch einmal mehr Verbundenheit untereinander geschaffen, da wir alle diesen Weg durch die vielen Studienbriefe, Prüfungen, Einsendeaufgaben auf unsere Weise gegangen sind und nun wirlich einzig die Masterarbeit noch gemeistert werden muss.

 

Nach Auswertung dieser Methode gab es ein abgewandeltes World Café mit Feedbackcharakter hinsichtlich des Studiums, aber auch der stattgefundenen Präsenzveranstaltung. Hierbei aufgeteilt in Dinge, die wir zukünftigen Studierenden mit auf dem Weg geben möchte, Dinge, die unbefingt beibehalten bleiben oder zukünftig bedacht werden sollten von Seiten der Uni und Dinge, bei denen es Veränderungsbedarf gibt wurden schließlich zusammengefasst.

 

Und schon ging es zurück gegen Mittag mit einer recht langen Reisezeit, die mit einigen Bildern und Gedanken aber dann doch schnell vorbei ging.

 

Inhaltlich bin ich zusammengefasst sehr glücklich mit der Veranstaltung. Organisatorisch ist leider einiges an Luft nach oben gegeben, was etwas schade war. Von den Räumlichkeiten her war alles suboptimal und selbst ohne pandemische Lage hätte ich mich sehr unwohl gefühlt, ganz eng aneinander mit wenigen Zentimetern Platz zwischen den Stühlen in viel zu kleinen Räumen zu sitzen. Abstand konnte im Grunde nur gehalten werden, wenn man auf die Toilette ging oder sich in den Pausen bewusst draußen alleine einen Platz gesucht hat. Auch wurde vorab angekündigt, dass die Mensa zu hat an dem Wochenende inklusive einem Plan wo ein Lidl, Bäcker, Döner und ein Restaurant in Fußweite sei um sich selbst zu verpflegen und nachdem dann alle zurück waren von etwas längeren Spaziergängen in die Umgebung der Uni kam raus, dass die Mensa auf dem Gelände doch offen war. Alle Dinge, die nicht so optimal waren, wurden konstruktiv zurückgemeldet und ich hoffe sehr, dass zukünftige Präsenzveranstaltungen ein klein wenig - liebevoller - begletet werden Seitens der Organisation.

 

Sachstand Masterarbeit

 

Mit meiner Masterarbeit hatte ich gedacht, schon viel weiter zu sein zu jetzigem Zeitpunkt. Ich hänge immer noch im Theorieteil fest, jedoch gibt es bereits einige Notizen für den Praxistransfer und auch für das Konzept, welches ich hier als Ergebnis erstellen möchte. Drei Monate nicht arbeiten klingt sehr lang, aber gefühlt sind die vergangenen Wochen sehr schnell vorbeigeflogen. In 25 Tagen ist mein erster Arbeitstag und ich bin gespannt, wie weit ich bis dahin bin und wie sich die Fertigstellung der Masterarbeit in den dann wieder beginnenden Alltag einfügen wird.

 

Um ein wenig ein Gefühl dafür zu bekommen, dass ich doch nicht nichts mache und auch wenn ich viel Zeit verbummel stetig dranbleibe am Schreibprozess, habe ich ein Tagebuch angefangen im Mai, um dort festzuhalten, was ich gemacht habe. Das beruhigt tatsächlich ein wenig und grundsätzlich geht meine Bearbeitungszeit auch noch bis zum 24.10., wobei ich am 30.09. abgeben möchte, weil hier noch die Möglichkeit besteht, die Pandemie-Ausnahme zu nutzen und ausschließlich per E-Mail als PDF einzureichen, anstelle 2 x Druck + 1 x Digital mit der Post anch Kaiserslautern zu senden.

 

Und sonst so?

 

Beruflich ist weiterhin Unsicherheit gegeben und anstehende Veränderungen rücken näher. Hier hoffe ich sehr, dass es gute Lösungen geben wird für alle beteiligten Menschen und auch dass ich einen Weg einschlage, der mich erfüllt und nicht verzweifeln lässt.

 

Xander hatte gestern Geburtstag und ist zwei Jahre alt geworden. Hieran lässt sich ebenfalls festmachen, wie schnell die Zeit doch vergeht 🥰

 

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Soweit erst einmal ein Zwischenstand meiner Reise zum Master in der Organisationsentwicklung ☺️

 

 

Bearbeitet von Herbstkind

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Danke für Deinen Bericht. Da werden direkt ein paar Erinnerungen an meine Zeit in Kaiserslautern wach. Besonders der Japanische Garten war für mich dort ein Highlight. 

 

Die Präsenz klingt sehr ausgefüllt und interessant. Die Überlegung, hier die Zeit vor Ort besonders zu nutzen, um Methoden auszuprobieren, finde ich sinnvoll. Das Vorgehen für das Kolloquium seltsam und anders als alles, was ich bisher über Kolloquien gehört und gelesen habe.

 

Konntest Du für die Masterarbeit auch noch hilfreichen Input oder neue Motivation aus der Präsenz mitnehmen? 

 

Ach ja, und Glückwunsch an Xander. 😉

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Herbstkind

Geschrieben

vor 59 Minuten schrieb Markus Jung:

Konntest Du für die Masterarbeit auch noch hilfreichen Input oder neue Motivation aus der Präsenz mitnehmen? 

 

Tatsächlich ist mir noch einmal präsenter, dass ich das Ziel meiner Arbeit immer vor Augen haben sollte, um mich nicht zu verlieren auf meiner Reise durch die Literatur und gewonnene Erkenntnise.

 

Motivation dahingehend,  dass die Masterarbeit wirklich der allerletzte Schritt bis zum Abschluss ist und das fühlt sich ziemlich gut an😊

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