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Arduino Labor und Projektmanagement


brotzeit

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Hallo Zusammen,

ich nehme es gleich vorweg, im Moment ist der Frust groß. Ich fange mit dem ersten Teil des Arduino Labors an. Die Teilnehmer waren alles Studierende technischer Studiengänge, Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Im Grunde wurden die Schaltungen aus dem Buch, wie im letzten Blogpost bereits beschrieben, auf dem Steckbrett ohne Kenntnisse der Funktion, zusammen gesteckt und der Code aus der pdf kopiert und mittels Arduino  IDE in den Controller geladen. Das Ganze wiederholten wir 4 Stunden mit mehreren "Versuchen" bis das Labor zu Ende war. Ich bin mir ziemlich sicher, es waren Studierende anwesend die überhaupt keine Ahnung hatten was wir da eigentlich taten. Man musste wirklich nur das nachbauen, was im Buch abgebildet war.

Als Hausaufgabe gab es dann einen weiteren Versuch, der nach dem selben Schema, bis kommenden Donnerstag, aufgebaut werden muss. Das Ergebnis sollte als Video aufgenommen und an den Dozenten per Email geschickt werden. Ich habe wirklich überhaupt nichts gelernt. Naja was solls, kommenden Donnerstag werde ich das Gleiche nochmal machen und meine Aufgabe für den Laborbericht entgegennehmen. Man kann es als leicht verdiente Punkte sehen, oder enttäuscht darüber sein.

 

Weiter geht es mit Projektmanagement. Ich habe wirklich versucht mir die Inhalte anzueignen, aber Stoffmenge und Prüfungsform machen es mir unmöglich. Entweder man lernt den Stoff für sich um alles zu durchdringen, was in den bisherigen Modulen meine erfolgreiche Vorgehensweise war. Ich müsste leider nun durch diese Methode mit einer schlechten Note rechnen. Die andere Variante für eine gute Note ist, stures Büffeln der Onlineübungen und Probeklausuren.

Ich habe mich für letzteres entschieden. Die Fragen der Onlineübungen enthalten Lückentexte die genau nur ein einziges Wort zulassen. Fällt einem dieses eine Wort nicht ein, bekommt man 0 Punkte. Es gibt noch MC-Aufgaben, Aufgaben in denen man Begriffe in die richtige Reihenfolge bringen muss und Ja-Nein Fragen. Ich habe bestimmt noch etwas vergessen.

Die schwiergisten Aufgaben sind allerdings die Lückentexte. Was habe ich also getan? Ich habe jede Onlineübung für jedes Heft ca. 15 wiederholt und nach den Lückentexten gescannt. Wenn ich eine fand, übertrug ich sie in eine digitale Karteikarte zum auswendig Lernen. Diese Aufgaben werden 1:1 in der Klausur dran kommen. Die gleiche Vorgehensweise wendete ich auf meine 5 Versuche der Probeklausur an. Selbes Vorgehen, bei den im Netz bereitgestellten Onlineübungen und Probeklausuren von Kommilitonen. Durch das ständige wiederholen lernte ich auch gleich noch die anderen Fragen auswendig. Es ist so unglaublich stumpfsinnig. Die Fragen kommen komplett zusammenhangslos und man hat nicht die Möglichkeit irgendetwas in eigenen Worten zu erklären. Man lernt auf diese Prüfung wie auf eine theoretische Führerscheinprüfung, man merkt sich keine Zusammenhänge, sondern ich weiß nach den ersten 3 Wörtern in der Frage wie die Lücken gefüllt werden müssen. Damals beim Führerschein wusste ich auch schon anhand des Bildes wo die Kreuze gesetzt werden müssen. Ja sogar die Rechenaufgaben wurden aus den Heften inkl. den Ergebnissen kopiert. Man müsste sich nicht einmal die Mühe machen den Rechenweg zu lernen, sondern merkt sich einfach das Ergebnis. Zusammenhänge lernen ist in diesem Fall eine ziemlich schlechte Idee.

Wenn das Studieren ist, dann bin ich froh den Techniker gemacht zu haben. Das finde ich einfach nur noch witzlos.

Zum Glück ist es meine erste und letzte einer solch stumpfen Prüfung. Ich kann mir schon denken warum diese Art Klausur so beliebt ist... Diese Prüfungen sind nur zum Bestehen da. Ich habe einen Kommilitonen der das Modul, ohne einen einzigen der 8 Studienbriefe gelesen zu haben, mit einer 2 abschloss. Das nenne ich eine Aufwertung meines Studiums, wow... Das konnte man beim staatlich geprüften Techniker nicht machen.

 

Nächstes Thema: Mein Studiengang hat seit einiger Zeit einen neuen Curriculum. Dafür hatte ich mir heute den Verlaufsplan und das Modulhandbuch schicken lassen. Dabei viel mir auf, dass viele der Module aus dem regulären Verlauf umbenannt und bei gleichem Inhalt mit weniger oder mehr ECTs versehen wurden. Das ist ja witzig. Für das Labor in Steuerungtechnik, in dem ich dieses Jahr war, bekam ich 3 Ects. Für das Gleiche gibts im neuen Curriculum 5 Ects und der Inhalt ist komplett identisch mit meinem Modul. Das zieht sich durch den gesamten Studiengang. Da hat bei der Ects-Zuweisung wohl jemand Würfeln gespielt. 😆

Im Grunde wollte ich auch einfach nur wissen, ob in den Modulen zur Kommunikationstechnik was aktuelleres als bei mir ausgebildet wird. Aber es nicht der Fall, also lohnt sich für mich auch ein Wechsel nicht. Es ist amüsant was man sonst so findet.

 

Sorry für den Post heute, aber so ist einfach gerade meine Stimmung.

Bem nächsten mal, wenn die beiden Module weg sind, wird es bestimmt besser. Da kommen auch Inhalte die wieder anspruchsvoller sind, hoffe ich.

 

Bis bald

Bearbeitet von brotzeit

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5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

ExReWe87

Geschrieben

Zitat

Man kann es als leicht verdiente Punkte sehen, oder enttäuscht darüber sein.

So ein ähnliches Modul hatte ich auch gerade. Bei manchmal sind nicht die Studenten die faulen, sondern eher der Anbieter. 

 

Zitat

Die andere Variante für eine gute Note ist, stures Büffeln der Onlineübungen und Probeklausuren.

Tatsächlich kann man bei der Methode auf die Skripte verzichten. Es genügt eine gute Datenbasis und die Informationen von anderen. Ggfs. auch von Personen, die bereits die Prüfung geschrieben haben, um die Exklusivaufgaben zu sammeln. Ich persönlich hab z.B. bei Marketing die Skripte nicht gelesen und die Prüfung nur mit OÜ und PKs geschrieben. Mehr als 30 Seiten Skript hab ich da nicht ertragen. 

 

Es hängt bei mir tatsächlich von den Modulen ab, welches ich intensiv bearbeiten möchte oder ob ich nur fürs Bestehen lerne.

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brotzeit

Geschrieben (bearbeitet)

vor 53 Minuten schrieb ExReWe87:

atsächlich kann man bei der Methode auf die Skripte verzichten. Es genügt eine gute Datenbasis und die Informationen von anderen. Ggfs. auch von Personen, die bereits die Prüfung geschrieben haben, um die Exklusivaufgaben zu sammeln. Ich persönlich hab z.B. bei Marketing die Skripte nicht gelesen und die Prüfung nur mit OÜ und PKs geschrieben. Mehr als 30 Seiten Skript hab ich da nicht ertragen. 

 

Es hängt bei mir tatsächlich von den Modulen ab, welches ich intensiv bearbeiten möchte oder ob ich nur fürs Bestehen lerne.

Ich habe alle 8 Studienbriefe intensiv in ca 60-70 Stunden durchgearbeitet. Alle Kontrollaufgaben die mir sinnvoll erschienen in die Karteikarten aufgenommen.

Mit den Lückentexten komme ich ca. auf 150 Karten. Ich habe im Statistikheft alle Aufgaben bereits zwei mal durchgerechnet und dabei unfreiwillig die Ergebnisse auswendig gelernt. Wie du siehst habe ich doch irgendwie beide Varianten gemacht, wobei erstere einfach sinnlos ist. Du kannst mit dem Lernen der Inhalte die Fragen der Onlineübungen und Probeklausuren teilweise nicht beantworten.

Das Lernen der Inhalte und die Vorbereitung auf die Klausur sind in diesem Modul zwei von einander unabhängige Vorgänge, die in allen anderen Modulen einer war.

Mein innerer Monk lässt es überhaupt nicht zu, ein Heft unbearbeitet liegen zu lassen.... Wenn ich jetzt auf meiner Forest App nachsehe, befinde ich mich derzeit bei Stunde 122. Traurigerweise finde ich immer noch neue Fragen in den Onlineübungen, aber ich habe jetzt einfach keine Lust mehr und schreibe die Klausur im laufe der Woche.

Was den Lernerfolg betrifft, empfinde ich die Sofort-Online-Klausuren mittlerweile als nicht zielführend. Glücklicherweise wurde die Hausarbeitanzahl im neuen Curriculum deutlich erhöht, da lernt man um einiges mehr als auf diese Weise.

Ich finde mit dieser Klausurform leidet der Anspruch stark.

Bearbeitet von brotzeit
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ExReWe87

Geschrieben

vor 26 Minuten schrieb brotzeit:

Ich finde mit dieser Klausurform leidet der Anspruch stark.

SOKs, sind dazu da, dass man besteht. Die Skripte, damit man etwas versteht. Aber wie du schon schreibst, der Anspruch leidet. Marketing hatte damals über 500 MC Fragen, da hat das Fragen sammeln schon recht viel Zeit in Anspruch genommen.

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brotzeit

Geschrieben (bearbeitet)

Vor einer halben Stunde beendete ich die Prüfung. Das Gefühl ist eigentlich ganz gut. Von 28 waren etwa 2 komplett neu für mich. Eine davon war ein Lückentext, denn ich mit eigenen Worten hätte erklären können. Aber seien wir ehrlich, wenn da zuvor die Antworten nicht bekannt sind, dann ist man da lost. Für ein passendes Wort gibt es mehrere Synonyme und irgendeines davon ist das richtige und alle anderen nicht.

Die andere war eine Zuordnungsaufgabe. Ich möchte jetzt in beiden Fällen bis zum Ergebnis aber nicht wissen, ob es richtig oder falsch ist. 

Es waren noch ein paar andere Ja-Nein Fragen neu. Aber hier hatte tatsächlich das Durcharbeiten geholfen, denke ich.

Eine offene Frage war dabei, dei der konnte ich allerdings dank Gedächtnisprotokoll eines Kommilitonen ausführlich antworten. 

Bearbeitet von brotzeit
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ExReWe87

Geschrieben

Dann sind die Daumen gedrückt, dass es gut lief. Der verstecke Fragenpool ist auch immer wieder ein Highlight. Die Unbekannten Aufgaben kannst du auch im Skript mal suchen und wenn dazu nichts zu finden ist, dann kannst du ggfs. das Prüfungsamt anschreiben, dass die Aufgaben so nicht lösbar war. Hat schon andere Kommilitonen eine Notenverbesserung gebracht. 

 

Bei VWL wurden in den Lückentexten auch mehrere Synonyme zugelassen. Vielleicht hast du hier ja Glück und deine Antwort ist bei den Möglichkeiten dabei. Die verschiedenen Antwortmöglichkeiten werden auch regelmäßig für verschiedene Schreibweisen genutzt.

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