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Gedanken vor dem Start


Lucifer

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Hallo zusammen,

 

kommen wir mal zu ein paar Gedanken, die ich mir vor der Entscheidung gemacht habe und die die Entscheidung für Wirtschaftsinformatik befürworten.

 

Nochmal kurz was zu meinem beruflichen Werdegang:

- Berufskolleg abgeschlossen 2016

- Ausbildung Informatikkaufmann September 2016 - Januar 2019

- Seit Januar 2019 im Qualitätsmanagement (ganz grob formuliert) und u.A. auch Webentwickler Aufgaben (bin zwar kein Mastermind in JavaScript, aber definitiv besser als 2019 💪).

 

Informatik vs. Wirtschaftsinformatik

Meine Chefin hat mich auch gefragt, ob Informatik nicht besser passen würde.

Dazu habe ich eine klare Meinung: Nein.

Warum?

Nunja, erstens habe ich in meiner Ausbildung genau das Gleiche gemacht (Informatikkaufmann = IT + BWL) und zweitens ist mir im reinen Informatikstudium viel zu viel Mathe dabei.

Ich wurde zwar aufm Berufskolleg deutlich besser in Mathe als auf der Realschule (von 4 auf 2. Letztlich aber doch wieder eine 4. Mit 18 Windpocken haben und ein komplettes Thema zu verpassen ist nicht empfehlenswert...😅 ), aber Mathe und ich waren noch nie Freunde.

BWL ist für mich einfach deutlich greifbarer als irgendwelche Funktionen, die ich nie wieder in meinem Leben brauchen werde.

 

Und letztlich kann ich perfekt auf meine Ausbildung aufbauen. Selbstverständlich wird vieles vertieft und es kommt neues dazu, aber die groben Basics habe ich mal irgendwann gelernt. Ich muss das Wissen nur wieder ausbuddeln, aber ich fange nicht (überall) von 0 an.

 

 

Habe ich überhaupt genug Zeit?

Kurz und knapp: Ja.

Ich habe keine Kinder, wohne alleine und habe lediglich zwei Hobbys, die feste Termine (Mo+Di Abend) in Anspruch nehmen.

Ansonsten bin ich sehr flexibel. Mit grobem Überschlagen komme ich auf mindestens 16 Stunden freie Lernzeit pro Woche. Betonung auf mindestens. Wenn ich andere Dinge verschiebe oder "ausfallen" lasse (mal einen Tag nichts zocken oder mal doch nicht mit Freunden treffen) auch mehr.

Viele, die ich gefragt habe, sagen auch: Diese 30-40h pro Woche sind viel zu übertrieben. Wie viel Zeitaufwand das am Ende wird, kann ich natürlich noch nicht abschätzen. Je nach Thema auf jeden Fall mehr oder weniger.

Insbesondere Themen, die ich schon immer gut kannte (z.B. BWL generell), kann ich schneller bearbeiten als völlig neue Dinge (z.B. Data Analytics und Big Data)

 

Ich hätte mir bestimmt auch nochmal Module sparen können, indem ich versuche mir "Programmierung von Web-Anwendungsoberflächen" oder "Datenmodellierung und Datenbanksysteme"  individuell durch meine Berufserfahrung (s. ganz oben) anrechnen zu lassen, aber da habe ich klar zu mir gesagt: "Nein. Du hast zwar eine grobe Ahnung, aber das ist die perfekte Gelegenheit das nochmal zu vertiefen."

 

Natürlich kann auch mal ein Hobby mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber in Summe gleicht sich das irgendwo wieder aus.

Insbesondere Ostern und Herbst wird interessant, da ich aktuell auch noch den Rettungssanitäter mache und mein Urlaub über die Osterferien durch das benötigte Klinikpraktikum und drei Wochen im Oktober/November durch den Aufbaukurs wegfallen werden. 

Kann ich das kompensieren? Ich hoffe es doch und ich gehe auch davon aus. 

Wird es so kommen? Meine Glaskugel ist kaputt, aber ich lasse mich überraschen. 

Immerhin weiß ich jetzt bereits, dass das wegfallen wird, also kann man ja super vorarbeiten. 

 

Kann ich es mir leisten?

Auch hier ein Ja. Ich habe seitdem ich ausgelernt habe immer auf meine Finanzen geachtet und nie über meinem verfügbaren Mitteln gelebt. Selbst mit Sonderzahlungen habe ich immer dreimal überlegt, ob ich das und jenes wirklich jetzt sofort oder überhaupt brauche.

Abgesehen davon bin ich zum Glück keiner, der sich jedes Jahr den neuesten heißen Scheiß kaufen muss.

 

Außerdem habe ich immer 20% meines Nettogehalts auf die Seite gelegt und diese in meiner groben Kalkulation auch fest als Ausgabe verbucht und somit so kalkuliert, als würden diese in den Einnahmen fehlen.

Sollte es doch mal eng werden, weil unverhofft kommt oft (Reparatur, Neuanschaffung,...), dann kann ich immer noch einzwei Monate lang das "Auf-Die-Seite-Schieb" aussetzen oder als Ultima Ratio ans Angesparte gehen.

 

Was will ich erreichen?

Eine (sehr) gute Note.

Meine Realschule habe ich abgeschlossen mit 2,7.

Das Berufskolleg mit 2,4.

Die Berufsschule mit 2,0 (Von 1,3 im 1. Halbjahr - ich habe meine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt)

Man sieht also deutlich: Mit dem Alter kam die Weisheit und die Erkenntnis, dass man doch was für gute Noten machen muss. Wobei ich tatsächlich auch der Typ bin, dem es i.d.R reicht, einfach im Unterricht aufzupassen und nicht stundenlang zusätzlich lernen muss.

 

Ich setze daher mindestens einen 2,3 Schnitt an und möchte somit besser abschließen als auf dem Berufskolleg.

Da ich motiviert bin, viel für das Studium zu tun, setze ich insgeheim natürlich 1,x an um eine eventuell doch vergeigte Klausur verkraften zu können.

 

An wen kann ich mich bei Problemen und Fragen wenden?

Ich habe in meiner (Fach-)Gruppe auf Arbeit genügend Ansprechpartner.

Einen Techniker in Informatik, zwei B/M. Sc. in (Wirtschafts-)Informatik und zwei, die zwar nichts mit Informatik studiert, aber sich dennoch ein enormes Wissen angeeignet haben.

Bei Fragen zum Studium natürlich die Ansprechpartner der IU, aber auch ein Netzwerk auf der Arbeit, welches sich mit studieren neben der Arbeit befasst und ich kenne auch zwei Personen in meiner Firma, die ebenfalls an der IU sind.

 

 

 

Letztlich kann man sagen, dass ich mir die Gedanken ja schon seit einzwei Jahren gemacht habe und das definitiv keine spontane Entscheidung war, die ich eine Woche nach Studienstart bereuen werde. Die Entscheidung mich jetzt sofort einzuschreiben war natürlich spontan, aber letztlich habe ich das einfach nur aufgeschoben und jetzt erst umgesetzt.

 

 

- Lu 

Bearbeitet von Lucifer
Keine Familie -> Keine Kinder.

2 Kommentare


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Wirkt alles sehr strukturiert und Du hast Dir die wichtigen Fragen gestellt und für Dich positiv beantworten können. Jetzt wird es Zeit, dass es in die Praxis geht.

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