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Ich habe meine Seele verkauft.


Oian

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Hallo zusammen,

 

ich komme gerade frisch aus einer Klausur (wie immer halt, ihr kennt mich :P). Die war gar nicht mal so spektakulär, dafür aber die Vorbereitung...

 

FMI24

Hach ja. Das Nachfolgemodul zu FMI23 - dem mMn schwierigsten Modul bisher. Tatsächlich stimmt das aber nur im Namen, da FMI24 nicht auf FMI23 aufsetzt. Beide handeln aber über die theoretische Informatik. Jedenfalls war das Modul schwer und macht seinem Namensvettern alle Ehre, auch wenn es FMI23 nicht ganz erreicht. Es geht hier um 4 große Themen: Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Graphentheorie und Petri-Netze. Einiges an Stoff, aber 1 Monat sollte ja reichen, nicht? Tja, aufgrund einiger, nennen wir sie Faktoren, hatte ich nur 2 Wochen Zeit für das Modul. Und nach meinem Rückzug vor MAT30 war eine erneute Niederlage keine Option für mich.

Also benötigte ich einen Plan ... und schreckte auch vor einem Deal mit dem Teufel nicht zurück. Der Deal: Ich bestehe die Klausur. Der Haken: Ich lerne für die Klausur und nicht fürs Leben.

Tja, und so machte ich mich daran, von Anfang an sämtliche Klausuraufgaben zu sammeln, Mut zur Lücke zu beweisen, und ausschließlich die 100% relevanten Themen zu lernen. Dennoch schien es aussichtslos, wäre da nicht ein Lichtschimmer: Der Professor meinte, der gesamte Studienbrief über Petri-Netze sei nicht für die Prüfung relevant. Puh, Glück gehabt. Aber moment, das bedeutet ja auch: Ich darf noch einen auslassen, da man bei den Komplexaufgaben ja eine abwählen darf! Letztendlich konnte ich mich also auf gerade mal 50% des Moduls konzentrieren - und davon auch nur die relevanten Aufgabentypen! 

Die Briefe selbst wurden dadurch aber nicht wirklich einfacher. Die 2 Wochen wurden komplett ausgenutzt. Bis zur letzten Minute vor der Klausur. Bin ich übern Berg? Absolut. Es kam nur 1 unbekannte Aufgabe dran. Habe ich das verdient? Wahrscheinlich nicht. Normalerweise bin ich ja der, der sich dann zusätzlich noch extra Literatur besorgt, um ein Thema auch wirklich tiefer zu verstehen. Aber dieses mal habe ich meine Seele verkauft und ich fühle mich schlecht. Einziger Trost: Prädikatenlogik lässt sich am Ende ja sowieso wieder auf Aussagenlogik zurückführen und Petri-Netze schienen mir nicht allzu interessant zu sein. Kein persönlicher Verlust für mich. Die anderen beiden Themen - Aussagenlogik und Graphentheorie - haben trotz allem zu meinem allgemeinen Verständnis beigetragen. V.a. letzteres ist bei Algorithmen und Datenstrukturen sehr relevant. Und jetzt verstehe ich auch endlich das Spanning Tree Protocol aus der Ausbildung besser. Aber auch Aussagenlogik, mit dem ich schon seit der Mittelschule in verschiedenen Formen vertraut bin, konnte wieder mal was neues bieten. Man denkt, ich kenne mich nach einem Jahrzehnt darin aus, aber dann belehren mich irgendwelche Kalküle eines besseren... dieses Themengebiet nimmt einfach kein Ende!

Highlights: Binäre Suchbäume, Algorthmen, Spanning Trees, Aussagenlogik Advanced

Schwierigkeit: 4/5

 

So, ich hoffe einmal heißt keinmal. Aber seis drum. Als nächstes steht MCS41 an. Hierbei geht es um Mikrocontroller (Arduino in dem Fall) und recht viel Praxis. Mal sehen wie das wird. 

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

>>Prädikatenlogik lässt sich am Ende ja sowieso wieder auf Aussagenlogik zurückführen

 

Andersherum stimmts. Aussagenlogik IST Prädikatenlogik ohne Variablen, (ohne Quantoren,) ohne Funktionssymbole, mit ausschließlich nullstelligen Prädikatsymbolen.  Anders formuliert: Prädikatenlogik lässt sich nicht mit Aussagenlogik erklären, weil es die Aussagenlogik erweitert. Aus demselben Grund: Aussgagenlogik lässt sich mit Prädikatenlogik erklären (durch Einschränkung derselben).

Bearbeitet von Ellipse
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vor 3 Stunden schrieb Ellipse:

>>Prädikatenlogik lässt sich am Ende ja sowieso wieder auf Aussagenlogik zurückführen

 

Andersherum stimmts. Aussagenlogik IST Prädikatenlogik ohne Variablen, (ohne Quantoren,) ohne Funktionssymbole, mit ausschließlich nullstelligen Prädikatsymbolen.  Anders formuliert: Prädikatenlogik lässt sich nicht mit Aussagenlogik erklären, weil es die Aussagenlogik erweitert. Aus demselben Grund: Aussgagenlogik lässt sich mit Prädikatenlogik erklären (durch Einschränkung derselben).

 

Haha, stimmt, du hast recht! Tja, das passiert halt, wenn man über die "nicht relevanten" Sachen einfach mal nur drüber fliegt^^.

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Das mit dem Heft auslassen habe ich in der Klausur heute auch gemacht und gezockt. Manchmal kann man sich aber die Komplexaufgaben nicht aussuchen und dann hat man die A-Karte. Ich hatte auch Glück und konnte abwählen… Ist immer Glücksspiel

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