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Kommuni... was?


AZI

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Also ich wunder mich immer wieder, warum die "Jugend von Heute" so wenig Kontaktfreudig ist.

 

Wir haben ein Forum im Online Campus, das so gut wie nicht genutzt wird, wir Design Studenten haben Milanote, dass von den meisten nur während des EuO genutzt wird und dann nie wieder trotz der Möglichkeiten die man da hat.

Wir haben Discord, der Allgemeine Chanel wird mäßig genutzt, die outlets für Design eher weniger

Wir haben ja jetzt den Game Jam und dafür auch einen Discord Chanel aber auch da ist sehr wenig los...

Und eigentlich war der dafür gedacht, dass sich Teams finden können. 

Nun habe ich da vor 3 Tagen was gepostet zum Organisatorischen Ablauf weil ich meine Dienste planen muss und habe keine Antwort bekommen, also musste ich heut den Plan halt auf Gut Glück fertig machen. Heute schreibt eine die ein Team sucht. Aber ich befürchte fast da wird sich keiner Melden.

 

Ich habe auch einige Studenten über den Online Campus angeschrieben um Kontakte aufzubauen.

Bis auf einen mit dem ich Regelmäßig schreibe, ist es irgendwie Essig mit der Kommunikation unter den Studenten.

 

Und das ist mir auch bei dem Studium Soziale Arbeit aufgefallen. Wenn nicht jemand was wollte, etwa Hilfe oder Austausch von Brainyoo Karten, war auch da nicht viel los, aber doch etwas mehr als bei der WBH, aber halt auf die Masse der Studenten gesehen auch nicht wirklich viel mehr.

 

Was ist los heutzutage, redet man nicht mehr miteinander, schreibt nicht mehr, tauscht sich nicht mehr aus...

Ich mein einige sind doch auch ständig auf Insta und Snapchat und Tiktok und wie der Schmodder alles heißt. Also auf Plattformen auf denen man sich präsentiert aber eigentlich nicht austauscht.

Warum fällt es dann so schwer sich ab und an mal auszutauschen, zu diskutieren, einfach mal zu reden ...

 

Und ich dachte ich hätte zu wenig Zeit für Kommunikation, weil ich immer viel zu tun habe, gerne mal nen Netflixabend oder Tag einlege und dann mal 24 h nicht online gehe und einfach nur Faul bin... Aber ich bin aktiver als die "Jugend von heute" die  nur studieren und sich als Werksstudenten etwas nebenbei verdienen... 

Woher kommt das? 

War das früher auch schon so und ich habe es nur verpasst, oder mich mit zuviel Gleichgesinnten umgeben, dass es mir nie aufgefallen ist?

 

Oder ist Kommunikation vielleicht einfach OUT... OK ich war noch nie jemand der sich nach Trends richtet, wäre also kein Wunder, wenn ich das verpasst hätte.

7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich könnte mir vorstellen, dass das Setting eines Fernstudiums mit asynchroner und vergleichsweise unpersönlicher Kommunikation es schwieriger macht, die Schwelle höher setzt, in Kontakt zueinander zu treten, im Vergleich zu Studiengängen mit echter Präsenz.
Und ich könnte mir vorstellen, dass die Bereitschaft, miteinander in Kontakt zu treten, größer ist, je mehr man die anderen Menschen persönlich kennt.
Mir fällt es z.B. auch sehr schwer online einfach aus dem Blauen mit wildfremden Menschen zu diskutieren. Anders sieht es aus, wenn man gemeinsam an einem Tisch sitzt.

 

Auch das Umfeld der Fernstudenten, glaube ich, ist oft ein anderer; Während man als Präsenzstudent regelmäßig die Kommilitonen regelmäßig trifft und das Studium einen sehr viel größeren Teil des Lebens ausmacht, haben Fernstudenten oft Familie, Beruf und Hobbies. Das könnte das Bedürfnis und schlichtweg die Zeit nach echtem Austausch verringen.

Bearbeitet von schwedi
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Man ist meist im Fernstudium um zu studieren und nicht um Freunde zu finden/Gesprächspartner zu suchen. Junge Student:innen bauen sich über ihr Studium ihr (soziales) Netzwerk mit auf, entsprechend andere Motivation.

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Zitat

Also ich wunder mich immer wieder, warum die "Jugend von Heute" so wenig Kontaktfreudig ist.

 

Du bräuchtest eine deutlich größere Stichprobe, um Deine Basisthese zu belegen.

Ein grundlegendes Problem könnte auch sein, dass nicht mal die Prämisse wirklich gesichert ist: Sind die Personen, auf die Du Dich beziehst wirklich "Jugend"?

 

Wenn ja, ist es ein generelles Problem? Oder liegt es an situativen Gegebenheiten? Es klingt für mich sehr stark nach dem allgemeinen Attributionsfehler. Und evtl. dem einen oder anderem zusätzlichen.

Es könnte ja sein, dass es an Deiner Auswahl liegt. Evtl. wird der Discord nicht wirklich angenommen? Evtl. sind es zu wenig Teilnehmer um Zeug am laufen zu halten.

 

Evtl. wollen nicht so viele Personen am Jam teilnehmen. Oder sie wollen da solo rangehen. Oder sich nicht verpflichtet fühlen und es lieber locker angehen. \


Wenn ich mir ansehe, wieviele Nachrichten im Game Design Discord der IU so pro Tag geschrieben werden (ich hab den mal rausgepickt, weil er zum einem thematisch, vom Medium und von der anvisierten Alterskategorie her passt), scheint es unwahrscheinlich zu sein, dass es an einem dieser Faktoren liegt.

 

Geht man von Discord weg... auch die WA Chats scheinen keinen Hinweis auf eine geringere Kommunikationsbereitschaft erkennen lassen.

 

Ich halte es daher für recht wahrscheinlich, dass es ein spezifisches, kein allgemeines Problem ist.

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Zitat

warum die "Jugend von Heute" so wenig Kontaktfreudig ist.
(...)
auf Insta und Snapchat und Tiktok und wie der Schmodder alles heißt. 

(...)
Aber ich bin aktiver als die "Jugend von heute" die  nur studieren und sich als Werksstudenten etwas nebenbei verdienen... 


Ich frage mich beim Lesen aber: Wärt ihr - also die Jugend von heute und du - dann tatsächlich so auf einer Wellenlänge? Das klingt schon so, als würdest du eine Gruppe beschreiben, zu der du dich gar nicht so zugehörig erlebst. 
Könnten daraus denn überhaupt fruchtbare Kontakte werden, wenn ihr euch schon so stark unterscheidet?

PS:
Bitte nicht vergessen, dass wir alle auch mal die "Jugend von heute" waren. 

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Das ist meine Frage, bin ich vielleicht einfach zu alt, dass ich da nicht weiterkomme...

Gibt es andere KOmmunikationskanäle?

 

OK Fernstudenten haben Familie Leben Beruf, hab ich auch...

 

Angst davor mit Wildfremden zu kommunizieren/diskutieren?

Das ist ein interessanter Punkt. Damals ende der 90er war es der größte Schatz auf einmal mit der Welt kommunizieren zu können. 

 

OK vielleicht ist es wirklich ein Generationsproblem: Die Möglichkeit mit Wildfremden von überall auf der Welt KOmmunizieren zu können und so meinen Horizont zu erweitern, neue Meinungen und Ideen zu hören sich selbst überdenken, war und ist für mich ein Wichtiger Faktor. Es ist auch ein großer Teil jeder Bildung, jedes Studiums, ich mein Ziel ist es doch die Profession weiter zu bringen und wie geht das besser als mit Austausch.

 

Aber vielleicht ist auch wirklich die Stichprobe zu klein.... und anderswo läuft es mit der KOmmunikation besser...

 

Mir ist es nur aufgefallen, dass irgendwie ausser mit einem der wie ich sehr kommunikationsfreudig ist und sich gern austauscht, nichts zu gehen scheint.

 

Aktuell schreiben wir über die eigenheiten der Game Engines, er übt sich gerade in Godot und ich in Unreal.

 

Vielleicht vermisse ich auch einfach die Gute Alte Zeit...

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Die Anzahl der möglichen Kommunikationskanäle ist heute größer, als vor 20 Jahren, als ich studiert habe. Dort gab es während meines Studiums interne Foren. Das war's.

 

Später kam als externe Möglichkeit Fernstudium-Infos.de dazu und auch einige spezialisierte Foren, zum Beispiel zur AKAD und zur FernUni Hagen.

 

Heute hast Du diese Möglichkeiten immer noch, und dazu Discord, Reddit, Instagram, Facebook, WhatsApp und viele mehr und auf diesen Kanälen ist es leicht, sich auch selbst Gruppen anzulegen. 

 

Vielleicht ändert sich auch die Art der Kommunikation. Eher knappe Texte. Viele Bilder. Wobei Studierende bei Instagram schon auch ganze „Blog“beiträge schreiben. Was mich immer erstaunt, weil es aus meiner Sicht so unkomfortabel ist. Keine Formatierungen, keine Links, keine Schrift. Dafür aber das vertraute Medium.

 

Ob weniger kommuniziert wird, vermag ich daher nur schwer zu beurteilen. Anders auf jeden Fall.

 

Und dass es ein Trend ist, sich auch viel selbst zu präsentieren und zumindest in seiner Blase ein Star oder Influencer/Creator zu werden, ist sicherlich so. 

https://www.iwkoeln.de/studien/barbara-engels-bis-an-die-grenzen-der-aufmerksamkeit.html

 

 

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vor 11 Stunden schrieb AZI:

Angst davor mit Wildfremden zu kommunizieren/diskutieren?

Nochmal, das scheint kein generelles Problem zu sein.

Bei Discord kannst Du ja sehen, wie viele Personen Mitglied sind, und wieviele aktuell online sind. Ist diese Zahl so hoch, dass es zu Kommunikation führen könnte?

 

Gibt es es Bedarf für Kommunikation über diese Kanäle? Du scheinst jetzt ja auch zum ersten mal wirklich was damit machen zu wollen...

 

Ich kenne es, dass gerne mal ein Discord geöffnet wird, dafür aber einfach kein Bedarf gegeben ist. Nur weil es eine Option gibt, heißt das ja nicht, dass es eine sinnvolle Sache ist.

 

vor 11 Stunden schrieb AZI:

OK vielleicht ist es wirklich ein Generationsproblem:

Oder es ist eben kein Generationsproblem, weil wirklich die komplette Evidenz, bis auf Deine persönliche Erfahrung, Deiner Aussage widerspricht.

Und ja, die interpersonelle Kommunikation über digitale Medien ist ein recht lebendiger Forschungszweig.

 

Fangen wir mal mit der Prüfung Deiner Prämissen an: Hast Du eine Übersicht über die Verteilung des Alters Deiner Kommilitonen? Und die Anzahl?  

 

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