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Vica

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  1. Vica

    Fachwahl?

    Ich frag mal ganz blöd 😁... Ist das wirklich so schlimm? Weil: Die einzige Konsequenz, die dann folgt wäre meiner Meinung nach: Man bricht das falsche Fach ab und schreibt sich dann einfach für ein anderes ein. Und versucht schließlich damit sein Glück.🙂 Finde ich gar nicht schlimm, man kann's ja immer nur versuchen und man kann ja vorher nicht wissen, wie es läuft. Und ich könnte mir vorstellen, dass man manchmal eben 2-3 Anläufe braucht, bis man das Richtige findet. An den privaten Hochschulen kann man oft semesterunabhängig einstiegen, alle 2 Monate Prüfung etc. So dass man keine Zeit ,,verliert". LG
  2. Vica

    Fachwahl?

    Das finde ich schwer zu beantworten, gerade wenn man mehrfach interessiert ist. Meiner Meinung nach ist die Aufgabe dann, diese Mehrfachinteressen irgendwie hierarchisch zu sortieren oder einzugrenzen, auch wenn die persönliche Wahl nicht immer das ist, was das Umfeld gut findet. Ich fand es immer hilfreich, mir statt der Wahl des richtigen Studiums eher vorzustellen, als was man arbeiten wird, selbst wenn man den Beruf noch nicht konkret kennt. Je lebhafter, desto besser. Wie sieht dieser Arbeitsplatz aus und wie wirkst du darin? Eher vor Ort, eher viel unterwegs? Von wann bis wann arbeitest du, wie viel Zeit brauchst du für Freizeit, was verdienst du, welche Aufgabenbereiche würdest du übernehmen? Welche Stellung hast du? Was wären spannende Aufgaben/Projekte? Und dann: Die Idee weiterspinnen, bis man es immer mehr konkretisieren kann, schließlich die Möglichkeiten überblicken, informieren, reinschnuppern und entsprechend den Studiengang wählen, der einen an dieses Ziel oder dessen Nähe bringt. Berufs- und Studienberatungen finde ich schwierig. Klar kann es oft hilfreich sein, aber oft ist man dann geneigt, möglichst "vernünftig" erscheinende Studiengänge zu wählen, obwohl man gar kein Berufsbild vor Augen hat. LG
  3. Da kann ich selbst leider nicht helfen, denn ich arbeite seit einigen Jahren nicht mehr im klinisch-stationären Bereich (wo ich aber auch keinen Einfluss auf Patientenaufnahme gehabt hätte) und bin nur Ausbildungsteilnehmerin unter supervisorischer Aufsicht. Das heißt auch, ich kann mir meine Patienten nicht direkt aussuchen. Fälle dieser Art sind für PiAs nicht vorgesehen, unser Einfluss und unsere fehlende Erfahrung wird dem Krankheitsbild nicht gerecht. Hier auf fernstudium-infos.de teile ich nur meine Erfahrung mit gewissen Krankheitsbildern, die mir während meines Praktikums begegnet sind. Aber immer mehr aus akademischen Gesichtspunkten, bzw. in Relation dazu: Wie ging es weiter nach dem Fernstudium Psychologie und stellt einen das Studium gut auf für das, was einen erwartet?🙂 Diese Erkrankung gehört stattdessen definitiv in erfahrene, medizinische Hände. Ich würde es daher mal in einer ambulanten psychiatrischen Praxis versuchen, sprich beim Psychiater, auch wenn er wie alle Fachärzte etwas Wartezeit haben kann (man kann immer auch vorrücken). Der kann alles weitere anbahnen, z.B. Klinik-Voranmeldungen, Medikation und ggf. auch Psychotherapie. Auch mit dem Hausarzt in Verbindung bleiben. Alles Gute & nicht aufgeben! Ich kann mir gut vorstellen, vor welche Herauforderungen einen das Gesundheitssystem stellt 😒 LG
  4. Den hab' ich mir jetzt auch mal gegönnt 😁Zum Glück war er noch bei den 99er zu haben. Beim Buch damals war ich auch schon überrascht, dass man die Biographie von diesem relativ uninteressanten Präsidenten unter die Lupe nimmt. Ich empfinde ihn in den alten Filmen/Büchern zumindest nicht als derart spektakulären Bösewicht, dass mich das jetzt brennend interessiert hätte. Tatsächlich könnte ich in diesem Film dann auch den Wendepunkt des Charakterwandels wieder nicht so nachvollziehen und auch nicht, wer jetzt wo noch irgendwelche Gewehre versteckt hat etc. Lebenslange Radikalisierung, weil man halt mal einen Korb kriegt und dann beleidigte Leberwurst spielt? Ich weiß ja nicht. Das Pairing shippe ich auch nicht - wirkte auf mich, als würde Eminem Selena Gomez den Hof machen und das fand ich unfreiwillig komisch. Die ersten 2 Teile im Film fand ich aber gut, und wenn man noch etwas über das World Building der regulären Panem-Story erfahren wollte, war man auch am richtigen Ort 😁 Den 3.Teil hätte es nicht gebraucht.
  5. Hände hoch: Wer hat während seines Psychologiestudiums daran gedacht, dass er eventuell auf der Sucht landen könnte? 😁So lange man noch nicht viel praktische Erfahrung fernab der Studienbriefe verbracht hat, stellt man sich das Arbeiten auf Station oft ja etwas anders vor. Überhaupt: Etwa das man beeinflussen kann, wo genau man überhaupt hinkommt. Die Realität belehrt einen dann doch oft eines Besseren. Natürlich wird man auch mal nach Bedarf verteilt - oder abgeordert. Und so landet man auch mal auf Stationen wie der Sucht oder der Geronto. Als ich der Ärztin bei der Einstellungsuntersuchung berichte, dass ich auf der geschlossenen, akuten Sucht lande, auf welcher sich auch wahnhafte Patienten mit Eigen- und Fremdgefährdung befinden, beschließt sie, mir noch einige Impfungen mehr zu geben, als geplant. Etwa alle impffähigen Hepatitis-Formen, Dipheterie und Corona erhalten wir damals ebenfalls als eine der ersten Berufsgruppen im Land. Zwei Wochen später trete ich stolz den ersten Dienst an. Abgeholt werde ich von der Stationspsychologin, die noch im Dienst ist. Sie wird demnächst aufhören und ist ebenfalls PiA. Ich bekomme gleich mal die notwendigsten Dinge für die Station: Ein Sicherheitstelefon, das immer am Körper getragen werden muss. Kann stummen Alarm, kann Großalarm auslösen. Für Notsituationen. Löst auch Großalarm aus, wenn man es falsch entsichert 😄. Die Sicherheitstelefone melden sich tatsächlich relativ oft am Tag, mehr als 70% davon sind falscher Alarm. Zweites Item: Ein Generalschlüssel. Damit kommt man überall rein und überall raus, außer bei der Forensik. Hinter der geschlossenen Stationstür sieht es zunächst mal ungefährlich aus wie im normalen Krankenhaus. Mir fällt aber auf, dass es krass stinkt. Der Gestank erinnert an eine Mischung aus Alkohol, Desinfektionsmittel, Urin, Medikamente, Schweiß und wochenlang nicht gewaschen. Fenster kann man hier aus Sicherheitsgründen nicht öffnen. Sobald die auch nur gekippt sind, wandert was von oben und von oben was nach unten. Und wen haben wir hier so? In Zimmer 1 wohnt ein 50jähriger, der seit 40 Jahren Alkoholiker ist (richtig gelesen). Er hat gerade seine 150.Aufnahme hier, deswegen stößt die Pflege mit Kaffee auf ihn an, man duzt sich mittlerweile. Seinem Zimmernachbarn geht's nicht anders. 30 Minuten nach seiner letzten Entlassung wurde er bereits wieder mit dem Rettungswagen gebracht. In Zimmer 2 ist ein junger Patient um die 19. Nachdem er sich mit einem Kumpel geprügelt hatte, bot seine Oma ihm ihre Medikamente gegen Rückenschmerzen gegeben hatte - weil sie "so gut helfen". Das war leider Tilidin, und so begann seine Drogenkarriere. Mittlerweile nimmr er alles, was er einnehmen kann. Er wird mit Polamidon substituiert, um runterzukommen von dem gesamten Zeug. Schon diese Medikation alleine könnte mich killen, erzählt mir die Pflege. Sein Zimmernachbar ist 18. Er wurde von seinem Dealer(!) zur Entgiftung zu uns gebracht, weil der findet, dass es jetzt langsam mal reicht. In Zimmer 3 ist ein älterer Herr, der ebenfalls von Tilidin entzieht. Das will er noch nicht so wahrhaben. Er sei hier wegen "interessanter philosophischer Gespräche". Die führt er mit seinem Zimmernachbarn, ca. 60, der wiederum auf Fentanylentzug ist. Der steht unter strengster medizinischer Beobachtung - er hat nämlich sein Fentanylpflaster gegessen. Zumindest sprechen 90% dafür. In Zimmer 4 wohnen drei reiche Damen, die man hier nicht vermuten würde. Aber die Großzahl der Alkoholiker werden tatsächlich von gut situierten Ehefrauen gestellt. Die 3 sind um die 60. Es gibt viel Zoff, weil eine während des Entzugs in der Nacht leider das Bett der einen mit der Toilette verwechselt hat. Eine von ihnen macht sich Hoffnung auf den Chefarzt und die andere wird einem verdächtig blauen Auge aufgenommen. In Zimmer 5 wohnen drei Russen, die nur russisch sprechen. Zwei dealen selbst. Einer aber ist so stabil, dass er eigentlich in die offene Station gegenüber könnte. Doch dort befindet sich gerade sein Sohn und den will er nicht sehen. In Zimmer 6 wohnt ein junger Patient, der immer wieder eingeliefert wird wegen Alkoholrückfällen. Diesmal sei es der Hirntumor seiner Mutter, welcher zu einem Rückfall geführt habe. ,,Wie viele Mütter haben Sie denn?" fragte der Oberarzt. ,,Bei Ihrem letzten Aufenthalt vor 3 Wochen meinten Sie, Ihre Mutter sei an Corona verstorben." Ups! Da habe er sich wohl versprochen, meint der Patient. Sie sei nur FAST an Corona verstorben. In Zimmer 7 wohnt ein Patient, der sich über seinen schnarchenden Bettnachbar beschwert. Jedoch ist er allein im Zimmer. Im Zimmer 8 leben derzeit zwei Obdachlose. Einer macht sich Hoffnung auf die Putzfrau. Der hat er heute unglaublicherweise Zigaretten abgekauft. Er liebt Würfelspiele mit seinem Zimmernachbar, 85 Jahre - ein Opa, den keiner mehr besucht. Der spielt begeistert mit. Doch alle 30 Minuten vergisst er, wo er ist und wer sein Mitspieler ist. Er hat nämlich Korsakov, das ich zuvor nicht kannte. Der Chef-Pfleger übersetzt das böse mit: "Hirn rausgesoffen". Ein dauerhafter Hirnschaden infolge des Alkohols (oder auch Vitamin B1-Mangels). In Zimmer 9 zwei jüngere Süchtige. Der eine macht hier ein gutes Geschäft: Er verkauft Urin, abgepackt in Duschgelflaschen, den er wiederum anderen Patienten abkauft und welcher "sauber" ist. So kann man nach dem 30minütigen Ausgang in Ruhe eine saubere Probe abgeben, obwohl man eigentlich sternhagelvoll ist. Blöd nur, wenn beim Drogenscreening im Urin dann auch das HCG positiv aufleuchtet, was bedeutet: Schwanger. Als Mann doch zumeist schwierig. DIe Intensivzimmer sind heute auch gut belegt. Außerdem ist noch ein Sedierter dabei, der schon fixiert von der Polizei gebracht wurde. Ein Patient hat sehr heftige Symptome und krampft sogar, obwohl er nur Schnupfen hat. Er nimmt seit vielen Jahren krasse Opiode, die man Palliativpatienten im Endstadium verschreibt, sowas wie Schmerz kannte er nie. Nicht mal einen kleinsten Schnupfen hält er daher aus. Eigentlich sollen alle 2 Wochen lang körperlich entziehen, bevor eine sinnvolle Weiterbehandlung auf anderen Stationen möglich ist. Hier verläuft alles ein wenig schräg zur Realität. Z.B. Benzodiazepin-Süchtige, die mit Benzodiazepinen entziehen. 🤪 Tja, was kann man psychologisch nun auf dieser Station tun? 😀Sehr gefragt ist man tatsächlich nicht. Hier braucht es vor allem Ärzte, aber auch Sozialarbeiter, die schnell Langzeittherapien, Unterkünfte, Krankenversicherungen, Pflegegrade usw. veranlassen können. Psychologen mögen die Sucht nicht so sehr - sie verbuchen gerne Erfolge beim Patienten auf ihre Methoden. In der Sucht bleibt dieser Erfolg definitiv aus. Offiziell sind meine Aufgaben das Explorieren von Eigen- und Fremdgefährdung (u.a. Suizidalität) für den Richter, der täglich kommt, um festzustellen, ob Patienten nach einer Einliferung wieder entlassen werden können. Oder aber Kriseninterventionen und diagnostisch vor allem den Berliner Amnesie Test, sowie den ESI (Eppendorfer Schizophrenie Inventar). Klar kann man mit stabileren Patienten auch ABC-Modelle machen oder auch die "Förderung der Abstinenzmotivation", doch dafür sind viele im Entzug noch zu instabil. Sie brauchen hier vor allem jemanden, der mal ohne zu urteilen zuhört. Nicht belehrt und nicht bevormundet. Das tun ohnehin schon alle anderen. Vielen hört seit Jahren keiner mehr zu. Da mein Büro der einzige schöne Ort auf der Station ist, ist ein Aufenthalt dort für viele Patienten sowas wie Kurzurlaub. Das nutze ich: Ich mache Kleingruppen dort nach Themen sortiert: Mütter, vernachlässigte Ehefrauen, Obdachlose, Schmerzmittelsüchtige Opis oder auch mal offene Runden, für alles, was belastet. Die Sucht lehrt psychologisch auf den ersten Blick wenig, aber menschlich nehmt ihr eine ganze Menge mit: Wie man ganz niederschwellig Leute behandelt und denen zuhört, die u.a. Verbrechen begangen haben. Unglaubliche Lebensgeschichten erfahre ich über Menschen, die schon mit 9 anfingen, auf der Straße zu leben. Fast alle haben Missbrauchserfahrungen in der Biographie. So erfährt man auch viel, dass Sucht nichts mit Partys usw. zu tun hat, sondern immer auch eine Betäubung ist. Ich würde behaupten, man muss den Menschen etwas näher sein (wollen) und sich sehr gut auf sie einstellen können. Medizinisch lernt man zudem eine Menge. In der Gruppen lasse ich es zu, dass man mich duzt; ich duze andersherum auch. Abstinenzgeschichten sind bei diesen Patienten oft nicht mehr möglich. Das Leben von Süchtigen ist oft so leer, dass nur noch die Suchtszene übriggeblieben ist. Als Erfolg sehen darf man, wenn der Patient es geschafft hat, sich mal zu öffnen, wenn er wieder vertrauen kann und wenn er motiviert werden kann, zumindest seine Medikamente zu nehmen. Denen trauen Suchtpatienten nämlich oft nicht, obwohl sie ja Zeug vom Dealer einwerfen. Auf keinen Fall haben hier Allmachtsphantasien à la "Erfolg ist nur, wenn der Patient nie wieder was anrührt, sonst bin ich ein schlechter Psychologe" was verloren. Und doch passiert Letzteres oft, deswegen halten es die meisten Psychologen im Schnitt 3-6 Monate hier aus 😐 Es gibt hier viele Wiedersprüche und Verdrängung: Man schädigt sich körperlich selbst, traut aber Aspirintabletten nicht. Man ist seit 40 Jahren süchtig, glaubt aber, diesmal "sei endgültig schluss". Man hat sich selbst etwas hinter die Binde gekippt, sagt aber, einem sei was ins Getränk gemischt worden. Mit diesen Menschen arbeitet man :-). Also nehmt diese doch sehr menschliche Erfahrung auf jeden Fall mit, wenn ihr könnt! Bleibt gesund und haltet zusammen, LG Titelbild: Cottonbro/pexels.com
  6. Eines meiner großen Ziele nach der Kündigung: Endlich wieder Bücher lesen! 😁 (keine Psychologie-Bücher und auch nix über Therapien etc.) Vorgenommen habe ich mir auch Bücher außerhalb meines Beuteschemas. Also mehr Gegenwartsliteratur. Meine bisherige Auswahl war immer eher Belesenes, Klassisches, leider auch oft eher Kompliziertes bis Anspruchsvolles. Das drückt aber den Lesespaß und man bleibt irgendwie immer so in seiner Blase, ich wollte aber mal darüber hinaus. Ich bin auch einem Buchclub beigetreten, wo Bücher rezensiert bzw. vorgestellt werden. Das half mir sehr bei der Auswahl. 😁 Den Anfang machen: Nur noch ein einziges Mal/It ends with us (Colleen Hoover) - Also früher hätte man mir Geld bezahlen müssen, bevor ich Lovestories dieser Art lese 😁S.3 und schon verknallt, huihuihui. Nun, der Roman war bei den Kids der KJP sehr beliebt, da fielen Begriffe wie "voll krass", "emotional noch nie so mitgenommen von etwas" etc. pp. Ich persönlich empfinde die Story als etwas verunglückte Angelegenheit, häusliche Gewalt zu schildern, nur nicht wirklich tiefgründig, sondern eher so, wie das Thema in Groschenromanen aufgearbeitet würde. Er wirkt unentschieden zwischen krassem Kitsch mit fremdschämigen Dialogen und eben einem solchen Thema. Dinge wie Stalking usw. wurden wohl auch unbeabsichtigt etwas bagatellisiert. Ich musste mich da ehrlich durchquälen. Dennoch hat es mir geholfen, eine meiner Patientinnen besser zu verstehen, die in ähnlichen Mustern wie die Titelheldin hier denkt und handelt (wo der Partner sozusagen der gesamte Lebensinhalt ist). Da sage mal einer, dass es nicht hilft, aus der Bubble zu treten 😀 In einer kleinen Stadt/Needful Things (Stephen King) - Von dem hab ich noch nichts gelesen, darum hole ich das jetzt nach. 😁 Die Prämisse von diesem Buch gefällt mir. Kleiner Laden macht in verpennter Kleinstadt auf, in der jeder jeder kennt. In diesem kann jeder erwerben, was er sich am allermeisten im Leben wünscht, auch ohne Geld. Dafür muss man in der Regel kleine Bedingungen erfüllen. Kann das gut gehen? Wir man sehen. Joa, das Buch ist so dick wie die Bibel. Zu jedem Nebencharakter bei der Einführung eine Komplett-Biographie. Aber ich muss sagen: Spannend ist das bisher 🤪
  7. Schön, hier einen Kollegen zu treffen 😀 Ich bin auch noch dabei und immer noch begeistert.
  8. Ui, da muss ich mal reinschauen! Ich bin bei Netflix zunächst über Nicht eine mehr! gestolpert. Eine Serie aus Spanien. Es geht um sexuelle Übergriffe auf Schülerinnen durch einen Lehrer. Richtet sich glaub ich insgesamt an ein jüngeres Publikum, aber ich fand die Serie sehr gut gemacht. Außerdem tolle Figuren! 🙂 Ebendort habe ich am Wochenende Rentierbaby angeschaut und bin wirklich geflashed davon 😄Es ging um einen Typen und seine sehr sonderbare Stalkerin und wie sie sein gesamtes Umfeld mit reinreißt. Sein geringes Selbstwertgefühl verhindert leider, dass er sich angemessen distanziert - stattdessen scheint er nicht von seiner Stalkerin loszukommen. Fand ich sehr gut und unkonventionell erzählt, tolle Innenschau. Interessant auch, dass dies eine wahre Geschichte ist und das Opfer zugleich der Regiesseur UND Hauptdarsteller (also dessen Schauspieler) 😅
  9. Nachdem ich tschüss zu meinem Nebenjob gesagt habe, werde ich nun in meiner Lehrpraxis in Vollzeit Patienten behandeln 😁Das wird auch nötig, denn noch rund 400 Behandlungsstunden muss ich sammeln, um zur Approbationsprüfung zugelassen zu werden. Das Vollzeit-Modell ist nicht so super attraktiv unter PiAs: Man gilt als selbstständig und muss sich auch selbst krankenversichern. Das Finanzamt macht einen nun zum Freiberufler und Kleiunternehmer. Für die Einnahme muss man sich dann mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung auseinandersetzen. Viele finden sowas eher stressig. Kann ich teilweise nachvollziehen. Ist vielleicht ein bisschen so, wie ein Pflichtpraktikum im Fernstudium zu absolvieren, aber sich dafür als selbstständiger verzeichnen zu müssen. Ich find's nicht schlecht 😁 Ist man ambitioniert, eine eigene Praxis zu eröffnen oder als Partner mit einzusteigen, ist es nicht schlecht, sich schon vorab gut mit dem betrieblichen Teil auseinander zu setzen. Nachteilig ist natürlich, dass man dazu neigt, Fehler zu machen, und so werden Formulare teilweise falsch ausgefüllt und der Gewinn falsch berechnet. Darum habe ich die Selbstständigkeit auch etwas geplant. Zunächst gab's ein hin und her mit der Krankenkasse, zu welchem Tarif ich mich versichern lassen kann. Da ich bisher immer nur angestellt war, hatte ich außer der Wahl der Kasse nicht viel zu tun damit. Diesmal berechnet die Kasse aus den Ambulanz-Einnahmen, welchen Betrag man im Mittel bekommt und wird daraus dann eine Tarifeinstufung machen. Da die Festlegung aktuell noch läuft, bin ich mal gespannt, wie das ausgeht. Früher gabs für PiAs immer den sogenannten Fachschülertarif, der war recht günstig, etwa 160€ herum. Der wurde aber mittlerweile leider abgeschafft. Uralte Menschen wie ich können sich natürlich auch nicht mehr darauf beziehen, dass sie ja auch an der Uni Bern eingeschrieben sind. Darum rechne ich mal so mit 300€ aufwärts 🙃😏 ... Bin mal gespannt, wie das dann läuft. Wird es am Ende jeden Monats eine Krankenkassenrechnung geben? Mit selbst übeweisen etc.? Bisher habe ich dazu keine Antwort gekriegt. Mit Steuern kenne ich mich genau 0,0 aus, daher war die zweite Aufgabe, einen Steuerberater zu finden. Es kursierten Horrormärchen: Längst zu spät, findet man nicht mehr, alle voll... Naja, trotzdem entschloss ich mich dazu, einen zu suchen, der sich auf Medizinberufe spezialisiert hat und fand eine, die Zahnärzte, Hausärzte und Psychotherapeuten vertritt. Dieses kennen sich mit dem extrem komplizierten Prozedere in der Ambulanz aus. Darum würde ich auch empfehlen, das so zu machen. Was ich nicht wusste, dass bei einem Steuerberatermandat ganz andere Abgabefristen gelten 😁 Für mich als Queen of Letzten Drücker optimal! //fernstudium.s3.eu-central-1.amazonaws.com/emoticons/default_001_rolleyes.gif (ICh hatte nämlich vermutet, 15.7. ist Schicht im Schacht). Der Steuerberater ist wirklich Gold wert, teuer, aber sicher eine der besten Investitionen. Und ansonsten? Nehme ich mehr Patienten auf. Kraft ,,meines" Kassensitzes (es ist der vom Institut natürlich) darf ich nur 15 gleichzeitig aufnehmen. Ich hatte während meiner Angestellten-Zeit immer 8 Patienten gleichzeitig, habe aufgestockt auf 11, nun gehe ich auf die volle 15 🙂 Dazu muss man Wartelisten abtelefonieren 😁 Ist nicht immer so einfach wie gedacht, denn viele Patienten stehen da schon lange - dann stimmen die Handynummern nicht mehr, oder aber sie sind längst woanders untergekommen. Viele Patienten gehen auch nicht dran, wenn da eine fremde Nummer anruft, vor allem solche mit Ängsten. Was ich sehr schön finde, ist unsere Lehrpraxis an sich. Die beiden Chefinnen haben diese ja als Replikation ihrer Hauptpraxis nachgebaut (ein STockwerk obendrüber), so dass wir PiAs diese für uns haben. Die Chefinnen achten darauf, dass immer genug Kaffee für uns da ist und was zu essen und schöne Blumen auf dem Tisch stehen. Außerdem bestellen sie regelmäßig Interieur für uns. Wirklich sehr fürsorglich 😀 Wir sind 3 PiAs und gehen in unseren Mittagspausen zusammen essen oder treffen uns sonstwie zum Kaffee. Die anderen beiden haben nach meinem Vorstoß ebenfalls ihre Jobs gekündigt und machen nun zusammen mit mir die Vollzeit. Was ich natürlich freut, so hat man immer Gesellschaft 😁 Und der Austausch ist Gold wert. Die frei werdende Zeit ist auch phantastisch. Endlich kann man die Nachmittage wieder nutzen für die Kids. Ins Schwimmbad gehen, was zusammen backen/kochen/spielen, für Hobbys. Natürlich auch für die Vor-/Nachbereitung der Therapien (das geht im Homeoffice), und die Supervisoren (die jede 4.Stunde bei jedem Pat. supervidieren) aber mein Leben soll fortan nicht mehr nur aus Job bestehen. In der KJP war ich bisher ja immer bis 20 Uhr beschäftigt 😏 Eine Spurensuche, warum ich dazu tendiere, zu viel Arbeit an mich zu ziehen, läuft auch noch. (Hallo, Impostor-Syndrom? 😶) Na mal sehen, was so kommt. Neben den Sachen mit Kids/Familie habe ich von der freien ZEit geplant: Mehr Sport/Yoga, Kreativität, wieder Bücher lesen. Vielleicht einem Verein beitreten. Am Ende komm ich noch auf ganz verrückte Ideen wie einen Fernkurs etc.) //fernstudium.s3.eu-central-1.amazonaws.com/emoticons/default_001_rolleyes.gif Bleibt gesund & immer schön offen, LG Titelbild: Karolina Kamboompics/Pexels
  10. Ja, am Schuljahresende läuft eine ganze Menge zusammen... Abschlussfeier an der Grundschule, Aufnahmefeiern am Gymnasium. Klassengeschenk hier, Klassengeschenk da. Ebenfalls am Schuljahresende: Die Vereine der Kids geben Vorstellungen. Die WhatsApp-Gruppen der Klassen und Vereine laufen heiß. Mein PayPal-Konto auch. Bitte hier 9€ überweisen für das Klassengeschenk Kind 1, bitte da noch 18€ für Kind 2, bitte den Betrag überweisen für das Abschlussfest, bitte 10€ separat für das Stockbrot überweisen, bitte überweisen für die DVD vom Abschlussfest, bitte überweisen, wenn ihr auch eine Abschlusszeitung wollt, bitte überweisen für einen USB-Stick mit der aufgenommenen Ballettvorführung, kauft dies, kauft das... Dann noch ein Klassenausflug - ich habe mich zum Waffelbacken eingeteilt. Meine Waffeln macht mir keiner so schnell nach 😁 Hoffentlich stürzt sich nicht wieder wie im letzten Jahr ein hungriger Pulk Väter drauf, so dass sie in 5 Minuten alle sind. Außerdem muss ich noch ein Geschenk machen, die ganze Klasse + Lehrerin als Portrait zeichnen. Das wusste ich schon seit Dezember und habe trotzdem noch nicht angefangen 🫣 Dann wird's noch ein Streicherkonzert und eine Ballettaufführung für das große Kind geben. Und das alles bis zum 30.6. 😐 Wer denkt sich diese Termine aus?
  11. Wenn die Art des Zertifikats eigentlich egal ist und man sich einen vertieften Einblick in das Fach wünscht, würde da nicht auch sowas wie Laudius gehen? https://www.laudius.de/kurs/psychologie-basiswissen Ein Psychologiestudium halte ich tatsächlich nicht so sehr für geeignet, um sich nur vertiefte Einblicke zu verschaffen. Dafür finde ich es viel zu lang, zu zäh, zu empirisch und mitunter auch knüppelhart, vor allem die FUH-Varianten. Dazu kommen eben Deadlines, Hausarbeiten, Klausuren, Projektarbeiten, Gruppenarbeiten, Experimente etc.pp. Das ist meinem Empfinden nach eher keine Vertiefung, sondern schon eine recht einschlägige Berufs"ausbildung". Wenn man anstrebt, Polizeipsychologe zu werden, würde es mitunter Sinn machen; aber ohne berufliche Ambitionen fände ich das (persönlich) zu viel, wie etwa eine Konditorausbildung zu machen, wenn ich eigentlich ein Käsekuchenrezept suche :-). (Das soll dich natürlich nicht demotivieren, doch eines anzufangen. Aber ich fand es mitunter sehr hart neben Job, Familie etc. und nur in "ZEit-Nischen" machbar) Beste Grüße!
  12. Nachher gibt's bestimmt ganz viele buts ☺️. Ein 3:1, das wäre was. Radler schon kaltgestellt?
  13. Ach mensch. Gute Besserung. 😒 Ich kenne tatsächlich niemanden, der aktuell gesund ist. Mich hat's auch erwischt, 1 Tag vor einer Fortbildung bei einem meiner psychotherapeutischen Stars, die ich gestern nicht antreten konnte. Bis ich erfahren habe, dass der Star ebenfalls nicht kam, da erkrankt. Wir haben hier aktuell sogar mehrere Infekte parallel laufen. Die Kinder haben Ringelröteln, mein Mann und ich irgendwas Komisches, was man eher so Richung Herbst-Winter verorten würde.
  14. Das war bei uns eine sehr häufige Konstellation. Im Endeffekt ist der Träger solcher Kosten oft das Sozialamt. Es sieht dann so aus, dass man mit solchen Patienten eher eine Notfallversorgung macht. Sie bleiben dann nur so lange, wie es medizinisch notwendig ist. Bei einer Detoxikation/Entzug bis zu 2 Wochen, bei Ausnahmen (z.B. Komplikationen) auch 3 Wochen. Wäre er nicht langjährig drogenabhängig gewesen, sondern hätte nur 1x zu viel gebechert, hätte man ihn direkt am nächsten Morgen entlassen, sobald keine Eigen- und Fremdgefährdung mehr besteht. In der Regel auch ohne weitere Angebote wie Essen oder Duschen etc. Wenn keine Krankenversicherung vorlag, gab es ein paar Bedingungen - z.B. sollten Psychologen-Gespräche dann nur 25 Minuten statt 50 dauern, Bezugspflegergespräche oder Ergo, Kunst- und Gruppentherapie fielen ebenfalls flach. TEure Subsitute gab es ebenfalls nicht. Langzeittherapieplätze oder eine Anbindungbehandlung etc. wären dann auch nicht drin. Darum ist der Sozialdienst auf solchen Stationen sehr wichtig. Der Sozialarbeiter hat das oft noch so gedreht, dass der Patient einen Obdachlosenheim-Platz + gesetzlichen Betreuer bekam, dadurch konnte dann auch sehr schnell eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Ich glaube, dass die dann auch rückwirkend zahlen oder aber sich die Kosten mit dem Sozialamt teilen, das weiß ich leider nicht genau. LG
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