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MartinGS

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Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    University of Gloucestershire
  • Studiengang
    Doctor of Philosophy (PhD)
  • Wohnort
    München
  • Geschlecht
    m

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  1. Sofern die Entscheidung der Hochschulwahl und der Zielsetzung noch nicht endgültig gefallen ist, könnte es sich ggf. auch anbieten (je nach deiner persönlichen Ambition), direkt auf ein Masterstudium zu gehen. Hierzu bietet die ZFH eine Reihe von Studiengängen an, die auch für dich im Interessenfeld als WING liegen könnten. Eine andere Möglichkeit könnte auch das Studienangebot der Donau-Uni Krems in Österreich sein, auch wenn diese eher sozial- und wirtschaftswissenschaftlich aufgestellt ist. Auch wenn das off-topic ist: Ist es wirklich nötig, an dieser Stelle Politiker*in-Bashing zu betreiben? Unabhängig davon, wer sich öffentlich ungünstig verkauft hat, sind Bachelor- und Masterabschlüsse hier in Deutschland (so lange von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule verliehen) gleichermaßen gültig und anerkannt. Ich denke nicht, dass man hier bei der FHM, die IU oder den anderen, hier genannten Hochschulen da völlig daneben greift. So lange man hier auf eine der etablierten Hochschulen im deutschen bzw. deutschsprachigen Raum setzt, macht man da (meiner persönlichen Meinung nach) nichts groß falsch.
  2. Hallo zusammen, während es in den vergangenen Monaten nur schleppend voranging, wartete der vergangene Juli mit so einigen Fortschritten auf. So fand vor zwei Wochen nun endlich das Seminar zum Modul MR402 statt. Unsere Lerngruppe umfasste dieses Mal wieder eine komfortable Größe von zwei Personen, neben mir nahm ein DBA-Student an der Veranstaltung teil. Die Vermischung von DBA- und PhD-Teilnehmenden ist an der Universität nicht unüblich, da das dritte und vierte Modul des DBA (DBA8003 und DBA8004) den beiden PhD-Modulen entspricht. Nachdem es bei MR401 (vgl. den zugehörigen Eintrag hier) im Schwerpunkt um einen Einstieg in die Philosophie, die Erkenntnistheorie und Grundsätze der Forschungsmethodik ging, knüpft MR402 nahtlos mit Forschungsmethoden und Grundsätzen guter Forschungspraxis an. Diese Themen wurden im ersten Seminar zwar schon angeschnitten, nunmehr aber eingehend vertieft. Der bzw. die geneigte Leser*in wird sich an der Stelle schnell die Frage stellen, was denn der Unterschied zwischen Forschungsmethodik (Research methodology) und Forschungsmethoden (Research methods) sind - ein guter und wichtiger Aspekt, der oftmals nicht sauber getrennt wird! Reserach methods meint die konkreten Werkzeuge und Verfahren, mit denen Forschungsdaten aus der realen Welt in Hinblick auf Forschungsfragen oder -hypothesen gesammelt, analysiert und ausgewertet werden können. Unter Research methodology wird demgegenüber die Ausrichtung der Forschungstätigkeit verstanden, die sich durch eine zugrunde liegende Strategie sowie die Auswahl bzw. das Design von konkreten Methoden auf Basis forschungstheoretischer Ansätze ergibt. Diese Ansätze wiederum basieren auf der epistemiologischen, d.h. der erkenntnistheoretischen Einordnung der jeweiligen Forschungsarbeit. Anders ausgedrückt kann man also sagen: Die Erkenntnistheorie stellt das "Warum?", der forschungstheoretische Ansatz das "Was?", die Methodik das "Wie?" und die konkrete Methode (bzw. das Methoden-Set) das "Womit?" einer Forschungstätigkeit dar. Hier gibt es auf medium.com noch einen guten Artikel, der den Unterschied zwischen methodology und methods anschaulich darstellt. Bei den Grundsätzen guter Forschungspraxis wurden insbesondere ethische Aspekte behandelt. Die University of Gloucestershire stellt hierfür ein umfassendes Handbuch zur Verfügung, in dem alle wichtige Rahmenbedingungen, Vorgaben und Verfahren rund um das Thema Forschungsethik behandelt werden (Fun Fact: Trotz Brexit hält sich die Uni an die zwölf goldenen Regeln für ethisches Forschungsverhalten der Europäischen Kommission, siehe auch hier). Ein weiterer Aspekt, der in dem Seminar behandelt wurde, war die Project Approval Form (PAF - siehe auch meinen Eintrag von April). Um uns einen Anhalt für die eigene Arbeit zu geben, wurden nach einer ersten Übersicht zu dem Thema einige Beispiele für akzeptierte PAFs (in anonymisierter Form) gegeben, die wir dann diskutiert haben. Hiernach wurden die Aufgabenstellungen für das Assigment verteilt. Wie bei MR401 auch, haben wir hier drei Möglichkeiten zur Auswahl erhalten: die Auswahl, Entwicklung und Ralisierung von einer oder mehr Forschungsmethoden aus MR402 im Kontext des eigenen Forschungsthemas, die kritische Auseinandersetzung mit zwei publizierten Journal-Artikeln zu Forschungsmethoden und Forschungsmethodik im jeweiligen Untersuchungsumfeld (in Abstimmung mit den Betreuenden), und die Identifikation und Auswahl einer Methode speziell für die Entwicklung eines (fiktiven oder real umzusetzenden) Ergebnisartefakts, das in den Kontext des jeweiligen Forschungsprojekts gesetzt wird. Bis zum 25.10.2021 ist eine Ausarbeitung zu einer dieser Aufgaben mit einer Länge von ca. 5000 Wörtern (+/-10%) fällig. Hierzu werde ich mich in der kommenden Zeit mit meinem Supervisor in Verbindung setzen und eine geeignete Auswahl treffen. In dem Zusammenhang einigten wir uns bereits vor dem Seminar darauf, die geplante Publikation erneut nach hinten zu schieben, da die gleichzeitige Abarbeitung von drei Baustellen (Assignment, PAF und Paper) nicht realistisch wäre. Zu guter Letzt fiel die Erstellung des Annual Progress Reports (APR) in den letzten Monat. Hierbei handelt es sich um einen verpflichtend zu erstellenden Bericht, in dem die Arbeit des vergangenen Jahres reflektiert, die Ziele für die kommenden zwölf Monate abgesteckt und anschließend durch den jeweils zuständigen Supervisor bewertet werden. Mit diesem Berichtsinstrument wird nicht nur eine administratives ActionItem erledigt, ganz im Gegenteil - Die Universität nimmt die APRs sehr ernst. Wer den Report nicht oder nicht zeitgerecht erstellt, darf den research degree nicht weiter verfolgen und läuft Gefahr exmatrikuliert zu werden. Aber keine Sorge, hier müssen keine ausschweifenden Berichtsdokumente elaboriert werden. Vielmehr sind auf dem Web-Portal der Hochschule drei Textfelder (progression/ discussion/ summary, Your objectives for the next year, any other commens [optional]) auszufüllen, die dann an den Supervisor gesendet und von diesem mit einem kurzen Feedback versehen werden. Insgesamt also alles keine Rocket Science. Alles in allem war es ein spannender Monat - auch, wenn ich inhaltlich (gefühlt) immer noch hinten dran hänge. Insbesondere freue ich mich jedoch, dass es endlich mit MR402 geklappt hat und es mit dem Programm auch formell voran geht. Cheers, Martin
  3. Eine gute und meiner Meinung nach längst überfällige Entscheidung, die sich u.a. nach Hessen und Bayern auch in Sachsen-Anhalt fortsetzt. Ich hoffe, dass das breitere Promotionsangebot den wissenschaftlichen Wettbewerb unter den Hochschulen ankurbelt und der angewandten Forschung einen höheren Stellenwert zuschreibt - ähnlich, wie es im Angelsächsischen mit den Professional Doctorates gehandhabt wird.
  4. Und genau darum ging es mir in meinem vorangehenden Post: Ich halte es für maximal unglücklich, einerseits mit einem im Schriftverkehr sowie im Sprachgebrauch üblichen und demnach gesetzlich geschützten Kürzel für einen akademischen Grad zu werben (wenn auch als 'The PowerMBA'), andererseits aber weder eine Akkreditierung, eine Anerkennung, noch überhaupt eine Zulassung als Hochschule vorweisen zu können. Ich spreche dem Kurs nicht ab, dass man dort etwas lernen könnte - ganz im Gegenteil. Aber die Bezeichnung des Zertifikats ist irreführend und suggeriert bei mangelnder Recherche den Eindruck, es könnte sich um einen vollwertigen akademischen Grad handeln.
  5. Seitdem der §132a StGB in Deutschland gilt, der das missbräuchliche Tragen akademischer Grade unter Strafe stellt. Die Bezeichnung "MBA" als Namenszusatz suggeriert aufgrund der gängigen und im Schriftverkehr üblichen Abkürzung, dass ein Master of Business Administration erworben wurde (ähnlich zu den Kürzeln M.Sc., B.Sc., B.Eng. etc.). Natürlich könnte man auch (fiktives Beispiel) klagen, dass MBA als Künstlerzusatz für 'Master of Being Awesome' steht. Ich bin mir aber sehr sicher, dass solch eine Klage ziemlich zügig vom zuständigen Gericht einkassiert würde. Dass ein MBA nur von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland bzw. aus der EU getragen werden darf, ist hier im Forum bereits hinlänglich diskutiert worden.
  6. Ein ähnliches Modell zum PowerMBA gibt es an der Quantic Business School, die ebenfalls schon etwas länger auf dem Markt ist und zudem in den USA akkreditiert ist: Klick mich. Die Idee eines bezahlbaren und gleichzeitig fordernden MBA-Programms mit zeitgemäßen Lernmethoden und -formaten "für alle" halte ich für eine spannende Idee, allerdings hängt die Qualität eines solchen Angebots auch von den Einstiegshürden und vom damit einhergehenden Adressatenkreis ab. Wenn ich mir die FAQ-Seite durch schaue und dort (bis auf die Teilnahmegebühr) keine Einstiegshürde vorliegt, stelle ich mir die ernsthaft die Frage, was der echte Vorteil gegenüber Business MOOCs von edX, Coursera und co. sein soll. Insofern halte ich den PowerMBA für eine unglückliche Zwitterlösung: Mit der Bezeichnung wird einerseits ein akademischer Abschluss suggeriert, der jedoch weder fachlich, noch wissenschaftlich qualitätsgesichert ist. Andererseits kostet er fast 900 €, die zwar im Vergleich zu 'echten' MBAs ein Schnäppchen sind, die man auf MOOC-Plattformen (s.o.) mit verifizierten Zertifikaten renommierter Business Schools jedoch deutlich besser investieren kann.
  7. Für sowas gibt es einerseits papierbasierte Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen oder Hologramme - die je nach Beschaffenheit des Dokuments mit mehr oder weniger Aufwand gefälscht werden können. In der Forschung und Praxis setzen sich aber andererseits zunehmend auch digitale Zertifikate mit elektronischer Signatur durch. Je nach Schutzniveau dieser Signatur lässt sich die Validität des Dokuments überprüfen. Speziell hierzu setzen sich auch aktuell einige Forschungsprojekte auseinander, u.a. beim HPI, DAAD und an der TU München.
  8. Das Thema ist leider nichts neues - für Fake-Urkunden und -Zertifikate gibt es weltweit Anbieterportale, auf denen man sich vom Führerschein bis hin zum Hochschulabschluss so ziemlich alles kaufen kann (insbesondere btw für den US-Markt). Insofern ist das natürlich für Dich eine unangenehme Angelegenheit, allerdings werden weder Du, noch die WBH etwas real dagegen unternehmen können, weil die meisten Unternehmen und Personen, die diese Leistungen anbieten, im Ausland sitzen und somit schlichtweg nicht greifbar sind. Wie du ja selbst schon gesagt hast (und auch @KanzlerCoaching angemerkt hat), kommt es hier darauf an, für die Thematik und den Umgang damit zu sensibilisieren und soweit wie möglich die eigenen personenbezogene Daten zu schützen. Das Vorhandensein von Abschlussarbeiten an einer Hochschule (da der Titel Deiner Arbeit im WWW kursiert) lässt sich im Zweifelsfall ja nachweisen, sodass rechtliche Probleme gar nicht erst entstehen können 👍
  9. Vielen Dank @Aramon und @Markus Jung! PAF steht für Project Approval Form. Siehe hierzu auch mein Update 04/2021, dort bin ich bereits näher auf das Thema eingegangen 😉
  10. Hallo zusammen, die letzten Wochen standen ganz im Zeichen der anderen Baustellen, die parallel zum Promotionsvorhaben liefen oder noch immer laufen. Mit Blick auf den Kalender steht bei den meisten im Büro der Sommerurlaub vor der Tür, sodass in vielen Projekten Zwischenstände vorzulegen sind, letzte ActionItems abgesprochen oder aber letzte Klärungsbedarfe vor dem nahenden Interbellum erledigt werden. Gerade in den letzten zwei Wochen wurde es im Büro nicht nur einmal später , sodass ich auf die kulinarischen Rafinessen via Lieferdienst zurück greifen "durfte". Wenn das noch länger so weiter geht, dauert es nicht mehr lange, bis ich alle Auswahlmöglichkeiten eines bekannteren Liefer-App Dienstes mit der orangen Gabel vor Ort durch habe.🤓 Daneben hatte bzw. habe ich noch noch zwei Fortbildungen auf der Agenda, von denen ich mit dem Public Health Kurs einen vor kurzem von der Bucket List streichen konnte (siehe unten - in Zeiten wie diesen muss man auch die kleinen Fortschritte zu würdigen wissen 🥳). Weil die Prüfung bei der zweiten Fortbildung spätestens zum 30.11. abzulegen ist, werde ich diese noch einige Zeit nach hinten schieben. In den kommenden Wochen werde ich den Rückstand aus den vergangenen zwei Monaten anfangen aufzuholen. Trotz dem (immer noch) ausstehendem Forschungsmodul habe ich mir relativ straffe Zeitlinien auferlegt: Auch wenn es in der aktuellen Projektphase auf der Arbeit gerade auf einen langen Abend nach dem anderen aussieht, will ich noch in diesem Quartal die erste Publikation auf einer Konferenz einreichen und gleichzeitig meine PAF vorantreiben. Die Voraussetzungen hierfür liegen vor, sie müssen "nur noch" in Form gegossen werden. Wie Wolfgang Petry zu singen pflegt: Augen zu und durch. In diesem Sinne, cheers! Martin
  11. Danke @Aramon für deine Eindrücke. Haben dich denn die Zertifikate auch beruflich nennenswert voranbringen können? Und wenn ja, wie weit? Absolut! Ich hätte mir - als Beispiel - bei edX ein Professional Certificate und einen MicroMaster zu zwei passenden Themen gesucht, von denen ich denke, dass sie mich inhaltlich voranbringen würden. Leider fehlt mir aktuell noch das Gefühl, ob und inwieweit das einem bzw. einer später auf dem Arbeitsmarkt und v.a. auch hinterher in der Praxis helfen kann. Gerade bspw. auf LinkedIn findet man ja immer wieder Profile, die sich mit solchen Zertifikaten in der Vita schmücken.
  12. Hallo zusammen, zwar schneiden einige Threads mein Anliegen bereits (grob) an, allerdings gibt es nach erster Sichtung noch keine übergreifende Diskussion dazu. Also!: Dass diverse Hochschulen das Schweizer System (DAS, CAS - siehe auch hier) für sich entdeckt haben, um zielgerichtet für Berufserfahrene, Quereinsteiger und Interessierte ein Angebot ohne extra Abschluss bereitzustellen, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Darüber hinaus bieten zunehmend mehr Hochschulen auch Weiterbildungs-Kurse mit der Option auf ein verifiziertes Zertifikat auf MOCC-Plattformen wie edX, Coursera, sowie auf hauseigenen Auftritten an (wie bspw. MITXpro). Aktuell setze ich mich ausgegebenem Anlass (und parallel zu meiner Primärbaustelle Promotion) mit solchen und ähnlichen Weiterbildungsmöglichkeiten auseinander, die kein ganzes Studium umfassen, sondern zu gezielten Themen Spezial-/ Spezialist*innenwissen vermitteln. Vor dem Hintergrund würde ich gerne von Euch wissen: Habt ihr schon Erfahrungen mit zertifizierten Kursen auf edX, Coursera und co. machen können (bspw. in Hinblick auf Machbarkeit, Art und Umfang, inhaltliche Ausgestaltung etc.)? Haben diese euch beruflich, wissenschaftlich-akademisch oder privat in einer nennenswerten Form weiter gebracht? Und wenn ja, inwiefern? Wie sieht es mit (oftmals online angebotenen) Executive Education-Kursen aus, bspw. vom MIT, Stanford oder aber auch der Carnegie Mellon University? Insgesamt will ich mir mit dem Meinungsbild ein Bild darüber machen, ob solche Zertifikatskurse eine sinnvolle Ergänzung zum Studium, der Berufserfahrung und ggf. zu absolvierten Industriezertifikaten (z.B. ITIL, PRINCE2, PMI...) sind. Ich freue mich schon auf Euer Feedback! ✌️ Cheers, Martin
  13. Hallo in die Runde, meiner Meinung nach (und das schwingt bei einigen Vorredner*innen schon mit) ist der wesentliche Unterschied zwischen "etwas gelernt zu haben" und "etwas studiert zu haben" darin, dass "studieren" die Fähigkeit zur kritischen Reflektion des vorliegenden Wissens beinhaltet. Ein Studium befähigt die absolvierende Person aber nicht nur dazu, bestehende Informationen kritisch zu hinterfragen, sondern dieses Wissen auch in einen übergreifenden Kontext zu setzen und - je nach Erfahrung und Qualifizierung - zu objektivieren. Wenn man die Wissenstreppe von North gegenhält, so könnte aus dieser Perspektive heraus auch sagen: "Etwas gelernt zu haben" bedeutet (idealtypisch), im Nachhinein gesammeltes Wissen kompetent zu reproduzieren und danach zu handeln, ohne dass man dadurch gegenüber einer bestimmten Vergleichsgruppe (z.B. auf dem Arbeitsmarkt, in der Forschung etc.) aus der Masse signifikant heraussticht. "Etwas zu studieren" würde demgegenüber (idealtypisch) heißen, dass die studierte Person darüber hinaus nicht nur etwas "gelernt hat", sondern durch das Erlernte so viel Handlungs- und Methodenexpertise erlangt, dass er oder sie dadurch in einer Vergleichsgruppe einen signifikanten Wissens- und Anwendungsvorsprung erlangen kann (bspw. in Form einer exklusiven Forschungsnische oder eines Wettbewerbsvorteils durch exklusives Fach- oder Anwenderwissen). In diesem Verständnis würde ich den Begriff "studiert zu haben" nicht (nur)daran festmachen, institutionalisiert einen Hochschulabschluss erlangt zu haben - vielmehr kann auch der- bzw. diejenige ein eingehendes Studium zu einem Sachverhalt durchgeführt haben, wenn er oder sie bspw. signifikante Erfahrungen in ihrem bzw. seinem Handlungsumfeld gesammelt hat und diese Erfahrungswerte in neuen Handlungskontexten anzuwenden vermag. In der Industrie würde man das Berufserfahrung, in der Forschung Empirien und Heuristiken nennen 😉 Cheers, Martin
  14. Hallo zusammen, dieser Blogeintrag wird etwas kürzer als gewohnt ausfallen. Nachdem ich bis Ende April mit der geplanten Publikation auf dem Wissenschaftsforum der WBH sowie mit meiner Project Approval Form (PAF) gut im Zeitplan lag (vgl. letzten Blog-Eintrag), haben mich die letzten fünf Wochen krankheitsbedingt zurück geworfen. Zwar konnte ich bis Anfang Mai noch die Anzahl der (möglicherweise) relevanten Quellen von 2145 auf ca. 95 Publikationen reduzieren (davon werden es nach aktuellem Stand ca. 60-70 in die Review abschließend schaffen), allerdings reicht die Zeit bis zur Deadline in Darmstadt realistisch nicht mehr aus, um ein gutes Stück wissenschaftliche Arbeit zu liefern. Davon abgesehen hat der o.g. krankheitsbedingte Ausfall auch die übrige Planung der vergangenen (und kommenden Wochen) ein wenig durcheinander gebracht. Einerseits steht Ende diesen Monats voraussichtlich das Forschungsmodul MR402 mitsamt dem Assignment an (endlich!), andererseits läuft bei mir seit Ende letzten Jahres im Hintergrund noch ein Zertifikatskurs Public Health, für den ich bis zum Beginn von MR402 zwei Einsendeaufgaben zu bearbeiten und einzureichen habe. Man hat ja sonst nichts zu tun 😅 Vor diesem Hintergrund werde ich die Publikation nach Rücksprache mit meinen Co-Autoren voraussichtlich auf eine Konferenz zum Ende des Jahres hin verschieben, sodass ich bis zur Einreichung genügend Zeit für die inhaltliche Ausarbeitung des Papers habe. Hier habe ich auch schon diversen Input von meinem Supervisor erhalten, welche Möglichkeiten für eine Einreichung geeignet wären. Auch wenn der vergangene Monat einen Schritt zurück bedeutet, zeigen mir das Feedback meines Betreuers und aus meinem Umfeld, dass ich die nötige Rückendeckung für mein Vorhaben habe. Insofern kann man hierzu nur eines sagen: Hinfallen - Aufstehen - Krone richten - Weitermachen. An der Stelle hinterlasse ich besondere Grüße an @SebastianL, der aktuell in der heißen Abschlussphase seiner Diss steht: Durchbeißen, das Ende ist am Horizont zu sehen! 🤞 In dem Sinne, Cheers, Martin
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