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MartinGS

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Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    University of Gloucestershire
  • Studiengang
    Doctor of Philosophy (PhD)
  • Wohnort
    München
  • Geschlecht
    m

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61 Profilaufrufe
  1. Vielen Dank an alle für das positive Feedback! 😄 @SebastianL: Auf das Angebot werde ich gerne zurück kommen! @unrockbar: Freut mich zu hören, dass ich dein Interesse wecken konnte. Ich werde natürlich versuchen, so wie gut wie möglich meine Impressionen wiederzugeben (siehe hier auch den nächstne Blogeintrag). Soviel aber vorweg, weil ich das bereits aus den letzten fünf Jahren mitnehmen konnte: Eine berufsbegleitende Promotion ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits genießt man den Vorteil (natürlich je nach Konstellation), unmittelbare Anwendungsbezüge zum jeweiligen Berufsumfeld herstellen zu können. Auf die Weise können - wenn der Arbeitgeber im Boot ist und mitspielt - Forschungsdaten aus dem "echten Leben" gesammelt werden, bspw. über Interviews. Zudem ist es in der Praxis sehr gerne gesehen, wenn man das ganze berufsbegleitend durchzieht. Das hat mehrere Gründe: Man bleibt weiterhin voll im Berufsleben verankert und hat keine (unmittelbaren) Karrierenachteile, durch die 'research on the job' entwickelt man sich parallel zum Fachexperten in einem jeweiligen Gebiet, was insbesondere bei Innovationsprojekten der Organisation zugute kommen kann, und man vermeidet den vielfachen Verdacht, jahrelang im berühmten Elfenbeinturm zu sitzen, weil man eben nicht fernab der realen Probleme "irgendwelche" abstrakten Dinge tut. Zusätzlich dazu spannt man sich mit der Zeit von alleine (quasi als Nebenprodukt) ein Netzwerk aus Industrieexperten und -praktikern auf, wodurch man sowohl mit akademischen, als auch privatwirtschaftlichen Karriereambitionen profitieren kann (ihr wisst ja: Connections schaden nur dem-/derjenigen, der/die sie nicht hat). Andererseits kann einem bei einer berufsbegleitenden Promotion der wissenschaftliche Bezug schnell abhanden kommen, wenn man sich nicht ständig selbst dazu konditioniert, über den Tellerrand der eigenen Organisation hinaus zu schauen - ansonsten läuft man Gefahr, die Scheuklappen mit der Zeit enger zu stellen. Dadurch, dass man nicht vor Ort in der Hochschule sitzt, fehlen der 'akademische Flurfunk' und auch der laufende Austausch mit anderen wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Darüber, dass so ein Projekt parallel zum Beruf eine Mehrfachbelastung darstellt, brauchen wir wohl nicht weiter zu diskutieren - das haben Fernstudiengänge per Definition an sich. Insofern bin auch ich gespannt, wie sich die nächsten Monate und Jahre entwickeln werden - nicht zuletzt, weil sich im nächsten Jahr eine Versetzung von München nach Koblenz ansteht.
  2. Hallo Community! Wie in meinem letzten Blogeintrag angekündigt, werde ich heute über meine Erfahrungen berichten, die ich zum Start in das PhD-Progranm gemacht habe. Bevor ich jedoch zum eigentlichen Verlauf komme, möchte ich nochmals auf die Proposal-Erstellung eingehen. Mein Mentor aus dem Erststudium sagte passend dazu immer: "Zeig mir deinen Projektplan und ich sage dir, wie das Projekt endet". Eine ähnliche Philosophie verfolgt auch das Team der UniGlos bei der Erstellung des Proposals: Während man für die Zulassung zum DBA-Programm deutlich weniger Aufwand investieren muss, ist für das PhD-Programm eine deutlich elaboriertere Ausarbeitung notwendig gewesen. So wird hier bereits vorausgesetzt, dass man bezüglich forschungstheoretischer Ansätze nicht nur den berühmten Schuss ins Blaue setzt, sondern eine schon relativ deutliche Strategie für das Vorgehen bei dem Projekt darlegt - ganz nach dem obigen Motto. Glücklicherweise konnte ich hier von den Erfahrungen aus meinem Erststudium profitieren, sodass ich keine großen Probleme hatte (damals setzten wir uns u.a. auch intensiv mit Forschungsmethoden und Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens auseinander). Für den/ die eine*n oder andere*n könnte das abschreckend wirken, insbesondere wenn man ein eher anwendungsorientiertes Studium absolviert hat. Allerdings kann ich auch hier sagen: Nur keine Panik, ein Proposal ist keine Rocket Science! Die Lecturers und Advisors unterstützen einen schon vor der Zulassung mit wertvollen Tipps, worauf man bei der Verfassung zu achten hat. Abgesehen davon werden auch genügend Hinweise auf einschlägige Grundlagenliteratur gegeben, die man zur Rate ziehen kann. Beides natürlich unter der Prämisse, dass man sie anschreibt und um Unterstützung bittet (was meiner Erfahrung nach problemlos klappt). Die Gliederung einer solchen Themenskizze könnte dann bspw. am Ende so aussehen (natürlich ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit, dies dient nur als Anhalt): Einführung/ Problemumfeld: Was ist der thematische Scope bzw. das Forschungsumfeld? Und was in diesem Umfeld stellt eine konkrete Forschungslücke bzw. eine Klasse von noch nicht ausreichend untersuchten Problemen in der Wissenschaft (und Praxis) dar? Gesamtziel: Was ist - in einem oder zwei kurzen Sätzen - die übergreifende Zielsetzung, die man mit dem eigenen Forschungsprojekt avisiert? Teilziele: Welche Zwischenschritte sind geplant, um dieses übergreifend formulierte Ziel zu erreichen? Sachstand aus Forschung und Praxis: Was ist der derzeitige Status Quo in der Literatur in dem Themenumfeld? Welche Erkenntnisse gibt es aus wissenschaftlichen Publikationen und welche Lücken weisen diese möglicherweise auf? Forschungsmethodik: Welche grundsätzliche Philosophie verfolgt das Projekt und welches Forschungsdesign bzw. welche Vorgehensweise soll genutzt werden, um die oben genannten Ziele zu adressieren? Zeitplanung: In welchen Monats- und Jahresscheiben mit welchen Projektphasen ist die Durchführung des Forschungsprojekts geplant (bspw. als Gantt-Chart)? Sobald man einen ersten Draft des Dokuments abgefasst und abgeschickt hat, geht dann das Feedback-Pingpong los: Je nach Qualität und Reife der Inhalte erhält man Rückmeldung von den Supervisorn zur Einarbeitung, anschließend geht das ganze von vorne los. Sobald das Proposal einen ausreichenden Reifegrad erreicht hat, geht es für den PhD an den Course Lead der jeweiligen School, in der man thematisch am nächsten ist - in meinem Fall war das noch die School of Business and Technology (Mittlerweile wurde sie in Business School und School of Computing& Engineering aufgeteilt). Das "Go" des Course Leads war schließlich der Startschuss zum Einschreiben. Gegenüber Hochschulen in Deutschland lief das erfrischend modern - anstatt überall beglaubigte Kopien in n-facher Ausfertigung hinzuschicken, konnte ich alles auf einem Portal im PDF-Format hochladen. Etwa zwei Wochen später bekam ich dann die Zusage zum Programm via Email. Kurz darauf erhielt ich auch die Zugänge zum Studienportal, Uni-Mail und den anderen IT-Ressourcen. Trotz zwei Masterabschlüssen in der Vergangenheit war es ein echtes Highlight für mich, die neue Mailadresse nutzen zu können 😄 Ende September war es schließlich soweit, das erste Modul stand an. Aufgrund der andauernden COVID-19 Pandemie und der zuletzt wieder steigenden Fallzahlen (die im UK nochmal deutlich schlimmer sind, als bei uns), fand das entsprechende Seminar als Webkonferenz in MS Teams statt. Hierbei hatte ich die komfortable Situation, dass wir gerade mal mit eineinhalb Leuten drin saßen - eineinhalb deswegen, weil der zwei Kommoliton parallel zu dem Modul beruflich gebunden war und deswegen nicht durchgängig in der Konferenz dabei sein konnte. Das stellte jedoch kein Problem für die Lecturer dar, die ihr Thema routiniert und viel Motivation durchgezogen haben und den Kommoliton immer wieder ins Boot geholt haben. Thema des Moduls waren dabei: Methodological Fundamentals - An Introduction to Research Philosophy: Hier ging es um forschungstheoretische Grundlagen sowie um Grundsätze von verschiedenen, methodischen Ansätzen (Realist vs. Interventionist vs. Constructivist, Qualitative vs. Quantitative vs. Mixed& Multi Methods, Cross-sectional vs. Longitudinal Research) Research Methods and Analysis: Gegenstand dieses Blocks waren die verschiedenen Forschungs- und Analysemethoden und -instrumente, um primäre Forschungsdaten zu erhalten und auszuwerten (Beispiele: Surveys, Fallstudien, Interviews, Focus Groups, Observations etc.). Aufgrund der sehr kleinen Lerngruppe sind wird deutlich schneller mit den Inhalten des Moduls durchgekommen, sodass wir zwei statt drei Tage (Donnerstag-Samstag war geplant, Freitag waren wir durch) benötigten. Zum Abschluss erhielt ich auch die Deadline für das erste einzureichende Paper, das bis kurz vor Weihnachten vorliegen muss. Was hat sich in den dreieinhalb Wochen seitdem getan? Leider musste ich die Arbeit an dem Paper bisher zurück stellen, nachdem es aktuell zwei weitere Baustellen gibt. So hat einerseits in diesem Monat eine sechsmonate Weiterbildung begonnen, andererseits fand diese Woche eine zweitägige Schulung statt. Beschweren, dass mir bis zum Jahresende langweilig wird, kann ich mich jedenfalls nicht 😉 Damit ist der Blog auf dem letzten Stand der Dinge (Augenringe! Höhö. Ok, pardon.). In der nächsten Woche steht der Induction Day - also das Einführungsevent - für die Teilnehmer*innen des PhD-Programms an der UniGlos an, der auch wieder virtuell abgehalten wird. Auch wenn es zuletzt nicht mit dem Essay für das Modul vorangegangen ist, freue ich mich auf die Veranstaltung und werde von ihr - und natürlich auch von den neuesten Entwicklungen bei mir - im nächsten Eintrag berichten. Cheers! Martin
  3. Hallo in die Runde! Dies ist der erste Eintrag, den ich über mein berufsbegleitendes Promotionsvorhaben an der University of Gloucestershire in England verfasse. Zunächst ein paar Worte zu meiner Person: Ich bin (Stand heute) 30 Jahre alt, verheiratet, wohne in München und bin als IT-Offizier in der Bundeswehr tätig. In meiner aktuellen Verwendung bin ich seit Anfang 2018, in der ich mittlerweile ein Team an der Schnittstelle zwischen fachdienstlichen Vorgaben und der Realisierung von IT-Projekten leite. Von 2011 bis 2015 habe ich an der Universität der Bundeswehr München Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) und Technologiemanagement und Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) studiert. Für mich war schon früh klar, dass es damit nicht enden sollte und dass ich gerne noch ein Promotionsvorhaben anstoßen wollte. Daher bin ich auch bis heute eng mit der Professur verbunden, an der ich seinerzeit meine studentischen Arbeiten - quasi vom ersten Studienprojekt bis hin zur Masterarbeit - absolviert habe. Mein ursprünglicher Plan war es, nach dem Masterstudium unmittelbar dort anzuknüpfen - doch aus vielerlei Gründen klappte das nicht: Das Forschungsprojekt aus meiner Studienzeit lief aus, es fehlten die organisatorischen Rahmenbedingungen, die passende Stelle an der Professur gab es nicht und daneben verschlug es mich in eine ziemlich arbeits- und reiseintensive Verwendung. So blieb (und bleibt) es bis heute lediglich bei einer Nebentätigkeit, dessen Inhalte jedoch nicht für eine Promotion in Frage kämen. Vor dem Hintergrund wurde mir Stück für Stück klar, dass mein Plan nicht mehr realistisch war. Jedoch wollte ich die Zeit nicht ungenutzt lassen, bis ich mich inhaltlich neu orientiert und sich neue Rahmenbedingungen ergeben hatten. Nachdem ich mich im Erststudium v.a. auf die Informatik- und Informatik-nahen Inhalte konzentriert hatte, fiel der Entschluss, diese 'Zwischenphase' für eine betriebswirtschaftliche bzw. Management-Weiterbildung zu nutzen. Und so kam ich nach einiger Zeit der Marktsichtung und Abwägung der Alternativen zur WBH, wo ich bis zum März diesen Jahres Engineering Management (MBA) studiert hab (das ist zwar nicht Gegenstand diese Blogs - aber wer Fragen und Anmerkungen zu dem Studium hat, kann mich gerne via PN anschreiben). Parallel zum Fernstudium an der WBH informierte ich mich dann über berufsbegleitende Promotionsmöglichkeiten in Deutschland. Hierbei bin ich auch auf die Blogs von @SebastianL, @Frantic oder @DerPate gestoßen, die einen individuellen und für sie passenden Weg gefunden hatten. Wie die drei Mit-Blogger auch, habe ich die Landschaft der anbietenden Hochschulen und Bildungsanbieter gesichtet. Welche Überlegungen hatte ich dabei?: Mit Hinblick auf die hohe Arbeits- und Reisebelastung war es mir wichtig, ein strukturiertes Format mit einer intensiveren Betreuung zu wählen. Leider habe ich in der Vergangenheit immer wieder Fälle erlebt, in denen Leute (sowohl berufsbegleitend, als auch in Vollzeit als WiMi vor Ort) viel zu lange an der jeweiligen Universität gesessen und über viele Jahre hinweg keinen oder nur sehr schwer einen Griff an ihren Promotions-Henkel bekommen haben. Seien es nun Mehrfachbelastungen (Drittmittelprojekt, Lehre, eigene Forschung) oder eine unzureichende Betreuung durch einen Mentor - solch widrigen Umständen wollte ich mich parallel zum Job nicht hingeben. Auf dem Markt gibt es hierzu eine Menge Alternativen, die schon @Frantic in seinem Blog aufgeführt hat. Jedoch konnten mich viele einschlägige Anbieter nicht überzeugen. Insbesondere die DBA-Programme kamen aufgrund meiner geplanten thematischen Ausrichtung (--> Wirtschaftsinformatik mit deutlich höherem IT- und Fachanteil) nicht infrage. Auch die stark wirtschaftswissenschaftlich ausgelegten Programme der HFH mit der Universität Kaposvár, die FOM mit der UCAM oder das IFM mit der Mendel-Universität waren damit raus. Am Ende waren im süddeutschen Raum die Hochschule München (Koooperation mit der University of Plymouth) und eben IHP-Online mit der University of Gloucestershire übrig, wobei beide Anbieter mit dem Standort München passten. Einerseits ist das Angebot der University of Plymouth gegenüber dem der University of Gloucestershire preislich deutlich attraktiver (mit aktuell 2700 GBP pro Jahr gegenüber 8700 GBP). Andererseits sprachen die konsequente Ausrichtung auf Berufstätige, z.B. mit dem Flying Faculty-Konzept (d.h. die Präsenzseminare werden vor Ort im Münchener Büro durchgeführt - außer im Falle einer Pandemie 😉), sowie einige Erfahrungsberichte aus meinem Bekanntenkreis für IHP-Online. Nach einer Informationsveranstaltung im Februar, der Auswahl eines geeigneten Supervisors, der Ausarbeitung eines zwölfseitigen Proposals bis Ende Juni und den ersten Meetings über Skype und MS Teams dann stand für mich die Entscheidung fest, an die UniGlos zu gehen. Natürlich wird der/ die geneigte Leser*in sich jetzt fragen: "Waaaaaaas?! PhD in England?! Und was ist mit dem Brexit??" Hierzu habe ich mir zwischenzeitlich von der KMK ein Info geben lassen - nach dem Ende der Übergangsfrist zum 01.01.21 wird es ein Äquivalenzabkommen zwischen Deutschland und dem UK geben, sodass der britische Abschluss auch weiterhin als "Dr." hierzulande getragen werden darf. Abgesehen davon wird das UK weiter im Bologna-Raum bleiben, sodass britische Abschlüsse z.B. an deutschen Hochschulen ebenfalls anerkannt bleiben. Diese Info ist natürlich nicht rechtsverbindlich und kann sich je nach Stimmung des Premiers auch kurzfristig ändern - allerdings bin ich mir sehr sicher, dass die zahlreichen Absolvent*innen britischer Abschlüsse im deutschsprachigen Raum genügend Lobby für die Angelegenheit haben. Falls ich hierzu eine Neuigkeit haben sollte, werde ich sie natürlich gerne hier teilen! Wie geht es nun weiter? Bereits Ende September fand das Webinar zum ersten PhD Module statt. Dies und die zugehörigen Erfahrungen bis heute werden Gegenstand des nächsten Eintrags werden. Bis dahin, bleibt gesund! MartinGS
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