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Über diesen Blog

Hallo allerseits. Das große Zwischenziel ist erreicht: Der Psychologie-Master ist in der Tasche und die Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin beginnt. Auf diesem blog könnt ihr mich durch mein neues Leben als ehemalige Fern- und Campusstudentin, Master of Science, klinische Psychologin und PiA (Psychotherapeutin in Ausbildung) begleiten.  (Unter "Mehr anzeigen" gelangt ihr zum Glossar).

 

Glossar: 

KJP - Kinder - und Jugendlichenpsychotherapeut*in 

PiA - Psychotherapeut*in in Ausbildung 

PP - Psychologischer Psychotherapeut
PT 1 - Praktische Tätigkeit 1. Mit anderen Worten: 1200 Stunden in der Klinik und/oder Praxis.
PT 2 - Praktische Tätigkeit 2. Das 2. Klinik- oder Praxisjahr mit insgesamt 600 Stunden. 
TP - Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
VT - Verhaltenstherapie 

 

Mein Weg zum Master (Vorgänger-Blog): M.Sc. Psychologie - auf dem Weg zum KJP
Feature Bild:  iStock.com/dickcraft


 

 

 

Einträge in diesem Blog

Bei uns ist's auch schön :-)

Thema des letzten Blog-Eintrags war eine Abwerbung durch eine Privatklinik. Sie waren bei einem öffentlichen Vortrag auf mich aufmerksam geworden und konnten sich gut vorstellen, mich mit ins Team zu holen. Ich fühlte mich gebauchpinselt, weil diese Klinik so eine Traumstelle gewesen wäre (früher) und ich als Fernstudi damals dachte, dass dies sowieso nie was wird. Nun kam gerade dieses Haus zu mir. Im Vorfeld des Vorstellungstermin hatte ich mich trotzdem nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert (be

Abgeworben...oder was?

Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mensch, der sich mir als Headhunter vorstellte. Im ersten Moment wusste ich nichts damit anzufangen. Spontan dachte ich an Boba Fett, Samus Aran oder den Predator und konnte mir nichts darunter vorstellen. Es war dann aber doch sehr wenig außerirdisch: Der werte Mensch rief im Auftrag des Personals einer ziemlich tollen Privatklinik an - er ist auch gleichzeitig der Chefpsychologe dort. Dort hatte ich mich auch mal beworben letzten November, dann aber

Patienten unserer Station

Wir sind eine Station, deren Patientenklientel man leicht zusammenfassen kann: Wahnhafte Psychosen, Schizophrenie, Abhängigkeitserkrankungen. Diese Störungsbilder werden im (Fern-)Studium zwar gut durchgekaut, trotzdem bestehen hier wenig praktische Berührungspunkte. Meine Erfahrung ist, dass im Studium meistens Depressionen und Angsterkrankungen mehr Raum kriegen,  weniger die schweren Störungen; vielleicht, weil man sie ganz gut erforschen kann, die Patienten sind ja zugänglich. Meine Kollegen

Chef gefeuert

Im Fernstudium hatte ich  - vor allem während meiner Bachelorzeit - die üblichen Studijobs: Kaffee, Burger, Drogerieregale. Die Personalfluktuation dieser Jobs ist ja bekanntlich vergleichbar mit einer Drehtür; da bekamen auch mal die etwas höheren Tiere wie z.B. Schichtführer, aus dem Nix eine Kündigung. Hat keinen gewundert, und ebenso schnell fand der Gekündigte was Vergleichbares und die Stelle war schnell nachbesetzt. Dass aber auch berufliche Schwergewichte wie Chefärzte eine Kündigung

Fern von Bern

Vergangene Woche hieß es: Koffer packen und ab in das schöne Ländle Schweiz. Denn: An der Uni Bern stand der große Sommerworkshop (Auftakt des dort startenden Psychotherapie-Masters) für Verhaltenstherapeuten aus ganz Deutschland an, der als Kooperation mit meinem Institut lief.  ...leider coronabedingt nur virtuell, und so blieben die Koffer eben stehen, dafür liefen die Leitungen (und Kaffeemaschinen) heiß.  Natürlich hätte ich die Gelegenheit gerne genutzt, die mir noch gänzlich unbekann

Die lieben Arbeitskollegen (Who is Who auf Station)

Auch auf die hat das Studium klinische Psychologie nicht im Geringsten vorbereitet 😁 Dabei wäre tatsächlich ein Exkurs im Thema "Stationsablauf" gar nicht so übel, um mal einen groben Überblick zu bekommen. Für alle angehenden (klinischen) Psychologen hier also ein kleiner Überblick, wer auf Station wer ist.  (Natürlich nur wieder auf uns bezogen, variiert überall leicht)  Klinikleitung Die Klinikleitung ist jemand, den man nur aus Sagen und Legenden kennt. Sie trifft alle Entscheidungen fü

Was macht ein klinischer Psychologe? Meine Aufgaben

Das Studium klinische Psychologie war lang und hart, das Einschreiben in den Schwerpunkt mit zusätzlichen Hürden verbunden. Viele belegen das Fach, weil es Voraussetzung für die Psychotherapeutenausbildung ist. Dabei lernt man erstaunlich wenig darüber, was man in der Zwischenzeit so als klinischer Psychologe überhaupt tut 😁 Das kann natürlich von Klinik zu Klinik auch variieren, aber ich merke bei meinen "Mit-Azubis" aus dem Kurs, dass es sich doch überall überschneidet.    Zusammenar

Schlechte Zeiten für Psychologen?

Erstmal zu den guten Seiten - ich bin nun durchgeimpft. Auf dem Weg zum Impfzentrum habe ich mich gleich 3x verlaufen - dass ich es zuletzt gesehen habe, ist ja auch 3 Monate her. So lange braucht ein Vektor-Impfstoff, bevor die zweite Runde starten darf.  Vom ersten Geimpften im sozialem Umfeld wurde ich so der Letztgeimpfte. An dem Tag hatte es im Impfzentrum geschlagene 32 Grad (drinnen wie draußen!) und ich hätte gedacht, dass es Methoden gibt, Sporthallen entsprechend zu kühlen. Speziell, w

Geglättete Wogen

Wenn man nach dem Wochenende eine Aufforderung auf dem Schreibtisch liegen hat, man möge sich bitte ins Personalbüro bequemen, kann einem schon ein wenig anders werden, wenn es - wie zuletzt - eine Kündigungswelle gab. Ich sah mich schon wieder mühselig Bewerbungen schreiben und überlegte schon, ob ich vielleicht so lange im Kindergarten jobben könnte, wenn die nächste PT1-Stelle dann so ca. 2022/23 frei wird. Zum Glück ging es dann aber um so eine Pillepalle wie Vertretungspläne. Obendr

Motivation auf Werkseinstellung zurückgesetzt

Unluststimmung - dieses witzige Wort aus der Psychologie (das auch im englischen Sprachgebrauch so belassen wurde und regelmäßig für babylonische Sprachverwirrung sorgt) beschreibt die Atmosphäre auf der Arbeit gerade am besten. Die Mundwinkel hängen am Boden, es wird viel Dienst nach Vorschrift gemacht und erschreckend wenig gelacht. Es gibt nur ein einziges Thema zwischen allen Stationen - die Kündigungswelle. Vom Pförtner bis zum Oberarzt bangt jeder um seinen Job. Niemand weiß, ob an seinem

Kündigungswelle

In unserem Hause ereignen sich gerade gruselige Dinge: Eine Kündigungswelle geht um. 6 (!) meiner psychologischen Kollegen (von 10...) hat es eiskalt erwischt. Schon in 2 Wochen soll für sie Schluss sein. Da sie ihren Urlaub noch nehmen müssen, werde ich viele gar nicht mehr sehen. An einem Tag noch hatten wir gemeinsam an einem Projekt gearbeitet und uns überlegt, ob wir einen Fahrservice gründen könnten. Am nächsten hatten sie die Kündigung auf dem Tisch liegen.  Das kam plötzlich und irgend

Inside Universität Bern

Vielleicht erinnern sich einige noch, dass sich ein Teil meiner PP-Ausbildung auf die Uni Bern verlagert, in Form eines beruflichen Weiterbildungs-Masters. Der Hintergrund dazu hier: Kurz und unkompliziert ist dies ein Vertiefungsmaster, der in Kooperation mit dem Institut läuft. Die Leistungen am Institut fallen in die Benotung mit ein, zusätzlich zu leisten sind eine Präsenzphase, wenige Hausarbeiten sowie die Masterarbeit. Über kurz oder lang macht der Master die PP-Ausbildung internati

Wie eine geschlossene Station so aussieht

Mein Ex-Fernstudi-Kollegen haben, wie sie etwas vorsichtig ausdrücken, "Respekt" davor, dass ich auf einer geschlossenen Station arbeite und da auch explizit hin wollte (dass es im Endeffekt geklappt hatte, ist natürlich Zufall bzw. Volltreffer).  Meine psychologieabstinente Familie und Freunde erschrecken sogar. Sei das nicht am Ende gefährlich? Ich kriege auch manchmal WAs mit "Pass gut auf dich auf!". Mal in die Runde gefragt, was sie denn überhaupt mit diesem Ort verbinden, kamen diese Dinge

Frischer Wind auf Station

Mittlerweile sind ja einige Tage ins Land gezogen  Darum mache ich es @Azurit nach und fasse die Ereignisse lieber stichpunktartig zusammen.   Stationsarbeit Mittlerweile  ist die Dame, die mich eingearbeitet hat - die alte Stationspsychologin - weg, da sie jetzt in einer Praxis anfängt. Sie war wirklich klasse und hätte ich sie nicht gehabt, hätte ich mich wohl nie so gut zurechtgefunden. Dennoch möchte ich einen etwas anderen, viel wertschätzenderen Ton gegenüber den Patienten ein

Erste Tage als Stationspsychologin - so war es

Wie einige schon wissen, habe ich relativ zügig eine Stelle für das Klinikjahr  (bzw. zum Glück direkt für beide davon) gefunden und war damit ja wirklich over the moon vor Erleichterung 😁 Ich bin nun in einer riesigen Klinik angestellt und dort genau wo ich hinwollte, nämlich in einem "geschützten Bereich", sprich einer Geschlossenen. Meine Praktikumsklinik war eine Privatklinik und hatte keinen geschützten Bereich. Da dort nur Selbstzahler waren, war der Patientenkreis natürlich sehr eingeschr

Anerkennung des Abschlusses für die Ausbildung & Lebenswege

Unsere damalige klinische PFH-Gruppe hat sich in alle Winkel Deutschlands verstreut, um - überwiegend - die therapeutische Ausbildung zu machen. Von der Institutsseite her geht das immer noch nur in Niedersachsen, Baden-Württemberg und (vermutlich) auch in Sachsen-Anhalt (kenne leider keinen von da). Weitere Versuche, sich in Berlin, NRW, Bayern und Hessen anerkennen zu lassen, sind bei anderen gescheitert, auch wenn Institute grundsätzlich bereit waren und sich sogar bei den Landesprüfungsämter

Einstellungsuntersuchung

Mich erreichte eine Einladung zur Einstellungsuntersuchung beim Betriebsarzt vom neuen Arbeitgeber. Natürlich ging ich davon aus, dass das VOR Arbeitsantritt passiert, und entsprechend machte ich den Termin sehr frühzeitig aus. Da die Untersuchung im Hause stattfinden würde, war das die Generalprobe, alles kennenzulernen: Pendelweg, Haus, Stimmung.   Der Tag kam und ich war so aufgeregt, als würde ich zu einer Hochzeit gehen, bei der man den Bräutigam noch nicht kennt. Denn leider konnte mein Ei

Arbeitsplatz, anyone?

Als mein Chef im Dezember verkündete, dass er, wie so viele andere Chefärzte deutschlandweit, zum 31.12. aufhören würde und es keinen Nachfolger geben würde, der Psychotherapeuten ausbilden darf, waren meine Tage in der Klinik gezählt. Ich brauchte einen neuen Klinikplatz. Viel Rücklauf gab mir das nicht und das Problem: Klinikplätze sind extrem rar. Nur 1-3 vergeben manche Kliniken und ihr könnt euch vorstellen, viele benötigt werden. Schon mein PP-Kurs besteht aus 20+ Leuten.  Absolute La

Das liebe Geld...

Was viele meiner Kollegen neben den teilweise schwierigen Zugangsbedingungen, die noch während des Studiums Druck erzeugen, abhält, die PP/KJP-Ausbildung anzufangen, sind die horrenden Kosten der Ausbildung. Die Kosten sind immer relativ zum Bundesland, Ausbildungsinstitut, Fachrichtung und können daher nur ganz exemplarisch wiedergeben werden. Im Endeffekt sind die "Probleme" aber überall dieselben.  20.000€ ist so ein Durchschnittswert bei einer verhaltenstherapeutischen Ausbildung, di

2 x 10 Stunden vorm PC

Ich hatte sehr großen Respekt vor unserem zweiten psychotherapeutischen Theorieseminar: Es würde, ganz coronakonform, von zu Hause aus stattfinden. Da diesmal insgesamt 20 Ausbildungsstunden anfielen, bedeutete das: 2 mal 10 Stunden am PC. Demnach 2 Tage von 8.30 bis 18.30 theoretischer Input zur Therapiegestaltung sowie Ursprünge und Entwicklung von Verhaltenstherapie über Zoom.  Ich hatte so ein paar Bedenken vor dem Online-Seminar. Natürlich entfällt die nervige Anreise und sämtliche damit

Fast ein Fernstudium: Uni Bern

Jedes Institut hat so sein spezielles Schmankerl, seine Auszubildenden weiter zu fördern. In meinem Fall ist das eine Kooperation mit der Universität Bern (weil einer der Pioniere der Psychotherapieforschung, auf die wir uns beziehen, hier seinen Lehrstuhl hatte -> der sogenannte "Berner Ansatz"). Durch eine Kooperation ist hier ein Master entstanden, der - im Gegensatz zur Approbationsausbildung - international bekannt ist. Dabei soll es auch neue Impulse und wissenschaftliche Standards zur

Vica

Vica in Master Uni Bern

Homeschooling mit Erstklässler - wenn die Kids plötzlich Fernstudis sind

Mittlerweile sind auch wir voll und ganz in der Homeschooling-Realität angekommen 😁 Es ist Lockdown, die Pandemie im vollen Gange und die Schulen sind zu (ich kann mich nicht mal erinnern, wann sie zuletzt auf waren...aber es müsste der 6.12. gewesen sein)  - meine Erstklässlerin ist entsprechend zu Hause und ich ebenfalls.  Die Notbetreuung für sogenannte Systemrelevante, zu denen auch mein Mann und ich gehlören, existiert zwar an der Grundschule, aber sie hat 2 Haken: 1) sie passt überhaupt

Vica

Vica in PT1

Muss einfach sein: Ziele 2021

Mein oberstes Ziel 2021 klingt nach einem ollen Klischee, ist aber tatsächlich ernst gemeint: Bis zum Sommer möchte ich unbedingt fitter werden  Leider ist das wohl keine Option, die man nach hinten verschieben kann. Während der Masterarbeitsphase habe ich meiner Gesundheit ganz schön geschadet. In erster Linie habe ich nun Rückenschmerzen, die nicht mehr weggehen (außer mit Ibu). Klingt profaner, als es ist - tatsächlich schränkt mich das enorm ein. Ich laufe in Schonhaltung recht auffällig nac

Rückblick 2020

2020 war ein Jahr mit vielen einschneidenden Erlebnissen: Die Corona-Pandemie-Maßnahmen, die Einschulung meiner Tochter und der Abschluss des Studiums sowie der Start der Psychotherapeutenausbildung waren solche Erfahrungen. Anfang und Ende des Jahres unterschieden sich stark. Insgesamt sah es so aus:  Januar Obwohl ich in der letzten Zeit zäh vorangekommen bin, beschließe ich, Gas zu geben und das Studium im September zu Ende zu bringen.  Da habe ich noch ein Praktikum, die Projektarbeit,

Nachtschichten

Bisher habe ich so einige Fragen zu meiner Ausbildung bekommen. Eine war erstaunlich häufig dabei, und ich weiß, dass andere PiA-Kollegen von mir das auch gefragt werden: Macht man als Psychotherapeut in Ausbildung eigentlich Nachtschichten?   Tatsächlich ist das (neben dem Kostenfaktor) meinem Empfinden nach etwas, was viele vor der Ausbildung mit am meisten abzuschrecken scheint.  Kurzum: Ja, Nachtschichten mache ich auch!  Ich finde es generell im klinischen Umfeld (egal ob Arzt, Pfleger,

Vica

Vica in Psychotherapie Ausbildung



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