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Über diesen Blog

Liebe Leser, dieser Blog beschreibt meinen Studienweg auf dem Weg zum KJP (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten). Nach einem Bachelor-Abschluss in Psychologie von einer staatlichen Universität bin ich nun - nach einigen Irrwegen, die für mich richtige Institution zu finden! - im M.Sc. Psychologie der PFH angekommen. Da sich der klinische Schwerpunkt bis dato noch nicht als Fernstudium absolvieren lässt, möchte ich im letzten Drittel des Studiums in das Campusstudium wechseln, welches mit einigen Präsenzen verbunden sein wird. 

Es handelt sich hierbei auch um eine Art "Studieren mit Kindern"-Blog :), denn ich bin in Elternzeit. Ihr findet hier neben meinen Berichten zum Masterstudium und seinem Inhalt auch einige Anekdötchen aus meinem Alltag bei dem Versuch, den Spagat zwischen Familie, Wissenschaft, Sport und meinen kreativen Hobbies zu bewerkstelligen. Hin- und wieder findet ihr auch ein paar Beobachtungen, wie das Umfeld mit dem Thema (Fern-)Studium so umgeht. 
Interessiert? Dann schnappt euch eine gute Tasse Kaffee und los geht's. 

Einträge in diesem Blog

 

Projektarbeit - den Fail (nicht) erkennen

Au man, was habe ich alles in diese Projektarbeit gesteckt. Normalerweise bin ich ja der Typ Prokrastinator: Ich habe anfangs tolle Ideen und Elan und kriege ich meistens doch erst organisiert, wenn schon Grund zur Panik besteht.

Diesmal war alles anders!

Vielleicht lag es auch am Thema (klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie), dass ich behaupten kann, mich seit Tag 1 voll reingekniet zu haben. So kann ich mir tatsächlich mal auf die Schulter klopfen, wirklich jeden Tag der insgesamt 8 Wochen Zeit genutzt zu haben. Ich habe:
- Erhoben
- Studien in mehreren Sprachen mühevoll gesucht
- Einzelaspekte farblich hervorgehoben
- Wichtigstes rausgeschrieben in ein extra dafür angeschafftes Memo
- Gegeneinander verglichen
- Exposées geschrieben und immer wieder leicht verändert
- einen genauen Plan geschrieben, wann ich womit fertig sein wollte
- Notizen aufgehängt (Deko in der Wohnung hab ich eh aufgegeben)
- Mindmaps gezeichnet ...als wollte ich die Welt retten. 
Der Plan war, alles so fein zu strukturieren und zu planen, dass ich es am Ende bloß noch runterschreiben muss. So, wie es bei der OU die 1er Kandidaten bei jeder einzelnen Hausarbeit gemacht haben. Es war auch immer ein kleiner, offener Wunsch bei mir geblieben, mich mal so extrem gut zu organisieren! 

Trotzdem habe ich keine Ahnung gehabt, was ich im Grunde überhaupt da mache.     Ich hatte zwar immer wieder die Worte meiner OU-Tutoren im Kopf, wie genau man Hausarbeiten schreibt und empfinde diese nach wie vor als tolle Orientierungspunkte. 

Aber so richtig wollte kein roter Faden im Aufbau zu mir durchdringen. Lange verstand ich nicht, woran das lag. Dann gab es zum Glück den Eureka-Moment: Der Appetit kommt beim Essen. In meinem Fall: Beim Schreiben. Ich habe mich einfach hingesetzt und mit dem Methoden-Teil angefangen und siehe da, schließlich fand sich der rote Faden von ganz allein. Manchmal kann es also Vorteile haben, einfach mal drauf los zu stürmen.  Leider geschah das insgesamt so spät, dass ich zeitlich im Grunde in dieselbe Bredouille gekommen bin wie beim Prokrastinieren. 😌    Nun habe ich noch bis zum 24. Zeit, abzugeben. Ich stricke das Ding jetzt mit heißer Nadel sozusagen. Was ein Glück, dass ich gut vorgeplant habe. Nun scheitere ich nur mal wieder an meinem Perfektionismus beim Schreiben. Tippen, löschen, tippen, löschen, tippen...🙄

Vica

Vica

 

Erste Auswahlgespräche & Test für klinischen Schwerpunkt

Liebe Leser,   mittlerweile ist die erste Runde der Auswahlgespräche mitsamt Test für den klinischen Schwerpunkt gelaufen. Zur Erinnerung: Unser klinischer Schwerpunkt ist zulassungsbeschränkt. Er wird nur im Präsenzstudium stattfinden und Fernstudenten werden nach erfolgreicher Prüfung in das Campusstudium umgeschrieben, was noch ein Novum ist. 

Ich hatte das Glück, schon mit Kommilitonen zu reden, die beides bestanden haben (Infos sind nicht offiziell). Was die Prüfung angeht, die erscheint mir sehr machbar. Einige Punkte wüsste ich noch aus dem Bachelorstudium, ohne dass ich sie jetzt nachschauen müsste. Ein anderer Punkt waren wohl logische Aufgaben, worunter auch z.B. Rechtschreibung gefasst wurde. Auch Methodenwissen war ein Thema, wobei ich nicht so ganz verstanden habe, worum es sich dabei handeln soll - ich hoffe ja nicht (befürchte es aber!), dass das sowas wie Testtheorie ist. 

Die Aufnahmegespräche unterscheiden sich im Groben nicht so sehr von dem, wie man sie von Firmen oder anderen Hochschulen kennt (einfach mal Protokolle googlen). Ich fand den Fragenkatalog nicht so überraschend, allerdings wüsste ich auch an manchen Stellen nicht, was ich darauf Knackiges antworten sollte. Auf Brüche in der Biographie wurde wohl zB auch eingegangen. Außer ein paar sozialromantische Antworten, mit denen man wohl kaum Punkte sammelt, wüsste ich hier nichts entgegenzusetzen. 
Darum habe ich mich entschlossen, Amazon mal auf Literatur für solche Einstellungsgespräche bei Hochschulen zu durchforsten (da gibt's wohl einiges) und mich mal auf den neuesten Stand zu bringen. Meine Einstellungsgespräche waren immer in sozialen Einrichtungen, die unterschieden sich doch stark von diesen.

Schließen würde ich mit dem Eindruck: Machbar - aber auch nicht geschenkt  

LG  

Vica

Vica

 

,,Ihr Heimstudium würde ich besser nicht erwähnen!"

Liebe Leser.

In letzter Zeit häuften sich im Kindergarten seltsame Vorfälle. So wurde ich nicht weniger als 5 mal innerhalb kurzer Zeit angerufen, um mein gesundes Kind vorzeitig abzuholen. Die Gründe dafür reichten von: "Kind ist müde" über "Kind sagt, ihm sei heute langweilig" bis hin zu "Ich hat sich mit seinem besten Freund gestritten, ist traurig und will jetzt nichts mehr mitmachen!" Wenn ich ankam, traf immer nur auf ein lachendes und zufriedenes Kind, das von nichts weiß. Die anschließenden Klärungen ergaben, dass das Kind zum Teil verwechselt worden sei und man die falsche Mutter angerufen habe oder man die Situation einfach falsch eingeschätzt hätte. 
Dann hatte ich einige Zeit Ruhe, bis es dann neben einer Reihe von ärgerlichen kleinen Unzulänglichkeiten wirklich noch zusätzlich probiert wurde, einen Vertragsbruch zu bewirken bezüglich der Betreuungszeit.
Natürlich habe ich versucht, zu erörtern, woran das liegt. Nachwuchs Nr.1 ist im Kindergarten sehr beliebt und unkompliziert, wurde sogar "Pate", um kleinere Neulinge einzuführen und bringt immer Schwung in den Laden. Ich selber stehe eigentlich auch nicht schlecht dort, zumal wir bisher immer aus- und mitgeholfen sowie -organisiert haben. Dazu kommt das Mitwirken im Förderverein usw. Die Erzieherinnen sind mir alle sehr sympathisch gewesen und auch umgekehrt, denke ich.
Dadurch konnte ich einen persönlichen Hintergrund dieser Geschichte ausschließen. 
Fakt ist aber: Es nervt nicht nur das Kind, wenn es dauernd verfrüht abgeholt wird, sondern auch mich, weil ich die Kindergartenzeit für das Fernstudium dringend brauche. Bei uns sieht es so aus, dass ich am Morgen (schon in Anwesenheit des Kleinsten) versuche, meine Sachen abzuarbeiten, während der Mittag dann nach Abholung von Nachwuchs Nr.1 voll und ganz uns dreien gehört. Wir gehen dann wandern, turnen, in die Stadt, einkaufen oder treffen andere Kinder. 

Da ist zwar der Fakt, dass unser Kindergarten massiven Personalmangel hat und trotzdem sogar neulich die beste Frau im ganzen Laden entlassen werden musste, um Geld zu sparen. Aber ich habe mich mit anderen Müttern beraten und denen geht es nicht so, dass sie dauernd angerufen werden. 
Schnell stellte sich der gemeinsame Nenner heraus: Die sind arbeiten (außer Haus), ich nicht.

Und es kam noch dicker, denn wir konnten die Ursache ausmachen:
Ich habe, ohne es zu merken, ein Z auf der Stirn.   (stellt euch an dieser Stelle den Jingle aus "Der Weiße Hai" vor)
Ein "Z" für Zuhause! 
Das ist die schlimmste Brandmarkung eines Elternteils mit Kindergartenkind, denn Zuhause bedeutet ja, mal simpel übersetzt: "Die Olle sitzt doch zu Hause und hat Zeit. Sie kann doch das Kind selber betreuen. Wieder eins weniger, und wir haben hier mehr Ruhe!"
Das immerhin schien einigen anderen Müttern auch schon mal so gegangen zu sein (denen, die entweder bei ihren Männern arbeiteten (was auch nicht gilt) oder im Home-Office sind). 
Irgendwie muss das mit dem Fernstudium durch den Buschfunk gegangen sein. 

Als ich vor 1 Jahr verzweifelt Kita-Plätze in der Stadt gesucht habe, sagte mir eine Leitung immerhin sehr ehrlich:
,,Ihr Heimstudium würde ich besser nicht erwähnen bei der Suche. Sagen Sie lieber, dass Sie arbeiten, das ist das einzige, was zählt."   Ich frage mich aber ehrlich, wie das mit dem Fernstudium bis zur Leitung durchdringend konnte. Ich meine, wir reden hier von einem 35-Stunden-Platz. Das ist das Minimum, welches die Kita anbieten kann. Heiß begehrt sind natürlich die 45-Stunden Plätze, wo ich es gar nicht erst versucht habe. Das ist (mit Nachweis!) den Eltern vorbehalten, die beide Vollzeit arbeiten, und das ist auch okay so. Hier hat wohl neulich jemand der Leitung anonym gesteckt, dass sie bei einem 45-Stunden-Elternteil verdächtig oft den PKW vor der Haustür parken würden. Das könne ja nicht sein, wenn man Vollzeit arbeitet 

Heute ist (nachdem letzte Woche schon 2 davon waren und davor 3 1/2 Wochen Ferien) mal wieder Betriebsausflug, daher keine Möglichkeit, etwas zu klären. Morgen werde ich an der Beseitigung des Vertragsbruchs arbeiten müssen. Das wird sicher eine Diskussion werden. Einfach nervig so was.

LG



 

Vica

Vica

Präsenzwoche: Wohin mit den Kids?

Liebe Leser,   die erste Runde der klinischen Präsenzwochen läuft im September (ich bin nicht dabei, da mit noch klinische Inhalte aus dem Bachelor für die Anmeldung fehlen - daher erst im Februar in der zweiten Runde). Wer es bis hierhin schafft, ist seinem Ziel, klinischer Psychologe zu werden, auf jeden Fall einen Schritt weiter. 

Mittlerweile habe ich meine Kommilitonen ganz gut kennen gelernt und stelle fest, dass es auch nicht wenige Mütter unter den Studis gibt. Ähnlich wie in Hagen auch schon - was ja per se nicht überraschend ist. Manche nutzen ihre Elternzeit sinnvoll, manche haben ihr reguläres Studium durch die Babypause unterbrochen und führen es nun per Fernstudium fort. 
Da sich die erste Präsenzwoche nähert, stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit den Kids? Gerade wenn man (wie ich) sehr kleine Kinder hat, will man sie nicht eine ganze Woche alleine lassen. Manche können das allerdings auch gar nicht, mangels Großeltern und alleinerziehend. 
Die FernUni in Hagen hatte für diesen Fall eine ziemlich tolle Betriebskita. Die PFH hat diese nicht. Nun haben wir einige kreative Lösungen besprochen:
- Die ganze Familie reist an -> Ferienwohnung -> Nach Seminarschluss noch Familienleben möglich (Idee ist nicht schlecht, bedingt aber, dass der Partner oder die Großeltern zu diesem Zeitpunkt Urlaub bekommt und dass sie sich zu 90% selbst in Göttingen beschäftigen. Mit mehreren Kindern und in einer fremden Stadt wird das vielen zu anstrengend werden)
- Fremdbetreuung vor Ort (bedingt, dass es Stunden-Kitas gibt. Und selbst wenn (was selten ist): sehr unrealistisch, weil keine Eingewöhnung mit Kind stattfindet. Kann also nicht mit jedem Kind gemacht werden)
- Uni-Kindergarten der Uni gegenüber: Versicherungstechnisch nicht möglich/nur für dort eingeschriebene Studenten
- Tagesmütter/Babysitter: Eingewöhnungsproblem, siehe oben. Man kennt die Person auch nicht so wirklich. 
- Mehrere Großeltern reisen mit an, ziehen zusammen mit den Kids in eine Ferienwohnung und wechseln sich schichtweise bei der Betreuung ab. (Finde ich die beste Idee, doch wollen nicht alle Großeltern mitkommen und man kennt sich leider nicht, was ich als Hürde empfinden würde)

Das sind so aktuell die Lösungsstrategien, die die Runde machen. Ich finde, sie haben Vor- und auch Nachteile - gerade nach dem ersten Durchlauf wird es einiges an Erfahrungsberichten und Empfehlungen geben. Ein großer Nachteil bei der ganzen Sache ist, dass Göttingen sehr teuer ist beim Beherbergungsbetrieb und zudem auch stets gut belegt. Das reißt ein Loch in die Familienkasse, wenn alle kommen. 

Und ich?
Ich habe das Glück, dass mir beim letzten Präsenztag klar wurde, wie nah Niedersachsen und auch Göttingen im Allgemeinen ist. Die Fahrt ging trotz Umsteigen ratzfatz. In sofern habe ich mich dazu entschlossen, ganz normal täglich an- und abzureisen. Es war beim letzten Mal gar kein Problem und ich denke, dass ich das locker 5-6 Tage durchhalten kann. 

LG


 

Vica

Vica

Erster Präsenztag - Thema: "Kommunikation"

Liebe Leser, der erste Präsenztag ist abgehakt  Hier ein kleiner Bericht zum Thema. Viel Spaß damit!      Der Wecker klingelt um 4

Noch bevor der Hahn kräht hieß es: Auf Zehenspitzen raus aus den Federn, Dusche, alles einpacken, Checkliste. Das am Vortag online bestellte Taxi war überpünktlich um 5:10 da, um 5:15 war ich am Bahnhof – und 10€ ärmer (11 mit Trinkgeld). Allerdings ist es für mich bei Dunkelheit in aller Herrgottsfrühe immer noch die bessere Wahl. Der Bahnhof am Morgen hat mich überrascht: Alles hatte offen, sogar der Buchhandel. Bereits gut gefüllt. Überwiegend Familien auf der Durchreise, Geschäftsleute. Meine Bedenken, dass da Pöbler aus der letzten durchzechten Partynacht unterwegs sein könnten, waren total unbegründet. Mein Zug ging um 5:30.
Der IC war mäßig gefüllt, nicht leer, nicht verstopft, quasi freie Platzwahl. Ich war überrascht, wie schnell er in Osnabrück war (knapp 20 Minuten hat er gebraucht – das wird wichtig für die Approbationsausbildung, die ich schlimmstenfalls nur in Niedersachsen machen könnte, Osnabrück wäre dann der nächste Anlaufpunkt). Umsteigen war in Hannover angesagt. Da war ich noch nie, aber Zeit für Bahnhofsbummel war nicht. Ich wollte so schnell wie möglich in den Anschluss ICE. Der kam aus München und war voll bis unter die Decke, so dass für mich nur ein Sitz hinterm Klo blieb, aber das war voll ok. Abgesehen von einem Schwarzfahrer, der sich im Klo einschloss, aber wohl nicht mit so einer resoluten Zugbegleiterin gerechnet hatte, verlief die letzte halbe Stunde störungsfrei.   Morgens, 8:05 in Göttingen

Gar nicht so schlecht für einen Latte, den keiner abgeholt hat, oder? Und schön heiß war er auch noch.

Wenn man den das Gleis schon anfährt, sieht man einige hübsche Gebäude, die etwas mit Bildungseinrichtungen zu tun haben – was genau es war, konnte ich nicht genau erkennen, aber in Göttingen konzentriert sich das geballte Wissen um den Bahnhof herum. Uni, FH, usw sind alle sehr leicht zu erreichen. Der Göttinger Bahnhof ist ganz nett – ich würde sagen funktional (ähnlich dem in Hagen). Es gibt Supermarkt, Imbissbuden, Kiosk, Buchhändler, Blumenladen und Balzac Coffee, den ich eigentlich nur in Hamburg kennen und lieben gelernt habe. Generell scheint man sich kulturell der Hansestadt angenähert zu haben, denn man wird von einigen Plakaten mit „Moin“ begrüßt. Wenn der Wind nun auch nur von vorne kommt und es noch irgendwo ein Schweinske gibt, dann muss man fast annehmen, man sei in HH (Kleiner Insider am Rande).
Natürlich gehe ich sofort zu Balzac und habe das Glück, den ersten Latte Macchiato des Tages umsonst zu bekommen. Er war fälschlicherweise in Auftrag gegeben worden und jetzt über. Ein netter Empfang. Ansonsten macht die Stadt einen sehr schicken Eindruck, es gibt große Boulevards, moderne Straßen und von außen macht der Bahnhof auch was her. Tendenziell sieht es hier teuer aus, was es sicherlich auch ist, weil es eine Studentenstadt ist. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich einen halben Kühlschrank dabei hatte und nichts gekauft habe.   Wo bitte geht’s zur PFH?
Wenn alles in voller Blüte steht, kann man sie schnell verfehlen: Die PFH ist im ersten Stock über der Bar Celona. 

Ich hatte den Fußmarsch vom Bahnhof zur PFH schon im Voraus gecheckt, er ist idiotensicher. Trotzdem rede ich ja gerne mit den Leuten und habe mich mal so umgehört, wo genau es zur PFH geht. Ergebnis: Weder die Kellner bei Balzac, noch der Blumenhändler, noch vorbei gehende Studenten der Uni konnten mir das sagen. Das Ergebnis war überall dasselbe: „Die was? Sorry, das hab ich ja noch nie gehört.“
Ich wusste, dass das Vapiano und eine Bar Celona in der Nähe sein sollen. Die kannte hingegen jeder. Die PFH scheint der breiten Bevölkerung nicht so präsent auf dem Schirm zu sein.
Nach ca. 7 Minuten Fußmarsch finde ich sie auch direkt.
Ehrlich gesagt: Schockverliebt war ich nicht. Ich kenne die OU in England, das ILS in Hamburg und die FernUni in Hagen. Alle drei sind ziemliche Prachtbauten, die kann kein Mensch übersehen und die hinterlassen Eindruck.
Die PFH befindet sich ein Stockwerk über der Bar Celona (komische Mischung) und kann von einer Außentreppe erreicht werden. Das Gebäude erinnert mich mehr an die 70er. Irgendwo am Eingang rankt ein Schild, auf dem sowas steht wie „Hochschule der Karrieren“, was finde ich mir nach Litfaßsäulenruf klingt als nach akademischer Qualität, finde ich. Aber es kommt bekanntlich auf den Inhalt an, und da man hier nun mal Abschlüsse machen kann, die sogar vom BDP akkreditiert sind, kann man wirklich nicht meckern. Von innen erinnert es dann ziemlich an typische Regionalzentren von Fernhochschulen. Es ist technisch und platzmäßig alles da, was man braucht. Seminarräume, Anmeldung, Toilette usw. Nur leider kein Getränke und Kaffeeautomat 😞 Obwohl es zum Glück die Möglichkeit gab, eine Kanne zuzubereiten für alle. Wer darüber hinaus Sonderwünsche hat, Cappuccino etc. muss sich bei den umliegenden Kaffeehäusern bedienen.
Ich habe alle diese Punkte aber auch auf dem Feedback-Bogen hinterlassen 🙂
Das Seminar
Das Seminar startete von 9 Uhr morgens und würde irgendwann im späten Nachmittag (zwischen 16:00 und 17:00 Uhr) vorbei sein. Das ist ja immer etwas ergebnisoffen und hängt von der Länge der Pausen etc. ab.  Das Thema war sehr interessant: Kommunikation!
Ich fand den Raum und die technischen Möglichkeiten sehr angenehm. Wir hatten einen Wirtschaftspsychologen, der schon lange im Geschäft ist. Insbesondere betraf das Seminar „Kommunikation“ innerbetriebliche Kommunikationsvorgänge, wohingegen das dazugehörige Modul eher den zwischenmenschlich-psychologischen Bereich abdeckt. Insbesondere für angehende Wirtschaftspsychologen war das Seminar damit sehr interessant. Davon war aber nur ein Teilnehmer betroffen, der Rest – und zwar wirklich der gesamte Rest! – zielte auf den klinischen Schwerpunkt ab 🙂 In sofern war es für uns ein wenig Off-Topic. Ich muss allerdings sagen, dass ich es grundsätzlich sehr bereichernd fand und man sich innerbetriebliche Konflikte ja auch in das restliche Leben umdenken kann. Grenzen setzen, Körpersprache usw. kann man ja so im Alltag auch gebrauchen.
Wir haben den Tag gut genutzt, den Dozenten geduzt. Die Gruppe war wirklich sehr toll, man kam mit jedem in’s Gespräch. Einige kannte ich schon aus den Facebookgruppen.
Der Tag bestand aus Vorträgen und immer mal der Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, z.B. im Rollenspiel. Ich liebe sowas ja, viele andere mögen es hingegen nicht 🙂
Was ich sonst noch sehr lehrreich fand: Mir wurden viele Namen von Psychologen aus dem Bereich Persönlichkeit, Medien, Darstellung genannt, die ich selbst noch nicht so kannte, aber sehr hilfreich fand. Das eine oder andere Buch ist schon bestellt.
  Ab nach Hause…
Auf dem Heimweg bin ich 2x umgestiegen, weil man beim zweiten Umtseigeort immer einen Zug nach Hause bekommt (nur 20 Minuten Restfahrt). Die anderen hatten es nicht so leicht wie ich. Viele kamen aus BW oder BY, manche nur aus SH – und mussten zum Teil 6-7 Mal umsteigen. Ein Grund, warum fast alles mit dem Auto da war!
Komischerweise war ich von diesem Präsenztag gar nicht so geschlaucht, wie ich es sonst immer bin. Ich war fit genug, direkt im Anschluss mit der Famlam noch ein Straßenfest zu besuchen. Eigentlich war ich nach solchen Tagen immer sehr geschlaucht. Ich schiebe das auf die Mengen Grüntee und das gesunde Essen, dass ich in petto hatte. Es lohnt sich echt, sich am Vortag dafür an den Herd zu stellen
Fazit:
Vom Gefühl her war der Tag recht schnell herum und das Seminar sehr kurzweilig, obwohl so ein Tag, der eigentlich um 4 Uhr morgens losgeht, schon ein ziemlicher Schlauch ist. Er hat mir besser gefallen als der Diagnostik-Tag in Hagen, was aber auch einfach am Thema liegt – Kommunikation finde ich nun mal etwas knackiger als diagnostische Gutachtenerstellung. Gut finde ich auch, dass die Betreuung eben in so kleinen Gruppen ablaufen kann und man so die Möglichkeit hat, auch mal herauszustechen und beim Kontakteschließen in Erinnerung zu bleiben. So konnte andere und ich selbst auch immer mal ein Anekdötchen zum Thema Kommunikation einbringen, welches wir dann aktiv besprechen konnten in der Gruppe. 
Seminare dieser Art gefallen mir sehr gut und ich hätte kein Problem, wieder zu einem zu fahren 🙂 Auch für die kommenden Präsenztage im klinischen Campus wäre ich dann schon mal akklimatisiert. Ich bin schon gespannt, wen ich wiedersehe. (Hoffentlich)

 

Vica

Vica

Ich fahre zum Präsenztag und nehme mit....(Kosten & Verpflegung)

Liebe Leser, Präsenztage hat man im Fernstudium ja nicht so häufig. Für Nicht-Viel-Reisende eine spannende Sache. So mache ich es.

Ausgangssituation: 
9.00 - 16.15: Präsenzseminar in Göttingen (Pflicht) im Fach Kommunikation
250 km von hier
Anreise: Zug 

Anreise:
Ich fahre wie gesagt mit dem Zug. Theoretisch ist Göttingen nicht so weit von Münster, allerdings gibt es keine Direktverbindungen. Ohne Umsteigen geht es daher nicht. Das Thema Umsteigen kann schon mal lästig sein, wenn man einen Anschlusszug nicht erreicht. Das sollte man also mit einplanen. Auf der Hinfahrt muss ich nur 1x in Hannover in die Regionalbahn umsteigen. Mit 14 Minuten Zeit denke ich, dass das gut machbar ist (alles unter 10 Minuten finde ich heikel). Auf der Rückfahrt habe ich extra eine Verbindung gewählt, die 2x umsteigen beinhaltet. Einmal am Knotenpunkt Hannover und einmal in Hamm.  Von Hamm aus findet man zum Glück immer nach Münster zurück, sogar mit dem Bus. Auch eine Verbindung mit 1x Umsteigen wäre drin gewesen, allerdings in Paderborn, wo es nicht ganz so einfach wird, wenn der Anschlusszug nicht erreicht wird. 
Ich habe den Super-Sparpreis von 83€ Hin- und Rückfahrt gezahlt (ohne Bahncard). Es gibt dann keine Möglichkeit, das Ticket zurückzugeben, eine Reiseversicherung ist auch nicht dabei. Der Normalpreis mit allem drum und dran hätte 200€ gekostet. Also am besten im Reisecenter beraten lassen  
Die Fahrtzeit ist blöd, aber nicht anders zu machen. 5:30 geht es los und kurz nach 8:00 soll ich da sein. Die PFH steht fast direkt am Bahnhof, in sofern werde ich wohl viel Zeit haben, alles zu erkunden. 
Übrigens kann ich auch mit dem Sparpreis auch einen späteren Zug nehmen, obwohl auf der Seite der Bahn explizit steht, dass das nicht ginge. Aber bei Verspätungen oder auf der Reise nicht rechtzeitig erwischt, ist das wohl ein Unterschied. Anders sieht es aus, wenn man den Zug verpasst hat, weil man noch 2 Stunden shoppen wollte. Da muss man dann ein neues Ticket lösen. 

Meal Prep:
Bei so einem langen Tag brauch man ordentlich was zu Futtern für Zwischendurch. Logischerweise mache ich das am Vortag. Ich mache mir dieses Essen, das ich auch gerne auf allen Reisen mitnehme, selbst in Vergnügungsparks etc. : 
- Selbstgemachte Buletten, immer gut. Habe noch Senf dabei. 
- Käsewürfel 
- Gekochte Eier
- Etwas grüner Salat mit Kichererbsen
- Nudel oder Reissalat, je nachdem worauf ich Lust habe 
- Als Getränk: 1 Liter abgekühlten Grüntee in der Thermoskanne mit Zitronensaft. Der hat den Vorteil, dass er mich sowohl geistig wie auch körperlich fitter macht als jeder Zaubertrank. Wohl wegen dem enthaltenen Koffein, welches langsamer abgebaut wird als bei Kaffee.
Ordentliche Bauarbeiterportionen, es soll ja für Hin- und Rückreise und auch zwischendurch reichen. Obwohl neben der PFH ein Vapiano steht  Aber Essen gehen ist mir an solchen Tagen etwas zu teuer und auch zeitlich nicht immer überschaubar. Convenience Food/Burgerschmieden mache ich auch meistens eher, wenn der Unterzucker schon durchkommt - leider sind diese auch nicht mehr so günstig wie früher. 
Ob die PFH eine Kantine hat, weiß ich nicht, hab ich nie von gehört und in der Infomail stand, dass man sich Verpflegung mitbringen soll, daher tendiere ich zu: Nein. 

Was ich sonst noch mitnehme:
- Einen Rucksack. Es ist leider noch der aus meiner Schulzeit. Weder mein Mann (der wegen deutschlandweiten Mandanten schon Vielreiser war) noch ich haben es in all den Jahren geschafft, uns mal einen neuen Rucksack zu besorgen. Und seitdem haben wir dieses Urmodell. Nicht schön, aber funktioniert wie am ersten Tag. Wen die Marke bezüglich Qualität überzeugt: Sie fängt mit Ea an und endet auf ck. Das Ding ist *zähl*....16 Jahre alt. 
- Darin enthalten:
- Das ausgedruckte Material, welches es vorab per Mail gab. Es sind 30 Seiten, die sich um das Thema Kommunikation drehen und dann besprochen werden. Es bestand keine Notwendigkeit, die Seiten auszudrucken, zumal man das ganze auch in elektronischer Form mitbringen durfte, aber ich bin da konservativ.
- Smartphone, ist klar
- Block und Schreibstifte
- Für die Fahrt etwas zu Lesen, aber meistens schaue ich bei Zugfahrten doch nur raus und beobachte Reisende, Bahnhöfe und Landschaften. Hat etwas Entspannendes. 
Ein Laptop oder Tablet ist sicher die einfachere Wahl. Jedoch besitze ich leider (noch) keinen, damit für mich irrelevant.

Schlussendlich: Gute Laune und etwas Neugierde. Man hat ja nicht jeden Tag solche Reisen  

LG 

Vica

Vica

 

Präsenz in Göttingen, Projektarbeit, Klausurvorbereitung während Sommerferien

Liebe Leser, gibt's hier zufällig noch weitere Überlebende aus Dachgeschosswohnungen?
Ich bin jedenfalls froh, dass sich diese unproduktive Hitzewelle verschoben hat. Bei 32 Grad in der Wohnung habe ich mir kurzum einfach hitzefrei gegeben und bin dafür nun wieder ran an's Werk gegangen.

Der Terminkalender ist wirklich voll. Unmittelbar steht bevor:
- Präsenzseminar in Göttingen am Wochenende zum Thema "Kommunikation für Psychologen". Eine Zuganfahrt mit häufigem Umsteigen. Bin nervös, als flöge ich zum Mond. 
- Projektarbeit. Startermin war 1.8. Geheiligt werde das Exposé, auf dem die ganze Planung steht!  
- 2 Klausuren hintereinander Ende August. Eigentlich kein Thema, ABER:
- Sommerferien Kindergarten: Start August, Ende: Genau an den Prüfungsterminen. 
- Und: Ende Elternzeit des Mannes genau zum Startpunkt der Kindergartenferien

Das klingt erst mal weniger toll, allerdings hat sich was Tolles ergeben: Meine bessere Hälfte hat einen familienfreundlicheren Arbeitsplatz gefunden. Der ist sogar hier um die Ecke. Dadurch haben wir nicht nur viel mehr Zeit für uns, sondern ich kann mir auch flexiblere Lernzeiten freimachen. Super! 

Ab September wird sich die Lage wieder entspannen. Das ist dann die Zeit, wo der Druck vorerst wieder ein Ende hat. 
Natürlich lechze ich total nach diesem Zeitpunkt  Und werde den dann auch sowas von volle Kanne genießen. Aber das habe ich in der Vergangenheit häufig gesagt, dass ich mich auf den unmittelbaren Zeitpunkt NACH Prüfungsphasen freue. Das Ergebnis war stets dasselbe: Mir war langweilig 

Euch entweder frohes Verschnaufen oder Schwitzen. Das kommt ja momentan drauf an, in welchem Teil des Landes ihr euch befindet. Selten hab ich 18 Grad so genossen 

 

Vica

Vica

 

Auch das ist möglich!

Es betrifft mich als Master-Student zwar nicht, allerdings steht ja immer mal wieder zur Debatte, wie weit man mit einem Bachelor kommt, insbesondere wenn er von einer FH oder fh-artigen Institution ist. Für viele Unis ist dieser Bachelor ja immer noch ein großes Fragezeichen, erst recht der elitäre Schwerpunkt "Klinische" im Präsenz-Master an sämtlichen Universitäten. Es ist oft schon für Bachelor-Absolventen "normaler" Universitäten kniffelig, in diesen Bereich zu kommen. Mit fehlenden Fächern oder dem falschen Schnitt ist die Tür oft schon zu. Aus dem Fernstudien-Bereich hört man selten - nur oft vereinzelt - dass es jemand geschafft hätte, hier Fuß zu fassen.

Umso toller, dass ich in einer Facebook-Gruppe gelesen habe, dass eine Kollegin  mit dem PFH-Bachelor (Schnitt 1,4) ohne Wenn und Aber in den klinischen Master in Jena angenommen wurde und auch bei einigen anderen Universitäten Einladungen zum Eignungstest oder Vorstellungsgespräch bekommen hat. Der klinische Master ist u.a. Voraussetzung für die PP-Approbationsausbilung. 

Vica

Vica

 

Feedback bekommen & erster überraschender Einblick Literatur

Es war innerhalb von vielleicht zwei Stunden da: Das Feedback für meine Projektarbeit-Idee. Glücklicherweise hätte es besser kaum ausfallen können. Es gab nichts zu beanstanden außer Kleinigkeiten und es wurde nochmal am Titel gefeilt, der mir so nun richtig gut gefällt.  
In dieser sehr aktiven Phase gefällt mir das Fernstudium sehr gut. Es erinnert mich an meine schönsten OU-Zeiten, wo man sich auch regelmäßig mit dem Tutor abgesprochen hat. 
Ich habe so das Gefühl, etwas Praktisches mit Gestalt zu schaffen und nicht nur Theorie am Schreibtisch in mich rein zu schaufeln.    Ich habe mich gleich an die Literatur-Recherche gemacht und verblüfft festgestellt, dass es im Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychologie gar nicht mal so viel auf dem Markt gibt  Während es im Erwachsenen-Pendant zu meinem Thema (Angststörungen und Phobien) haufenweise Fachaufsätze, Studien, Forschungsgruppen und Projekte gibt, stößt man in der Kinder-Variante immer wieder auf dieselben Namen einer Hand voll Forscher, auf die ansonsten in anderen Studien alles zurückgeht. Der überwiegende Großteil aus der Literatur scheint zudem aus den Sozialwissenschaften zu kommen und beschäftigt sich größtenteils mit Interventionsmaßnahmen. 
Das hat mich schon etwas verblüfft. Ich frage mich, ob das daran liegt, dass Studien zur Feststellung kindlich-psychischer Störungen tendenziell selten sind. Die Gründe dafür können mannigfaltig sein: Das Gebiet könnte möglicherweise nichts abwerfen, fehlender Geduldsfaden, die Schwierigkeit der Diagnose-Stellung (Fremd- und Eigenurteil weichen oft ab!), Erwachsenen-Studien liefern validiere Ergebnisse oder was auch immer. Selbst im ICD-10 (seit Juni abgelöst von ICD-11) fehlen Angaben darüber, wie genau man die Diagnose "phobische Störung des Kindesalters" abgrenzen kann gegen spezifische Phobien oder soziale Phobien.  
Offen gesagt hat mich das bisher überrascht. Über 10% aller Kinder haben Angststörungen, die sich bis ins Erwachsenenalter ziehen und ausgerechnet in diesem Gebiet gibt es sehr wenig zu finden? 

Einen Großteil der Studien habe ich über Google Scholar gefunden. Was Bücher angeht, da konnte mir mein FernUni-Account sehr nützlich sein. Ich habe in der Bibliothek einiges gefunden, aber teilweise auch recht altes Zeug. Aktuellere Studien und Essay-Ausgaben sowie 1-2 Standardwerke, die wichtig sind, bekomme ich leider nirgends. Wie es aussieht, muss ich sie zum Vollpreis runterladen.
Auch hier verrät der Preis die Auflage und damit vermutlich auch die Resonanz. Eines der Bücher, das ich bräuchte, kostet 150€. 
Ansonsten habe ich eine Menge brauchbare Quellen gefunden. Eigentlich könnte ich dadurch auch sofort mit dem Abfassen anfangen. Mir fehlen wie gesagt aber noch Referenzen, die topaktuell sind. Mal sehen, wie ich damit umgehe.

LG 

Vica

Vica

 

Projektarbeit: Exposé fertig

Ich selbst bin eigentlich nicht der allergrößte Fan von Exposés. Man schreibt eine Art Info-Entwurf zu seiner geplanten Hausarbeit, Thesis oder wie in diesem Fall Projektarbeit und versieht sie mit einer Einleitung, mit der geplanten Gliederung, der Literatur und allen Gliederungen und Vorgehensweisen.  Heißt auch: Bis zur Abfassung des Exposés müssen diese Infos stehen! 
Man berichtet hier im Detail, wie man seine Arbeit plant. Natürlich muss es nicht endgültig bis in den letzten Winkel jede Quelle oder Literatur enthalten. Aber man sollte auf jeden Fall wissen, was man schreiben will und dann auch nicht mehr grob davon abweichen.     Ich bin ein eher kreativer Schreiberling und entwickle viele Ideen erst überhaupt im Prozess des Schreibens. Das läuft dem Konzept eines Exposés total entgegen. Trotzdem ist es mir gelungen, es heute morgen in einem Rutsch abzutippen. Ich muss es noch runterkürzen und ein bisschen formatieren, dann dürfte die ganze Sache gut flutschen. 

Ein Problem hatte ich mit der Formulierung der Forschungsfrage. Es war wirklich ein harter Brocken. Fast zwei Stunden hatte ich mir gestern damit um die Ohren gehauen, zu ergründen, was genau ich eigentlich untersuchen und aufzeigen will. Schnell wurde mir klar: So wird das aber nichts. Das ist nicht neu, das ist nur ein Wiederkäuen anderer Erkenntnisse, das ist redundant etc. 
 Die Forschungsfrage habe ich immer wieder umgestellt, ausgeschnitten, neu geschrieben, gelöscht, ge-copied & ge-pasted...und schien keinen Schritt weiterzukommen. Da mein Thema theoretisch laufen wird, ist es finde ich noch schwieriger. Bei empirischen Themen weiß man ja, welche Variable die andere beeinflusst (Format: x -> macht was mit y).
Letztlich ist mir aber etwas eingefallen und darum konnte ich das Exposé schließlich formen. Schließlich konnte ich dann sehr genau herauskristallisieren, welches Thema ich überhaupt genau untersuche, und WAS daran. 

Nun werde ich es im Laufe des Tages abschicken und mit meiner Prüferin abstimmen. Ich denke mal, dass sie eh noch Änderungen vornehmen wird, bis das Thema endgültig steht. 
Es ist super, dass es aus dem Bereich (klinische) Kinder- und Jugendlichenpsychologie sein darf. Es fühlt sich sehr richtig an, sich damit zu befassen.   Da kamen mir auch gleich Ideen für die Fallarbeit (die nächste große Hausarbeit) und die Master-Thesis.  
 

Vica

Vica

 

Fehlende ECTS: Klausuren angemeldet

Mittlerweile weiß man ja, dass für den Wechsel ins Präsenzstudium einige Hürden hinzunehmen sind: Aufnahmetest, Aufnahmegespräch, 15 ECTS klinische Psychologie aus bestimmten Bachelor-Modulen, um an den Präsenz-Blockseminaren teilzunehmen.

Letztere hatte ich neulich schon in Angriff genommen und mich in die Module eingeschrieben. Gesagt, getan. Seit heute ist auch gleich die Klausuranmeldung für November und Dezember per Einschreiben auf dem Weg zum Prüfungsamt. Wenn die Prüfungsleistung erbracht ist (und bestanden wird  ), kann ich im Februar mit dem ersten Blockseminar starten. 
Erst hatte ich einen Schock bekommen, weil ich den Prüfungstermin-Plan falsch interpretiert hatte. Demnach wäre die zweite Klausur erst im Februar möglich gewesen, NACH der Block-Seminar-Woche. Als Resultat hätte ich die 15 ECTS zu dem Zeitpunkt noch gar nicht haben und somit auch nicht teilnehmen können. Gut, dass ich nachgefragt habe - natürlich geht das früher. 

Somit ist nun der zweite Schritt auf den Weg gebracht, in den klinischen Schwerpunkt reinzukommen. Der erste war die Anmeldung für die Nachhol-Module. 

Es läuft also 
Im Moment jedenfalls. Es ist Sommer, da habe ich immer Hochphase. Während im Herbst immer alles ins Stocken gerät. Hoffentlich tanke ich genug Sommerenergie für einen dunklen Winter (es graut mir etwas davor ). 

LG

Vica

Vica

Projekt-Arbeit: Wälzen, wälzen, wälzen! Thema durch, W00t!

Im Projektmodul "Diagnostik" steht ja wie im letzten Posting gesagt eine Projektarbeit (Hausarbeit) an. Das Thema darf theoretisch oder empirisch sein. Entsprechend meinem Berufswunsch möchte ich unbedingt ein klinisches Thema reinbringen und dort ganz insbesondere aus dem Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Klar wäre ein empirisches Thema spannender, wenn man z.B. eine eigene kleine Studie leitet. Dazu fehlt mir aber im Augenblick (und vor allem kurzfristig!) die Zielgruppe sowie auch der Platz. Die Projektarbeit wird nicht so viel Raum in Anspruch nehmen wie z.B. die Masterarbeit oder Fallarbeit. 
Demnach muss ein theoretisches Thema her. 

Die Suche nach dem Thema gestaltete sich für mich zunächst schwieriger als gedacht. Ich hätte es nicht erwartet, aber ich habe es damit wirklich gemacht, mich selber konsequent zu stressen! Jegliche Idee ging mehr in Richtung "Sozialpsychologie", die interessant ist, aber eben nicht klinisch. Ich hatte aber auch den Anspruch, etwas zu finden, was noch nicht grob erforscht ist (damit fallen ADHS, oppositionelles Verhalten usw. aus). Eine einfach Geschichte wie "Wir diagnostiziert man Trennungsängste bei Kindern" ist auch kein sonderlich neuer Beitrag und schon 1000fach durchgekaut worden. 

Schließlich habe ich nach endlosem Literatur-Gewälze einen Eureka-Moment gehabt und werde mich jetzt um das Thema Phobien bei Kindern bemühen. Hier besteht ein sehr großer Forschungsbedarf. Zunächst hatte ich Bedenken, ob das Thema möglicherweise auch nicht angemessen genug ist (das Ober-Thema muss Diagnostik bleiben!). Aber ich hatte Glück, dass meine Betreuerin dieses Thema sogar sehr sinnvoll findet. 

Ich bin gleich mal drauf losgestürzt und habe Literatur zum Thema gewälzt und habe schon potentielle Quellen. Offizieller Startschuss ist zwar erst am 1.8. und Abgabe sogar erst am 25.10. Eigentlich würde ich aber gerne schon loslegen
Ich denke mal, etwas Literatur suchen und sich vor allem mit Meta-Literatur, also der Textverarbeitung, befassen, wird auch okay sein. 

Vica

Vica

Projektmodul: Antrag + Einschreibung + Thema (Diagnostik)

Ich bin ja froh, dass ich endlich vorankomme im Studiengang  Fast wäre ich ins Hintertreffen geraten, aber es ist mir in den letzten Wochen gelungen, fast nahtlos anzuknüpfen. 

Als nächstes steht das Projektmodul "Diagnostik" an. Das ganze Modul arbeitetet auf eine Hausarbeit (auch Projektarbeit genannt) hin, die sich im Großen und Ganzen um ein diagnostisches Thema drehen soll. 
Man muss sich hierfür noch ganz traditionell via Post beim Prüfungsamt anmelden. Gesagt, getan (Einschreiben empfehlenswert!). Zwei Tage später habe ich auch schon einen Betreuer zugeordnet bekommen, mit dem ich mich bald auseinander setzen soll.

Bezüglich des Themas ist es so, dass man normalerweise eines zugewiesen bekommt (kurz vorm Bearbeitungszeitraum). Man kann aber selber eines wählen und mit dem Prof abstimmen. 
Ich würde gerne einen roten Faden in das gesamte Studium einbringen und ein klinisches Thema wählen. Dieses müsste ich dann wiederum mit einem diagnostischen Thema verbinden, weil Diagnostik natürlich das Kernthema ist. 
Ich habe schon ein wenig Stoffsammlung betrieben und nach einem Brainstorming etwa 12 Forschungsfragen formuliert. Zunächst wollte ich etwas zu meiner anvisierten Zielgruppe Kinder- und Jugendliche basteln (für die von euch, die sich nichts darunter vorstellen können, ein klinisches KiJu-Thema mit Diagnostik zu kreuzen, das Thema könnte dann z.B. so aussehen: "Validität des Selbsttestfragebogen-Verfahrens bei Jugendlichen mit emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung" - nur ein Beispiel)
Dann ist mir allerdings eingefallen, dass ich ja gar keinen bzw schwierigen Zugang zu dieser Zielgruppe habe, da ich momentan ja nicht in dem Bereich arbeite. Ich weiß noch nicht genau, ob das Projekt ein rein theoretisches Thema wälzen kann oder ob es evidenzbasiert ist, ich also Fragebögen unter die Leute bringen und auswerten müsste. Letzteres wäre eher das Aus für die Zielgruppe (es sei denn z.B. die Psychiatrien würden erlauben, dass man mit den Fragebögen vorbeikommen kann - in England durfte das z.B. nicht sein) - ein theoretisches Verfahren wäre da für mich praktischer. Meine Kommilitonen, die das Projektmodul früher gemacht hat, haben immer fleißig zu ihren Fragebögen verlinkt, um Daten zu sammeln. Ich gehe also mal von einer evidenzbasierten Projektarbeit aus. Werde das aber mit meinem Betreuer abstimmen - sobald die Forschungsfrage etwas klarer umrandet ist  

So geht es sonst noch weiter: 
Zusätzlich bearbeite ich noch die Kommunikation-Module (sehr interessant), zu denen ich im August zum Pflichtseminar muss. Als vorläufigen Schwerpunkt musste ich wie viele andere "Sportpsychologie" wählen, weil ich erst ab Februar mich umschreiben lassen könnte ins klinische Campusstudium. Das braucht leider viel Vorbereitung. Ich warte derzeit auch noch auf den Zugang zu den klinischen Nachhol-Modulen, die ich dazu bräuchte. 
"Vorläufiger Schwerpunkt" heißt, dass man erst mal nur die Hefte bekommt.  

LG 

Vica

Vica

 

Abschluss auch in NRW gültig? Mal nachgefragt

Mittlerweile ist ja klar, dass der Weg zum klinischen Schwerpunkt etwas steiniger ist, als erwartet (Äquivalenzprüfung, 15 ECTS zusätzliche klinische Leistungen, Aufnahmegespräch, Aufnahmetests, lange Präsenzphasen und mehr Kosten). Bei so viel Knochenarbeit verwundert es nicht, dass sich manch einer sicher sein will, dass der Abschluss hinterher auch wirklich zum Ziel führt und zur PP-Ausbildung berechtigt (für mich: zum KJP). 

Aus Niedersachsen gibt's das schriftlich vom LPA bestätigt. Das ist ja auch gut. 

Nun ist es natürlich so, dass eine Fernhochschule ja selten dort steht, wo der Prüfling wohnt. Heißt: Wer nicht in Niedersachsen wohnt oder dort hin pendeln kann, hat eventuell das Dilemma, dass er in seinem Bundesland keinen Zugang zur Approbationsausbildung bekommt, denn auch die ist mal wieder Ländersache. 

Für andere Kollegen, die ebenfalls in NRW wohnen (weiter unten), habe ich mal nachgefragt, wie weit wir mit unserem klinischen Master dort kommen würden. Ich habe folgende Antwort bekommen:
 
Die Antwort hat wirklich sehr lange gedauert und ich hätte nicht gedacht, dass sie noch kommt  . Das ist für manch einen sicher eine Hiobsbotschaft. Mich verwundert das gar nicht, weil ich noch nicht gehört habe, dass NRW schon bei der Anerkennung der Gleichstellung von diversen Hochschulstudiengängen mitgezogen hätte, obwohl da aktuell ja viel im Wandel ist. 

Gut, dass ich an Niedersachsen so nah dran wohne, dass ich quasi rüberhüpfen kann. Aber das war auch einer der Punkte für mich, den Studiengang überhaupt zu wählen  

LG
 

Vica

Vica

 

Wir packen einen Koffer und fahren...nach Göttingen!

...aber erst Mitte August. Da habe ich eine schöne (Pflicht!)Präsenzveranstaltung, die sich auf ein tolles Thema bezieht: Kommunikation für Psychologen. Das ist wirklich ungemein hilfreich. Man kann in der Theorie natürlich Gesprächstechniken mit Klienten einstudieren, aber dazu brauch man: PRAXIS! Ansatzweise hatten wir so etwas in der Präsenzveranstaltung in Hagen auch und es hat mir viel Spaß gemacht. 

Die Präsenzveranstaltung ist Pflicht. Ich bin ja froh, dass ich endlich einen Termin gefunden habe, wo das klappt - super. Kleines Manko: Sie beginnt um 9 Uhr morgens. Das heißt für mich: Abfahrt hier um 5:30  Aber ich will auch nicht meckern. Immerhin habe ich eine Verbindung gefunden, die nur 2:22 Stunden dauert und nur 1x Umsteigen beinhaltet und das in Hannover. Da habe ich zwar nur 8 Minuten Zeit. Aber Göttingen ist wohl nur 30 Bimmelbahn-Minuten von Hannover entfernt. Demnach lässt sich bestimmt eine Lösung finden, noch zeitnah hinzukommen, wen ich den Anschlusszug verpasse. 

Auch habe ich hier die Anmeldung für die erste Projektarbeit herumliegen. Die kann ich aber erst ab 20.6. einreichen. Sie wird im Juli starten, 12 Wochen dauern und irgendwann im Oktober abgegeben werden. Auf das Thema habe ich keinen Einfluss, das wird mir zugewiesen. Bin sehr, sehr gespannt darauf. 

Ich sitze auch noch an zwei EAs, von der die eine fast fertig ist und die andere zumindest angefangen. Im Moment ist hier angesagt: Voll reinpowern und aufholen. Die sich bessernden beruflichen Aussichten verleihen gerade wieder Superkräfte  

Euch eine schöne Woche 

Vica

Vica

Reihenfolge der Präsenzmodule im Schwerpunkt Klinische

Wie ja einige bereits aus den vorherigen Beiträgen wissen, wird es für den Schwerpunkt "Klinische Psychologie" notwendig sein, vor Ort in Göttingen Präsenz-Blockseminare abzuleisten. Ich habe mich umgehört bei Leuten, die diese bereits abgeleistet haben (im Rahmen ihres eigentlichen Campusstudiums - dass wir Fernis diese belegen dürfen, ist ja noch ganz neu) und mal so gehört, wie sie die Qualität dieser Seminare fanden. In einem Wort: "Brillant" und sehr hilfreich im Bezug darauf, wenn man PP/KJP werden will. 

Die Blockseminare und ihr Stundenplan sehen nun zB so aus:
  “Klinische Psychologie des Erwachsenenalters”, 7-tägiges Blockmodul vom 24. bis 30. September 2018 “Klinische Psychologie im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter”, 5-tägiges Blockmodul vom 13. bis 17. Februar 2019 “Klinische Psychologie und Psychotherapie im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter”, 5-tägiges Blockmodul vom 01. bis 05. April 2019 “Praxisprojekt”, 7-tägiges Blockmodul vom 01. bis 07. Juli 2019
  Das erste wäre bei mir gar nicht machbar, weil ich ja noch 15 ECTS klinische Scheine aus dem Bachelor nachholen muss. Zusammen mit meinen anderen Klausuren bekomme ich das bis zum 24. nicht hin (davon abgesehen, dass die Anmeldung ja schon viel früher sein muss). 

Ich habe angerufen und nachgefragt, ob die Reihenfolge der Seminare unbedingt eingehalten werden muss. Oder ob ich z.B. auch mit dem zweiten, dritten oder sogar letzten starten könnte. Ginge das nicht, wäre ja die Folge, dass ich bis zum komplett nächsten Durchlauf aller Seminare warten müsste.
Antwort: Die Reihenfolge spielt keine Rolle, man kann anfangen, mit welchem man möchte, theoretisch auch 2 und 4 machen, wenn man 1 und 3 dann natürlich ein anderes Mal belegt.

Das ist für mich planungstechnisch großartig, setzt mich auch nicht unter Druck und ich werde mal locker den 2. Termin anpeilen. Möglicherweise wird's auch der dritte, da ich gerade stark hinterher hinke mit den Modulen. 

Fazit: Spitze!!! Ich fühle mich immer mehr bestärkt, das zu machen und freue mich regelrecht drauf. KJP ich komme!! 

Vica

Vica

 

Klinische mal belegt

Ich habe nun die beiden Module aus dem Bachelor belegt, die mir noch fehlen würden, um den Präsenz-Masterschwerpunkt "Klinische Psychologie" zu belegen. Ich finde ja super, dass das prinzipiell möglich ist, aber weiß natürlich auch, dass ich mir jetzt wieder etwas Extraarbeit dazu addiert habe - dabei hänge ich wegen der Prüfungsvorbereitungen im Moment stofflich schon stark hinterher 🙄Bei klinischer Psychologie muss ich allerdings nicht viel tun, um mich zu motivieren und meine Kommilitonen haben mir versichert, dass die Module sehr gut schaffbar sind und zudem zu den interessantesten gehören. Es kommen nun 2 Prüfungen hinzu. 

Das Präsenzzeiten-Problem habe ich noch nicht lösen können. Insgesamt steht der Kurs damit jetzt aber wieder auf der Klinischen und damit dem KJP. Die See wird stürmisch, aber trotzdem sinkt deswegen ja nicht jedes Schiff. Ich bin gespannt, wo ich lande. Ahoi 😎

Vica

Vica

 

Gar nicht so schlimm

So, der letzte Beitrag drehte sich ja um die Campus-Alternative für den klinischen Schwerpunkt, der ja ursprünglich im Fernstudium kommen sollte. Im letzten Semester des Fernstudiums würde man in den Präsenz-Studenten-Modus wechseln, um dann die klinische Psychologie zu belegen. 
Die Campus-Variante hat zumindest den Vorteil, dass sie vom LPA Niedersachen zu 100% für die PP-Ausbildung berechtigt. Das Ok habe ich persönlich bekommen. Dass das so ist, hat gewisse Gründe: Es besteht eine Zulassungsbeschränkung für diesen Schwerpunkt, bestehend aus: Aufnahmetest, Aufnahmegespräch mit der Uni sowie bereits 15 ECTS an klinischen Vorleistungen aus dem Bachelor. Damit entsprechen die Kriterien denen, wie man sie generell als Präsenzunis hat, die einen klinischen Master anbieten. 
Ist das ganze bestanden, muss man Blockseminare vor Ort suchen, mindestens insgesamt 4 Wochen. Die Studiengebühren entsprechen denen aus dem Präsenzstudium, welche mit 700€ recht hoch liegen (Gebühr für die Master-Arbeit noch nicht enthalten). 

Auf den ersten Blick klang das für mich weniger attraktiv, denn es gab Probleme:
- Insgesamt 15 ECTS hab' ich nicht, die Wiederholung der Einzelmodule sind sehr hochpreisig angegeben
- Wie überstehe ich Aufnahmetest und Aufnahmegespräch?
- Wie soll ich 4 Wochen Präsenz-Blockseminare zeitlich einrichten?
- Was ist nun eigentlich mit dem klinischen Fernstudium-Master? 
- Warum ist das alles so teuer???

Es galt also noch, einige Sachen zu klären. 
Ich hatte dazu ein echt gutes Telefongespräch mit der PFH. Ich hätte echt nicht erwartet, dass mich das sogar aufbauen würde. Ich fand heraus, dass es doch nicht so teuer werden würde, wie erwartet:
- Die 700€ gelten nur für das letzte Semester, in denen der Schwerpunkt läuft
- Die beiden Nachhol-Module klinische für die 15 ECTS werden mich als eingeschriebener Student nichts kosten. Sie sind abzuschließen mit Prüfungsleistungen, die ich zum Glück auch in den Fernstudizentren vor Ort ablegen kann
- Der Aufnahmetest soll sehr machbar sein
- Beim Aufnahmegespräch soll man sich auch nicht verrückt machen - dies soll ähnlich ablaufen wie bei anderen Hochschulen oder Universitäten auch (meine Freunde in Münster fanden das tatsächlich chillig)
- Die Schwerpunkt-Klausuren kann man ebenfalls an den Studienzentren vor Ort schreiben 
- Der klinische Schwerpunkt in der Fernstudien-Variante sei immer noch in Arbeit. Die Campus-Variante ist lediglich dafür gedacht, wenn man eben JETZT den Schwerpunkt braucht, weil man gerade am Ende des Studiums ist. Möglicherweise wird daraus natürlich auch eine längerfristige Lösung, je nachdem, wie lange sich der Schwerpunkt zieht. Prinzipiell ist die Campus-Variante damit so eine Art Plan B.

Insgesamt half es mir schon, meine Befürchtungen da direkt anzusprechen und ich bekam viele Infos, die in der Rundmail so nicht standen. Wäre ich auf eigene Faust losgezogen (z.B. die beiden klinischen Module belegt), wäre es teuer geworden. Womit sich zeigt, wie wichtig die Kontaktaufnahme zur Hochschule in solchen Fällen ist.

Ich habe ein paar "knackige! Möglichkeiten mal durchgespielt. 

Aufnahmetest
Klingt erst mal "beängstigend". Andererseits findet er ja am Ende des Studiums statt, und mit den Modulen der klinischen Psychologie aus dem BAchelor, die man zuvor gemacht hat, sollte es jetzt kein Ding der Unmöglichkeit sein, ihn zu bestehen. 

Aufnahmegespräch
Alles, wo man persönlich argumentieren darf, empfinde ich nicht als nachteilig. Ich denke schon, dass das machbar ist. 

Studiengebühren
Sind mit 700€ wirklich hoch, aber für ein Semester fände ich es verschmerzbar.

Präsenzwochen
An diesem Punkt finde ich noch keine wirkliche Lösung, wie ich 4x6 Tage in Göttingen wuppen könnte. Versorgung der Kids würde zum Glück klappen mit ihrem Papa, neuen Kitazeiten ab August sowie den Großeltern, die hier gerne helfen würden. Letzteres würden die Kids natürlich sehr cool finden, da Oma + Opa ja immer wie Ferienzeit ist. 
Blockseminare gehen sehr lange, also kommt kein tägliches Anreisen in Frage. Blöd in dem Zusammenhang ist, dass ich ab August wieder arbeiten wollte (Ende Elternzeit) und es ziemlich blöd kommt, wenn man schon im ersten halben Jahr mit 24 Tagen ausfällt (Urlaub habe ich nämlich nur in den Schulferien). Denn es sind nicht nur die Seminare, ich muss parallel auch ein Praktikum machen und das mit dem Job zu kombinieren ist schon schwierig. Echt ein knackiger Punkt. 

Aber mir muss ja auch keine sofortige Lösung einfallen, zumal ich noch nicht am Ende des Studiums bin - habe da noch ein paar andere Module im Weg. Vielleicht tut sich ja bis dahin auch etwas. 

LG 
 

Vica

Vica

Klinische? Kommt! ABER...!

Meine Güte, was hat in den letzten Wochen die Gerüchteküche gebrodelt. Irgendjemand aus meiner Master-Lerngruppe hatte am Telefon erfahren, dass unsere liebe Hochschule bald eine Alternativlösung für alle anbieten wird, die wegen des ausbleibenden klinischen Schwerpunkts nun in der Bredouille sind, im Anschluss keine Approbationsausbildung zum PP/KJP machen zu können 🙂 (Ärgerlich, wo man sich doch extra dafür dort eingeschrieben hatte)
In "1-2 Wochen" sei die Info spruchreif, erfuhren andere, die auch anriefen. Das wurde zwischendrin so spannend, dass ich auch mal den Hörer geschwungen habe. Leider hatte ich nicht so viel Glück, bei mir hieß es: ,,Tut uns leid, aber da hat sich nichts geändert. Es ist noch immer alles beim Alten. Wenn es irgendwann was Neues gibt, werden Sie das im internen Bereich zuerst sehen."
So weit, so schlecht.

Aber nur 1 Tag später gab es endlich die erhoffte Mail mit der Alternativlösung. 
Demnach ist der klinische Schwerpunkt für alle aktuell eingeschriebenen schön möglich. 

ABER. Dickes ABER.

So sieht sie aus:

- Man wird vom "Fernstudent" zum Campusstudent umgeschrieben (Im Campusstudium haben die nämlich klinische) - die Studiengebühren erhöhen sich auf 700€/Monat
- Das passiert am Ende des Studiums, nachdem man den Schwerpunkt wählt
- Das bedeutet, dass man vor Ort 4 Blockseminare machen muss. Die gehen je eine Woche und  sind in unterschiedlichen Monaten, nicht am Stück. Kosten je Block: 300€ (also x4)
- Um den Schwerpunkt "Klinische" zu wählen, gelten folgende Bedingungen: Man braucht zuvor abgeleistete 15 ECTS an klinischen Modulen aus dem Bachelor Es muss eine wissenschaftliche Ergänzungsprüfung für einige Module aus dem Fernstudium geleistet werden, die so nicht 1:1 für das Campusstudium anerkannt werden können Man muss sich zunächst einem Auswahlverfahren stellen. Bestehend aus: Auswahlgespräch UND Aufnahmetest - Wer die 15 ECTS aus dem Bachelor nicht hat, muss sie zuvor nachholen. Dazu muss man zwei Module separat finden, von dem ich nur das eine finde, und allein dieses kostet schon 1000€. Denke nicht, dass das zweite billiger ist. Geschätzte Zusatzkosten so ca 2000€. 

So sieht sie nun aus, die Übergangslösung 😉

Selbst für den Fall, dass man zwischenzeitlich Millionär geworden ist und neben diesen ganzen Beträgen auch noch Unterkunft und Verpflegung in Göttingen bezahlen könnte, ist damit noch lange nicht gesagt, dass man auch den Aufnahmetest besteht. Und selbst wenn, so kann man noch am Auswahlgespräch scheitern  

Wie soll man das finden?

Hier schon mal der Soundtrack zum Blogeintrag 😂

Vica

Vica

Prüfungsvorbereitung: Statistik

Die Fenster blitzen, im Parkettboden kann man sich fast besser erkennen als im Spiegel...das heißt - na klar - nur eins: Es ist Prüfungszeit  😮 Ende Juni muss ich ran. Eine Klausur davon dreht sich um Statistik. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Freudentränen  
Nichts gegen Statistik per se. Es ist eigentlich sogar recht interessant, wenn man mittels der gängigen Programme Daten (vor allem selbst gesammelte  ) eingibt und mit der Analyse nach Wahl einen Output bekommt, der einem etwas zu sagen versucht über die statistischen Zusammenhänge eurer Hypothese. 
So simpel das klingt, ist es dann in der Realität leider nicht mehr. Statistikprüfungen im Psychologie-Master sind unlängst größtenteils auf multiple choice Basis. Leider ist Statistik etwas, aus dem für mich zumindest ein Schuh wird, wenn man es in Fließtexte presst, über die man dann wiederum Kreuzchen setzen soll. Insbesondere, wenn man (wie ich) ein Typ ist, der eine permanente "Häh? Kommt drauf an?!"-Stimme im Kopf hat bei solchen Prüfungen. 
Die Prüfungsform ist eine besondere Herausforderung, finde ich.
Aber jammern nützt nichts, da müssen wir durch. Wie heißt es so schön: Lehrjahre sind keine Herrenjahre  

Trotzdem läuft meine Vorbereitung diesmal in Ordnung, vieles scheint hängen zu bleiben. 

Hier eine kleine Übersicht meiner Vorgehensweise.  

1. Revisionszeitraum festlegen
Den Startschuss zum Lernen habe ich bewusst so angesetzt, wie er mir stoffmäßig am besten auskommt - und zwar so, dass ich keine Panik bekommen muss. Etwa 6 Wochen vorher (zu diesem Zeitpunkt waren alle Fernlehrbriefe schon durchgearbeitet - es muss auch nicht immer detailgenau sein). Das Logischste ist nun, die Fernlehrbriefe nochmals sehr genau durchzugehen, denn darauf wird sich die Klausur beziehen.  
Ich habe zunächst den Zeitraum in Tagen bis zur Prüfung gezählt und mir danach den Stoff in den Fernlehrriefen angeschaut und mir für jeden Tag ein Bündel festgelegt, das ich wiederholen bin. Je nach Kapitel bedeutet das: Am Tag X 20 Seiten, am Tag Y 10, am Tag Z vielleicht nur 8. Darauf aber wieder 25 etc.
Dazu habe ich mir einen Kalender in Word ausgedruckt (bei den Vorlagen), wo ich Tag für Tag die Lernaufgaben eintragen kann:

Die einzelnen Themen habe ich farbig abgegrenzt. So sehe ich auf einen Schlag, dass ich z.B. nur 2 Tage die Varianzanalyse ausführlich wiederhole und mich hingegen ganze 4 Tage mit Zeitreihen befassen muss. 

2. Positives und Negatives bewusst machen
Den Schritt kann man wahlweise auch als ersten Schritt wählen, aber gerade beim Thema Statistik weiß man häufig vielleicht nicht, was genau man hier überhaupt gut/schlecht findet, das kommt vielleicht erst mit Stoffeingrenzung. 
Wichtig finde ich zum Beispiel hier, sich mal klarzumachen, wo überhaupt die Abneigung gegen das Fach liegt. Hat das was mit den Formeln zu tun? Oder mag ich einfach kein Mathe im Bezug auf MC-Fragen? Ist es der Stoffumfang? Manchmal stellt man nämlich fest, dass die Vorbehalte doch gar nicht so schlimm sind, wenn man sie mal genau aufbröselt. Je besser man seine Stärken und Schwächen kennt, desto effektiver und vorurteilsfreier kann man sich überhaupt an den Stoff setzen. 
Schließlich überlege ich, was mir gut gefällt - da muss man vielleicht auf die Suche gehen, aber es gibt immer etwas, was einem an einem Fach zusagt  Das öffnet die Bereitschaft, dich damit zu befassen. 

3. Wiederholung
Simple Sache: Lesen, Schlüsselbegriffe rausschreiben, Extra-Zettel mit Unklarem, Karteikarten (wenn nicht eh schon existierend).

4. Vertiefung 
Ich schaue mir gerne YouTube Tutorials ein. Mittlerweile gibt's da ja zu jedem Thema etwas. Ich mag es in Statistik lieber etwas lockerer und eher kreativ, darum ist mein Lieblingschannel Kurzes Tutorium Statistik . Es gibt aber auch viele andere. Auch die Tutorien der eigenen Hochschule sollte man nach Möglichkeit nutzen. 

5. Anwenden
Sehr wichtig finde ich, Aufgaben aktiv zu bearbeiten.
Beispielaufgaben, Altklausuren, Aufgaben anderer Unis...man findet dazu eine ganze Menge! Anfangs notiere ich sowohl Frage als auch die Antwort (um mir einen Antwortestil anzutrainieren, außerdem bleibt so nochmal viel Wissen hängen). Später löse ich dann die Aufgaben selbstständig. 

6.Lernfortschritte dokumentieren
Da ich ein Typ bin, der sich schnell verzettelt, habe ich mir eine Art Lerntagebuch ausgedruckt, wo ich die am Ende des Tages die heutigen Themen eintrage, die Art und Weise, wie ich das Thema verstanden habe (simpel mit Emoji ausgedrückt) und was ich gar nicht verstanden habe, also nochmal nacharbeiten muss. 


Auf diese Weise klappt es momentan ganz gut - natürlich ist Statistik aber immer eine Knacknuss und man weiß nie, ob man damit "davonkommt". Letztlich kann man es aber eben einfach nur probieren  Wie man oben sieht, füllt das Lernen nicht alle Tage bis zur Prüfung, aber Statistik ist nicht meine einzige Prüfung, ich brauche also den anderen Zeitraum noch für Diagnostik.

Bis dahin heißt es: Positiv denken!  

LG

Vica

Vica

Studieren mit Kind

Mir fällt in der letzten Zeit auf, dass mein Karteikartenbestand immer kleiner wird. Immer mehr verschwinden spurlos! Aber immer subtil, unauffällig, über einen gewissen Zeitraum verteilt - zu viele, als dass es nicht auffällt. Aber auch zu wenige, um dahinter ein System notorischer Karteikartendiebe zu vermuten. Manchmal auch nur 1 im Monat, so dass ich am Ende nicht mehr weiß, ob es diese Karteikarten je gab, oder ob ich nur vorhatte, sie zu schreiben. Mittlerweile habe ich recht viele (~50) und ihre Zahl wächst exponentiell, je näher der Prüfungszeitraum kommt. 
Aber es kommt vor, dass einige sich scheinbar verselbstständigen. Wie geht das? Sind ihnen Beine gewachsen? Mir ist nur von Haargummis bekannt, dass sie quasi in ein Paralleluniversum verschwinden oder offenbar ausziehen, denn die verschwinden spurlos. Aber Karteikarten?
Die Diebe/Entführer haben die Rechnung aber ohne mich gemacht.
Mittlerweile weiß ich, dass der Tatort "Kinderzimmer" heißt.
Hier habe ich bisher jede wiedergefunden - etwas "frisiert" oder auch "verschönert". 

Ich frage mich ernsthaft, wie sie da hinkommen. Dass meine Lütten sie vom Schreibtisch moppsen, ist eigentlich ausgeschlossen, da sie dort nicht hingehen bzw. hindürfen. Erfahrungsgemäß findet aber alles immer seine Wege. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber Karteikarten (beschriftete) sind heißbegehrt. Da werden nicht nur Kunstwerke drauf gemalt, mit der Schere wurden sie auch schon bearbeitet. 
Ich soll ihnen einen eigenen Stapel geben, auf dem sie rummalen dürfen? Vergesst es, die bleiben links liegen. So recht verstehen können sie nicht, warum es ein Problem darstellt, wenn die Karten bunt gemacht wurden. Immerhin sind sie doch jetzt schöner?

Ich muss aber zugeben, Karteikarten auch schon zweckentfremdet zu haben. Zum Beispiel für Einkaufslisten, Kochrezepte etc. Einfach so schön handlich, die Dinger. Und so mischen sich dann auch schon mal Waffelrezepte in den Stapel über multivariate Verfahren. 
Faszination Karteikarte eben.

LG

Vica

Vica

Statistik: Freud(e) und Leid mit "R"

Statistik ist ja so ein Fach, wo man in der Klausur leider einfach nicht zeigen kann, was man drauf hat (finde ich zumindest). Statistik nur theoretisch zu lernen und dann mittels Multiple Choice - Verfahren in Prüfungen abzufragen (wie das in eigentlich allen inländlichen Psychologiestudiengängen der Fall ist), fühlt sich sehr merkwürdig an. Meiner Meinung nach wird auf diese Weise auch ein Schuh draus: Man powert rein, lernt zu viel auswendig und vergisst nach der Klausur recht schnell wieder alles mögliche. Ich muss ebenfalls zugeben: Auf rein theoretischer Weise bekomme ich deskriptive Statistik auch einfach nicht in den Kopf. Das ist frustrierend. Denn als angehende Psychologen sollen wir menschliche Verhaltensweisen mittels empirischer Methodik ,,erkennbar" und evident machen. Das ist wichtiger Bestandteil psychologischen Arbeitens und darum muss das meiner Meinung nach einfach sitzen. 

Umso schöner ist es, wenn man zu der Statistik einen Praxisbezug hat, mittels dessen einem die Verfahren sozusagen in Fleisch und Blut übergehen. Da ich nirgendwo arbeite, wo der Umgang mit Statistik gefragt ist und ich bisher noch nicht an einer Projektarbeit sitze, in der die tägliche Arbeit mit Statistikprogrammen Usus ist (z.B. im klinischen Bereich oder generell in der Forschung), muss ich natürlich passen. 

Zum Glück hat die PFH einen Mittelweg gefunden, den ich sehr angenehm finde: Einen interaktiven Kurs, mittels dessen man Statistikkurse einüben kann. 

Der Spaß nennt sich: R.
Mit R kann man statistische Berechnungen und Grafiken durchführen. 

R?!

Von "R" hatte ich zum ersten Mal in Hagen gehört. Meine Mitstreiter hatten alle schon mehr oder weniger damit im Bachelor zu tun gehabt und schwärmten in den höchsten Tönen davon. SPSS ist einigen meiner PFH-Kommilitonen dagegen ganz neu - darüber stöhnen sie.
Bei mir ist es umgekehrt. SPSS hatte ich an der OU häufig - ich komme ganz gut damit zurecht (natürlich bringen mich die Outputs ins Schwitzen  ). "R" wurde an der OU damals nicht gelehrt. 

Ich dachte eigentlich, das sei eine Art SPSS-Alternative. Überraschenderweise ist "R" aber eine Programmiersprache. Als ich das Package runtergeladen hatte, das dazugehörige Programm öffnete und vor einer Konsole saß, in der ich Befehle via Codes eingeben sollte, saß ich da wie der Ochs vorm Berg. Ich hätte heulen können. Von Programmiersprachen hab ich keine Ahnung - ich bekomme ja mit Ach und Krach ein paar bunte Schriften mit HTML hin, und das ist nicht mal eine Programmiersprache  

Das Statistikmodul hat einen eigenen Statistikkurs, der in R geladen wird. Es gibt mehrere Kapitel. Man nährt sich immer mehr einem multivariaten Verfahren an (zum Beispiel Regressionsanalyse), erstellt zunächst Variablen und interpretiert zum Schluss einen Graphen und die verschiedenen Outputs. 

Aber nichts ist bekanntlich so heiß, wie es gekocht wird  
Zum Glück gibt es nämliche Hefte, welche sich auf die Arbeit mit "R" beziehen. Es handelt sich um so eine Art Bedienung-Lehrbrief, wo man Schritt für Schritt angeleitet wird und wo es eine Übersicht über Befehle gibt, die man eintragen kann. Blöderweise finde ich dort auch nicht immer die, die ich suche. Und so ist der häufigste Satz, der bisher in R erschien:


Man bekommt also nach spätestens 3 falschen Antworten die Formel vorgekaut. Nach ca. drölfstausend weiteren Fehlversuchen hat dann auch mal was geklappt  



So langsam steige ich dahinter, wie R funktioniert  
Ich finde auch ganz nett, auf diese Weise mehr Praxisbezug zur Statistik zu haben. Ganz so hübsch wie SPSS ist R natürlich nicht. Aber in SPSS kann man meines Wissens nach keine interaktiven Kurse mit Feedback einbauen. 

Am Ende wollte R aber leider nicht mehr so wie ich und stürzt beim Laden weiterer Kapitel leider kontinuierlich ab  Schade. Ich werde den Support anschreiben müssen. 

Das Arbeiten mit R ist übrigens freiwillig  
Es ersetzt die freiwilligen EAs aus dem Statistikbereich. 

LG
   

Vica

Vica

Schwerpunktwahl

Eigentlich dachte ich, dass ich von der Schwerpunktwahl noch ein Weilchen entfernt bin. Im Oktober wäre es so weit. Das stimmt wohl nur so halbwegs. Gestern kam nämlich eine E-Mail vom Fernlehrbrief-Versand, dass der Versand einige Monate im Voraus vorbereitet werden müsste. Bis 30.06. hat man allerdings Zeit, die Wahl zu treffen  

Auswählen kann ich momentan zwischen den 2 bestehenden Schwerpunkten:
- Personal- und Wirtschaftspsychologie
- Psychologische Gesundheitsförderung & Sport 

Und was ist mit dem potentiellen klinischen Schwerpunkt?
Falls er ab Oktober angeboten werden könne, würde ich das rechtzeitig erfahren. Da kann man dann noch nachbelegen. 

Einige meiner Kommilitonen sind wieder voller Hoffnung, dass es doch noch was werden könnte mit der Klinischen Ich persönlich glaube das nicht, die Mail war recht eindeutig. Bin aber mal gespannt, ob man sich eine Hintenherum-Lösung überlegt oder sonst eine Überraschung kommt. 

Für die klinische gibt's ja die theoretische Lösung, 4 x 1 Woche temporär ins Präsenzstudium mit klinischem Schwerpunkt an der PFH zu wechseln (dieser läuft ja bereits ohne Problematik). Als Mama von 2 kleinen Kindern aber nicht machbar (außer, die ganze Familie reist an, was ich schwierig zu bewerkstelligen finde). Ich habe mal nachgeschaut, ob ich möglicherweise täglich anreisen könnte und wieder zurückfahre. Das wäre machbar, wenn die täglichen Vorlesungen nicht so lange sind und zeitlich günstig liegen. Es gibt Besseres, aber auch Schlimmeres als täglich 500 km zu fahren. 
Jedoch liegt Göttingen logistisch so ungünstig, dass aus 1 1/2 - 2 Stunden Weg leider fast 4 Zug-Stunden werden (somit 8 Sunden insgesamt). Verspätungen und Probleme noch gar nicht eingerechnet. Es ist offenbar ganz schwierig zu erreichen, jeweils nur mit 1-3 x Umsteigen und Bimmelbahn dazwischen. 
Täglich fahren wäre damit also keine Lösung. 

Tja, mal sehen, wie es da weitergeht.
Wählen werde ich dann den zweiten Schwerpunkt mit dem Vermerk, dass ich an der klinischen interessiert bin, wenn sie doch eingeführt würde. Dazu kann man dann wie immer nur sagen: Mal sehen. 

LG 

Vica

Vica

 

Gefängnis-Psychologe, anyone?

Die PFH hat einen Vortrag für ihre Master-Studis arrangiert, die sich fragen, was sie mit ihrem Master alles berufsperspektivisch so werden können. In diesem Fall kann man Mitte Juni einer Infoveranstaltung der Leitung des sozialpsychiatrischen Dienstes der JVA Düsseldorf lauschen. Die Veranstaltung ist auf ca. 2 1/2 Stunden angesetzt und die Teilnahme ist begrenzt, daher muss man sich zuvor anmelden. 

Wer sich vorstellen kann, Gefängnis-Psychologe zu werden, wird dort sicherlich rundum mit Infos versorgt. Psychologische Arbeit im Justizvollzug bedeutet laut Vorabinfo hier vor allem:

- Krisenintervention (Schwerpunkt Suizid-Prophylaxe)
- Diagnostik bei Sexual- und Gewaltstraftätern
- Die Behandlung dieser Täter 

Interessiert mich das?
Ich finde dieses Tätigkeitsfeld offen gesagt sehr interessant. Es ist aber auch ein Gebiet, das nicht ganz risikolos ist, wie das Schicksal der Gefängnis-Psychologin Susanne Preusker zeigt. Allerdings glaube ich nicht dran, dass solche tragischen Dinge die Norm sind.

JVAs finde ich, wie alle Gebiete, wo sich Menschen auf engem Raum sozialisieren (Schulen, Heime etc.), auch spannend. Es würde mich zudem viel eher reizen, als irgendwo als Psychologe auf einer Behörde oder Verwaltung zu sitzen. Allerdings habe ich eine andere Zielgruppe ins Auge gefasst, nämlich Kinder- und Jugendliche. Wenn überhaupt, käme für mich nur das Jugendgefängnis in Frage, noch mehr aber reizt mich die Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie. 

In sofern ist die JVA-Psychologie für mich nichts. Es ist aber ein Bereich, der noch sehr unbekannt ist, da ist also noch viel Pionierarbeit möglich. Solche Veranstaltungen finde ich auch wertvoll, zumal sie Berufsperspektiven aufzeigen. Auch ohne die Absicht, in diesem Bereich zu arbeiten, hätte ich mir den Vortrag gerne angehört. Aber er ist leider mitten in der Woche und genau zur Kindergarten-Abholzeit, zudem in Düsseldorf (=130 km). Ich liebe Düsseldorf  ja (ja, liebe Kölner, euch auch! Geht wirklich beides!  )und hätte gerne mal wieder einen Grund gehabt, dort hinzufahren. Als derzeitige Berufs-Mama aber mal leider wieder unrealistisch.

Schade, vielleicht kommen aber mehr Veranstaltungen dieser Art zu einer besseren Zeit  

LG 

Vica

Vica

 

Es geht weiter im Programm

So, ihr Lieben - mittlerweile ist der "Schock" mit dem Aussetzen des klinischen Schwerpunktes verdaut. "Schock" ist eigentlich auch ein starkes Wort, zumal das eigentliche Trauma ja letztes Jahr im Oktober stattgefunden hat.  Derzeit kommuniziert die PFH wieder, alles zu tun für den Schwerpunkt-Start im Oktober. Ich glaube aber nicht, dass diese Akkreditierungsbehörde von ihrem Standpunkt abrückt. Mein Gefühl sagt mir auch: So leicht kommt man in D wohl auch nicht zulassungsfrei an den klinischen Schwerpunkt. Natürlich weiß ich nicht, ob die Hochschule da Möglichkeiten hat, kreative Lösungen einzuführen, z.B. eben doch einen NC (im humanen Bereich, vergleichbar mit dem Notenschnitt, den die FernUni für den Psychologie-Master verlangt). Ein NC wäre bei mir auch nicht das Problem, wenn es nicht gerade Präsenz-Master-NCs sind (hier: >1,2  ) Keine Ahnung. Man wird sehen. 

Derzeit ist der Plan dieser:
- Den Sport-Schwerpunkt belegen und danach Ausbildung zum Systemischen Therapeuten (mit Schwerpunkt Kinder & Jugendliche)
- Zusätzliche Weiterbildung im Bereich Kinder & Jugendliche (da gibt's verschiedene Optionen, alles noch nicht spruchreif) 

Falls die Klinische doch kommt: 
- Klinische und Sport-Schwerpunkt belegen (was wohl auch geht) - danach KJP-Ausbildung (falls möglich), gerne auch mit dem Zusatz in systemischer Therapie (es gibt ein Institut in der Nähe, welches das so anbietet) & zusätzliches zweites Standbein mit Sportpsychologie (soll aber im Bereich KiJu bleiben)

Ich glaube aber, dass Option 2 nicht sehr wahrscheinlich ist  

Ehrlich gesagt ist das aber auch Zukunftsmusik, weil ich eh noch nicht in der Nähe der Schwerpunktwahl bin. 
Man darf ja auch den Wald vor lauter Bäumen nicht übersehen. Ich muss erst mal den Master hinbekommen.

Da gibt es gerade ein kleines Problem. Ich bin zwar im zweiten Semester gelandet (die PFH hat keine Modul-Schranken ), aber ich krebse immer noch mit Material aus dem ersten Semester herum. Aus diesem Grund sitze ich gerade an 2 EAs gleichzeitig. Die beiden Klausuren, die anstanden, schreibe ich je Ende Juni. Ich hatte keine Klausuren ausgewählt im ersten Semester, weil ich abwarten wollte, ob die PFH den klinischen Standpunkt überhaupt anbietet und ich eventuell wechsele. Nun, da ich bleibe, hinke ich natürlich hinterher. Der Plan ist, bis Mitte Juni aufgeschlossen zu haben. Hoffe, es klappt  Wobei ich sagen kann, gerade alles dafür zu tun. Ein paar Erfolgserlebnisse wären schon mal wieder ganz nett, aber die muss man sich dann auch selbst machen 

LG

Vica

Vica



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