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Über viele Umwege endlich an meinem Traumziel: Der Master klinische Psychologie an der PFH Göttingen. Endziel: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (KJP)

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Abschluss auch in NRW gültig? Mal nachgefragt

Mittlerweile ist ja klar, dass der Weg zum klinischen Schwerpunkt etwas steiniger ist, als erwartet (Äquivalenzprüfung, 15 ECTS zusätzliche klinische Leistungen, Aufnahmegespräch, Aufnahmetests, lange Präsenzphasen und mehr Kosten). Bei so viel Knochenarbeit verwundert es nicht, dass sich manch einer sicher sein will, dass der Abschluss hinterher auch wirklich zum Ziel führt und zur PP-Ausbildung berechtigt (für mich: zum KJP). 

Aus Niedersachsen gibt's das schriftlich vom LPA bestätigt. Das ist ja auch gut. 

Nun ist es natürlich so, dass eine Fernhochschule ja selten dort steht, wo der Prüfling wohnt. Heißt: Wer nicht in Niedersachsen wohnt oder dort hin pendeln kann, hat eventuell das Dilemma, dass er in seinem Bundesland keinen Zugang zur Approbationsausbildung bekommt, denn auch die ist mal wieder Ländersache. 

Für andere Kollegen, die ebenfalls in NRW wohnen (weiter unten), habe ich mal nachgefragt, wie weit wir mit unserem klinischen Master dort kommen würden. Ich habe folgende Antwort bekommen:
 
Die Antwort hat wirklich sehr lange gedauert und ich hätte nicht gedacht, dass sie noch kommt  . Das ist für manch einen sicher eine Hiobsbotschaft. Mich verwundert das gar nicht, weil ich noch nicht gehört habe, dass NRW schon bei der Anerkennung der Gleichstellung von diversen Hochschulstudiengängen mitgezogen hätte, obwohl da aktuell ja viel im Wandel ist. 

Gut, dass ich an Niedersachsen so nah dran wohne, dass ich quasi rüberhüpfen kann. Aber das war auch einer der Punkte für mich, den Studiengang überhaupt zu wählen  

LG
 

Vica

Vica

 

Wir packen einen Koffer und fahren...nach Göttingen!

...aber erst Mitte August. Da habe ich eine schöne (Pflicht!)Präsenzveranstaltung, die sich auf ein tolles Thema bezieht: Kommunikation für Psychologen. Das ist wirklich ungemein hilfreich. Man kann in der Theorie natürlich Gesprächstechniken mit Klienten einstudieren, aber dazu brauch man: PRAXIS! Ansatzweise hatten wir so etwas in der Präsenzveranstaltung in Hagen auch und es hat mir viel Spaß gemacht. 

Die Präsenzveranstaltung ist Pflicht. Ich bin ja froh, dass ich endlich einen Termin gefunden habe, wo das klappt - super. Kleines Manko: Sie beginnt um 9 Uhr morgens. Das heißt für mich: Abfahrt hier um 5:30  Aber ich will auch nicht meckern. Immerhin habe ich eine Verbindung gefunden, die nur 2:22 Stunden dauert und nur 1x Umsteigen beinhaltet und das in Hannover. Da habe ich zwar nur 8 Minuten Zeit. Aber Göttingen ist wohl nur 30 Bimmelbahn-Minuten von Hannover entfernt. Demnach lässt sich bestimmt eine Lösung finden, noch zeitnah hinzukommen, wen ich den Anschlusszug verpasse. 

Auch habe ich hier die Anmeldung für die erste Projektarbeit herumliegen. Die kann ich aber erst ab 20.6. einreichen. Sie wird im Juli starten, 12 Wochen dauern und irgendwann im Oktober abgegeben werden. Auf das Thema habe ich keinen Einfluss, das wird mir zugewiesen. Bin sehr, sehr gespannt darauf. 

Ich sitze auch noch an zwei EAs, von der die eine fast fertig ist und die andere zumindest angefangen. Im Moment ist hier angesagt: Voll reinpowern und aufholen. Die sich bessernden beruflichen Aussichten verleihen gerade wieder Superkräfte  

Euch eine schöne Woche 

Vica

Vica

Reihenfolge der Präsenzmodule im Schwerpunkt Klinische

Wie ja einige bereits aus den vorherigen Beiträgen wissen, wird es für den Schwerpunkt "Klinische Psychologie" notwendig sein, vor Ort in Göttingen Präsenz-Blockseminare abzuleisten. Ich habe mich umgehört bei Leuten, die diese bereits abgeleistet haben (im Rahmen ihres eigentlichen Campusstudiums - dass wir Fernis diese belegen dürfen, ist ja noch ganz neu) und mal so gehört, wie sie die Qualität dieser Seminare fanden. In einem Wort: "Brillant" und sehr hilfreich im Bezug darauf, wenn man PP/KJP werden will. 

Die Blockseminare und ihr Stundenplan sehen nun zB so aus:
  “Klinische Psychologie des Erwachsenenalters”, 7-tägiges Blockmodul vom 24. bis 30. September 2018 “Klinische Psychologie im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter”, 5-tägiges Blockmodul vom 13. bis 17. Februar 2019 “Klinische Psychologie und Psychotherapie im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter”, 5-tägiges Blockmodul vom 01. bis 05. April 2019 “Praxisprojekt”, 7-tägiges Blockmodul vom 01. bis 07. Juli 2019
  Das erste wäre bei mir gar nicht machbar, weil ich ja noch 15 ECTS klinische Scheine aus dem Bachelor nachholen muss. Zusammen mit meinen anderen Klausuren bekomme ich das bis zum 24. nicht hin (davon abgesehen, dass die Anmeldung ja schon viel früher sein muss). 

Ich habe angerufen und nachgefragt, ob die Reihenfolge der Seminare unbedingt eingehalten werden muss. Oder ob ich z.B. auch mit dem zweiten, dritten oder sogar letzten starten könnte. Ginge das nicht, wäre ja die Folge, dass ich bis zum komplett nächsten Durchlauf aller Seminare warten müsste.
Antwort: Die Reihenfolge spielt keine Rolle, man kann anfangen, mit welchem man möchte, theoretisch auch 2 und 4 machen, wenn man 1 und 3 dann natürlich ein anderes Mal belegt.

Das ist für mich planungstechnisch großartig, setzt mich auch nicht unter Druck und ich werde mal locker den 2. Termin anpeilen. Möglicherweise wird's auch der dritte, da ich gerade stark hinterher hinke mit den Modulen. 

Fazit: Spitze!!! Ich fühle mich immer mehr bestärkt, das zu machen und freue mich regelrecht drauf. KJP ich komme!! 

Vica

Vica

 

Klinische mal belegt

Ich habe nun die beiden Module aus dem Bachelor belegt, die mir noch fehlen würden, um den Präsenz-Masterschwerpunkt "Klinische Psychologie" zu belegen. Ich finde ja super, dass das prinzipiell möglich ist, aber weiß natürlich auch, dass ich mir jetzt wieder etwas Extraarbeit dazu addiert habe - dabei hänge ich wegen der Prüfungsvorbereitungen im Moment stofflich schon stark hinterher 🙄Bei klinischer Psychologie muss ich allerdings nicht viel tun, um mich zu motivieren und meine Kommilitonen haben mir versichert, dass die Module sehr gut schaffbar sind und zudem zu den interessantesten gehören. Es kommen nun 2 Prüfungen hinzu. 

Das Präsenzzeiten-Problem habe ich noch nicht lösen können. Insgesamt steht der Kurs damit jetzt aber wieder auf der Klinischen und damit dem KJP. Die See wird stürmisch, aber trotzdem sinkt deswegen ja nicht jedes Schiff. Ich bin gespannt, wo ich lande. Ahoi 😎

Vica

Vica

 

Gar nicht so schlimm

So, der letzte Beitrag drehte sich ja um die Campus-Alternative für den klinischen Schwerpunkt, der ja ursprünglich im Fernstudium kommen sollte. Im letzten Semester des Fernstudiums würde man in den Präsenz-Studenten-Modus wechseln, um dann die klinische Psychologie zu belegen. 
Die Campus-Variante hat zumindest den Vorteil, dass sie vom LPA Niedersachen zu 100% für die PP-Ausbildung berechtigt. Das Ok habe ich persönlich bekommen. Dass das so ist, hat gewisse Gründe: Es besteht eine Zulassungsbeschränkung für diesen Schwerpunkt, bestehend aus: Aufnahmetest, Aufnahmegespräch mit der Uni sowie bereits 15 ECTS an klinischen Vorleistungen aus dem Bachelor. Damit entsprechen die Kriterien denen, wie man sie generell als Präsenzunis hat, die einen klinischen Master anbieten. 
Ist das ganze bestanden, muss man Blockseminare vor Ort suchen, mindestens insgesamt 4 Wochen. Die Studiengebühren entsprechen denen aus dem Präsenzstudium, welche mit 700€ recht hoch liegen (Gebühr für die Master-Arbeit noch nicht enthalten). 

Auf den ersten Blick klang das für mich weniger attraktiv, denn es gab Probleme:
- Insgesamt 15 ECTS hab' ich nicht, die Wiederholung der Einzelmodule sind sehr hochpreisig angegeben
- Wie überstehe ich Aufnahmetest und Aufnahmegespräch?
- Wie soll ich 4 Wochen Präsenz-Blockseminare zeitlich einrichten?
- Was ist nun eigentlich mit dem klinischen Fernstudium-Master? 
- Warum ist das alles so teuer???

Es galt also noch, einige Sachen zu klären. 
Ich hatte dazu ein echt gutes Telefongespräch mit der PFH. Ich hätte echt nicht erwartet, dass mich das sogar aufbauen würde. Ich fand heraus, dass es doch nicht so teuer werden würde, wie erwartet:
- Die 700€ gelten nur für das letzte Semester, in denen der Schwerpunkt läuft
- Die beiden Nachhol-Module klinische für die 15 ECTS werden mich als eingeschriebener Student nichts kosten. Sie sind abzuschließen mit Prüfungsleistungen, die ich zum Glück auch in den Fernstudizentren vor Ort ablegen kann
- Der Aufnahmetest soll sehr machbar sein
- Beim Aufnahmegespräch soll man sich auch nicht verrückt machen - dies soll ähnlich ablaufen wie bei anderen Hochschulen oder Universitäten auch (meine Freunde in Münster fanden das tatsächlich chillig)
- Die Schwerpunkt-Klausuren kann man ebenfalls an den Studienzentren vor Ort schreiben 
- Der klinische Schwerpunkt in der Fernstudien-Variante sei immer noch in Arbeit. Die Campus-Variante ist lediglich dafür gedacht, wenn man eben JETZT den Schwerpunkt braucht, weil man gerade am Ende des Studiums ist. Möglicherweise wird daraus natürlich auch eine längerfristige Lösung, je nachdem, wie lange sich der Schwerpunkt zieht. Prinzipiell ist die Campus-Variante damit so eine Art Plan B.

Insgesamt half es mir schon, meine Befürchtungen da direkt anzusprechen und ich bekam viele Infos, die in der Rundmail so nicht standen. Wäre ich auf eigene Faust losgezogen (z.B. die beiden klinischen Module belegt), wäre es teuer geworden. Womit sich zeigt, wie wichtig die Kontaktaufnahme zur Hochschule in solchen Fällen ist.

Ich habe ein paar "knackige! Möglichkeiten mal durchgespielt. 

Aufnahmetest
Klingt erst mal "beängstigend". Andererseits findet er ja am Ende des Studiums statt, und mit den Modulen der klinischen Psychologie aus dem BAchelor, die man zuvor gemacht hat, sollte es jetzt kein Ding der Unmöglichkeit sein, ihn zu bestehen. 

Aufnahmegespräch
Alles, wo man persönlich argumentieren darf, empfinde ich nicht als nachteilig. Ich denke schon, dass das machbar ist. 

Studiengebühren
Sind mit 700€ wirklich hoch, aber für ein Semester fände ich es verschmerzbar.

Präsenzwochen
An diesem Punkt finde ich noch keine wirkliche Lösung, wie ich 4x6 Tage in Göttingen wuppen könnte. Versorgung der Kids würde zum Glück klappen mit ihrem Papa, neuen Kitazeiten ab August sowie den Großeltern, die hier gerne helfen würden. Letzteres würden die Kids natürlich sehr cool finden, da Oma + Opa ja immer wie Ferienzeit ist. 
Blockseminare gehen sehr lange, also kommt kein tägliches Anreisen in Frage. Blöd in dem Zusammenhang ist, dass ich ab August wieder arbeiten wollte (Ende Elternzeit) und es ziemlich blöd kommt, wenn man schon im ersten halben Jahr mit 24 Tagen ausfällt (Urlaub habe ich nämlich nur in den Schulferien). Denn es sind nicht nur die Seminare, ich muss parallel auch ein Praktikum machen und das mit dem Job zu kombinieren ist schon schwierig. Echt ein knackiger Punkt. 

Aber mir muss ja auch keine sofortige Lösung einfallen, zumal ich noch nicht am Ende des Studiums bin - habe da noch ein paar andere Module im Weg. Vielleicht tut sich ja bis dahin auch etwas. 

LG 
 

Vica

Vica

Klinische? Kommt! ABER...!

Meine Güte, was hat in den letzten Wochen die Gerüchteküche gebrodelt. Irgendjemand aus meiner Master-Lerngruppe hatte am Telefon erfahren, dass unsere liebe Hochschule bald eine Alternativlösung für alle anbieten wird, die wegen des ausbleibenden klinischen Schwerpunkts nun in der Bredouille sind, im Anschluss keine Approbationsausbildung zum PP/KJP machen zu können 🙂 (Ärgerlich, wo man sich doch extra dafür dort eingeschrieben hatte)
In "1-2 Wochen" sei die Info spruchreif, erfuhren andere, die auch anriefen. Das wurde zwischendrin so spannend, dass ich auch mal den Hörer geschwungen habe. Leider hatte ich nicht so viel Glück, bei mir hieß es: ,,Tut uns leid, aber da hat sich nichts geändert. Es ist noch immer alles beim Alten. Wenn es irgendwann was Neues gibt, werden Sie das im internen Bereich zuerst sehen."
So weit, so schlecht.

Aber nur 1 Tag später gab es endlich die erhoffte Mail mit der Alternativlösung. 
Demnach ist der klinische Schwerpunkt für alle aktuell eingeschriebenen schön möglich. 

ABER. Dickes ABER.

So sieht sie aus:

- Man wird vom "Fernstudent" zum Campusstudent umgeschrieben (Im Campusstudium haben die nämlich klinische) - die Studiengebühren erhöhen sich auf 700€/Monat
- Das passiert am Ende des Studiums, nachdem man den Schwerpunkt wählt
- Das bedeutet, dass man vor Ort 4 Blockseminare machen muss. Die gehen je eine Woche und  sind in unterschiedlichen Monaten, nicht am Stück. Kosten je Block: 300€ (also x4)
- Um den Schwerpunkt "Klinische" zu wählen, gelten folgende Bedingungen: Man braucht zuvor abgeleistete 15 ECTS an klinischen Modulen aus dem Bachelor Es muss eine wissenschaftliche Ergänzungsprüfung für einige Module aus dem Fernstudium geleistet werden, die so nicht 1:1 für das Campusstudium anerkannt werden können Man muss sich zunächst einem Auswahlverfahren stellen. Bestehend aus: Auswahlgespräch UND Aufnahmetest - Wer die 15 ECTS aus dem Bachelor nicht hat, muss sie zuvor nachholen. Dazu muss man zwei Module separat finden, von dem ich nur das eine finde, und allein dieses kostet schon 1000€. Denke nicht, dass das zweite billiger ist. Geschätzte Zusatzkosten so ca 2000€. 

So sieht sie nun aus, die Übergangslösung 😉

Selbst für den Fall, dass man zwischenzeitlich Millionär geworden ist und neben diesen ganzen Beträgen auch noch Unterkunft und Verpflegung in Göttingen bezahlen könnte, ist damit noch lange nicht gesagt, dass man auch den Aufnahmetest besteht. Und selbst wenn, so kann man noch am Auswahlgespräch scheitern  

Wie soll man das finden?

Hier schon mal der Soundtrack zum Blogeintrag 😂

Vica

Vica

Prüfungsvorbereitung: Statistik

Die Fenster blitzen, im Parkettboden kann man sich fast besser erkennen als im Spiegel...das heißt - na klar - nur eins: Es ist Prüfungszeit  😮 Ende Juni muss ich ran. Eine Klausur davon dreht sich um Statistik. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Freudentränen  
Nichts gegen Statistik per se. Es ist eigentlich sogar recht interessant, wenn man mittels der gängigen Programme Daten (vor allem selbst gesammelte  ) eingibt und mit der Analyse nach Wahl einen Output bekommt, der einem etwas zu sagen versucht über die statistischen Zusammenhänge eurer Hypothese. 
So simpel das klingt, ist es dann in der Realität leider nicht mehr. Statistikprüfungen im Psychologie-Master sind unlängst größtenteils auf multiple choice Basis. Leider ist Statistik etwas, aus dem für mich zumindest ein Schuh wird, wenn man es in Fließtexte presst, über die man dann wiederum Kreuzchen setzen soll. Insbesondere, wenn man (wie ich) ein Typ ist, der eine permanente "Häh? Kommt drauf an?!"-Stimme im Kopf hat bei solchen Prüfungen. 
Die Prüfungsform ist eine besondere Herausforderung, finde ich.
Aber jammern nützt nichts, da müssen wir durch. Wie heißt es so schön: Lehrjahre sind keine Herrenjahre  

Trotzdem läuft meine Vorbereitung diesmal in Ordnung, vieles scheint hängen zu bleiben. 

Hier eine kleine Übersicht meiner Vorgehensweise.  

1. Revisionszeitraum festlegen
Den Startschuss zum Lernen habe ich bewusst so angesetzt, wie er mir stoffmäßig am besten auskommt - und zwar so, dass ich keine Panik bekommen muss. Etwa 6 Wochen vorher (zu diesem Zeitpunkt waren alle Fernlehrbriefe schon durchgearbeitet - es muss auch nicht immer detailgenau sein). Das Logischste ist nun, die Fernlehrbriefe nochmals sehr genau durchzugehen, denn darauf wird sich die Klausur beziehen.  
Ich habe zunächst den Zeitraum in Tagen bis zur Prüfung gezählt und mir danach den Stoff in den Fernlehrriefen angeschaut und mir für jeden Tag ein Bündel festgelegt, das ich wiederholen bin. Je nach Kapitel bedeutet das: Am Tag X 20 Seiten, am Tag Y 10, am Tag Z vielleicht nur 8. Darauf aber wieder 25 etc.
Dazu habe ich mir einen Kalender in Word ausgedruckt (bei den Vorlagen), wo ich Tag für Tag die Lernaufgaben eintragen kann:

Die einzelnen Themen habe ich farbig abgegrenzt. So sehe ich auf einen Schlag, dass ich z.B. nur 2 Tage die Varianzanalyse ausführlich wiederhole und mich hingegen ganze 4 Tage mit Zeitreihen befassen muss. 

2. Positives und Negatives bewusst machen
Den Schritt kann man wahlweise auch als ersten Schritt wählen, aber gerade beim Thema Statistik weiß man häufig vielleicht nicht, was genau man hier überhaupt gut/schlecht findet, das kommt vielleicht erst mit Stoffeingrenzung. 
Wichtig finde ich zum Beispiel hier, sich mal klarzumachen, wo überhaupt die Abneigung gegen das Fach liegt. Hat das was mit den Formeln zu tun? Oder mag ich einfach kein Mathe im Bezug auf MC-Fragen? Ist es der Stoffumfang? Manchmal stellt man nämlich fest, dass die Vorbehalte doch gar nicht so schlimm sind, wenn man sie mal genau aufbröselt. Je besser man seine Stärken und Schwächen kennt, desto effektiver und vorurteilsfreier kann man sich überhaupt an den Stoff setzen. 
Schließlich überlege ich, was mir gut gefällt - da muss man vielleicht auf die Suche gehen, aber es gibt immer etwas, was einem an einem Fach zusagt  Das öffnet die Bereitschaft, dich damit zu befassen. 

3. Wiederholung
Simple Sache: Lesen, Schlüsselbegriffe rausschreiben, Extra-Zettel mit Unklarem, Karteikarten (wenn nicht eh schon existierend).

4. Vertiefung 
Ich schaue mir gerne YouTube Tutorials ein. Mittlerweile gibt's da ja zu jedem Thema etwas. Ich mag es in Statistik lieber etwas lockerer und eher kreativ, darum ist mein Lieblingschannel Kurzes Tutorium Statistik . Es gibt aber auch viele andere. Auch die Tutorien der eigenen Hochschule sollte man nach Möglichkeit nutzen. 

5. Anwenden
Sehr wichtig finde ich, Aufgaben aktiv zu bearbeiten.
Beispielaufgaben, Altklausuren, Aufgaben anderer Unis...man findet dazu eine ganze Menge! Anfangs notiere ich sowohl Frage als auch die Antwort (um mir einen Antwortestil anzutrainieren, außerdem bleibt so nochmal viel Wissen hängen). Später löse ich dann die Aufgaben selbstständig. 

6.Lernfortschritte dokumentieren
Da ich ein Typ bin, der sich schnell verzettelt, habe ich mir eine Art Lerntagebuch ausgedruckt, wo ich die am Ende des Tages die heutigen Themen eintrage, die Art und Weise, wie ich das Thema verstanden habe (simpel mit Emoji ausgedrückt) und was ich gar nicht verstanden habe, also nochmal nacharbeiten muss. 


Auf diese Weise klappt es momentan ganz gut - natürlich ist Statistik aber immer eine Knacknuss und man weiß nie, ob man damit "davonkommt". Letztlich kann man es aber eben einfach nur probieren  Wie man oben sieht, füllt das Lernen nicht alle Tage bis zur Prüfung, aber Statistik ist nicht meine einzige Prüfung, ich brauche also den anderen Zeitraum noch für Diagnostik.

Bis dahin heißt es: Positiv denken!  

LG

Vica

Vica

Studieren mit Kind

Mir fällt in der letzten Zeit auf, dass mein Karteikartenbestand immer kleiner wird. Immer mehr verschwinden spurlos! Aber immer subtil, unauffällig, über einen gewissen Zeitraum verteilt - zu viele, als dass es nicht auffällt. Aber auch zu wenige, um dahinter ein System notorischer Karteikartendiebe zu vermuten. Manchmal auch nur 1 im Monat, so dass ich am Ende nicht mehr weiß, ob es diese Karteikarten je gab, oder ob ich nur vorhatte, sie zu schreiben. Mittlerweile habe ich recht viele (~50) und ihre Zahl wächst exponentiell, je näher der Prüfungszeitraum kommt. 
Aber es kommt vor, dass einige sich scheinbar verselbstständigen. Wie geht das? Sind ihnen Beine gewachsen? Mir ist nur von Haargummis bekannt, dass sie quasi in ein Paralleluniversum verschwinden oder offenbar ausziehen, denn die verschwinden spurlos. Aber Karteikarten?
Die Diebe/Entführer haben die Rechnung aber ohne mich gemacht.
Mittlerweile weiß ich, dass der Tatort "Kinderzimmer" heißt.
Hier habe ich bisher jede wiedergefunden - etwas "frisiert" oder auch "verschönert". 

Ich frage mich ernsthaft, wie sie da hinkommen. Dass meine Lütten sie vom Schreibtisch moppsen, ist eigentlich ausgeschlossen, da sie dort nicht hingehen bzw. hindürfen. Erfahrungsgemäß findet aber alles immer seine Wege. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber Karteikarten (beschriftete) sind heißbegehrt. Da werden nicht nur Kunstwerke drauf gemalt, mit der Schere wurden sie auch schon bearbeitet. 
Ich soll ihnen einen eigenen Stapel geben, auf dem sie rummalen dürfen? Vergesst es, die bleiben links liegen. So recht verstehen können sie nicht, warum es ein Problem darstellt, wenn die Karten bunt gemacht wurden. Immerhin sind sie doch jetzt schöner?

Ich muss aber zugeben, Karteikarten auch schon zweckentfremdet zu haben. Zum Beispiel für Einkaufslisten, Kochrezepte etc. Einfach so schön handlich, die Dinger. Und so mischen sich dann auch schon mal Waffelrezepte in den Stapel über multivariate Verfahren. 
Faszination Karteikarte eben.

LG

Vica

Vica

Statistik: Freud(e) und Leid mit "R"

Statistik ist ja so ein Fach, wo man in der Klausur leider einfach nicht zeigen kann, was man drauf hat (finde ich zumindest). Statistik nur theoretisch zu lernen und dann mittels Multiple Choice - Verfahren in Prüfungen abzufragen (wie das in eigentlich allen inländlichen Psychologiestudiengängen der Fall ist), fühlt sich sehr merkwürdig an. Meiner Meinung nach wird auf diese Weise auch ein Schuh draus: Man powert rein, lernt zu viel auswendig und vergisst nach der Klausur recht schnell wieder alles mögliche. Ich muss ebenfalls zugeben: Auf rein theoretischer Weise bekomme ich deskriptive Statistik auch einfach nicht in den Kopf. Das ist frustrierend. Denn als angehende Psychologen sollen wir menschliche Verhaltensweisen mittels empirischer Methodik ,,erkennbar" und evident machen. Das ist wichtiger Bestandteil psychologischen Arbeitens und darum muss das meiner Meinung nach einfach sitzen. 

Umso schöner ist es, wenn man zu der Statistik einen Praxisbezug hat, mittels dessen einem die Verfahren sozusagen in Fleisch und Blut übergehen. Da ich nirgendwo arbeite, wo der Umgang mit Statistik gefragt ist und ich bisher noch nicht an einer Projektarbeit sitze, in der die tägliche Arbeit mit Statistikprogrammen Usus ist (z.B. im klinischen Bereich oder generell in der Forschung), muss ich natürlich passen. 

Zum Glück hat die PFH einen Mittelweg gefunden, den ich sehr angenehm finde: Einen interaktiven Kurs, mittels dessen man Statistikkurse einüben kann. 

Der Spaß nennt sich: R.
Mit R kann man statistische Berechnungen und Grafiken durchführen. 

R?!

Von "R" hatte ich zum ersten Mal in Hagen gehört. Meine Mitstreiter hatten alle schon mehr oder weniger damit im Bachelor zu tun gehabt und schwärmten in den höchsten Tönen davon. SPSS ist einigen meiner PFH-Kommilitonen dagegen ganz neu - darüber stöhnen sie.
Bei mir ist es umgekehrt. SPSS hatte ich an der OU häufig - ich komme ganz gut damit zurecht (natürlich bringen mich die Outputs ins Schwitzen  ). "R" wurde an der OU damals nicht gelehrt. 

Ich dachte eigentlich, das sei eine Art SPSS-Alternative. Überraschenderweise ist "R" aber eine Programmiersprache. Als ich das Package runtergeladen hatte, das dazugehörige Programm öffnete und vor einer Konsole saß, in der ich Befehle via Codes eingeben sollte, saß ich da wie der Ochs vorm Berg. Ich hätte heulen können. Von Programmiersprachen hab ich keine Ahnung - ich bekomme ja mit Ach und Krach ein paar bunte Schriften mit HTML hin, und das ist nicht mal eine Programmiersprache  

Das Statistikmodul hat einen eigenen Statistikkurs, der in R geladen wird. Es gibt mehrere Kapitel. Man nährt sich immer mehr einem multivariaten Verfahren an (zum Beispiel Regressionsanalyse), erstellt zunächst Variablen und interpretiert zum Schluss einen Graphen und die verschiedenen Outputs. 

Aber nichts ist bekanntlich so heiß, wie es gekocht wird  
Zum Glück gibt es nämliche Hefte, welche sich auf die Arbeit mit "R" beziehen. Es handelt sich um so eine Art Bedienung-Lehrbrief, wo man Schritt für Schritt angeleitet wird und wo es eine Übersicht über Befehle gibt, die man eintragen kann. Blöderweise finde ich dort auch nicht immer die, die ich suche. Und so ist der häufigste Satz, der bisher in R erschien:


Man bekommt also nach spätestens 3 falschen Antworten die Formel vorgekaut. Nach ca. drölfstausend weiteren Fehlversuchen hat dann auch mal was geklappt  



So langsam steige ich dahinter, wie R funktioniert  
Ich finde auch ganz nett, auf diese Weise mehr Praxisbezug zur Statistik zu haben. Ganz so hübsch wie SPSS ist R natürlich nicht. Aber in SPSS kann man meines Wissens nach keine interaktiven Kurse mit Feedback einbauen. 

Am Ende wollte R aber leider nicht mehr so wie ich und stürzt beim Laden weiterer Kapitel leider kontinuierlich ab  Schade. Ich werde den Support anschreiben müssen. 

Das Arbeiten mit R ist übrigens freiwillig  
Es ersetzt die freiwilligen EAs aus dem Statistikbereich. 

LG
   

Vica

Vica

Schwerpunktwahl

Eigentlich dachte ich, dass ich von der Schwerpunktwahl noch ein Weilchen entfernt bin. Im Oktober wäre es so weit. Das stimmt wohl nur so halbwegs. Gestern kam nämlich eine E-Mail vom Fernlehrbrief-Versand, dass der Versand einige Monate im Voraus vorbereitet werden müsste. Bis 30.06. hat man allerdings Zeit, die Wahl zu treffen  

Auswählen kann ich momentan zwischen den 2 bestehenden Schwerpunkten:
- Personal- und Wirtschaftspsychologie
- Psychologische Gesundheitsförderung & Sport 

Und was ist mit dem potentiellen klinischen Schwerpunkt?
Falls er ab Oktober angeboten werden könne, würde ich das rechtzeitig erfahren. Da kann man dann noch nachbelegen. 

Einige meiner Kommilitonen sind wieder voller Hoffnung, dass es doch noch was werden könnte mit der Klinischen Ich persönlich glaube das nicht, die Mail war recht eindeutig. Bin aber mal gespannt, ob man sich eine Hintenherum-Lösung überlegt oder sonst eine Überraschung kommt. 

Für die klinische gibt's ja die theoretische Lösung, 4 x 1 Woche temporär ins Präsenzstudium mit klinischem Schwerpunkt an der PFH zu wechseln (dieser läuft ja bereits ohne Problematik). Als Mama von 2 kleinen Kindern aber nicht machbar (außer, die ganze Familie reist an, was ich schwierig zu bewerkstelligen finde). Ich habe mal nachgeschaut, ob ich möglicherweise täglich anreisen könnte und wieder zurückfahre. Das wäre machbar, wenn die täglichen Vorlesungen nicht so lange sind und zeitlich günstig liegen. Es gibt Besseres, aber auch Schlimmeres als täglich 500 km zu fahren. 
Jedoch liegt Göttingen logistisch so ungünstig, dass aus 1 1/2 - 2 Stunden Weg leider fast 4 Zug-Stunden werden (somit 8 Sunden insgesamt). Verspätungen und Probleme noch gar nicht eingerechnet. Es ist offenbar ganz schwierig zu erreichen, jeweils nur mit 1-3 x Umsteigen und Bimmelbahn dazwischen. 
Täglich fahren wäre damit also keine Lösung. 

Tja, mal sehen, wie es da weitergeht.
Wählen werde ich dann den zweiten Schwerpunkt mit dem Vermerk, dass ich an der klinischen interessiert bin, wenn sie doch eingeführt würde. Dazu kann man dann wie immer nur sagen: Mal sehen. 

LG 

Vica

Vica

 

Gefängnis-Psychologe, anyone?

Die PFH hat einen Vortrag für ihre Master-Studis arrangiert, die sich fragen, was sie mit ihrem Master alles berufsperspektivisch so werden können. In diesem Fall kann man Mitte Juni einer Infoveranstaltung der Leitung des sozialpsychiatrischen Dienstes der JVA Düsseldorf lauschen. Die Veranstaltung ist auf ca. 2 1/2 Stunden angesetzt und die Teilnahme ist begrenzt, daher muss man sich zuvor anmelden. 

Wer sich vorstellen kann, Gefängnis-Psychologe zu werden, wird dort sicherlich rundum mit Infos versorgt. Psychologische Arbeit im Justizvollzug bedeutet laut Vorabinfo hier vor allem:

- Krisenintervention (Schwerpunkt Suizid-Prophylaxe)
- Diagnostik bei Sexual- und Gewaltstraftätern
- Die Behandlung dieser Täter 

Interessiert mich das?
Ich finde dieses Tätigkeitsfeld offen gesagt sehr interessant. Es ist aber auch ein Gebiet, das nicht ganz risikolos ist, wie das Schicksal der Gefängnis-Psychologin Susanne Preusker zeigt. Allerdings glaube ich nicht dran, dass solche tragischen Dinge die Norm sind.

JVAs finde ich, wie alle Gebiete, wo sich Menschen auf engem Raum sozialisieren (Schulen, Heime etc.), auch spannend. Es würde mich zudem viel eher reizen, als irgendwo als Psychologe auf einer Behörde oder Verwaltung zu sitzen. Allerdings habe ich eine andere Zielgruppe ins Auge gefasst, nämlich Kinder- und Jugendliche. Wenn überhaupt, käme für mich nur das Jugendgefängnis in Frage, noch mehr aber reizt mich die Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie. 

In sofern ist die JVA-Psychologie für mich nichts. Es ist aber ein Bereich, der noch sehr unbekannt ist, da ist also noch viel Pionierarbeit möglich. Solche Veranstaltungen finde ich auch wertvoll, zumal sie Berufsperspektiven aufzeigen. Auch ohne die Absicht, in diesem Bereich zu arbeiten, hätte ich mir den Vortrag gerne angehört. Aber er ist leider mitten in der Woche und genau zur Kindergarten-Abholzeit, zudem in Düsseldorf (=130 km). Ich liebe Düsseldorf  ja (ja, liebe Kölner, euch auch! Geht wirklich beides!  )und hätte gerne mal wieder einen Grund gehabt, dort hinzufahren. Als derzeitige Berufs-Mama aber mal leider wieder unrealistisch.

Schade, vielleicht kommen aber mehr Veranstaltungen dieser Art zu einer besseren Zeit  

LG 

Vica

Vica

 

Es geht weiter im Programm

So, ihr Lieben - mittlerweile ist der "Schock" mit dem Aussetzen des klinischen Schwerpunktes verdaut. "Schock" ist eigentlich auch ein starkes Wort, zumal das eigentliche Trauma ja letztes Jahr im Oktober stattgefunden hat.  Derzeit kommuniziert die PFH wieder, alles zu tun für den Schwerpunkt-Start im Oktober. Ich glaube aber nicht, dass diese Akkreditierungsbehörde von ihrem Standpunkt abrückt. Mein Gefühl sagt mir auch: So leicht kommt man in D wohl auch nicht zulassungsfrei an den klinischen Schwerpunkt. Natürlich weiß ich nicht, ob die Hochschule da Möglichkeiten hat, kreative Lösungen einzuführen, z.B. eben doch einen NC (im humanen Bereich, vergleichbar mit dem Notenschnitt, den die FernUni für den Psychologie-Master verlangt). Ein NC wäre bei mir auch nicht das Problem, wenn es nicht gerade Präsenz-Master-NCs sind (hier: >1,2  ) Keine Ahnung. Man wird sehen. 

Derzeit ist der Plan dieser:
- Den Sport-Schwerpunkt belegen und danach Ausbildung zum Systemischen Therapeuten (mit Schwerpunkt Kinder & Jugendliche)
- Zusätzliche Weiterbildung im Bereich Kinder & Jugendliche (da gibt's verschiedene Optionen, alles noch nicht spruchreif) 

Falls die Klinische doch kommt: 
- Klinische und Sport-Schwerpunkt belegen (was wohl auch geht) - danach KJP-Ausbildung (falls möglich), gerne auch mit dem Zusatz in systemischer Therapie (es gibt ein Institut in der Nähe, welches das so anbietet) & zusätzliches zweites Standbein mit Sportpsychologie (soll aber im Bereich KiJu bleiben)

Ich glaube aber, dass Option 2 nicht sehr wahrscheinlich ist  

Ehrlich gesagt ist das aber auch Zukunftsmusik, weil ich eh noch nicht in der Nähe der Schwerpunktwahl bin. 
Man darf ja auch den Wald vor lauter Bäumen nicht übersehen. Ich muss erst mal den Master hinbekommen.

Da gibt es gerade ein kleines Problem. Ich bin zwar im zweiten Semester gelandet (die PFH hat keine Modul-Schranken ), aber ich krebse immer noch mit Material aus dem ersten Semester herum. Aus diesem Grund sitze ich gerade an 2 EAs gleichzeitig. Die beiden Klausuren, die anstanden, schreibe ich je Ende Juni. Ich hatte keine Klausuren ausgewählt im ersten Semester, weil ich abwarten wollte, ob die PFH den klinischen Standpunkt überhaupt anbietet und ich eventuell wechsele. Nun, da ich bleibe, hinke ich natürlich hinterher. Der Plan ist, bis Mitte Juni aufgeschlossen zu haben. Hoffe, es klappt  Wobei ich sagen kann, gerade alles dafür zu tun. Ein paar Erfolgserlebnisse wären schon mal wieder ganz nett, aber die muss man sich dann auch selbst machen 

LG

Vica

Vica

 

Kopf aus dem Sand - mit Plan B

Puh, es war eine ganz schön anstrengende Woche, seitdem nun klar ist, dass es um den klinischen Schwerpunkt im Fernstudium an der PFH rabenschwarz bestellt ist (das endgültige Aus kommt vermutlich erst in einigen Wochen)  Das Dilemma dabei ist, dass der § 5 Abs. 2 PsychThG sagt, dass zur KJP-Ausbildung ein gewisser Anteil klinischer Module (optimal ist natürlich der Schwerpunkt) im Studium enthalten sein muss. Ist es nun aber leider nicht mehr. 
Das stellt mich vor das Problem, dass die Approbationsausbildung so vermutlich nicht machbar ist. Oder nur erschwert. Jedenfalls: Unsicher. Kann natürlich zum Ende des Masters wieder anders aussehen, dennoch kann man sich hier nicht drauf verlassen, dass das schon irgendwo hinhaut. 

Leider sind das gesetzliche Regelungen, an denen man nun erstmal nichts ändern. Ohne klinische sieht es immer düster aus (als Psychologe zumindest). Ändern kann man aber seine Einstellung zu den Dingen. 

Ob man nun drauf hofft, dass alles gut wird, oder nicht: Ein Plan B muss eben her.    Suche nach Plan B
Wie sieht der aus? Einige Optionen habe ich mir schon vorher immer wieder überlegt. 

1.) Hochschulwechsel
Natürlich könnte ich nun wieder meinen Hut nehmen und mich bei einer anderen Ferninstitution bewerben, die klinische Inhalte im Master enthält. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich aber dagegen entschieden. Zum einen bin ich der Meinung, dass sich zu viele Uniwechsel im Lebenslauf blöd machen. Zum anderen bin ich mit der Betreuung an der PFH ansonsten zufrieden. Sie ist flexibel, nervt nicht mit Modulschranken, lässt einem da ein eigenes Tempo und die Präsenztage und Klausurtermine finde ich gut vereinbar mit meinem doch sehr vollen Alltag. Weiterhin fehlen mir woanders bis jetzt auch die Sicherheiten, ob die klinischen Schwerpunkte am Ende wirklich anerkannt werden - problemlos jedenfalls. Bislang sieht man ja leider, wie schnell es gehen kann, dass den Hochschulen da noch in die Parade gegrätscht wird. Kurzum: Es bleibt bei der PFH. 

2.) Studienfachwechsel
Auch darüber hatte ich kurz nachgedacht. Psychologie ist irgendwie ein wackeliges Fach. Master (ohne klinische) führen gefühlt ins Ungewisse. Der KJP ist auch mit Fächern wie Sozialpädagogik, Pädagogik, Sozialer Arbeit etc. möglich. Das wäre für mich kein Problem, weil ich selber auch aus der sozialen Richtung komme - ich denke schon, dass mir auch solche Fächer Spaß machen könnten und würden. Oder doch lieber mal was ganz anderes, z.b. Rechtswissenschaften? Meine ganze Family besteht aus Juristen. Da hat man (auch als Nicht-Jurist) einen Fuß drin. Die Überlegungen habe ich aber wieder verworfen, weil alles immer wieder zur Psychologie zurückführt. Das hat sich schnell sehr klar herauskristallisiert. 

3.) Schwerpunktwechsel 
Das wäre die logischste Option. Die PFH hat zwei Schwerpunkte im Master, von denen man sich für einen entscheiden müsste. "Personal- und Wirtschaftspsychologie & Betriebliches Gesundheitsmanagement" ist sicherlich interessant, aber nicht meine erste Wahl. Obwohl ich von Leuten gehört habe, die mit dem Master in Wirtschaftspsychologie sozial gearbeitet haben, beispielsweise im Altenheim. Besser als Nichts wäre das schon. Aber ich finde es schwierig, diesen Punkt mit dem für mich wichtigen Punkt "sozial" und meiner Zielgruppe "Kinder und Jugendlichen" zu verbinden.
Im Grunde blieb da nur eins: 
"Psychologische Gesundheitsförderung & Sportpsychologie".
Zu Sport hab ich eine Affinität - aber will ich wirklich z.B. die Aggressionen von Eishockeyspielern statistisch erfassen? 
Ich habe eine Weile hin- und her überlegt, ob man vor allem letztere irgendwie mit der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen verbinden kann. Und da geht tatsächlich was. Beispielsweise im Bereich Sport als Intervention bei psychischen Problemen! So könnte man zB junge Sportler begleiten, die unter Druck stehen. Leistungsdruck im Verein, in der Schule oder innerhalb der Familie wäre auch so ein Punkt, den man mit diesem Schwerpunkt ins Auge fassen kann. Interessanterweise gefiel mir dieser Gedanke bald ziemlich gut. Also fing ich auch mal an, Interviews, Profile mit Psychologen mit Schwerpunkt Sport zu lesen. Ich  klapperte auch entsprechende Praxen ab und schaute mir das Online-Portfolio solcher Leute an. Es handelt sich noch um ein sehr junges Gebiet - viel Pionierarbeit ist möglich. Gesundheitsförderung und Sport sowie Leistungsdruck ist aber ein stetig wachsender Bereich mit großer Bedeutung. 

Ein Schwerpunkt alleine reicht nicht
Eine Ausbildung als Berater muss schon sein. Sportpsychologen sind wohl überdurchschnittlich oft in einer Coaching-Ausbildung, weil man somit Sportler besser zu Höchstleistungen anspornen kann. 

Ich würde dennoch einen anderen Weg gehen. Ich habe mir nochmal die Ausbildung zum Systemischen Kinder- und Jugendlichentherapeuten angeschaut. Das kommt dem KJP schon sehr nahe. Der Unterschied ist natürlich, dass es keinen automatischen Kassensitz gibt - dennoch ist eine Aufnahme ist den Leistungskatalog geplant! Und es sieht sogar recht gut aus dafür: Link zum Ärzteblatt
Damit kann sie auch Teil z.B. psychiatrischer Ambulanzen werden. Die systemische Therapie wirkt nämlich verhältnismäßig schnell und zielführend.

Fazit
Ich werde mal schauen, wie die Situation nach dem Master ist. Sollte der klinische Schwerpunkt kommen, würde ich ihn natürlich wählen, ggf. zusammen mit dem Sportschwerpunkt. Dann wäre auch die Approbationsausbildung möglich (aller Voraussicht nach). Ansonsten konzentriere ich mich auf oben genannte Ziele.  
Erstaunlicherweise geht's mir mit dieser Zielsetzung richtig gut. Zum Thema Sportpsychologie habe ich schon einige Vorkehrungen getroffen. Dazu aber mehr nächstes mal. 

LG

Vica

Vica

 

Klinische? Ja! Nein! Jein..

Heute morgen lag eine offizielle Mail vom Fachbereichsleiter zum Thema "klinischer Schwerpunkt" auch in meinem E-Mail-Postfach. Ich war ob der Wall of Text ziemlich erstaunt, offenbar gab es tatsächlich viel zu sagen. 

Der Konsens ist folgender:
- Der Begehungstermin der Akkreditierungsagentur für das Fernstudium hat Ende März stattgefunden (das Campusstudium ist schon akkreditiert)
- Ein direktes Aus für den Schwerpunkt gibt es noch nicht, weil der Endbericht der Akkreditierungsagentur erst in einigen Wochen erscheint
- Jedoch konnte aus den Gesprächen geschlossen werden, dass wenig Hoffnung besteht, weil die Agentur zu viele Änderungen vornehmen möchte.

Im Wesentlichen sind das folgende Punkte:
- Ein Schwerpunkt alleine reicht für den klinischen Bereich vermutlich nicht aus. Ich interpretiere das so, dass offenbar der gesamte Master klinisch ausgerichtet wird.
- Es muss eine Zulassungsbeschränkung geben (!)
- U.a. sollte diese Zulassungsbeschränkung bereits vorgeleistete ECTS in klinischer Psychologie aus dem Bachelor-Studium haben (!!)

Die letzten beiden Punkte finde ich total verrückt. Auch die klinischen Vorleistungen aus dem Bachelor finde ich sehr altmodisch. So etwas gibt's hier an der Präsenzuni zwar auch. Wenn man es dort aber auch in den klinischen Master geschafft, dann hat man nicht nur die hypothetische Chance, PP oder KJP zu werden - man steht nur noch vor der Qual der Wahl ob direkt im Hause oder extern in einem Institut.
Solche Ansprüche (Vorleistungen aus dem Bachelor) stellt aber nicht mal jede Präsenz-"richtige"-Universität. 
Ich frage mich ernsthaft, warum die Akkreditierungsagentur das voraussetzten will? Aus Prinzip? Soll es auch hier nur eine Creme-de-la-Creme geben, die es (nicht mal garantiert!) zum PP/KJP bringt?
Das finde ich sehr eigenartig. Letztlich weiß man aber auch zu wenig über die Beanstandungen, um daraus Schlüsse ziehen zu können. 

Vorgeschlagen wird nun:
- Wenigstens Psychologe werden und einen der anderen beiden Schwerpunkte nehmen (Tja...)
- Sich privat in klinischer weiterzubilden. Dazu könnte man auch das Material zur Verfügung gestellt bekommt, welches schon gedruckt wurde für den klinischen Schwerpunkt. 
Es ist dann aber nicht möglich, in dem Bereich ECTS zu erlangen. (Nein!)
-  Nach Abschluss der Fächer Statistik und Diagnostik sich für das Campusstudium umschreiben zu lassen, wie gesagt: 4 x 1 Woche Präsenz in Göttingen. Der Mehrkostenaufwand beträgt bis zu 2500 € extra. (Doppel-Nein!) 

Was mache ich jetzt?
Von diesen Vorschlägen eignet sich keiner für mich. Ich denke durchaus flüchtig daran, den Schwerpunkt "Sport" auszuwählen. Will ich Sportpsychologe sein? Ich mag Sport durchaus, aber "Sportpsychologe" klingt abgefahren. Natürlich muss man später nicht im Schwerpunkt arbeiten. Doch "Sportpsychologe" kann ich auch mit dem Abschluss aus Hagen sein (der ist wie gesagt preislich fast geschenkt).
- Private Weiterbildung in klinischer nützt nichts, dafür liest man Zeitschriften und Bücher 
- Die Präsenzwochen kann ich mir zeitlich nicht frei machen. Das ist auch der Grund, warum es im Fernstudium klappen muss.  

Meine erste impulsive Reaktion war, dass ich keinen Bock mehr auf das ganze Psychologie-Master-Ding habe. Aber in der Enttäuschung trifft man selten rationale Entscheidungen. 

Mein "Stundenplan" für die kommende Woche:
- Mal sacken lassen
- Master-Alternativen suchen 
- Über Zweitstudium nachdenken, mit dem sich ein KJP erreichen lässt
- Mich bei der VHB anmelden und dort Scheine in klinischer machen (relativ aussichtslos, aber besser als komplett ohne dazustehen, O-Ton Psycho-Prof vor Ort)
- Nochmal bei KJP-Ausbildungsinstituten nachfragen, wie es aussieht mit externen Scheinen
- GGf. mal dem BDP schreiben
- Die Akademiestudien weitermachen. Anfangs hatte ich ja Zweifel, ob das zu viel wird. Aber sie sind gerade eine echt willkommene Abwechslung  

LG 
 

Vica

Vica

Aus für klinischen Schwerpunkt

Habe soeben vom immer top informierten Admin unserer Lerngruppe erfahren, dass der klinische Schwerpunkt im Fernstudium so nicht kommen wird. Als Alternative soll es angeblich die Möglichkeit geben, klinische Anteile aus dem Campusstudium nachzuholen - allerdings in 4x 1 Präsenzwoche. Zudem sind Mehrkosten dafür angesetzt, die zwischen 2.000 - 2.500€ liegen sollen. Mehr dazu gibt's wohl in den nächsten Wochen zu lesen.   Vielleicht ist das ja für manch einen eine gute Alternative. Für mich jedenfalls leider nicht. Vier mal eine ganze Präsenzwoche kann ich nicht freimachen, die Mehrkosten erscheinen mir auch zu hoch, zumal man ja noch Logis, Anreise und so hat.   Ich muss also darüber nachdenken, ob der Weg an der PFH für mich zu Ende ist und wie er nun weitergeht. Schade.

Vica

Vica

 

Should I stay or should I go?

Während ich derzeit an der nächsten EA tüftelte, gibt es innerhalb meiner Lerngruppe schon längere Zeit eine etwas nervösere Diskussion zum Thema "Sehnsüchtig erwarteter klinischer Schwerpunkt". Natürlich bin ich nicht die einzige, die brennend interessiert, wie es hier weitergeht. Und ich muss ehrlich sagen, ich werde langsam etwas misstrauisch. 

Fakt ist, dass es seit dem abrupten, vorzeitigen Aus für den Schwerpunkt im letzten Oktober und seiner anschließend geplanten Neueinführung keinerlei Infos gab. Das ist eigentlich nichts Schlimmes. Es gibt beim Akkreditieren ja feste Termine und dass man da nicht alle zwei Wochen etwas Neues verkünden kann, ist ja auch verständlich. Trotzdem gibt's für mich einen Unterschied zwischen "keine neuen Infos haben" und "die ganze Sache totschweigen".  
Denn wiederholt kam es vor, dass es auf Nachfragen zur Entwicklung gar keine Antwort gab. 
Selbst im offiziellen Forum, wo sich auch regelmäßig Mitarbeiter tummeln und vor Oktober noch kräftig Infos teilten, herrscht Schweigen. Auch hier blieb die Frage im Raum hängen. 

Ich erlebe es derzeit so, dass hier mehr der Deckel auf dem Topf gehalten wird. Viele - sehr viele - wissen gar nicht, dass am 31.3. ein Zwischenstand verkündet werden sollte. Das ist auch schwer zu finden (wüssten das nicht wenige andere auch, hätte ich fast angenommen, ich hätte da mal wieder was durcheinander gebracht). 
Dann habe ich noch als Info (hier aus dem Forum), dass während einer Infoveranstaltung gesagt wurde, dass die Begehung der Akkreditierungsbehörde erst im Juni stattfindet - das kann ich mir zu gut vorstellen, würde dann wieder passen, das jetzt noch geschwiegen wird.  Doch: Wenn das an einer Infoveranstaltung gesagt wird, ist die Sache ja spruchreif. Trotzdem wird sie nicht kommuniziert. Könnte man aber doch?! Viel mehr scheint das vor Ort auch wieder keiner zu wissen. Weiß hier die Rechte, was die Linke tut?
Dann folgendes Ereignis:
Der Admin unserer Lerngruppe hat zudem nochmal im Studienbüro angerufen und neue Infos erbeten. Natürlich war der Ausgang der, dass man nichts sagen könne. Auch wurde gefragt, ob man die klinischen Anteile vielleicht wenigstens im Präsenzstudium ableisten kann. Einige sind ja schon in höheren Semestern und würden jetzt gerne ihren klinischen Schwerpunkt wählen. Ob man die Schwerpunktsetzung denn irgendwie verschieben kann, bis das geklärt ist - auch dazu wisse man nichts. 

Ganz ehrlich? Ich finde, so kann man das nicht machen. 
Ist man als Student in der Hol-Schuld, was Informationen angeht? 
Warum muss man erst über andere Studis erfahren, dass der früheste Infostand eigentlich erst im Juni möglich ist?
Ich sehe es eigentlich so, dass die Hochschule in der Bringschuld ist. Schließlich wurde ja zunächst auch aggressiv mit dem Schwerpunkt geworben. Viele von uns haben die Hochschule daher gewechselt.
Bis die entsprechenden Seiten dann irgendwie in Äther verschwanden.
Diese Informationspolitik geht für mich nicht. 
Man kann durchaus hin- und wieder transparent machen, welche Schritte gerade zur Akkreditierung unternommen wurden. Und immer wieder daran erinnern, dass Ende März Neues gesagt werden könne. Aber auch das wissen nur absolute Insider. 

Ich ahne da nichts Gutes - für mich sieht das nicht nach einer zuversichtlichen Erwartungshaltung aus, dass es klappen wird mit dem Schwerpunkt. Hätte ich als Hochschule so ein gutes Pferd im Stall wie einen klinischen Schwerpunkt, halte ich doch nicht konstant die Stalltür zu. 

Das hat nun einige dazu motiviert, an andere Hochschulen abzuwandern, wo klinische enthalten ist. Ich frage mich derzeit, welche das sein sollen. Außer der Diploma fällt mir keine ein, die das im Master fernstudientechnisch anbietet (Antworten stehen noch aus). 
Ich bin natürlich auch am Überlegen, wie es weitergehen soll. Ohne den klinischen Schwerpunkt ist eine KJP-Ausbildung auf diesem Wege schwierig bis nicht möglich, da auch mein Bachelor keine klinischen Anteile hatte und externe Scheine noch nicht ausreichen. 
Ohne klinische ist der MSc so wenig hilfreich dabei wie der in Hagen. Letzterer hat mir zwar keinen wirklichen Spaß gemacht, aber es gab ihn immerhin preislich fast umsonst (gefühlt)

Natürlich kann sich alles noch entwickeln. In 10 Tagen läuft die Info-Frist ab. Ich muss echt sagen, dass ich sehr hohe Erwartungen habe an die Informationen, die dann bei rum kommen. Das muss nicht heißen, dass man auf Teufel-komm-raus jetzt den Schwerpunkt parat haben muss. Was nicht geht, kann man nicht erzwingen. Aber etwas mehr Kommunikation wünsche ich mir da einfach. Ein erneutes beschwichtigendes "Wir sind dran" oder gar gar nichts würde mich eher dazu veranlassen, Konsequenzen zu ziehen.


Welche das sind, da muss ich dringend drüber nachdenken. 

In diesem Sinne. Bis zum 31.3.! 
Mit hoffentlich guten Nachrichten. 
Die Hoffnung dafür hängt aber am seidenen Faden.
 

Vica

Vica

 

Harter Brocken in Sicht

Nachdem sowohl Fernlehrbrief und dazugehörige Einsendeaufgabe zum Thema "Projektmanagement 1" so erfolgreich verliefen, könnt ihr euch vielleicht denken, was jetzt kommt, sofern ihr es in der Übersicht rechts nicht schon erspäht habt: Wo es ein Heft Nr.1 gibt, gibt's oft auch ein Heft Nr.2, und so ist es auch mit "Projektmanagement 2". 
Gestern hab' ich mich mal mit dem zweiten Teil dieses Themas befasst, was im Psychologiestudium unter "Wissenschaftliche Praxis" gefasst wird. Mit Psychologie hat das Thema für sich genommen nichts am Hut, aber ein Psychologe ist ja manchmal auch ein Stück weit Betriebswirtschaftler  . 

Wenn man die 1 kennt und verstanden hat, müsste die 2 doch auch gut laufen, oder? Ehrlich gesagt finde ich sie sehr viel anspruchsvoller als das Vorgängerheft. Ein richtig, richtig harter Brocken ist die Einsendeaufgabe. Man muss als Projektleiter Renovierungsarbeiten leiten. Gefragt sind ein selbst aufgestellter Projektsturkturplan, mit Hierarchiebenen, mit Gliederungskriterien, mit eigens ausgedachtem Pfeildiagramm, mit Risikoplanung, Vorgangsliste, Vorgangsknotennetzplan, einer Earned-Value-Analyse, Steuerrungsmaßnahmen....man wird aufgefordert zum Rechnen, Zeichnen, Markieren...oha  Auf den ersten Blick sagte mir gar nichts davon etwas. Auch beim anschließenden Skimming durch das Heft kam mir nichts davon bekannt vor. Ich kann nur hoffen, dass mir das alles klarer wird, wenn ich das Heft abgeschlossen habe. 
In den Lerngruppen unterhalten sie sich darüber, dass bei einigen diese EA als "nicht bestanden" zurückkam. Also ist besondere Sorgfalt geboten.  

Da weder Kurs noch Heft klausurrelevant sind, hab' ich mich dazu entschlossen, erstmal keine großen Schaubilder oder Karteikarten anzulegen. Stattdessen mache ich mich beim Lesen gleich daran, sämtliches Relevantes für die EA zu unterstreichen und rauszuschreiben.

Wenn ich damit durch bin, war's das dann mit dem Ausflug in die BWL  Als nächstes unter dem Punkt "Wissenschaftliche Praxis" erwartet mich ein Heft zum Thema Publizieren als Wissenschaftler. Ist das geschafft, ist das Modul abgeschlossen. 

Dann mal los. *Ärmelhochkrempel* 

Vica

Vica

 

EA bestanden :-)

Kleines Erfolgserlebnis: Die erste EA für Projektmanagement (ein herrlich psychologisches Thema, was?  ) ist bestanden  Es ging darum, eine fiktive Firma bei ihren Expansionsbestrebungen zu unterstützen. Man sollte das ganze planen wie ein Projektleiter, der einerseits die Zufriedenheit im Team, aber auch das Gelingen der Produktion im Auge behalten muss. 

Eine Note wird es in dem Sinne nicht geben, das Modul muss nur bestanden sein, um die ECTS zu bekommen. In die Masternote fließt dies nicht ein, darum auch keine Benotung. Schön fand ich aber, dass es doch Feedback gab, nämlich dass es rein gar nichts daran auszusetzen gab  Habe diesmal aber auch viel Wert darauf gelegt, alles korrekt zu machen - auch beim Zitieren.  Und es freut mich, dass mein spezifischer EA-Stil hier gut ankam - da ich keine Muster EA hatte und auch nicht weiß, wie so der Stil bei der PFH ist, bin ich ein bisschen in's kalte Wasser gesprungen. Volltreffer!

Da ich mich nun beflügelt fühle, mache ich mich gleich an die nächsten EAs.    

Vica

Vica

 

Kein Studentenleben? Von wegen

Gestern habe ich von einem Präsenz-Studi im Master Psychologie gehört, das Problem beim Fernstudium sei ja nicht, dass man weniger Präsenzphasen hat. Die würden sich viele Präsenzler zum Teil auch schenken, weil überfüllte Hörsäle keine Laune machten. Auch dass das Studium bei Arbeitgebern noch misstrauisch aufgenommen würde, könne er sich nicht vorstellen. Hätte er von Kollegen aus Hagen, die schon fertig seien, auch noch nie gehört. 

Das Traurige am Fernstudium sei doch viel mehr, dass wir kein Studentenleben hätten:
WG Parties, abends vorglühen und dann feiern, Spontan-Feten, Kneipenrunden, zusammen lernen, zusammen an Hausarbeiten tüfteln, einen Studi-Job haben und nach dem Feierabend Erfahrungen austauschen, gesellige Runden...

Hat man das als Fernstudi wirklich nicht?
Ich muss sagen, dass ich in meiner Bachelorzeit wirklich viele Leute kennen gelernt habe, mit denen ich heute noch im Kontakt bin. Sicher habe ich die zu einem Großteil online kennen gelernt, aber bei FB breiten sie ja zum Teil sehr bereitwillig ihr Leben aus (zumindest für Listen Buddys), so dass ich mittlerweile auch weiß, auf welche Schulen ihre Kinder gehen, wenn jemand schwanger ist oder einen neuen Job hat. Kennt man seine Präsenzstudi-Freunde da wirklich besser?

Während der Präsenzphasen, z.B. in Hagen, sind wir ebenfalls immer im Anschluss Essen oder Kaffee trinken gegangen und hatten lustige Runden. Klar sind die naturgemäß seltener, aber sie bleiben auch mehr im Gedächtnis hängen. 

Statt Präsenzrunden haben bzw. hatten wir Lerngruppen.

Zusätzlich zu den Lerngruppen hatten wir vor allem zu meiner Bachelor-Zeit auch noch Debattier-Gruppen, in denen wir angeregt über die Lernthemen diskutierten (zum Teil auch stritten, z.b. Behavioristen vs. Humanisten). 

Unsere Profs durften wir duzen und haben sie immer noch auf der Buddyliste. 

Lustige Geschichten haben wir auch, beispielweise als wir vor einer Klausur kollektiv Rosmarin gekauft und dran geschnüffelt haben beim Lernen, weil einer eine Studie zitiert hat, in der es das Gedächtnis ankurbeln soll.  
Oder das Tee-Kochen der Prüferinnen von der FernUni, denen ich am Prüfungstag so leid getan habe. 

Und so weiter  

Ich frage mich, ob das alles weniger Wert sein soll, weil es in großen Teilen online ablief. 
Die Essenz des Erlebten wird dadurch ja nicht geschmälert. Rückblickend fühlt es sich im Kopf ähnlich an, als hätte man es "in echt" erlebt. Auch ein Fernstudi schreibt seine Studiengeschichte. 
Fazit: Wir haben definitiv ein Studentenleben, nur "anders". 

Natürlich gehe ich auch lieber unter die Leute, das muss ich zugeben. Ich bin aber froh, dass es auch in meiner Bachelor-Zeit solche Stories gab, die man immer als Anekdötchen anbringen kann. Mit dem Master stehe ich ja noch am Anfang. Aber ich freue mich auch da auf Erfahrungen, die nicht nur mit dem Stoff zu tun haben  

LG
 

Vica

Vica

 

Der verheißungsvolle März ist da

Irgendwie ist es tatsächlich schon März geworden - das ist ja der "Monat der Verheißung" (  ), an dem erste Infos zum geplanten klinischen Standpunkt an der PFH kommen sollen. In den Foren sind die anderen Masterstudis (die, die den Schwerpunkt brauchen) auch ganz schön gespannt. Ich ebenso. Die letzten paar Tage vor dem Ziel sind ja immer die schlimmsten. Ich bin ganz schön gespannt, wie es weitergeht. Nach dem langen Hibbeln und Bibbern bin ich der Meinung, dass er einfach kommen muss. Kommt er nicht, stehe ich wieder vor anderen Herausforderungen. Dann müsste ich einen Schwerpunkt wählen, den ich zwar am Rande interessant finde, aber in dem ich garantiert beruflich nichts machen möchte. Andererseits würde ich auch nicht dauernd die Hochschule wechseln wollen. 
Da denke ich im Moment aber noch nicht hin - obwohl ich offenbar so eine kleine, autonome Region in meinem Zerebrum habe, die konstant Infos sammelt und Alternativen plant, noch bevor ich davon weiß  
So langsam hätte man aber trotzdem einfach gerne die Zuversicht, unbesorgt einfach sein Studium durchziehen zu dürfen, ohne das konstante Kannste-aber-eventuell-nix-mit-machen-Damoklesschwert über'm Kopf. Dann ist man meines Erachtens auch nicht auf dem richtigen Dampfer. 

Na ja, warten wir mal und hoffen das Beste.
Oh Gott, wie oft hab ich diesen Satz im letzten halben Jahr schon gesagt? 

Vica

Vica

 

Zulassungskriterien KJP

Ich habe mich sehr gefreut, bei meinem bevorzugten Institut (da es mir über die HP supersympathisch erscheint und zufälligerweise auch hier um die Ecke ist) bei den Zulassungsvoraussetzungen für die KJP-Ausbildung nun zu lesen:
 
Weiterhin heißt es:
 
(zum KJP allerdings, nicht zur Ausbildung)

Das Studium soll etwas mit klinischer Psychologie zu tun gehabt haben, weil in der Bewerbungsmappe nachzuweisen ist, dass Klinische "eingeschlossen" sein soll. Aber von einem Schwerpunkt ist nichts mehr zu sehen. 


Einen Regler weiter, in der Abteilung für die PP-Ausbildung, lassen sich folgende Voraussetzungen finden:

 
Früher standen bei beiden noch ganz andere Regularien: von reinen Uni-Studium bishin zum wenigstens gleichgestellten Studiengang, klinische musste in beiden ein Prüfungsfach sein. Nun ist die klinische im KJP selbst für Psychologen nicht mehr das Ausschlusskriterium. Beim PP zwar schon, jedoch steht dort nicht mal etwas von Schwerpunkt, sondern Prüfungsfach. Ein Prüfungsfach fließt in die Note ein, ist aber nicht zwangsläufig ein Schwerpunkt (ich merke das nur an, weil es sehr schwer ist, in einen Master mit Schwerpunkt Klinische reinzukommen!). 

Es gibt auch kein verstecktes Kleingedrucktes   Dennoch muss man hier im Gegensatz zum KJP wohl schon im Besitz des Masters sein. 
Allerdings doch ein Wehrmutstropfen für angehende PPs: Der Kurs ist hoffnungslos ausgebucht. Erst ab April 19 wäre wieder Plätze vorhanden. Aber das wundert nicht so sehr, ist ja schließlich schon fast März  


Noch was zu den Kosten:
Bei meinem bevorzugten Insitut würde der KJP 330€ für 36 Monate kosten, was mir relativ billig erscheint - fast so viel wie die PFH jetzt. Insgesamt müsste man 11.880€ entrichten. Da man ja auch vergütet arbeitet in solchen Ausbildungsverhältnissen, kann man das aber recht gut tragen, finde ich. Vorgesehen sind eine Anstellung in der Klinik mit etwa 400 - 900€ Verdienst brutto. Ausbildungskosten können von den Kliniken übernommen werden. Das Geld hätte man dann gleich wieder drin. "Ruinös" erscheint mir der Preis jedenfalls nicht. (Da habe ich schon ganz andere Dinger gehört, von weit über 20.000€).

Der PP kostet exakt dasselbe, was ich auch wundersam finde. Der PP ist in der Regel teurer als der KJP, zumindest bei allen Instituten, die ich bisher abgeklappert habe. Vorgesehen ist ein monatlicher Verdienst von 900€ - 1600€ bei einer Anstellung in der Klinik während der Ausbildung. Da kann man ja echt noch was für die Altersvorsorge zurücklegen, hehe  . 

Nun heißt es allerdings: RAnhalten und den Master so gut abschließen, wie möglich. Es sind nämlich immer sehr kleine Teilnehmerzahlen in den Kursen (so ca. 16), was auch bedeutet: Allzu viele Leute werden womöglich nicht angenommen. Wenn die Bedingungen gelockert werden, hat man wahrscheinlich immer viel Konkurrenz. 

Natürlich hoffe ich immer noch, dass der klinische Schwerpunkt bei der PFH im März verkündet wird. Besser ist das.

Na, dann mal wieder ran an den Kurs "Projektmanagement". (Psychologischer als man denkt ) 
 

Vica

Vica

 

Kunstwerk Einsendeaufgabe

So langsam kommt die Energie zurück - das nutze ich gleich mal wieder produktiv und habe mich an die erste (verpflichtende) Einsendeaufgabe für dieses Modul gesetzt (ich habe nur 3, wollte aber auch die freiwilligen aus Übungszwecken machen). Ich habe schon lange nichts mehr Richtung Einsendeaufgabe abgetippt. Mein letztes akademisches Schriftstück war die Hausarbeit für das Diagnostikmodul der FernUni, und das ist schon 1 Jährchen her. Erstaunlicherweise klappte es ganz gut: Habe mich dran gesetzt und sofort 60% des Geforderten runter schreiben können. 

Ich bin übrigens kein Typ, der groß Pläne erstellt oder da sehr systematisch vorgeht. Meistens mache ich mir nur Stichpunkte, wo wichtige Informationen stehen und arbeite ansonsten mit meinen Notizen. Dann schreibe ich alles und erstelle quasi eine "Rohform" des Schriftstücks. Damit will ich mir den Druck nehmen, alles gleich perfekt machen zu müssen, denn sonst kommt meiner Erfahrung nach kaum was auf's Papier. Das Schreiben an sich läuft trotzdem recht langsam. Ich tippe etwas, lösche wieder, formuliere um. Wie schon zu Bachelor-Zeiten nervt mich am meisten der Sprachstil meiner Arbeiten. Habe den Anspruch, dass das alles irgendwie schmissig klingen muss - ich versuche in alles ein Alleinstellungsmerkmal reinzubringen, was gar nicht Sinn der Sache ist. Trotzdem schleicht sich immer wieder dieser Drang ein. Ich frage mich, ob das ein generelles Problem kreativer Schreiberlinge ist? 

Mit der Unterbringung von Infos habe ich weniger Probleme. Oft stolpere ich dann aber über folgende Gliederungsprobleme:
- Erst alle Theorien vorstellen, danach erklären, welche man für am besten hält?
- Alle Theorien vorstellen und am Ende jeder Vorstellung erklären, welche geeignet sind und welche nicht?
- Erst eine geeignete Theorie vorstellen und gegen eine Theorie vergleichen, die nicht passt?

Man muss sich natürlich für eine Gliederungsform entscheiden, aber das fällt mir schwer. Mittendrin merke ich, dass ich es doch gerne anders machen würde und oft stelle ich dann doch wieder etwas um - nur um zu merken, dass die erste Version doch besser passte. In meinen Bachelor-Zeiten stellte sich heraus, dass es die "perfekte" Textverarbeitung nicht gibt. Tutor A fand Stil 1 besser, Tutor B hielt Stil 1 für absolut ungeeignet und Tutor C wollte wiederum etwas anderes. 

Eigentlich müsste ich mir den Stress nicht machen - für die EA wird es nur ein "bestanden" geben, keine Note und angeblich auch kein Feedback. Würde ich nicht bestehen, kann ich es im Prinzip mehrmals einschicken, so lang bis es irgendwann passt. Kein Druck. Leider kann ich mich da aber so gar nicht von frei machen und einfach mal lockerer rangehen. 

Dennoch hat mir das Tippen der EA großen Spaß gemacht (zu meiner eigenen ÜBerraschung). Es war interessant, mal wieder einen akademischen Text zu schreiben  Von der Antwort bin ich persönlich auch überzeugt, allerdings werden die spezifischen Kurse auch streng bewertet, wenn man einigen Kommilitonen glauben darf. Manche haben nicht gleich bestanden. 

Ich versuche, mich beim Schreiben nun an diese Tipps meiner OU-Tutoren zu halten:
  Write for an audience who isn't familiar with the topic! -> Man stellt sich vor, man würde für ein Publikum schreiben, welches mit dem Thema gar nicht vertraut ist. Man muss es innerhalb dieses Schriftstücks also schaffen, zu informieren und gleichzeitig natürlich mit seiner Argumentation zu überzeugen.  Einleitung, Hauptteil, überzeugender Schlussteil, in dem man auf keinen Fall des Hauptteil wiederkäut (lässt sich am meisten bei Essay-Formaten anwenden, aber so kann man auch kurze Antworten strukturieren).   Immer richtig zitieren    Send it in and utterly forget about it       Meine EA jedenfalls liegt in den letzten Zügen. 
Wie gesagt, die erste ist immer ein bisschen wie die Braut, die man zum Altar führt. 
Wenn sie weg ist, war das hoffentlich die Initialzündung, die anderen auch recht schnell loszuschicken  Abgesehen von den Klausuren (2), bin ich dann auch recht gut auf's Pferd gekommen, was das Pensum im ersten Semester angeht!  

LG      

Vica

Vica

 

Winterzeit...energielose Zeit...

Seit geschlagenen 4 Wochen bin ich etwas neben der Spur. Ich schlafe schon beim Hinsetzen auf's Sofa ein, meine Beine sind Pudding und den Weg von der Couch zum Kühlschrank würde ich am liebsten per Taxi hinter mich bringen. Seltsam ist: Nichts hilft. Kein Sport, auch nicht meine nachmittäglichen langen Spaziergänge (man müsste eher sagen: Wandertage). Die Ernährung ist nach wie vor gut, alles frisch vom Wochenmarkt und selbst zubereitet. Vitamin- und proteinreich. Und selbst mein alter Zaubertrank für Notfälle, der mich von 0 auf 100 für mehrere Stunden zuverlässig wach gehalten hat - nämlich guter Matcha aus Japan! - versagt kläglich.  In der Vergangenheit hat zumindest eines davon geholfen. Mein Stresslevel ist momentan auch wesentlich geringer als sonst, wonach ich eigentlich ausgeglichener sein müsste als vorher. Die Zufriedenheit ist ebenfalls größer. Somit riecht es sehr nach irgendeinem Mangelzustand. 
Allerdings kann es kein Zufall sein, dass ich solche Energieverluste immer ausschließlich im Winter und nicht im Sommer habe. Unsere schöne Stadt hatte seit Herbst so wenig Sonnenstunden wie seit 60 Jahren nicht mehr, kam nun heraus. Da liegt wohl der Hase im Pfeffer. Ich brauche Sonne! Der Gedanke, sich einfach mal ein paar Stündchen in einen Strandkorb unter der prallen Sonne zu legen, erscheint mir unendlich verführerisch   
Beim Arzt war ich auch schon (einer von ca. 2 Besuchen im Jahr). Offenbar sind meine Schilddrüsenwerte im Eimer (Überfunktion). Vitamin D ist vermutlich auch im Keller, was die Energielosigkeit erklärt. Ein Bluttest ist nicht umsonst - 45€ Eigenbeteiligung müsste ich hierfür zahlen. Puh...  

Zum Glück wirkt sich das aber nicht auf meine Fernstudi-Aktivitäten aus. Im Gegenteil komme ich gerade ganz gut voran mit dem Arbeiten. Aktuell habe ich mir die Einsendeaufgabe von "Projektmanagement 1" vorgenommen. Es handelt sich um zwei Aufgaben, in denen ich ein fiktives Projekt übernehme. Bei der ersten soll ich die von mir favorisierte Projektorganisation beschreiben, die zweite bezieht sich auf die Arbeit der anderen Projektbeteiligten. Ideen habe ich schon, die ich mir grob auf Papier notiert habe. Ich habe lange keine EA mehr geschrieben und muss mich nochmal ein bisschen mit dem Rahmen befassen, unter anderem wie man richtig zitiert. Zum Glück verwendet der Kurs auch den APA-Stil, wie schon bei der OU. Zitieren war und ist aber immer einer meiner schwachen Punkte gewesen. Darum ziehe ich mir jetzt nochmal das dazugehörige Tutorial rein. 

Auf der Couch, statt am Schreibtisch. 
Euch ein schönes Wochenende! 
 

Vica

Vica

 

Evaluiert: So war der Fernlehrbrief Projektmanagement I

Psychologie kreuzt sich an manchen Stellen auch mal mit (Betriebs-)Wirtschaft, was es dem emsigen Fernstudenten ermöglicht, auch mal einen Blick in andere Fachbereiche zu werfen. Dieses Erlebnis hatte ich nun mit dem Kurs "Projektmanagement I". 
Eine Übersicht.

Worum ging's?
Wenn in eurem Betrieb mal wieder ein Projekt wenig erfolgreich angelaufen ist und ihr einfach nicht wisst, wo genau der Wurm drin ist, dann muss jemand her, der Erfahrung im Projektmanagement hat. Dieser jemand befasst sich mit Erfolgs- und Misserfolgskriterien, der richtigen Organisation, definiert, was zu tun ist, verteilt Kompetenzen und löst Konflikte zwischen Teilnehmern. Gehört auch zum Arbeitsbereich von Psychologen (aber nicht nur diesen). 
Eckdaten:
65 Seiten mit Reflektionsaufgaben, Übungsaufgaben und insgesamt 6 Kapiteln. 

Dauer:
4 Tage für das Durchlesen des Heftes und Randnotizen, wiederum 4 Tage für das Erstellen von Unterlagen. 

Was heißt abgeschlossen?
- Gelesen 
- Randnotizen 
- Mindmaps gemacht
- EA verpflichtend (noch nicht eingereicht)   Was ich dazu brauche: 
- Kopierpapier
- Mindestens 2 Farben + 1 normales Schreibwerkzeug 
- Bleistift (Randnotizen)
- Zum Markieren kann man einen Textmarker verwenden, aber ich musste ihn eher selten anwenden. 

Das habe ich produziert:
- Randnotizen mit Bleistift - da habe ich mich mal so richtig ausgetobt und auch mal nur "Kommt mir bekannt vor!" oder "Versteh ich nicht" geschrieben. Auf die Weise blieb mir der Inhalt besser hängen, den ich dann nochmals nachgeschlagen habe. 
- 6 Mindmaps, also pro Kapitel eine auf sparsamen 3 Seiten (Beidseitig)
- 1 Deckblatt für die zusammengetackerten Mindmaps. Auf diese stehen die Lernziele des Studienbriefs. 
- Die Übungsaufgaben habe ich noch nicht schriftlich, bzw. nur im Kopf gemacht und dann abgeglichen mit den Lösungen. War okay. 
- Kaffee usw. hab ich nicht so sehr gebraucht. Ich muss gestehen, ich hab das Heft auf der Couch und im Bett bearbeitet, nicht am Schreibtisch  (dieses wolkenverhangene Wetter macht mich unendlich müde und faul. Bevor alles auf dem Schreibtisch liegen bleibt und sich anhäuft, nehme ich die Arbeit einfach mit in meine Siebenschläfer-Höhle) 

Karteikarten habe ich keine gemacht. Ich werde aller Voraussicht nach kein Projektleiter und noch dazu ist der Inhalt nicht klausurrelevant, so dass ich wohl auch keine erstelle  

Ist was hängengeblieben?  
Ich würde sagen auf jeden Fall. Noch nicht ganz im Sinne der vorgegebenen Lernziele (ich könnte jetzt aus dem Stehgreif noch keine weichen Faktoren für Projekterfolge nennen zB), aber mehr im Bereich der großen Zusammenhänge. Ich glaube, ich habe jetzt so eine Art Projektmanager im Kopf. Ich frage mich, ob man nochmal irgendwo arbeiten kann, ohne überall den Optimierungsbedarf zu sehen  

Funfaktor:
Kurzum, ich mochte das Heft. Obwohl ich den Studienbrief nicht besitze, auf dem es aufbaut. Es war interessant, mal über den Tellerrand zu gucken und das recht trockene Thema war ansprechend beschrieben, so dass ich das Heft auch recht schnell durch hatte.  
Verbesserungswürdig:   Hatte es zu lange vor mir her geschoben (hätte gar nicht sein müssen) Immer noch beantworte ich die Übungsaufgaben zum Teil ganz anders, als sie in den Lösungen stehen. Der Inhalt überschneidet sich zwar auch mit den Musterlösungen, aber offenbar konzentriere ich mich oft auch oft Punkte, die nicht so wichtig sind. Das kann problematisch werden, wenn es an die EA geht und ich da auch zu viel "schwafele". 
Erfolgserlebnis schlechthin: Die kurze Dauer (für meine Verhältnisse) hat mich echt gefreut. Habe recht produktiv gearbeitet damit. 
Aufreger schlechthin in dieser Zeit: Die Kaffeemaschine ging kaputt. Zwar hab ich für dieses Heft nicht viel Kaffee gebraucht, aber hey...nicht mal die Möglichkeit, welchen zu machen?  Zum Glück war die neue schnell da.    Zufriedenheitsbarometer:
10/10 - so gut könnte es immer laufen  
Gesamtfazit:
Es hat mir sehr gut gefallen, mit "Projektmanagement I" zu arbeiten. Hat zwar nur im entferntesten Sinne etwas mit Psychologie zu tun, aber ich muss sagen, dass das Heft schon sehr aufschlussreich ist - besonders der Abschnitt zu Konflikten im Team. Das Schema, das zu einem schlechten Betriebsklima führt, kann man problemlos auch auf anderen sozialen Situationen abbilden, z.B. einem Klassenverband oder sogar in manchen Familienkonstellationen.
So geht's weiter:
Ich werde mich jetzt der verpflichtenden EA (Einsendeaufgabe) zum Heft widmen. 
Außerdem geht es mit "Projektmanagement II" weiter. Ich bin mal gespannt, ob das auch so leicht von der Hand geht. 
 

Vica

Vica

 

Diagnostik-Bootcamp überlebt

Ich habe an einem verpflichtenden Webinar zum Thema Diagnostik teilgenommen  
Webinars gibt's natürlich auch als Face-to-Face Variante vor Ort in Göttingen, was für mich aber leider flach fällt. In sofern bin ich natürlich ganz froh über diese Online-Alternativen.

Ursprünglich dachte ich, dass es wie die meisten auch nur 1 1/2 Stunden gehen sollte. Das kann ich noch locker wuppen, auch mit Kindergarten-Seuche. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um Teil 1 + 2 handelte, und für das Seminar damit das Doppelte an Zeit angesetzt war. Das ist hingegen schon schwieriger, sowohl von der Konzentration, als auch von anderen knackigen Punkten, z.B. Kinderbetreuung. Doch das ließ sich zum Glück regeln. 
Ein bisschen die Zähne geknirscht habe ich schon, denn bisher mochte ich Diagnostik nicht sooo sehr, insbesondere die Testtheorie nicht. Ich kann für dieses Fach nur schwer lernen, irgendwie will nichts so wirklich hängenbleiben. Es ist nicht wirklich etwas Greifbares daran. 

Im Webinar waren dann so ca. 40 andere. Geleitet wurde es von einem Doktoranden. 
Überraschenderweise gestaltete sich das ganze sehr kurzweilig, spaßig und locker - das hätte ich nicht gedacht. Beispielsweise wurden viele Reflektionsfragen verwendet, z.B. ob einem etwas schwer fiel, was einem leicht fiel, Brainstorming zu Fachbegriffen...all das konnte man entweder in ein Chat-Fenster eingeben oder sich kurz per Mikro melden. 
Gemacht wurden einige Übungen, zum Beispiel zum Thema Kodieren. Wir haben immer wieder kurze Videos angeschaut und sollten anhand der Verhaltensweisen Items kodieren, etwa: Körperhaltung (Ruhig, Hände am Körper etc.), Sprachduktus (Satzfüller, ruhiger Redefluss) oder bewerten, wie selbstbewusst oder gesellig Leute anhand von kleinen Vorstellungsvideos wirkten. 
Die Daten hat der Admin gesammelt (man durfte vorgefertigte Excell-Tabellen ausfüllen und an ihn mailen) und in SPSS umgerechnet. 

Es gab auch interaktive Übungen unter den Teilnehmern. Anfangs hatte ich hier Panik, weil ich fürchtete: Oh je, ich habe doch Lücken - gleich fliegt auf, dass ich etwas nicht kann und ich werde entlarvt.  
Aber dem war tatsächlich nicht so. Es wurde sehr gut erklärt, was wir machen sollten (z.B. ein Kodierungs-Schema ausdenken) und da man sich ja nur versuchen sollte, konnte man in dem Sinne nichts falsch machen. 
Anhand eines gezeigten YouTube-Videos von einem Yoga-Guru sollten wir Verhaltensmerkmale aufschreiben und kodieren. Wir sollten unseren eigenen Entwurf an den Teilnehmer im Alphabet unter mir schicken, während wir gleichzeitig den Entwurf vom Vormann erhielten und mit Feedback an diesen zurück schickten. 
Also etwa so:

Hinz
Ich 
Kunz

Ich habe dann den Entwurf von Hinz bekommen, kommentiert und wieder zurück geschickt. Kunz hat dann meinen Entwurf bekommen und sollte diesen mit seinem Feedback an mich zurücksenden. 
Hierzu wurden kurz alle E-Mail Addys der Teilnehmenden eingeblendet. 

Das hat zwar mit Hinz geklappt. Leider habe ich von Kunz aber keine Antwort erhalten  Das war etwas schade. 

Insgesamt war es aber ein sehr spaßiges und kurzweiliges Seminar, das mir zum Glück auch zeigt, dass Testtheorie einfach ein Fach ist, das man am besten durch "Do-ing" lernt. Und es hat mich echt dazu animiert, mich wieder intensiver mit Diagnostik zu befassen! 
Das machte mir so Spaß, dass ich Teil 3 + 4 gleich für nächsten Freitag gebucht habe, obwohl ich eigentlich einen Termin für Monate später belegt hatte. 

Ich hätte gerne noch mehr Webinars in diese Richtung. 
Werde wohl auch andere mitmachen, die nicht verpflichtend sind! 

LG  

Vica

Vica



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