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Über diesen Blog

Über viele Umwege endlich an meinem Traumziel: Der Master klinische Psychologie an der PFH Göttingen. Endziel: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (KJP)

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Vica

Kennt ihr das? Ihr sitzt die ganze Zeit auf heißen Kohlen, weil ihr das Paket mit den Lehrbriefen erwartet wie den Messias. Mit dem Studienservice habt ihr schon kommuniziert, es kann in einem Zeitraum bis zum 1.10. jeden Tag eintreffen. Ihr seid überwiegend vormittags zu Hause und es klingelt: Niemand. 
Ihr habt einmal in diesem Zeitraum einen ganz dringenden Termin. Kommt nach Hause zurück, und Bingo: Paketkarte. 
Da ich keinerlei Bestellungen erwarte (und auch derzeit keinen Service oder Freund kenne, der den DPD nutzt), kann es ja nur das Paket mit den Lehrbriefen sein :D Das Paket liegt jetzt im Paketshop und kann frühestens morgens abgeholt werden. Allerdings ist der Paketshop !!22!!km von hier entfernt. <_< Es handelt sich um ein Nachbardorf. Die Gegend sagt mir überhaupt nichts, da kenne ich mich absolut nicht aus. 
Vor einer gefühlten Ewigkeit hatte ich schonmal was bestellt, was wegen hohem Bestellaufkommens an den DPD abgegeben worden war. Auch da war ich nicht zu Hause und somit wurde es direkt im Paketshop hinterlegt. Das war damals schon 8 km raus in einem Stadtteil, in dem wir nie unterwegs waren. Und dort in einem winzig kleinen Blumenladen. Damals bin ich mit Kind im völlig überfüllte Bus hingefahren und trotz Handy orientierungslos hin- und hergeirrt. Da der Laden sehr neu war, konnte uns auch kein Einheimischer helfen. Ergebnislos waren wir wieder zurückgefahren, die Bestellung ging zurück. Böse Erinnerungen werden wach. 

Zum Glück ist morgen Samstag, was bedeutet: Das Auto ist da. Mit zwei Kindern im Schlepptau würde ich da nicht mit Überlandbus hinfahren wollen. Ich bin furchtbar gespannt, ob das das PFH Paket ist und welche Lektüre mich erwartet :D 

 

Tatsächlich habe ich auch schon erste Bekanntschaften mit Mitstunden geschlossen, obwohl der myPFH-Zugang noch nicht vorliegt (laut Studienservice soll dieser wohl punktgenau am 1.10. eintreffen :) ). Erst dachte ich, bei Facebook sieht es mit Gruppen zur PFH mau aus, weil sie natürlich auch nicht so viele Studenten hat wie z.B. die FUH. Aber das war ein Trugschluss. Die vorhandenen Gruppen sind recht herzliche Gemeinschaften, wo einen die Mitglieder sofort anschreiben und adden wollen. Auch nach Lerngruppen wurde ich schon gefragt. Dazu muss ich mich aber erstmal sortieren und warte daher erst auf die Lektüre. 
Das gefällt mir, weil es bei der OU damals auch so losging :) 

Jetzt wünschte ich nur, ich hätte den Umbau des Büros rechtzeitig hinbekommen, was leider liegen geblieben ist :( Aber bis zum 1.10. ist ja noch etwas Zeit, sich schön einzurichten. 

 

Erstmal in den Besitz des Pakets kommen. 
Und hoffen, dass der Dorf-Laden morgen nicht auch noch zu hat. 

LG 

Vica

Eine Fernstudi-Alltagsroutine

Ab 1.Oktober ist ja Startschuss mit dem Master bei der PFH. Ich bin natürlich schon ganz hibbelig und kann es nicht erwarten, dass die Studienmaterialien hier eintreffen - oder der Zugang zu myPFH (einige haben ja beides schon). 

 

Der Sommer (Sommer??) ist rum und der Alltag klopft wieder an :) Okay, um genau zu sein ist es ein "neuer" Alltag, denn vieles hat sich hier geändert. Kindergarten, neues Studium, neue Routinen! 

Da ist es an der Zeit, alles ein wenig zu gliedern. 

Noch habe ich ja kein Material zu bearbeiten. Ist aber auch gerade nicht weiter tragisch. So lange fülle ich meinen Kopf mit Psychologie-Basics, um sie beim Start des Masters wieder parat zu haben - der Bachelor ist nämlich schon eine Weile her und das Statistik-Bootcamp in Hagen hatte mit reiner Psychologie nicht sooo viel am Hut.
Das Home-Office wird gerade auch nochmal umgebaut, mit einer ganzen Wand Psychologie-Lektüre, yay! :D 

Aktuell sieht der Tagesablauf so aus:
6.15: Aufstehen, frühstücken, alle(s) fertigmachen
7.30: Kindergarten für Nachwuchs 1 beginnt 
7.40: Kleiner Abstecher an der frischen Luft mit Nachwuchs 2 
8.00 - 8.15: Kurze Auszeit am PC, Kaffee/Tee, Nachwuchs 2 in den Schlaf begleiten 
8.16 - 9.00: Sport (Krafttraining oder YouTube), kurz duschen
9.00 - 12.00: Psychologie (aktuell: "Report" lesen, Fachlektüre, alte Studienbücher/Hefte, um das Bachelor-Wissen wieder aufzufrischen). Nachwuchs 2 nebenher bespaßen, mag aber in der Zeit lieber das Freispiel :) In diesem Zeitfenster wird demnächst dann das Lernen stattfinden./Lernzeit Teil 1 
12.00: Kochen (für die ganze Familie), Haushalt oder Pause 
12.30 - 14.00: Psychologie/Lernzeit Teil 2
14.00 - 14.30: Spaziergang mit Nachwuchs 2, Teil 2. Nachwuchs 1 aus Kindergarten abholen. 
14.30 - 17.30: Spielzeit mit Nachwuchs/zusammen etwas unternehmen 
18.00 - 19:00: Psychologie/Lernzeit Teil 3 
ab 19.00: Feierabend :D 

Die drei Lernzeiten gliedern sich so: 
Lernzeit Teil 1: Besteht aus Stoff lesen, Videos anschauen und Rohnotizen 
Lernzeit Teil 2: Notizen zusammenfassen 
Lernzeit Teil 3: Für den Krimskrams wie Karteikarten, Schaubilder etc. :) 

Natürlich können die Zeiten schon mal variieren und sind nicht starr. Aber so im Groben ist das die Struktur. Habe das jetzt einige Zeit beobachtet und so kommen alle am besten klar :) Der Plan gilt aber nur für unter der Woche. Beim Wochenende bin ich mir nicht sicher, bzw. lässt sich vieles eben doch schlecht planen, da das meiste spontan ist. Am wahrscheinlichsten ist, dass das Lernen dann in die Abendstunden fällt oder aber ich da ganz frei mache (je nachdem, wie es unter der Woche klappt!). 

Tja, jetzt kann's losgehen, oder? :)   
 


 

Vica

Bye bye, FernUni!

Liebe FernUni, es ist Zeit, dass wir uns Tschüss sagen! Unsere Liaison war kurz und intensiv, doch genau so schnell war sie wieder zu Ende. Wir haben es ja wirklich versucht miteinander, ein ganzes Semester immerhin. Am Ende ich vielleicht etwas mehr mit dir, als du mit mir. Liegt mir auch fern, nur Lamento zu machen, wir waren nur einfach nicht füreinander gemacht. Du bist sicher generell eine gute Institution, doch hatte ich einfach das falsche Ziel. Man sieht sich ja angeblich immer zweimal im Leben, vielleicht stoßen wir in anderer Angelegenheit mal wieder zusammen? Man soll nie nie sagen. Nun aber nehme ich meinen Hut und sage: Chapeau - denn ich muss weiter. 

 

Tja, so schnell ändern sich die Dinge. Studienvertrag und Einzugsermächtigung sind auf dem Weg nach Göttingen, ein Exmatrikulationsantrag dagegen nach Hagen (ohne @TomSon hätte ich den übrigens nie gefunden. Haben sie ganz gut versteckt! Dafür kann man sie dann recht schnell recht unbürokratisch über die Bühne bringen.).

Ein "Tischlein wechsel dich" sozusagen :) 

 

Bei der Exmatrikulation habe ich kein bisschen Zögern oder Bedauern gefühlt. Es wird insgesamt nur wenig geben, was ich an der FernUni vermissen werde. Eine Rückschau.


Daumen nach oben: 

Am ehesten denke ich an die supernette Betreuung im Regionalzentrum. Die Damen, die mir Tee kochten, als ich hochschwanger und mit Mittelohrentzündung die Klausur schrieb - die Damen waren wirklich besorgt und haben sich auch im Nachhinein erkundigt, ob alles gut gegangen ist. Das war wirklich sehr nett und geht weit über das Erwartbare hinaus! (Ich komme aus einander Gegend, wo die Leute generell nicht als die Fürsorglichsten und Freundlichsten gelten - in sofern hat es mich doppelt erstaunt) Ansonsten haben mir die beiden Pftlichtveranstaltungs-Tage in Hagen selbst sehr gut gefallen. Das Arbeiten und Vorstellen der Ergebnisse mit anderen Studis war wirklich ein tolles Gefühl. Man konnte sich austauschen und hat endlich mal Menschen in Fleisch und Blut kennengelernt, die genau dasselbe machen und wollen, wie du. 
Auch positiv ausgewirkt hat sich bei mir das Befassen mit dem Stoff (der Sekundärliteratur, nicht den Studienbriefen) - ich habe auch für das echte Leben viel daraus mitgenommen (komplexes Denken, Sprachstil usw.). 
Außerdem musste ich mir notgedrungen mal wieder richtig gute Lernmethoden überlegen. Das war sehr hilfreich, denn ich habe mich generell mit Lernmethodik befasst, was ich natürlich zur nächsten Uni mitnehmen kann. 

 

Daumen nach unten:
-Behördencharakter: Was mir persönlich nicht gefiel, war die empfundene Behördenmentalität der FUH. Die Mitarbeiter sind freundlich und bemüht, aber man hat wirklich das Gefühl, mit einer Behörde zu sprechen, als mit einer akademischen Institution: Aktenzeichen, Ihr Schreiben vom...., Nachweise von A und B, Gebühren für gefühlt jedes Kreuzchen, das man irgendwo setzt, Ihr Anliegen kann derzeit nicht bearbeitet werden, denn ich befinde mich bis einschließlich XX im Urlaub. Sie wollen....? Dann bitte Antrag A, B, C, C1....bis spätestens.... einreichen. Eine Bearbeitungsgebühr von XX€ entfällt, wen Sie bis zum.....antworten etc. 

Verwaltung: Oft den Eindruck gehabt, A weiß nicht, was B tut. Häufig war unübersichtlich, ob die Klausuranmeldung eingegangen ist oder nicht. Klausurnoten wurden zum Teil an falschen Stellen eingetragen. Alles muss unabhängig voneinander beantragt werden. Exmatrikulation heißt nicht, dass man auch automatisch von den Klausuren abgemeldet ist - das muss man nochmal separat machen etc. 
Will man eine Klausur am Regionalzentrum schreiben, muss man mit dem Regionalzentrum reden. Von denen erhält man dann die Daten einer Aufsichtsperson, welche man in das Formular nach Hagen einträgt und abschickt. Trotzdem bekommt man aus Hagen dann noch die Aufforderung, ich solle nachweisen, dass ich das Okay des Regionalzentrums habe (obwohl man doch nur beim Okay auch die Daten der Aufsichtsperson bekommt!!). 
- Pädagogik: Eine wirkliche Betreuung habe ich nicht erlebt. Schreibt man den Prof an, wird nicht geantwortet, bis man zum zweiten Mal nachhakt, ob die Mail angekommen sei (die Antwort darauf fiel dann sehr pampig aus). Unter der Telefonnummer habe ich auch innerhalb der angegebenen Zeit keinen erreicht. Die Betreuung in den Foren machten bei uns studentische Mitarbeiter, nicht aber die Profs selbst. 

- Unflexibel: Zwar ist super, dass die FUH einen Betriebskindergarten für Kinder von Studenten hat (der natürlich nur was bei Präsenzveranstaltungen nützt) und dass man Klausuren mit Baby oder schwanger im Regionalzentrum schreiben kann. Aber insgesamt ist die FUH so gar nicht auf die besonderen Bedingungen für junge Familien oder auch arbeitende Menschen zugeschnitten: Klausuren und Hausarbeiten können z.B. nicht auf einen naheliegenden Zeitpunkt verschoben werden (obwohl man aber von der Arbeit her oft nicht anders kann, als einen Termin mitten in der Woche zu verschieben - oder weil man ein krankes Kind hat, selbst erkrankt ist etc.). Schreibt man nicht mit, muss man sich ein ganzes Semester lang wieder hintenan stellen und verliert 6 Monate. So mies ist das nicht mal bei unserer Präsenzuni hier geregelt (und die ist schon echt unflexibel). Bei der OU konnte man Termine problemlos auf 2-3 Monate später verlegen. An der FUH kann man HAusarbeiten zwar auch verschieben, jedoch nur mit großem Aufwand (rechtzeitiges ärztliches Attest, Anzahl der Überzugstage muss erst genehmigt werden etc.) 
- Lernmaterialien: Empfand ich als eher schlecht. Sowohl die Vorlesungen (da man offenbar nur insgesamt 8 Videos machen durfte, quetscht man alles Mögliche schonmal in 2 Stunden rein. Die Videos waren zum Teil auch nicht gut. Vieles im Stil von: "Das....äh....dazu komme ich später" (kommt nicht drauf zurück) oder "Das ist ähm...Sie müssen wissen dass, (führt etwas aus)....ähhh, nee, vergessen Sie das, ich fang nochmal anders an" (Mönsch, das ist doch nicht live!). Bei dem mitgelieferten Studienbriefen wird man spannende, psychologische Topics, die zum Denken und Mitarbeiten anregen, oder einen roten Faden eher vermissen - sie lesen sich so spannend wie das Telefonbuch von Murmansk.
Viele Links bei Moodle waren tot und viele Studien, die verlinkt wurden, waren nur für sehr teures Geld zugänglich und dann nicht einmal essenziell.

- Klausuren: Schlecht, da lediglich Auswendiglernen. Sehr stur. Mir fällt hierzu wirklich gar nichts Positives ein :( 
- Gerade keine gute Zeit? Mein Eindruck ist, dass ich zu einer schlechten Zeit nach Hagen kam: Modul-Umstellungen, Profs, die nicht antworten, tote Links, mangelnde Betreuung, viel zu viele Studenten, die allgemeine Angst vor der gefährdeten Re-Akkreditierung des Masters. Mir fehlt der Vergleich, aber bei FB meldeten sich angeblich interne Mitarbeiter, die bestätigten, dass zwischen Profs und Studis gerade Eiszeit herrsche, was wohl damit zusammenhänge, dass die paar Mitarbeiter langsam mit dem Rücken an der Wand stehen gegen die Studentenüberzahl. Selbst der AstA äußert sich kritisch zur Uni in deren Zeitschrift "Sprachrohr". 

 

 

Anekdötchen zum Schluss:
Obwohl ich schon eine Weile abgemeldet bin von der Klausur (Bestätigung auch vorhanden), bekam ich am Freitag Post, dass meine Klausurunterlagen an das Regionalzentrum geschickt wurden. Somit könne ich die Klausur Anfang September dort schreiben und wenn ich nicht könne, solle ich rechtzeitig absagen :35_thinking:

 

Nun aber freue ich mich auf alles, was in Göttingen vor mir liegt. Zum Beispiel der richtige Schwerpunkt (klinisch). Startschuss ist der 1.Oktober. 

 

Übrigens ist das nur mein persönlicher Erfahrungswert zum Master in Psychologie an der FUH. Das heißt nicht, dass er deswegen generell schlecht ist! Es könnte sein, dass ihr damit ganz prima zurecht kommt! Oftmals liegt die Ursache ganz einfach auch in einem selbst, dass man mit den Arbeitsmethoden einer Institution nicht zurechtkommt! :) 


PS:
Ich habe meinen alkoholfreien Wein gefunden :D Bei uns ist Weinfest und ich hätte es tatsächlich nicht erwartet, aber die haben sage und schreibe ganze zwei 0,00%ige Stillweine! Ich hätte ja gedacht, dass quasi nur Traubensaft übrig bleibt, wenn man dem Wein den Alkohol nimmt, aber zurück blieb ein sehr milder, lieblicher Geschmack, dem eben die "Schärfe" am Ende fehlt. Für's Anstoßen prima :D 

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Vica

PFH: Angenommen!

Irgendwie hatte ich ein Gefühl, dass es diese Woche noch gute Nachrichten geben könnte, und: Es ist tatsächlich wahr geworden! Heute lag die begehrte Zusage für den PFH-Master im Briefkasten :17_heart_eyes: Ich war bei dieser Bewerbung zwar viel optimistischer als anderswo - insbesondere, nachdem es bei jemand anderem auch geklappt hatte. Aber so richtig hüpft einem das Herz vor Freude natürlich dann, wenn alles unter Dach und Fach ist :) Die Unterlagen lagen im Treppenhaus, als wir von einem 3-Stunden-Spaziergang zurückkamen und das ist war wirklich die Krönung dieses schönen Tages (zumal es bei uns gerade privat noch andere gute Neuigkeiten gibt). 

Wie geht's nun weiter?
Zunächst mal muss ich so schnell wie möglich aus Hagen raus, denn ich habe bis zum 3.September Zeit, des Master-Platz anzunehmen :) Nach deutschem Hochschulrecht kann man nicht zweimal in denselben Studiengang eingeschrieben sein. Darum nehme ich direkt meinen Hut und sage: Tschüß, Hagen. 
Der Master mit klinischem Schwerpunkt wird ab Oktober starten. Ich bin in der 6-Semester-Variante gestartet und muss dafür ca. 298€ monatlich locker machen. Als besonderes Gimmick kann ich allerdings 3 Monate umsonst studieren, weil ich mich in Elternzeit befinde :) Dazu muss man mindestens 3 Monate studiert haben, also bin ich von Januar bis März kurz beitragsfrei. Ein tolles Angebot :D 

Sehr toll, damit bin ich nach vielen Irr- und Umwegen und Plan-B-Tüftelei doch noch am Ziel angekommen :) Nun muss ich mich nur noch auf den 1.Oktober freuen und bis dahin die Zeit genießen :D

Gibt's eigentlich alkoholfreien Wein und schmeckt sowas? Suche eine stillfreundliche Anstoß-Alternative.  

Vica

Moinmoin allerseits :) 

In meiner Fernstudienlandschaft ist es derzeit sehr ruhig: In Hagen muss ich nicht auf eine Klausur lernen, aus Göttingen erwarte ich die Entscheidung bezüglich der Master-Zulassung. 

Der Tweet der PFH zum Blogeintrag hat mich schonmal ziemlich gefreut:
 

 


Ich vermute mal, dass ab Oktober studientechnisch wieder richtig die Post abgehen wird, darum genieße ich die freie Zeit noch und tauche ein in die Welt der Nicht-Studien-(Bücher) :) 

Hier mal ein kleiner Blick auf meinen Nachttisch:

1. Thor Ansell - Strange Matter
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Ich liebe Wissenschafts-Thriller, insbesondere wenn sie physikalische Phänomene behandeln, die sonst nicht viel Aufmerksamkeit kriegen. In diesem Buch geht es, wie der Titel schon sagt, um Seltsame Materie. Noch nicht gehört? Seltsame Materie besteht aus Strange-Quarks, Elementarteilchen, die alles, was sie berühren, ebenfalls in Seltsame Materie umwandeln können. In der Natur wurde sowas noch nicht beobachtet, aber es gab Diskussionen darum, ob der LHC des CERNs eventuell stabile Seltsame Materie erzeugen könnte (das ist damals bei der Diskussion um die eventuelle Entstehung Schwarzer Löcher aber total untergegangen). 
https://de.wikipedia.org/wiki/Seltsame_Materie 
Da man sich als Normalsterblicher nicht unbedingt vorstellen kann, was es nun bedeutet, in seltsame Materie umgewandelt zu werden, finde ich es umso toller, dass es nun ein spannendes Buch zum Thema gibt. In diesem Buch erzeugt ein kosmisches Ereignis Seltsame Materie, die auf die Erde trifft und dort eine Reihe von quantenmechanischen Wechselwirkungen erzeugt. Der Protagonist des Buches kommt dadurch ganz schön ins Schwitzen. Er beobachtet rätselhafte Phänomene, hört nachts komische Klänge, filmt alles und lädt es hoch, bekommt plötzlich Post von Wissenschaftlern. Der Protagonist ist wie der Leser Laie auf dem Gebiet, häppchenweise klärt sich alles auf, das schafft Spannung.
Der Autor beschreibt alles sehr detailliert, und das ist Wasser auf meine Mühlen, die sich gerne kosmologische Besonderheiten visuell vorstellt :) Natürlich handelt es sich auch dabei um Sci Fi und was Seltsame Materie mit der Erde anrichten dürfte immer noch unsere Vorstellungskraft übersteigen. Aber der Roman ist ein absolutes Goldstückchen für alle, die es lieber (potentiell) realistisch mögen und nicht Aliens etc. als Erklärung für alles suchen. 

Das Buch ist übrigens ein BoD, also folgt keinem Diktat eines Verlags. In der Kindle-Version ist es bei Amazon für unter 5€ zu haben. (Ich wollte aber was für's Regal, weil mir das Titelblatt so gut gefällt - wenn mich nicht alles täuscht, ist das der Helixnebel.).   


2. Brandon Q.Morris - Titan & Enceladus 
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Was ich bei dieser Buchreihe (es gibt auch noch ein drittes im Bunde, nämlich "Io") so umgehauen hat, waren die Titelblätter. Zwar sind dies auch wieder BoDs, aber der Autor hat einen echt guten Künstler engagiert. Sie fallen auch in Genre, welches ich sehr mag, was aber auch eher seltener vertreten ist: Hard Sci-Fi. Bei letzterer geht es um wissenschaftliche Genauigkeiten, es wird faktenorientiert erzählt - man hält sich auch weitestgehend an physikalische Gesetze. Oft kann das langweilig enden, wenn zum Beispiel der Autor dazu neigt, die Technologie der Raumschiffe seitenlang zu beschreiben. Ob das hier der Fall ist, kann ich noch nicht sagen, weil ich beide noch nicht angerührt habe. Thementechnisch fallen sie aber wieder genau in das, was ich gesucht habe: Titan und Enceladus sind Saturnmonde und zwar solche, die potentiell habitabel sein könnten. Auch hier interessiert mich am meisten: Wie sind solche außerirdischen Welten beschaffen? Wie würde es sich anfühlen und aussehen, wenn wir dort entlang spazieren? Darum geht es in beiden Büchern, weil sich bemannte Missionen hier aufmachen, um die Monde zu begutachten. Ich bin mal sehr gespannt, wie sich der Autor das vorstellt. 


3. Brandon Q.Morris - Proxima Rising
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Hierbei geht es um den Aufbruch zu einem Exoplaneten, gesponsort von einem russischen Milliardär. Das Interessante an dem Buch ist, dass es aus Sicht einer KI erzählt wird - hab ich bisher so auch noch nicht erlebt :) Das Ganze ist auch Hard Sci Fi, dabei aber noch mehr Sci Fi als z.B. Titan oder Enceladus. 

4. Sunzi - Die Kunst des Krieges & Niccolò Machiavelli - Der Fürst 
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Den Fürsten hab' ich tatsächlich schonmal angefangen, dann aber verliehen und nun wieder zurück bekommen. Er wurde 1513 verfasst und erschien erst 1532 postum, vorher gab es das Buch quasi nur als Bückware. Heute gehört es offiziell mit zu den wichtigsten Büchern, die man gelesen haben kann. Ersetzt man "Der Fürst" durch "Der Chef", kann man es sich als Anleitung umdenken, wie man im Unternehmen aufsteigen kann und dabei dem Konkurrenzdruck und feindlichen Machenschaften anderer systematisch trotzen kann. DIe Person, an die ich es verliehen hatte, gibt nicht viel auf Beratungslektüre, war aber von diesem Buch höchst inspiriert und konnte viel Nützliches daraus ableiten. 
Ich bin noch nicht weit gekommen, bin aber mal höchst gespannt. Ich hatte es mir mehr aus historischen Gründen gekauft, weil Machiavelli die Borgia-Zeit abbildet.

Sunzi - Die Kunst des Krieges ist ein Buch über Strategie, wesentlich älter aber auch unbekannter als Machiavelli. Am Beispiel der strategischen Planung der Kriegsführung soll man angeblich wieder nützliches für den "Kampf" im Unternehmen oder der Partei ableiten können. Ich bin sehr gespannt. Beide Büchlein sind sehr dünn und kommen recht hübsch im Hardcover daher. Gibt's auch für noch weniger Geld, aber mir gefielen diese Einbände am besten. Beides ist natürlich keine Vergnügungsliteratur. 

 

 

5. Heinrich Mann - Der Untertan  
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Ich bin eigentlich mehr ein Fan von Thomas Mann (Lieblingsbuch: Buddenbrooks), aber seinen Bruder Heinrich habe ich bisher noch nicht angerührt. Das soll ja eine Bildungslücke sein. Ein Buch über sture Autoritätshörigkeit und was sie - psychologisch - mit den Menschen macht. Natürlich immer aktuell. Vom Schreibstil war ich weniger angetan, die ersten 50 Seiten waren schon ein ganz schöner Kampf. Anders als Thomas versteht er es nicht unbedingt, mich mitzureißen, aber da muss ich wohl durch :) .



Tja, und dann habe ich in E-Book-Form noch einige Literatur zur Klinischen Psychologische hier rumliegen. Den 42-seitigen Entwurf zur PsychThG-Novelle wollte ich mir auch noch zu Gemüte führen. 

Es gibt also genug Futter für den Kopf - wobei ich mich frage, ob das ca. 1000malige Vorlesen von Conni, Max, Raupe Nimmersatt etc. über den Tag verteilt auch dazu gezählt werden sollte :D 

LG 

 

Vica

Darf ich, darf ich, darf ich?

Es ist noch nicht lange her, dass ich meine Bewerbung zur PFH geschickt habe. Ich weiß auch, dass alles angekommen und schon in der Prüfung ist :) 

Trotzdem erwische ich mal wieder dabei, wie ich zum Teil 3x täglich zum Briefkasten gehe (unser Briefträger kommt, wie er lustig ist: Mal 2x, mal morgens, mal abends, mal gar nicht :D ). Kennt ihr das? Diese Ungeduld der Anfangseuphorie. 

Am liebsten würde ich auch einen ganzen Batzen an klinischer Lektüre just for fun bestellen. Es gibt so viele Gebiete innerhalb klinischer Psychologie, die mich auch privat interessieren. Meine große Liebe innerhalb dieses Gebiets ist und bleibt dabei vor allem die Psychoanalyse. Ihr wisst schon: Die Kindheit ist Schuld, das Verdrängte,  die Triebe, die Affekte und so ;)  Innerhalb der Psychologie ist das ja sehr umstritten - ich bin davon aber restlos überzeugt (ich finde aber auch, es gibt sogar noch spannendere Theorien als die von Freud). 


Ich versuche aber, noch den Ball flach zu halten. Denn noch hab ich ja keine Zusage. :) Ist aber auch schwierig, da die Griffel ruhig zu halten. 

Vica

Prüfung: Abgemeldet

So, von der MM1-Prüfung im September bin ich nun offiziell abgemeldet. Dies war nur der erste Streich einer ganzen Reihe an Umbauten in meinem Lebenslauf. Über diesen Umbau muss ich ein wenig mit der FUH kommunizieren, was schwierig ist, weil die Antworten teilweise Tage benötigen (Vergleich PFH: Antwort innerhalb von 20 Minuten). Was genau das ist, verrate ich euch, wenn es so weit ist (ich muss noch ein wenig tüfteln) :D 

 

Damit bereite ich also auch meinen Abschied aus dem MSc Psychologie in Hagen vor. Ich hätte gedacht, dass es mir schwerer fällt, aber schon nach der Prüfungsabmeldung (für die ich btw adäquat vorbereitet bin!) könnte ich interessanterweise Luftsprünge machen. Mit diesem Gefühl hätte ich nicht gerechnet, da ich weder Bammel habe vor der Prüfung noch ein Problem damit, den Tag organisatorisch einzurichten. Sie war kein Angstgegner. 
Auch hätte ich eher erwartet, dass ich noch zögerlicher an den Abbruch in Hagen herangehe, weil in so einem Fall meine Alarmglocken angehen. Ich war schon 27, als ich angefangen hab, meine berufliche Laufbahn in die Hand zu nehmen. Da hatte ich schon 10 Jahre einen eigenen Haushalt geführt, immer auch hart gearbeitet, aber nach zwei unglücklichen Anläufen mit einer Fernschule war ich kein Jota weiter auf der Karriereleiter. Als es schließlich klappte, war ich mir sicher: Wen sich dir nun die Gelegenheit ergibt, ziehst du durch! Das klappt wunderbar mit der OU. In Hagen allerdings gar nicht. 
Vielleicht erklärt es sich so, dass ich etwas über-vorsichtig bin mit Dingen wie: Abbrüchen, Zurücktreten, Verschieben etc. 
Ich glaube aber: Bei einem verantwortungsvollen Umgang mit seiner beruflichen Biographie darf, bzw. muss man sogar wählerisch sein.
Und ich denke, dass ich an einem Plan getüftelt habe, der sogar sehr gut aufgehen kann. :) 

Oh, und derzeit laufen auch ein paar Bewerbungen für einen Home Office Job. Richtig schnieke Bewerbungsbilder habe ich jetzt auch. Wobei mich der Preis von 39€ für 1 Bild auf CD + 4 Passphotos vom selben Motiv schon umgehauen hat :( War das früher nicht mal so, dass man ein paar Mal abgelichtet wurde und ALLE Motive auf CD mitnehmen konnte? 
Aber ich habe verglichen und überall in der Stadt werden die gleichen Preismodelle angeboten. Wer mehr Motive will, muss sogar 70€ ausgeben. Die richtig supertollen Bewerbungsphotos kosten sogar über 100€. Da musste ich mal schlucken. 

 

Vica

Tja, ihr Lieben, wie es aussieht, war es das wohl mit dem Sommer, oder seh ich das zu pessimistisch? Wir haben nun Dauerherbst und ein Schietewetter. Der Herbst ist wohl auch in meinen Master in Hagen eingezogen, denn wie es aussieht, steht hier bald das Ende meiner Reise bevor. 


Warum? Zwar bin ich an der PFH noch nicht angenommen (habe meine Bewerbung etwas spät abgeschickt!), aber dennoch bin ich guter Dinge, dass es hier bald weitergehen könnte :) . Das würde zwangsläufig bedeuten, dass ich mich aus Hagen exmatrikulieren muss, denn nach deutschem Hochschulrecht darf man nicht 2x in den gleichen Studiengang eingeschrieben sein. Und um ehrlich zu sein, würde es auch wenig Sinn machen. Nur fair ist das auch, denn sonst nimmt man anderen einen Platz weg - wie man weiß, hat Hagen ja etwas Platzprobleme. Nun ist es so, dass ich die Wiederholungsprüfung in Hagen wohl nicht mitschreiben werde, die Anfang September ansteht. Da wie gesagt meine Zulassung in Göttingen erst geprüft wird, werde ich die Prüfung in Hagen erstmal sicherheitshalber nur verschieben.

Zu diesem Schritt musste ich mich länger durchringen. Ursprünglich war ich froh, überhaupt einen Masterplatz in Psychologie zu haben. Obwohl ich nichts Schlechtes berichten kann und auch nicht falsch behandelt wurde (Einschreibungsprozedere mal ausgenommen, wo ich als deutscher Staatsbürger meine Deutschkenntnisse vorweisen musste), auch die Module potentiell interessant fand und über die fehlende Klinische hinwegsah: Pädagogisch kam bei mir nichts an und ich habe auch den Eindruck, dass in Hagen gerade eine gestresste Zeit ist. Dazu aber ein andermal mehr. 

Erstmal muss ich abwarten, welche Nachrichten demnächst aus Göttingen kommen. Ich hoffe natürlich gute. :D 

Vica

Moinmoin, liebe Leser (warum auch immer ich das dauernd schreibe, ich bin gar kein Norddeutscher! :D )

Aktuell ist es hier gerade ein wenig still, aus gutem Grund: Wir machen gerade Urlaub. Ist ja echt herrlich, wie toll das sein kann. Zwar sind wir auf Balkonien geblieben, entdecken aber gerade ein paar Ecken, Enden und Nischen in der Stadt, die wir bisher noch nicht kannten (dass einem das noch passiert nach fast 20 Jahren hier, wow!).  Wahnsinn, wie gut das tut :D Demnächst gibt's hier wieder tiefsinnigere Blogposts. Das Wichtigste in Kürze:

- Bewerbung an der PFH: Läuft :) Deren Hilfsbereitschaft ist wie gewohnt sehr hoch. Das erleichtert mir alles.
- Das Ziel KJP wird jetzt ohne Kompromisse angepeilt. 
- Falls ich nach Nierdersachsen müsste zur KJP-Ausbildung: Ich habe mich schonmal akklimatisiert und war mit der Family in Osnabrück. Ich war ganz angetan. 
- In Hagen ist Prüfungsphase. Prüfung ist allerdings erst September.
- Das Lernen für die Prüfung läuft entspannt. Dafür habe ich ein paar Kleinigkeiten geändert:

  • Nutzen altbewährter Lernmethoden
  • Ich mache es nun so: Wieder selbst mitschreiben bei den Vorlesungen. Danach Notizen zusammenfassen am PC (so kurz wie möglich). "Vokabeln" kommen auf Karteikarten. Der Inhalt der gesamten Vorlesung selbst kommt dann nochmal auf eine Mindmap. Mit wenig Worten. Soll nur eine Gedächtnisstütze sein.
  • Abends und nachts lerne ich nicht mehr. Rekonvaleszenz ist fast genau so wichtig wie das Lernen selbst.
  • Was ich nicht verstehe, lese ich in den Dummy-Büchern nach. Endlich mal was gefunden, was auch wirklich hilft. 

-   Ich bewerbe mich mal wieder um einen kleinen Job :D Den könnte ich zu Hause machen. Fällt mit Psychologie zusammen und wäre was für den Lebenslauf. Ob's klappt, weiß ich natürlich nicht. Aber wäre suuuuper!

- Am Dienstag: Termin für Bewerbungsfoto (ich weiß schon gar nicht mehr, wie man so was macht. Auf alten Fotos sehe ich aus wie eine Kalkreiniger-Süchtige, aber jetzt habe ich mal ein junges und dynamisches Fotographenteam gefunden und in 10 Jahren hat sich da hoffentlich was getan! :) ) . 

- Ich habe nochmal ausgemistet bei meinen privaten Kontakten. Da war doch noch das ein oder andere Schwarze Schaf dabei und mit Leuten, die immer mit der "Jaja, du und dein Fernstudium. Das dauert doch ewig, da passiert ja nichts, da wird auch nix draus!" - Schiene kommen. Das können die demnächst Leuten erzählen, die sowas interessiert. Mich nicht mehr. Da mache ich mich rar. Wunderbar! 
- Ich gönne mir wie angekündigt wie ein paar mehr Hobbys und das klappt prima :D 

 

Im Moment kann ich sagen: Habe in der letzten Zeit wirklich enorm Kraft gesammelt. Tut gut!! Kann man auch gebrauchen, bevor's bald wieder ernst wird :D 

Beste Grüße 

 

Vica

Auf zu neuen Ufern!

Die Bewerbung an der PFH für den MSc Psychologie läuft :) 
Ich werde wohl auf die 6-Semester-Variante zurückgreifen.  Und Oktober loslegen. 
Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise geht :) 
Endstation: KJP-Ausbildung. Geradeaus und nichts anderes mehr! 
Ich hoffe sehr, dass es klappen wird, einen Platz zu bekommen. Gehe aber stark davon aus, zumal der BSc passt! 
Ich freue mich nicht nur, dass das Endziel endlich erreichbar geworden ist, sondern auch auf das positive Studienerlebnis, das bei der PFH wartet. Und natürlich auf den klinischen Schwerpunkt. 
Es gibt viele Bereiche, die ich in Psychologie gerne machen: Kognitive (ja, ich weiß!!), biologische, pädagogische oder soziale Psychologie, Entwicklungspsychologie, auch die allgemeine...aber mein Hauptinteresse gilt und galt immer der klinischen Psychologie. Nicht nur das Fach, das uns die meisten Möglichkeiten eröffnet, sondern auch das spannendste. 

Au man, hab ich Bock!

Vica

Na ja, halbwegs zumindest! Ich habe nämlich nun den Gastzugang zur PFH und stöbere mich gerade etwas durch das MSc Psychologie Programm :) Im Online-Studienzentrum ist alles gebündelt, was der Fernstudent brauch, also neben einem eigenen Newsportal zum Thema Psychologiestudium auch Überblicke über das Curriculum (des bisherigen Masters, also noch ohne den klinischen Schwerpunkt), es gibt einsehbare Studienbriefe, Fallaufgaben, Hilfestellungen zum Thema Zitieren, Essays schreiben, Prüfungsvorbereitung, Vorlesungen + Folien und alles Mögliche zum Thema Klausuren und Standort. Auch Veranstaltungen kann man besuchen. Finde ich wirklich sehr transparent. 

Ach, eigentlich habe ich Lust, loszulegen. Ich glaube, was wirklich hilfreich ist im Leben ist ein gutes Gefühl beim Studieren. Zu OU-Zeiten hatte ich das - ich fühlte mich permanent gut mit dem Material, der Betreuung, den Study Mates, dem vermittelten Wissen. Dass es mit dem BSc der OU hier teilweise schwer werden könnte, das war mir auch damals schon bewusst. Aber das hat mich nicht aufgehalten und während dieser Zeit strotzte ich vor Selbstsicherheit. Letzteres hat dann dazu geführt, dass mir wirklich fast alles gelang, was ich anpackte. Man kann also wirklich sagen: Es war beflügelnd. Diese Erlebnis suche ich - auch in ähnlicher Form - wieder. Da die klinische Psychologie der Schwerpunkt ist, welcher mich am meisten in der Psychologie interessiert, gehe ich davon aus, dass es mir an der PFH am ehesten wieder so gehen könnte. Zu merken, dass man auf dem richtigen Gleis ist. 
Jetzt bin ich allerdings auch etwas übereuphorisch.

Aber erstmal muss ich noch für Statistik in Hagen lernen   :33_unamused:. Und damit bin ich (erstmal) wieder daun tu örs. 
 
 

Vica

Moinmoin allerseits :) 

Eigentlich wollte ich ja schon ein wenig was zum PFH-Gastzugang schreiben. Leider haben mich die Zugangsdaten bis jetzt noch nicht erreicht. Ich habe mich an den technischen Support gewandt und muss daher noch ein wenig warten. Ist aber auch nicht schlimm, weil es nicht eilt. :) 9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sind eh dafür, den Master dort zu machen, wenn möglich (man muss sich ja auch erstmal bewerben). 


Insgesamt weckt der Master neuen Mut für längst aufgegebene und begrabene Hoffnungen, an deren Ende der KJP steht. Die allgemeinen Voraussetzungen in NRW sind für einen Psychologen dafür ein Master-Abschluss mit dem Prüfungsfach Klinische Psychologe (ob in Bachelor UND Master oder nur einem von beiden ist bis jetzt nicht wirklich klar). Ich wusste schon vor dem Psychologiestudium, dass das schwer werden würde, zumal ich auch schon vor dem Studium in den Bereich reingeschnuppert habe. 
Als Freshman an der Uni will man das aber nicht so unbedingt wahrhaben.

Seit 2012 bei meinem Start an der OU sah meine Berufswunsch-Historie so aus: 

 

  • Mai 2012, 1.Semester an der OU: Hurra, ich werde KJP! Das wird schon irgendwie gehen! :) 
  • Juni, 2012: Cool! Stelle gefunden! Praktikum klargemacht! Das hier wird eine Erfolgsgeschichte! :) 
  • Oktober 2012: Ach, das wird schon klappen mit dem KJP. Bis ich fertig bin, sieht die Gesetzeslage wieder anders aus!
  • März 2013: Okay, die Novelle des Gesetzes kommt nicht. Mal abwarten, nur nicht nervös werden. NOCH muss ich mir da keine Gedanken machen, es gibt so viele Alternativen. Erst mal im Hier-und-Jetzt bleiben und aufs Studium konzentrieren. Praktika machen! 
  • Oktober 2013: Vielleicht lassen die mit sich reden, wenn nur meine Noten gut genug sind?
  • Dezember 2013: Mal sehen, vielleicht finde ich in GB oder in den Niederlanden einen bezahlbaren klinischen Master. Damit kann ich dann ja auch hier die KJP-Ausbildung machen.
  • Januar 2014: Nee, geht nicht :( 
  • Februar 2014: Vielleicht wäre kognitiver Psychologe was für mich. Geht das vielleicht ohne klinische Inhalte?
  • März 2014: Definitiv nicht :( 
  • April 2014: Aber als Kunsttherapeut kann man doch auch mit Kindern zusammenarbeiten. Und die Ausbildung kann man ja auch ohne Klinische machen! Mal Unterlagen anfordern.
  • Mai 2014: Hmm, wenn ich nebenbei im Lotto gewinne, mache ich das. Ziemlich teuer für Plan B. 
  • Juni 2014: Systemischer Therapeut! Das wär's. Das ist ja quasi sowas wie Psychotherapeut. Das geht auch ohne Klinische!!
  • Juli 2014: Allerdings arbeitet man dann eher mit Erwachsenen. Ich wollte mich ja auf Kinder- und Jugend spezialisieren.
  • August 2014: Juhu, in Köln kann man eine Ausbildung zum systemischen Kinder- und Jugendlichen Therapeuten machen! 
  • September 2014: Aber auch nur da :( Zumindest im näheren Umfeld. Ist aber leider doch viel zu weit weg. Und bald so teuer wie die normale PT-Ausbildung.
  • Oktober 2014:  Ach guck, man kann auch eine heilpraktische Therapeutenausbildung draufsetzen, wenn man den BSc hat! Insitut ist auch in der Nähe, hat zwar beschissene Kurszeiten, aber ich werd gleich mal beim BDP nachfragen, wie sowas ankommt!
  • Dezember 2014: Hätte nicht fragen sollen!
  • Januar 2015: Okay, BSc hab ich in der Tasche! Noten überzeugen auch! Was jetzt? Erstmal klinischen Schein nachholen. Dann mal bei einer Uni hier versuchen mit dem klinischen Master! :) In der Zeit tut sich bestimmt auch noch was. 
  • September 2015: Klinische nachholen zählt nicht, aha. Ein richtiges Studium hab ich angeblich auch nicht, aha. Vielleicht sollte ich mir doch was Vernünftiges überlegen? Lehramt oder Jura? :( 
  • Oktober 2015: Na, Hagen ist doch auch super. Damit kann man zwar nicht KJP werden, aber muss man ja auch nicht. Man muss ja auch mit der Zeit gehen...
  • Dezember 2015: Vielleicht mal über Selbstständigkeit nachdenken? :( 
  • Januar 2016: Ach, ich komme schon irgendwo unter. Positiv denken, positiv denken! 
  • März 2016: Wenn ich drüber nachdenke...Kita-Leitung wäre doch auch ein schöner Beruf. Und doch nicht sooooooo weit weg von dem, was ich mir vorgestellt habe, oder?
  • April 2016: Könnte es immer noch über den Umweg machen. Soziale Arbeit wäre doch auch was. 
  • Ende April 2016: Aha, Anerkennungspraktikum. Keine Zeit. Mist. Gerüchte, dass KJPs mit sozialer Arbeit und Pädagogik schwerer Stellen bekommen als die mit psychologischem Hintergrund. Psychologie-Master muss sein, sonst keine Berechtigung zur Titelführung als Psychologe. 
  • Mai 2016: Hey,im Arbeitsamt sind noch Stellen unbesetzt! Und im Jugendamt wird auch noch jemand gesucht. Hoffentlich ist das am Ende der Elternzeit auch noch so. Das ist nicht das, was ich machen will, aber irgendwie muss ja Geld reinkommen. Und mit dem Master aus Hagen sollte zumindest das problemlos möglich sein??

 

Im Grunde also eine Historie permanenter kleiner Rückschläge und Demotivation. Dazwischen liegen natürlich auch immer wieder Absagen, z.B. von der Uni. Der letzte Stand war eigentlich, dass ich nach der Elternzeit notfalls auch Fachfremd in der Sachbearbeitung etc. arbeiten könnte - irgendwann muss halt auch mal Geld reinkommen. 
Nun kam die Nachricht vom PFH Master und die alten Hoffnungen von früher wurden wieder wach gekitzelt. 

Tja, man soll ja bekanntlich die Hoffnung nicht aufgeben! :) Vielleicht ist dieser Master jetzt die (Er)Lösung.

LG

 

 

Vica

Gedanken zum PFH Master

Die schönen Seiten der Zwangspause: So gut wie jetzt ging's mir schon lange nicht mehr :) Ich bin fit, sportlich und kreativ (letzteres deutet daraufhin, dass ich wirklich mal ausgeglichen bin), das Leben mit zwei Kindern gestaltet sich entspannter als zuvor (ein Kind und schwanger), kurzum: Ich genieße gerade alles mit vollen Zügen. Das fühlt sich so gut an, hätte ich das gewusst hätte ich mich im März direkt von der Klausur abgemeldet und hätte ein Urlaubssemester eingelegt. Anfangs hat mir die Zwangspause zwar nicht geschmeckt. Aber mit der Zeit überwogen doch die Vorteile. Endlich mehr Ruhe, Gemächlichkeit und entspannte Abende. 

Der Psychologe nennt das: Entschleunigung. 

 

Die Energie, die ich gerade tanke, benötige ich auch für die zukünftige Gestaltung meiner postgradualen "Karriere". Mit Hagen alleine komme ich nicht da hin, wo ich will. So viel steht fest. Bei der PFH bin ich nun so weit, dass ich erst mal den Gastzugang beantragt habe, um mir das einen Monat lang anzuschauen. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind nun so zu 70% geklärt. Ich bin noch unentschieden zwischen Kredit und der Möglichkeit, die Gebühren selbst zu tragen. In der letzten Woche hatte ich verschiedene Kreditangebote verschiedener Banken eingeholt und muss sagen, fair sind die schon. 0%-Zinsen lassen sich natürlich nicht finden, was man ja aber auch kaum erwarten kann. Insgesamt bin ich allerdings ein großer Freund davon, sein Studium selbst zu tragen. 

Theoretisch hätte ich mich auch längst beworben, aber Vorsicht ist natürlich geboten, denn was heiß ist, kühlt bekanntlich schnell ab. Es sind noch ein paar Dinge unklar bezüglich der Therapeutenausbildung. Einerseits würde ich auch gerne wissen, was der BDP dazu sagt. Ich erwarte derzeit gespannt den aktuellen Mitglieds-Rundbrief. Dann habe ich überlegt, mich bei einer Online-Konferenz zum Thema MSc Psychologie anzumelden. Leider nimmt das Anmeldeformular keine meiner E-Mail-Adressen an, angeblich habe ich nichts eingetragen. Was ich auch mache. Vielleicht ändert sich das, wenn der Online-Zugang da ist. 

Ich vermute aber mal, dass zum Zeitpunkt der Konferenz dann auch keine Klarheit bestehen wird und man Antworten im Stil wie "Wir tun alles dafür, dass..." erhalten wird. Bei diesem MSc muss man einfach alles auf eine Karte setzen und hoffen, dass die Zeit die besten Ergebnisse fördert. Da ich "nur" KJP werden will, habe ich auch nicht sooo große Angst und da Niedersachsen um die Ecke ist von Münster aus, hätte ich auch einen Lage-Vorteil. Aber etwas Ungewissheit ist da schon noch.
Die Meldung mit der Zulassung des PFH-Masters ist noch ziemlich frisch.
Ich habe gleichzeitig Bammel, aufs falsche Pferd zu setzen - aber auch davor, dass mir der dickste Fisch entwischt, wenn ich es nicht mache. 

 

Nun, der Gast-Zugang kommt heute oder morgen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Probe-Studium anfühlen wird und berichte dann hier :27_sunglasses: 

 

 

 

Vica

Weiter geht's (nicht?)

Tja, ihr Lieben, im Moment bin ich in so einer Art Schwebezustand :) 

In mir reift der Wunsch immer weiter, unbedingt diesen PFH Master in klinischer Psychologie zu machen. Er setzt sich bei mir gegen die anderen Möglichkeiten durch, die ich weiter unten aufgeführt hatte - dabei ist mir nicht mal klar, wie er aussehen soll. Viel zu finden ist darüber bisher noch nicht. Wenn er in diesem Oktober anlaufen sollte, müsste ja in einigen Wochen (Mitte Juli?) schon eine Einschreibung möglich sein. Ich bin ja mal gespannt, ob es dann so weit ist. 

Aus Hagen fühle ich mich nach wie vor ein bisschen abgehängt. Meine Kommilitonen aus der ursprünglichen Lerngruppe bearbeiten weiterhin MM3 und MM4. Obwohl ich die Thematik der Module sehr interessant finde (sie aber andererseits auch nie angepackt habe, da ich ja die Klausur nicht schreiben dürfte), sind meine Studienfreunde durch die Bank alle eher unbegeistert. Von "durchplagen" ist da die Rede. Manche möchten die Klausur in diesem Semester nicht schreiben, weil das Bewertungsschema geändert wurde und dieses mangels Erfahrung den ein oder anderen eher unbehaglich stimmt. 
Irgendwie schade, dass ich mich nicht so richtig betreut fühle in Hagen. Ich kann nichts wirklich Schlechtes sagen, aber es bleibt dieser enorme Behörden-Beigeschmack und das Gefühl, nur eine Nummer zu sein. 

Zur Wiederholungsklausur habe ich mich schon angemeldet und zudem hoffe ich, dass ich wieder am Regionalzentrum schreiben kann. :) Rückmelden muss ich mich auch nochmal, zumal die Rückmeldefrist wohl ablaufen wird, bevor man von der PFH Neues weiß.

Apropos. Was die Gleichstellung von FH und Uni in diesem Fall für andere Bundesländer außer Niedersachsen und SA bedeutet, steht noch etwas in den Sternen. Einer der federführenden Profs aus dem Kurs schrieb bei FB aber, dass man sich sehr dafür einsetzt. Ist mir sogar tendenziell egal, wohne eh weniger als 60 km von Osnabrück entfernt im schlimmsten Fall :D   

 

Momentan suche ich noch Finanzierungsmöglichkeiten für die PFH, ohne den Gürtel super eng schnallen zu müssen. Studienkredite scheinen ein fieses Ding mit noch fieseren Zinsen zu sein. Die Preise monatlich tun schon ganz schön weh. Allerdings muss man auch das große Ganze sehen und für das, was lockt, zahlt es sich dann doch aus, etwas mehr auszugeben. 

Vica

Was das Fernstudium angeht, läuft bei mir eigentlich nicht viel zur Zeit, weil ich immer noch zum Warten auf den MM1-Zweitversuch im September angewiesen bin :) So ein ,,Urlaubssemester" hat auch seine Vorteile. Man findet mal wieder ein bisschen mehr zu sich selbst. Dazu gehört auch, dass ich mein Fähnchen weiterhin in den Wind hänge, was andere Master-Ausrichtungen angeht. 
Das Problem mit dem hagener Abschluss ist, dass er mich nicht da hinbringt, wo ich hin will. Als Psychologe wird man damit womöglich nie richtig ernst genommen, zumal die klinischen Anteile fehlen und damit die Möglichkeit zur Approbation - die bei uns doch der Türöffner zu sämtlichen Aufgabenbereichen im psychologischen Arbeitsfeld sind. Das zählt nicht nur für niedergelassene Therapeutentätigkeiten, sondern auch für Stellen im klinischen Bereich oder in der Forschung. Damit kann man mit dem Master aus Hagen nicht mal träumen. 

 

Mit dem neuen PFH-Master könnte das anders werden, der - als FH-Abschluss nun mit der Uni gleichgestellt - ohne Wenn und Aber in die Therapeutenausbildung zulassen soll. 
So eine Entscheidung zum Wechsel fällt mir nicht ganz so leicht:

Auf der einen Seite würde ich zwar gerne abwarten, wie der "Testlauf" wird, auf der anderen Seite denke ich, gibt's keine Zeit zu verlieren, weil er bald vermutlich so hoffnungslos überrannt sein wird, bis irgendwann ein NC vorgeschoben werden müsste und das übliche Prinzip "Ihre Persönlichkeit statt NC" vielleicht nicht mehr ausreicht. 

Eine gewisse Restangst bleibt auch, etwas zu machen, was dann am Ende doch nicht anerkannt wird, weil es heißt: Ja, aber...

Dennoch muss man gewisse Risiken einfach mal eingehen. Sonst wird man auch nie herausfinden, ob sich etwas bessert. 

Zu klären wäre noch die Finanzierungsfrage. Der übliche Fernstudien-Master der PFH schlägt in 6 Semestern schon mit guten 300€ zu Buche. Bei 4 Semestern (was mir wesentlich lieber wäre) haut er sogar mit 450€ rein. Monatlich. 650€ Prüfungsgebühr müssen auch noch vorhanden sein. Es ist schon möglich, dass die Preise des neuen Masters dann nochmal fürstlich steigen könnten (wissen tu ich das aber nicht!). 
Zum Glück bleibt noch etwas Zeit, so dass man mal mit der Bank sprechen könnte. Vielleicht wäre ein Studienkredit möglich. Letztlich wird auch die PFH etwas dazu sagen können. Und meine Family hält den Master auch für eine gute Idee. 
Nebenher sollte ich wohl auch mal Lotto spielen :8_laughing: 
Wenn andere Leute reich wären, wollen sie Welreisen, Yachten, Autos - ich glaube, das erste, was ich machen würde, wäre diverse private Fernstudiengänge anzufangen. :D 

Oh man, oh man. Bin ganz schön in Aufbruchsstimmung! 

Vica

Hm, eigentlich könnte ich die Hausarbeit ja Hausarbeit sein lassen.
Sie ist ja bestanden und die (miese) Note steht ja unweigerlich fest. 
Doch eine Merkwürdigkeit gibt es da noch.
Gestern lag in der Post nochmal ein detailliertes Bewertungsschema. So kann man sehen, wie genau man bei den einzelnen Punkten abgeschnitten hat. Nicht nur die Punktzahl für die Aufgabenstellungen ist hier zu sehen, sondern auch formale Bewertungskriterien wie Rechtschreibung, Literaturverzeichnis, Zitatschema usw. sind aufgelistet. Schlecht ist das nicht, obwohl man sich natürlich schon ausführlichere Kritik wünscht, um zu lernen. 
Bei der OU gab's diese Bewertungsschemata häufig bei größeren Hausarbeiten oder auch Klausuren - zumeist aber individuelles Feedback vom Tutor. 
Interessanterweise habe ich gar nicht mal so sehr beim unvollständigen Literaturverzeichnis versagt, wie ich gedacht hätte. Habe hier nur sehr wenig Abzug bekommen.

Stattdessen habe ich aber ordentlich Punkte wegen angeblicher Überlänge verloren. Seltsam nur, da ich mich peinlich genau an die Seitenzahl gehalten habe. Nicht nur stimmt diese - auch hatte ich, um ganz sicher zu gehen, die Seitenlänge je Aufgabe weder über- noch unterschritten, sondern genau so eingehalten. Es ist auch beim Druck nichts verrutscht. :35_thinking:
Nun habe ich in den Foren gesehen, dass auch anderen diese angebliche Überlänge Punktabzüge beschert hat, obwohl sie im Rahmen sind. Sie sind sich einig, Widerspruch einzulegen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch. Bin mir aber nicht sicher, wie man das macht - einfach dem Lehrstuhl schreiben? Formales Schreiben hinschicken? Einsicht beantragen (müsste ich dazu nach Hagen??)?

Ebenfalls saftigen Punkteabzug gab es am Ende der langen Liste für folgenden Punkt: "Sonstiges". Was aber ist Sonstiges?
Alles andere (Rechtschreibung, Grammatik, äußere Form usw.) wurde ja schon bewertet. Welches "Sonstiges" bleibt da noch übrig?
Weiß das jemand zufällig?
Die Kommilitonen sind ratlos. 

Und auch der Punkt "Rechtschreibung" verwirrt mich. Hier habe ich nur die magere Hälfte der Punktzahl abgestaubt, dabei findet sich dort aber kein einziger Fehler laut Word (Glücklicherweise, denn ich hatte vor dem Abschicken nicht mehr Korrektur gelesen.) 

Würde an beidem noch geschraubt, würde sich die Note insgesamt verbessern. Ich erwäge also insgesamt, hier Widerspruch einzulegen. So ,,rebellisch" bin ich dann doch. ;) 
 

Vica

Das erste Semester im MSc war ja notentechnisch eher ein Satz mit X :) 
Man kann hinschmeißen - kann aber auch versuchen, sich neu aufzustellen. 
8 Wochen hatte ich nun "frei" und konnte ein wenig Ursachenanalyse betreiben und ein paar Dinge entdeckt, die mir als Stoplersteine im Weg liegen und lagen. Dient als Notiz an mich selbst - inspiriert vielleicht aber auch andere. 

 

Problem Nr.1: Vollzeit statt Teilzeit
Das Studium möglichst schnell durchziehen um am Ende der Elternzeit Gewehr bei Fuß im Job stehen war eigentlich das Ziel. Ist aber leider an der Realität gescheitert. Denn in Hagen sind selbst die Teilzeitmodule stofftechnisch sehr vollgepackt. Fulltime-Job (Kinderbetreung von 7 bis 20 Uhr) und Vollzeitstudium verbindet sich in Hagen nur äußerst schlecht. Meiner Meinung nach gar nicht machbar!
Lösungsansatz: Im Zweifelsfall TZ, bis VZ möglich. Das kann man ja jedes Semester ändern. 

Problem Nr.2: Auf Lücke lernen 
Man kann nicht alles wissen? Hätte ich eigentlich gedacht. In Hagen wird dies leider vorausgesetzt. Mit der größten Selbstverständlichkeit werden Nebensätze aus Scripten in der Prüfung abgefragt. 
Lösungsansatz: Darum ist es unerlässlich, das Lernmaterial sehr sorgfältig durchzugehen und nichts auszulassen.  Am besten so gut, dass man zu allen Scripten/Vorlesungen ein Referat halten könnte. Das gilt auch für das Verständnis des Stoffs. Mir fehlten leider einige Vorlesungen am Schluss. 

Problem Nr.3: Falsche Lerntechniken
Was sich bei mir als schlecht erwiesen hat: Fast ausschließlich mit Altklausuren lernen, Stoff stur auswendig lernen (ohne ihn zu verstehen), sich an der in den Kursen empfohlenen Pflichtliteratur aufhalten (trockne, ellenlange Studien die nichts zum Verständnis beitragen), Vorlesungen auslassen und nur Scripte lesen, keine eigenen Notizen, sondern nur auf den Scripten mitschreiben, schlechtes Notizenschreiben, verschmähen sehr sinniger Lerntechniken wie z.B. Mindmaps oder Karteikarten, weil mir das alt und überholt vorkam. Nicht genutzte Möglichkeiten wie Speed Reading. 
Lösungsansatz: Musste meine alten Lern-Verhaltensweisen komplett über Bord werfen und neu erlernen. Dazu gibt es sehr viel Literatur, man muss nur mal Amazon durchstöbern.   

Problem Nr.4: German Sturheit
Um jeden Preis durchziehen und damit Lücken zu riskieren rechnet sich in Hagen nicht. Die Zeit bis zur Klausur ist seeehr knapp bemessen. Ich hatte einen echt schwierigen Winter: Keine Kinderbetreuung, schwanger und permanent (jeden Monat) krank mit übelsten Infekten und selbst die MM1 Prüfung habe ich noch mit Fieber geschrieben. MM2 habe ich abgeschickt, um wenigstens irgendwas abzugeben. Dabei rumgekommen ist nichts. 
Hier hätte es wirklich mehr Sinn gemacht, die Prüfung und Hausarbeit zu verschieben. Dass das nicht hinkommt, habe ich früh bemerkt, wollte es aber nicht wahrhaben. Verschieben ist hier ganz und gar keine Schande, erst recht da das Niveau in Hagen sehr hoch ist und die Benotung nicht unbedingt die wohlwollendste (finde ich). Eine gewisse Perfektion wird vorausgesetzt, was aber in manchen Umständen nicht machbar ist. 
Lösungsansatz: Im Zweifelsfall also lieber einen Gang zurückschalten. 

Problem Nr.5: Noch fehlende Flexibilität des Studiengangs 
Hagen ist beim Thema Flexibilität noch kein Vorreiter, finde ich: Es ist nicht möglich, Ausweichtermine für Klausuren bei Krankheiten einzurichten. Stattdessen darf man sich wieder ein Semester hintenan stellen, wenn man am Prüfungstag krank ist. Das erhöht den Druck, sich selbst dann noch unbedingt zur Klausur zu quälen. Hausarbeiten kann man verschieben, ist aber ein bürokratischer Aufwand, sobald das Thema mal verschickt ist. Es geht im Prinzip über Krankschreibungen. Aber finde mal jemanden, der einen krank schreibt, wenn Abgabe Montag ist und man freitags schon ganztags zur Klausur muss. Bei der OU war das wesentlich besser, weil hier individuelle Extensions vergeben werden konnten und auch Klausuren hatten Ausweichtermine, sogar in Deutschland. 
Möglich, dass sich die Sache in Hagen auch ändern wird, weil selbst der AStA dran ist, hier Verbesserungen zu bewirken.
Lösungsansatz: Trotzdem lieber in den sauren Apfel beißen und verschieben, wenn nicht anders möglich. 

Problem Nr.6: Pädagogik anyone?
Ich empfand es so, dass man ein wenig alleine dasteht mit allem möglichen. Ein direkter Draht zu den Profs war nicht möglich. Per Moodle antworten zumeist deren studentische Mitarbeiter. Die Uni meldet sich ansonsten nur, wenn etwas fehlt, zum Beispiel Belege. Man fühlt sich etwas allein. So kümmern sich die Studis untereinander. Das führt aber organisationstechnisch oft zu Halbwahrheiten und Gerüchten. Es bestand oft Unklarheit beim Stoff in Statistik (oder auch über Formulierungen bei der Aufgabenstellung der Hausarbeit) worüber mehrere Leute stritten - was nun am Ende stimmt, weiß immer noch keiner. Die Pädagogik funktioniert hier also schlecht bis gar nicht. 
Lösungsansatz schwierig - man muss Wissenslücken dann noch mehr über die für einen selbst passende Sekundärliteratur füllen. 

Problem Nr.7: Keine Rekonvaleszenz 
Obwohl einem als Vollzeit-Arbeiter jegliche Zeit fehlt, bin ich trotzdem nicht der Meinung, dass man alle vorhandene Freizeit für's Fernstudium aufopfern muss. Im letzten Semester habe ich mir gar nichts gegönnt - das ändert sich jetzt. Ich finde, dass man nur dann positiv ans Studium herangehen kann, wenn wieder vernünftig aufgetankt hat. Das bedeutet auch, dass man um mehr um Hilfe bitten muss - aber da über seinen Schatten zu springen lohnt sich echt. 

Problem Nr.8: Sich zu sehr mit anderen vergleichen 
Von den Kommilitonen zu lernen ist ja per se nicht schlecht. Wir sind nur eine sehr kleine Gruppe im Master und man merkt schon, dass das Niveau extrem hoch ist. Der Wissensstand meiner Mit-Studis ist bemerkenswert. Die Klausur und Hausarbeit scheinen einige im Vorbeigehen abzufrühstücken. Über eine 1,5 wird noch Trübsal geblasen. Schnell fällt aber auf, dass die Auswahl der Kommilitonen in der Tat die Crème de la Crème aus dem BSc Psychologie in Hagen ist. Sie sind sehr erfahren mit den hagener Gepflogenheiten, Klausuren und haben alle ihren Idealweg gefunden, damit umzugehen.  Alles andere ist längst vorher abgesprungen. Übrig blieb nur ein Trupp Elite, wie mir scheint. Als Externer (mein BSc kommt ja von einer anderen Uni) ist das alles extremes Neuland.
Lösungsansatz: Irgendwie reinfinden und sich Zeit geben und bloß nicht mit anderen Leuten vergleichen (was nicht heißt, dass man sie sich nicht zum Vorbild nehmen kann). 

Problem Nr.9: Nicht mit der alten Uni vergleichen
Englische und hagensche Pädagogik liegen so weit auseinander wie die Erde vom Mond. Während man bei der OU lerntechnisch abgeholt wurde, wo man steht und jeder Aufwand auch belohnt wurde, muss man in Hagen eher um jeden Punkt kämpfen. Es wird knallhart frontal durchgezogen. 
Lösungsansatz: Lernmethoden der alten Uni an den Nagel hängen und nicht erwarten, dass das, was vorher funktioniert hat, hier auch klappt. 

 

 

Das sind erstmal die groben Fehler, an deren Beseitigung ich gerade arbeite. Mal sehen, was bei rumkommt. 
  
 

Vica

Huch, richtig -- ich hatte fast gar nicht mehr auf dem Schirm, dass ja noch die Note für MM2 ausstand. Das war die furchtbare Hausarbeit, die ich geschrieben habe, als ich mit einem Bein im Kreißsaal, mit dem anderen fast im MM1-Prüfungsraum und mit dem nicht vorhandenen (aber geforderten) dritten Bein im Lazarett wegen nicht enden wollenden Krankheitsinfekten stand. Die Hausarbeit wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschickt, nachdem die Post am Abgabetag leider direkt vor meiner Nase Feierabend gemacht hat und mich nicht mehr reinließ (Eintrag ist weiter unten). 

Die Hausarbeit lief in sofern mies, dass ich nicht gescheit fertig wurde. Heraus kam ein Wisch, der mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Eine Aufgabe habe ich nicht mal mehr richtig hinbekommen. Im Nachhinein fielen mir noch weitere Versäumnisse auf (überwiegend Formfehler, aber solche der verheerenden Art, nicht bloß Tippfehler). Korrekturlesen nicht mehr möglich. Das fand ich trotz all den schlechten Umständen so peinlich, dass ich schon hoffte, dass sie doch einfach auf dem Postweg verloren gegangen sein sollte. Wäre ja immer noch weniger übel gewesen, als dass man mit einer 5,0 durchfällt. Eigentlich fällt der Notenspiegel dieser HA nämlich wohl immer recht gut aus. 

Dass ich nicht mehr an MM2 gedacht habe in der letzten Zeit, kann bestenfalls Verdrängung sein :D Mir erscheint das Korrekturdatum ganz schön lange, doch gestern wurden dann die 39 ersten Noten ins Prüfungsportal hochgeladen, wie ich per Zufall auf Facebook erfuhr und ich sollte einer der "Glücklichen" sein, die dazu gehören. Ich kriege bei sowas ja immer Herzrasen und feuchte Hände...

Aber ich hatte Glück. Mir wurde noch die Gnade zuteil, dass sie bestanden ist ;) Zwar nicht mit einer Glanzleistung, so dass keine Korken knallen werden :92_thumbsdown:, aber das Modul ist erst mal abgehakt und muss nicht wiederholt werden. Die Note wird wohl unweigerlich im Masterzeugnis stehen, und die nächsten Module sollten schon besser werden, wenn dabei eine halbwegs vernünftige Gesamtnote rausspringen soll. Ein bittersüßes Gefühl irgendwie.
Aber erstmal heißt das: Weniger Stress und nur MM1 wiederholen in diesem Semester. :95_v:

Vica

Fremdgegangen

Die Tage sind hier zwei dicke Info-Hefte mit der Post gekommen. So ganz habe ich die Hoffnung, KJP zu werden, ja noch nicht aufgegeben. Mit dem Hagener Abschluss alleine ist dies ja nicht möglich. Ich habe mir diesbezüglich mal ein paar Informationen zu folgenden Studiengängen eingeholt:

- M.Sc. Klinische Psychologie und Empowerment an der diploma/MEU (da schleiche ich schon eine Weile drum. Es ist natürlich ein ganz heißes Gerät, dieser Master, insbesondere wegen den klinischen Anteilen darin, die dann auch zur KJP-Ausbildungen befähigen. PT möchte/mochte ich ohnehin nicht (noch nie) werden. Aber selbst im nicht-klinischen Bereich gibt's derzeit den hässlichen Trend, dass klinische Anteile in der Ausbildung gefordert werden und ich habe den Eindruck, dass Psychologen ohne klinische Psychologie kaum noch ernst genommen werden.)

- B.Sc. Soziale Arbeit an der diploma (abgesehen davon, dass meine Arbeitsstelle im sozialpädagogischen Bereich liegt, führt dieser ja zur Zulassung als Sozialpädagoge. Sozialpädagogen sind ebenfalls für die KJP-Ausbildung zugelassen)

- B.Sc Soziale Arbeit an der IUBH (da scheint die Zulassung zum Sozialpädagogen derzeit aber noch nicht geklärt zu sein. Was blöd ist, denn hier kann man flexibel anfangen und nicht erst im Sommer- oder Wintersemester). 

Ich frage mich, ob sich irgendwas davon neben Hagen studieren ließe, wenn man Hagen auf Teilzeit zurückfährt. 
Könnte man überhaupt zwei Master derselben Disziplin (Psychologie), aber mit unterschiedlichen Ausrichtungen studieren?
Weiß jemand vielleicht noch andere Stellen für Soziale Arbeit? :) 
Mich interessiert das alles erstmal nur theoretisch! 

Vica

Vom Prüfungsamt gibt's derzeit nichts Neues. 
Bis jetzt kann man immer noch keine offiziellen Noten einsehen :( Das neue Semester ist derweil losgegangen und ich habe wenig Motivation, mich MM3 und MM4 zu widmen, obwohl ich jetzt Zeit und Lust hätte. Die Themen der beiden Module sind sehr interessant und psychologischer als MM1 und MM2. 
Aber so wirklich bringen tut's das nicht, weil ich mich dort für keine Klausur anmelden kann. Ohne Aussicht, die Module auch abzuschließen (also via Klausur) finde ich es blödsinnig, sie überhaupt zu bearbeiten. Aber zu den Klausuren in MM3 + 4 kann man sich nur anmelden, wenn man die Modulschranke von MM1 + MM2 bestanden hat, und dazu hätte ich MM1 logischerweise bestehen müssen. Dass das eine Prozent noch zu knacken ist, glaube ich aktuell aufgrund der Antworten des Profs eher nicht. Obwohl einige Kommilitonen noch nicht locker lassen. Aber bei denen geht's weniger um Bestehen als darum, eine bessere Note zu kassieren. 

 

Nun hab ich natürlich ein ganzes Semester Zeit, nochmal auf MM1 zu lernen, aber irgendwie ist das nicht so das Wahre. Da die Klausur ja auch noch gut ausgefallen zu sein scheint, ziehen sämtliche Kommilitonen weiter und dürfen sich den Herausforderungen neuer Module stellen. Echt blöd - wie wenn eine Party läuft und du der einzige bist, der nicht eingeladen wurde. Gerne würde ich mitziehen.
Das Problem aus dem letzten Semester (zu wenig Zeit) hat sich in diesem genau umgedreht (zu viel Zeit). Ich fühle mich ein wenig Zwangs-Ausgebremst. 

 

Es wird mir aber nichts anderes bleiben, als mich wieder voll und ganz der Statistik zu widmen. Das ist zwar vom Fach her nicht schlimm, aber jetzt wieder diese ewig langen Vorlesungen noch und nöcher durchzugehen...örks. :( Das geht so weit, dass ich schon in andere Fachbereiche hineinschiele. 

Wenn jemand meine Motivation gesehen hat, dann soll er ihr bitte sagen, dass sie schleunigst nach Hause kommen soll. Sie wird hier dringend gesucht! 
  

Vica

Welche Erlösung, endlich sind die vorläufigen (da noch nicht offiziell abgesegnet sondern nur maschinell erstellten) MM1-Ergebnisse raus! :D (Das ist, wie gesagt: 2x Statistik, 1x das Mysterium Evaluation)
Damit ist der tägliche Nervenkrieg "Nein-ich-guck-nicht-ich-drück-jetzt-nicht-F5-hmmm-okay-ich-guck-nur-ganz-kurz-mal" endlich beendet :D Eigentlich hätte ich an dem Tag gar nicht mehr nachgesehen, aber ich bekam eine SMS von einem Kommilitonen. 
Allerdings ist weniger schön, welche Note mich da vom dritten Prüfungsbogen anglotzt (die muss man übrigens echt erstmal suchen!!).
Insgesamt hab ich aus allen drei Klausuren eine 74% hingebogen.  Die Bestehensgrenze liegt aber bei 75%!


Das heißt: Volles Rohr durchgesegelt. Trotz allem Abrackerns, Lernen-in-jeder-freien-Sekunde, Nachtschichtenschiebens. etc!

Obwohl ich bei der mysteriösen Evaluations-Klausur (der Kurs, den ich am wenigsten geblickt habe!) eine 1,3!! gemanaged habe, reißt das das Ruder nicht rum. Meine beiden Statistikklausuren sind nur in der zweiten 60%er-Hälfte (67% und 69%, alles unter 75 = Note 5). Ein Nicht-Bestehen der Klausur ist automatisch die Gesamt-Note 5,0, egal wie gut dein Notenschnitt in Wahrheit ist, sobald er unter der Bestehensgrenze von eben 75% liegt.
Zusätzlicher Tritt in den Rücken: Die Klausur SCHEINT in diesem Semester sehr gut ausgefallen zu sein. Das schließen einige aus der offenbar strengen Benotung (je besser die Klausur in der Kohorte ausfällt, desto strenger wird benotet?) Eine Kommilitonin hat 92% insgesamt erzielt und ist trotzdem im 2er Bereich (höh??).
Im letzten Semester dagegen war sie so schlecht, dass die Bestehensgrenze bei 71% lag (menno :D ). Also wird an den Notengrenzen schonmal herumgeschoben. 

 

Das sind nur die vorläufigen Noten, die offiziellen werden Mitte April per Post mitgeteilt :) Sie können sich bis dahin minimal ändern, aber laut alten Hasen kann man es wohl vergessen, dass man hier eine günstigere Zensur erzielt. Einziger Strohhalm, an den ich mich noch klammern könnte: Der Prof hat gar nichts gut geschrieben, trotz reklamierter Schwächen in der Klausur, was angeblich ungewöhnlich ist. Auf den Beschwerdebrief an den Lehrstuhl hat er in diesem Jahr auch nicht geantwortet, weswegen da nochmal nachgehakt wird.

Insgesamt denke ich aber, dass die 74% so wohl stehen bleiben werden. 
Das bedeutet zunächst, dass ich die Statistik-Klausur im nächsten Semester wiederholen müsste, um über die so genannte Modul-Schranke hinauszukommen.
Nun ja, packen wir's nochmal an und hoffen auf ein besseres Ergebnis beim zweiten Mal :) 

Vica

Die Klausurergebnis-Neurose

Irgendwie ein Klassiker, jedes Jahr wieder:
Die Klausuren sind geschrieben.
Eigentlich hätte man erst mal 4-6 Wochen Galgenfrist, in der man einfach nur die Semesterferien genießen könnte, bis man sich der harten Realität stellen muss.  
Etwa die Hälfte der Wartezeit verstreicht. 
So allmählich regt sich nervöse Aktivität in den Foren. 
Ob man schon was gehört habe? Wann gab's denn letztes Jahr Ergebnisse? Man hätte irgendwo aufgeschnappt, der Fachbereich sei dieses Jahr überarbeitet worden, heißt das dann vielleicht, dass die Ergebnisse früher kommen könnten? 


Und dann das, was überall, in jedem Semester, an jeder Uni, in jedem Jahr zu passieren scheint:
Irgendjemand hat todsicher beim Prüfungsamt angerufen und todsicher erfahren, dass die Ergebnisse schon diesen ......... (x-beliebigen Tag einsetzen!)..... veröffentlicht werden. Also noch diese Woche. Mehr als doppelt so schnell wie von der Uni angegeben. 
Aber in der Studienordnung steht doch eindeutig 4-6 WocheN Wartezeit?? - Jaja, aber am Telefon sei gesagt worden, dass dieses Jahr alles anders ist! Oha. 
Was darauf folgt ist ein flaues Gefühl im Magen, etwa wie vor der Führerscheinprüfung, die ganze Woche, bis zum heraufbeschwörten Tag X.
Wenn der erreicht ist, drückt man in ungesunden Dosen auf der Prüfungs-Ergebnisseite permanent F5 - vermutlich verliert die Taste bald die Farbe. 

Man kann gar nicht mehr online gehen, ohne F5, F5, F5....zu drücken. 
Was schließlich passiert:
Nichts. 
Der Tag X verstreicht. Der nächste auch. Der übernächste. Die ganze Woche, die übernächste. Kein Prüfungsergebnis. Kein Tag, bei dem man nicht ohne nervöse Gefühle online geht.
Der User, der angerufen hat, hat seitdem nichts mehr geschrieben.  
Offenbar also eine Falschmeldung.

Entweder gezielt mit Vorsatz, oder aber man ist wirklich falsch informiert worden.

 

Seltsam in dem Zusammenhang ist nur, dass ich das von jedem einzelnen Modul der OU auch kenne. Irgendjemand will immer angerufen und einen Termin erfahren haben, der wesentlich verfrüht ist. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Es stimmt nicht. Mein Mann kennt das von seiner Präsenzuni-Zeit auch noch. Besonders in der Examensphase hätten viele solche Falschmeldungen den Umlauf gemacht. Irgendjemand will immer was erfahren haben. Der besagte Veröffentlichungstag verstreicht aber ergebnislos, teilweise gibt's erst Wochen später Ergebnisse. Aber alle sind in Angst und Schrecken versetzt - man kann seine Galgenfrist gar nicht mehr wirklich genießen. 

Beweisen kann man nichts, aber genau das scheint mir das Ziel solcher Wortmeldungen zu sein. Als wäre man nicht schon nervös genug! :( 


Wie kommt man jetzt aus der F5-Falle - also dem Drang, dauernd die Prüfungsseite zu refreshen - wieder raus? Schließlich könnte ja doch was dran sein am Gerücht und dann könnte es ja theoretisch jeden Tag so weit sein....


Ich habe mir jetzt Geschäftszeiten eingerichtet, in der ich mal nach den Ergebnissen gucken gehe. Das ist - so hart es klingt - höchstens einmal am Tag und zwar abends. Ansonsten mache ich einen Bogen um WA- und Facebook-Gruppen und natürlich die Seite mit den Prüfungsergebnissen. 
Die harte Realität kommt schließlich früh genug. Da muss man sich nicht den ganzen Tag mit nervöser Warterei vermiesen lassen :D 


  
 

Vica

So war das erste Semester:

Ok, das erste Semester ist um. Hier liegen noch Berge vom Hausarbeits-Krempel herum, den ich unbedingt einmotten will, am besten ohne etwas davon zu lesen. So langsam realisiere ich: Es gibt tatsächlich mal wieder sowas wie Freizeit im Leben :) Zumindest bis April, wo es wieder rund geht. So lange mal ein kleiner Rückblick über dieses doch sehr intensive Semester als Vollzeitler:

 

Welche Fächer?
MM1:
- 2x Statistik (Multivariate Verfahren)
- Evaluation 
MM2:
- Gutachtenerstellung
- Testkontsruktion (im Grunde noch mehr Statistik) 


Zeitraum:
Oktober bis 6.März 

Arbeitsaufwand:
Die Fernuni veranschlagt zwischen 38 und 40 Stunden für VZler.

Tatsächlich bewältigter Arbeitsaufwand: 
Da ich erst ab 20:00 eine Kinderbetreuung habe und dann bis 22 Uhr gelernt habe, meistens nicht mehr als 2 Stunden am Tag, also 10 Stunden die Woche und am Wochenende nochmal 4 pro Tag = 8, macht etwa 18 Stunden die Woche. Das heißt, ich habe weniger Zeit hingebogen bekomme als ein TZler (20 Stunden) :( Teilweise klappte es aber erstaunlich gut, damit auszukommen. Beim Lernen und beim Lesen bin ich zum Beispiel relativ schnell. Wo man merkt, dass Zeit fehlte, war bei Zeugs wie Notizenmachen, Onlinevorlesungen oder generell dem Schreiben (z.B. für die Hausarbeit)
Zum Glück wird das ab nächstem Semester ganz anders, daher wusste ich, dass ich hier eben nunmal in den sauren Apfel beißen musste. 

Meinung zu den Fächern:
Mir haben alle Fächer recht gut gefallen und ich merke deutlich, dass ich mich in vielem weiter entwickelt habe, sowohl von der Denkweise, als auch vom Rede- und Argumentationsstil. Außerdem habe ich gelernt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. in sofern war eigentlich das ganze Semester eine Bereicherung. 

Ich denke mal, der Gutachten-Kurs war mein Liebling, auch wenn ich hier gnadenlos verkackt haben dürfte (Zeitmangel, da parallel zur Prüfungsvorbereitung!). Er machte inhaltlich am meisten Spaß. Schade drum. 
Die Statistik-Kurse gefielen mir ebenfalls vom Inhalt, hier habe ich eine Menge dazu gelernt. Nur blöd, dass ich während der Vorlesungen das Gefühl hatte, ALLES verstanden zu haben - dann aber so blöde MC-Fragen in den Klausuren dazu gestellt werden, dass man wie ein blutiger Anfänger da steht. Methodisch würde ich diesen Kurs auch ummodeln, denn 2-Stunden-Vorlesungen sind einfach zu lang. Die, die 30 Minuten gingen, blieben besser hängen. Außerdem wäre ein Studienbrief was dazu.
Evaluation war ein etwas merkwürdiger Kurs. Eher geeignet für Leute, die sowas schon mal gemacht haben. Für alle anderen las er sich wie die Anleitung zu einem Küchengerät, welches man noch gar nicht besitzt. Stellt euch vor, ihr lernt Funktionsweise zu einer Küchenmaschine, wie diese aufgebaut ist, welche Techniker daran beteiligt waren und welche Theorien es so über ihre Nutzung gibt....aber ihr habt sie nie im Leben in den Händen gehabt, geschweige denn irgendwo gesehen. Heraus kommt das, was dieser Kurs ist. Prinzipiell ist das Thema nicht uninteressant, aber nicht greifbar.

Testkonstruktion ist der Kurs, der mir am wenigsten etwas gesagt hat.Eignet sich finde ich besser, wenn man wirklich an Fragebögen und psychometrischen Tests arbeitet und Literatur zu Rate ziehen muss. Rein für theoretisches Hintergrundwissen ist das eher nichts, finde ich. 
Grundsätzlich war es interessant, in alles mal reinzuschnuppern. 

 

Wirkung des Studiums auf den Charakter/gewonnene Skills (neben Fachwissen):
- Mehr Eloquenz im Alltag durch die viele Leserei
- Ich bedenke große Themen wieder von mehreren Seiten 

- Ich bin allgemein logischer in Entscheidungen geworden. 

- Auch irgendwie objektiver

- Ich kann wieder schneller schreiben (handschriftlich)

- Wurde von anderen bestätigt 

 

Highlights im Semester:
- Die PV in Hagen 

- Eigentlich auch die MM1 Prüfung im Studienzentrum. Wirklich sehr angenehm gewesen die Umgebung!

- Viele neue Leute kennengelernt, viel Kontakt zur Außenwelt 


Tiefblicke:

- Ständig, wirklich schon seit Ende Oktober krank und bis heute kein Ende in Sicht  

- Oftmals am Rande der totalen Erschöpfung 

- Fehlende Zeit frustet 

- Literatur teilweise nicht vorhanden, schwer zu bekommen oder kostenpflichtig zu beziehen. Sehr viel "Pflicht-Literatur" gar nicht wirklich hilfreich, da in Wahrheit bestenfalls "Vertiefungsliteratur" 

- Keine Freizeit und damit keine echten Erholungsphasen. Aber so ist das Studium. 

- Hausarbeit so mies abgeliefert, gar nicht mein ganz eigener Standard :( 

 

Stoffauswahl:
Ich fand es ehrlich gesagt zu viel bei MM1. MM2 erschien mir sehr ausgewogen, viel Gutachten und etwas von der Testkonstruktion, das war okay. MM1 verlangte aber zum Teil, dass man Sachverhalte an bloßen Formeln identifizieren oder wortwörtliche Aussagen von Forschern zu irgendwelchen Themen kennen musste. Also viel Auswendiglernerei - weniger nützlich war das bloße Verstehen. Allerdings wird MM1 auch gerade überarbeitet und demnächst anders präsentiert. 


Prüfungen-Schweregrad:

- MM1: Ultra! Eher was für Gedächtniskünstler. Glück muss einem hier leider Hold sein. 
- MM2: Sehr machbar. Man braucht aber Zeit, weil das Schreiben sehr intensiv ist. Ob einem nun die Vollzeit zur Verfügung steht oder nicht, 3 Wochen sind nicht viel. Man darf nicht vergessen, dass die HA auch mitten in der Erkältungszeit fällt, und mit einem Infekt ist man schnell mal eine Woche außer Gefecht gesetzt. Schnell sind es dann nur noch 2, und wenn man in denen auch noch intensiv die Prüfung vorbereitet, bleibt fast nur noch Schmalspur-Schreiben übrig :( Das ging auch meinen anderen VZ-Kollegen so, die kein Kind und keinen Job haben. Man sollte nicht unbedingt erwarten, dass die Worte nur so aus einem heraussprudeln. Das dauert auch nochmal ein paar Tage, bis man da in Fahrt kommen kann. Man kann im Prinzip die HA auch aufschieben, muss dies aber umständlich über Krankschreibungen nachweisen und auch dann ist es Kulanz, ob es Aufschub gibt.

 

Wann begonnen mit Prüfungsvorbereitungen?

- MM1: Etwa Ende Dezember/Anfang Januar. Richtig effektiv dann Anfang Februar. (Prüfung am 03.03.)

 

Kommunikation mit Kommilitonen:

Fand ich super. Schnell haben sich Lerngruppen geschlossen und ich habe nun viele neue Kontakte. Allesamt sind auf sehr hohem Bildungsniveau, da muss ich mich echt immer ranhalten, um mitzuhalten. 

 

Kommunikation mit Betreuern:

Ich nutze die Moodle-Foren nicht und kann daher nichts dazu sagen. Nach dem, was ich da sehe, kriegen die Leute aber immer sehr schnell Antwort. 

 

Was ich anders machen würde:

- Fairere Prüfungen, weniger verwirrende Fragen zu Sachen, die am Rande der gefühlten 1000 Folien mal nebenbei angesprochen wurden, evtl. mehr Praxisbezug?

- Prüfungstermine sollte man im Krankheitsfall besser verschieben können. Zum Beispiel 1-2 Wochen später, statt ein ganzes Semester zu warten. So müsste man sich nicht selbst vom Krankenbett in die Prüfungsbank zerren und halb im Delirium mitschreiben. 

- Statistik 1 + 2 brauchen einen vernünftigen Studienbrief, vielleicht eine Art Manual, wo nochmal alles zu den Vorlesungen erklärt wird, anstatt dass man 1000 Seiten Eid für die Notation durchblättern muss.

- Definitiv keine 2-Stunden-Vorlesungen mehr. Weniger ist mehr!

- Zum Teil klarere Aussagen, weniger verwirrende Doppel-Verneinungen bei Statistik 

- 6 Wochen Hausarbeit für ALLE, nicht nur für TZler, wenn jemand VZ macht und das mit einer Prüfung zusammenläuft. 

- Bitte mehr Pflichtliteratur auch wirklich vorhanden haben

- Im Falle des Durchfallens einfach diese Klausuren an die Klausuren der nächsten Module mit dran heften, anstatt dass man dann gar keine Prüfungszulassung für die neuen Module bekommt. 

- Für mich selbst: Nächstes Mal Word im vollen Umfang nutzen. Literaturverzeichnis von Anfang an anlegen, wenn ich Hausarbeiten schreibe. 

 

Im Übrigen freue ich mich auf das neue Semester!! :) 

Vica

Vorwerg: Das Wochenende war wirklich der letzte Mist! :( Ich hätte wirklich gerne nach der Klausur am Freitag so richtig gechillt, Aber daraus wurde natürlich nichts, weil mir noch wesentliche Teile der Gutachten-Hausarbeit (Abgabe Montag) fehlten. Auch wenn ich den Großteil davon schon hatte, hatte ich den Rest total unterschätzt. Und auch Kleinvieh (Literaturverzeichnisse, Inhaltsverzeichnis usw.) macht ja Mist. Krass, wie wenig Stunden der Tag hat, wenn man an dem Wisch schreibt. 
Dieses Schreiben auf den letzten Drücker ist schlimmer als 6 Klausuren am Stück. Es tut körperlich weh und erschöpft wesentlich mehr.


Ich hatte die schönsten Pläne mit der HA. Einen tollen Schreibstil sollte sie haben, ein schönes Schriftbild, differenzierte Quellen und eine ansprechende Bindung, die Bock auf Lesen macht. Ich wolle rechtzeitig zur Post, um das Teil per Einschreiben loszuwerden und spätestens Sonntagabend fertig sein. So der Plan. Fertig wurde ich gestern Abend um 18:15. (Öffnungszeit der Post: Bis 18:30). 

In totaler Panik hab ich das Büro auf den Kopf gestellt (es sieht hier aus, als hätten Einbrecher gewütet :D ) und glücklicherweise doch einen halb zerknautschten Schnellhefter irgendwo gefunden. Schnell den Inhalt weggeworfen und Hausarbeit rein. Ab zur Post, die eigentlich 20 Gehminuten weg ist. Tatsächlich haben Mann, Kind und ich das in nur 10 Minuten geschafft. 

Und dennoch umsonst: 18:33. 

Mir wurde die Tür vor der Nase verschlossen und auf ein flehendes Wedeln meinerseits mit dem Umschlag wurde nur noch mit Kopfschütteln reagiert. Wenn Beamte Feierabend machen, dann ist auch wirklich Feierabend (finde ich eigentlich ja gut) :( 

 

Tja, da blieb nicht mal die Post.

Zum Glück war am Briefkasten noch eine Spätleerung. So ging das Ding ungesichert auf Reisen nach Hagen. 

Ulkig war, dass zeitgleich mit mir eine weitere Studentin eintraf, die ebenfalls gerne ihre Hausarbeit los werden wollte. Woraus dann natürlich auch nichts wurde. So muss man sich jetzt drauf verlassen, dass schon alles gut ist. 

 

Nach der Abgabe war ich ziemlich enttäuscht...
- HA nicht Korrektur gelesen, nur krasseste Fehler rausgelöscht. Will nicht wissen, wie viele Fehler da drin rumwimmeln.

- So einige Langquellen im Literaturverzeichnis vergessen. Wenn ich die nicht im Textteil kurz-zitiert hätte, hätte ich wohl unwillentlich nen Guttenberg gebaut!

- Eine Aufgabe sehr unzureichend beantwortet, da keine Ahnung und keine Zeit mehr, zu antworten. 

 

Der Mann hat mich unterwegs noch getröstet, mit alten Geschichten aus seiner Studentenzeit, wo verzweifelte Kommilitonen auf dem Weg zum Nachtbriefkasten sogar noch die letzten fehlenden Seiten handschriftlich geschrieben haben. 

 

Tja, so hätte das nicht laufen sollen. 

Das Ding wird entweder 4.00 oder gar nicht bestanden sein. :(

Und es dauert laaaaange bis man das erfährt.


Was soll's. Ich geh Lätzchen shoppen! :D  
 

Vica

So lief die Prüfung

Geschafft, geschafft, geschafft! Die MM1-Prüfung liegt hinter mir. Wow! Ich gliedere es mal etwas auf:

 

Vorfeld:

Es war eigentlich klar wie Kloßbrühe, dass ich schon wieder krank wie die Hölle sein würde. Muss ja - denn ich hatte schon seit Wochen Panik geschoben, dass ich zum Zeitpunkt der Klausur schniefend und mit dickem Kopf im Prüfungsraum sitzen würde. Naja, so kam es dann natürlich auch! Rechtzeitig, nämlich zwei Tage vorher, bekam ich eine ordentliche Mittelohrentzündung (hab ich seit 30 Jahren nicht mehr gehabt), Bronchitis und Sinusitis, Nase bis heute wie zuzementiert. Sprays etc. kommen nicht mal durch, sondern tropfen gleich raus. Mein Hausarzt kann mir nicht helfen - Ohren und Nase so zu, sie kann nichts sehen. Muss zum Spezialisten, der natürlich am Wochenende nicht mehr erreichbar war. Absagen wollte ich die Prüfung aber auf keinen Fall. Ich finde es besser, wenn man sowas hinter sich hat. Selbst wenn es nur für den Erfahrungswert ist, wenn man dann wiederholen muss. 

Das ist nun seit Januar Infekt Nr.8. Ich seh auch aus wie einer der TWD-Zombies, werde sogar auf der Straße schon von Fremden angesprochen, ob alles ok sei. 
Warum bin ich dauernd krank? Der Nachwuchs geht zweimal die Woche für 2 Stunden in eine betreute Spielgruppe und bringt alles mögliche an Killerviren mit, was uns hier zu Hause regelmäßig umhaut. Liegt daran, dass andere Mütter gut und gerne ihre kranken Kinder dort abgeben. Und so steckt man sich (und andere) den gesamten Winter über gegenseitig an.
Rest ist Murphy's Law.

 

Prüfungsort: 

Ich habe in meinem Regionalzentrum schreiben dürfen, weil ich im Mutterschutz bin (38.SSW), d.h. ich darf am nächstmöglichen Ort schreiben. Das war aus mehreren Gründen super, denn zum einen wohnen dort die Großeltern vom Nachwuchs - Betreuung geglückt! Zum anderen findet die Prüfung dort statt, wo ich schonmal die Statistik-Seminare hatte. Für mich eine gewohnte und angenehme Umgebung. Man muss sich bei so einer Sonderfall-Regelung selbst um alles kümmern, also Erlaubnis einholen, Prüfer organisieren und viel Papierkram. Hagen selbst schickt nur die Prüfung dort hin. Das hat aber alles super geklappt, die Damen vom Regionalzentrum waren sehr hilfreich und kommunikativ die ganze Zeit über.

Als ich ankam (30 Minuten vorher) haben sie einen erstmal in einen lockeren Plausch verwickelt, was auch sämtliche Nervosität bereinigt. Und eine Kanne Tee haben sie mir auch gekocht, "damit ich irgendwie durchhalte". Voll toll die Betreuung, wirklich 1a. So chillig hab ich noch keine Prüfung geschrieben.

 

Prüfungsablauf

Wie gesagt bestand die Prüfung aus 3 Klausuren: 2x Statistik (40 Fragen) und 1x Evaluation (25 glaube ich), das waren dann nach Adam Riese 65 Fragen. Zeitfenster: 14:00 bis 18:00 
Einfach Fragen ankreuzen ist nicht, dazu gibt's verwirrende LOTSE-Bögen, für die eine extra Anleitung bereitliegt. Hier muss man ENORMST aufpassen, dass man wirklich das Richtige einträgt! Schnell ist es passiert, dass man die Bögen verwechselt (da steht nämlich nicht explizit die Kursnummer drauf, sondern ein komischer Code, der einer Kursnummer zugeordnet wird - die richtige Dechiffrierung stand in der Anleitung) oder auch die Anordnung der anzukreuzenden Zahlen. Ich weiß nicht, ob das Usus ist bei MC, aber ich fand es super verwirrend und unnötig kompliziert. Will nicht wissen, wie viele schon in der Vergangenheit das eigentlich Richtige ankreuzen wollten, aber die Bögen verwechselt haben und damit natürlich durchfallen, weil nichts mehr passt. Und das nicht mal erfahren werden. 


Die Prüfung selbst war eigentlich theoretisch machbar - viele, viele Altfragen, bei denen ich mich leider nicht mehr an alle erinnern konnte, obwohl ich sie 1000x gemacht habe. Das war etwas ärgerlich. Es waren natürlich auch ein paar neue Fragen drin, bei denen man SPSS Outputs interpretieren und auf Studienergebnisse umdenken musste. Kommilitonen wollen hier Fehler oder unlösbare Aufgaben gefunden haben und sind schon dabei, einen Beschwerdebrief an den Lehrstuhl zu verfassen. Ich kann dazu nicht wirklich was sagen - da ich irgendwann nur noch auf Altfragen gelernt und noch nie etwas aus diesen SPSS-Outputs entschlüsseln konnte, hab ich eh nicht damit gerechnet, hier richtig zu landen, da habe ich dann bewusst auf Lücke gesetzt. In sofern: Keine Ahnung, ob die fair waren. Bei einer kam es mir aber wirklich so vor, als würde ein entscheidender Wert fehlen. Möglich also, dass da noch was gut geschrieben wird. Man wird sehen.


Die vollen 4 Stunden hab ich nicht gebraucht.


Fazit:

Ehrlich schwer einzuschätzen, weil es meine erste HAgen-Klausur war. Es kann in die Hose gegangen sein, kann aber auch gereicht haben (aber dann nur knapp, weil ich wohl fast nirgends die volle Punktzahl haben werde). Komischerweise macht mir das nichts. Wenn ich nochmal ranmuss, könnte ich erneut dort schreiben (da immer noch Mutterschutz und Stillzeit) und fände das herrlich chillig. Immerhin war das jetzt mal ein Erfahrungswert :) Man kann ja auch nicht mehr machen, als das Beste versuchen. 


Was mich am meisten wurmt, ist dass ich das Festessen von meiner Schwiegermutter überhaupt nicht schmecken konnte, welches es im Anschluss gab :(  Mit dem Rest wird man schon fertig. Der Nervenzusammenbruch kommt schon noch, wenn es dann in 6 Wochen überall auf Facebook heißt: Ergebnisse sind raus!! Oh je. 

Bonus: Prüfung schwer erkältet machbar?

Hatte in der Nacht vor der Prüfung 40,2 Fieber (hab ich eigentlich nie) und mir schön was zusammenphantasiert in der Nacht, also geschlafen hab ich nicht so wirklich toll. Hat mich aber auch nicht erschöpft. Habe am Morgen sehr heiß geduscht, um die nötigsten Kanäle freizubekommen. In der Schwangerschaft ist man sehr eingeschränkt, was Medis angeht, hatte aber von meiner Ärztin das Okay für Ibuprofen bekommen - was aber nicht anschlug. Da wohl anscheinend die Stirnhöhlen vereitert sind, war mein Kopf so richtig schön dicht. Hab auf Power-Essen gesetzt, das dem Körper hoffentlich etwas Energie spendet. Das gab's bei Schwiegermuttern in Form von Vollkornnudeln (leider konnte ich sie nicht schmecken, uäh!). Außerdem fand ich es hilfreich, viiiiel zu trinken, also hab ich zwei Flaschen Punica vernichtet (was ich immer schnell runterkriege, ob ich es schmecke oder nicht). Ich habe schon das Gefühl, dass ich damit gut gerüstet war. Im Regionalzenrum gab's heißen Tee, das tat sehr gut im Hals.
Mein Kopf war leider wirklich dicht und die Nebenhöhlen schmerzten. Das klaut sehr viel Aufmerksamkeit, insbesondere beim Interpretieren. Wobei es nichts mit der Erkältung zu tun hatte, dass ich mich nicht mehr an alle Altfragen erinnern konnte - hier hätte mir einfach mehr Lernzeit geholfen. (Nächstes Mal weiß man das besser!). 
Ich kann es wirklich nicht jedem empfehlen, man sollte sich das genau überlegen und abwägen. Erkältung ist auch nicht gleich Erkältung, mit schniefender Nase kann man das sicher machen - mit fettem Infekt ist es was anderes. Allerdings werden die wenigsten von euch Schwanger zur Prüfung antreten und können entsprechende Medis nehmen.
Wenn ich jetzt nicht in der Bredouille wäre, dass MM1 so nur noch einmal präsentiert wird und im Wintersemester KOMPLETT überarbeitet wird und damit vielleicht ein ganz anderer Kurs wird, hätte ich mir das vielleicht auch anders gelegt mit den Klausuren.  
Andererseits war es auch nicht so, dass ich gar nichts hätte machen können, also ich hab's überlebt :D 
Absolutes No-Go wäre gewesen, mit Fieber zur Prüfung zu gehen. So viel Vernunft muss sein! :) 


Und jetzt?
Muss ich mich ranhalten, um die MM2 Hausarbeit abzugeben. Abgabe ist MORGEN und ich bin erst halb durch. Au man! :( Wie zu OU-Zeiten...nix dazugelernt!! :( 



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