Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Ob wohl mal ein Tag ohne geht?

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HannoverKathrin

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Gestern habe ich STL SB Nr. 5 beendet. Ein dünnes Heftchen das ich nach nur 2 Tagen tatsächlich schon durchbekommen habe. Umsatzsteuer ist zum Glück nicht so befremdlich, umfangreich und kompliziert. Wobei natürlich die speziellen Sonderregelungen einen schon verwirren.

Gestern Abend hab ich mich durch die letzten Seiten gequält, damit ich den moralischen Erfolg feiern kann, heute nicht mehr ins Heft gucken zu müssen. Ich bin in der Stadt verabredet und danach möchte ich den Abend mit TV sehen verbringen. Ein Tag Entspannung wird mir gut tun. Aber ich muss zugeben, ich denke nicht dass ich mich heute in der City entspannen kann. Irgendwie schwirrt das Studium immer in meinem Kopf herum und eine kleine leise Stimme flüchstert andauernd "schaffe ich das alles rechtzeitig?" Es sind noch je 2 SB in STL und VWT offen, wobei ich noch theoretisch 4 Wochen zur Verfügung habe. So alleine macht das keine Bauchschmerzen, aber da ich die Prüfungsvorbereitungszeiten sehr knapp angesetzt habe, würde ich hier lieber mehr Zeit einplanen. Zeit die ich aber noch für die SB brauche. Meine Hoffnung war ja, ein paar SB schneller zu schaffen und so Freizeit rauszuarbeiten, aber im Moment klappt das einfach nicht. Zum Powern fehlt es mir aktuell einfach an Kraft.

Im Moment ist eh gerade alles etwas komisch. Nach gut 3,5 Semestern ist bei mir die Luft raus. Ich habe wenig Motivation, keinerlei Elan und irgendwie ist das Studium einfach nur lästig. Das Zwischenziel Grundstudium/Zwischenzeugnis stellt auch keinen Anreiz da. Irgendwie sehe ich nur diese unglaublichen letzten 3 Semester vor mir und die Befürchtung, die 3 Semester nicht mehr zu packen.

In 2 Wochen ist mein Gebutstag. Nicht nur an diesem Tag, sondern auch an ein oder zwei weiteren Tagen werde ich wohl definitiv STUDIUMFREI einlegen. Ich denke, nach einer kleinen Ruhephase habe ich dann auch wieder die Kraft in die Prüfungsvorbereitungsphase zu starten.

Zu meinen kleinen privaten Themen hat sich in den letzten Wochen natürlich auch einiges bewegt:

- Meinen Geburtstag werde ich diesen Monat nicht feiern. Evtl. hole ich im Januar eine große Feier nach, aber da mag ich mich noch nicht festlegen.

- Der Einspruch für meine Steuererklärung ist gleich damals noch wie er großes Thema war rausgegangen. Im Moment warte ich soweit auf eine Reaktion.

- Der geplante Autokauf wird nächstes Jahr über einen Kollegen stattfinden. Er wird jedoch noch dieses Jahr seinen Dienstwagen nach unseren Bedürfnissen bestellen müssen und somit müssen wir dieses Jahr noch die genaue Ausstattung festlegen. Zum Thema eingebaute Freisprecheinrichtung muss ich mich noch informieren, hier gibt es beim Golf verschiedene Varianten.

- Der Kauf einer neuen Digitalkamera erweist sich leider als sehr schwierig bzw. aufwendig. Der Markt ist riesig, das Angebot kaum überschaubar und nach der theroetischen Recherche hat der Praxisversuch bei MediaMarkt wieder alles durcheinander gewirbelt. Aus Zeitgründen und Prioritätensetzung habe ich somit das Thema aktuell auf die Warteliste gelegt. Morgen ist wieder Tanzstunde und somit werde ich morgen bei MediaMarkt wieder eine Praxisprüfung meiner neuen theroretischen Favoriten durchführen. Evtl. ist ja dann dieses Thema schonmal erledigt.

Alles in allem ist mein Glas im Moment also eher halb leer als halb voll. Ich bin gespannt wie sich die nächsten Wochen darstellen.


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2 Kommentare


Witzig, erst gestern habe ich mich - in Anlehnung an deinen Blog Titel - gefragt, ob das Fernstudium inzwischen schon ein Teil meines Lebens wurde.

Wie oft ist man "der, der das Fernstudium macht", auf jeder Familienfeier wird weniger über Hobbys sondern über meinen Fortschritt gefragt und selbst meine Schwiegermutter fragt, wann die nächsten Klausuren sind.

Ab einem gewissen Zeitraum besiedelt das Fernstudium den Studenten wie ein Parasit - man kann nicht mehr ohne. Was du ansprichst kenne ich, es gibt keinen Tag an dem ich nicht über das Studium nachdenke (meine absolute Pausenzeit im Sommer aussen vor). Immerhin denkt man ja auch "ach, heute mach ich nichts" ... dennoch denkt man aber darüber nach was kommt.

Ob das gut oder schlecht ist, vermag ich nicht zu sagen... aber es ist schon ein komisches Gefühl, wenn etwas in deinem Leben plötzlich so viel Platz eingenommen hat, dass man eben nicht "einfach mal" einen Tag ohne kann.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ich habe den ganzen Nachmittag nicht ans Studium gedacht, war herrlich abgelenkt. (Außer bei der Frage "wie läufts mit deinem Studium" :D) Lustiger Weise musste ich nach Hause kommen und der 2. Gedanke war "muss ich gleich im Blog berichten". Also ne Zeit lang kann man das Studium überstrahlen, aber wie du genau richtig gesagt hast, auch der Gedanke des Nichtsmachen ist ein Gedanke.

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      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker