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Griechenland

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Ich muss gleich mal noch einen Post hinterherschieben, weil natürlich auch mich das Thema Griechenland nicht loslässt. In der Arbeit haben sich letzte Woche ja alle ziemlich gefreut, weil die Regelungen doch recht vorteilhaft für Banken sind. Aber ich traue dem Braten irgendwie nicht. Glaubt hier denn jemand, dass diese Griechen langfristig ihre Schulden zurückführen können? Ich glaub das ja nicht und ich denke im übrigen auch nicht, dass es die Amerikaner können. Klar - zum Fenster rausspringen müssen wir jetzt nicht - aber besorgniserregend find ich das ganze schon! Hier übrigens ein recht guter Artikel zum Thema Marschallplan auf Handelsblatt.


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3 Kommentare


besorgniserregend ist die Situation auf jeden Fall, da hast du recht. Aber ich glaube auch nicht, dass es realistisch ist zu glauben, dass die Griechen ihre derzeitigen Schulden bei den Zinsen, die sie derzeit zahlen müssen, annähernd zurückzahlen können. Die Frage, ob Erlass oder nicht ist auch eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera - schwer zu sagen, was jetzt besser ist.

Aber die Frage, die ich mir stelle ist: die USA werden - wenn sie sich nicht einigen können - nächste Woche zahlungsunfähig sein. Wenn sie sich einigen, bezahlen sie ihre Schulden mit immensen neuen Schulden. Bei den Griechen (und Portugiesen, Iren etc.) bürgt die EU (oder die entsprechenden Fonds) für die Schulden. Bei den USA nicht.

Die USA haben immer noch AAA (wenn ich mich nicht täusche), die Griechen wurden auf Ramschstatus zurückgestuft, die Iren und Portugiesen wurden auch zurückgestuft - was sind denn die wirklichen Gründe hierfür??????

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Markus Jung

Geschrieben

Glaubt hier denn jemand, dass diese Griechen langfristig ihre Schulden zurückführen können?

Nein, das glaube ich nicht und auch von den Verantwortlichen glaube meiner Meinung nach niemand ernsthaft daran. Ich habe mehr den Eindruck, dass es erstmal darum geht, kurzfristig die Wochen zu glätten und in Ruhe zu überlegen, wie man dann mit der Staatspleite umgehen wird.

Was die USA angeht, bin ich mir nicht sicher, in wiefern es sich dort nicht primär um politische Machtkämpfe handelt, auch wenn die Probleme natürlich unbestritten da sind. Dennoch ist die USA aber im Gegensatz zu Griechenland, Portugal, Irland eine der größten Wirtschaftsmächte der Erde.

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Was die USA angeht, bin ich mir nicht sicher, in wiefern es sich dort nicht primär um politische Machtkämpfe handelt, auch wenn die Probleme natürlich unbestritten da sind.

es ist sicher richtig, dass es dort um Machtkämpfe geht - laut einem Bericht auf der Focus-Homepage von heute sind sich nicht mal mehr die Republikaner einig: die Tea-Party-Fraktion will vor allem die eigenen Vorstellungen durchsetzten - koste es was es wolle. Und die eher gemäßigten Republikaner sind wohl bereit, einen Kompromiss einzugehen, um die Situation zu retten.

Dennoch ist die USA aber im Gegensatz zu Griechenland, Portugal, Irland eine der größten Wirtschaftsmächte der Erde.

deshalb haben die USA auch ein weit größeres BIP als andere Staaten - doch selbst wenn man die Verschuldung relativ zum BIP betrachtet, ist die Verschuldung höher als die von Griechenland, Irland oder Portugal. Die USA hatten viel zu lange mehr konsumiert als sie produziert haben und zahlen wohl jetzt die Zeche dafür. Dazu kommt, dass die USA mittlerweile auch generell schlechte Wirtschaftsdaten haben - wie z. B. Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit. Und während hier in Deutschland das Arbeitslosengeld die schlimmsten Folgen der Arbeitslosigkeit abfedert stehend die Menschen dort bei Arbeitslosigkeit sehr schnell ohne Geld und ohne Krankenversicherung da, was die Sache nicht unbedingt leichter macht.

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