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Fernabi2013

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so, auf Wunsch erstmal kurz etwas zum Thema Alphabetisierung und Biwi:

Nein, erst kam Biwi, dann die Alphabetisierung :-)

Ich habe, als ich von der Fernuni erfuhr, Interesse für Psychologie und Biwi gehabt. Habe mich dann aber für Biwi entschieden, weil es mir doch mehr zugesagt hatte und weil ich mir bessere berufl. Chancen damit ausgerechnet habe.

Die Uni hat mir dann plötzlich verschiedene Wege geöffnet...ich habe nämlich begonnen, Nachhilfe zu geben. Dadurch kam ich an LRS-Schüler, und da eine Mitstudentin LRS-Therapeutin ist, habe ich mich schlau gemacht, und fand das ganz spannend. Ich bekam auch gleich 2 LRS-Schüler, für die ich Material brauchte. Bei der Materialsuche im Internet kam ich auf das Thema Alphabetisierung/Analphabeten in Deutschland. Fand ich erschreckend und spannend. Dann fand ich zufällig, dass es in meiner Gegend Fortbildungen dazu gibt....und die habe ich dann nach und nach durchgezogen! Nun mache ich ehrenamtlich etwas in diesem Bereich und habe einen Honorarjob an einer VHS, und werde auch in diesem Bereich bleiben, und diese Tätigkeut auch ausbauen. Ein wenig träum ich ja auch vom Masterstudium Alphabetisierung, auch, weil in diesem Bereich noch so wenig geforscht wurde..und die auch noch dringend fachlich ausgebildete Leute brauchen...Na mal sehen.

Und wegen Alphabetisierung von Deutschen: Wen es interessiert, der kann sich die aktuelle LEO-Studie im Internet angucken...es gibt ca. 7,5 Mio Analphabeten + Dunkelziffer in D.

Analphabet ist, wer nicht die Stufe 1 der Pisa-Studie erreicht, also ca. Grundschulniveau im Schreiben hat. Aber man unterteilt die Analphabeten selbst auch noch in verschiedene Stufen. Es gibt richtige Buchstabenanfänger die gerade mal 1-4 Buchstaben erkennen können, aber auch Leute, die können ein paar Worte, kurze Sätze oder so. Daher muss man dann auch verschieden vorgehen. Aber es macht Spass, und man muss sehr kreativ sein. Da es noch nicht sooo viel Material gibt, und auch nicht viel gescheite FAchbücher (man muss sich die bei den Migranten leihen), muss man viel selbst machen. Anstrengend, aber es macht auch viel Spass. Und man darf natürlich nicht so wie in der 1. Klasse anfangen, sondern man sollte erwachsenengerecht arbeiten.

Viele haben 5-10 Jahre VHS-Unterricht...aber es lohnt sich. Ein Ex-Analphabet schreibt jetzt sogar Kinderbücher....Sie haben einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse und so....

So, Abimässig...Englisch ist weg, aber bin etwas genervt, obwohl ich es am Montag verschickt habe, hat Klett es noch nicht als angekommen markiert. Physik ist seit vorgestern weg und auch noch nicht dort. War aber derletzt in Spanisch auch so, da kam dann schon die Korrektur, als die endlich markiert haben, dass es da ist...finde ich etwas blöd. Dieser Balken, wo steht, wieviel Prozent man schon hat, motiviert nämlich...und wenn die das so langsam machen..naja.

Physik war ein Krampf, aber echt. Wärmelehre. Gas...die erste Aufgabe konnte ich kaum, ich wusste zwar, um was es geht, aber irgendwie....so habe ich sie nur halb gelöst und dazu ein paar Erklärungen geschrieben. Aufgabe 2 ging auch nur so halb, aber der Rest müsste ok sein. Nutzleistung ausrechnen, Wärmeverlust , usw..Das gibt garantiert keine 2 mehr...

Das nächste Heft ist 'Optik'.

Geschichte gedeiht...Nun weiß ich, von wem der Spruch 'Ein Platz an der Sonne' stammt....Ich denke, am We kann ich mich an die Monster-EA machen.

Was ich aber nicht so ganz verstehe....wieso fanden einige Industrieländer, dass sie das Recht hätten, andere Länder einfach zur Kolonie zu machen, nur weil die Bewohner noch nicht so entwickelt sind? (höhere Rasse- niedere Rasse..so hatte es einer betont...). Schade, dass man auf der Welt nie irgendwie einfach nebeneinander her leben konnte.


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3 Kommentare


Ich habe schon mit funktionellen Analphabeten zusammengearbeitet. Es ist beeindruckend, wie sie ihre Probleme überspielen können. Viele können ja notdürftig lesen und schreiben, es wird nur schwierig, wenn es um ein wenig komplexere Texte (alles, was über Name, Adresse o.ä. hinausgeht) geht.

Ein sehr interessantes Feld!

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Eine sehr interessante Arbeit die du machst! Ich habe Erfahrung mit extremer Legasthenie und bin insgesamt sehr an dem Thema interessiert. In diesem Semester werden wir tiefer in das Gebiet der "Wahrnehmung" einsteigen, da warte ich schon die ganze Zeit drauf.

Danke für deine Info

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Raabi, das wird interessant, nicht nur im Bezug auf Alphabetisierung. So wird z.B. das Gehör bei "normalbegabten" Kindern oft zu wenig stark überprüft. Nicht wenige Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche haben in Tat und Wahrheit ein auditives Wahrnehmungsproblem bei der Silbendifferenzierung. ICh finde, in diesem Bereich kann es nicht genug Leute mit vertiefter Ausbildung und entsprechender Achtsamkeit, vor allem im frühkindlichen Bereich, geben.

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      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.