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Albtraum MUP hoffentlich vorbei...

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nadeschka

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Nach langer Zeit mal wieder ein Blogeintrag von mir...

Am Samstag war also die gefürchtete MUP-Klausur. Gefürchtet deshalb, weil die Präsenzen nutzlos waren bzw. die eine halt, in der ich war. Zur zweiten bin ich dann gar nicht mehr gegangen. Gefürchtet aber auch deshalb, weil ich mit dem Stoff absolut gar nicht warm wurde. Meine einzige Berührung mit einem Industrieunternehmen war ein Studentenjob am Fließband. Vor allem die ersten zwei SBs mit Materialwirtschaft fielen mir extrem schwer und haben unglaublich viel Zeit gekostet. Produktion ging dann noch ein wenig besser.

Bis zuletzt waren meine Übungsklausuren total wechselhaft, mal 76 Punkte, in der nächsten dann 34 und so weiter... Keine wirkliche Basis um mit gutem Gefühl in die Klausur zu gehen.

Dann kam natürlich am Samstag morgen noch der große Wintereinbruch und ich fuhr vorsichtig mit Sommerreifen die 30 km ins schon morgens gut verschneite Stuttgart. Das ging zum Glück einigermaßen, nur zwei Mal gab es kurz Aquaplaning, aber ich kam heil, wenn auch mit etwas zittrigen Beinen, an.

Dann der große Moment, ich mach die Klausur auf und fange an zu lesen... "Aufgabe 1... oh Gott, weiß ich nicht... Aufgabe 2... oh nein, das konnte ich mir noch nie merken... Aufgabe 3... hm ja, hab ich mal gehört... Aufgabe 4... ähm, was genau muss dahin?... Aufgabe 5... ja, wenigstens etwas... Aufgabe 6 WTF??? Lineare Optimierung?? das gabs doch noch nie..." Kurzum, mir brach der Schweiß aus. Also einmal tief durchatmen, Schluck Wasser trinken, Keks vom Dozenten essen und nochmal in Ruhe lesen... Danach konnte ich zumindest die Aufgaben 2-5 einigermaßen lösen, wobei ich inzwischen festgestellt habe, dass ich die falschen produktionswirtschaftlichen Zielkategorien angegeben habe. Naja, wenigstens hab ich Kategorien aufgeführt, die anderen meinten nachher, sie hätten Zielbeziehungen hingeschrieben.

Aufgabe 1 hab ich nur mit viel Stottern und Kreativität beantwortet, bei Aufgabe 6 mit der linearen Optimierung des Produktionsprogramms hab ich zum Schluss dann zumindest eine richtige Grafik und ein Ergebnis hingeschrieben, wenn auch das Falsche... Ich glaube, die Aufgabe 6 mit 30 Punkten hat von uns fünf niemand richtig, das Entsetzen beim Lesen war im ganzen Raum spürbar.

Ich hoffe, dass wir nicht allzu lange auf ein Ergebnis warten müssen und dass bald zumindest ein J* dasteht, mehr will ich gar nicht. Unser Dozent hat ja immer stolz erzählt, dass bei ihm noch niiie jemand in MUP durchgefallen sei... Bin gespannt, ob er das nächstes Semester auch noch erzählen kann... :)

Jetzt geht es weiter mit BUJ und WIG lernen, BUJ find ich relativ entspannt, WIG ist mir noch sehr unsympathisch. Und bei WMT bin ich dank des letzten Erfolges relativ entspannt. Und da ist unser Dozent auch richtig gut, wir kommen zwar nur langsam voran, weil doch einige Nicht-Abiturienten unter uns sind, aber dadurch wird mir auch vieles im Detail noch mal richtig klar.

Bis bald ;)


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1 Kommentar


Ich drück die Daumen, dass du bald ein "bestanden" bei MUP abhaken kannst :)

WIG war mir auch alles andere als sympathisch, aber es ist machbar!

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      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!