MOOCs, Seminare und Onlinekurse

  • Einträge
    36
  • Kommentare
    169
  • Aufrufe
    1.163

Welche Arten von MOOCs gibt es? (xMOOC, cMOOC, Blended MOOC)

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Markus Jung

198 Aufrufe

Als wäre die Definition eines MOOCs nicht schon schwierig genug, gibt es solche dann auch noch in verschiedenen Ausprägungen, die aber auch wieder nicht hart voneinander abgegrenzt sind. Ich versuche mich nachfolgend an einer einfachen Erklärung der Unterschiede, so wie ich sie bisher verstanden habe. Die Darstellung erfolgt bewusst verkürzt, ausführlicher wird das Ganze zum Beispiel hier dargestellt.

cMOOC

Das "c " bedeutet, dass diese MOOCs den Überlegungen des Connectivism (Konnektivismus) folgen (connectivist MOOCs), also darauf setzen, dass Lernen vor allem durch (digitale) Vernetzung und den Diskurs unter den Teilnehmern erfolgt. Insgesamt sind MOOCs nach diesem Konzept offener und freier in der Gestaltung als xMOOCs, auch was die Ziele angeht. Für mich haben diese eher etwas von (virtuellen) Workshops oder Barcamps, bei denen gemeinsam etwas erarbeitet wird, als von Kursen, wie man sie sonst (zum Beispiel im Fernunterricht) so kennt.

xMOOC

Das "x" steht für Extension. Ursprünglich haben die Unis damit die Online-Version ihrer Kurse gekennzeichnet, wie ich dank Claudia Bremer erfahren habe.

Es handelt sich hier um MOOCs, die sich eher an herkömmlichen Kurskonzepten orientieren. Die Themen sind festgelegt und es gibt Lernmaterialien, die von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden (häufig in Form von Videos) und dann von den Teilnehmern bearbeitet werden. Oftmals werden die Teilnehmenden durch Quizzes (kleine Online-Tests) und Aufgabenstellungen angeregt, die Videos anzuschauen. Die Kurse sind oft eng getaktet, d.h. wer eine Aufgabe in der vorgegebenen Zeit nicht schafft, ist aus der Taktung raus.

Die Teilnehmer sind hier in die Gestaltung des Kurses nicht eingebunden, sondern bearbeiten ihn. Eine Betreuung durch den Veranstalter gibt es oft nicht, sondern die Teilnehmer geben sich untereinander Feedback, auch zu vorgegebenen Aufgaben (Peer Reviewing). Mitunter werden auch die oben genannten Quizzes mit automatischer Auswertung eingesetzt. Hinzu kommen von den Teilnehmern selbst organisierte Aktivitäten in sozialen Netzwerken, manchmal auch in Form von Gruppentreffen vor Ort. Häufig werden Foren eingesetzt. Diese werden mitunter auch vom Veranstalter fachlich betreut - es sind also nicht alle xMOOCs betreuungsfrei.

In vielen Diskussionen, auch im MMC13, scheint durch, dass es eine gewisse "Feindschaft" zwischen den Anhängern von cMOOCs und xMOOCs gibt und die cMOOCler der Meinung sind, dass nur ihre MOOCs "richtige" MOOCs sind.

Blended MOOC

Hier wird der MOOC um Präsenzveranstaltungen ergänzt und orientiert sich ggf. auch an vorhandenen Studiengängen, was mitunter sogar ermöglicht, für eingeschriebene Studierenden Credit Points für ihr Studium durch die Teilnahme am MOOC zu erwerben. Häufig ergibt sich hier dann eine Mischung de Teilnehmer aus Studierenden der Hochschule und "freien" Teilnehmern, die von außen dazu kommen.

Meinem Eindruck nach sind cMOOCs und xMOOCs zwei sehr unterschiedliche Konzepte mit einem ähnlichen Namen und natürlich auch einigen Überschneidungen, aber insbesondere ganz unterschiedlicher Zielsetzung (cMOOC: Wissen erarbeiten, xMOOC: Wissen erwerben). Die in der Öffentlichkeit wahrgenommenen großen MOOCs amerikanischer und zunehmend auch deutscher Universitäten (Udacity, Coursera, openHPI) sind dabei alle xMOOCs.


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


24 Kommentare


Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke für Deinen Bericht!

Was für ein MOOC ist denn Dein MOOC? C, X oder blended?

Was mir bei Deinem Beitrag so durch den Kopf ging: Es wird bei den MOOCs von den Begrifflichkeiten her anscheinend immer schwieriger. Ich frage mich, wie man solche Konzepte noch an "Normalbürger" heranbringen kann, die vielleicht internetaffin sind, aber mit den Bezeichnungen gar nichts mehr verbinden können. Gibt es denn da Bestrebungen, die Bezeichnungen etwas zu vereinfachen bzw. "kundenfreundlicher" zu gestalten?

Ein anderer Gedanke noch zu den cMOOCs; so wie ich das verstehe, wären solche Veranstaltungen kaum durch die Zertifizierung durch die ZFU zu bringen, da weder Lerninahlte noch Lernziele oder Lernmethoden feststehen. Habe ich das richtig verstanden? Das muss natürlich nicht schlimm sein, wenn man als Veranstalter dafür kein ZFU-Siegel bekäme. Wenn für solche Kurse kein Geld genommen wird, ist man als Anbieter ja eh aus der ZFU-Pflicht heraus.

Ein weiterer Punkt: Wie sehen sich eigentlich die Initiatoren dieses MOOCs? Sind sie "nur" Organisatoren? Oder Dozenten/Tutoren? Sehen sie es auch als ihre Aufgabe an, Teilnnehmer zu motivieren und "bei der Stange" zu halten?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Markus,

kurze Ergänzung zu Deinem Beitrag zu den xMOOCs: "Die Themen sind festgelegt und es gibt Lernmaterialien, die von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden (häufig in Form von Videos) und dann von den Teilnehmern bearbeitet werden."

Oftmals werden die Teilnehmenden durch Quizzes und Aufgabenstellungen angeregt, die Videos anzuschauen. Die Kurse sind oft eng getaktet, d.h. wer eine Aufgabe nicht schafft, ist aus der Taktung raus (s. den Beitrag von Schulmeister auf der Campus Innovation und wie Tini Fischer gestern in Twitter schrieb

twitter7_teilnahme_openhpi.jpg

Du schriebst auch:

"Eine Betreuung durch den Veranstalter gibt es hier meistens nicht, sondern die Teilnehmer geben sich untereinander Feedback."

Nun, das mit dem Feedback untereinander ist nur in manchen xMOOCs so, wo ein Peer Reviewing eingesetzt wird. In anderen gibtb es nur Quizzes. Es variiert wahrscheinlich vom Lenstoff her, ob der Inhalt so gut strukturierbar und abfragbar ist, dass er eine Quizform hergibt oder ob es nur mit Freitexten möglich ist, Einreichungen einzusammeln, die über Peer-Feedback-Verfahren bewertet werden.

In anderen Kursen gibt es zumindest Foren mit der Hoffnung, dass die Teilnehmenden sich gegenseitig helfen. Darüberhinaus bilden siuch natürlich auch rund um xMOOCs wie bei den cMOOCs eine Menge Aktivitäten im Netz: selstorganisierte Facebook Gruppen u.a. ähnlich wie bei den Fernstudiengängen früher (vielleicht heute noch) Präsenzgruppen in den verschiedenen regionen, Städten und inzwischen auch Gruppen im Netz wie z.B. auf Plattformen wie GoogleDocs, Ning usw. und in den sozialen Netzwerken.

Die xMOOCs sind nicht ganz betreuungsfrei... ich fänd es nicht gut, wenn das so schwarz auf weiss hier stehen bleibt. In einigen gibt es durchaus Betreuung, . z.B. die Kurseiten der Online Kurse von Standford aus dem Jahr 2011:

“Online students can submit questions to the instructor and staff, but these questions will go through an aggregation and rating process where only “top-rated” questions will be answered.”

Und auch openHPI hatte eine Betreuung der Foren vor, soweit ich die verstanden habe (habe die im Vorfeld mal getroffen, aber jetzt da noch nicht mitgemacht).

Du schreibst auch:

"In vielen Diskussionen, auch im MMC13, scheint durch, dass es eine gewisse "Feindschaft" zwischen den Anhängern von cMOOCs und xMOOCs gibt und die cMOOCler der Meinung sind, dass nur ihre MOOCs "richtige" MOOCs sind."

Ja, das scheint so zu sein, ich selbst gehöre nicht zu den xMOOC Bashern und habe dazu mehrfach Stellung bezogen wie z.B. in den "Thoughts on MOOCs" als Nachlese zur CI2012 und jetzt nochmals mein "Aufruf zur Vielfalt" (s. hier).

Ich denke a) man sollte die xMOOCs an ihren eigenen Ansprüchen messen wie Schulmeister das tat (s. seinen Vortrag hier und meine oben genannte Zusammenfassung (Thougts on MOOCs) )

und B) der Vielfalt eine Chance geben, azu eben der oben genannte Appell von mir im Rahmen des MMC13

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

@Anne: Vielen Dank für deine Überlegungen.

Was für ein MOOC ist denn Dein MOOC? C, X oder blended?

Den MMC13 würde ich als cMOOC einstufen. Im Mittelpunkt sehe ich die Diskussion der Teilnehmenden untereinander und das Ziel, gemeinsam etwas zu erarbeiten (insbesondere das Wiki, das am Ende des Kurses erstellt werden soll).

Gibt es denn da Bestrebungen, die Bezeichnungen etwas zu vereinfachen bzw. "kundenfreundlicher" zu gestalten?

Mir ist dazu nichts bekannt (ich bin aber auch weit davon entfernt, alles im Blick zu haben, was zu MOOCs geschrieben und diskutiert wird - noch nichtmals auf deutsch bzw. im MMC13, und noch viel weniger auf internationaler Basis). Bisher habe ich aber eher den Eindruck, dass die Experten richtig darin aufgehen, es noch komplizierter zu machen und alle möglichen Varianten und Feinheiten durchzudiskutieren und neue Begriffe einzuführen. Dies wohl auch, weil das ganze Konzept noch sehr dynamisch ist und sich gerade erst entwickelt. Ich habe aber bei Google+ eine Diskussion gestartet. Wenn du magst, kannst du dort auch gerne nochmal weiter erläutern, was genau die MOOCs für dich so kompliziert machst und ob du Ideen hast, wie es für den Endverbraucher einfacher werden könnte, sich an diese neue Lernform heranzuwagen.

cMOOCs; so wie ich das verstehe, wären solche Veranstaltungen kaum durch die Zertifizierung durch die ZFU zu bringen

Ja, das sehe ich ähnlich. Wobei ich mir noch nichtmal so sicher bin, ob cMOOCs wirklich Kurse sind in dem Sinne, was allgemein so unter Kursen verstanden wird, oder ob dies nicht eigentlich nur auf die xMOOCs und Blended MOOCs zutrifft. Vielmehr scheinen mir cMOOCs eine besondere Diskussions- und Arbeitsform zu sein. Bei xMOOCs hingegen könnte ich mir (wenn diese kostenpflichtig angeboten werden) durchaus vorstellen, dass diese unter die Zulassungspflicht der ZFU fallen könnten. Wie siehst du das? Würde die ZFU-Pflicht auch schon dann entstehen, wenn der Kurs selbst kostenlos ist, aber zum Beispiel für Abschlussprüfungen Geld genommen wird?

Wie sehen sich eigentlich die Initiatoren dieses MOOCs? Sind sie "nur" Organisatoren? Oder Dozenten/Tutoren? Sehen sie es auch als ihre Aufgabe an, Teilnnehmer zu motivieren und "bei der Stange" zu halten?

Wie sie sich selbst sehen, können die Initiatoren eigentlich nur selbst beantworten. Ich kann hier nur etwas dazu schreiben, wie ich sie sehe bzw. wie sie auf mich wirken. Als Dozenten/Tutoren sehe ich sie nicht, außer in ihrer Rolle als Teinehmende des MMC13, wo alle sicherlich auch in diese Funktionen schlüpfen können. Festgelegte Dozenten gibt es in dem Sinne nicht, außer man möchte die vorgegebenen Inputs dazu zählen, die zum Beispiel in Form von Impulstexten zur Verfügung gestellt werden. Bei den Materialien sind aber auch Texte von Personen enthalten, die gar nicht am MMC13 teilnehmen. Ob sie es als ihre Aufgabe sehen, die Teilnehmer bei der Stange zu halten, kann ich nicht genau beurteilen. Ich denke eher ja und auf jeden Fall tuen sie es, indem sie mit enormen Einsatz aktiv sind, auf Fragen und Anregungen reagieren und immer wieder zur aktiven Teilnahme ermuntern. Dazu, welche Verantwortung die Organisatoren eines MOOCs haben, gibt es auch eine intensive Diskussion, die zum Beispiel hier geführt wird.

@Claudia: Vielen Dank, dass du dich hier registriert hast und dich so aktiv einbringst. Ich habe den Input aus deinem Kommentar teilweise in meinen Beitrag eingearbeitet.

Die xMOOCs sind nicht ganz betreuungsfrei... ich fänd es nicht gut, wenn das so schwarz auf weiss hier stehen bleibt.

Diesen Hinweis finde ich sehr wichtig und habe ich auch in meinen Blog mit aufgenommen. Gerade wenn es für mich darum gehen wird, Berührungspunkte mit Fernlern-Formaten zu betrachten, werde ich darauf zurückkommen. Vermutlich wird dies ja auch in der (folgenden) Didaktik-Woche des MMC13 Thema sein. Denn ich denke, es ist schon wichtig, dass die ganzen selbstorganisierten Arbeiten und das Feedback der Teilnehmer in irgendeiner Weise betreut werden, so dass sie nicht mit falschen Ergebnissen aus dem Kurs heraus gehen.

ich selbst gehöre nicht zu den xMOOC Bashern

Dass begrüße ich sehr und habe von dem, was ich bisher von dir gelesen haben auch nie den Eindruck. Ich halte so ein Bashing (egal in welchem Bereich) auch stets für destruktiv. Auf Unterschiede, gerne auch mal etwas spitz formuliert, hinzuweisen ist gut und auch eine Abgrenzung der Formate nach außen hin (die von Externen, auch zum Beispiel Journalisten, meiner Meinung bisher kaum wahrgenommen wird) macht vermutlich Sinn, um Missverständnisse zu vermeiden. Ich glaube, dafür wäre auch eine Unterscheidung in den Begrifflichkeiten in mehr als nur einem kleinen Buchstaben hilfreich, um zum Beispiel falsche Erwartungen und somit Enttäuschung der Teilnehmenden zu vermeiden.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Wie sehen sich eigentlich die Initiatoren dieses MOOCs? Sind sie "nur" Organisatoren? Oder Dozenten/Tutoren? Sehen sie es auch als ihre Aufgabe an, Teilnnehmer zu motivieren und "bei der Stange" zu halten?

Da ich selbst ja zwei MOOCs (OPCO11 und OPCO12) veranstaltet und einen dritten (FKMedien) als Moderatorin betreut habe, kann ich dazu vielleicht etwas sagen: wir sahen es schon als Teil unserer Aufgaben an, die Teilnehmenden zu betreuen. In allen MOOCs, die ich betreut habe, kamen in den ersten Wochen unzählige Mails rein, die ich beantwortet habe. Das alles wird nach außen nicht immer sichtbar, ist aber Teil der Aufgaben, so wie ich sie verstehe. Das lässt später ein wenig nach, ist aber durchgängig so, da verschiedene Personen nach und nach einstiegen in dem Sinne, dass sie sich später einscheiden, aktiv zu werden, wo sie vorher noch Lurker waren und dann mit Fragen kommen z.B. zur Technik, Teilnahmebedingungen usw. Wir selbst haben im OPCO12 mit Badges und Teilnahmebestätigungen gearbeitet, auch das generierte viele Fragen, die oft nur per Mail reinkamen.

Zum zweiten sah ich meine Rolle weniger darin, online dorthin zu gehen, wo sowieso schon viel passiert, sondern eher die zu unterstützen, die zum ersten Mal im Netz sichtbar werden und dort Kommentare zu hinterlassen, Unklarheiten auszuräumen ggf. Fragen zu beantworten... ein Verhalten, das sich auch meine Teilnahme her prägt ;-) Ich habe das auch als Veranstalter gemacht. Ich wundere kich daher ein wenig, wenn die MOOC Betreuer sich dahin stürzen, wo sowieso schon viel passiert, denn diese Orte brauchen nicht viel Betreuung, die laufen ja quasi von selbst. Auch die Personen, die solche Diskurse im Netz initieren sind ja meist gut vernetzet und selbstbewusst genug, sich im Netz zu äußern und brauchen nicht die Aufmerksamkeit oder Unterstützung der Veranstaltuer (ich beziehe mich da z.B. auf die Diskussion im Anschlss auf einen Beitrag von Martin Lindner als Reaktion auf den Eröffnungsbeitrag von Jasmin Hamadeh in der ersten MMC13 Woche. Ich selbst hätte mich als Veranstalter an einem solchen Ort eher zurpückgehalten, denn der lief ja quasi von selbst und eher nach Orten Ausschau gehalten, die neu hinzukamen, die man in den Fokus der Aufmerksamkeit ziehen kann und die noch ein wenig Unterstützung, Lob, Aufmerksamkeit brauchen um weiter zu wachsen - dies auch im Sinne der didaktischen Reduktion, "Expertenorte" nicht selbst zu früh weiter nach vorn zu treiben, um den Spagat zwischen Anfängern und Experten nicht zu früh noch zu verschärfen und hier eher eine Moderationsfunktion einzunehmen als ein Teil des Betreuungsaspektes (d.h. nicht Experten zurückzuhalten, ganz im Gegenteil, aber das läuft ja wuasi von selbst. Es heisst vielmehr, sich eher um die anderen Orte auch zu kümmern.) Das bedeutet dann aber auch ganz konkret, sich als Veranstalter in einer Moderationsfunktion zu sehen und den einen oder anderen Input am Anfang noch zurückzuhalten und später zu bringen im Sinne der didaktischen Reduktion, um allen einen Einstieg und Anschlussmöglichkeiten zu geben und nicht zu früh mit dem Experten quasi wegzuziehen... das ist für mich eine der wichtigsten Aufgaben in einem cMOOC für die Veranstalter/Betreuer, aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung, so wie ich meine Rolle da gesehen habe und natürlich, so gut es möglich war, auch gelebt habe.

(In den eLearning Konzepten wurden ja früher öfter mal von verschiedenen Rollen der Lehrenden gesprochen, etwa der Coach, "The guide at the side", der Gärtner usw. Für mich sind das solche Rollen, wie der Gärtner: zarte neue Pflänzchen unterstützen, die sich raus ins Netz trauen, indem man Fragen beantwortet und diesen Orten Aufmerksamkeit gibt, auch mal Lob, bis sie quasi von selbst laufen... aber das sind auch immer die Lernenden, die mich in meinen Seminaren am meisten beschäftigen. Nicht die, die sich nicht mitteilen wollen oder die, die es selbstbewusst sowieso tun, sondern die, die es gerne tun würden und es mit Unterstützung dann tun... was nicht heisst, dass man die anderen Gruppen komplett vergessen sollte.... das ist wohl einfach meine persönliche "Lehrbiografie", jede/r hat da einen anderen Fokus nehme ich an.)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Markus,

ich greife einmal zwei Aussagen von dir auf, die mich ein wenig irritieren, da ich sie als widerspüchlich empfinde? Vielleicht kläst du mich nochmals darüber auf, was genau du mit den beiden Statements meinst:

Bisher habe ich aber eher den Eindruck, dass die Experten richtig darin aufgehen, es noch komplizierter zu machen und alle möglichen Varianten und Feinheiten durchzudiskutieren und neue Begriffe einzuführen.

Ich glaube, dafür wäre auch eine Unterscheidung in den Begrifflichkeiten in mehr als nur einem kleinen Buchstaben hilfreich, um zum Beispiel falsche Erwartungen und somit Enttäuschung der Teilnehmenden zu vermeiden.

Ich selbst denke, dass es (jenseits von Deinem Kommentar, einfach allgemein, da zur Zeit einfach zwei widerstrebende Tendenzen gibt,

  • a) Einmal den MOOC Neulingen und Interessierten MOOCs zu erklären und dann sollte es für die natürlich möglichst einfach, klar und verständlich sein.
  • B) Zum anderen der Wunsch der Experten, die Formate tiefer zu verstehen, zu durchdringen, das Phänomen zu verstehen...

... und da treffen natürlch einfach zwei Interessen aufeinander, die sich für mich auch hier im #MMC13 spiegeln und die ich z.B. in Woche 1 etwas überrascht wahrnahm, als ich dachte, da rennen die Experten mit einer Expertendiskussion den Einsteigern davon... ich hatte dazu auch eine Mail an das Veranstalterteam geschrieben, in der ich wissen wollte, was diese eigentlich genau wollen welche Intention sie haben und was genau ihre Zielgruppe ist.

Das Problem das ich sehe ist, dass hier eine MOOC erfahrende Community, also erst mal eine Gruppe von Ex-MOOC Teilnehmenden und Erfahrenen, die sich zum Teil kennt, schnell in die Diskussion einsteigt und loslegt. Zugleich sind da Personen dabei, die einen Einstieg und Überblick haben wollen und manche Aspekte, die die anderen diskutieren, gar nicht mehr verstehen, da sich ihnen die feingranularen Unterschiede ja erst mal noch gar nicht erschliessen. Ich glaube auch nicht dass man das eine machen kann und das andere lassen muss, aber es ist eben Arbeit, neben den Experten auch die Einsteiger abzuholen und das würde man, wie ich in meinem anderen Kommentar hier geschrieben habe, z.B. durch Betreuungsleistungen usw. versuchen zu machen.

Vielleicht nochmals auch zur inhaltlichen Klärung: ich denke nicht, dass wir am Ende xMOOCs ODER cMOOCs haben,

MOOCs_kategorien1.jpg

sondern sich das ganze auf einem Kontinuum darstellt

MOOCs_kategorien2.jpg

wie ich das ja auch in dem Beitrag "MOOC Kategorien" dargestellt hatte (und auch dass wir z.B. vom OPCO12 gegenüber dem OPCO11 durch die Einführung der Badges mehr nach "links" gerutscht sind, s. hier (ich verweise nur auf die Links, da ich nicht alles hier nochmals posten will, dann wird der Text so lang ;))

Ich sehe auch dies ähnlich wie beim eLearning allgemein (mit dem Bezug endete auch mein letzter Kommentar, Betreuung, lustig, ich scheine die Analogien zu mögen ;-) , wo wir ebenfalls von Anreicherungskonzept übers Blended Learning-/Integrationskonzept bis hin zum Virtualisierungskonzept (wo ich übrigens die MOOCs einordnen würde) ein Kontinuum haben und keine Schubladen...

eLearning-Szenarien.jpg

... ebenso wünsche ich mir ein Kontinuum für MOOCs. Dass wir einfach auf der einen Seite das Verständnis der Kategorien durch unsere Diskussionen und Differenzierung erschweren und man es sich einfacher wünscht, ist ganz normales Aufeinandertreffen von verschiedenen Wissensständen (Expert- und Novizenkulturen) und findet ja überall statt, dasselbe passiert einem ja als Erziehungswissenschaftler, Pädagoge, z.B. wenn Personen aufeinander treffen, von denen der eine Anfang des Studiums steht und der andere nach 10 Jahren Forschung Wissenschaftlicher in seinem Fach ist... ..

.. und wo es dann wichtig ist, vereinfachte Modelle, Kategorien, Abstraktionen für Einsteiger zu bieten, die man später gar nicht mehr so braucht oder, ganz im Gegenteil, mit denen man jonglieren kann und in denen man in die Tiefe geht.

So habe ich gerade am DO einer Gruppe von Personen, die bei mir an einer dreimonatigen Fortbildung zum eLearning-Experten teilnahmen, und die versuchten, ihre Konzepte in das unterste Bild oben einzuordnen gesagt, dass ich dieses Bild am ersten Tag der Fortbildung gebraucht habe, um sie abzuholen und ihnen einen Einstieg zu geben, es jetzt aber an der Zeit ist, dies aufzugeben und granularer zu werden, weicher in den Übergängen, differnezierter, detaillierter, einfach weil sie es jetzt können mit all dem Wissen, was sie jetzt haben...

... heisst für MOOCs: Ich denke, es ist einfach wichtig, dass wir als Anbieter beschreiben, was wir genau anbieten, was die Teilnehmer erwartet, auch z.B. wie viel Betreuung sie erwarten können, usw. d.h. einen Rahmen schaffen, mit dem wir Transparenz herstellen. In dem kann dann auch oftmals noch etwas anderes, unhergesehenes, was durch die Dynamik der Teilnahme entsteht.. so hat mich bisher jeder der MOOCs, die ich betreut habe, überrascht. Und das ist zur Zeit einfach noch so, weil wir noch zu wenig Erfahrung haben, zu wenig "Prädenzenzfälle" und eben auch noch experimentieren.

Für den MMC13-Kurs bedeutet das für mich, dass wir einfache Modelle anbieten, mit denen wir Einsteiger abholen, aber jeder der hier mitmacht, kann nicht verlangen, dass wir da stehen bleiben und es damit leicht machen, denn es ist eben ein "MOOC Maker MOOC", in dem wir über MOOCs reflektieren wollen, das mag dem einen oder anderen ggf. mal verwirren, muss man dann aber in so einem Kurs in Kauf nehmen ... Lernen wird immer nicht nur einfach sein ;-))

(der Hinweis geht nicht an Dich, denn ich sehe ja, wie differenziert du dich mit den Konzepten auseinander setzt)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Hallo Claudia,

vielen Dank für deinen umfangreichen Input.

Ich sehe es so, dass meiner Meinung nach (zumindest ist es bei mir so angekommen) der MMC13 zwei Hauptziele bzw. Hauptzielgruppen hat:

1. Die MOOC-Konzepte zu diskuktieren und auch weiter zu entwickeln, speziell für den deutschsprachigen Raum.

2. Menschen, die einen MOOC durchführen wollen dazu Hilfsmittel und Anleitungen an die Hand zu geben.

Hinzu kommen weitere Ziele wie die Vernetzung, die Möglichkeit auch selbst vieles einmal ausprobieren zu können usw.

Bisher habe ich den Eindruck, dass in der Wahrnehmung der erste Bereich dominiert und sich MOOC-Neulinge, die sich vielleicht gerade erst in das Thema einarbeiten wollen sich leicht erschlagen fühlen können, alleine schon von Begriffen wie Lurker, Badges usw. Ich könnte mir vorstellen, dass für die zweite Zielgruppe insbesondere das Wiki sehr nützlich sein wird - sofern dies auch Inhalte enthält, die wirklich bei Null anfangen.

Ich selbst sehe mich ja eher als aktiven Beobachter, der verstehen möchte, gerne auch einmal versucht eine etwas andere Sichtweise (insbesondere eine Teilnehmersicht) rein zu bringen und für sich klären möchte, welche Bedeutung MOOCs im Zusammenhang mit Fernunterricht erlangen könnte, wo es ggf. Überschneidungen gibt und wo Unterschiede und dafür jetzt erstmal besser verstehen möchte. Und gerade dafür sind deine Erläuterungen sehr hilfreich.

Dazu passt auch der von dir empfundene Widerspruch:

Bisher habe ich aber eher den Eindruck, dass die Experten richtig darin aufgehen, es noch komplizierter zu machen und alle möglichen Varianten und Feinheiten durchzudiskutieren und neue Begriffe einzuführen.

Vermutlich ist es normal, dass Experten unter sich eben auch Expertengespräche führen und weiter vorankommen wollen. Das ist ja auch gut und richtig so. Was mir halt auffällt ist, dass sehr wenig an die Teilnehmer gedacht wird, die ja häufig keine MOOC-Experten sind. Und wenn diese mit Begriffen wie cMOOC, xMOOC, Badges, etc. konfrontiert werden, zum Beispiel um ein für sich passendes Angebot zu finden, wird es schwer. Hintergrund für diese Bemerkung war ja der Eindruck von Anne Oppermann, was die Begrifflichkeiten angeht und ob es Überlegungen gibt, diese zu vereinfachen. Sicher, wer eh schon sehr netz-affin ist und zum Beispiel Badges vielleicht von Foursquare oder anderen Diensten kennt, wird das einordnen können. Aber ich denke, MOOCs (vielleicht vor allem xMOOCs sollten sich ja irgendwann auch einmal an ganz normale Weiterbildungsinteressierte richten und Themen behandeln, die über das Internet oder Technik hinaus gehen - meinetwegen als Beispiel ein MOOC zur Geschichte).

Ich glaube, dafür wäre auch eine Unterscheidung in den Begrifflichkeiten in mehr als nur einem kleinen Buchstaben hilfreich, um zum Beispiel falsche Erwartungen und somit Enttäuschung der Teilnehmenden zu vermeiden.

Damit meine ich, dass es für den Verbraucher wichtig ist, sprechende Begriffe zu haben oder diese gleich zu erläutern. Und wenn jemand von "xMOOCs" und "cMOOCs" erstmalig liest, wird er wahrscheinlich davon ausgehen, dass es sich hier doch um zwei sehr ähnliche Konzepte handelt. Und diesen Eindruck habe ich eigentlich nicht. Wie erwähnt, ich setzte hier große Hoffnungen in das Wiki, denn im Moment habe ich noch nicht viel verständliche Quellen im Internet gefunden.

Ich hoffe, es ist nun etwas deutlicher geworden, was ich mit meinen Aussagen meinte?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Spannende Diskussion!

Ich bin ja, anders als Markus, wirklich "nur Beobachterin" und nicht Teilnehmerin bei diesem MOOC; aber schon ein wenig interessiert an dem Thema.

Ich sehe dieses MOOC schon als eine erste Einführung in das Thema, z.B. für Anbieter, die solche MOOCs (irgendwann?) auch mal selbst anbieten wollen. Da ist die Fernstudienakademie nun vielleicht nicht die erste Adresse, an die man dabei denken könnte. Wir sind dafür einfach "zu klein".

Wenn ich mir nun allerdings meine Kollegen aus der Bildungsbranche anschaue, die, so wie wir, ein eher kleines Institut führen oder dort mitarbeiten... Ich glaube, der absoluten Mehrheit dieser Kollegen (die allesamt sehr gut ausgebildet sind) fällt bei diesen sehr, sehr speziellen und wissenschaftlich anmutendenen Begrifflichkeiten nicht mehr allzu viel ein. So wie ich diese Kollegen einschätze, schalten sie ziemlich schnell bei einem solchen MOOC ab - sie fühlen sich ganz einfach nicht mehr gemeint.

Was mich zu der Frage bringt: Wer ist denn eigentlich die Zielgruppe dieses MOOCs? Wenn es sich dabei im Grunde um eine wissenschaftlich ausgerichte Veranstaltung handelt, dann scheint der Sprachgebrauch ja zu passen. Wenn man aber auch ganz normale Anbieter und Mitarbeiter aus der Bildungsbranche meint, die ihren Horizont erweitern wollen, dann klappt das vielleicht nicht ganz so gut, wie sich die Initiatoren das vorstellen.

Das muss ja nun auch gar nicht schlimm sein - wenn eh eine ganz andere (primär wissenschaftlich orientierte) Zielgruppe gemeint war. ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Noch ein Nachtrag, den ich wirklich nicht als Provokation meine...

Kann es sein, dass es vor allem bei cMOOCs gar keine vorher definierte Zielgruppe gibt? Es ist ja jeder eingeladen, mitzumachen (was ja klasse ist), aber über das (z.B. sprachliche) Niveau entscheidet im Prinzip dann diejenige Teilenehmergruppe, die sich am meisten bei den Diskussionen beteiligt?

Ist da etwas dran?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Was mich zu der Frage bringt: Wer ist denn eigentlich die Zielgruppe dieses MOOCs? Wenn es sich dabei im Grunde um eine wissenschaftlich ausgerichte Veranstaltung handelt, dann scheint der Sprachgebrauch ja zu passen. Wenn man aber auch ganz normale Anbieter und Mitarbeiter aus der Bildungsbranche meint, die ihren Horizont erweitern wollen, dann klappt das vielleicht nicht ganz so gut, wie sich die Initiatoren das vorstellen.

Hi Markus, genau die Frage hab ich die VeranstalterInnen auch schon gefragt, denn ich sehe auch die Gefahr, dass wir hier mit den Experten etwas "davonziehen"... das ist auch in diesem MOOC speziell ein Problem, da es da wie eine medienkompetente, thematisch super interessierte Gruppen gibt, die den MMC13 quasi fast erwartet hat, um sich endlich wieder zu vernetzen und loszulegen.... dass man dabei die Anfänger abhängt, kann ich gut verstehen und sehe ich z.B. auch an den Kommentaren von Anne in der Google Plus Gruppe (übrigens schaffst Du selbst auch einige parallele Orte, wie ich finde, ich muss immerr suchen, an welchem Deiner drei Orte Du was geschrieben hast (diese Deite hier, Dein Markus Jungs MMC13 Tagebuch'>MMC13 Tagebuch und die Google Plus Gruppe, also trägst auch Du zur Verbreiterung der Medien, Orte, Tools bei, was ich nicht schlimm finde, aber ich merke einfach, wenn wir alle das tun, erschwert das einfach das sich Finden an gemeinsamen Orten.))

Ich habe dazu auch nochmals an anderer Stelle geschrieben (finde sie gerade selbst nicht, selbst ich verlier den Überblick hier) dass ich glaube, dass es Aufgabe der Veranstalter sein kann, Einsteiger auchabzuholen und nicht nur mit den Experten davon zu fliegen... aber nur, falls die Einsteiger mit in ihre Zielgruppe gehören (wenn nicht, nicht, dann muss das aber gut kommuniziert sein, dass man sich nicht um die kümmern wird)

Stephen Downes selbst wies mal auf die Gefahr hin, das gerade bei sehr grossen Teilnehmerzahlen am Ende nur eine kleine Gruppe, der so genannte “inner circle” aktiv ist. (s. hier: http://halfanhour.blogspot.ca/2013/01/what-makes-mooc-massive.html)

Zugleich gehört es dann zur Kompetenz der Lernenden, sich zu fokussieren und nicht zu denken, man müsste alles gelesen haben, bevor man selbst etwas schreibt, siehe dazu mein Kommentar auf den Beitrag von Sibylle Würz

Gruss Claudia

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Noch ein Nachtrag, den ich wirklich nicht als Provokation meine...

Kann es sein, dass es vor allem bei cMOOCs gar keine vorher definierte Zielgruppe gibt? Es ist ja jeder eingeladen, mitzumachen (was ja klasse ist), aber über das (z.B. sprachliche) Niveau entscheidet im Prinzip dann diejenige Teilenehmergruppe, die sich am meisten bei den Diskussionen beteiligt?

Ist da etwas dran?

Nein, ich glaube dem ich nicht so. Ich denke, es gibt auf jeden Fall eine Zielgruppe, man sollte sich zumindest auf eine fokussieren und die mitteilen. Ich finde es gehört zur Verantwortung der Veranstalter, dies zu tun. D.h. man kann es nich per se bejahren oder verneinen, dass es in cMOOCs so ist oder nicht... wahrscheinlich hängt es von den Veranstaltern ab.

Wir selbst haben uns in den OPCOs 11 und 12 schon immer eine Zielgruppe überlegt. Wer dann tatsächlich teilnimmt und auch wie lässt sich natürlich nicht antizipieren, dafür sind die cMOOCs zu neu für uns gewesen und wir konnten das vorher nicht abschätzen. Im OPCO11 war dann schon eine etwas andere Gruppe dabei, als ich vorher gedacht hatte.

Ich glaube neben der Zielgruppe ist es wichtig, sich ein Betreuungskonzept usw. zu überlegen, das ist Teil der Didaktik ;-)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Oops, jetzt steh ich (Anne Oppermann / Leiterin der Fernstudienakademie) etwas auf dem Schlauch. Ich bin ja bei dem MOOC-Kurs gar nicht dabei, habe also auch kein MOOC-Tagebuch, diskutiere aber häufiger mal bei Markus Jungs Beiträgen mit.

Diese Verzweigung der Diskussionen ist vielen bei einem solchen "open"-Konzept nicht wirklich zu vermeiden und vielleicht auch nicht wirklich schlimm. ;)

Zum Thema Zielgruppen: Welche Zielgruppe hattet Ihr als InitiatorInnen dieses MOOCs denn im Kopf, als Ihr die Veranstaltung geplant habt? Habt Ihr diese Zielgruppe tatsächlich erreicht? Wenn ja, ist ja alles prima! :)

Wie "schade" findet Ihr es auf der anderen Seite, dass die Experten langsam, aber sicher davon fliegen? Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du vermehrt darum bemüht bist, auch Einsteiger weiterhin "mit zu nehmen". Ist diese Haltung bei vielen (wirklich aktiven) Teilnehmern des MOOCs so?

Auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg!

P.S: Unsere Beiträge haben sich wohl gerade überschnitten, Claudia...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Wenn Ihr eine Zielgruppe definiert habt, wie Du sagst, durch welche Merkmale, Besonderheiten, Wünsche und Interessen zeichnet sie sich denn aus?

viele Grüße

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Zum Thema Zielgruppen: Welche Zielgruppe hattet Ihr als InitiatorInnen dieses MOOCs denn im Kopf, als Ihr die Veranstaltung geplant habt? Habt Ihr diese Zielgruppe tatsächlich erreicht? Wenn ja, ist ja alles prima! :)

Ich selbst hatte im OPCO11 mehr Personen aus dem wissenschaftlichen Kontext im Auge, weniger aus der praxis, da ich den Kurs aber mit Jochen Robes veranstaltete kamem viele Praktiker hinzu und gerade die hatten wenig Scheu, früh aktiv zu schreiben (z.B. Personen wie Lore Reß, Dörte Giebel usw. viele haben sich auch im OPCO11 kennen gelernt, die heute den MMC13 durchführen), d.h. die ErwachsenenbildnerInnen waren am schnellsten im Posten, die Wissenschaftler schauten eher zu, LehrerInnen waren auch zurückhaltend. Da wir damals noch keine MOOC Erfahrung hatten (es war der erste deutschsprachige), hatten wir dazu nicht viel Erwartung und waren gespannt. D.h. wir hatten Zielgruppen im Kopf, wenn wir addressieren wollen, aber weniger konkrete Erwartung wie genau sie sich einbringen werden, da uns dazu genau die Erfahrungen fehlten.

Wie "schade" findet Ihr es auf der anderen Seite, dass die Experten langsam, aber sicher davon fliegen? Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du vermehrt darum bemüht bist, auch Einsteiger weiterhin "mit zu nehmen". Ist diese Haltung bei vielen (wirklich aktiven) Teilnehmern des MOOCs so?

Nur zur Klärung: ich bin nicht eine Veranstalterin des MMC13 und mache da nur mit, also habe ich kein Urteil über das Davonfliegen aus Veranstaltersicht, eher aus beobachtender Teilnehmersicht mit eigenen MOOC-Veranstaltererfahrungen. Ich denke auch, man kann das nicht verhindern, ich selbst habe damals 2011 und 2012 als Veranstalterin eher nach denen geschaut, die noch nicht so viel Reaktionen und Feedback bekamen und mich weniger an Diskussionen beteiligt, wo schon viel passiert, da ich eher ausgleichend wirken wollte, in dem Sinne, dass ich die Einsteiger abholen wollte. Das habe ich auch in meiner Abschlussreflexion zum OPCO11 damals geschrieben. Mein Interesse war, die die mit etwas Anstoss mitmachen und dadurch z.B. auch ihre Medienkompetenz erweitern (inhaltlich können sie ja auch viel vom lurken lernen, das mitmachen baut aber auch Medienkompetenz auf), zu erreichen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Wenn Ihr eine Zielgruppe definiert habt, wie Du sagst, durch welche Merkmale, Besonderheiten, Wünsche und Interessen zeichnet sie sich denn aus?

Ich denke bei den Zielgruppen eher an deren Zielsetzung und Inhalte bzw. Berufsorientierungen/tätigkeiten und Interessen weniger an deren Lernstile. Letzteren prägt nur deren Teilnahme und Wahl, ob sie am MOOC teilnehmen, wenn ja an welcher Form und ob eher ein anderes Format für sie passt. Da wir damals unbedingt einen MOOC machen wollten, war es für uns ok, dieses Format auf jeden Fall zu wählen, da wir damit Erfahrung sammeln wollten, das Konzept nach Deutschland bringen wollten usw. Für die, die keinen MOOC mögen, haben wir andere Angebote wie Blended Learning, Tagungen, Vor Ort Kurse usw... (das ist auch alles in unseren Artikel und Folien zu OPCO11 und OPCO12 ausführlich beschrieben.)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Hallo

Wenn ich das richtig verstanden habe, gehört zu der Zielgruppe dieses MOOCs jeder, den es interessiert. Stimmt das in etwa?

Dazu muss man natürlich sagen, dass wir uns als Anbieter von Lehrgängen, die man bezahlen muss, viel mehr auf einem echten "Markt" bewegen (müssen). Wenn wir die Zielgruppe nicht klar umreißen und den Kundennutzen hervorheben, dann bucht niemand bei uns. Und dann kann ich am nächsten Morgen auch keine Frühstücksbrötchen für mich und meine Familie kaufen. ;)

Bei einem "Open"-Ansatz ist eine absolut scharf umrissene Zielgruppendefinition dagegen vielleicht nicht so leicht möglich und vielleicht auch nicht sooo nötig. Obwohl es da natürlich die Frage ist, was "haben" die Initiatoren bzw. die Sponsoren davon, wenn sie dieses Projekt ins Leben rufen und es (finanziell oder mit "Manpower") unterstützen.

In dieses Projekt gehen ja doch eine ganze Menge Ressourcen, die sich für den "Ressourcen-Geber"/Sponsoren ja auch irgendwie lohnen sollten. Das muss nun nicht unbedingt finanzieller "Gewinn" sein (wie wir das als private Anbieter natürlich vor Augen haben müssen), aber halt dann ein Gewinn auf anderen Ebenen.

Worin liegt der Gewinn für die "Sponsoren"? Welche Zielgruppe/Teilnehmergruppen möchten sie deshalb besonders ansprechen, um diesen "Gewinn" zu erreichen?

Vielleicht denke ich in dieser Zielgruppen-Frage ja einfach zu sehr wie ein privater Anbieter... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Wie "schade" findet Ihr es auf der anderen Seite, dass die Experten langsam, aber sicher davon fliegen? Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du vermehrt darum bemüht bist, auch Einsteiger weiterhin "mit zu nehmen". Ist diese Haltung bei vielen (wirklich aktiven) Teilnehmern des MOOCs so?

PS. Hab gerade gesehen: zum zweiten Teil der Frage hatte ich ja noch gar nicht geantwortet:

ich weiss nichtl wie das bei den aktiven Teilnehmenden ist, ich nehme an: unterschiedlich.Manche lernen hier für sich, manche wollen gerne für andere da sein... ich sehe das mehr als Aufgabe der Veranstalter als die der Teilnehmenden. Wobei es nicht heisst, dass die Veranstalter für alle da sein müssen. Aber ich denke, Veranstalter können es ein wenig beeinflussen, wie es verläuft. Z.B. indem sie selbst, die Veranstalter, eher an den Orten mitdiskutieren, wo erwas vorangetrieben wird, oder sich eher um die Neueinsteiger kümmern, wie sie was zusammenfassen usw. In einigen xMOOCs Settings wird explizit dass die teilnehmenden sich untereinander helfen z.B. werden in einigen Kursen peer Feedbacks gegeben, was Schulmeister aber kritisiert, wenn man eben einen schlechten Peer bekommt, hilft das beim Lernen ggf. nicht weiter und demotiviert sogar. Ich glaube in cMOOCs entsteht das eher zufällig, wenn Teilnehmede motiviert sind anderen zu helfen und ist nicht so explizit vorgesehen, ausser es werden Rollen definitert wie z.B. die Paten im OWL11 der Universität Tübingen und die Moderatoren im Funkkolleg, die nicht identisch mit dem Veranstalter sind.

Ob man als Veranstalter Teilnehmenden betreuen kann, hängt auch von der Teilnehmerzahl ab. Bei den wenigen Anfragen im Funkkolleg konnte man leicht jede Mail beantworten, im OPCO11 und OPCO12 habe ich recht viele Mails beantwortet. In einem xMOOC sind es oftmals einfach zu viele Teilnehmende und man versucht es plenar zu lösen z.B. in einem Forum und nicht in Einzelmails.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Wenn ich das richtig verstanden habe, gehört zu der Zielgruppe dieses MOOCs jeder, den es interessiert. Stimmt das in etwa?

Nein, das sehe ich nicht so... ich glaube man kann/sollte keinen Kurs entwickeln, ohne eine Zielgruppe im Kopf zu haben bei der Planung.

Bei einem "Open"-Ansatz ist eine absolut scharf umrissene Zielgruppendefinition dagegen vielleicht nicht so leicht möglich und vielleicht auch nicht sooo nötig. Obwohl es da natürlich die Frage ist, was "haben" die Initiatoren bzw. die Sponsoren davon, wenn sie dieses Projekt ins Leben rufen und es (finanziell oder mit "Manpower") unterstützen.

OPCOs waren nur 2 MOOCs, die wir angeboten haben, ich würde lieber bei dem Begriff cMOOC, xMOOC usw. bleiben.

In dieses Projekt gehen ja doch eine ganze Menge Ressourcen, die sich für den "Ressourcen-Geber"/Sponsoren ja auch irgendwie lohnen sollten. Das muss nun nicht unbedingt finanzieller "Gewinn" sein (wie wir das als private Anbieter natürlich vor Augen haben müssen), aber halt dann ein Gewinn auf anderen Ebenen.

Ja, natürlich hat man einen Gewinn vor Augen. Wir mussten ja erst mal kein Geld verdienen. Aber es gibt die Idee, den "Content", der in Hochschulen sowieso entsteht (Vorlesungen neu oder beim Vortragen aufzeichnen), wieder zu verwenden. Bzw. ich denke, das ist alles auch nochmals Thema der Themenwoche Geschäftsmodelle im MMC13. Die kommerziellen MOOC Betreiber vermitteln z.B. gute Studierende auf Jobbörsen, nehmen Geld für die Zertifikzierung, während die Kursteilnahme kostenfrei ist, Klausur und Zertifikat aber nicht (bei 160.000 Teilnehmenden wollten im Stanford KI-Kurs 25.000 ein Zertifikat und haben alle Kursinhalte absolviert, das ist ja eine lohnenswerte Zahl!) Weitere Geschäftsmodelle s. dann in der entsprchenden Themenwoche, ich möchte hier dem nicht vorgreifen ;-)

Die Frage ist auch: wie aufwendig betreibe ich den MOOC? Nutze ich z.B. Content, der an Hochschulen, im Rahmen von Weierbildungen sowieso entsteht (z.B. Vorlesungsaufzeichnungen) Man könnte in diesem Kontext ja auch mal das Modell der virtuellen Hochschule Bayern mal anschauen... das liesse sich ja auch öffnen gegen geringe Teilnahmegebühren. Nur ist es dann noch open, was bedeutet open. s. dazu auch: http://mooc13.wordpress.com/begrifflichkeit/open/

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

(übrigens schaffst Du selbst auch einige parallele Orte, wie ich finde, ich muss immerr suchen, an welchem deiner drei Orte Du was geschrieben hast (diese Deite hier, Dein MMC13 Tagebuch und die Google Plus Gruppe, also trägst auch Du zur Verbreiterung der Medien, Orte, Tools bei, was ich nicht schlimm finde, aber ich merke einfach, wenn wir alle das tun, erschwert das einfach das sich Finden an gemeinsamen Orten.))

Nur dazu eine kleine Erläuterung.

Hier bei Fernstudium-Infos.de versuche ich einige Grundlagen über MOOCs aufzuarbeiten und möchte insbesondere in künftigen Beiträgen Bezüge zur Fernlehre herstellen.

In meinem persönlichen MMC13-Tagebuch geht es mir eher darum, welche Gedanken (manchmal auch Gefühle) ich so mit dem MMC13 verbinde, womit ich mich beschäftigt habe.

Diese Beiträge vernetzte ich dann zum Teil über Google+ und Twitter, was sicherlich die Diskussionen noch mehr dezentral werden lässt. In die G+-Gruppe hatte ich nur einmal einen Beitrag eingestellt, den ich bewusst zur Diskussion stellen wollte.

Ich gebe zu, ich hätte mir ein zentrales Forum für den MMC13 gewünscht, um Diskussionen mehr zentral und damit auch effizienter zu führen. Die drei Organisatoren haben sich aber begründet dagegen entschieden, weil wohl die Dezentralität und Tool-Vielfalt gerade auch ein Merkmal eines cMOOCs ist. Offen gesagt einer, der mich immer mehr an meine Kapazitätsgrenzen bringt. So habe ich für mich zum Beispiel entschieden, auf die Nutzung des Pearltrees zu verzichten, weil ich dort viele Links nur anders aufbereitet nochmal vorfinde, die ich zum Beispiel über den Blog-Aggregator (und ggf. Twitter, Google+, ...) auch schon gesehen habe.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
weil wohl die Dezentralität und Tool-Vielfalt gerade auch ein Merkmal eines cMOOCs ist

Hmm, ja und nein. Im Vergleich zu xMOOCs stimmt das absolut, aber cMOOC ist nicht gleich cMOOC... und daher hatte ich ja in dem einen Beitrag hier oben das Bild mit den durchgestrichenen Schubladen und dem Kontinuum angeboten und sehe den MMC13 rechts vom OPCO11 und den OPCO12 links vom OPCO12 ... daher würde ich das gerne differenzieren. Ich denke es ist einfach eine Wahl, Entscheidung der Veranstalter, wie viel zentralen Ort ich anbiete... wie sehr ich das Dezentrale zentral dokumentiere, usw.

danke für Deine Klärung mit deinen drei Orten,... diskutiere ich vielleicht am falschen Ort?? ;-)) Macht aber Spass, ich danke dir!!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ja, auch die Unterscheidung zwischen xMOOCs und cMOOCs ist zu pauschal und müsste eigentlich weiter differenziert werden, so wie du es mit deiner Grafik des Kontinuums angeboten hast. Im Grunde müsste jeder MOOC für sich einzeln betrachtet werden. Aber ich fürchte, ohne eine gewisse Pauschalisierung besteht die Gefahr, dass wir uns völlig verzetteln. Auch wenn damit vielleicht ein bisschen Schubladendenken einhergeht.

danke für Deine Klärung mit deinen drei Orten,... diskutiere ich vielleicht am falschen Ort?? ;-))

Ich denke, die Diskussionen sollten dort geführt werden, wo sie enstehen. Das passt hier also schon, und wir haben ja auch immer noch den Bezug zu den verschiedenen MOOC-Arten, wie dein letzter Kommentar zeigt.

Macht aber Spass, ich danke dir!!

Ebenso, danke. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich die Diskussionen an vielen Orten mitunter an meine Grenzen bringen. Zeitlich und mitunter auch inhaltlich, weil ja alle Gedanken erstmal nachvollzogen und verstanden sein wollen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hier wurde doch mal gefragt, wo das x herkommt? Ich weiss zwar immer noch nicht, woher es kommt, aber die erste Quelle seines Auftauchens habe ich noch mit einem Fragezeichen versehen bei George Siemens am 25.7.2012, wo er versehen mit einem Fragezeichen scheibt "... and the well-financed MOOCs by Coursera and edX (xMOOCS?)." (s. http://www.elearnspace.org/blog/2012/07/25/moocs-are-really-a-platform/ Vielleicht kommt das x vom x in Edx?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

PS: ja hab eine Quelle gefunden, die bestätigt: das x kommt von Edx, der Plattform, über die die Harvard University, das MIT und Berkeley ihre Open-Online-Kurse anbieten.

Das X steht dort für Extension. Harvard hat der Online Versionen seiner Kurse einfach ein x ans Ende der Nummer dazu gegeben (z.B. CS50x: “Introduction to Computer Science,” and PH207x: “Health in Numbers: Quantitative Methods in Clinical & Public Heath Research”)

HarvardX ist heute Harvard’s branch of the edX Plattform, als eDx gegründet wurde, wurde das x übernommen, ebenso aus MITx für die online Kurse von MIT

Die Idee ist auch, dass Studierende z.B. einen online besuchte so ausweisen statt ohne ds x, o dass erkenntlich wird, wie sie teilgenommen haben.

Optional wäre auch, irgendwann einen online Degree rauszugeben, so schreibt The Harvard Crimson: "Employers might soon be seeing HarvardX and MITx on the resumés of these students"

Quelle: http://www.thecrimson.com/article/2012/10/4/edx-scrutiny-online-learning/

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank. Beachtlich, dass du sogar noch weißt, was wo gefragt wurde, wenn du etwas findest.

So ist nun auch dieses kleine "Rätsel" gelöst. Wobei sich nun natürlich die Frage anschließt, was das X in edX zu bedeuten hat. Vielleicht soll es den Austausch (eXchange) zwischen den Teilnehmern symbolisieren? Damit wäre das "x" dann gar nicht so weit vom "c" weg. Aber gefunden habe ich dazu nichts - ist also erstmal reine Spekulation.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 7
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • lenarex
      Von lenarex in BWL - Bachelor of Arts - Ein Wechsel 5
      Hallo zusammen!
       
      Vielen Danke für die ausführlichen Kommentare unter meinem letzten Blogeintrag, bei dem ich gefragt habe, wie man am besten ein Lernplan erstellt.
       
      Ich habe mich nun mal an einen versucht, ob das so gut ist? Keine Ahnung, die Zeit wird es zeigen.

      So bin ich vorgegangen:
      1. Alle Präsenzen, Klausuren, Einsendeaufgaben in einen Kalender geschrieben
      2. Geschaut welche SBs ich bis zu den jeweiligen Terminen durch gearbeitet haben muss
      3. Eine Reihenfolge der SBs erstellt mit jeweiligen Deadline
      4. Seitenzahl zusammen gerechnet
      5. Im Kalender Termine geblockt, wann ich nicht kann
      6. Restlichen Tage gezählt und durch die Seitenanzahl der SBs eingetragen
      7. Seitenzahl pro Tag in Kalender eingetragen mit jeweiligen Modul
       
      Das Ganze hat etwas Zeit gekostet, aber ich glaube ich kann mich mit soetwas motivieren und lerne nicht ins blaue hinein.
       
      Ich habe euch den Plan mal beigefügt. Die Zahl ist immer die Seite bis zu der ich arbeiten möchte.
       
      Meint ihr das klappt?
       
       
      Kalender 2017.xls