MOOCs, Seminare und Onlinekurse

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Über diesen Blog

Ich nehme immer wieder an kürzeren Weiterbildungen in Form MOOCs und Onlinekursen, Webinaren, Online-Vorlesungen sowie hin und wieder auch an Präsenzseminaren teil oder beschäftige mich mit Selbstlernmaterialien (zum Beispiel aus Fernkursen), über die ich in diesem Blog berichte.

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Markus Jung

Vor einiger Zeit habe ich mal wieder einen MOOC zum Thema Psychologie gemacht mit dem Titel "Understanding Anxiety, Depression and CBT" von der University of Reading, angeboten über Future Learn. Also ein Kurs, der sich mit kognitiver Verhaltenstherapie bei Angst und Depressionen beschäftigt. Hier ist er zu finden:

 

https://www.futurelearn.com/courses/anxiety-depression-and-cbt

 

Offizielle Laufzeit war von Anfang Mai bis Anfang Juni 2016, ich habe aber deutlich länger gebraucht, da ich nur immer zwischendurch mal ein bisschen was gemacht habe. Und das ich durch bin ist nun auch schon wieder eine Weile her und ich wollte mal schauen, zumindest nochmal einen kurzen Überblick über die Inhalte für euch und für mich zu geben.

 

In der ersten Woche ging es darum, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen (perception) und wodurch diese Wahrnehmung beeinflusst werden kann, eben unter anderem auch durch unsere Stimmung. CBT kann dann dabei helfen, diese Prozesse bewusst wahrzunehmen und wenn nötig anzupassen.

 

Woche zwei war auf Depressionen fokussiert. Was ist eine Depression? Welche Vorurteile gibt es? - Hier und auch an anderen Stellen kommen sowohl echte Patienten in Videos zu Wort und es wird auch mit fiktiven Fallstudien gearbeitet. Auch hier wird wieder der Bezug zur CBT hergestellt, indem geschaut wird, welche Gedanken und Verhaltensweisen die Depression verstärken können, was wiederum oft eine Verstärkung der problematischen Verhaltensweisen zur Folge  haben kann und wie dieser Teufelskreislauf durchbrochen werden kann.

 

Die dritte Woche war ähnlich aufgebaut wie die zweite, nur ging es dieses Mal nicht um Depressionen, sondern um Ängste.

 

In Woche vier wurde auf die Verhaltensweisen konzentriert und geschaut, wie durch veränderte Verhaltensweisen im Rahmen einer CBT Einfluss auf Depressionen und Ängste genommen werden kann. Bei Depressionen wurde die Verhaltensaktivierung (behavioural activation) vorgestellt, um etwas gegen den Rückzug aus dem Lebe zu tun, und bei Ängsten das Konzept der schrittweisen Konfrontation (graded exposure). Wie die Anwendung erfolgen kann, wurde jeweils in fiktiven Therapie-Sitzungen gezeigt.

 

Und in Woche fünf schließlich standen die Kognitionen auf dem Plan. Hier wurde das Konzept der kognitiven Umstrukturierung (cognitive restructuring) vorgestellt, um Denkfehler zu erkennen und künftig anders damit umzugehen sowie das Konzept der Verhaltensexperimente (behavioural experiments), um zum Beispiel herauszufinden, ob erwartete negative Verläufe oder Konsequenzen tatsächlich so eintreffen.

 

Mir hat im Kurs die Mischung aus verschiedenen Videos (Infos/Wissensvermittlung, echte Patienten, fiktive Situationen) kombiniert mit Texten und Quizzes gut gefallen. Hinzu kam regelmäßig die Aufgabe, bestimmte Fragestellungen mit den (zahlreichen) anderen Teilnehmern zu diskutieren, daran habe ich mich allerdings nicht beteiligt, da ich mich ja auch nicht am vorgegebenen Zeitablauf orientiert habe und insgesamt auch nicht zu viel Zeit in den Kurs investieren konnte/wollte. Bei den Quiz-Aufgaben habe ich meist gut bis sehr gut abgeschnitten und habe insgesamt schon den Eindruck, dass ich aus dem Kurs etwas mitnehmen konnte und es hat auch Spaß gemacht, mich mal wieder mit dem Thema Psychologie zu beschäftigen. Auch einiges an englischen Vokabeln dabei mitzunehmen hat mir gefallen.

 

Markus Jung

Zur Zeit läuft ein kleiner, drei-wöchiger kostenloser MOOC der University of Edingburgh über Coursera, den ich euch in diesem Beitrag vorstellen möchte. Ich denke mal, weniger zu sitzen ist auch und gerade für viele Fernstudierende durchaus eine Herausforderung ;).

 

Der Kurs ist am 3. Oktober gestartet und läuft über drei Wochen, bleibt aber insgesamt sechs Monate offen und online, so dass eine Teilnahme noch lange möglich ist.

 

 

Der Kurs hat zum Ziel, sich selbst das eigene Bewegungsverhalten vor Augen zu führen und Veränderungen zu etablieren. 

 

In der ersten Woche wird vorgestellt, was unter physischer Aktivität zu verstehen ist, welche Arten und Intensitäten von Aktivitäten es gibt und welche Guidelines, welches Maß an Bewegung sinnvoll ist und welche Vorteile dies mit sich bringt. Dabei wird auch deutlich, dass es da keine festen Werte gibt, sondern für Kinder zum Beispiel andere Wert gelten als für Erwachsene und für Senioren sehen die Ziele wieder anders aus. Ein paar Richtwerte werden aber doch gegeben.

 

Dann geht es darum, die einzelnen Aktivitäten und Fortschritte dabei zu erfassen und sich Ziele zu setzen. 

 

In der zweiten Woche geht es um Aktivitäten in verschiedenen Umgebungen, zum Beispiel zu Hause oder auf der Arbeit und es wird empfohlen, sich aktiv (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) statt passiv (Auto oder öffentliche Verkehrsmittel) fortzubewegen. Auch auf Aktivitäten für Schüler wird eingegangen.

 

Und in der dritten Woche geht es um Aktivitäten in Freizeitcentern, während der Schwangerschaft, ums tanzen und darum, wie Aktivitäten zu Gewohnheiten werden können. Letztlich gibt es einen Aufruf, auch andere dazu zu motivieren, aktiver zu werden.

 

Hinweisen möchte ich noch darauf, dass die Teilnahme am Kurs zwar kostenlos ist, für ein Zertifikat aber 43 Euro anfallen.

 

Hier ist die Webseite zum Kurs zu finden:

https://www.coursera.org/learn/get-active/

 

Ich habe mir für mich vorgenommen, wieder mehr auf mein Ziel von 10.000 Schritten täglich zu achten und zu schauen, wie ich dies umsetzen kann. Und neben dem Kieser-Training, dass ich zeitlich nur 1x statt der empfohlenen 2x pro Woche unterbringen kann, möchte ich noch einmal wöchentlich ein paar Kraft-Übungen, besonders für den Bauch und Rücken, zusätzlich zu Hause machen, die ich mir schon raus gesucht habe und mir einen wöchentlichen Termin in Remember the Milk gesetzt habe.

Markus Jung

Zur Zeit nehme ich an einer Weiterbildung in Gewaltfreier Kommunikation (GFK) nach  Marshall B. Rosenberg teil - diese findet in Präsenzform statt, nicht per Fernstudium ;). Da aber einige Interesse daran bekundet haben, möchte ich hier doch darüber berichten.

 

Insgesamt sind drei Abende (jeweils von 19-21:30 Uhr - gestern haben wir aber schon überzogen ;)) angesetzt. Später gibt es dann die Möglichkeit, noch an einem Übungstag teilzunehmen und evtl. wird auch eine regelmäßige GFK-Gruppe eingerichtet. Ich werde wahrscheinlich aber nur an dem Grundlagenseminar teilnehmen, unter anderem weil ich regelmäßige verpflichtende feste Präsenztermine so weit wie möglich vermeiden möchte.

 

Wir sind eine gemischte Gruppe von 14 Personen plus Dozentin. Anbieter ist eine konfessionelle Bildungsstätte (auch wenn ich selbst keiner Konfession mehr angehöre ;)).

 

Schwerpunkt wird die Praxis sein. Schon gestern fanden viele Übungen statt, insbesondere um auf Gefühle und Bedürfnisse aufmerksam zu werden - damit ging es schon gleich bei der Vorstellungsrunde los. 

 

Als Input wurden die die Ziele der gewaltfreien Kommunikation vorgestellt, der Fokus darauf authentisch zu sein und die Bedürfnisse (eigene und die anderer) und auch Gefühle in den Mittelpunkt zu stellen und auf Bewertungen zu verzichten. Die "Wolfssprache" (= gewalttätige Kommunikation) wurde der "Giraffansprache" (= gewaltfreie Kommunikation, Sprache des Herzens) gegenübergestellt.

 

Teilweise im Plenum und teilweise in 2er-Teams wurden dann verschiedene Situationen aus dem eigenen Erleben betrachtet:

  • beschreiben, wie uns jemand etwas Angenehmes gesagt hat, welche Gefühle wir dabei hatten und welches Bedürfnis dadurch erfüllt wurde (die Abgrenzung von Gefühlen und Bedürfnissen spielt eine große Rolle, dafür haben wir auch eine "Vokabelliste" erhalten)
  • beschreiben, was wir jemandem Angenehmes gesagt haben, wie die Person sich dabei gefühlt haben könnte und welches Bedürfnis dabei befriedigt worden sein könnten
  • Situation, wo uns jemand etwas Unangenehmes gesagt hat, welche Gefühle das ausgelöst hat, welche Bedürfnisse wir gehabt hätten und welche Reaktion wir uns statt dessen gewünscht hätten

 

Künftig wird es dann darum gehen, diese vier Schritte in einer Konfliktsituation zu kommunizieren. Also ich habe dies beobachtet (ohne Bewertung), das hat jene Gefühle bei mir ausgelöst und ich habe diese Bedürfnisse und möchte gerne... bzw. auch die möglichen Gefühle und Bedürfnisse des Anderen ansprechen.

Als Hausaufgabe sollen wir das für die letzte Situation vorbereiten.
 

Ich habe mich in der Vergangenheit schon einige Male mit GFK beschäftigt und auch das Buch dazu gelesen und mir geht es jetzt besonders darum, mal ein Gefühl für die praktische Anwendung zu bekommen, es auszuprobieren und zu überlegen, was ich davon für mich übernehmen möchte und was mir weniger gefällt.

 

Hausaufgaben gab es auch noch ;) und ich bin gespannt, wie es nächste Woche beim zweiten Termin weiter geht. 

 

Wenn ihr Fragen dazu habt - nur zu!

 

Update: Ich habe es beim ersten Seminartag bewenden lassen, da es bei mir an den anderen beiden Terminen zeitlich nicht gepasst hat und mich das Konzept dann doch nicht so überzeugen konnte, wie ich es gedacht hatte.

Markus Jung

Ich mache ja im Moment den MOOC zu Psychological First Aid (PFA) und es ging im zweitem Modul um das Thema Reflective Listening/Rapport im PFA-Konzept RAPID das R.

Die Aufbereitung der Inhalte gefällt mir ausgesprochen gut. Nach der kurzen Einleitung wurde in einem Video erklärt was Reflective Listening ist und in einem weiteren, wie es angewendet wurde. Das Ganze sehr praxisbezogen und mit Beispielen, die auch zum selbst mitdenken angeregt wurden. Dann gab es noch zwei Videos, die einmal zeigen, wie es nicht so gut läuft, und einmal wie es laufen sollte, basierend auf der Simulation, die im ersten Teil vorgestellt wurde.

Das Konzept ist für mich nicht wirklich neu, aktives Zuhören war schon Thema in den Kommunikations-Seminaren zu meinen Angestelltenzeiten und auch in meiner Weiterbildung zum Psychologischen Berater stand das Konzept der personenzentrierten Gesprächsführung im Mittelpunkt, bei der es ja auch um Empathie und aktives Zuhören geht. Es war aber eine gute Auffrischung, Wiederholung und es werden ja auch immer andere Schwerpunkte betont.

Sehr gefallen hat mir der Hinweis, sich gedanklich neben seinen Gesprächspartner zu stellen oder zu setzen, um aus seiner Sicht nachzuvollziehen, was gerade in oder mit ihm passiert.

Abschließend habe ich mich dann auch an den Test zu den beiden ersten Modulen gewagt. Insgesamt stehen einem drei Anläufe zur Verfügung, um zu bestehen. Es handelte sich um 10 Multiple-Choice Fragen, bei denen jeweils nur eine Antwort richtig war. Und ich war sehr erstaunt, gleich beim 1. Anlauf alle Fragen richtig beantwortet zu haben, da ich mir bei einigen doch sehr unsicher war.

Kurz habe ich überlegt, mich doch noch zum Signature Track einzuschreiben, um ein Zertifikat zu erhalten. Aber ich glaube so viel bringt mir das dann doch nicht, dass es mir die 43 Euro wert wäre.

Gestern wurden schon die nächsten beiden Module freigeschaltet, in denen es um Assessment of Needs und Prioritization gehen wird, also das "A" und "P" in RAPID.

Markus Jung

Wie berichtet habe ich mich zu einem Online-Kurs (MOOC) für psychologische Erste Hilfe angemeldet, der in dieser Woche begonnen hat.

Die Aufmachung des Kurses gefällt mir gut. Insbesondere verwendet der Dozent ein sehr gut verständliches Englisch und hat eine angenehme Stimme, was es leicht macht ihm zuzuhören.

Inhaltlich passt der Kurs dann allerdings doch nicht so gut zu meinen Vorstellungen. Ich hatte gehofft, hier allgemein Hilfen an die Hand zu bekommen, wie Menschen unterstützt werden können, die akute psychische Probleme wie zum Beispiel eine Depression oder Psychose haben. Darauf zielt der Kurs aber nicht ab, sondern es geht ganz gezielt um die Betreuung von Personen, die gerade ein traumatisches Erlebnis hatten, zum Beispiel durch eine Katastrophe oder einen Unfall.

Entsprechend richtet sich der MOOC auch primär an Menschen aus dem Gesundheitswesen, Notfall-Helfer und Mitarbeiter von Katastrophen-Diensten, die keine formelle psychologische Ausbildung haben. Ich gehöre daher nicht wirklich zur Zielgruppe.

Dennoch ist das Wissen zwar interessant, aber ich werde mich dann doch auf den Überblick beschränken, den ich in dieser ersten Lektion bekommen habe und die Themen nicht weiter vertiefen und in den Folgewochen nur schauen, ob selektiv Inhalte davon auch unabhängig von den Kurszielen für mich hilfreich sind.

Spannend fand ich, dass psychologische Krisenintervention in bzw. direkt nach der traumatischen Situation einer nachträglichen Psychotherapie mit mehreren Sitzungen überlegen sein kann und eine Psychotherapie sogar kontraproduktiv sein kann, weil diese normalerweise in eine ganze andere Richtung abzielt.

Wirklich eindrucksvoll war das letzte Video dieser Lektion. In rund 15 Minuten wurde simuliert, wie so eine Psychologische Erste Hilfe ablaufen kann, am Beispiel einer Person, die beim Hurricane Sandy ihr Haus verloren hat. Schon da wurde deutlich, dass das Wichtigste an dem Konzept wohl zu sein scheint aufmerksam zuzuhören, Verständnis zu zeigen und an den richtigen Stellen nachzufragen.

Die Aufgabe für diese Woche war es, im Forum einen Beitrag zu schreiben, welche Vorstellung von Psychological First Aid die Teilnehmer vor Beginn des Kurses hatten und welche Ziele sie mit dem Kurs haben. Das habe ich erledigt, auch wenn ich mich schwer damit tue, auf Englisch zu formulieren. Aber auch das kann durch die Übung ja nur besser werden ;-).

Markus Jung

Psychologische Erste Hilfe

Bei Coursera beginnt nächste Woche der MOOC (Online-Kurs) Psychological First Aid, zu dem ich mich angemeldet habe.

Infos zum Kurs gibt es hier. Eine Anmeldung ist noch möglich.

https://www.coursera.org/course/psychfirstaid

Die Teilnahme ist kostenlos. Für ein überprüftes Zertifikat müssen 43 Euro bezahlt werden - darauf werde ich wahrscheinlich verzichten.

Der Kurs geht über sechs Wochen. Pro Woche wird eine Lernzeit von 1-3 Stunden veranschlagt.

Psychological first aid (PFA) ist dazu gedacht Menschen zu helfen, die gerade eine akute traumatische Situation erleben bzw. erlebt haben und der Kurs richtet sich genauso wie die medizinische erste Hilfe an Laien.

Im Kurs wird das RAPID-Modell vermittelt (Reflective listening, Assessment of needs, Prioritization, Intervention, and Disposition).

Ich finde das Konzept interessant. Zwar wäre es vielleicht für mich fast noch nötiger, mal meine "normalen" Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen (seit der Pflichtveranstaltung für den Führerschein ist da nichts mehr passiert), aber das geht halt nicht so bequem vom Schreibtisch aus. ;-) Wobei natürlich auch dieser Kurs nur das theoretische Wissen vermitteln kann und hilfreich dazu sein kann, schon vorhandene Kompetenzen zum Beispiel zur Gesprächsführung in einer Krisensituation auch strukturiert und sinnvoll einzusetzen.

Markus Jung

Zeitmanagement-MOOC beendet

Gestern habe ich mich mit den restlichen Lektionen (nicht mit allen) des Zeitmangement-MOOCs beschäftigt und geschaut, was ich noch für mich raus ziehen kann.

Biorhythmus

Es wird empfohlen, den eigenen Biorhythmus zu ermitteln und bei seinen Planungen zu berücksichtigen.

- 1. Die Tagesleistungskurve, die meist zwei Höhepunkte enthält

- 2. Die Tagesstörungskurfe (Lärm, Müdigkeit, Anrufe, Hunger, etc.).

- das ganze auch für die Woche, also welche Tage besonders gut/schlecht

Ich überlege im Moment noch, wie ich das für mich am Besten erfasse. Also ich weiß schon, dass ich zum Beispiel kein Frühaufsteher bin und am Vormittag oft gut und konzentriert arbeiten kann. Aber kann ich das noch genauer erfassen? Und woran genau mache ich das fest? - Da muss ich mir noch überlegen, wie ich das ermitteln könnte und ob ich diesen Aufwand betreiben mag und was es mir bringen könnte.

Nervig, dass die Formulare auch dazu nur im kostenpflichtigen E-Book enthalten sind.

Zeiterfassung

Dann wird die Verwendung der Software KnowSelf empfohlen, um die PC-Verwendung auszuwerten. Hier habe ich mich gerade vor ein paar Tagen für eine andere Lösung, das Programm TimeRescue* entschieden. In der Vergangenheit hatte ich schon mal ein ähnliches Programm (ManicTime) getestet, damit war aber keine Synchronisation und Zusammenführung der Daten mehrerer Geräte (PC und Notebook) möglich. Das geht mit TimeRescue und auch die Smartphone-Aktivitäten (Anrufe, WhatsApp etc.) werden mit erfasst. Die Auswertung gefällt mir nur teilweise, dennoch erhoffe ich mir davon gute Hinweise darauf, wann ich wirklich produktiv bin und auch lange Zeit am Stück an Aufgaben arbeite und wann ich eher Zeit vertrödele und viel springe. Und wie viel Zeit ich denn nun tatsächlich am Tag arbeite.

Im Moment muss ich vor allem aufpassen, nicht zu viel Zeit damit zu verbringen, mir die Statistiken anzuschauen ;-).

ARA

Dann wird noch ein elektronisches Toll Activity Recommendation App (ARA) empfohlen, um sich Ziele zu setzen und Erfahrungen aufzuzeichnen. Dieses werde ich nicht nutzen, da ich meine Erfahrungen in einer einfachen Textdatei notiere und als Minimalist auch mit möglichst wenig Tools auskommen möchte und das Zeitmanagement-Thema nicht selbst zu einem großen Zeitaufwand führen möchte...

Weitere Methoden

Es werden einige etablierte Methoden wie ALPEN, Eisenhower, Pareto etc. angesprochen, die für mich vor allem geholfen haben, mich daran mal wieder zu erinnern, da ich mich in der Vergangenheit schon damit beschäftigt habe.

Was ich mitnehme

Erstmal möchte ich jetzt Daten sammeln über rund einen Monat um mehr darüber zu erfahren, wofür ich wie lange benötige, wann ich das mache etc. Und dann im nächsten Schritt kann ich vielleicht einiges noch etwas optimaler planen, zumindest von der Reihenfolge her und um einzuschätzen, was an einem Tag realistisch zu erreichen ist. Und auch um zu erkennen, wo ich für eigentlich nicht so wichtige Aufgaben zu viel Zeit investiere, die besser für andere Projekte oder Bereiche eingesetzt werden können. Insgesamt vielleicht eher noch etwas weniger machen und das dafür intensiver, mehr im Flow lange Zeit an Aufgaben arbeiten.

Mir hat es Spaß gemacht, mich im Schnellverfahren mit den Inhalten dieses Kurses zu beschäftigen und einige Impulse daraus mitzunehmen.

Markus Jung

Zeitmanagement-MOOC begonnen

Heute habe ich mir die erste Lektion des MOOCs Ganzheitliches Zeitmanagement bei OpenCourseWorld nach der Einführung angeschaut. Sie trägt die Überschrift Selbstorganisation und Zeitmanagement.

Der Kurs wird von "The Life Artists" angeboten. Mir sind die zwei ja etwas zu geschliffen und gestylt, der Vortrag zu sehr betont. Inhaltlich könnte das Ganze aber durchaus etwas sein.

Hier könnt ihr euch auch selbst einen Eindruck machen, da es auch einen Video-Kurs bei YouTube gibt:

Der MOOC selbst ist kostenlos, es wird aber angeregt, dazu ein eBook herunterzuladen, das 27 Euro kostet. Werde ich nicht machen.

Es gibt auch jeweils ein Skript zu jedem Kapitel, das kostenlos als PDF zur Verfügung steht.

Der Kurs sieht Zeitmanagement nicht als Selbstzweck, sondern als Ziel um die Zufriedenheit zu erhöhen. Es werden vier Lebensbereiche gesehen, die sich gegenseitig beeinflussen.

▪ Karriere & Geld

▪ Soziale Beziehungen & Liebe

▪ Körper und Gesundheit

▪ Persönlichkeit

Der Schwerpunkt im Kurs liegt auf dem Bereich Persönlichkeit.

Es wird darauf hingewiesen, dass es notwendig ist die Komfortzone der eigenen Sicherheit zu verlassen, um Veränderungen zu erreichen. Deshalb schließt jede Einheit auch mit einem Handlungsaufruf ab - außer dieser ersten.

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Wo ich schon mal dabei bin, habe ich mich auch noch mit dem nächsten Abschnitt Work-Life-Balance beschäftigt.

Das Video beginnt mit einer Wiederholung worum es im Kurs geht - was eine Zeitverschwendung ;-). Genauso wie der Trailer, der wohl auch in jedem Video eingeblendet wird...

Nach 1,5 Minuten geht es dann richtig los.

Es wird erwähnt, dass laut einer Studie nur 20 Prozent der Arbeitnehmer zufrieden sind. Leider wird weder im Video, noch im Begleitskript erwähnt, um was für eine Studie es sich handelt.

Korrekterweise sind die Dozenten der Meinung, dass es eigentlich falsch ist von Work-Life-Balance zu reden, da die Arbeit doch Teil des Lebens ist bzw. sein sollte und daher eine ausgewogene Life-Balance mit allen Lebensbereichen das Ziel sein sollte. Ich denke auch, dass es nicht nur Wortklauberei ist, sondern wirklich wichtig darauf hinzuweisen, da ich genug Menschen kenne, die wirklich nur auf das Ende des Arbeitstages, das Ende der Arbeitswoche, den nächsten Urlaub und den Ruhestand hin leben oder eher vegetieren... Schade.

Jetzt wird wieder das Thema Zufriedenheit und die vier Lebensbereiche wiederholt. Diesmal der Schwerpunkt auf dem Bereich Arbeit. Die Ausführungen richten sich hier eher an Arbeitnehmer. Sicherlich gilt aber auch für Selbstständige der Hinweis auf die Gefahr, dem Bereich Arbeit zu viel Raum im Leben einzuräumen.

Gut ist der Hinweis, eigene Ziele zu haben. Da sonst andere die Ziele für uns setzen werden und wir vielleicht sogar meinen, dass es unsere eigenen Ziele wären. Und uns wundern, warum wir dennoch nicht zufrieden sind, obwohl wir doch "unsere" Ziele verfolgen...

Das Video endet mit der Handlungsaufforderung, drei Kreisdiagramme zu erstellen:

1. Meine tägliche Ist-Zeiteinteilung

2. Meine mentale Zeiteinteilung (womit beschäftige ich mich gedanklich)

3. Meine Wunsch-Zeiteinteilung

Es wird dabei auf das kostenpflichtige elektronische Handbuch verwiesen. Und angeregt, sich sofort mit der Aufgabe zu beschäftigen. Habe ich dann auch mal im Schnellverfahren gemacht und mir zumindest ein paar Gedanken und Notizen dazu gemacht.

Die Videos anzuschauen ist auf jeden Fall schon mal kurzweiliger als beim vergangenen Arbeitspsychologie-MOOC, vor allem weil es viel praxisbezogener ist und auch weil die Dozenten lebendiger sind - auch wenn mir das wie schon erwähnt eigentlich zu überzogen ist.

Außerdem gibt es einen Online-Test bestehend aus fünf Fragen - 40 von 50 möglichen Punkten habe ich erreicht.

Auch zu diesem Thema gibt es ein Video bei YouTube:

Nächstes Mal geht es um den Biorhythmus.

Markus Jung

Video und Fazit zum MOOC Arbeitspsychologie

Für mich war die gestrige Online-Veranstaltung Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss meiner Teilnahme am MOOC zur Arbeitspsychologie, da ich mich nun wieder vermehrt anderen Weiterbildungsinhalten wie meinem Lehrgang bei NHAD zuwenden werde.

 

Heute habe ich ein Video zu meinem Eindrücken von dem Kurs erstellt, das auch als Fazit dienen kann.

 

 

Außerdem möchte ich hier nochmal eine Zusammenfassung der Beiträge geben, die es bei Fernstudium-Infos.de zu diesem MOOC gibt:

 

- Diskussion im Forum

 

- Blogbeiträge von jedi:

-- 2. MOOC in 2015

-- News Arbeitspsychologie

-- Von Stress bis Burnout

 

- Beiträge in meinem Blog:

-- Arbeitspsychologie - ein MOOC ohne MOOC-Gefühl

-- MOOC Arbeitspsychologie - Woche 2: Paradigmen

-- MOOC Arbeitspsychologie - Rückblick Woche 3 und Überlegungen zur Vorgehensweise

-- MOOC Arbeitspsychologie: selektiv weiter

-- Stress und Burnout zum Einschlafen

-- Live-Veranstaltung im MOOC Arbeitspsychologie

 

Die Kursseite bei iversity mit weiteren Infos und dem Videotrailer ist hier zu finden:

https://iversity.org/de/courses/einfuehrung-in-die-arbeitspsychologie

Markus Jung

Live-Veranstaltung im MOOC Arbeitspsychologie

Heute soll es im MOOC zur Arbeitspsychologie einen direkten Austausch zwischen dem Kursleiter Prof. Schüpbach und den Teilnehmern geben. Dazu wurde zu einer live Online-Veranstaltung eingeladen, für die im Vorfeld Fragen eingereicht werden konnten. Außerdem sollen auch spontan Fragen gestellt werden können. Hier meine Notizen von der Veranstaltung:

16:05 - gerade als ich mich eingewählt hatte, gab es Probleme mit meiner Internet-Verbindung. Also DSL neu aufbauen und dann weiter sehen.

16:13 - so, jetzt bin ich angemeldet, gerade noch rechtzeitig. Für die Übertragung kommt Adobe Connect zum Einsatz. Es gibt im Vorfeld eine kleine Umfrage, ob Kenntnisse aus dem MOOC in der Praxis umgesetzt werden sollen. Ich habe mal angekreuzt, dass ich Wissen umsetzen werde, auch wenn das bei mir noch nicht so konkret ist.

16:15 - es geht los. 25 Teilnehmer sind online bzw. 23 Teilnehmer und zwei Moderatoren.

16:16 - Begrüßung durch Moderator Jonas Kiener in Video und Ton. Gute Qualität.

16:17 - Jetzt Übergabe an Prof. Schüpbach. Begrüßung.

16:18 - Bei der ersten Frage geht es darum, ob sich die Gesundheit der Beschäftigten tatsächlich verschlechtert hat, oder ob sie nur mehr Aufmerksamkeit bekommt. Prof. Schüpbach meint, dass es wohl beides ist - mehr Aufmerksamkeit sowohl von Seiten des Unternehmens selbst als auch der Mitarbeiter - Stichwort Mindfulness - und psychische Erkrankungen jetzt auch als solche erfasst werden, und nicht mehr zum Beispiel bei den Rückenbeschwerden auftauchen.

16:23 - jetzt 31 Teilnehmer

16:24 - Setting ähnlich wie bei den Videos/Vorlesungen. Prof. Schüpbach in Bild und Ton redet. Bisher kein Dialog, da er auf die vorher abgegebenen Fragen eingeht, diese vorliest und wohl auch die Antworten vorbereitet hat, auch wenn diese nicht abgelesen, sondern frei formuliert werden.

16:26 - Begeisterung und Enttäuschung kann nicht gleichzeitig da sein - jedoch kann die Begeisterung verschwinden, wenn diese zu nichts führt. Dann kann es zur Enttäuschung kommen, die wiederum einen Burnout bewirken kann.

16:28 - mir fällt es schwer, konzentriert zuzuhören.

16:29 - auf die Umfrageergebnisse wurde bisher nicht eingegangen. Ca. 70 Prozent haben bisher angegeben, dass sie von dem Kurs so profitieren können, dass sie etwas davon in der Praxis umsetzen können.

16:30 - der Moderator bietet an, dass Nachfragen im Chat gestellt werden können, die dann auch im Anschluss an den ersten Teil beantwortet würden.

16:31 - Live-Gefühl fehlt, es könnte sich auch um eine Aufzeichnung handeln, in der Prof. Schüpbach vorher gestellte Fragen beantwortet. Kein Dialog mit den Teilnehmern, keine Aufforderung Fragen zu stellen, keine Rückfrage, ob Antworten ausreichend waren usw.

16:33 - Probleme mit der Übertragung, diese ist manchmal unterbrochen. Ich kann nicht genau sagen, ob dies an meiner Verbindung liegt, könnte aber sein, da ich ja auch vor Beginn des Meetings kurz Probleme hatte.

16:35 - es wird jetzt auch auf Boreout eingegangen, wenn ich das richtig mitbekommen habe, kam dieser Hinweis von einem Benutzer von Fernstudium-Infos.de :-).

16:36 - im Chat findet kein Austausch statt, auch keine Rückfragen

16:37 - der Moderator teilt nochmal mit, dass er sich für eingehende Fragen bedanken würde.

16:39 - es wird jetzt ein Ausdruck in die Kamera gehalten, um nochmal auf die Transaktionalen Prozesse einzugehen und diese zu erläutern.

16:41 - jetzt soll auf spontane Fragen eingegangen werden. Es gibt auch eine. Es wird gefragt, was jemand tun soll, wenn er meint bei einer anderen Person meint, Anzeichen für eine Depression oder einen Burnout zu sehen. So eine richtig praktische Antwort konnte ich nicht erkennen. Es wird nochmal darauf eingegangen, was Anzeichen für einen Burnout sein könnten. Aber weniger, was zu tun wäre. Hauptsächlich wird wieder auf Inhalte aus dem Kurs eingegangen.

16:45 - jetzt gibt es doch ein paar Hinweise. Es soll geschaut werden, welche Ressourcen vorhanden sind. Auch die Führungskraft ist gefordert.

16:47 - Prof. Schüpbach ist wirklich bemüht. Allerdings scheint er mir schlicht eher der Theoretiker/Wissenschaftler, denn der Praktiker zu sein.

16:48 - Frage nach den Auswirkungen unserer 24/7-Gesellschaft auf die Mitarbeiter. Es wird hier auf gute Dienstpläne und die Bedeutung von (aktiver) Erholung hingewiesen. Work-Life-Balance. Life Domain Balance. Keine ständige Erreichbarkeit in der Freizeit, am Wochenende etc. und Regelungen dazu (nur zur Kenntnis nehmen oder auch agieren müssen etc.).

16:51 - Problem unserer heutigen Welt sieht Prof. Schüpbach weniger in den Arbeitszeiten (die war früher oft länger), als in der Intensität der Arbeit und der Hektik und dass es keine festen Arbeitszeiten und somit oft auch kein Arbeitsende mehr gibt. Diese Antwort auf die Frage, ob die Arbeit nicht vor 50 Jahren anstrengender war und die Menschen damals robuster, fand ich sehr interessant.

16:53 - dieser zweite Teil ist auf jeden Fall deutlich lebendiger als der erste. Prof. Schüpbach scheint auch etwas "aufzutauen" und sich auf den Dialog und vielleicht auch die Medienform mehr einzulassen.

16:55 - im Zusammenhang mit Burnout wird jetzt auf Downshifting und einen Gang zurück schalten eingegangen - erinnert mich an meine Minimalismus-Überlegungen ;-).

16:56 - Übertragung jetzt wieder problemlos.

16:57 - problematisch ist es nicht, Stress-Episoden zu erleben, sondern problematisch wird es, wenn diese nicht mehr bewältigt werden können und es keinen Ausgleich mehr gibt. Wichtig ist auch, dass Kollegen untereinander auf sich achten.

16:58 - eine Motivation für den MOOC ist es für Prof. Schüpbach, dieser Problematik Belastungen der Arbeit etc. mehr Aufmerksamkeit zu geben und so auch über die Burnout-Problematik geredet und die Sensibilität dafür erhöht werden kann und auch eine Sprache dafür haben.

17:01 - jetzt geht es um die wirtschaftlichen Folgen von Burnouts, insbesondere weil diese Krankheiten sehr langwierig sind, wenn diese Erkrankung weit vorangeschritten sind. Es fällt mir jetzt viel leichter zu folgen. Es besteht eine Verbindung zwischen Prof. Schüpbach und den Teilnehmern.

17:02 - es wird nachgefragt, warum die Burnout-Behandlung so schwierig ist. Prof. Schüpbach lächelt und findet es auch schwierig, diese Frage zu beantworten. Zunächst geht es darum, überhaupt den Betroffenen klar zu machen, was passiert ist und dass sie nicht so weiter machen dürfen wie bisher - auch wenn die akuten Beschwerden scheinbar nachgelassen haben. Es sind nachhaltige, dauerhafte Veränderungen des Lebensstils notwendig.

17:08 - jetzt sind es mehr als 80 Prozent, die angeben von den Inhalten des Kurses für die Praxis profitieren zu können.

17:12 - letzte Frage. Sie bezieht sich darauf, wie Mitarbeiter nach einem Burnout wiedereingegliedert werden können. Wichtig ist es vor allem, ihnen deutlich zu machen, dass sich die ungünstigen Bedingungen nicht wiederholen. Worst Case wäre, diese Menschen als Versager zu sehen, die eigentlich wieder so weiter machen sollen wie vorher. Die Wiedereingliederung ist oft sehr schwierig, fordert viel auch von den Führungskräften.

17:15 - die Veranstaltung endet. Prof. Schüpbach räumt ein, dass für ihn diese Kommunikation über den Bildschirm etwas gewöhnungsbedürftig sei.

17:16 - auch der Moderator verabschiedet sich. Das Meeting wird aufgezeichnet und ihn ca. einer Woche zur Verfügung gestellt.

Hinweis: Oben stehen meine persönlichen Notizen. Diese sind keinesfalls vollständig und erheben auch nicht den Anspruch, alles korrekt wiedergegeben zu haben.

Markus Jung

Stress und Burnout zum Einschlafen

In der letzten Woche ging es im MOOC zur Arbeitspsychologie im Rahmen des großen Themas "Wirkung von Arbeit" um die Bereiche Stress und Stress-Prävention, Ressurcen und Burnout.

Nun sind Stress und Burnout ja dem Schlaf eigentlich eher abträglich, aber bei mir war es so, dass ich meist erst spät am Abend dazu gekommen bin, mich mit dem MOOC zu beschäftigen und die ja doch recht monotone Vortragsweise ganz gut geeignet war, um abends noch etwas Wissen aufzunehmen, ohne sich groß aufzuregen etc. Ich konnte danach tatsächlich gut schlafen ;-).

Die Inhalte selbst waren im Prinzip durchaus interessant, um sich einiges (erneut) bewusst zu machen:

- Stressoren sind normal, Stress entsteht dann, wenn das Gefühl besteht die Kontrolle darüber zu verlieren und nichts zur Bewältigung tun zu können und auch nichts tun zu können, um den Stressoren nicht mehr ausgesetzt zu sein.

- Personale Ressourcen - Bewältigungsstrategien - besser aktiv-offensiv als passiv-defensiv oder gar hilflos

- Organisationale Ressourcen - Handlungsspielraum ist wichtig

- Soziale Ressourcen - die wahrgenommene soziale Unterstützung ist von Bedeutung

- Burnout: Apathie, Zynismus,innerer Rückzug und eine emotionale Distanzierung

- Ressourcen reichen nicht mehr aus, um den Anforderungen gerecht werden zu können

- chronisch, Verlust der Handlungsfähigkeit und Kontrolle

- Entwicklung in sieben Phasenabschnitten, in der Mitte emotionale Erschöpfung und angeschlagene Gesundheit, am Ende der Kollaps mit Arbeitsunfähigkeit

- also Schutz vor Burnout wird Engagement dargestellt (Vitalität, Hingabe, Absorbiertheit)

Aufgefallen ist mir noch, dass häufig recht alte Quellen herangezogen werden. Welche aus den letzten zehn Jahren habe ich bewusst gar keine wahrgenommen. Zumindest nicht in den Folien. Bei den Angaben zu weiteren Materialien unter den Folien werden Zitate aus neueren Veröffentlichungen genannt.

So, morgen findet die Live-Veranstaltung statt - ich bin gespannt.

Markus Jung

MOOC Arbeitspsychologie: selektiv weiter

Ich habe mich entschlossen, dem MOOC zur Arbeitspsychologie doch nicht ganz den Rücken zuzuwenden, sondern mich selektiv mit den Inhalten zu beschäftigen, die mir für mich (unter anderem für die Beratung hier im Forum) wichtig erscheinen.

So habe ich mir heute die Inhalte zu den Themen Ermüdung, Monotonie, Sättigung und Vigilanz, deren Unterschiede und in Ansätzen auch was gegen die negativen Auswirkungen dieser Erscheinungen getan werden kann beschäftigt.

Zum Beispiel verläuft Ermüdung exponentiell und Erholung ist ein aktiver Prozess mit drei Phasen:

1. Distanzierung (abschalten, entspannen)

2. Regeneration (dazu gehören auch Ausgleichsaktivitäten)

3. Einstellen auf die nächsten Beanspruchungsphase

Auch ist Ermüdung normal und unvermeidbar und somit weder gut noch schlecht - anders als es oft gesehen wird. Auch ein gesunder und ausgeschlafener Körper und Geist ermüdet im Verlauf eines Tages, auch wenn auf diesen Prozess zum Beispiel durch frühzeitige Pausen aktiv regulierend eingewirkt werden kann.

Interessant fand ich auch eine Auswertung der Techniker Krankenkasse, nach der bei einer Untersuchung der Gründe für Krankschreibungen in den letzten Jahren insbesondere psychische Ursachen sehr stark angestiegen sind. (http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/644772/Datei/121848/Gesundheitsreport-2014.pdf - Seite 92)

Ende April findet auch eine Live-Onlineveranstaltung statt, an der ich gerne teilgenommen hätte, da diese das "MOOC-Gefühl" vielleicht doch noch hätte erwecken können - allerdings bin ich da im Urlaub, so dass das ausfällt. Vielleicht schaue ich aber mal in die Aufzeichnung rein, wenn es denn eine geben wird.

Markus Jung

In der vergangenen Woche ging es um Job Enrichtment (Herzbert / Pittsburgh-Studie) sowie den soziotechnischen Ansatz, der auch schon während meines Informatik-Fernstudiums vorgestellt wurde.

Im letzten Video der Einheit wurde dann noch mal eine Zusammenfassung gegeben und die Entwicklung vom Taylorismus bis zum soziotechnischen Ansatz dargestellt.

Jetzt hat schon die vierte Woche begonnen. Mal schauen, ob ich mich gleich noch aufraffen kann, zwischendurch mal das erste Video dazu anzuschauen. Es geht um "Arbeitstätgkeit und Arbeitshandlung".

Frage an die anderen Teilnehmer: Bekommt ihr eigentlich noch eine Mail zum Wochenbeginn? - Zum Start habe ich diese bekommen und auch zu Beginn von Woche 2 und seitdem jetzt nicht mehr.

Ich kenne das von anderen MOOCs, dass es jede Woche einen Reminder gibt, dass die neue Einheit freigeschaltet ist und gleichzeitig gibt es einen individuellen Rückblick des Dozenten auf die vorangegangene Woche, in dem auf die Kommentare eingegangen wird etc.

Wenn auch das hier fehlt ist das ein weiterer Grund, warum sich dieser Kurs eher wie eine trockene Video-Sammlung denn wie ein Kurs anfühlt.

Wahrscheinlich werde ich ihn jetzt erstmal nicht weiter verfolgen, sondern warten bis alle Einheiten freigeschaltet sind und mir dann nur gezielt einzelne Teile raus suchen, die für mich besonders interessant oder relevant sind.

Wie ergeht es euch mit dem Kurs?

Markus Jung

MOOC Arbeitspsychologie - Woche 2: Paradigmen

Mittlerweile habe ich auch die zweite Woche im MOOC zur Arbeitspsychologie durch - ich habe mir die Videos angeschaut und die Fragen dazu beantwortet. Der Aufwand hielt sich in Grenzen.

Mein Eindruck ist wie gehabt. Die Inhalte sich fachlich durchaus interessant, die Darbietung ist recht anstrengend und wenig abwechslungsreich und ganz anders, als ich dies in anderen MOOCs erlebt habe.

Dieses Mal ging es um Paradigmen der Arbeitsgestaltung und des Betriebsmanagements. Dabei wurde auf den Taylorismus und die Human Relations Bewegung eingegangen und in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Hawthorne-Studie und die Bedürfnispyramide von Maslow. Diese Woche kommen dann zwei weitere Paradigmen dran.

Markus Jung

Von meinen bisherigen MOOCs bin ich sehr verwöhnt, weil diese sehr kreativ und zum Teil fast spielerisch erstellt waren, sehr anschaulich mit vielen Beispielen und oft angereichert mit Interviews und verschiedenen Sprechern, insgesamt sehr abwechslungsreich und leicht zu verfolgen. Das beste Beispiel dafür war der MOOC Intro to Psychology:

https://www.udacity.com/course/ps001

Diese Woche hat nun der MOOC "Einführung in die Arbeitspsychologie" begonnen. Und der kommt dann doch zwar fachlich nach meinem ersten Eindruck sehr fundiert, aber auch sehr nüchtern, trocken und bisher vor allem theoretisch daher. Zumindest bisher handelt es sich quasi um eine verfilmte Vorlesung und wenn Folien gezeigt werden, liest der Prof. diese meist wortwörtlich 1:1 vor.

https://iversity.org/de/courses/einfuehrung-in-die-arbeitspsychologie

Die erste Woche ist allgemein der Einführung in das Thema gewidmet:

- Was ist unter wissenschaftlicher Psychologie zu verstehen?

- Was ist Gegenstand der Arbeitspsychologie?

- Was bedeutet Arbeit im Leben von Menschen?

- Auf welchen Grundannahmen beruht die Arbeitspsychologie?

Zu jedem Thema gibt es ein Video mit Quiz-Fragen und dazu noch Literaturhinweise und Begriffserläuterungen.

Insgesamt geht der Kurs über sieben Wochen und ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Hier geschildert ist ja erstmal nur mein erster Eindruck - ich habe mir gerade mal drei Videos angeschaut und die Fragen dazu beantwortet.

Es gibt ja hier bei Fernstudium-Infos.de noch einige weitere Teilnehmer an diesem MOOC - ich bin gespannt, wie ihr ihn erlebt. Jedi hat hier schon einen kurzen Blogeintrag dazu veröffentlicht.

Markus Jung

Am 9.12. habe ich an einem Webinar der FFHS teilgenommen, zu dem sich auch Gäste anmelden konnten. Ich war durch einen Hinweis hier im Forum darauf aufmerksam geworden.

Es ging um das Thema "Faszination E-Learning - Emotionen beim E-Learning nutzen" und darum, Erkenntnisse aus dem Game Design beim (E-)Learning zu nutzen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Fuhrer, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Learning Center der FFHS.

Dozent war Silvan Becchio, der Psychologie und Informatik studiert hat und im Wesentlichen die Erkenntnisse seiner Masterarbeit vorgestellt hat.

Links mit weiteren Materialien:

Die Veranstaltung wurde neben Moderatorin und Dozent von neun Teilnehmern besucht und ging über eine gute Stunde.

Zunächst hat Silvan Becchio deutlich gemacht, dass es ihm in seiner Masterarbeit darum ging, Emotionen und E-Learning zu verbinden und sich dabei an den Erkenntnissen des Game Designs zu orientieren und sich diese zu nutze zu machen - ohne aus dem Lernprozess selbst nun ein Spiel zu machen (also kein Game Based Learning).

Nachfolgend einige der Notizen, die ich mir zum Vortrag gemacht habe:

(unvollständig und so, wie ich es verstanden und interpretiert habe, ggf. bitte auf die Aufzeichnung des Vortrags zurückgreifen)

  • Emotionen im Lernen - Psychologie
  • Emotionen in Videospielen - Game Design
  • Emotionen beim E-Learning - eigene Erfahrungen des Dozenten

Aufgabe von Emotionen im Lernen

Emotionen sind eigentlich immer da, auch beim lernen, und wenn es nur Langeweile ist

- Kernfunktion: Ständige Bewertung von Situationen - geben Impulse, was als nächstes zu tun ist

> Wegweiser (z. B. Angst > ungünstige Situation >> weg, Freude > gute Situation > mehr davon)

> passiert auch beim lernen

günstiger Pfad:

Positive Emotions > Mastery mode > Competence

kompetenzorientiertes Lernen

ungünstiger Pfad (sehr häufig):

Negative Emotions (z. B. Prüfungsangst) > Coping mode (Bewältigung / Veränderung) > Well-being

angstgetriegenes Lernen - Ziel ist nur, die Angst los zu werden (Well-being) zu erreichen

Ablenkung kann auch eine Bewältigungsstrategie sein

1. Emotionen sind Wegweiser in Lernsituationen und beeinflussen die Art und Weise, wie gelernt wird

2. Psychologische Grundbedürfnisse führen zu Wohlbefinden in einer Lernsituation

Selbstbestimmungstheorie

> Erklärung der intrinsischen Motivation

> Erklärung positiver Emotionen

- Kompetenz

- Autonomie

- Soziale Eingebundenheit

Flow-Theorie

> Flow-Zone, wenn Herausforderung und Fähigkeiten in etwa gleich sind. Zum Beispiel Ski-Anfänger auf blauer Piste, Profi auf schwarzer Piste

> sonst Angst (schwacher Schüler mit schweren Aufgaben) oder Langweile (guter Schüler mit einfachen Aufgaben)

Aus dem Game Design

The four keys to fun

- Serious Fun

> sich kompetent fühlen als Spieler - etwas erreichen können > du bist gut! du schaffst es - Sternchen verteilen, Feuerwerke, Musik

- Hard Fun

> Spiele dürfen nicht zu einfach sein - es muss schwierige Level geben (Flow)

- People Fun

> mit anderen Spielen zusammen spielen und messen, früher gleiches Spiel gespielt, darüber ausgetauscht

- Easy Fun

> Neugierde geweckt, etwas nicht vorhergesehenes, neues finden

Vergleich mit Selbstbestimmungstheorie (Pschologie) - vieles parallel

Zehn E-Learning Tipps für Emotionen

Serious Fun

> Studierenden zeigen, wie gut sie sind

1. Feedback maximieren (Pokal)

> Auszeichnung, Lob, Dank

2. Fortschritt anzeigen

> zum Beispiel grafisch oder wie es hier in vielen Blogs in der Seitenspalte passiert

3. Vorher-Nachher-Vergleich

> Was kann ich, was kann ich nicht - hinterher Lücken schließen, Erfolge deutlich machen

> dafür Test an den Anfang stellen und am Ende nochmal beantworten lassen

> außerdem schaffen die Fragen schon Aufmerksamkeit

4. Fleiss und nicht nur Erfolg belohnen

> die Lernzeiten erfassen, und nicht nur die abgeschlossenen Module

Hard Fun

> Wer wird Millionär Prinzip (steigender Schwierigkeitslevel)

Easy Fun

> zusätzliche Anreize neben den Kern-Lerninhalten

People Fun

> Bedeutung der Kommunikation untereinander und auch mit dem Dozenten

> hier war keine Zeit mehr für eine ausführliche Darstellung. Mehr dazu auf dieser Grafik.

Sozialer Vergleich von Leistungen kann problematisch sein, da es keinen Stolz des Besseren ohne die Scham für den, der weniger gut ist gibt. Daher eher mit Fleiß als mit Leistung verbinden, den fleißig sein kann jeder.

Mein Fazit:

Sehr interessante Veranstaltung, aus der ich einige Tipps mitnehme, die ich ggf. auch bei Bedarf an euch weitergeben werde. Denn viele der Tipps sind nicht nur für diejenigen interessant, die Lernangebote erstellen (also zum Beispiel Fernkurs-Anbieter), sondern können auch von den Lernern für sich selbst oder zusammen mit anderen geschaffen werden - zum Beispiel sich ein eigenes Belohnungssystem aufbauen, Lerngruppen etc.

Nachbemerkung: Für mich war es ein Novum, dass ich erstmalig bei einem Webinar nur am PC mitgeschrieben habe und nicht auf Papier. Hat trotz der Sprünge zwischen Präsentation und Eingabemaske gut geklappt.

Markus Jung

Den Iversity-MOOC gegen chronisches Aufschieben habe ich komplett mitgemacht und jetzt ist es an der Zeit, mein persönliches Fazit daraus zu ziehen und zu überlegen, was ich für mich daraus mitnehme, um es künftig anders oder noch bewusster zu tun.

Der Kurs umfasste insgesamt elf Lektionen und somit auch Wochen und war sowohl von den Inhalten als auch den Aufgaben her sehr komplex. Die Wissensvermittlung erfolgte hauptsächlich über Videos mit eingestreuten Fragen, die häufig durch Texte, Dokumente und Links ergänzt wurden. Für jemanden, der vielleicht nur sein Aufschiebe-Verhalten reflektieren und verändern möchte, war der Input vielleicht teilweise fast zu tiefgehend, da somit auch der Aufwand, um den Kurs zu bearbeiten sehr hoch war. Schwierig für jemanden, der vielleicht eh schon in Zeitnot ist und sich schnelle Hilfe erwartet hat. Ich fand die psychologischen und wissenschaftlichen Hintergründe meistens sehr interessant (teilweise kannte ich sie auch schon) und durchaus auch hilfreich, um die Zusammenhänge zu verstehen und das Wissen in mein vorhandenes Wissen einzuordnen bzw. um daran anzuknüpfen.

Der Kurs hat zwei große Bereiche angesprochen, in denen dem Aufschiebe-Problem begegnet bzw. allgemein das Selbst- und Zeitmanagement verbessert werden kann - die Selbstkontrolle (kurzfristig - Disziplin) und die Selbstregulation (mittelfristig - Bedürfnisse berücksichtigen).

1. Selbstkontrolle

> autoritärerer Führungsstil > diktatorisch

> der Wille entscheidet auch gegen anders lautende Wünsche/Bedürfnisse, diese werden unterdrückt

(z. B. Angst, Müdigkeit, Hunger etc. werden ignoriert)

> Eine Sache durchziehen - komme was wolle

> "Feuerwehr-Technik" - dann einsetzen, wenn es brennt und für Selbstregulation keine Zeit mehr ist

> kostet viel Energie, kann zu Stress und negativen Emotionen führen

- Zeitmanagement

(die eigene Zeit beherrschen, statt sich von ihr beherrschen zu lassen)

-- Zeitdiebe erkennen und in den Griff bekommen

- Planungsfähigkeit - konkrete Ziele (SMART-Konzept, Teilziele Salami-Taktik, Pausenplanung)

-- individuelles Konzept, zum Beispiel was Arbeits- und Pausenzeiten angeht

-- Arbeitstagebuch führen - dokumentieren, was erreicht, ggf. Planung anpassen

- Zielkontrolle (Ziele müssen bekannt und im Auge behalten werden - nicht vergessen/Erinnerungen, Teilziele, Mindmaps)

- Startkontrolle

-- handeln ohne zu Zögern zur exakt vorgegebenen Zeit

-- Signale und Rituale können helfen (Wecker, Tee kochen, Sachen rauslegen)

-- Selbstverpflichtung, ggf. schriftlich mit Unterschrift

-- feste Abfolge, auch planen, was vor dem Start passiert

- Impulskontrolle

-- Impulse werden (anders als bei der Selbstregulation) strikt unterdrückt

-- 1. Impuls benennen 2. Impuls unterdrücken >> immer wieder üben

-- Strategien: "Nein" oder "Stopp!" sagen/denken + Faust anspannen/schlagen, kneifen, dann wieder der eigentlichen Aufgabe zuwenden. Sofort und immer wieder, wenn der Impuls da ist.

2. Selbstregulation

> demokratischer Führungsstil

> die verschiedenen Teilsysteme und Bedürfnisse werden berücksichtigt

(aktive Auseinandersetzung mit Angst, Müdigkeit, Hunger etc.)

> Veränderungen im Einklang mit sich selbst > selbstintegrierende Selbststeuerung

- Abgleich neuer Ziele mit vorhandenen Zielen und Bedürfnissen (Ziele, Motive, Werte, Bedürfnisse müssen dazu bekannt sein, Maslow Bedürfnishierarchie etc., oft unbewusst)

> positive Beeinflussung und Motivation > Selbstmotivierung

-- unterscheiden zwischen Motivationsabnahme oder Motivationswechsel

(Gründe erfragen, bewerten und reagieren, je nachdem ob die Veränderung sinnvoll ist (vielleicht ist ein neues Ziel wichtiger geworden ) oder es besser ist, sich wieder auf das ursprüngliche Ziel zu fokussieren und die Motivation wieder herzustellen). Hilfsfrage: Welche Vorteile hat es, ein Ziel nicht zu erreichen? Auch fragen, ob es wirklich mangelnde Motivation ist, oder ob es andere Gründe (Aufregung, Müdigkeit etc.) gibt, die dann auch andere Strategien erfordern.

-- auf Ressourcen und Stärken besinnen (Gedankenreise, an positive Situationen erinnern, notieren - was hat mich in dieser Situation stark und fähig fühlen lassen, Begriff dafür finden)

-- 7 Strategien zur Selbstmotivierung:

1. Positive Konsequenzen des Handelns vergegenwärtigen

(vorher aufschreiben, im Bedarfsfall darauf zurückgreifen, negative Seiten als "Preis" dafür)

2. Persönliche Bedeutung der Zielerreichung deutlich machen

(Ziel in Beziehung setzen zu anderen Werten, Zielen und Bedürfnissen - Zusammenhang deutlich machen)

3. Selbstbelohnungen vornehmen und einsetzen

(vorher festlegen, innere Selbstgespräche (Lob), angenehme Aktivitäten, Geschenke - angemessen und zeitnah)

4. Zwischenschritte festlegen

(ggf. mit kurzen und leichten Aufgaben beginnen - Vergleich zum Straßenfeger Beppo aus Momo)

5. Fortschritte, Erfolge und Stärken notieren und vergegenwärtigen

(bearbeitete Seiten, Lernzeiten, etc., zum Beispiel in einem Lerntagebuch - auf Grübeleien zu vergangenen Misserfolgen verzichten)

6. Sich selbst Mut machen

(so, wie man andere ermutigen würde)

7. Eigenes Interesse wecken

(lustige oder angenehme Aspekte der Tätigkeit sehen, Abwechslung rein bringen)

- Emotionsregulation (Gefühlsmanagement) - setzt Selbstwahrnehmung voraus

(Welche konkreten Gefühle sind jetzt in diesem Moment da? Zu welchen Gefühlskategorien wie Traurigkeit, Angst, Niedergeschlagenheit, Ekel, Überraschung, Unruhe, Zuneigung, Freude, Schuldgefühl gehören sie?)

> Fühlen, Denken und Handeln beeinflusst sich gegenseitig (zum Beispiel Handlung lächeln gut für die Stimmung und dann auch positivere Gedanken)

-- mögliche negative Gefühle: Angst (vor Ablehnung oder vor Unangenehmem - lähmt) , Ärger/Wut (lähmt), Niedergeschlagenheit (lähmt), Schuldgefühle (kein "nein" sagen)

> Strategien des Emotionsmanagements

1. Kognitive Strategien

-- Stimmungssteigerung

> Gedanken wie "ganz ruhig", "kein Problem", "ich kann meine Stimmung ändern", "ich denke jetzt bewusst an etwas Schönes" (Gedanken in "guten Zeiten" sammeln, um dann darauf zurückgreifen zu können)

-- Selbstwertsteigerung

> "ich akzeptiere mich mit meinen Fehlern", "auch wenn ich etwas falsch mache, beeinträchtigt das nicht meinen Wert als Person", "ich bin unabhängig von der Wertschätzung anderer"

-- Frustrationstoleranz steigern

> "wenn ich mich vor der unangenehmen Tätigkeit drücke, geht es mir zwar kurzfristig besser, aber langfristig hat dies negative Folgen"

-- Katastrophendenken reduzieren

> "auch wenn etwas schief läuft, geht meine Welt davon nicht unter"

-- Aufmerksamkeit auf positive Ereignisse richten

> bewusst in Erinnerung rufen, was gut gelaufen ist (auch Kleinigkeiten)

-- Erfolgserwartung

>während der Umsetzung nur noch auf den Erfolg konzentrieren, der sich einstellen wird

2. Bewegung

> raus gehen und aktiv sein statt unter der Bettdecke verkriechen, oder in der Wohnung bewegen

(15 Minuten verbessert für mindestens 60 Minuten die Stimmung)

3. Angenehme Aktivitäten

> Liste vorbereiten und aufpassen, dass damit nicht die eigentlichen Aufgaben aufgeschoben werden

4. Handel, als ob...

> entgegengesetzt zum tatsächlichen Gefühl verhalten (indirekte Gefühlsbeeinflussung)

> das negative Gefühl wird zugelassen, und dennoch das Gegenteil davon tun

-- Angst: Keine Flucht, sondern mit der angstauslösenden Situation/Person konfrontieren (immer wieder)

-- Ärger: nicht auf Streit einlassen, sondern konstruktive Klärung versuchen (ruhig), evtl. sogar gutes tun

-- Traurigkeit: Kopf/Schultern nicht hängen lassen, sondern aufrechte Körperhaltung, lächeln, aktiv sein

5. Soziale Unterstützung

> sich öffnen, mitteilen - es geht dabei erstmal nicht um eine Lösung

(gut auswählen, wer einem gut tut und wer eher nicht)

> anderen helfen und sie unterstützten hilft oft auch, sich selbst gut zu fühlen

6. Entspannungstechniken

> besonders bei Erregung (durch Angst, Ärger)

-- Atemübungen

-- Ruhebild

-- Progressive Muskelentspannung

- Negative Emotionen aushalten können

> unangenehm, aber man kommt nicht darum herum

(Angst, Unsicherheit bei der Planung, beim Warten (!) > Zweifel und bei der Auswertung (Misserfolg))

> werden diese nicht ausgehalten, kann es zum Abbruch und dann erst recht zu schlechten Gefühlen kommen

> Strategien zur Selbstregulation anwenden, wenn die negativen Gefühle zu stark werden

Strategien:

1. Beobachten, ohne zu reagieren und ohne es zu unterdrücken

2. Selbstgespräche

3. Bild von dem Gefühl machen (z. B. Regenwolke, Welle)

> je stärker wir gegen ein Gefühl ankämpfen, desto stärker wird es

- Aufmerksamkeitslenkung/Achtsamkeit

> Ablenkungen, Gedanken, Körperempfindungen wahrnehmen und vorbei ziehen lassen

> Gedanken und Aufmerksamkeit auf das Hier und jetzt statt auf Vergangenheit und Zukunft

-- zwei Wege, um mit Ablenkungen umzugehen

1. In der Situation: Ablenkung/Störung benennen, akzeptieren (nicht ärgern!), abwägen zwischen Ablenkung und eigentlichem Ziel und entscheiden dieser nachzugeben oder zu notieren und die Aufmerksamkeit wieder auf die ursprüngliche Handlung zu lenken (durch inneres Selbstgespräch, optisch wieder der Aufgabe zuwenden)

2. Nach der Situation: Bewerten und Konsequenzen für die Zukunft zeihen, ggf. Notizen durchgehen, außer bei unwichtigen/einmaligen Ablenkungen, auch Fragen, warum wir uns ablenken lassen - wie wichtig ist das eigentliche Ziel? Warum sträuben wir uns dagegen?

-- Hilfreiche unterstützende (z. B. Aufmunterung) und ablenkende Reize (z. B. Lärm)

> kennen, nutzen und reduzieren bzw. reagieren (benennen und etwas dagegen tun oder akzeptieren)

- Selbstberuhigung > Entspannungstechniken

1. Körperliche Entspannungstechniken

> Atemübungen

> Progressive Muskelentspannung

> Strecken und Dehnen

> Massage

> Augen schließen

> Mittagsschlaf

2. Kognitive Entspannungstechniken

> Imaginationsübungen

> Ruhebild (keine Personen oder schnellen Handlungen)

> Phantasiereise

- Selbstaktivierung

> körperliche Bewegung (10-15 Minuten)

> kühle (Teil-)Dusche

- Umgang mit Erfolg und Misserfolg

> goldene Regel: Über Erfolge mehr freuen als über Misserfolge ärgern

1. Formulieren konkreter Teilziele und Kriterien für Erfolg

> schnell erkennen, wenn falscher Weg > häufiger kleine Erfolgserlebnisse

> Erfolgskriterien messbar und erreichbar machen und notieren

2. Wahrnehmung von Misserfolgen und Erfolgen

> nur auf das, was mir bewusst ist kann ich reagieren (Schlussfolgerungen/Konsequenzen)

3. Den eigenen Stil der Ursachenzuschreibung kennen

> wie erklären wir, wie Erfolg oder Misserfolg zu Stande kommt?

> Erfolge auf sich selbst, seine Fähigkeiten und seine Bemühungen zurückführen (stabil)

> Misserfolge auf Handlungsgrund, Zufall und Einzelfall zurückführen

Markus Jung

Mit einigen Tagen Verspätung (eigentlich endete der Kurs am vergangenen Sonntag) habe ich heute die dritte Kurswoche und damit auch den ganzen MOOC Good brain, bad brain der University of Birmningham bei Future Learn abgeschlossen.

In dieser Woche ging es besonders darum, wo verschiedene Funktionen im Gehirn lokalisiert sind und wo sich verschiedene Krankheiten (MS, Chorea Huntington und Schizophrenie) im Gehirn zeigen. Dieses Mal gab es relativ wenig Input und viele Themen, die im Grunde nur eine Aufgabe waren, sich selbst die Infos zusammen zu suchen. Das hat mir weniger gefallen als die vorhergehenden Lektionen, in denen es mehr Input gab. Im letzten Teil ging es noch um das Thema menschliches Gehirn im Vergleich zu Computern bzw. Robotern.

Insgesamt hat mir der Kurs viele neue Erkenntnisse gebracht, die mir sicherlich im Laufe des Psychologie-Studiums noch von Nutzen sein können, zum Beispiel im Bereich der Biologischen Psychologie.

Der Zeitaufwand war auch insgesamt überschaubar, allerdings wäre es auch möglich gewesen, die Themen noch intensiver zu bearbeiten, als ich dies getan habe.

Markus Jung

Ich habe es tatsächlich geschafft, zwischendurch noch die erste Woche des Future Learn MOOCs "Good brain, bad brain: basics" zu bearbeiten. Zwar nicht ganz so intensiv, aber doch so, dass ich glaube etwas mitgenommen zu haben. Es geht um eine Einführung in den Aufbau des Gehirns und speziell der Neuronen. Dazu werden kurze Texte und Videos verwendet.

Besonder gefallen hat mir der Hinweis auf ein 3D-Gehirnmodell, das wirklich gut ist:

http://www.g2conline.org/2022

Ich hatte vor einiger Zeit mal über Google nach solchen Modellen gesucht und nichts Gescheites gefunden.

Biologische Psychologie steht an der PFH im zweiten Semester auf dem Programm, dann werde ich sicherlich darauf zurückgreifen.

Naja, beim Abschlusstest der ersten Woche war ich nicht ganz so erfolgreich. Aber immerhin hat es für 14 von 18 Punkten gereicht.

Markus Jung

Gestern hat der MOOC "Good brain, bad brain: basics" begonnen, den die University of Birmingham über Future Learn anbietet und der über drei Wochen geht.

Ein interessantes Angebot, das natürlich gut zu meinem Studium passt - nur leider zu einer denkbar ungünstigen Zeit kommt....

Wer sich für den Kurs interessiert, findet hier eine kurze Vorstellung:

Mal schauen, ob ich zwischendurch ein paar Minuten Zeit finde, um zumindest obeflächlich teilzunehmen und dann vielleicht später wieder auf die Inhalte zurückzugreifen, wenn es zu meinem Studium passt und ich mal mehr Zeit (?) habe.

Markus Jung

Ende Oktober letzten Jahres hatte ich mich zum Udacity-MOOC "Introduction to Psychology: The Science of Thought and Behavior" angemeldet und seit dem mehr oder weniger kontinuierlich daran gearbeitet - lange Zeit in einem eher langsamen Tempo, seit fest steht, dass ich das Psychologie-Fernstudium an der PFH mache, habe ich aber nochmal Gas gegeben.

Der Kurs war das Beste, was ich bisher an Online-Kursen gesehen habe. Es wurde auf sehr anschauliche, mitunter sogar unterhaltsame und abwechslungsreiche Weise der zum Teil komplizierte Stoff (zum Beispiel zum Aufbau des Gehirns) vermittelt.

Gestern habe ich, ohne mich besonders darauf vorzubereiten, den Abschlusstest gemacht und war erstaunt, wie viel ich behalten hatte - auch wenn ich nicht alle Fragen gleich richtig beantworten konnte.

Zur Belohnung gab es danach auch ein Zertifikat, das ich hier anfüge. Zwar habe ich nur mit "With Proficiency" bestanden, was wohl die schlechteste Note bei Udacity ist, aber zum einen haben auch andere Teilnehmer berichtet, dass keiner von ihnen bisher eine bessere Note bekommen hat und außerdem habe ich mich wie gesagt auf die Abschlussprüfung auch nicht vorbereitet.

Wer also Lust hat, mal in einen Online-Kurs nach Art eines MOOCs rein zu schauen und sich auch noch für das Thema Psychologie interessiert, dem kann ich diesen Kurs nur empfehlen. Die Teilnahme ist kostenlos und es kann im eigenen Tempo gelernt werden.

Hier die Infoseite zum Kurs:

https://www.udacity.com/course/ps001

Für mich war das eine gute weitere Vorbereitung/Einstimmung auf das Studium und ich werde sicherlich immer wieder auf einzelne Lessons aus dem Kurs zugreifen, wenn die dazugehörigen Themen an der PFH besprochen werden.

Markus Jung

Wer hätte das gedacht - ich mag Videos...

Bisher stand ich Videos zum Lernen im Fernunterricht/Selbstunterricht eher kritisch gegenüber. Was ich gesehen habe, waren meistens verfilmte Vorlesungen oder besprochene Präsentationen etc. und mich hat stets gestört, dass ich mitschreiben musste und das Tempo mehr oder weniger vorgegeben war - ich war entweder gelangweilt, oder es ging mir zu schnell.

Jetzt habe ich mich ja kürzlich zum Udacity-Kurs "Introduction to Psychology" angemeldet und bin begeistert.

Die zweite Lektion beschäftigt sich mit Research Methods. Der ganze Kurs besteht aus kleinen Video-Lektionen, zu denen es immer wieder Testfragen gibt und nach jeder Lektion kommt ein umfangreicherer Testblock.

Das Autorenteam hat es geschafft, das Thema so anschaulich und zum Teil sogar unterhaltsam mit Beispielen aus der Praxis aufzubereiten, dass es Spaß macht damit zu arbeiten und enorm viel hängen bleibt - auch durch die immer wieder eingebetteten Quiz-Fragen.

In dieser Lektion wurden unter anderem die abhängigen und unabhängigen Variablen erklärt und dazu ein Experiment durchgeführt, wie sich der Genuss von Kaffee auf die Reaktionsgeschwindigkeit auswirkt. Das ganze wurde immer wieder anhand von Videos erläutert (die einzelnen Schritte der Planung und Durchführung) und zum Beispiel die eingesetzte App zur Messung der Reaktionszeiten kann auch von den Studenten selbst getestet werden, so dass man auch da aktiv mit eingebunden ist.

Sicherlich kann man nicht alles auf diese Weise vermitteln und es wäre ggf. auch nötig, sich ein paar Notizen zu machen (ich verzichte im Moment ganz bewusst darauf), aber mir ist es schon lange nicht mehr gelungen, so doch relativ komplexe Zusammenhänge, noch dazu auf englisch, so leicht zu verstehen.

Dazu besteht zu jedem Teil der Lektion die Möglichkeit, mit anderen Teilnehmern zu diskutieren. In diesem Beispiel gab es zum Beispiel einen Austausch darüber, welche Reaktionszeiten erreicht wurden.

Da es keine vorgegebene Kursdauer gibt, kann ich zudem im eigenen Tempo den Kurs absolvieren, was mir sehr entgegen kommt, auch wenn ich merke, dass der erste große Schwung wohl schon durch ist und im Moment etwas weniger diskutiert wird. Macht mir aber nichts, da ich die Diskussionen eh nicht so intensiv verfolge.

Tja, wer hätte gedacht, dass ich mal so begeistert über ein Video-Konzept schreiben würde - ich nicht...

Markus Jung

Udacity Kurs "Introduction to Psychology"

Ich weiß gar nicht mehr genau wie, aber kürzlich bin ich auf den Udacity-xMOOC "Introduction to Psychology: The Science of Thought and Behavior" aufmerksam geworden, der bei Udacity kostenlos von der San José State University angeboten wird.

Details zum Kurs gibt es hier: https://www.udacity.com/course/ps001

Es handelt sich um einen Anfängerkurs ohne festes Startdatum oder Bearbeitungsfristen. Es ist also möglich, immer wieder mal im eigenen Tempo etwas zu tun, was mir sehr gelegen kommt.

Ich habe mich also zum Kurs angemeldet.

Bisher läuft es so ab, dass der Kurs aus kleinen Video-Sequenzen besteht, zu denen zwischendurch Fragen gestellt werden, die dann entweder per Multiple Choice oder mit kurzen Text-Eingaben beantwortet und automatisch ausgewertet werden. Der Kursfortschritt wird gespeichert.

Ich bin im Moment in Lesson 01 What Is Psychology. Nach jeder Lesson gibt es dann ein Problem Set - was sich dahinter verbirgt weiß ich noch nicht, ich werde berichten. Und am Ende des Lehrgangs gibt es ein Practice Exam und ein Practice Final.

Begleitend zum Kurs gibt es ein Forum und ein Wiki, mit dem ich mich noch nicht intensiver beschäftigt habe.

Ein kurzes Infovideo zum Kurs gibt es hier:

Mir gefällt neben der freien Zeiteinteilung auch die Vermittlung in Form der Videos, in denen bisher die Tutoren gezeigt wurden, zum Teil praktische Beispiele und es wird mit einer Art elektronischen Tafel gearbeitet. Das ist für mich eine neue Methode gegenüber den üblichen Studienbriefen im Fernstudium und ich finde es interessant, da mal zu vergleichen - meine These ist bisher, dass ich mit Videos zwar anschaulicher lernen kann, aber nicht so sehr in die Tiefe komme und es ggf. notwendig wäre, mitzuschreiben wie bei einer Vorlesung, um das Wissen für mich strukturieren zu können. Und das wäre sehr aufwändig, so dass ich aktuell Videos eher als Ergänzung sehe, zum Beispiel zu meinem klassischen Fernlehrgang zum Psychologischen Berater bei Impulse.

Nun bin ich ja auch noch zum FutureLearn MOOC "The Mind is Flat: The Shocking Shallowness of Human Psychology" angemeldet. Ob ich dann wirklich aktiv beide Kurse bearbeite muss sich noch zeigen. Für den FutureLearn MOOC steht das Startdatum noch nicht fest und dort wird es dann auch eine Teittaktung geben, die es mir evtl. schwer machen könnte, dabei zu bleiben.

Markus Jung

Diese Woche ist FutureLearn offiziell eröffnet worden - die britische MOOC-Plattform, an der unter anderem die Open University maßgeblich beteiligt ist.

Ich habe mir die zum Start angebotenen Kurse angeschaut und bin an dem Angebot hängen geblieben, das von der Warwick Business School durchgeführt wird. Es handelt sich um einen Kurs aus dem Bereich der Psychologie mit dem Titel "The Mind is Flat: The Shocking Shallowness of Human Psychology". In einer Pressemitteilung der Business School heißt es dazu unter anderem:

The six-week course is entitled ‘The Mind is Flat: The Shocking Shallowness of Human Psychology’ and will challenge our notion that we have 'deep' motives and beliefs that govern our behaviour. Instead, Professor Nick Chater, who has put the course together, will argue through experiments and research that our choices and actions are made up 'on the spot' using surprisingly shallow rules, which we later rationalise post hoc, and that our behaviour is often astonishingly unstable. Professor Chater will explore the implications of this viewpoint for understanding ourselves, our society, and our ethical choices.

‘The Mind is Flat’ will also feature interviews with Financial Times journalist Tim Harford, the former Cabinet Secretary and Head of the Civil Service Lord O’Donnell and many more, with Professor Chater adding that the course will reveal a new understanding as to how we make decisions and interact.

“Our everyday conception of how our mind works is profoundly misleading,” said Professor Chater. “We are victims of an ‘illusion of mental depth’- we imagine that our thoughts and behaviours arise from hidden motives and beliefs and that we can understand ourselves by somehow uncovering these hidden forces, whether through therapy, lab experiments or brain scanning.

“This course will show you that the very idea of these ‘mental depths’ is an illusion. When this is stripped away, our understanding not only of minds, but also morality, markets and society is transformed.”

Hört sich spannend an und ich hoffe nur, dass meine bisher mühsam erworbenen Kenntnisse und Vorstellungen aus dem Bereich der Psychologie nicht zu sehr über den Haufen geschmissen werden ;-)

Neben den Inhalten interessiert mich aber natürlich auch, wie das Ganze technisch und organisatorisch abläuft.

Als Erstes habe ich mich auf der Plattform von FutureLearn registriert:

https://www.futurelearn.com/register

Dazu werden nur Vorname, Nachname, eine Mail-Adresse und das gewünschte Passwort benötigt. Heftig fand ich die umfangreichen Terms and Conditions sowie die Privacy Policy. Würde ich mich damit im Detail beschäftigen, wäre ich wohl alleine schon einen Tag beschäftigt. Der Code of Conduct ist da schon kompakter gestaltet. Nachdem ich allem zugestimmt habe, konnte ich die Registrierung abschließen.

Im nächsten Schritt konnte ich meinen Kurs auswählen und mich anmelden. Der Starttermin ist mit "early 2014" angegeben, der Kurs wird über sechs Wochen gehen und als Zeitaufwand werden fünf Stunden pro Woche angegeben. Die Anmeldung war mit einem Klick erledigt.

Anschließend habe ich noch mein Profil ausgefüllt. Ihr findet mich hier. Mehr gibt es erstmal nicht zu tun.

Die Anmeldung zum Kurs wurde mir bereits per Mail bestätigt und mitgeteilt, dass der genaue Starttermin noch festgelegt und ich dann darüber informiert werde.

Nun also erstmal abwarten. Wer von euch macht denn auch mit? - Es gibt doch etliche Psychologie-Interessierte hier bei Fernstudium-Infos.de. Der Kurs kostet nichts und der Zeitaufwand scheint auch überschaubar zu sein. Wäre schön, sich hier auch auf Deutsch etwas über den Kurs austauschen zu können.

Markus Jung

Meine Antworten auf meine MOOC-Fragen

Zu Beginn des MOOC Maker Course 2013 hatte ich mir eine Reihe von Lernfragen notiert, die ich im Rahmen meiner Kursteilnahme beantworten wollte. Zu einigen Fragen habe ich bereits Antworten formuliert, für die anderen möchte ich dies nun nachholen. Dabei werde ich mich bewusst kurz fassen und alle möglichen Aspekte der Antworten beleuchten, sondern mich eher darauf konzentrieren, wie meine persönliche Antwort dazu aussieht - gerade bei MOOCs gibt es zu fast allen Fragen kontroverse Meinungen. Gerne darf in den Kommentaren weiter dazu diskutiert werden.

1. Was ist ein MOOC?

siehe http://www.fernstudium-infos.de/blogs/markus-jung/8686-was-ist-ein-mooc.html

2. Welche Arten von MOOCs gibt es?

siehe http://www.fernstudium-infos.de/blogs/markus-jung/8705-welche-arten-moocs-gibt-xmooc-cmooc.html

3. Kann ein Fernstudium auch ein MOOC sein?

siehe http://www.fernstudium-infos.de/blogs/markus-jung/8724-kann-ein-fernstudium-auch-ein-mooc.html

4. Welche technischen Plattformen können für einen MOOC zum Einsatz kommen?

Sehr viele. Zum Beispiel Foren, Blogs, Content Managent Systeme (CMS), Lern Management Systeme (LMS), Wikis als Basis, und ergänzend dann meist ganz viele Social Media Kanäle - ergänzend zu den vorgenannten besonders Twitter, Facebook, Google+, aber auch Dienste für Videos, Podcasts, Bilder usw.

Im Rahmen des MMC13 ist in kollaborativer Arbeit das Google Docs Dokument "MOOC Tool Check" entstanden, das exemplarisch einige Tools auflistet: https://docs.google.com/document/d/1SkHCOPlOSVUoxBqcUBHeKE49j5JkBiDiwylDwvUprSM/edit

5. Wofür eignen sich MOOCs (Inhaltsvermittlung, Inhaltsvearbeitung etc.)?

Hier kommt es auf den Typ der MOOCs an. xMOOCs ähneln eher klassischen Kursen, wie sie auch im Fernunterricht zum Einsatz kommen, also vor allem Wissensvermittlung - oft erfolgt diese sogar zu einem großen Teil durch Frontalunterricht in Form von Videos, mitunter wird das Wissen auch erarbeitet. In cMOOCs steht viel mehr die Vernetzung und die gemeinsame Bearbeitung und Diskussion eines Themas im Mittelpunkt. Hier wird eher Wissen erzeugt, als nur gelernt. Denkbar sind MOOCs für fast alle Lernaufgaben, je nachdem wie sie gestaltet werden.

6. Wie kann eine Lernerfolgskontrolle stattfinden?

- Interaktive Übungen (zum Beispiel Online Multiple Choice) mit sofortiger Auswertung

- Gruppenübungen, Peer-to-Peer Feedback

- Klausuren und mündliche Prüfungen (werden teilweise kostenpflichtig als Ergänzung angeboten)

Im Grunde stehen auch in MOOCs alle Prüfungsmöglichkeiten zur Verfügung, die es auch in sonstigen Lernszenarien gibt, nur müssen diese mitunter anders organisiert werden - insbesondere in den großen Kursen mit zehntausenden Teilnehmern ist eine individuelle Lernkontrolle kaum für alle möglich, sondern kann nur automatisiert erfolgen oder mit den Lernern untereinander

7. Wie können die Teilnehmer betreut werden?

Eine individuelle Betreuung ist gerade bei sehr großen MOOCs kaum möglich. Hier wird häufig die Betreuung untereinander organisiert, ggf. sind hierzu auch Hierachien denkbar (zum Beispiel dass Lerner, die bereits fortgeschritten sind und Lernerfolge ggf. auch nachgewiesen haben, Neulingen helfen usw.). Zum Teil gibt es moderierte Foren und bei kleineren MOOCs wird durchaus auch auf individuelle Fragen eingegangen. Auch hier kommen zum Teil kostenpflichtige Ergänzungen zum Einsatz (zum Beispiel Zugang zu betreuten Foren).

8. Gibt es ein Verzeichnis von MOOCs nach Themengebieten?

Es gibt einige englischsprachige Verzeichnisse im Web. Ich habe hier bei Fernstudium-Infos.de eine rudimentäre Übersicht erstellt, die ganz sicher nicht vollständig ist, aber einen ersten Überblick liefert und neben den großen MOOC-Portalen auch deutsche Kurse auflistet.

9. Was bringt die Teilnahme an MOOCs für die Karriere?

Das hängt sehr davon ab, in welchem Bereich man tätig ist, wer den MOOC veranstaltet und ob es einen Abschluss gibt. Durch die Teilnahme an einem MOOC zeigt man auf jeden Fall, dass man mit der Zeit geht und moderne Formen der Weiterbildung nutzt. Gerade wenn es sich um den MOOC eine angesehenen Universität handelt, mag das auch manchen Arbeitgeber beeindrucken. Problem ist aktuell häufig noch der fehlende Leistungsnachweis, um zu zeigen, dass man nicht nur dabei war, sondern auch etwas gelernt hat.

10. Sind auch Abschlüsse mit dem MOOC-Konzept vereinbar? - Welche?

Ja. Im Idealfall gibt es verschiedene Teilnahmekonzepte von der ganz unverbindlichen Teilnahme sogar ohne Anmeldung bis hin zu Leistungsüberprüfungen und Leistungsnachweisen. Es gibt bereits MOOCs, über die zum Beispiel ECTS-Punkte für akademische Studiengänge erworben werden können. Einen kompletten Studiengang (zum Beispiel einen Bachelor/Master) in Form eines MOOCs durchzuführen, würde aber meiner Meinung nach am Gedanken des MOOCs vorbei gehen, da solche Konzepte viel zu strukturiert und vorgegeben und meist auch nicht frei sind. Vielleicht werden sich diese Welten künftig aber mehr und mehr miteinander vermischen.

11. Darf ein MOOC auch etwas kosten?

Darüber wird intensiv diskutiert. Eigentlich bedeutet "open" ja schon frei zugänglich und auch frei von Kosten. Andererseits werden in Zusammenhang mit MOOCs immer häufiger auch Leistungen nachgefragt, die Kosten verursachen, insbesondere zertifizierte Abschlüsse und Betreuung. Es gibt bereits viele Angebote, bei denen die Basisleistung (Bereitstellung der Lernmaterialien) kostenfrei erfolgt, dann aber für Zusatzleistungen (betreutes Forum, beaufsichtigte Klausuren etc.) Kosten anfallen.

12. Sind MOOCs eine Konkurrenz zum Fernunterricht?

Wie schon weiter oben ausgeführt, sehe ich MOOCs nicht als Alternative zu (akademischen) Fernstudiengängen, sondern eher als Ergänzung. Schon jetzt berichten einige Fernstudenten hier in den Blogs darüber, dass sie ergänzend zu ihrem Studium an fachlich relevanten MOOCs teilnehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass MOOCs für manche Fernlehrgänge zur Konkurrenz werden können. Was MOOCs bisher aber kaum leisten können, ist die individuelle und fachlich kompetente, intensive Betreuung, die viele Fernschulen leisten. Wer als Fernlehrinstitut aber bisher mehr ein Selbststudium als ein betreutes Fernstudium angeboten hat, für den könnte es in der Tat künftig schwieriger werden.

13. Wo können MOOCs in der Fernlehre zum Einsatz kommen?

Denkbar wäre es zum Beispiel, dass Materialien frei verfügbar ins Internet gestellt werden (wie es einige Fernhochschulen auch bereits praktizieren) und sogar die Möglichkeit besteht, diese zum Beispiel über ein nicht-moderiertes Forum zu diskutieren. Die Betreuungsleistungen, ggf. ergänzende didaktische Materialien usw. werden dann im Rahmen des Lehrgangs bereitgestellt. Außerdem bieten sich MOOCs an, um eine breitere Diskussionsbasis zu schaffen und die Teilnehmer selbst Inhalte erstellen zu lassen. Dazu könnten auch Konzepte aus MOOCs in die Lehrgänge mit einfließen, insbesondere aus den cMOOC Konzepten. Diese wären dann zwar nur bei großen Anbieter "massive" und auch nur begrenzt "open", aber der Grundgedanke des Konnektivismus könnte umgesetzt werden.

14. Werden MOOCs die Fernlehre verändern?

Ganz sicher. Auch wenn noch recht unklar ist, wohin sich MOOCs bewegen werden kann sicher schon jetzt gesagt werden, dass diese die Weiterbildungsformen nachhaltig verändern werden. Insbesondere in dem Sinn, dass die Teilnehmer immer aktiver werden und noch mehr miteinander arbeiten und auch etwas erarbeiten. Aber auch in dem Sinne, dass immer mehr Informationen frei verfügbar werden und die Aufgabe der Weiterbildungsanbieter immer mehr darin liegen wird es den Teilnehmer zu ermöglichen, daraus Wissen zu generieren und ihre Bildungsziele (formal, aber besonders auch inhaltlich und bezogen auf ihre Aufgaben in Beruf und Leben) zu erreichen.

15. Kann für einen MOOC eine ZFU-Zulassung notwendig sein?

siehe http://www.fernstudium-infos.de/blogs/markus-jung/8948-benoetigen-moocs-eine-zfu-zulassung.html

16. Ist ein cMOOC zur Zukunft der Fernlehre denkbar (Teilnehmer? Themen?)

Ein solcher MOOC wäre sicherlich denkbar und auch wünschenswert, um zum Beispiel die oben genannten Fragen (speziell 3 und 12 bis 15) weiter zu diskutieren. Teilnehmer könnten alle Branchenangehörigen sein. Wie immer bleibt dann die Frage, in wiefern diese offen auch Ideen miteinander diskutieren würden, oder hier das Konkurrenzdenken im Vordergrund stehen würde. Organisiert werden könnte ein solcher MOOC zum Beispiel durch einen der Verbände (Forum DistancE-Learning, AG-Fernstudium etc.), wobei sich dort dann sicherlich auch gleich die Frage stellen würde, wer die nötigen Ressourcen für Entwicklung und Betreuung zur Verfügung stellt usw. Aktuell ist es bereits so, dass es eine Konferenz gibt, die sich mit MOOCs und Fernlehre beschäftigen wird.