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Webseminar

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Rumpelstilz

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Wie ich schon berichtet habe, ist in meinem Science-Kurs diese und nächste Woche ein Webseminar angesetzt. Das Thema sind unsere Sichtweisen von Lernen und Lernenden ('uor view of learning und learners').

Das Seminar findet in einem eigenen Unterforum statt. Wir sind eine Gruppe von 7 Studenten, wovon sich eine aber für die erste Woche gleich abgemeldet hat, weil sie 'away' ist (irgendwo, wo es kein Internet gibt?). Zwei der Studentinnen kenne ich von Tutorien und einem anderen Kurs.

Als erstes - eigentlich in den ersten zwei Tagen - mussten wir beschreiben, wie wir beruflich mit Sciene zu tun haben. In diesem Kurs sind ja sowohl Pädagogen wie auch Wissenschaftler.

Die zweite Aufgabe (in den ersten vier Tagen zu erledigen) sollen wir einen ersten Entwurf unserer Sicht von Lernen und Lernenden schreiben, und zwar basierend auf den Themen, die in den Kursunterlagen angesprochen wurden. Bis 1000 Wörter soll der lang sein. Ein Ziel ist, diesen mit Hilfe der Rückmeldungen der anderen Teilnehmer so zu überarbeiten, dass er für die Hausarbeit verwendet werden kann.

Bisher diskutieren wir zu dritt, das aber dafür intensiv und gut.

Eine hat geschildert, dass sie an einer (englischen) Schule arbeitet, die von einem komplett 'transitionalen' Lernkonzept ausgeht: Lernen ist ausschliesslich Faktenvermittlung. Die Lehrer kennen die Fakten, die Schüler müssen sie (auswendig) lernen. Die Lernfähigkeiten werden als vererblich und unabänderlich angesehen, höchstens beeinflussbar durch Fleiss. Es gibt für jeden Schüler neben ausser den aktuellen Noten auch noch einen "Notenvorhersage", die als sehr sicher angesehen wird.

Das hat mich doch etwas erschreckt. So eine Sichtweise wurde schon in meiner Lehrerausbildung (1991) als hoffnungslos veraltet angesehen.

Wir sind uns bis jetzt einig, dass wir der aktuellen Hirnforschung, die Neuroplastizität beschreibt und Lernen als lebenslangen Prozess sieht, glauben. Auch sehen wir alles soziale Aspekte beim Lernen ,wenn auch in unterschiedlicher Art und Weise. Wir glauben alle, dass es Leute gibt, die mehr Wissen und dies vermitteln können, dass aber echtes Verständnis nötig ist, um Wissen anzuwenden (also nicht nur Faktenlernen). Wir sind uns nicht so einig, wie angewandt und alltagsnah Schullunterricht sein muss. Das Konzept, dass alles, was wir neu lernen, mit dem zu tun hat, was wir schon wissen, hat uns überzeugt.

Mal sehen, wie es weitergeht... bin ja auch mal gespannt, ob sich die anderen noch einschalten. Es soll am Schluss ja auch eine Note geben, die allerdings nicht so viel zählt. Bis jetzt ist das spannend, besser als ich erst erwartet hatte.


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1 Kommentar


Hallo

wieder mal sehr interessant, vor allem das hier

Die Lehrer kennen die Fakten, die Schüler müssen sie (auswendig) lernen. Die Lernfähigkeiten werden als vererblich und unabänderlich angesehen, höchstens beeinflussbar durch Fleiss. Es gibt für jeden Schüler neben ausser den aktuellen Noten auch noch einen "Notenvorhersage", die als sehr sicher angesehen wird.

Das hat mich doch etwas erschreckt. So eine Sichtweise wurde schon in meiner Lehrerausbildung (1991) als hoffnungslos veraltet angesehen.

ist wohl noch sehr oft vertreten,....

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