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Lenes_fernstudienreise

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Informationen

  • Status
    Fernstudium-Interessent
  • Anbieter
    SRH Fernhochschule
  • Studiengang
    Psychologie (B. Sc.)
  • Wohnort
    Bayern
  • Geschlecht
    m

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251 Profilaufrufe
  1. Ich studiere ebenfalls Psychologie. Ich komme aber aus den Naturwissenschaften von der Ausbildung und dem beruflichen Werdegang her. Aktuell bewerbe ich mich auf Stellen als Werkstudent im HR Bereich und im Marketing. Beim Marketing bekomme ich immer sofort absagen ohne Grund. Bei dem HR Bereich wird sehr der hohe Anwendungsteil in unseren Einsendeaufgaben und Hausarbeiten gelobt. Ich kann dadurch bereits in den Grundlagenfächern eine Verknüpfung herstellen. Ich habe aber auch einige Kommilitonen, die sich mit diesen hohen Praxisbezug nicht identifizieren können. Es ist eben ein Unterschied zwischen Uni und Hochschule.
  2. Ich rede schon von der SRH Fernhochschule. Die Akkreditierung läuft und die ersten Infos zum Master sind letzte Woche rausgegangen. Und ja, ich rede von einen Master Psychologie und nicht von dem Master Systemische Ausbildung.
  3. Ich studiere Psychologie im Bachelor an der SRH. Als erstes würde ich dir empfehlen mit verschieden Berufspraktikern zu reden. Eine Therapeutische Tätigkeit ist kein Zuckerschlecken. Du musst für dich entscheiden, ob du mit Erzählungen zu physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt klar kommst. Und ja, das wird dir leider in diesem Berufsfeld häufig begegnen. Als nächster Punkt ist zu beachten, dass du in die Klinik ohne PT/KJP so gut wie nicht reinkommst. Zumindest bei uns in Bayern, aber was ich auch so von meinen Kommilitonen höre, sieht es bei Beratungsstellen nicht viel anders aus. Bei Beratungsstellen musst du aber auch beachten, dass du nur ein Sozialarbeitergehalt bekommst. Ein Psychologengehalt zu erhalten ist eher unrealistisch. Und auch bei diesen Stellen wird vorausgesetzt, dass du die Klinische Psychologie im Studium hattest. Sonst ist der Mehrwert im Vergleich zum Sozialarbeiter /-Pädagogen für das Unternehmen nicht gegeben. Bei der Auswahl des Psychologiestudiums würde ich auf eine Anerkennung vom BDP achten, da sich ansonsten ein Wechsel ggf. als schwierig erweisen kann. Dazu kommt noch die aktuell Debatte: Darf ein Psychologie einer Hochschule unter Supervision therapieren? Die Profs der Unis sagen nein, darf er nicht. Aktuell ist meines Wissens nach die SRH, die einzige Hochschule, die den Weg in die Therapeutenausbildung nach dem Master (nur in Ba-Wü) geebnet hat. Auch wenn du keine Therapeutenausbildung machen möchtest, ist es ein Punkt, der zu beachten ist. Natürlich kannst du immer durch entsprechende Weiterbildungen dir Wissen in klinischen Psychologie aneignen, auch wenn du in Hagen studierst, aber in einen Master mit klinischer Psychologie wirst du es schwer haben ohne das Vorwissen, da deine Kommilitonen auf einen ganz anderen Wissensstand sind und es eben nur wenige ECTS sind, die Vertiefend bzw. aufbauend auf das Wissen aus dem Bachelor sind. Auf meinen Blog habe ich letzte Woche einen Artikel zu Psychologen in Beratungsstellen veröffentlicht, vielleicht hilft dieser Dir auch ein wenig.
  4. Mein erstes Präsenzstudium habe ich aus zwei Gründen abgebrochen. Einer dieser Gründe war die Aussage meiner Chefin (Studiendenkanin meines Studienfachs): "Transferaufgaben können wir nicht machen. Das hagelt reihenweise Beschwerden der Studenten. Kenn ich bereits aus meiner Zeit von der Uni. Mit Transferaufgaben beschäftigen wir uns mal zum 5ten Semester." Meine ABWL-Dozentin hat nach der Klausurenphase die Androhung bekommen, wenn sie nochmals eine Klausur mit Transferaufgaben stellt, ist sie ihre Dozentenstelle los. - Ich habe keine Ahnung, wie sich dies alles weiterentwickelt hat, da ich noch in dem Semester die Hochschule verlassen habe. Für mein Psychologie-Studium an der SRH habe ich mich entschieden, weil wir eben, je nach Schwerpunkt, nur 3-4 Klausuren schreiben müssen. Der Rest besteht aus Einsendeaufgaben, Hausarbeiten, Fallstudien und Präsentationen. In den Aufgaben wird von uns gefordert, dass wir das erlernte Wissen aus den Studienbriefen und der Fachliteratur (je nach Semester müssen mindestens 3 externe Quellen genutzt werden) anwenden. Dies passiert in ganz unterschiedlicher Form. Mal soll man verschiedene Diskussionen miteinander vergleichen und diskutieren. Ein anderes Mal wird gefordert, dass eine Theorie anhand eines selbstgewählten Beispieles erläutert wird. Oder das Wissen soll in die Praxis übertragen werden und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Zu den Klausuren kann ich nichts sagen, aber so wie ich es mitbekommen habe, ist es eher reines Auswendiglernen. Ich persönlich finde es wichtig, dass ab dem ersten Semester bereits ein Transfer der Wissens stattfindet. Dafür muss ich auch erst mal gar kein großes Wissen haben. Es reicht, wenn ich das Wissen des einen Modul erstmal anwenden kann. Der Transfer von mehreren Modulen kommt dann ganz von alleine. Aber dazu muss ich eben erst mal im Kleinen lernen, wie es geht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie im Abi auf einmal eine Transferaufgabe dran kam. Wir hatten in Pädagogik und Psychologie aber nie Transferaufgaben geübt. Die Klausuren waren nur Wissensabfrage. Ich habe nach 20 Minuten abgegeben. Insgesamt dauerte die Abi-Prüfung 5 Stunden. Das möchte ich für mich nie wieder erleben. Ich habe aber auch schon von anderen Fernhochschulen gehört (Erfahrungsberichte aus dem Bekanntenkreis), dass es genauso abläuft, wie in meinen Beispiel aus der Präsenz-Hochschule.
  5. Die große Frage der letzten 1 1/2 Jahre war in meinen Leben "Geld oder Liebe". Ich habe mich für die Liebe entschieden. Meine Krankheit zeigt mir, dass ich mit Geld in dem Moment dann auch nicht so viel anfangen kann.
  6. Ich habe in 4 1/2 Jahren Pharmabranche einiges gelernt. Unter anderem, dass ich nicht andere beeindrucken muss, sondern mich selbst. Und das tue ich. Jeden Tag aufs neue. Es ist wahnsinn, was das mit einem Selbst und dem Selbstvertrauen macht. 🙂
  7. Hallo zusammen, wie ich in den einen oder anderen Beitrag bereits habe anklingen lassen, war mein Weg zur Psychologie mit vielen Umwegen verbunden. Letztes Jahr im Februar stand fest, dass ich ein Fernstudium absolvieren möchte und es war auch relativ schnell klar, dass es Prävention und Gesundheitspsychologie an der SRH wird. Nach dem Einlesen in die Grundlagen der Psychologie war relativ schnell klar, dass mich ein grundlegender Psychologie-Studiengang viel mehr interessiert. Hierbei hatte ich im Kopf: Das kann ich nicht machen, ich habe ja nur eine Fachhochschulreife, wenn auch mit dem Schwerpunkt Psychologie. Nach einigen Posts in der SRH-Facebook Gruppe, habe ich gesehen, doch es geht. Psychologie ist an der SRH für mich möglich. Leider wurde ich in dem Zeitraum krank. Die Anmeldung war raus und zurückziehen wollte ich sie auch nicht. Also habe ich trotz Krankheit angefangen zu studieren. Das Studium war in den ersten 4 Monaten hart. Aber es hat mir gleichzeitig Kraft gegeben meine Krankheit zu bezwingen. Ich habe schon gehört, wie du hast 2 1/2 Monate gebraucht um dich auf die Prüfung für Wissenschaftliches Arbeiten Grundlagen vorzubereiten? Ja, ich habe sehr lang dafür gebraucht. Am Ende habe ich mir die Note aus meinen Präsenz-Studium anrechnen lassen. Aber was soll ich sagen? Das Wissen sitzt. Mir hat das Fach wahnsinnig viel Freude bereite und die Präsenz dazu war auch super. Persönlichkeitspsychologie und ich. Ich glaube man kann sagen es ist so eine Art Hass-Liebe. Ich finde dieses Fach extrem spannend. Ich habe während der Bearbeitung des Moduls auch sehr viel über mich gelernt. Warum nun Hass-Liebe? Und hängt das wirklich mit dem Fach zusammen? Oder ist es doch eher so ein persönliches Ding mit der Dozentin? Ich kann es nicht wirklich sagen. Ich mag die Dozentin einfach nicht. Ich komme mit ihrer Art nicht zurecht. Vielleicht war ich auch auf Grund meiner Krankheit nicht ganz klar in meinen Formulierungen, habe dann auf ihre Antwort genervt reagiert. Es überbewertet. Ich werde es nicht herausfinden. Die Einsendeaufgabe und ich wurden jedenfalls keine Freunde. Im alten Jahr habe ich bereits versucht diese Einsendeaufgabe zu bearbeiten. Aber es ging einfach nicht. Mein Kopf wollte nicht. Die Krankheit lässt grüßen. Ich habe dann ein anderes Modul dazwischen geschoben. Ende Januar habe ich mich dann endlich aufgerafft und bin die Einsendeaufgabe angegangen. Was soll ich sagen? Es lief super. Ich würde sogar fast soweit gehen zu sagen, dass es spitze lief. Und dann kam da die erste Teilaufgabe der Einsendeaufgabe. An dieser habe ich insgesamt sechs Wochen geschrieben. Zwischendurch habe ich wieder ein anderes Modul eingeschoben. Ich musste den Kopf frei bekommen. Die Gedanken sortieren. Mitte März war es dann endlich soweit. Ich habe abgegeben. Nun heißt es warten. Warten auf die Note. Ich hasse es. Einführung in die Psychologie habe ich quasi als zweites Modul bearbeitet. Nach meinen ersten gescheiterten Versuch mit Persönlichkeitspsychologie. Dieses Modul gibt einem einen guten Überblick über die komplette Psychologie. In meiner Einsendeaufgabe habe ich mich mit den neusten Trends der Psychologie beschäftigt. Ich habe Bereiche in der Psychologie kennengelernt, von denen ich vorher nie gedacht hätte, dass es eine Verbindung gibt. Nach diesem Modul war die Liebe zur Psychologie und ihrer Vielfältigkeit entgültig entfacht. Der Wunsch psychologischer Psychotherapeut zu werden wurde beigesetzt, und das ohne viele Tränen. Ich gebe es zu. Ich habe wahnsinnige Angst vor meiner ersten Hausarbeit. Zu Beginn des Studiums habe ich deswegen mit unserer psychologischen Beratungsstelle Kontakt aufgenommen. Über meine Krankheit berichtet und gesagt, wie diese mich im Studium aktuell einschränkt. Als Tipp habe ich dann erhalten mich erst mal auf Einsendeaufgaben zu konzentrieren, da diese meist einfacher sind. Einfacher, weil drei Themenkomplexe mit jeweils 4-6 Seiten bearbeitet werden müssen. Diesen Tipp beherzige ich bisher auch brav. Durch das Steckkastensystem an der SRH können wir mehr oder weniger frei unsere Module wählen. So ging es bei meinen zweiten Versuch Perönlichkeitspsychologie nach dem Bearbeiten von Teilaufgabe 2 und 3 an das Modul New Media Management. Dieses Modul hat mich gefesselt. Ich fand den Studienbrief so spannend, dass ich ihn an einen sonnigen Samstag-Mittag im Februar in einen durchgelesen habe. Am nächsten Tag ging es an die Einsendeaufgabe. Instagram. Und wie können Firmen mit Hilfe von Instagram neue Mitarbeiter gewinnen. Nach 6 Tagen und vielen Stunden war die Einsendeaufgabe geschrieben. Ich war nicht hundertprozentig zufrieden, weil ich leider nicht viel Literatur gefunden habe, aber am Ende hat es gereicht. Danach war ich auch wieder Motivert mich weiter mit Persönlichkeitspsychologie auseinander zusetzen. Aktuell beschäftige ich mich mit Allgemeine Psychologie 2. Den Studienbrief hatte ich bereits letztes Jahr gelesen und zusammengefasst. So, dass jetzt nur noch die Einsendeaufgabe auf dem Plan steht. Ich bin extrem stolz darauf, was ich in dem ersten Semester alles geschafft habe. Als mich meine Krankheit letztes Jahr im Sommer umgehauen hat, habe ich nicht daran geglaubt überhaupt ein Modul beenden zu können. Umso mehr freue ich mich jetzt darüber. (Meine Korrekturbögen hängen übrigens zur Motivation an der Pinnwand.) Sich für die SRH mit den wenigen Klausuren zu entscheiden, war, auch im Hinblick der Krankheit, absolut der richtige Schritt. Ich kann in meinen Tempo lernen. Durch die Einsendeaufgaben nehme ich viel mehr Wissen mit, wie wenn ich auf eine Klausur lernen müsste. Das kenne ich schon aus meinen Präsenzstudium. Ich freue mich auf eure Kommentare. 🙂
  8. @Angelus zu deiner genannten Schwäche. Warum siehst du Introvertiertheit als Schwäche an? zu deinen Motiv: Sorry, aber jeder Mensch hat entweder ein Leistungs-, Anschluss- oder Machtmotiv. (Erstes Semester Psychologie Studium.) Dieses Motiv muss dir bewusst sein. Ein Sozialarbeiter oder eine Pflegekraft ohne Anschlussmotiv wird wohl im Vergleich zu ihren Kollegen meist eher als schlechtes Personal eingestuft. Ein Wissenschaftler ohne Leistungsmotiv wird sich schwer tun zu forschen, auch bei Rückschlägen dran zu bleiben und immer wieder Gelder einzuwerben. Beim Machtmotiv haben wir immer nur die negativen Beispiele vor Augen. Aber Macht ist nicht per se etwas schlechtes. Eine Führungskraft hat meist immer ein Machtmotiv, sonst würde sie von sich aus nicht auf die Stellen kommen. Auf mich wirkt dein Wunsch nach einen Studium extrinsich motiviert, also es geht dir eher um Anerkennung und Geld. Weniger um Interesse an dem Neuen. Ohne intrinsische Motivation wird so ein Fernstudium echt schwer. Sorry, für das Psychologen-Gequatsche. (Das sind übrigens auch Themen die dich als Berufsberater erwarten würden, diese Dinge aus dem Bewerber herauszukitzeln). Wie weiter oben bereits genannt, arbeite an deinen Soft Skills.
  9. Hallo, Klär für dich doch mal ein paar Punkte. - Wo sind deine Stärken, wo sind deine Schwächen. Nicht Interessen. - was macht dir an deiner jetzigen Arbeit Freude, wo siehst du Verbesserungsbedarf. - such dir Test zur Berufswahl, die speziell für Akademiker sind und die den klassischen Gütekriterien entsprechen (Test des Landes Baden-Württemberg zum Beispiel) - welche ls Motiv verfolgst du? Bist du eher Leistungsmotiviert, Anschlussmotiviert oder Machtmotiviert? - Und zum Schluss würde ich mir Gedanken über die Interessen machen. Nicht alles was dich interessiert, musst du auch können und umgedreht. Da du doch schon recht viel Geld für deine Bildung ausgegeben hast, wäre es vielleicht sinnvoll sich einen Berufsberater zu suchen. Hier gibt es auch schwarze Schafe. Mit den jetzigen Voraussetzungen wäre eventuell ein Psychologischer Berufsberater angebracht, da du dich schon sehr viel informiert hast.
  10. Hallo Tezi, ich habe mir damals eine Liste gemacht mit verschiedenen Punkten. Diese Punkte habe ich gewichtet und daraus eine Entscheidungsmatrix gemacht. Mir hat es persönlich sehr geholfen. Wenn du dir bezüglich des Studienmaterials unsicher bist, es gibt die Möglichkeit sich einen Probe-Lehrbrief zusenden zu lassen. Ein weiterer Punkt, suche dir Personen, die bereits an deiner Wunsch-Fernhochschule den Studiengang studieren und kontaktiere sie. Stell konkrete Fragen.
  11. Hi, Ich würde dir etwas in Richtung Erwachsenenbildung empfehlen. Ich glaube an der IUBH hat es etwas in diese Richtung. Ansonsten vielleicht mal bei Wirtschaftsinformatik schauen.
  12. Ich habe noch einen Hinweis an die @mera Ein Psycho-Doc, wie du es nennst, finde ich übrigens sehr abwertend gegenüber der Berufsgruppe und auch Stigamtisierend gegenüber Menschen, die für sich entscheiden, sich Hilfe von Außen zu holen. Was ich aber eigentlich sagen wollte, suche dir Hilfe in deinen Umfeld. Ein (Fern-)Studium macht man, vor allem mit Kind nicht eben mal so. Was sagen deine Familie, dein Partner/Vater des Kindes, deine Freunde zu deinen Plänen? Unterstützen diese dich bei dem Thema (Fern-)Studium? Hast du diesen Personenkreis bereits mal gefragt, in welchen Bereich sie dich sehen? Die kennen dich schließlich. Im Gegensatz zu uns.
  13. Es ist nicht schwierig. Räum dein Leben auf. Lies zu den genannten Themen Fachliteratur. Und dann denk in ein, zwei Jahren nochmal darüber nach, was für dich das Richtige ist. Such dir als PTA einen Job in der Pharma, ist in München kein Problem. Pharma Unternehmen fördern ihre Mitarbeiter und zahlen auch ein Fernstudium. Wenn es dann BWL werden soll gut. Wenn es Pharmanagement und Technologie werden soll auch gut.
  14. Irgendwie erscheint es mir nicht ernsthaft durchdacht. Es mag sein, dass es in den Ballungsräumen gute Jobchancen gibt. Aber hast du auch darüber nachgedacht, was die Mieten dort kosten? Wohnst du bereits in einen Ballungsgebiet? Soweit ich weiß werden bei vielen Firmen, die Übersetzter suchen, einige Jahre Auslandserfahrung gefodert. Hast du bereits in Frankreich gelebt und in anderen französisch sprachigen Ländern? Kennst du die Kultur und die Menschen? Ich kenne einige Übersetzer. Diese haben während des Studiums den größten Teil in den fremdsprachigen Ländern mit Studieren und Arbeiten verbracht. Ist dir das mit Kind möglich?
  15. Hallo mera, ich kann mich, glaube ich, ganz gut in deine Situation hineinversetzen. (Außer das Thema Kind). Ich bin CTA. Spaß in der Ausbildung? Nicht ernsthaft gegeben, außer wenn es um Umweltchemie ging. Ich habe mich durchgewurschtelt, irgendwie. Nach 2 1/2 Jahren im Job, war ich in der gleichen Situation wie du. Ich möchte studieren, weiß aber nicht was. Ich wusste nur, es soll im Medizinischen Bereich sein. (Da ich "nur" eine Fachhochschulreife habe, viel also mein Wunsch-Studiengang Medizin raus). Also fing ich an zu recherchieren. BWL im Gesundheitswesen? Medizinische Dokumentation und Informatik? Informationsmanagement im Gesundheitswesen? Was kann ich? Wo sehe ich mich? Ich wusste, dass mir Mathe liegt, ich hatte immer Freude an Statistik und mein Mathe-Lehrer hätte mich nach dem Fachabi am liebsten zu sich an die Informatik-Fakultät geholt. Ich habe dann angefangen planlos BWL im Gesundheitswesen zu studieren. Ich fand außer Gesundheitsökonimie alles ziemlich lahm, meine Profs haben mir geraten was technisches zu studieren, gesagt getan, ich habe zu Medizinischer Dokumentation und Informatik gewechselt. Toller Studiengang. Gar keine Frage. Irgendwann kamen aber auch hier Zweifel. Um so tiefer es in den Stoff rein ging, um so mehr der Austausch mit Praktikern da war, desto größer wurden die Zweifel. Ich hatte Glück, ich habe kein Bafög mehr erhalten und musste das Studium unterbrechen, zwei Semester vor Ende. Ich hatte wiederum Glück, durch den Vorbachelor bin ich in der Pharma auf eine gute Position gekommen. Im übrigen hatten viele meiner Kollegen entweder einen Bachelor in Medizinischer Dokumentation oder in Pharmamanagement und Technologie (von der SRH). Ich habe in diesem Job auf verschiedenen Positionen 4 1/2 Jahre gearbeitet. Unglücklich war ich immer noch, und so langsam wurde ich dahin gedrängt meinen Bachelor fertig zu machen. Da ich in dieser Zeit sehr viel gependelt bin, drei Stunden täglich mit den ÖPNV, hatte ich sehr viel Zeit zum Lesen. Mein Interesse ging immer stärker in Richtung Bücher mit Psychologischen Hintergrund. Irgendwann war die Phase erreicht, wo ich meinen Mann eröffnet habe, ich möchte endlich etwas machen was mich erfüllt. Klingt super, ne!? Kennst du wahrscheinlich. Ich habe mich also hingesetzt, das Internet durchforstet, bin zur Bildungsberatung gegangen, alles hat mich nicht weiter gebracht. Bei den Berufsoritierungs-Tests (auch psychologischen Tests) kam heraus, ich soll etwas Richtung Elektronik, Chemie oder Pharma machen. Das ist absolut nicht meins, das wusste ich schon. Ich konnte also, wie du, eine lange Liste erstellen, was ich alles nicht möchte. Aber nicht sagen, was ich will. Irgendwann bin ich bei der SRH auf einen Studiengang gestoßen und wusste der deckt zu 80 % Themen ab, die mich brennend interessieren. Damit beschäftige ich mich seit Jahren im Privatleben. Trotzdem habe ich weiter 6 Monate darüber nachgedacht, will ich das, kann ich das, halte ich ein Fernstudium überhaupt durch, habe ich die Motivation. Ich war mir nach den 6 Montaten immer noch nicht sicher. Also habe ich mir einen Zertifikats-Kurs gesucht, der mich interessiert und habe diesen belegt. 2 Monate, relativ geringer Invest. Ich habe mich selbst von einer anderen Seite kennengelernt. Wusste für mich eine Fernhochschule auszuschließen und habe den Kurs nicht beendet. War nicht meins. Also wieder überlegen. Möchte ich das, kann ich das. Zufällig ein Buch gelesen in dem eine Psychotherapeutin über ihren Bildungsweg geschrieben hat. Die Inhalte des Studiums dargelegt hat. Und ich wusste, ja ich will es, ich kann es. Aber trotzdem habe ich mit Psychotherapeuten über ihre Arbeit geredet. Mir Bücher gekauft über das Berufsfeld. Die möglichen Chancen. Erst dann habe ich mich entschieden, mein Job und ich und das Fernstudium funktioniert nicht. Ich möchte meinen Job nicht weiter machen. Ich möchte Psychologie studieren. Am 01.April beginnt mein zweites Semster. Ich hatte noch nie auf einer Notenübersicht nur einser. Ich verschlinge mein Studienmaterial. Ich bin absolut fasziniert von meinen Fach. Bis dahin war es aber ein sehr, sehr langer Weg. Und es wird nochmal ein genauso langer Weg sein, bis ich mich endlich Psychologischer Psychotherapeut nennen darf. Deswegen mein Tipp an dich. Schau nicht welchen Prestige dir ein Studium bringt, wieviel Geld am Ende des Monats auf deinen Konto landet. Mach das was dein Herz dir sagt. Wenn du das jetzt noch nicht weißt, dann ist es noch nicht die Zeit dafür. Ich musste in meinen Leben erst sehr viel aufräumen, bis ich dahin gekommen bin, wo ich heute bin. Meist hat es Gründe, warum man so planlos ist. Meist liegen diese Gründe in der eigenen Kindheit. Und hier heißt es dir zu liebe, aus liebe zu deinen Kind. Such dir einen Psychotherapeuten, räume dein Leben auf und dann wirst du wissen, was du machen möchtest. Im übrigen mit einer Ausbildung kann man auch gewisse Positionen erreichen. Und es ist kein "Abstieg" eine zweite Ausbildung zu machen, wenn du da für dich den richtigen Weg findest.
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