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Biologische Grundlagen zur Hälfte geschafft

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Sandra82

191 Aufrufe

Mir fällt gerade auf, dass mir nie gescheite Titel einfallen. Manchmal möchte ich einen Eintrag schreiben, überlege dann ewig wegen dem Titel und da mir nichts einfällt, lass ich es einfach bleiben.:rolleyes:

Im Skript Biologische Grundlagen der Psychologie komme ich langsam voran. Mein Sohn war zwar in der letzten Woche krank, so dass ich fast nichts machen konnte, aber in den letzten 3 Tagen habe ich immer etwa eine Stunde geschafft, wenn er geschlafen hat.

Ich bin immer noch beim Thema Sinnessysteme, habe das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken jetzt durch und mache dann beim Gleichgewichtssinn und der Haut weiter. Das Sehen ist das komplexeste der Systeme, jedenfalls im Skript :)

Ich drifte bei diesen Themen immer wieder in Gedanken ab, irgendwo beim Thema Hören habe ich die Frage aufgeschnappt, ob denn der fallende Baum auch ein Geräusch machen würde, wenn niemand zuhören würde.

Auf eine ähnliche Frage bin ich am Anfang des Studiums schon gestoßen, und damals dachte ich, natürlich, blöde Frage. Mittlerweile sehe ich das anders oder kann mir zumindest mehr Gedanken dazu machen, und unglücklicherweise hat mein Hirn das heute Nacht fast durchgehend getan. Kennt ihr das, wenn ihr ein Thema oder ein Problem so sehr im Kopf habt, dass ihr nicht nur davon träumt, sondern eher in so einem ungemütlichen halbschlafähnlichen Zustand darüber automatisch nachgrübelt, wenn dieses Thema in eure Träume hineingreift und sich mit allen anderen Gedanken verbindet? Schlimm. Es lässt einem keine Ruhe. Weil das einfach Themen sind, über die man so, oder auch so, oder auch wieder so denken kann.

Es wäre doch unheimlich spannend mal zu sehen, wie die Welt um uns wirklich aussieht. Wie das aussieht, was wir gar nicht wahrnehmen können, weil unsere Augen nur das Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich wahrnehmen können. Wie würde es wohl sein, wenn wir in jeder Wellenlänge sehen könnten? Wenn wir also alles sehen könnten, was um uns wäre? Wir können ja nur den Teil der Realität sehen oder hören, zu dessen Wahrnehmung unser Körper, unser Hirn fähig ist. Der andere bleibt uns verschlossen.

Solche Fragen gehen mir ständig durch den Kopf, gerade jetzt, wo ich weiß, wie das mit der Wahrnehmung überhaupt funktioniert. Wieder einmal mehr liebe ich also dieses Studium, da ich nicht mehr denke, dass das, was ich sehe, die Wirklichkeit ist, sondern dass man durch seine Wahrnehmung die Wirklichkeit erst konstruiert.

Ansonsten ist es momentan noch stressig, da, wie gesagt, mein jüngster gerade die ganze Woche krank war und es jetzt mich selbst erwischt hat. Es sind Schulferien, zum Glück hat wenigstens die Kita offen, so dass ich ab Dienstag wieder den Kleinen weg bringen kann und nur die beiden großen zuhause sind. Ich möchte unbedingt nächste Woche die Biologischen Grundlagen abschließen und dann erstmal das zweite Skript von M4, Sozialpsychologie durcharbeiten. Das wird ein guter Ausgleich zu den Strapazen von Bio sein, wobei ich ja für M3 dann trotzdem noch einiges vor mir habe, für M4 dann nur noch die 22 Studien, wenn ich das zweite Skript durch habe, und das wird nicht lange dauern.

Ich würde auch gerne mal abends lernen, das wären ja auch mal so 2 Stunden am Stück, aber ich bin abends überhaupt nicht aufnahmefähig und hab ständig so eine bleiernde Müdigkeit im Kopf. Da würde ich dann nur oberflächlich lesen, das kann ich auch gleich sein lassen.

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10 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Oh ja, der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Realität ist auch eines der Dinge, die ich in M3 am faszinierendsten fand. Seitdem ist auch mein neuer Lieblingsspruch, wenn jemand etwas zweifelhaftes äußert: "Ja, in deiner Wirklichkeit ist das vielleicht so!" ;)

Meine Lieblingsfrage aus dem Wahrnehmungsskript: "Wie sieht die Realität aus? Die Antwort: Gar nicht!" - Herrlich!

Hier hast du übrigens die Begriffe ein wenig unsauber verwendet:

[...]dass das, was ich sehe, die Wirklichkeit ist, sondern dass man durch seine Wahrnehmung die Wirklichkeit erst konstruiert.

müsste heißen:

"[...]dass das, was ich sehe, die Realität ist, sondern dass man durch seine Wahrnehmung die Wirklichkeit erst konstruiert."

So, genug kluggeschissen, ich wünsche dir weiterhin noch viel Spaß mit M3!

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Danke erstmal für deine Antwort :-)

Vielleicht erschließt sich das mir mit den beiden Begriffen im Verlauf von M3 noch? Oder woher hast du die Unterscheidung? Ich würde beide synonym verwenden. Selbst Watzlawick tut das doch "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" müsste ja dann auch eher heißen "Wie wirklich ist die Realität" oder?

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Oh nein, Watzlawick hat das so formuliert, wie ich das verstanden habe.

Und synonym? Nein, auf keinen Fall! :)

Die Definitionen von "Wirklichkeit" und "Realität" werden im Wahrnehmungsskript etwas "verschwurbelt" erklärt. Ich glaube, den Unterschied hatte ich auch erst nach dreimaligem Lesen kapiert gehabt. Hier hat mir die o. g. Frage "Wie sieht die Realität eigentlich aus? - Gar nicht!" und die Tabelle über die verschiedenen Formen der Wirklichkeit sehr weitergeholfen.

Die Realität ist das, was tatsächlich ist (glaub so stehts auch im Skript), also quasi die Wahrheit, die wir aber nicht wirklich vollumfänglich (bzw. nur zum Teil) erfassen können.

Die Wirklichkeit ist das, was wir für die Realität halten, oder besser gesagt, das was wir wahrnehmen und was auf uns wirkt. Ich finde, Farben sind ein schönes Beispiel - die Objekte selbst haben keine Farben, sondern werden durch unsere psychische Funktion "Sehen" erst bunt - farbige Objekte sind also Teil unserer Wirklichkeit, aber eher nicht Teil der Realität. Ähnlich ist es ja mit dem von dir gebrachten Beispiel mit dem fallenden Baum und den Geräuschen. Für mich ist die Antwort relativ klar: An sich gibt es kein Geräusch, denn dieses entsteht erst durch unsere psychische Funktion "Hören".

Kommen wir zurück zu Watzlawick: "Wie wirklich ist die Realität?" wäre meines Erachtens falsch - die Realität ist wie sie ist, da gibts nix dran zu rütteln. "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" ist wiederrum eine Frage, die im Wahrnehmungsskript sehr ausführlich behandelt wird.

Ich liebe dieses Thema, da kann man so wunderbar drüber nachdenken, bis der Kopf qualmt.

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Wow, das hast du super erklärt. Danke! Ich freu mich direkt auf das Wahrnehmungsskript :-)

Eigentlich ist es schon ein bisschen gruselig, in einer Welt zu leben, die man nicht mal so wahrnehmen kann, wie sie wirklich ist. Das hätte ich noch vor 2 Jahren nie so gedacht und kein Mensch um mich herum denkt so.

Also ich muss mich mit Bio beeilen und dann mit Wahrnehmung weiter machen, ich bin zu neugierig :-)

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Moment mal, du hast das Wahrnehmungsskript noch gar nicht angefangen? Wow, deine Überlegungen vom ersten Posting kamen bei mir tatsächlich erst mit dem Skript. Ich denke mal, dann wirst du wirklich viel Freude daran haben (wenn du dich nicht von Prof. Macks rhetorischen "Fähigkeiten" erschlagen lässt).

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Nein, hab ich noch nicht, deshalb waren mir die verschiedenen Begriffe noch nicht ganz klar. Ich wusste nicht mal, dass "mein" Thema in diesem Modul noch aufgegriffen wird, das freut mich natürlich, ich bin jetzt doppelt motiviert die biologischen Grundlagen abzuschließen.

Na dann bin ich mal auf seine Schreibweise gespannt :-)

Wie ist denn M3 für dich gelaufen? Ich warte ja ständig mal auf einen neuen Eintrag von dir ;-)

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@Inkadye: Wenn dir solche Überlegungen Spaß machen, könnte es vielleicht auch nett sein, Husserl zu lesen. Der befasst sich in der "Krisis der europäischen Wissenschaften" auch mit diesem Thema. Allerdings auf sehr abstrakter Ebene (nicht wundern, wenn du ab einem bestimmten Punkt nur noch sehr langsam weiter kommst, das ist normal) und mit anderem Fazit - aber er kritisiert psychologische Perspektiven auch gerne. Ganz kurz und vielleicht zu pauschal zusammengefasst betont er die Wirklichkeit - dh. sagt, dass die Wirklichkeit als Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Forschung dieser erst Sinn geben kann - dass es also nicht sinnvoll ist, eine Welt ohne Farben für 'realer' zu halten als die Wirklichkeit.

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