Es geht auch ohne Mathe

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Ich brauche eine Pause

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Nachteule

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Wenn was passiert, dann immer geknubbelt und nie, wenn man Zeit dafür hat.

Donnerstag musste ich zu einer Sitzung antanzen, wobei erst Mittwoch Mittag die Einladung kam. Da habe ich um 14 Uhr den Abflug gemacht, weil das Studienzentrum rief. Bis 21 Uhr war ja Präsenz angesagt. Die Nacht nur 3 Stunden geschlafen, da ich den Dienstag erst aus dem Nachtdienst kam und dieses frühe aufstehen ist sowieso nicht mein Ding. (Welcher Mensch steht schon freiwillig um 6 Uhr auf? Da geht man ins Bett!!!) In der Sitzung kam dann ein verzweifelter Anruf meiner Mutter, der Schlüssel ist weg, alle Schlösser müssten noch ausgetauscht werden! Tja, mein Vater wollte den kleinen Mann bei mir abholen, damit er das Wochenende bei Ihnen ist und ich mehr Zeit für die Uni habe. Dabei hat er meine Haustürschlüssel verloren, sehr wahrscheinlich direkt vor dem Haus, auch nachsuchen hat ihn nicht zu Tage gefördert.

So habe ich in einer Pause den Schlüsseldienst angeleiert, konnte für 14 Uhr einen Termin ausmachen, der Dienst kam auch, leider erst 45 Minuten später, da er erst für die Polizei noch 2 Wohnungen öffnen musste. So erzählte er mir brühwarm, wie sie eine alte Dame in der Wohnung aufgefunden haben, die die Nachbarn nach 2 Tagen als vermisst gemeldet haben. Danach im Tiefflug nach Essen, auf den letzten Drücker angekommen, zum Glück kein Stau auf der Bahn. Im Anschluss zu meinen Eltern, weil mein Vater noch immer durcheinander war. Zuerst meine Mutter versorgt und anschließend eine Therapiesitzung mit meinen Vater. Er hat eine beginnende Demenz und saß nun heulend da, wie lange er wohl noch kann und ab wann er total gaga ist. Der kleine Mann reagiert auf Stress auch empfindlich und so habe ich ihn erst mal wieder mitgenommen. Natürlich hat er sich in der Zeit auch wund gebissen, so war kein schöner Freitag morgen sondern Tierarzt angesagt. Er ist ein Spanier, der aufgrund seines Alters weggeworfen wurde. So hat er eben seine Zipperlein. Eines ist eine entzündete Analdrüse. Diese kann nicht operiert werden, da er dadurch inkontinent würde oder eine künstlicher Ausgang, nur wer macht das bei Tieren?, angelegt werden müsste. Inzwischen hat sich daraus ein Tumor entwickelt. Bei Stress fängt das Ding wohl an zu jucken und er leckt und beißt sich wund. So bekommt er jetzt täglich seine Dosis Spinnengift und ich darf ihm Antibiotika einspritzen. Lustig ist, diese Tube ist für entzündete Euter bei Milchkühen gedacht, um in die Zitzen zu spritzen. Danach wieder zu meinen Eltern, kleiner Mann wegbringen, Eltern versorgen, da Vater noch immer ausfiel.

Mein sonntäglicher Reatag viel daher auch aus. Zudem bin ich eingesprungen, da eine Kollegin krank geworden ist. So macht man aus 2 dann 3 Nächte. Damit war jeder Tag mit 4 Stunden schlafen verbunden, danach Tierarzt und arbeiten. Dazwischen eine Stunde Lernzeit für die Klausur am kommenden Samstag abknabbern.

Gestern war zudem erneuter Großkampftag. Mein Vater hatte sich inzwischen erholt, traut sich aber noch nicht viel zu. Meine Mutter hatte für gestern ihre Buchpräsentation angesetzt. Den Saal vorbereiten, Getränke anschleppen, Tische und Stühle vorbereiten, Deko verteilen. Bücherkisten anschleppen und Wechselgeld organisieren. Dazwischen schnell zum Tierarzt und los ging der Abend. Ist super gelaufen, viele Leute da, recht viel schon verkauft. Nur keine Zeit mehr um etwas zu essen und mit knurrenden Magen zur Arbeit. Da wartete das nächste Chaos auf mich. Der Spätdienst hatte schon 6 Leute aufgenommen und der Tag der offenen Türe ging bei mir weiter. Heute morgen dachte ich, meine Füße explodieren. Zum Glück ist heute frei, so kann ich in der Nacht etwas lernen. Morgen steht die nächste Sitzung auf dem Plan, mal wieder ein Teilnehmer erkrankt und ich muss einspringen. Toll, wieder um 6 Uhr raus. Ab Freitag geht mein regulärer Nachtblock los. Zum Glück nur 4 Nächte. Dafür kann ich am Samstag morgen, nach der Arbeit erst mal meine EMP Klausur schreiben. Konnte leider den Dienst nicht wegtauschen. Ich hoffe mal, das mein Gehirn so in Watte ist, das der theoretische Ballast verschwindet und ich mich an die wesentlichen Punkte erinnere.

Sonntag ist dann der Geburtstag meiner Mutter, wie immer im Dienstblock. So kann ich an dem Tag auch nur den Vormittag pennen und ab dann den Nachmittagskaffee vorbereiten und das Abendessen, danach zum Dienst verschwinden. Zum Glück hat sie im Januar ihren Treppenlift bekommen. Wenn mir die Rennerei zu viel wird, beame ich mich damit die Treppe rauf :D

Dienstag wollte ich eigentlich komatös aus dem Dienst kommen und nur noch schlafen, doch bekam ich schon die ersten Termine für den Mittag durchgegeben und am Abend darf ich noch zur Eigentümerversammlung, da diese von diesem Dienstag auf nächste Woche verschoben worden ist.

Donnerstag geht es für einen Tag an die Nordsee, weil das Projekt Ferienwohnung in die entscheidende Phase tritt. Da stehen einige Besichtigungen an. Muss ja alles ebenerdig und für Behinderte geeignet sein. Ab Freitag wieder Dienst und zwei Wohnungsübergaben. Ich glaube, dieser Hausverwaltungsjob wird zu stressig. Ist zwar ein nettes Zubrot, doch den werde ich wohl aufgeben müssen. Zudem ist noch immer der Nebenjob als studentische Hilfskraft im Raum, für ein Altenpflegeseminar und zugleich Studienzentrum der Steinbeis Hochschule. Die suchen Studenten, die dort die Lehrveranstaltungen mit betreuen. Den könnte ich mir dann auch evtl. als Praktikumsplatz für mein Hauptstudium anrechnen lassen. Sonst würde ich mir zur Zeit diesen Stress nicht antun. Vor allem, soll so der Nachwuchs an Lehrkräften für später rekrutiert werden. So nebenbei ein paar Seminare abhalten ist ganz schön, doch als hauptamtliche Lehrkraft?? Kann ich mir nicht vorstellen.

Für Anfang März habe ich noch ein weiteres Vorstellungsgespräch. Eine Zeitarbeitsfirma für Pflegekräfte sucht noch "Personaldisponenten" mit späterer Verwendung als Zweigstellenleitung. Diese Branche ist mir aber sehr suspekt, leider der kommende Markt, in unserem Hause beschäftigen wir schon von 6 Firmen diese Leute und mein Gewissen (da klopft das Betriebsrat gewissen kräftig mit der linken Faust) weigert sich noch, diesen Termin einzuhalten. Für das Studium wäre dieser Job Gold, kein Hauptpraktikum mehr nötig, Tätigkeit würde angerechnet, doch der Preis dafür ist mir noch zu hoch. Das Team dort ist freundlich, nur 6 Personen incl. Chefin. Erst zwei Filialen, weitere geplant, nach 1 bis 2 Jahren Einarbeitung könnte ich auch eine bekommen. Arbeitnehmerüberlassung ist nur Nebentätigkeit. In erster Linie geht es um die Besetzung offener Stellen für Kunden und Durchführung von Assessmentcenter.

Dazu nettes Büro, sitzende Tätigkeit :cool:

und schnuckeliges Auto. Selbst der kleine Mann dürfte mitgenommen werden.

Schwere Entscheidung.

Oder kommt der Frühling und die Zeit der Umbrüche steht an????? Die ersten Schneeglöckchen blühen schon!:)

Das alles raubt mir ein wenig die Muße für mein Studium. Zum Glück brauche ich für März nur noch 2 SB durcharbeiten, die anderen sind schon durch und die folgende Klausur steht Anfang April auf dem Plan. Ein kleiner Durchhänger ist unter diesen Umständen tolerierbar und zu verschmerzen. Auch wenn dieser Streber im Kopf, lästig so ein Ding, sich penetrant zu Wort meldet. Dickes Sorry an die Leser, falls sie es bis hier geschafft haben, musste mich mal auskotz.... Werde mir jetzt den kleinen Mann schnappen, die Supermärkte der Umgebung plündern und für das WE einkaufen und danach einen schönen Spaziergang mit ihm machen. Frische Luft und den Kopf durchpusten lassen.

Bis neulich :)


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3 Kommentare


Hallo Nachteule, sehr geballte Ladung Stress am Block, was ich lesen durfte.

(Welcher Mensch steht schon freiwillig um 6 Uhr auf?

Ich! Der Morgen, wenn es drinnen und draussen noch ruhig ist, ist die schönste Tageszeit. Ich kann es mir aber aussuchen, ich muss nicht. Da ist es vielleicht etwas anderes.

Zudem ist noch immer der Nebenjob als studentische Hilfskraft im Raum, für ein Altenpflegeseminar und zugleich Studienzentrum der Steinbeis Hochschule. Die suchen Studenten, die dort die Lehrveranstaltungen mit betreuen. Den könnte ich mir dann auch evtl. als Praktikumsplatz für mein Hauptstudium anrechnen lassen.

Kollidiert das nicht mit Deinen Dienstzeiten im Hauptjob?

Dazu nettes Büro, sitzende Tätigkeit

Wenn Du ein paar Jahre "gesessen" hast, wünscht Du Dir den Job in Bewegung zurück. ;)

Kurze Frage am Rande: Wann steht Urlaub auf dem Plan? Das eben Gelesene klingt sehr danach.

Alles Gute weiterhin,

Zippy

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Ich krieg schon "Streßpusteln" vom lesen ;)

Ich wünsche Dir genug Energie für das ganze Kuddelmuddel.

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@ Zippy: Ich habe einen Teilzeitjob mit max. 15 Nächten im Monat. Da bekommt man Tagesaktivitäten gut unter.

Urlaub ist so eine Sache dieses Jahr. Ich habe mir vor allen Klausuren eine Woche Urlaub eingetragen und im Vorplan genehmigt bekommen. Da habe ich noch nicht den Ausflug in EMP eingeplant.

Falls ich doch mal Urlaub brauche kann ich mit meiner Kollegin mauscheln. Dann nehme ich 10 Tage "frei", und sie zieht einen Block durch. Im Anschluss arbeite ich meine Tage ab.

@ chillie: irgendwie knubbelt sich manchmal alles. Doch schon bald wird es bestimmt eine Phase geben, wo nix ansteht. Da werde ich schon aus "Langeweile" in den Studienbriefen wühlen.

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      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!