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LIEBSTER Award - Antworten auf meine eigenen Fragen

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Markus Jung

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Britta89 hat angeregt, dass es doch interessant wäre, wenn ich auch selbst meine Fragen zum Fernstudium an euch beantworten würde. Eigentlich habe ich ja schon die Fragen an mich beantwortet, dennoch komme ich der Bitte gerne nach.

1. Wann und wie hast du das erste Mal davon erfahren, dass es ein Fernstudium gibt?

Wie bei einigen anderen hier auch, habe ich zuerst über eine Zeitungsanzeige darüber erfahren. Ich glaube es war die Rückseite der Fernsehzeitung, die immer in der Tageszeitung mit drin war. Da war ich noch ein Kind/Jugendlicher und habe auch gleich Infomaterial angefordert. Leider haben die Kosten der Weiterbildungen, die mich interessiert hatten, mein damaliges Budget als Schüler gesprengt...

Auch auf mein erstes Fernstudium, das ich absolviert habe, bin ich über eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden.

2. Was ist für dich der größte Vorteil, sich mit einem Fernkurs/Fernstudiengang weiterzubilden?

Die Flexibilität dieser Weiterbildungsform. Ich kann lernen, wo ich will, wann ich will und in weiten Teilen auch wie ich will. Und es gibt einmal die großen Sachen, also komplette Studiengänge oder Kurse, die auf externe Prüfungen vorbereiten, aber auch viele kleinere Möglichkeiten, sein Wissen in strukturierter Form zu erweitern. Wobei ich sagen muss, dass ich gerade dafür die (oft kostenlosen) MOOCs als echte Konkurrenz empfinde, da diese oft auch noch anschaulicher und unterhaltsamer aufgebaut sind - gerade wichtig für Weiterbildungen, die eher aus Freizeit-Interesse erfolgen.

3. ... und der größte Nachteil bzw. die größte Herausforderung?

Die Flexibilität ;-) Es passiert sehr leicht, den Faden und die Motivation zu verlieren, gerade wenn die Aufgabe groß ist und der Nutzen nicht so deutlich.

4. Welchen Fernstudiengang würdest du dir wünschen, dass es ihn geben sollte?

Lange Zeit hätte ich hier Psychologie hin geschrieben. Jetzt gibt es das, ich habe es ausprobiert - und es passte doch nicht für mich... Im Moment gibt es keinen Wunschstudiengang, der mir fehlt.

5. Hast du dich durch das Fernstudium verändert?

Auf jeden Fall. Ich habe darüber meinen heutigen Job als (Klein-)Unternehmer und somit meine berufliche Selbstständigkeit gefunden, die mich sicherlich auch von der Persönlichkeit nochmal weiter gebracht hat.

6. Bereust du manchmal die Zeit, die du in deine Weiterbildung investierst?

Aktuell nicht. In meinem Informatik-Studium habe ich dem Fernstudium und dem damaligen Job eine sehr hohe Priorität gegeben und dem alles Andere nachgeordnet. Das mache ich heute anders. Ob ich mit meiner heutigen Einstellung damals auch mein Ziel so erreicht hätte, weiß ich aber nicht. Im Grunde ist alles gut wie es ist, die Vergangenheit lässt sich eh nicht ändern.

7. Was ist in dir in deinem Leben jenseits des Fernstudiums wichtig?

Zufriedenheit, Sozialkontakte (Freunde, Familie), bewusstes Leben - wer sich mehr dafür interessiert, bekommt in meinem persönlichen Blog http://www.markus-jung.de/ einige Einblicke.

8. Wie könnte Fernstudium-Infos.de für dich noch besser werden?

Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Fernstudierende, Interessenten und sonstige Akteure aus der Branche ihren Weg auf die Seite finden und sich auch aktiv beteiligen würden. Insgesamt freue ich mich aber jeden Tag, wie sich die Community hier einbringt und besonders, wie hier miteinander umgegangen wird.


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2 Kommentare


Ja gut. Das nächste wird sicher der Arbeitspsychologie-MOOC sein. ;-) Eine FI-Lerngruppe macht dort sicher sinn.

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.