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Über diesen Blog

In diesem Blog schreibe ich über meine Erfahrungen, die ich mit verschiedenen Fernlehrgängen, Fernstudiengängen und anderen Weiterbildungen mache.

Einträge in diesem Blog

Markus Jung

Ich bin ein Solopreneur

So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 ;). Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.

 

Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 

 

Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:

  1. Produzent > Produkutmodelle
  2. Händler > Sortimentsmodelle
  3. Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf)
  4. Problemlöser > Servicemodelle
  5. Kreative > Erlebnismodelle

Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.

 

So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:

 

Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 

 

* = Affiliate-Link

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im Oktober 2016

Diese zehn neuen Blogartikel wurden im Oktober am häufigsten aufgerufen:

  1. "Uni Hagen??? Das ist doch keine richtige Uni" (csab8362)
  2. Lernen mit dem iPad Mini (SirDerpington)
  3. Die heiße Phase vor den Klausuren und der allgemeine Unmut (Carioca)
  4. Prüfungen ? - Adeeeeeee.. (Hallodaistdiekrossekrabbe)
  5. Verspätetes Unboxing Bild und Praktikum (Robwood)
  6. Das Leben nach dem BA Elektro- und Nachrichtentechnik (wt15309)
  7. Das neue M2 (psychodelix)
  8. Thesis: Check! (TylerRae)
  9. Der verlorene Blog (Ferros)
  10. Buch wieder verfügbar ab...Murmeltiertag in der Online-Bibliothek (Vica)

Besondere Aufmerksamkeit hat ein Blogbeitrag zu familiären Feedback zur FernUniversität in Hagen bekommen, der sogar von der FernUni bei Facebook und Twitter geteilt wurde. Und es gibt wieder eine Mischung aus Themen, die Fernstudierende beschäftigen, rund um Literaturbeschafftung, Technik-Einsatz, Prüfungen, Abschlussarbeiten etc.

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im September 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im September am häufigsten aufgerufen:

  1. erst einmal tief durchatmen (Biwi Julchen)
  2. Der letzte Eintrag in diesem Blog: Bachelor fertig, Lust auf etwas Neues, aber sicher nicht mehr studieren ... Adieu! (Takezo)
  3. ein Semester geht zu Ende, ein neues kommt (Lernfrosch)
  4. Gebührenbescheid: So teuer wird das Vollzeit-Semester! (Vica)
  5. Klausur M2 (Statistik) - das war wohl nichts (Psychodelix)
  6. Naaaa wer hat sich nicht an den Plan gehalten? (Arkania)
  7. Fernabi: Ich würde es wieder tun (Mupfel)
  8. Moodle dir doch selber einen! (Arkania)
  9. Es ist cool eine Hagen Klausur in Österreich zu machen (csab8362)
  10. Der berühmte Stapel (Quapsel)

 

Wieder einmal eine Mischung aus dem Fernstudenten-Alltag. Einige fangen gerade an, andere stecken mitten drin und es gibt auch diejenigen, die gerade fertig geworden sind oder schon mit etwas Abstand zurück blicken.

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im August 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im August am häufigsten aufgerufen:

  1. Hagen: Das wird kaum machbar (Vica)
  2. Doch nochmal Abi? (Vica)
  3. Der schwedische Bachelor-Abschluss (Azurit)
  4. Abschlußfeier und Abschlußbericht (Lumi)
  5. #1 Studienmaterial (RLRG)
  6. Gründe für ein Fernstudium in Schweden (Azurit)
  7. Wirtschaftsinformatik - 5 Anbieter, 1 Entscheidung (SirDerpington)
  8. Die Tücken der BWL (Julikäfer)
  9. Münster: Absage! (Vica)
  10. Hagen: Ist das jetzt ne Zusage? (Vica)

Vicas Suche nach einem Studienplatz in Psychologie mit der Zusage an der FernUni Hagen am Ende ist auf großes Interesse gestoßen, ebenso Azurits Fernstudium in Schweden sowie Beiträge zur Entscheidungsfindung, zum Beginn und zum Abschluss des Fernstudiums.

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im Juli 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im Juli am häufigsten aufgerufen:

 

  1. Es hat sich ausgekämpft... Gebrauch vom Widerrufsrecht (JuFu)
  2. Keine Zeit zum Lernen (Abilifly)
  3. Was tun, wenn Absagen kommen? Alternativen (Vica)
  4. So ein Lehramt, das ist lustig, so ein Lehramt, das macht Spaß... (Vica)
  5. Zeit vs Klausur: Warum ich zu allen Klausuren antrete (Abilifly)
  6. Warum mir die Lohnerhöhung egal ist (MichiBER)
  7. Pokemon Go (Abilifly)
  8. #1 Studienmaterial (RLRG)
  9. Das Wochenende naht (Jeany89)
  10. Kind, Studium, Arbeit, Kind, Studium, Arbeit, .... (Kurban)

 

Wieder alles dabei, was ein Fernstudium ausmacht. Abbruch, weil es nicht passt, Zeitmangel, Ablenkungen, Materiallieferungen oder auch das Studium mit Kind.

Markus Jung

Oliver Tacke ruft in seinem Blog zur Zeit zu einer Blogparade auf, die unter der Fragestellung "Was macht ein Hochschulstudium aus und was davon ist warum digitalisierbar oder warum nicht?" - Ich finde, das ist ein interessantes Thema auch für das Fernstudium und möchte es daher gerne hier im Blog aufgreifen und würde mich freuen, wenn auch viele von euch dabei mit machen würden. Das ist noch bis zum 31. Juli 2016 möglich.

 

Die genauen Regeln für die Teilnahme an der Blogparade findet ihr weiter unten. Ich möchte jetzt erstmal mit meinem eigenen Beitrag starten.

 

Was also macht für mich ein Fernstudium aus und was ist davon ditigalisierbar und was nicht?

 

Für mich hat ein Fernstudium zwei zentrale Elemente. Das erste Element sind die Medien und das zweite Element sind die Betreuung. Das ist natürlich stark vereinfacht, da es natürlich auch Prüfungen gibt etc., aber für diese Betrachtung möchte ich es dabei belassen.

 

Die Medien lassen sich meiner Meinung nach sehr gut digitalisieren und können dabei sogar an Wert gewinnen. Also zum Beispiel der Studienbrief, in dem dann in der digitalen Version Videos direkt eingebettet sind. Oder auch digitale Vorlesungen, Veranstaltungen im virtuellen Klassenzimmer etc. Wobei da meiner Meinung nach den Studierenden auch die Wahl gelassen werden sollte, ob sie so viel wie möglich virtuell, online und digital machen möchte, oder doch auf Papier-Studienbriefe und Präsenzen vor Ort zugreifen möchten etc.

 

Das zweite Element ist die aktive Betreuung. Diese kann gut durch digitale Medien unterstützt werden, in dem diese per Mail, Chat oder auch Skype etc. erfolgt. Allerdings sollte diese wichtige Funktion nicht durch eine Digitalisierung im Sinne einer Automatisierung ersetzt werden, auch wenn dies im Bereich von Standardfragen sicherlich möglich wäre und zum Teil damit auch schon experimentiert wird, zumindest im organisatorischen Bereich. Da Fernstudierende eh vorwiegend auf sich gestellt sind, sollte diese wichtige Möglichkeit für Kontakte und den Austausch erhalten bleiben und sehe ich auch als sehr wichtig für die Motivation an. 

 

Regeln für die Teilnahme

  1. Erstelle einen Beitrag zu der Frage, was ein Hochschulstudium ausmacht und was davon warum digitalisierbar ist oder warum nicht. Es ist völlig egal, ob du an einer Hochschule studierst oder lehrst, oder ob du dir einfach auch nur deine Gedanken dazu machst.
  2. Verlinke deinen Beitrag mit dem Artikel zum Aufruf zur Blogparade unter http://www.olivertacke.de/2016/06/30/aufruf-zur-blogbparade-was-macht-ein-hochschulstudium-aus und weise unten in einem Kommentar mit Link darauf hin.
  3. Schaut euch natürlich auch gerne die Beiträge anderer an, kommentiert dort, verlinkt auch dorthin – dann wird es so richtig lebendig.
Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im Juni 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im Juni am häufigsten aufgerufen:

  1. Umsonst studiert? (Higgins)
  2. Es geht los (der Pate)
  3. Oder vielleicht doch der M.Sc. an der FU Hagen? (OldSchool1966)
  4. Résumé - B.A. BWL an der IUBH (OldSchool1966)
  5. Weitere Überlegungen zum Master (Forensiker)
  6. Ein schlechter Traum.. (Hallodaistdiekrossekrabbe)
  7. Nach dem Studium ... und Bachelor Urkunde der WBH (Esme)
  8. Kurz vor der ersten Klausur.. (JuFu)
  9. Ein bisschen Rumgeweine (TylerRae)
  10. Alternative Überlegungen zum Master (Forensiker)

 

 

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im Mai 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im Mai am häufigsten aufgerufen:

 

  1. Übergewicht durchs Fernstudium (Higgins)
  2. Das Ende – noch bevor es richtig angefangen hat... (Higgins)
  3. Studium auf Eis legen ?! (Hallodaistdiekrossekrabbe)
  4. Und weg war die Euphorie (Arkon)
  5. Enttäuschung, Erleichterung, Dankbarkeit (Forensiker)
  6. Digitales Studium (StudiAlex)
  7. Studium? War da was? (Engel912)
  8. Jawoll... Anmeldung  (JuFu)
  9. Plan: berufsbegleitend in 6 Semestern (psychodelix)
  10. Flexibilität: Onlineklausuren? (StefanMA)

 

Also wieder eine bunte Mischung - angeführt von gleich zwei Beiträgen vo @Higgins.

Markus Jung

Diese zehn Blogartikel wurden im April am häufigsten aufgerufen:

  1. Zentrale akademische Abschlussfeier (Forensiker)
  2. Nach Euphorie folgt erst einmal der Fall...weitermachen oder aufhören? (Biwi Julchen)
  3. Erste Schritte (und ein paar Kritikpunkte)... (Higgins)
  4. Erste Masterklausur (Aliud)
  5. Heute Amazon Prime für Studenten Kostenlos für die komplette Studienzeit (SebastianL)
  6. Auf ein Neues! (Lumi)
  7. Welches Schweinderl hätten S' denn gern? (Forensiker)
  8. Der Papierkram... (Forensiker)
  9. Zu früh gefreut... (Higgins)
  10. Urkunde und Zeugnis (OldSchool1966)

 

Forensiker gleich mit drei Beiträgen vertreten. Higgins mit zwei.

Markus Jung

Beliebte Blogbeiträge im März 2016

Diese zehn Blogartikel wurden im März am häufigsten aufgerufen:

 

  1. es geht los...ein neuer Lebensabschnitt beginnt (Biwi Julchen)
  2. Ende (Eisenbahner)
  3. Über mich (Robwood)
  4. Darf ich mir mal kurz Luft machen... (Higgins)
  5. Einladung zur zentralen Abschlussfeier.... und zum Kolloquium... aaaber... (Forensiker)
  6. Wie es dazu kam... (Wirbelwind)
  7. Die Spannung steigt ins Unermessliche!!! (Forensiker)
  8. Die Master-Urkunde ist eingetroffen (Schwedi)
  9. PANIK (Julikäfer)
  10. Schlechtes Arbeitszeugnis anfechten, oder lohnt der Aufwand nicht? (Higgins)
Markus Jung

Früher gab es hier schon mal eine Auflistung der Blogbeiträge, die im jeweils zurückliegenden Monat am häufigsten aufgerufen worden sind. Das möchte ich wieder aufleben lassen und so findet ihr nachfolgend die zehn Artikel aus den Blogs, die im vergangenen Monat die meisten Aufrufe hatten.

  1. In der Probezeit abserviert... (Higgins)
  2. Jobzusage - schneller als gedacht. (OldSchool1966)
  3. Darf ich mich mal kurz aufregen?! (Marmotte)
  4. Gedankenspiele und Zukunftsszenarien (Higgins)
  5. Zeit des Wartens... (OldSchool1966)
  6. 168/180 (Forensiker)
  7. TaDaaaaa (Jeany89)
  8. Und wie befürchtet: negative Antwort (chryssi)
  9. Der Kündigungsablauf wird spannend & Bachelorarbeit (FrankD)
  10. Ich habe fertig... (OldSchool1966)
Markus Jung

Kein Fernstudium Erwachsenenbildung

An einigen Stellen hatte ich schon erwähnt, dass ich über einen Masterstudiengang nachdenke. Hier hatte ich den Master of Arts - Erwachsenenbildung des Fernstudienzentrums DISC der TU Kaiserslautern ins Auge gefasst.

Nach umfangreichen Recherchen und Überlegungen habe ich mich nun aber dagegen entschieden, mich für den Studiengang zu entscheiden, obwohl die Rahmenbedingungen (wenige Präsenzen, Terminauswahl für die Präsenzen, wenige Klausuren, somit wenig auswendig lernen, akzeptable Kosten) sehr gut gewesen wären.

Allerdings ist es so, dass sich der Studiengang primär an Personen richtet, die selbst Weiterbildungen planen, organisieren und durchführen möchten. Das ist ja bei mir nicht der Fall, sondern ich würde gerne meine Beratungskompetenz noch weiter ausbauen und auch gerne mit einem Abschluss nach außen darstellen können. Das Thema Bildungsberatung macht aber im Studiengang nur einen kleinen Anteil (explizit nur ein Wahlmodul) aus.

Schade. Es gibt zwei berufsbegleitende Studiengänge an der Uni Münster und der Uni Heidelberg, die Master-Abschlüsse im Bereich Beratung bieten und inhaltlich und auch vom Praxisanteil her sehr interessant sind. Leider ist dabei der Präsenzanteil für mich zu hoch und zu wenig flexibel, so dass ich das nicht mit meinen privaten Rahmenbedingungen in Einklang bringen kann. Und bei beiden Studiengängen liegen die Kosten jenseits der 10.000 Euro.

Von daher werde ich wohl auf einen zusätzlichen akademischen Abschluss verzichten und mich weiterhin durch andere Kurse, MOOCs und vielleicht auch mal gezielte Präsenz-Seminare fortbilden.

Markus Jung

Kaum Lernlust in der Schule - aber im Fernstudium

Durch einen Tweet bin ich auf die Lernlust-Blogparade aufmerksam geworden. Diese wurde unter der Überschrift "Es war einmal die Lernlust" am 25. Januar im Blog von Bob Blume gestartet und geht noch bis zum 25. Februar.

In den Beiträgen soll auf die Fragestellung eingegangen werden, wie in der eigenen Schulzeit gutes Lernen, d.h. was an Projekten, Stunden und gemeinsamen Arbeiten in Erinnerung geblieben ist.

Ich habe erst überlegt, ob ich meinen Beitrag in meinem privaten Blog oder hier veröffentlichen soll und mich dann für hier entschieden, weil es darin auch um das Thema Fernstudium geht.

Denn wenn ich an meine 13-jährige Schulzeit zurück denke, verbinde ich diese recht wenig mit Lust. Vielleicht am ehesten noch die ersten Jahre in der Grundschule, als ich mich entsinnen kann immer sehr traurig gewesen zu sein, wenn die Ferien anfingen... Ansonsten bin ich zwar (bis auf Sport und da besonders schwimmen!) nicht wirklich ungerne zur Schule gegangen, aber Lust oder Spaß habe ich dabei auch eher selten empfunden. Es war halt mein Alltag, gehörte dazu und manche Fächer (Lehrer, Mitschüler, ...) mochte ich lieber und andere weniger. Entsprechend waren auch meine Noten immer eher mittelmäßig - außer in Französisch, da waren sie immer schlecht oder allenfalls ausreichend...

Gut, gelesen habe ich immer schon gerne und die Lektüren in Deutsch und auch die im Englisch-LK fand ich mitunter ganz interessant. Und die Programmier-Aufgaben mit Logo am Apple haben mir schon Spaß gemacht. Die Projektwoche, in der wir einen Ballon gebaut haben war gut. Und ich habe freiwillig eine AG Recht besucht, die ein Richter durchgeführt hat und die mit einem Besuch von Verhandlungen vor Gericht endete. Immer dann, wenn es einen Praxisbezug gab, war mein Interesse geweckt.

Spaß am lernen hatte ich damals durchaus schon - allerdings vor allem in den Bereichen, mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftigt und viel dazu gelesen habe. Ich hatte damals sogar schon mal überlegt, einen Fernkurs zu machen - war aber mit meinem Schüler-Budget nicht zu finanzieren ;-).

Mein Lern-Ehrgeiz wurde dann in der Berufsschule geweckt. Viele Themen hatten Bezug zur Ausbildung und waren nützlich und praxisnah. Sogar Mathe... Immerhin hat es so dann auch zum zweitbesten Abschlusszeugnis meines Jahrgangs gereicht.

Richtige Lernlust kam dann im Informatik-Fernstudium auf. Auch nicht immer, aber doch oft. Besonders das flexible Lernkonzept kam mir sehr entgegen und ich fand es spannend, mich in die Themen so richtig rein zu arbeiten, die mich interessiert haben. Auch das hat zu einem sehr ordentlichen Ergebnis geführt.

Und wie war es bei euch? Wenn ihr Lust habt, schreibt doch auch einen Beitrag dazu in eurem Blog, oder wenn euch das zu aufwändig ist einen kleinen Kommentar unter diesen Beitrag.

Alle Infos zur Blogparade und eine Zusammenstellung der bisherigen Beiträge findet ihr hier:

http://bobblume.de/2015/01/25/blogparade-es-war-einmal-die-lernlust/

Markus Jung

In diesem Vortrag, den Prof. Markku Klingelhöfer auf dem FachForum 2014 des Forum DistancE-Learning gehalten hat, geht es nicht speziell um Motivation für Lerner, sondern ganz allgemein um Motivation, was natürlich auch für das Fernstudium genutzt werden kann. Allerdings war der Vortrag von Claudia Bremer, über den ich hier kürzlich berichtet habe, thematisch viel näher am Lerner dran.

Für mich war es viel Auffrischung von Konzepten, die mir schon oft begegnet sind, in einen Gesamtzusammenhang gebracht und durchaus interessant.

Meine Vortragsnotizen:

Motivation = Ich will!

Maslow - Bedürfnispyramide (Hierarchie) (Amazon*)

(Motivation kommt von Motiv)

Herzberg - Modell der Hygienefaktoren (Amazon*)

Drei Stufen

1. unzufrieden (kein Geld = unzufrieden)

2. nicht unzufrieden (ausreichend Geld = nicht unzufrieden - Hygienefaktoren)

3. zufrieden (mehr Geld bedeutet dann keine Zunahme an Zufriedenheit)

Grenze für Geld bei ca. 80.000 Euro, abhängig von persönlichen Lebensumständen

Weitere Faktoren, die wenn sie gut sind als gegeben hingenommen werden und unzufrieden machen, wenn sie nicht erfüllt sind: (weitere Hygienefaktoren)

- Gute Beziehung zu Vorgesetzten

- Gute Beziehung zu Kollegen

Wirklich zufrieden macht: (Motivatoren)

- Anerkennung

- Herausforderung

- Sinn

Sprenger: Mythos Motivation (Amazon*)

> Sie können gar nicht andere motivieren - Sie müssen nur aufpassen, dass Sie andere nicht de-motivieren

(guter Vortragsausschnitt von ihm: http://youtu.be/-yCvRjey5q8)

> Jeder Mensch geht weg, wo er sich nicht wahrgenommen fühlt

McGregor: X-Y-Theorie (Amazon*)

http://de.wikipedia.org/wiki/X-Y-Theorie

- X: negatives Menschenbild - Menschen sind faul > Belohnung/Strafe (extrinsisch) >> kurzfristig

- Y: positives Menschenbild - Menschen wollen etwas tun (intrinsisch) >> langfristig

Nach circa der Hälfte des Vortrags habe ich ihn mir nicht weiter angeschaut. Ich hätte mir gewünscht, dass die Konzepte in Bezug zum Thema Fernstudium bzw. zumindest allgemein Weiterbildung gebracht worden wären. So wirkte es wie eine abgespulte, einstudierte, wenn auch durchaus interessante, Präsentation, die mir aber zu weit vom Thema lernen weg ist und es mir dafür dann auch zu anstrengend war, mir die Videoaufnahme in mittlerer Qualität anzuschauen.

Dennoch hat sich für mich die Auffrischung gelohnt und natürlich zeigt sich auch darin, dass es darum geht, die Fernstudierenden dazu zu bringen, danach zu schauen, was sie in ihrem Inneren antreibt und welchen Sinn das Fernstudium für sie hat usw.

Markus Jung

Dokumentation der DGWF-Jahrestagung 2014

Die DGWF ist die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V., welche einmal jährlich eine Tagung mit zahlreichen Veranstaltungen organisiert. 2014 fand die Tagung vom 24. bis 26. September unter dem Titel „Wissenschaftliche Weiterbildung neu denken! – Ansätze und Modelle für eine innovative Gestaltung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen an Hochschulen“ an der Universität Hamburg statt.

Ende November 2014 wurde die Dokumentation der Tagung veröffentlicht, mit der ich mich jetzt intensiver beschäftigt habe.

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen die 172-seitige Kurzfassungen der Beiträge und Kurzporträts der Referentinnen und Referenten.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet in der Programmübersicht zu vielen Vorträgen auch die Folien.

Genauer angeschaut habe ich mir unter anderem die Folien zum Vorseminar "Ziele, Aufgaben und Organisationsformen der wissenschaftlichen Weiterbildung und des Fernstudiums".

In diesem Vorseminar wurde auf Grundlagen der wissenschaftlichen Weiterbildung eingegangen, zum Beispiel:

- Definition wissenschaftlicher Weiterbildung (eine verbindliche Definition gibt es nicht)

- Zielgruppe: i.d.R. Menschen mit Hochschulabschluss und (erster) Berufserfahrung

- Finanzierung: meist kostenpflichtig - auch an staatlichen Hochschulen

- mehr als 300 Mitglieder in der DGWF

Themen, die in zahlreichen Vorträgen und Posterpräsentationen aufgetaucht sind:

- Anrechnung von hochschulischen und außer-hochschulischen sowie informellen Leistungen

- berufsbegleitende Weiterbildung, Weiterbildung in Teilzeit

- duale Weiterbildung

- Kooperation mit der Wirtschaft (Unternehmen, Verbände, Organisationen)

- modularer Aufbau von Studiengängen (Baukastenprinzip)

- MOOCs und deren Einfluss auf die Weiterbildung

- Digitalisierung / E-Learning

Ich habe durch etliche Folien geblättert und viele der Abstracts gelesen oder zumindest quergelesen. Diese hier einzeln zusammen zu fassen, würde zu weit führen. Wer sich für die Themen interessiert, dem kann ich es sehr empfehlen, an der einen oder anderen Stelle noch etwas tiefer einzusteigen.

Markus Jung

Claudia Bremer hat auf dem FachForum DistancE-Learning 2014 einen Vortrag zum Thema „Lernende online motivieren? Leicht gesagt, aber wie?“ gehalten, der vom Team von FernstudiumCheck aufgenommen wurde und den ich mir nun endlich mal angeschaut habe.

Der Vortrag passt gut zum Thema des Webinars "Faszination E-Learning - Emotionen beim E-Learning nutzen", an dem ich kürzlich teilgenommen habe.

Wichtig für die Motivation im Onlinestudium ist:

Taktung

> Strukturierung, Zwischenziele - Zwischenerfolge

> pünktliche Abgabe von Leistungen durch Feedback belohnen

Interesse, Zielsetzung

> aus dem Teilnehmer heraus

> Individualisierung ist sinnvoll, erhöht aber den Betreuungsaufwand

> alle auf das gleiche Level heben zu wollen ist nicht sinnvoll

(Vorkenntnisse, Motivation, Leistungsfähigkeit ist unterschiedlich)

> verschiedene Zweige anbieten, ggf. Einstufung zu Beginn (Wechsel möglich)

Lernermotivation (lässt sich als Lehrender kaum beeinflussen)

> Verstehen wollen

> Umsetzen wollen

> Kurs bestehen

> Gute Noten erreichen

(wem Bestehen vollkommen ausreicht, der wird sich wenig rein hängen)

Interessant: Es wurde ein ähnlicher Onlinekurs in zwei Jahren nacheinander durchgeführt:

- Im ersten Jahr ohne Teilnahmebestätigung. Die Teilnehmer waren sehr engagiert, haben viel geschrieben und sich auch aufeinander bezogen

- Im zweiten Jahr mit Zertifikat war diese Interaktion und Aktivität viel geringer und es wurde stringenter nur auf den Erwerb des Zertifikats hingearbeitet, obwohl die Zielgruppe vergleichbar war

Interaktion mit dem Lerngegenstand

> Sechs Interaktionsstufen (nach Schulmeister)

Hier wird wie schon in dem von mir besuchten Webinar auch wieder darauf hingewiesen, schon zu Beginn der Weiterbildung einen Test zu machen, der Wissenslücken aufzeigt und damit dazu zu motivieren, diese im Verlaufe des Kurses zu schließen > im Gehirn wird eine Lust auf Wissen erzeugt.

Animationen nicht nur zum Anschauen, sondern den Lerner Parameter verändern lassen oder gleich Fragen dazu integrieren, die beantwortet werden müssen. Somit kein passiver Konsum, sondern aktive Auseinandersetzung mit dem Thema.

Manche Teinehmer arbeiten gerne in virtuellen Gruppen und andere nicht. So sind zum Beispiel manche, die den ganzen Tag Kunden- und Mitarbeitergespräche führen und zu Hause noch mehrere Laute Kinder haben auch mal ganz froh, wenn sie für das Studium nicht auch noch kommunizieren müssen. Andere freuen sich auf Online-Kontakte, zum Beispiel weil sie sonst eher isoliert sind. - Ich denke ja, es hängt nicht nur von den Lebensumständen ab, sondern auch davon, was für ein (Lern-)Typ jemand ist. Dem kann durch eine Individualisierung entgegen gekommen werden. Vorteil der Gruppe kann sein, dass diese sich untereinander motivieren kann und sich die Teilnehmer auch gegenseitig nicht hängen lassen möchte, wenn gemeinsam ein Gruppenergebnis abzugeben ist. Peer Reviews (also sich gegenseitig Feedback geben) ist mitunter problematisch, wenn diese Feedbacks nicht überwacht werden. Zumindest sollten den Feedback-Gebern genaue Kriterien an die Hand gegeben werden, nach denen sie Feedback geben sollen.

Individuelles Feedback durch die betreuenden Tutoren ist mit das beste Mittel zur Motivation überhaupt - allerdings auch das teuerste. Es gibt Überlegungen, dieses Feedback zu automatisieren und nur noch an bestimmten, für den Lernverlauf kritischen, Stellen auf menschliches Feedback zu setzen. Durch viel Feedback wird auch ein nachhaltiger Lernerfolg gefördert.

Selbstausdruck wird als weitere motivierender Faktor genannt. Also nicht nur Referate über vorgegebenes Wissen halten, sondern selbst ein Produkt erstellen - das kann ein Konzept für eine Problemstellung sein, ein Blog, ein materielles Produkt usw. (Kreativität, führt oft zu Flow-Prozessen). In diesem Zusammenhang wird auch service learning genannt, bei dem eine Gruppe von Lernern zum Beispiel Inhalte für künftig Lernergruppen erstellt.

Dann werden noch verschiedene Lernstile nach Pask vorgestellt, die sich auch immer wieder hier in den Blogs bei Fernstudium-Infos.de wiederspiegeln, wenn über die Herangehensweise an den Stoff berichtet wird.

- Die Serialisten lernen linear, ein Heft nach dem anderen, im Heft ein Kapitel nach dem anderen

(in einer Buchhandlung lesen sie wahrscheinlich das Inhaltsverzeichnis durch)

- Die Holisten lernen global, sie springen oft hin und her und versuchen Gesamtzusammenhänge zu ermitteln

(in einer Buchhandlung schlagen sie wahrscheinlich einige Seiten im Buch wahllos auf)

- Und bei den Versalisten wechselt es

Wichtig ist dies für die Motivation. Wenn zum Beispiel ein Holist mit einem virtuellen Lernprogramm konfrontiert ist, bei dem die Inhalte des Folgekapitels erst freigeschaltet werden, wenn das vorhergehende Kapitel komplett bearbeitet ist, wird er vermutlich schnell frustriert sein, während einem Serialisten dies sehr entgegen kommt.

Und dann wird noch der Lernzyklus von Kolb vorgestellt:

Konkrete Erfahrung

>> Probieren in neuen Situationen

>> Formen abstrakter Konzepte

>> Beobachtung und Reflexion

>> Konkrete Erfahrung

>> ...

(ähnlich wie Kinder lernen: Sie bemerken etwas, probieren es wieder aus, beobachten das und überlegen warum es so sein könnte und probieren das dann wieder aus um zu schauen, ob es passt)

Alle Menschen lernen nach diesem Konzept, allerdings sind die Anteile je nach Person unterschiedlich und sollten auch im Lernkonzept berücksichtigt werden. Manche Lerner möchten gerne ganz viel selbst ausprobieren, andere möchten mehr Input vorgegeben bekommen usw. Auch hier ist eine Individualisierung wichtig, um alle motiviert zu halten.

Mein Fazit ist, dass es sehr auf die Betreuung ankommt sowie auf die Individualisierung. Das bedeutet nicht, dass für jeden Lerner ein eigenes Konzept entwickelt werden muss, sondern es sollten für ihn verschiedene Methoden und Möglichkeiten zur Verfügung stehen, aus denen er selbst auswählen kann.

Wer Interesse an dem Thema hat, dem kann ich empfehlen, die 35 Minuten zu investieren, um sich den Vortrag von Claudia Bremer anzuschauen:

Update: Hier sind die Folien zum Vortrag zu finden:

http://www.bremer.cx/vortrag111/Vortrag_Bremer_Leipzig_2014.pdf

Markus Jung

Das war 2014 bei Fernstudium-Infos.de

Das neue Jahr beginne ich mit einem Rückblick darauf, was im vergangenen Jahr hier bei Fernstudium-Infos.de passiert ist. Schließlich ist diese Seite nicht nur meine finanzielle Lebensgrundlage, sondern auch ein Projekt, das mir darüber hinaus viel bedeutet.

 

Und das Wichtigste dabei seid ihr, die Benutzer und die Community von Fernstudium-Infos.de, egal ob als anonyme, nicht registrierte Benutzer, als eher stille Beobacheter, Gelegenheitsschreiber, Foren-Nutzer, Blogger oder Power-User. Ich bin immer wieder begeistert davon, wie hilfsbereit und überwiegend in sehr angenehmer Form hier miteinander umgegangen und sich unterstützt wird und was für Geschichten sich hinter den einzelnen Fernlernern verbergen. Danke, dass ihr hier mit dabei seid!

 

In 2014 wurde Fernstudium-Infos.de mehr als eine Million mal besucht und dabei wurden mehr als vier Millionen Seiten aufgerufen. Diese immer noch hohen Zahlen liegen unter denen der Vorjahre. Wie üblich war der Januar der stärkste und der Dezember der schwächste Monat

 

Und noch ein paar weitere Zahlen:

- 1.287 Benutzer haben sich neu registriert

- es wurden 11.621 Beiträge in den Foren geschrieben

- in den Blogs wurden 2.435 Artikel verfasst

- zu diesen Blog-Artikeln gab es 9.910 Kommentare

 

Das Konzept von Fernstudium-Infos.de ist weitgehend unverändert geblieben. Ich habe besonders im Hintergrund daran gearbeitet, die Qualität der vorhandenen Inhalte zu erhöhen, in dem ich reine Pressemitteilungen oder andere werbliche Inhalte und Beiträge, die nicht mehr aktuell sind gelöscht habe, Vollzitate aus Beiträgen entfernt habe und Überschriften angepasst habe, wenn diese zum Beispiel nur aus Kleinbuchstaben bestanden haben. Bei einem Archiv von mehr als 100.000 Beiträgen wird mich diese Arbeit auch noch eine Weile begleiten und ist eine meiner Aufgaben für 2015.

 

Außerdem habe ich die live auf der Startseite von Fernstudium-Infos.de übertragenenen Video-Interviews über Google+-Hangouts on Air eingeführt. Dazu gab es im vergangenen Jahr einige Veranstaltungen:

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Dieses Format werde ich in 2015 auf jeden Fall fortsetzen und noch mehr in Fernstudium-Infos.de integrieren.

 

Auch sonst gab es etliche Videos auf dem YouTube Kanal von Fernstudium-Infos.de - ein weiterer Schwerpunkt lag dabei auf meinen Erfahrungen mit dem Psychologie-Fernstudium an der PFH.

 

Langsam angelaufen ist in 2014 die Einrichtung eines Fernstudium-Wikis. Bisher ist die Anzahl der Artikel noch überschaubar und einige Beiträge sind auch noch nicht sehr umfassend. 2015 wird einer meiner Schwerpunkte darin liegen, das Wiki zu einer Wissensdatenbank zum Fernstudium auszubauen und in Fernstudium-Infos.de zu integrieren. Ich hatte hier zunächst überlegt, auf eine echte Wiki-Software zu setzen und diese in Fernstudium-Infos.de zu integrieren, habe mich dann aber doch dazu entschieden, auf die vorhandene Foren-Struktur zu setzen. In der Vergangenheit hatte ich auch schon Versuche gestartet, ein Lexikon oder Wiki sowohl hier bei Fernstudium-Infos.de oder auch auf externen Seiten zu starten, die ich dann alle irgendwann abgebrochen habe, weil die Komplexität zu groß oder die Nutzung zu gering war. Ich denke, ich habe daraus einiges gelernt, was ich jetzt besser machen kann. Außerdem ist so bereits ein Grundstock an Inhalten vorhanden, den ich zum Teil als Basis für das jetzige Wiki nutzen kann.

 

Meine Aktivitäten bei Facebook und Twitter habe ich ausgebaut und versuche, diese Kanäle nicht (nur) zur Bewerbung von Fernstudium-Infos.de zu nutzen, sondern darüber einen echten Mehrwert zu bieten, indem ich auf interessante Informationen, Links und Zitate rund um das Thema Fernstudium und Bildung allgemein hinweise. Auf der Google+-Seite von Fernstudium-Infos.de bin ich hingegen nicht mehr aktiv und nutze diese nur noch für die Hangouts on Air.

 

Außerdem habe ich die Startseite überarbeitet mit der Einbindung von YouTube Videos, Facebook-News und einem Widget von StudyLead/FernstudiumCheck. Und ich habe meine Signatur überarbeitet mit einigen Links zu meinem persönlichen Blog sowie Affiliate-Links, über die ihr gerne eure Einkäufe, Hotelbuchungen und Anforderungen von Infomaterial erledigen könnt ;-)

 

Ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben. Wenn ihr Fragen dazu habt, nur los! Außerdem freue ich mich auch immer über eure Veränderungsvorschläge und Wünsche für Fernstudium-Infos.de.

Markus Jung

Britta89 hat angeregt, dass es doch interessant wäre, wenn ich auch selbst meine Fragen zum Fernstudium an euch beantworten würde. Eigentlich habe ich ja schon die Fragen an mich beantwortet, dennoch komme ich der Bitte gerne nach.

1. Wann und wie hast du das erste Mal davon erfahren, dass es ein Fernstudium gibt?

Wie bei einigen anderen hier auch, habe ich zuerst über eine Zeitungsanzeige darüber erfahren. Ich glaube es war die Rückseite der Fernsehzeitung, die immer in der Tageszeitung mit drin war. Da war ich noch ein Kind/Jugendlicher und habe auch gleich Infomaterial angefordert. Leider haben die Kosten der Weiterbildungen, die mich interessiert hatten, mein damaliges Budget als Schüler gesprengt...

Auch auf mein erstes Fernstudium, das ich absolviert habe, bin ich über eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden.

2. Was ist für dich der größte Vorteil, sich mit einem Fernkurs/Fernstudiengang weiterzubilden?

Die Flexibilität dieser Weiterbildungsform. Ich kann lernen, wo ich will, wann ich will und in weiten Teilen auch wie ich will. Und es gibt einmal die großen Sachen, also komplette Studiengänge oder Kurse, die auf externe Prüfungen vorbereiten, aber auch viele kleinere Möglichkeiten, sein Wissen in strukturierter Form zu erweitern. Wobei ich sagen muss, dass ich gerade dafür die (oft kostenlosen) MOOCs als echte Konkurrenz empfinde, da diese oft auch noch anschaulicher und unterhaltsamer aufgebaut sind - gerade wichtig für Weiterbildungen, die eher aus Freizeit-Interesse erfolgen.

3. ... und der größte Nachteil bzw. die größte Herausforderung?

Die Flexibilität ;-) Es passiert sehr leicht, den Faden und die Motivation zu verlieren, gerade wenn die Aufgabe groß ist und der Nutzen nicht so deutlich.

4. Welchen Fernstudiengang würdest du dir wünschen, dass es ihn geben sollte?

Lange Zeit hätte ich hier Psychologie hin geschrieben. Jetzt gibt es das, ich habe es ausprobiert - und es passte doch nicht für mich... Im Moment gibt es keinen Wunschstudiengang, der mir fehlt.

5. Hast du dich durch das Fernstudium verändert?

Auf jeden Fall. Ich habe darüber meinen heutigen Job als (Klein-)Unternehmer und somit meine berufliche Selbstständigkeit gefunden, die mich sicherlich auch von der Persönlichkeit nochmal weiter gebracht hat.

6. Bereust du manchmal die Zeit, die du in deine Weiterbildung investierst?

Aktuell nicht. In meinem Informatik-Studium habe ich dem Fernstudium und dem damaligen Job eine sehr hohe Priorität gegeben und dem alles Andere nachgeordnet. Das mache ich heute anders. Ob ich mit meiner heutigen Einstellung damals auch mein Ziel so erreicht hätte, weiß ich aber nicht. Im Grunde ist alles gut wie es ist, die Vergangenheit lässt sich eh nicht ändern.

7. Was ist in dir in deinem Leben jenseits des Fernstudiums wichtig?

Zufriedenheit, Sozialkontakte (Freunde, Familie), bewusstes Leben - wer sich mehr dafür interessiert, bekommt in meinem persönlichen Blog http://www.markus-jung.de/ einige Einblicke.

8. Wie könnte Fernstudium-Infos.de für dich noch besser werden?

Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Fernstudierende, Interessenten und sonstige Akteure aus der Branche ihren Weg auf die Seite finden und sich auch aktiv beteiligen würden. Insgesamt freue ich mich aber jeden Tag, wie sich die Community hier einbringt und besonders, wie hier miteinander umgegangen wird.

Markus Jung

Aufruf zur Teilnahme am LIEBSTER Award

blogentry-4-144309792964_thumb.pngIm Blog MinimaMuse bin ich aufgerufen (nominiert) worden, mit meinem privaten Blog am LIEBSTER Award teilzunehmen. Das habe ich gerne auch gemacht und die elf Fragen der MinimaMusen beantwortet.

Damit ist die eine Hälfte des Awards erledigt - die andere besteht darin, nun selbst andere Blogger zu nominieren und ihnen Fragen zu stellen. Da ich gerne mehr über euch Blogger hier erfahren möchte, rufe ich euch daher auf, die nachfolgenden Fragen in eurem Blog zu beantworten und wenn ihr Lust habt, andere Blogger zu nominieren und ihnen Fragen zu stellen.

1. Wann und wie hast du das erste Mal davon erfahren, dass es ein Fernstudium gibt?

2. Was ist für dich der größte Vorteil, sich mit einem Fernkurs/Fernstudiengang weiterzubilden?

3. ... und der größte Nachteil bzw. die größte Herausforderung?

4. Welchen Fernstudiengang würdest du dir wünschen, dass es ihn geben sollte?

5. Hast du dich durch das Fernstudium verändert?

6. Bereust du manchmal die Zeit, die du in deine Weiterbildung investierst?

7. Was ist in dir in deinem Leben jenseits des Fernstudiums wichtig?

8. Wie könnte Fernstudium-Infos.de für dich noch besser werden?

Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn viele von euch mitmachen würden. Alle Teilnahme-Beiträge werde ich auch hier aufführen und verlinken.

Bisher haben teilgenommen:

Neue Fragen von Snowchild am 25.12.2014

... und Antworten auf die Fragen von Snowchild:

Neue Fragen von Lernhilfentk am 31.12.2014

... und Antworten auf die Fragen von Lernhilfentk:

Neue Fragen von Stolluba am 31.12.2014

... und Antworten auf die Fragen von Stolluba:

Ach ja, es gibt auch Regeln für diesen Award, die ich euch der Vollständigkeit halber nicht vorenthalten möchte - ich selbst habe mich allerdings nicht vollständig daran gehalten ;-)

1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.

2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der/die Blogger/in, der/die dich nominiert hat, stellt.

3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger/innen für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Facebook-Follower haben.

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.

5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog Artikel.

6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.

Markus Jung

Zusammenfassung Interview Forum DistancE-Learning

Am 26.11. habe ich ein Video-Interview mit Mirco Fretter, dem Verbandaspräsident des Forum DistancE-Learning geführt. In dem Interview ging es unter anderem um die aktuelle Fernunterrichtsstatistik und um Trends in der Fernlehre. Unter anderem hat sich das Thema Individualisierung wie ein roter Faden durch das Interview gezogen.

In diesem Blogbeitrag möchte ich einen Überblick über die Themen geben. Hier aber zunächst das Video zum anschauen:

Vorstellung Herr Fretter: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=53s

- Präsident des Forum DistancE-Learning als Ehrenamt und die damit verbundenen Aufgaben

- hauptberufliche Tätigkeit als Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für berufliche Bildung (DGBB)

(zu dieser gehören die DSA, DHA und ALH)

- in der Vergangenheit diverse Funktionen in der Fernunterrichts-Branche

Vorstellung des Verbandes Forum DistancE-Learning: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=3m33s

- Mitglieder: Akademische- und nicht-akademische Anbieter, Dienstleister, Lerner

- bei Mitgliedsunternehmen sind mehr als 80 Prozent der Fernlerner

- Beratung durch die Geschäftsstelle für Interessenten und Lerner

- Beobachtung der Branche (Fernunterrichtsstatistik, FachForum)

- Fernkurs für Anbieter (DiDe) und andere Weiterbildungsangebote

- Organisation des jährlichen Fernstudientages

- Vergabe der Fernstudienpreise - Auszeichnung herausragender Teilnehmer

Fernstudienpreis: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=7m51s

- Warum werden so oft Teilnehmer der großen Anbieter ausgezeichnet?

- Was wird getan, um hier für Ausgewogenheit zu sorgen?

- Hinweis, dass auch Teilnehmer von Nicht-Mitgliedern des Verbandes ausgezeichnet werden können

- künftig soll das Publikums-Voting noch ausgebaut werden

- Innovationspotential auch und gerade bei kleineren Anbietern

Herkunft und Verwendung des Kunstwortes "DistancE-Learning": http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=14m5s

- Historische Gründe

- in der Tat nicht immer selbsterklärend

Fernunterrichtsstatistik: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=18m22s

- Entwicklung der letzten Jahre

- Leichter Rückgang der Gesamtzahl zurückzuführen auf weniger gemeldete Teilnehmer im Firmenkundenbereich

- Zuwächse im Bereich der Fernstudierenden und Fernlerner im Endkunden-Bereich

- Präsenzhochschulen bieten in zunehmendem Maße auch Fernstudiengänge an

- Gerade im Masterbereich werden viele Studiengänge per Fernstudium angeboten

- viele neue Bildungsangebote, auch zu Themen, die viel Austausch erfordern

- auch viele junge Menschen nutzen den Fernunterricht als moderne Lernmethode

blogentry-4-144309792949_thumb.jpg

Trends im Fernstudium: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=29m22s

- Der Lernerfolg des Teilnehmers soll im Mittelpunkt stehen

- Nicht jedem Trend hinterherlaufen

- Großer Trend Individualisierung

- Anrechenbarkeit von bereits erbrachten Leistungen

- nicht alle Teilnehmer über einen Kamm scheren

- persönliche Beratung und Unterstützung

- neue Instrumente der Wissensvermittlung im Sinne des Teilnehmers nutzen

- Individuelle Aufbereitung der Lerninhalte und Auswahl der Lernmedien

- Vor- und Nachteile von Webinaren - keine 1:1 Übertragung von Präsenzen

- der Papier-Studienbrief wird zumindest in den nächsten Jahren nicht aussterben

- Studienbrief mit anderen, interaktiven, Möglichkeiten verknüpfen

Fachforum - Motivation: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=40m

- Austausch mit anderen Teilnehmern ist wichtig

- der Anbieter ist auch in der Pflicht - proaktiv

- erkennen, wann ein Teilnehmer Hilfe braucht - und dann handeln

- Austausch mit dem Lerner

- Notwendigkeit, dafür Daten zum Lernfortschritt zu erheben

- Betreuung kostet Geld - vielleicht künftig verschiedene Preismodelle

Schlusswort: http://youtu.be/uI5PHa45dNs?t=49m3s

- Aufruf zu mehr Dialog zwischen den Lernenden und den Anbietern

Markus Jung

Die Skripte zur Erwachsenenbildung waren damals für mich ein Grund, warum ich mich für das Psychologie-Studium an der FernUni Hagen interessiert und eingeschrieben hatte - schließlich ist das genau mein Thema :-)

Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Heft "Lernen und Lehren im Erwachsenenalter" von Hans Gruber und Christian Harteis durchzuarbeiten - bzw. zumindest Teile davon in dem Umfang, wie ich es für mich für nützlich halte. Teilweise habe ich mich dabei auf die recht ausführlichen Zusammenfassungen zu den einzelnen Kapiteln beschränkt.

Im ersten Kapitel geht es um die pädagogische und psychologische Relevanz des Lehrens/Lernens im Erwachsenenalter.

Als Gründe für die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens werden genannt:

- technologische Entwicklungen (insbesondere Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien)

- veränderte Organisationsstrukturen, die sich daraus ergeben und mehr Verantwortung auf allen Hierarchie-Ebenen

- gesellschaftlicher Wandel/Wertewandel (mehr Individualität, Work-Life-Balance etc.)

Betrachtet wird auch, wie es um die Lernfähigkeit im Erwachsenenalter bestellt ist. Zunächst wird festgestellt, dass die Fähigkeit, neue Informationen schnell aufzunehmen und fehlerfrei wiederzugeben bereits mit circa 25 Jahren nachlässt.

Es werden dann biographische sowie entwicklungspsychologische Methoden und Modelle vorgestellt, die deutlich machen, warum Ältere durchaus in der Lage sind, gute Lern- und Arbeitsleistungen zu erbringen und in manchen Bereichen Jüngeren oft sogar überlegen sind. Hier geht es insbesondere um die Erfahrung und das Anwenden von Wissen. Und es wird die mir schon oft begegnete Unterscheidung zwischen fluider Intelligenz (rasche Aufnahme neuer Informationen - hier tatsächlich eine Abnahme im höheren Alter) und kristalliner Intelligenz (Erfahrungswissen - nimmt eher noch zu) vorgenommen.

Außerdem wird das Konzept der "Entwicklungspsychologie der Lebensspanne" von Baltes vorgestellt, nach dem die menschliche Entwicklung und somit auch und besonders die Lernfähigkeit auch im Erwachsenenalter als multidirektional (kann in verschiedene Richtungen gehen) und plastisch (abhängig von Lebensbedingungen und Erfahrung und formbar) beschrieben wird.

Interessant fand ich auch die Aussage, dass Erwachsene sich aufgrund des außer-schulischen Kontextes oft gar nicht als Lernende wahrnehmen, obwohl sie bei sich einen Leistungszuwachs feststellen können. Ich denke dies gilt nicht für das Fernstudium als formelle Lernform, aber zum Beispiel für das Lernen am Arbeitsplatz oder auch durch die Lektüre von Sach-/Fachbüchern etc.

Witzig fand ich, dass die Arbeitsaufgaben zum Teil aus Gitterrätseln und Wortsuchrätseln etc. bestehen. Eine gute Idee, um das Lernen etwas aufzulockern und auch in der Didaktik Erkenntnisse zum erfolgreichen lernen tatsächlich anzuwenden. Ich habe die Aufgaben dennoch nicht bearbeitet ;-)

Das zweite (sehr kurze) Kapitel beschäftigt sich mit der Abgrenzung des Lernens Erwachsener vom schulischen Lernen. Ich habe es nur überflogen. Im Kern geht es darum, dass im Erwachsenenalter die Anforderungen an das Lernen ganz andere sind, insbesondere weil im Erwachsenenalter der Praxisbezug viel mehr im Mittelpunkt steht. In dem Zusammenhang wird auch auf Kritik am schulischen lernen eingegangen, insbesondere auf die mangelnde Anwendbarkeit des Gelernten, was zu trägem Wissen führt, also zu Wissen, das nicht genutzt wird bzw. auch nicht genutzt/angewendet werden kann, weil es nur theoretisch/abstrakt vorhanden ist.

Im dritten Kapitel geht es um das Lernen im Erwachsenenalter. Dieses Lernen ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass es selbst initiiert und selbstgesteuert erfolgt und dabei stark auf vorhandenes Wissen und Erfahrungen zurückgegriffen bzw. darauf aufgebaut wird. Der Lerntransfer in die Praxis steht ebenso im Mittelpunkt. Oft erfolgt das Lernen in der Anwendungssituation selbst.

Das vierte Kapitel widmet sich dem Lehren für Erwachsene. Hier wird hinsichtlich der Träger zwischen betrieblichen, privatwirtschaftlichen und öffentlichen Bildungsinstitutionen unterschieden und auch zwischen dem primären bis tertiären Bildungsbereich im Unterschied zum Bereich der Erwachsenenbildung verglichen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Bereich der Erwachsenenbildung in vielerlei Hinsicht heterogener ist und auch weniger vorstukturiert. Das gilt nicht nur für die Trägerschaften, sondern auch für die Nachfrager, den Zugang etc.

Zum Bereich der privatwirtschaftlichen Weiterbildungsinstitute fand ich die Zahlen interessant, dass diese 2003 einen Anteil von 11 Prozent an allen Weiterbildungsfällen hatten (als Quelle wird das BMBF genannt). Die Anzahl der privaten Institute in Deutschland wird auf mehr als 1.000 geschätzt.

Weiter wird auf verschiedene Prinzipien des Lehrens für Erwachsene eingegangen:

- Teilnehmerorientierung > Bedürfnisse des Einzelnen

- Bedarfsorientierung > aggregierte Bedarfe

- Handlungsorientierung > den Teilnehmer zum Handeln fähig machen

Zur Qualifikation der Lehrenden wird darauf eingegangen, dass es für diese Tätigkeiten oft keine formal festgelegten Zugangsregelungen gibt und somit die Lehrenden oft auch sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen.

Im fünften und letzten Kapitel geht es um die Bildungsarbeit für Erwachsene. Diese wird dabei als Prozess aus sieben Schritten gesehen:

  1. Vision/Strategie
  2. Bedarfsermittlung
    > Soll-Ist-Vergleich angestrebter vs. vorhandener Bildungs-/Qualifikationsstand
    >> führt zu Zielen und letztlich zu Lerninhalten
  3. Analyse
  4. Maßnahmenkonzept
  5. Entscheidung
  6. Umsetzung
  7. Transfer Evaluation

Unter anderem wird auch die Bedeutung der Beratung herausgestellt, um gute und geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten herauszufinden. Hier werden vier Beratungskonzepte dargestellt:

1. Informationskonzept > Informationsbasis für Interessenten zur Verfügung stellen

2. Therapiekonzept > Probleme der Beratenen aufspüren und deren Ursache herausarbeiten

3. Klientenzentriertes Konzept > individuelle Situation im Mittelpunkt, weniger tief als beim Therapieansatz

4. Themenorientiertes Konzept > sachbezogene Gesprächsführung, Rahmenbedingungen, etc.

Wobei natürlich eine Therapie in den meisten Fällen von Beratern weder durchgeführt werden kann noch darf. Wichtig ist hier auch die Betonung, dass Beratung zwar unterstützt, Optionen aufzeigt und Informationen zur Verfügung steht, in die eigentliche Entscheidungsfindung aber nicht eingreift, sondern diese dem Interessenten überlässt. Wobei ich denke, dass dies in der Praxis nicht immer durchgängig so gehandhabt wird.

Interessant fand ich auch die Darstellungen zum Lerntransfer, also der Anwendung des Gelernten in der Praxis und dies auch dann, wenn die Praxissituation der Lernsituation nicht exakt entspricht.

Hier werden vier Formen des Transfers unterschieden:

1. Negativer Transfer

> Der Kompetenzgrad fällt hinter den vor der Weiterbildung zurück. Zum Beispiel, weil das neue Wissen für die Situation nicht tauglich ist oder es (noch) nicht sicher genug angewendet werden kann.

2. Nulltransfer

> keinerlei Veränderung zu vorher - das neue Wissen wird nicht genutzt

3. Horizontaler Transfer

> es wird auf das Wissen zurückgewendet und es wird mit erfolg auch auf neue Probleme angewendet

4. Vertikaler Transfer

> das Wissen wird nicht nur angewendet, sondern durch die Übertragung auf neue Situation wird weiteres Wissen aufgebaut

Markus Jung

Heute fand der von der APOLLON Hochschule für die Studierenden und Gäste angebotene Online-Vortrag mit Cordula Nussbaum zum Thema Zeitmanagement statt, auf den ich vor einiger Zeit hingewiesen und mich angemeldet hatte.

Die Veranstaltung war mit mehr als 70 Teilnehmern sehr gut besucht und ging über circa 90 Minuten, in denen auch viele Chat-Fragen der Teilnehmer beantwortet wurden und diese mir Fragen und Umfragen mit einbezogen wurde. Mindestens eine Benutzerin hier aus dem Forum war auch mit dabei :-)

Gastgeberin seitens APOLLON war Frau Prof. Viviane Scherenberg, Dekanin Prävention und Gesundheitsförderung an der Hochschule.

Kernaussage des Vortrags war, dass es nicht das eine Konzepte zum Zeitmanagement und Selbstmanagement gibt, sondern jeder sein ganz persönliches Konzept finden muss, da auch jeder verschieden ausgeprägte Anteile verschiedener vier Typen in sich trägt, die mit den einprägsamen Namen Igor Ideenreich, Hanni Herzlich, Ottmar Ordentlich und Dr. Anneliese Logisch vorgestellt wurden.

Alle haben ihre eigenen Besonderheiten und Bedürfnisse, die es zu berücksichtigen gilt, weil sie zum Beispiel unterschiedliche Dinge und Situationen unter Druck setzen und Stress auslösen - was den einen nahe an den Herzinfarkt bringt, kann der andere genießen.

Wer einen ersten Eindruck davon bekommen möchte, welche Anteile bei ihm besonders ausgeprägt sind, kann dazu auf der Homepage von Cordula Nussbaum einen kostenlosen Selbst-Check machen:

http://www.kreative-chaoten.com/metamenu/selbst-checks/chaot-oder-systematiker.html

Ich habe den Test gerade gemacht. Es ist notwendig, am Ende den Namen und eine Mail-Adresse anzugeben. Das Ergebnis ist für mich nicht ganz eindeutig, wie schon meine Einschätzung während des Vortrags ergeben hat. Einerseits bin ich der ordentlich-logische Typ, der gerne alles strukturiert und organisiert hat und sich von Fakten leiten lässt (das kam auch primär bei dem Online-Test heraus), andererseits habe ich aber auch viele Ideen und möchte es am liebsten allen recht machen und es mir mit keinem verscherzen. Das führt dann regelmäßig zu innerer Zerrissenheit und mitunter auch zur Blockade vor gar nicht mehr Wissen, was denn jetzt das Richtige ist. Genau dafür war der Tipp im Seminar, dies zu erkennen und sich dann für eine gewisse Zeit oder für eine bestimmte Aufgabe bewusst für eine der Rollen zu entscheiden und das dann durchzuziehen, auch wenn es einem Teil in mir nicht so gut gefällt, weil es mir zum Beispiel zu wenig auf Fakten basiert erscheint oder vielleicht auch jemand anderes damit nicht so glücklich ist.

An konkreten Tools wurde unter anderem empfohlen, einer von einem bestimmten Tag losgelösten To-Do Sammlung gegenüber Einträgen im Kalender (die dann ggf. immer wieder verschoben werden müssen) den Vorzug zu geben, sich bewusst Zeit (auch für sich selbst) zu nehmen und diese Zeitinseln dann auch bewusst und verbindlich in den Kalender einzutragen (aber nur wenige), auf Rituale und Routinen zu achten, Störungen zu stoppen und auch zu überlegen, was wirklich getan werden muss und wer es tun kann. Insgesamt wurde empfohlen, eher mit Leidenschaft denn mit Disziplin an das Leben heran zu gehen, da Disziplin zwar immer kurzfristig mal helfen kann (und dafür auch geeignet ist), langfristig aber nicht durchzuhalten ist. Und es wurde empfohlen, auf Pausen zu achten und zwar bevor man schon so ausgepowert ist, dass nichts mehr geht.

Dieser Blogbeitrag kann natürlich nur einen kleinen und subjektiven Eindruck von dem Vortrag vermitteln - mir hat er auf jeden Fall etwas gebracht und einiges nochmal bewusster gemacht, was ich eh schon vermutet hatte und jetzt noch gezielter angehen möchte.

Ach ja, ich habe als Frage angesprochen, dass es mir doch sehr schwer fällt, mich für das Thema Statistik im Studium zu motivieren und dafür eine Leidenschaft zu entwickeln und was ich dagegen tun kann. Möglichkeiten sind zu versuchen, einen Zugang zu finden, das Ziel dahinter und einem möglichen Nutzen zu sehen und ggf. hilft dann letztlich doch nur ein "Augen zu und durch" und Disziplin, sich nebenbei mit interessanteren Themen zu beschäftigen und zu sehen, dass es nur ein Thema ist. Also in etwas das, was ich hier auch immer euch allen empfehle und mir bei mir selbst etwas schwerer fällt ;-)

Ich denke, ich werde mir das Buch "Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für kreative Chaoten" gelegentlich in der Bücherei ausleihen, um die Inhalte noch etwas zu vertiefen.

Markus Jung

Alles nur gekauft...

Zu meinem letzten Video gab es zwei Kommentare, die mit dem eigentlichen Video gar nicht so viel zu tun haben, aber so die Kernaussage enthalten, dass ich ja an der FernUni Hagen versagt hätte und mir deshalb jetzt einen Abschluss an einer privaten Hochschule kaufen muss.

Ich habe mal versucht, auf die beiden provokanten Kommentare möglichst sachlich zu antworten und zu schauen, was an denen Wahres dran ist und wo ich deutlich widerspreche. Denn der grundsätzliche Vorwurf, dass es den Studierenden an privaten Hochschulen zu leicht gemacht würde, kommt ja doch immer wieder mal hoch.

Schaut selbst:

Ich muss sagen, dieses Video zu erstellen hat mir besonderes Vergnügen bereitet und es ist auch das erste seit langem, aus dem ich nichts raus geschnitten habe.

Markus Jung

Gestern habe ich eine Information der APOLLON Hochschule erhalten, die mein Interesse geweckt hat - die Ankündigung eines Online-Vortrags von Cordula Nussbaum für die APOLLON am 24. Juli 2014 um 18:00 Uhr. Thema:

Kreatives Zeitmanagement in kreativ-chaotischen Zeiten

Vielleicht ist das ja genau das, was ich brauche. Zwar sehe ich mich als eher strukturiert/organisiert als chaotisch an, aber die aktuelle Zeit finde ich schon sehr chaotisch. Im künstlerischen Sinne würde ich mich zwar nicht als kreativ sehen, aber wenn es um Ideen und das finden von Lösungen angeht, lasse ich mir schon manchmal was einfallen.

Jedenfalls werde ich mich gleich zu dem Vortrag anmelden. Vorrangig richtet es sich an die Studierenden der APOLLON Hochschule. Für Gäste stehen aber 20 Plätze zur Verfügung, die an die erste 20 Personen vergeben werden, die sich unter der Mail-Adresse

studienorganisation@apollon-hochschule.de

anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Vielleicht treffe ich dann ja den einen oder anderen von euch am 24.07. dort? - Ich würde mich freuen und werde natürlich auch hier im Blog über die Veranstaltung berichten.

Markus Jung

"Altasten" - oder: Da war doch noch was...

Der Start in das Psychologie-Fernstudium an der PFH kam bei mir ja relativ spontan und so kommt es, dass nicht nur das Studium dort mit Macht startet, sondern auch noch ein paar andere Weiterbildungen bei mir laufen, die ich auch noch zu Ende bringen möchte. Das bedeutet, dass die nächsten Wochen/Monate wohl wirklich etwas hart werden könnten.

1. Meinen Fernlehrgang zum Psychlogischen Berater hatte ich geplant, bis zum Sommer abzuschließen. Zwar könnte ich das insgesamt noch etwas strecken, aber im Juli bin ich für das abschließende Seminar und die Abschlussklausur angemeldet und möchte das auch durchziehen.

2. Seit längerem bearbeite ich den Udacity-MOOC "Introduction to Psychology", der genial gemacht ist und auf den ich bestimmt auch während des Studiums an der PFH immer wieder zurückgreifen werde (kann ich wirklich nur empfehlen den Kurs). Hier bin ich im Moment bei Lektion 15 von 16. Auch dort gibt es eine Abschlussprüfung, die ich bearbeiten möchte. Der Kurs ist zeitlich flexibel, aber auch das möchte ich jetzt so relativ kurz vor dem Ziel nicht zu sehr nach hinten schieben.

3. Der FutureLearn MOOC "The mind is flat" geht jetzt in die dritte von sechs Wochen. Ich hänge dort etwas hinterher und bin noch mit Woche zwei beschäftigt. Mal eine ganz andere Sicht darauf, wie wir zum Beispiel Entscheidungen treffen. Ich stimmt nicht allen dargestellten Überlegungen zu, aber es ist doch so faszinierend, dass ich den Kurs nicht abbrechen möchte. Auch hier gibt es kleine Tests. Es wäre sogar möglich, am Ende eine kostenpflichtige Prüfung unter Aufsicht abzulegen und ein Zertifikat zu erwerben. Hatte ich erst vor, allerdings werde ich darauf aufgrund des Studiums an der PFH jetzt wohl verzichten.

Wird nicht langweilig die nächste Zeit...