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Out of (Studium) Topic

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chryssi

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Was macht der gemeine Fernstudent, wenn er Semesterferien hat und erst in einer Woche den neuen "Stoff" fürs kommende Semester erhält? Richtig, er plant eben sein Leben...

Seit gut 2 Wochen ist die letzte Klausur des alten Semesters geschrieben und ich komme langsam wieder dazu, mir Gedanken über mein restliches Leben zu machen, also abseits des Studiums.

Nach wie vor ist es so, dass mein Freund und ich eine Fernbeziehung führen, ziemlich lange schon und bisher auch erfolgreich, aber auf beiden Seiten baut sich langsam erheblicher Frust und Unzufriedenheit auf.

Unsere gemeinsame Heimat ist da, wo ich aktuell wohne, er arbeitet auswärts. Ziel ist es, irgendwann einmal wieder zusammen hier bei mir zu wohnen.

Seit seinem Masterende und dem Arbeitsbeginn im Süden sind mittlerweile gut 1,5 Jahre vergangen, bislang ohne Aussicht auf Änderung. Er ist zwar unzufrieden mit der Situation, findet aber in unserer Gegend keine ansprechenden Stellen, weil seine Studienrichtung im Maschinenbau leider etwas sehr speziel und hier kaum gefragt ist.

Eine Bewerbung läuft aktuell noch, ein paar Ideen für neue hat er zwar, aber noch nichts unternommen.

Mein größter Traum war Anfang des Jahres noch, dass es vielleicht bis Weihnachten dieses Jahres klappt mit einer neuen Stelle zuhause, aber wenn ich so auf den Kalender schaue, schwindet doch langsam die Hoffnung.

Theoretisch könnte ich natürlich auch zu ihm ziehen, aber:

Meinen neuen Job mache ich jetzt erst ein knappes Jahr hier in der Heimat, zum einen möchte ich noch nicht wieder wechseln wegen Aussehen im Lebenslauf, zum anderen wird mir das Mitten im Masterstudium einfach zu viel. Die einzige Option wäre da bis zum Abschluss in 1,5 Jahren zu warten und mir dann eine neue Stelle zu suchen.

Aber das sind ab jetzt noch mal 1,5 Jahre und irgendwann steht auch bei mir mal der Familienwunsch an. Kommt natürlich gut, sich einen neuen Job zu suchen und direkt nach der Probezeit zu verkünden, dass man bald wieder weg ist.

Irgendwie ist grad alles zum heulen, so gut wie es im Studium läuft, so schlecht geht es mir mit der privaten Situation.

Zusätzlich bedeutet die ganze Organisation von Fernbeziehung parallel zu Fernstudium unheimlich viel Kraft und Zeit. Die gemeinsamen Wochenenden nach dem Vorlesungsplan festzulegen ist irgendwie deprimieren.

Hilft da vielleicht einfach aussitzen und mich ins Studium stürzen, oder sollte ich irgendwas tun? Aber was nur...?


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16 Kommentare


Kommt mir bekannt vor.

Da kann dir keiner helfen, weil es euer Leben ist - ihr müsst eure Entscheidungen treffen und dann damit leben. Blöd, ne?

Wärst du denn wohl im Süden zufrieden? Oder würdest du nur wegen ihm hinziehen und willst eigentlich gar nicht?

Besteht eine realistische (!) Chance, dass er in eurer Gegend was findet?

Findest du in eurer Gegend was? Und im Süden? Jetzt oder dann auch nach dem Master?

Wie oft hast du deinen Job denn bisher gewechselt? Nach nem Jahr gehen ist sicherlich nicht perfekt, aber du hast ja nen guten Grund und nicht nur "kein Bock".

Und ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Problem darin sehe nach der Probezeit direkt schwanger zu werden (wenns denn klappt ...) - hilft ja eh nix. Da gilt wieder "es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für Kinder".

Klar, dein Standing in der Firma ist dann evtl nicht das beste ... immerhin kennt dich quasi keiner ^^ und je nachdem wird es mit Aufstiegschancen schwierig (Teilzeit und so). Aber es hilft halt nichts.

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Diese schwierige Situation kenne ich nur zu gut. Wie Esme sagt, müsst Ihr leider die Entscheidung selber treffen und damit glücklich werden.

Ich habe die Entscheidung zu meinem Mann zu ziehen vor gut zwei Jahren getroffen, nach fünf Jahren Fernbeziehung zwischen München und Köln, nachdem der Frust vor allem auf seiner Seite zugenommen hatte. Ihm geht es ähnlich wie Deinem Freund bzgl. des Jobs. Seine Branche ist im Süden nicht besonders ausgeprägt, weshalb er sich mit Jobs dort schwer tat. Und tut. Ehrlich gesagt kann ich es bis heute kaum glauben dass ich tatsächlich von München nach Köln gezogen bin. Ich weiß nicht, ob ich es noch einmal tun würde. Und ich hatte mich auch nur darauf eingelassen, weil wir einen Deal verabredet haben, nachdem wir in den Süden gehen wollen.

Falls Du an so etwas denken solltest, kann ich nur raten, einen gemeinsamen Zeithorizont zu verabreden, um ggf. wieder zurück zu gehen.

Ansonsten kann es zu Konflikten kommen wie in unserem Fall: Ich will am liebsten auf der Stelle wieder runter, mein Mann findet aber nicht einmal passende Stellenanzeigen. Nach zwei Jahren. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

Überlege Dir sehr, sehr gründlich, ob Du Dir vorstellen könntest für unbestimmte Zeit am jetzigen Ort Deines Freundes zu leben.

Für den Fall dass Du zu ihm ziehst, sehe ich im erneuten Jobwechsel kein Problem, denn den kannst Du gut begründen.

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Danke euch zwei für die Anregungen!

Ich weiß, es ist meine / unsere Entscheidung, und grade die räumliche Trennung macht es noch schwerer sie gemeinsam zu treffen. Da ist nichts mit, sich an ein paar Abenden zusammen setzen, weil man hat alle zwei, drei Wochen ein Wochenende zum reden von Angesicht zu Angesicht. Solche Entscheidungen trifft man nicht am Telefon, ich jedenfalls nicht.

Meine Arbeitserfahrung bisher sind 5 Jahre (direkt nach der Ausbildung im Betrieb übernommen), 2,5 Jahre und jetzt 1 Jahr. Also drei Arbeitgeber in 8,5 Jahren, aus meiner Sicht nicht dramatisch, vor allem weil ich jeden Wechsel ordentlich begründen kann.

Trotzdem habe ich Angst, mich in meinem Alter (knapp unter 30) neu zu bewerben. Einer Freundin im gleichen Alter erging es so, dass sie trotz super Ausbildung und Studium mehr als 50 Bewerbungen geschrieben hat, um eine neue Stelle zu finden. Klar, da spielen viele Gründe rein, aber bei einigen Absagen hat sie inoffiziell am Telefon gesagt bekommen, dass man einfach Angst hat sie einzustellen, weil "sie ja eh bald schwanger werden wird, in ihrem Alter".

Das mit dem "ihm zu liebe" hinziehen ist so eine Sache. Wir kommen beide von hier wo ich wohne und wollen auch beide irgendwann mal hier leben. Von daher sehe ich keinen allzu großen Sinn in einer zeitlich befristeten Zukunft im Süden.

Im Moment ist die größte Frage, ob er sich vorstellen kann, auch in einer anderen Richtung als seiner Studienspezialisierung zu arbeiten (wenn er denn da einen Job findet). Auf der einen Seite sagt er, Maschinenbauer sind Allrounder, auf der anderen Seite trauert er seiner Spezialisierung nach.

Ich fürchte, bei dieser Entscheidung kann ich ihm nicht helfen. Und dabei hängt da auch für mich sehr viel dran und dass macht mich einfach hilflos und traurig.

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Ich vermute mal in so einer Situation muss einer zurückstecken. Es wird ja keine Lösung geben wo alle 100% glücklich sind.

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Auch das kenne ich noch; Wenn man sich alle 2 bis 3 Wochen sieht, dann möchte man möglichst auch eine gute Zeit miteinander verbringen, und nicht grundsätzliche Probleme wälzen. Auch wenn es nötig wäre..

Wie Du die Situation schilderst, ist es Deinem Freund momentan wichtiger in seiner Spezialisierung zu arbeiten, als an den gemeinsamen Wunschort zu ziehen, auch wenn er dafür die Spezialierung aufgeben müsste?

Mein Mann ist auch Ingenieur, und ich habe lernen müssen, dass es Ingenieure bereits nach nicht allzu langer Berufstätigkeit schwer haben, aus ihrer Spezialisierung wieder heraus zu kommen. Das macht einen späteren Wechsel natürlich nicht gerade leichter.

Die brutale Frage, die wir uns auch stellen mussten, ist: Was ist wichtiger? Der Partner, oder der Job bzw. der lieb gewonnene Wohnort?

Am Ende des Tages ist es, wie klausu sagt. Einer wird zumindest temporär zurück stecken müssen.

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Auch das kenne ich noch; Wenn man sich alle 2 bis 3 Wochen sieht, dann möchte man möglichst auch eine gute Zeit miteinander verbringen, und nicht grundsätzliche Probleme wälzen. Auch wenn es nötig wäre.. .

Wie wahr, wie wahr...

Aber mittlerweile sehe ich das so, dass es besser einmal richtig rumpelt, statt immer nur so vor sich hin zu gären. Wochenende hin oder her.

Die brutale Frage, die wir uns auch stellen mussten, ist: Was ist wichtiger? Der Partner, oder der Job bzw. der lieb gewonnene Wohnort?

Am Ende des Tages ist es, wie klausu sagt. Einer wird zumindest temporär zurück stecken müssen.

Das ist das Bermuda-Dreieck, vor dem ich Angst habe mich drin zu verlieren: Partner, Job und Wohnort

Das Schöne und Schwierige zugleich ist, dass ich das nicht alleine bestimmen kann. Auf der einen Seite gibt es jemanden, mit dem ich etwas zusammen

entscheiden kann, auf der anderen Seite bin ich zum Teil von der Entscheidung des anderen abhängig, ohne es beeinflussen zu können.

Und im Moment stelle ich fest, dass sich in dieser Frage seit Studienbeginn im April nichts, aber auch gar nichts getan hat. Und dabei wurde mir was anderes versprochen. Und schon sind wieder mehr als 4 Monate rum, ohne dass es weiter geht.

Vielleicht belastet mich das Warten auf "Was auch immer" aktuell am meisten. Dieses rum sitzen und nichts tun (können).

Da muss ich zuerst was dran ändern.

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Ich vermute mal in so einer Situation muss einer zurückstecken. Es wird ja keine Lösung geben wo alle 100% glücklich sind.

Leider nein, das Leben ist halt kein Ponyhof (auch wenn das schön wäre).

Hat nicht mal irgendein schlauer Mensch gesagt, ein guter Kompromis sei, wenn alle Seiten gleich unzufrieden damit sind?

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Ich finde es ja faszinierend, dass er einen Schwerpunkt studiert hat, der ihm in der Heimat nichts bringt - obwohl er aber wieder in die Heimat will. Irgendwie widersprüchlich ...

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Ich finde es ja faszinierend, dass er einen Schwerpunkt studiert hat, der ihm in der Heimat nichts bringt - obwohl er aber wieder in die Heimat will. Irgendwie widersprüchlich ...

Das kommt davon, wenn man(n) sich zu sehr für etwas interessiert, ohne sich allzu viele Gedanken über die Verwendbarkeit in der Zukunft zu machen.

Heute beißt er sich selbst dafür in den Hintern, zu ändern ist es aber nicht mehr.

Auf der anderen Seite, den M.Sc. in Maschinenbau hat er, auch mit Einser-Abschluss. Da düfte es schon möglich sein, in verwandten Bereichen etwas zu finden.

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Ist er denn bereit sich zu verändern? Ich meine - wenn er in die Gegend will und es da seine Spezialisierung nicht gibt ... bleibt ihm ja im Prinzip nix anderes übrig. Und jetzt ist er noch jung und frisch, da geht das sicherlich noch leichter (hat ja schon wer geschrieben).

Die Frage ist halt ob er bereit ist dazu.

Dann ist allerdings wieder die Frage, ob DU etwas ändern solltest. Eigentlich liegt es doch an ihm ... was hält ihn auf? Das Festhalten an der Spezialisierung? Die Hoffnung, doch noch die Nadel im Heuhaufen zu finden? Da wären wir wieder bei Prioritäten ...

Hast du für dich mal eine Liste gemacht? Was dir wichtig ist (mit Prio), was du willst, was du nicht willst? Und was daraus für eine Erwartungshaltung ihm gegenüber resultiert?

Wie gesagt - ich kenne das alles. Und ich bin froh, dass ich gerade nicht in deiner Haut stecke ...

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Das hört sich alles ziemlich verworren an.

Wenn er WIRKLICH wieder in die Heimat will, dann ist es wohl an ihm da Abstriche zu machen was den Job angeht. Da musst du eine klare Antwort verlangen, sonst kommt ihr nicht weiter. Eventuell sagt er ja nur dir zuliebe dass er zurück will, weil er weiß dass du nicht wegziehen möchtest ist aber eigentlich mehr als zufrieden mit Umgebung und Job. Dann bliebe die Frage wie wichtig ist DIR der Wohnort? Und hättest du im Süden gut Jobmöglichkeiten?

Wünsche dir alles Gute bei der Entscheidungsfindung.

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Ich war und bin sozusagen noch immer in Deiner Situation. Und hatte damals unter Druck einen Schritt getan, der für ihn positiv, für mich nicht nur positiv war. Nun stecke ich immer noch genauso in einer passiven Warteposition wie Du, nur dass ich leider mein mir wohltuendes Umfeld verlassen habe. Ehrlich gesagt ging es mir vorher mit meinem Umfeld und Freundeskreis besser, auch wenn es ein Jonglieren und Balancieren war.

Deshalb ist es sehr wichtig, ohne Druck und glasklar und auch ehrlich herauszufinden, was Dir ganz persönlich am wichtigsten ist in diesem Bermuda-Dreieck. Und in diesem Schritt nur Dich ganz alleine befragen, nicht Deinen Freund, nicht Deine Familie, nicht Deine Freunde, sondern nur Dich ganz allein.

Ich habe den Fehler gemacht es nicht so zu tun. Mein Verstand hat gesagt, klar muss ich zu meinem Mann ziehen, wohingegen der Bauch klar dagegen war.

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Ich war und bin sozusagen noch immer in Deiner Situation. Und hatte damals unter Druck einen Schritt getan, der für ihn positiv, für mich nicht nur positiv war. Nun stecke ich immer noch genauso in einer passiven Warteposition wie Du, nur dass ich leider mein mir wohltuendes Umfeld verlassen habe. Ehrlich gesagt ging es mir vorher mit meinem Umfeld und Freundeskreis besser, auch wenn es ein Jonglieren und Balancieren war.

Dann drücke ich uns beiden mal die Daumen, dass sich doch noch alles zum Guten wendet!

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Ja, ich drücke Dir auch die Daumen!

Und mir auch...

Gerade habe ich festgestellt, dass genau heute vor zwei Jahren mein Umzug weg aus Starnberg war. Und ich hier niemanden habe, dem ich das erzählen könnte und interessieren würde. Am meisten fehlen mir die Freunde.

Aktuell bin ich wieder in der Phase (oder: immer noch..?), in der ich mir eine Frist setzen möchte, damit ich selber diesen Schwebezustand beenden kann. Mir fehlt hier einfach zu viel. Freunde, Familie, alpines Umfeld und Seen mit meinen Lieblings-Freizeitbeschäftigungen...

Wenn ich noch den langweiligsten und verblödendsten Job hinzuzähle, den ich in meinem kompletten Arbeitsleben jemals hatte, plus praktisch keine Aussicht wenigstens hier eine Verbesserung herbeizuführen mangels passender Stellenangebote, dann packt mich wirklich die größte Lust zurück zu gehen.

Also, überlege es Dir sehr gut..!

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Kopf hoch Schwedi,

solange wir uns nicht mit der Situation zufrieden geben, können wir für die Zukunft immer noch alles ändern!

Auch wenn das was du schreibst alles sehr traurig klingt, das muss ich zugeben.

Vielleicht magst du ja mit mir etwas weiter schreiben, gerne PN.

Bei mir sieht es nach einem sehr ernsten Gespräch am Wochenende wieder besser aus. Es gibt einen Lichtblick, der Richtung Heimat zeigt, zwar mit viel Arbeit verbunden, aber das nehme ich gerne in Kauf.

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Das ist doch wirklich ein Lichtblick! Ich wünsche Euch Kraft und Erfolg dafür!

Danke für Dein Angebot! Letztlich bin ich selber schuld, ich bin ein freier, erwachsener Mensch. Ich kann nicht meinen Mann dafür verantwortlich machen, dass ich nachgegeben habe und für mich eine nicht richtige Entscheidung getroffen habe. Bei allem Jammer-Selbstmitleid darf ich das nie vergessen.

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      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
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      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!