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Schlimmer als die Steuererklärung

Anbei bin ich ja dabei, mich an meiner Präsenzuni für den Master in Psychologie zu bewerben. Ich rechne mir nicht die größten Chancen aus, aber der Versuch kann nicht schaden. Dieser Versuch gestaltet sich schwerer, als man denken könnte. 

Ich stehe vor Bergen an virtuellen Ankreuz-Bögen, sämtliche Angaben muss man wahrheitsgemäß in vorgesehene Kästchen eintragen. Dazu Anlagen, Anlagen, Anlagen. Abitur nicht auf üblichem Wege erworben? Dann kann man mittlerweile gefühlte tausend andere Möglichkeiten ankreuzen, wie ich es erworben habe - nur leider passt selbst von diesen keine zu meinem Weg. Bei manchem MUSS zumindest ein Haken her, passt aber nicht zu meiner Situation. So dass man echt seine Fantasie anwenden muss, um die Angabe passend zu machen - hoffend, dass man das später noch erklären kann. 
Dazu: NOCH mehr Anlagen! Zeugnis A, Bescheinigung B. Kein deutsches Zeugnis? Dann Beglaubigung. Übersetzung A, Nachweis B. Und obwohl auf allen Zeugnissen alle Daten ersichtlich sind, müssen die auch nochmal fein säuberlich auf einen Sonderanhang eingetragen werden. 
Was auch nicht fehlen darf: "Fehler! Anhang zu groß.", "Die Eingabe war nicht korrekt", "An error occured! Please try later!", "Die Passwörter stimmen nicht überein" (5x)

  Mit der Master-Bewerbung habe ich es gehalten wie mit der Steuererklärung: Erst wochenlang aufschieben und jetzt schließlich kurz vor Schluss (Naja, 3 Wochen Frist sind schon noch drin) im Gewaltakt durchziehen. 
Ist das schon der erste Intelligenztest? Bekommt jeder einen Platz, der diese Herausforderung besteht?
Schön wär's!
Immerhin, mein Mann (Jurist) meinte, das sei schon vor vielen Jahren bei der ZVS-Bewerbung so gewesen. Geklappt hätte es trotzdem. 

Echt harter Aufwand, wo Fehler dich wahrscheinlich direkt aus dem Bewerbungsverfahren kegeln. Aber klar: Die haben nichts zu verschenken. 


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6 Kommentare


psychodelix

Geschrieben

Oh ja, die ZVS - das war auch immer ein dicker Umschlag, der dann zur Post ging. ;)

 

Zitat

Ist das schon der erste Intelligenztest? Bekommt jeder einen Platz, der diese Herausforderung besteht?

 

Oder dient es zur Verringerung der Bewerbungen?

 

Viel Erfolg!

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Ich hatte das letztes Jahr auch probiert, mich an einer Präsenzuni einzuschreiben.

 

Aufgegeben habe ich dann, als es ein Pflichtfeld "Praktika" gab. Man sollte wohl Praktikumsbescheinigungen vorlegen, wovon in der Zulassungsordnung des Masters aber gar nichts stand. Überspringen konnte man das Feld auch nicht. Also habe ich zum Telefon gegriffen um herauszufinden, was für eine Art Praktikum man braucht.

 

Studentensekretariat wusste nicht Bescheid. Ich bekam eine Nummer der Fakultät. Dort ging wirklich nie irgendwer ran. Weder vormittags noch nachmittags. Nach zwei Wochen habe ich es dann gelassen und mich bei der Fernuni beworben.

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vor 3 Minuten, TomSon sagte:

Ich hatte das letztes Jahr auch probiert, mich an einer Präsenzuni einzuschreiben.

 

Aufgegeben habe ich dann, als es ein Pflichtfeld "Praktika" gab. Man sollte wohl Praktikumsbescheinigungen vorlegen, wovon in der Zulassungsordnung des Masters aber gar nichts stand. Überspringen konnte man das Feld auch nicht. Also habe ich zum Telefon gegriffen um herauszufinden, was für eine Art Praktikum man braucht.

 

Studentensekretariat wusste nicht Bescheid. Ich bekam eine Nummer der Fakultät. Dort ging wirklich nie irgendwer ran. Weder vormittags noch nachmittags. Nach zwei Wochen habe ich es dann gelassen und mich bei der Fernuni beworben.


Einfach furchtbar, oder?

Sowas gibt's hier aber auch - ich kann man zwar anklicken, dass ich das Abi nicht schulisch erworben habe, sondern die Zulassung quasi nur als Qualifizierter habe. Werde dann trotzdem aber zum Bogen weitergeleitet, wo ich den Namen meines Gymnasiums, die Schulzeit, Bundesland, Abi-Note usw. eintragen soll. Adresse etc. natürlich auch. 
Den mysteriösen Praktikums-Bogen gibts hier auch, den man nicht überspringen kann. Habe mal ganz dreist "keines" reingeschrieben, und bei Zeitraum "0 Monate" :-D. 

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vor 2 Stunden, psychodelix sagte:

Oh ja, die ZVS - das war auch immer ein dicker Umschlag, der dann zur Post ging. ;)

 

 

Oder dient es zur Verringerung der Bewerbungen?

 

Viel Erfolg!


Es scheint wirklich so zu sein! Man hofft wohl, dass dieser Urwald schon abschreckend genug ist. Ich frage mich ja wirklich, ob das hinterher einer prüft, was man da reinschreibt. Das müsste ja wirklich der traurigste Job schlechthin sein 😏 😆

Besonders leid tut mir das für Auslandsstudenten. Ich bin offiziell so einer, weil mein Abschluss ein ausländischer ist. In dem Fall erhält man zwar eine englischsprachige Fakultätsseite. Die gesamten Bögen sind aber trotzdem auf Deutsch. Da verzweifeln ja selbst Muttersprachler :( 

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vor 2 Minuten, Vica sagte:

Habe mal ganz dreist "keines" reingeschrieben, und bei Zeitraum "0 Monate" :-D. 

 

Wenn das gegangen wäre! Bei mir war das ein Feld, in das ich ein Dokument hochladen sollte. Und in ein leeres Word-Dokument "keines" reinzuschreiben, auf die Idee bin ich nicht gekommen. :lol:

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Mandarine

Geschrieben

Dranbleiben und bloß nicht aufgeben!

 

Viel Erfolg bei der Mastersuche!

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      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link