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Vica

Moinmoin!

Kennt jemand von euch die Stelle bei "Asterix erobert Rom", wo Asterix und Obelix im sogenannten Haus, das verrückte macht den Passierschein A38 besorgen müssen, um eine der von Cäsar an sie gestellten "unlösbaren" Aufgaben" zu lösen? Das Haus entpuppt sich als nichts anderes als eine Behördenstelle, eine Stadtverwaltung. Nach etlichen vorausgegangenen Kämpfen halten die Gallier das natürlich für einen Spaziergang und stürzen sich auf ins ,,Gefecht", um diese kleine Formalität zu erledigen. Doch wie sich herausstellt, ist die Antragstellung mit sehr viel mehr Papierkram und vorausgehenden Antragsstellungen verbunden, als man denken könnte - ein ganzer Rattenschwanz an behördlichem Aufwand hängt da mit dran. Ist das abgearbeitet, kommen die nächsten Stolpersteine: Widersprüchliche Informationen, Gesetzesänderungen, die sich noch nicht überall durchgesprochen haben, Zuständigkeitsverschiebung, die Verantwortlichen sind im Urlaub, zu Tisch oder schwerhörig. Schließlich muss das gesamte Farbspektrum an Formularen beantragt werden, an deren Ende der Passierschein A38 stehen könnte. Ohne rosa Formular, kein blaues Formular, mit dem das grüne Formular beantragt wird, welches zum hellbraunen Formular führt, das...Die Gallier merken schnell, in welche Bredouille sie sich gebracht haben. In diesem Haus drohen sie ihr letztes bißchen Verstand zu verlieren und zu Cäsars Sklaven zu werden. Und mit dem Zaubertrank kommen sie hier kein Quäntchen voran!

Wie oft habe ich an diese Szene gedacht in den letzten Tagen, seitdem ich die Online-Masterbewerbung für meine Heimatuniversität ausgefüllt und alle Formulare zusammengetragen habe. Im Grunde ist die oben genannte Zusammenfassung die Verfilmung dieses Versuchs. Früher ging das ja noch in schriftlicher Form, da konnte man direkt vor Ort seine Kreuzchen machen und seine Formulare kopieren und beglaubigen lassen. 

Zur Erinnerung: Ich würde ja gerne eine Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten machen. Das ist an der PFH derzeit noch nicht möglich, auch nicht mit deren Master. Der Master muss eindeutig klinische Inhalte haben, zumindest bei Psychologen (alle anderen Fachrichtungen, die für die Ausbildung zu KJP zugelassen werden, z.B. Sozialpädagogen, Lehrer...) brauchen dies nicht. 
Das bedeutet für mich, dass ich mich nach einem Master an meiner Uni vor Ort umschauen muss. Dieser hat klinische Inhalte, sogar in den anderen Ausrichtungen neben dem rein klinischen Master. 

 

Eigentlich sollte eine Master-Bewerbung kein Ding sein: Ankreuzen, hochladen, "Send" drücken. Aber das war genau so wenig Möglichkeit wie einfach in's Haus, das verrückte macht zu marschieren und sich den Passierschein A38 abzuholen. Warum? 

 

  • Zum einen fällt das miese Format auf: Zu kleine Schrift, Kästchen zum Abhaken verrücken, Beschreibungen rücken in den Rand, nicht geschlossene Tags und damit zum Teil tote Links. Das Problem kann man natürlich noch halbwegs informationstechnisch durch die Browsereinstellungen lösen. 
  •  Widersprüchliche Informationen. Bevor man sich eingeloggt hat: Nur Bewerber aus Nicht-EWR-Staaten brauchen ein beglaubigtes Zeugnis. Während man eingeloggt ist: ALLE ausländischen Bewerber brauchen ein amtlich übersetztes UND beglaubigtes Zeugnis. NACHDEM MAN DIE BEWERBUNG ABGESCHICKT HAT: Deutsche und englische Zeugnisse werden ohne Beglaubigung und Übersetzung akzeptiert. Nur alle anderen Sprachen müssen amtlich übersetzt und beglaubigt werden.
  • Logisch nicht zusammenhängende Pflichtfelder: "Studieren ohne Abi" konnte ich zwar auswählen, wurde aber zu einem Pflichtfeld weitergeleitet, in dem ich meine "Gymnasiumzeit" bis aufs kleinste Detail angeben muss. Überspringen geht nicht. Sowie Angaben für Praktika und Berufsauswahl, welche zwar nur für die statistische Erfassung sind, aber ebenfalls nicht übersprungen werden können (da bleibt einem nichts anderes übrig, als "keins" und "nein" in die Felder einzutragen.
  • Der Notendurchschnitt, den ich hier auf englisch vorliegen habe. Natürlich möchte die Uni das deutsche Äquivalent haben. Das kann ich aber nicht mal so eben selbst entscheiden, welche Note das im Deutschen. Das müsste die Uni tun, die aber "keine Vorprüfung" leisten kann. 
  • Die Englischkenntnisse. Nun, mein ganzes Studium war auf Englisch. Auswählen kann ich aber nur zwischen "x Jahren Schulenglisch", "Muttersprache" oder sämtlichen standardisierten Sprachtests, für die natürlich Nachweise anfallen würden.  
  • Technische Probleme: Format zu groß, zu klein, error-Meldungen, Fehler 404...

 

Und so zieht sich der Frust ewig hin. Und nach etlichen Kämpfen und "Ich schmeiß hin"-Anfällen habe ich es doch irgendwie hinbekommen, alles zusammen zu tragen. 

 

Dann dauerte es nicht mal 12 Stunden, bis ich eine Antwort aus dem Master-Büro bekam, dass ich ja gar kein Abi hätte. Uups, ist das ein Problem? Mir war vorher versichert worden, dass der Bachelor das nicht vorhandene Abi kompensieren werde, und so steht es ja auch im Hochschulgesetz. Genau das also zurück geschrieben und bereits Antwort erhalten: Nun darf ich "irgendeinen letzten Schulabschluss" beilegen. Mit anderen Worten: Meiner alten Mittleren Reife, die aus einem ganz anderem Leben kommt und weit entfernt ist von Salonfähigkeit. Wie peinlich! :(

Das ist mir derart unangenehm, dass ich die Sache nun doch fast wieder schmeißen will. 

 

Nun ja, sehen wir mal weiter. Bis zum 15.7. ist noch Zeit, das Schulzeugnis nachzureichen. Anders wird die Bewerbung übrigens nicht berücksichtigt. 

Und Asterix und Oblebix? Die schlagen die Beamten mit ihren eigenen Waffen, fordern das nicht existierende Formular A39 an, was den gesamten Beamtenapparat zum Zusammensturz bringt. So ähnlich fühlen sich die Unis wohl auch, wenn sie sehen, dass jemand einen Uni-Abschluss ohne vorangegangenes Abi hat. 

GLG
Vica 




 

Vica

Während parallel die Master-Bewerbung für die hiesige Präsenzuni so vor sich hindümpelt (das ist wirklich ein Kapitel für sich, aber mehr dazu später, wenn die Angelegenheit abgeschlossen ist) frische ich mein Wissen über klinisch-psychologische Intervention wieder auf. Es handelt sich dabei um Studienbrief 1, den ich vor längerer Zeit schon durchgearbeitet habe, und welcher sich im Groben die vier großen Grundorientierungen psychologischer Interventionen (d.h. Therapieformen) vorknöpft. Da das eben schon länger zurück liegt, habe ich sie nicht mehr ganz auf dem Schirm, aber so langsam rieselt der Kalk und ich habe wieder meine Aha-Momente ;). 

Die Thematik ist klausurrelevant und so versuche ich natürlich, mir schon jetzt recht viel zu merken. 
Gar nicht mal so leicht!
Grundsätzlich ist es ein interessantes Thema, die vielen unterschiedlichen Therapieformen! Seien es Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, phänomenologischer Ansatz, narrative Ansätze...je nach philosophischer Grundannahme (Humanismus, Konstruktivismus etc.) sieht auch die psychologische Behandlung anders aus, denn jede Strömung umfasst ein anderes Menschenbild und erachtet unterschiedliche Methoden und Ursachen als hilfreich. 
Ich versuche derzeit, die Therapieformen, ihren Namen und Ursprung so etwa in meinen Schädel zu bekommen.
Blöd dabei ist, dass sie sich namenstechnisch entweder gleichen. Oder sich hinter nichtssagenden Bezeichnungen ausladend große Schulen verbergen: Kontextuelle/Transgenerationale Familientherapie, Strukturelle Therapie, Strategische Therapie, Narrativer Ansatz, Lösungsorientierter Ansatz, Allgemeine Psychotherapie, Existenzielle Psychotherapie, Prozess-Erlebnisorientierte Psychotherapie...und und und!

Die Herausforderung besteht also darin, sich die Fülle zu merken und mit jeder Therapieschule einen bekannten Vordenker, heutigen Repräsentanten, Kernkonzepte oder sonstige Eckdaten im Kopf zu behalten. Nicht jede Therapiebezeichnung ermöglicht es, eine Eselsbrücke zu bauen und nicht alle sind selbstbeschreibend.

Da bleibt mir wohl mal wieder nichts anderes übrig als mal wieder DIN A2 Poster aus dem Bastelladen zu besorgen und ein wenig kreatives Mindmapping zu betreiben und - wie damals zur Prüfungsphase am Ende des Bachelors - unsere Wohnung damit zu tapezieren. Bis Oktober ist ja zum Glück noch etwas Zeit, bin aber mal gespannt, wie die Wohnung bis dahin aussieht ;-)


Das nächste Kapitel befasst sich mit der Evaluation dieser vielen, vielen Therapieformen. Ganz so einfach wie: Therapie A ist doof, weil ditte gar nicht gut funzt ist es freilich nicht, denn die Methodik scheint Therapien sehr mannigfaltig auf den Prüfstand zu stellen: Experimentelle oder naturalistische Wirksamkeitsprüfung? Was sind praxisrelevante Aussagen? Einzelfall- oder Gruppenforschung?

Gut zu tun nächste Woche! :-) 

 

Vica

Anbei bin ich ja dabei, mich an meiner Präsenzuni für den Master in Psychologie zu bewerben. Ich rechne mir nicht die größten Chancen aus, aber der Versuch kann nicht schaden. Dieser Versuch gestaltet sich schwerer, als man denken könnte. 

Ich stehe vor Bergen an virtuellen Ankreuz-Bögen, sämtliche Angaben muss man wahrheitsgemäß in vorgesehene Kästchen eintragen. Dazu Anlagen, Anlagen, Anlagen. Abitur nicht auf üblichem Wege erworben? Dann kann man mittlerweile gefühlte tausend andere Möglichkeiten ankreuzen, wie ich es erworben habe - nur leider passt selbst von diesen keine zu meinem Weg. Bei manchem MUSS zumindest ein Haken her, passt aber nicht zu meiner Situation. So dass man echt seine Fantasie anwenden muss, um die Angabe passend zu machen - hoffend, dass man das später noch erklären kann. 
Dazu: NOCH mehr Anlagen! Zeugnis A, Bescheinigung B. Kein deutsches Zeugnis? Dann Beglaubigung. Übersetzung A, Nachweis B. Und obwohl auf allen Zeugnissen alle Daten ersichtlich sind, müssen die auch nochmal fein säuberlich auf einen Sonderanhang eingetragen werden. 
Was auch nicht fehlen darf: "Fehler! Anhang zu groß.", "Die Eingabe war nicht korrekt", "An error occured! Please try later!", "Die Passwörter stimmen nicht überein" (5x)

  Mit der Master-Bewerbung habe ich es gehalten wie mit der Steuererklärung: Erst wochenlang aufschieben und jetzt schließlich kurz vor Schluss (Naja, 3 Wochen Frist sind schon noch drin) im Gewaltakt durchziehen. 
Ist das schon der erste Intelligenztest? Bekommt jeder einen Platz, der diese Herausforderung besteht?
Schön wär's!
Immerhin, mein Mann (Jurist) meinte, das sei schon vor vielen Jahren bei der ZVS-Bewerbung so gewesen. Geklappt hätte es trotzdem. 

Echt harter Aufwand, wo Fehler dich wahrscheinlich direkt aus dem Bewerbungsverfahren kegeln. Aber klar: Die haben nichts zu verschenken. 

Vica

Ab in die Verlängerung

Tja! Eigentlich müsste ich ja jetzt um diese Zeit fertig sein mit dem Modul und auch die Prüfung hinter mich gebracht haben.

Das hat aber leider nicht geklappt! Ich befinde mich immer noch etwa bei der Hälfte der Studienlehrbriefe, da wo ich vor 3 Monaten auch schon war. Seitdem ist nicht wirklich viel passiert.

Etwas Ursachenforschung: Kurzum fällt es mir etwas schwer, mich komplett selbst zu motivieren. Mir fehlen Online-Lerngruppen, Facebookgruppen, Diskussionen rund um Lehrstoff. Ich gehe davon aus, dass "richtige" PFH-Studenten dies im Studienzentrum auch geboten bekommen. Ich dagegen bin ja nur ein "Einzelmodul"-Beleger und dadurch nicht direkt angeschlossen. Zwar ist es mit gelungen, über Facebook eine Art private Lerngruppe zu finden. Der Admin war allerdings etwas misstrauisch, wollte weitere Identifikationsmaßnahmen meinerseits, bevor er mich zuließ. Das wollte ich dann ehrlich gesagt nicht preisgeben und so ließ ich es bleiben.
Ohne Kommunikation und Austausch, nur mit sich selbst, ist es aber doch wirklich eine ganz harte Nummer! 
Da mein Alltag auch nicht ohne ist, fällt es mir dann doch sehr schwer, wieder zum Stoff zurück zu kommen. "Gemeinschaftlichkeit" ist bei mir also ein wesentlicher Faktor zum Erfolg, auch im Fernstudium. Ohne irgendwie darüber zu kommunizieren, bleibt auch recht wenig hängen.
Und so fällt es mir dann auch schwer, den Stoff regelmäßig in meinen Alltag zu integrieren: Hier mal eine halbe Stunde, hier mal eine Stunde...hier mal fünf Seiten, dann wieder wochenlang nichts. Mein Mann hat das Beste getan, um mich zu motivieren und mir den Rücken freizuhalten, aber auch das nützte nichts.


Ich bin aber ein Typ für die Flucht nach vorn.
Kurzum: Ich habe den Kurs verlängert! Geschmissen wird nicht.
Dazu war er mir dann doch zu teuer.
Zum Glück war es möglich, das Modul kostenlos um dieselbe Laufzeit zu verlängern, also gute 5 Monate. Selbst wenn ich dann nicht durch wäre, würde die Verlängerung maximal 50€ pro Monat kosten.
Für die Klausuren im Oktober habe ich mich jetzt aber schon angemeldet, und hoffe, dass dies jetzt den Druck etwas erhöht (momentan ist er noch nicht so spürbar). :-)  

Im Moment bin ich auch in einer ziemlichen Umbruch-Phase, weil ich mich parallel für Master in Psychologie bewerbe. Ein Unterfangen, das relativ aussichtslos ist, zumal ich die klinische Variante brauche. Andererseits ist es auch nicht unmöglich, wie ich von 2 Fällen weiß (OU-Abschluss!), die vom Fleck weg zugelassen wurden. In einem Fall wäre ich zugelassen, nämlich bei einem FH-Master, der im Anschluss die Approbationsausbildung zum KJP ermöglicht (darauf ziele ich ab). Wirklich Chancen hat man am ehesten aber mit dem (Uni!) Master Klinische Psychologie, für dessen Zulassung man sich keine rosigen Chancen ausrechnen braucht (und auch damit wird man nicht automatisch zur Ausbildung zugelassen, da auch de Bachelor betrachtet wird und ein Fernstudium hierzulande in dem Zusammenhang nicht gern gesehen wird). Aber mal sehen, auf welchem Platz man mit meiner Bewerbung landet ;-). Immerhin vermittelte mir das Einzelmodul etwas Wissen, das in mein Motivationsschreiben einfließt. Das ist auch nicht ohne.

Auf ein Neues also! :-)

Vica

Stolperfalle: Keine Deadlines

So, nach einiger Zeit Abstinenz mal wieder ein Eintrag! :-)
Eine tolle Erfahrung: Die PFH antwortet sehr schnell auf Mails. Die Probleme mit der Website, die ich im letzten Beitrag geschildert habe, haben sich nämlich sehr schnell in Luft aufgelöst - ich bin demnach schon "richtig" eingeschrieben. Die Website befindet sich aber aktuell einfach noch im Aufbau.  Prüfungs- und Präsenzphasentermine können aber auch immer kurzfristig per Mail gebucht werden. Das werde ich demnächst in Angriff nehmen.

Bisher gefällt mir der Kurs, bzw. die Materialien sehr gut.
Im Gegensatz zur OU handelt es sich aber um eine lonely journey. Es findet kein Austausch mit Mitstudenten statt, wie ich das bei der OU sehr motivierend fand. Auch gibt es keine Deadlines für die Einsendeaufgaben, keine Verpflichtung, diese überhaupt einzuschicken und kein konkretes Datum, auf das man hinarbeitet - ein noch viel größerer Stolperstein, weil es wirklich ein reines Self-Management ist. Und da gibt es ja diesen fiesen Begleiter namens Schweinehund. Immer da, wenn man ihn nicht braucht - kein sehr hilfreicher Geselle und doch räumt man ihm stets so viel Platz ein. ;-) 
Da sieht man wieder, dass ein gewisser Termindruck im Studium durchaus hilfreich ist. Was tut man also?  Richtig, ich werde mal zusehen, dass ich so schnell wie möglich Präsenz- und Klausurentermine gebucht bekomme. 

Ein paar Fakten zum Zeitmanagenent: Gelesen hat man so ein Heft recht schnell, man kann es in einer guten Woche durchhaben. Was konstruktives Lesen angeht, also Lesen + Unterstreichen + Notizen machen + Notizen arrangieren hängt man aber schonmal gute 20 Minuten an einer Seite. So lange habe ich auch bei der OU gebraucht. Zu meinem Erstaunen lag das dann wohl nicht an der Sprachbarriere. :-) 

GlG
Vica

Vica

Der heutige Neujahrstag markiert den offiziellen Startschuss für das Modul der klinischen Psychologie. In den letzten Tagen bin ich geschäftig durch die Schreibwarenabteilungen (ich liebe sie!) der Warenhäuser gewuselt und habe mich mit allerhand Schreibwerkzeug ausgestattet – radierbare Gelstifte, linierte und karierte Collegeblocks, Bleistift, Radierer, Textmarker, Haftmarker…alles, was mir einigermaßen hilfreich erschien, wanderte in den Einkaufskorb. Ich mag diese Euphorie zu Beginn eines Moduls und mich dafür neu auszustatten, so war das auch schon zu Beginn eines neuen Schuljahres am Ende der großen Sommerferien. 

Nun ja, entsprechend sitze ich jetzt hier, bewaffnet mit Stift, Papier und einer Tasse äthiopischen Kaffees und möchte loslegen!
Wie's aussieht, werden sich die Vormittage mal wieder am besten eignen!


Als erstes werde ich mich an den Lehrbrief, bzw. das Heft „Klinische Psychologie Aufbau 1 – Klinisch-psychologische Intervention“ machen. Das erste Kapitel befasst sich nämlich ganz allgemein mit der Definition und den Grundlagen klinisch-psychologischer Intervention. Dabei spielen nicht nur psychologische, sondern auch rechtliche und ethische Grundlagen eine Rolle. Anbei erhält man eine Einführung in Kommunikation, Gesprächsführung und Beziehungsaufbau, wissenschaftliche Grundlagen, Beratung, Prävention, Rehabilitation, Psychoedukation und neuere Interventionsverfahren wie Online-Intervention. Das Kapitel umfasst 21 Seiten und schließt mit so genannten Reflexionsaufgaben, die aus 4 Fragen besteht und die die PFH einem auch dringend anrät. Lösungsskizzen finden sich im Anhang des Heftes.

Bevor ich drauf losstürme und mich blauäugig in den Stoff werfe, wollte ich zunächst gliedern: Bis wann muss ich eigentlich mit welchem Heft durch sein? Wann sind die ersten Klausuren und welchen Stoffumfang gibt es?
Aufschluss darüber soll - da ich kein Studienhandbuch oder sonstiges habe - das Onlinestudienzentrum geben. Dazu wähle ich den Menü-Punkt „Klausuren“ an. Hier gibt es die Möglichkeit, Klausuren bereits verbindlich zu buchen. Der Link dorthin führt allerdings erst mal ins Leere:  Es liegen derzeit keine Einträge vor. Ein anderer bringt mich dagegen zu dieser Aussage: Klausurkennzeichen ist nicht korrekt.
Okay, na gut. Ich versuche es also über „Aktuelles“ und dort „Meine Termine“.  Ein virtueller Kalender klappt aus, indem man folgende Punkte eintragen kann: Prüfungsanmeldungen, Haus- und Diplomarbeiten, Kolloquium Termine, Veranstaltungstermine.
Klingt gut!
Ich klicke mich durch und stelle zwar fest, dass für jeden Punkt in den nächsten Monaten ein Datum markiert ist, aber nicht genau, wann und wo und unter welchen Bedingungen. Wie es aussieht, gibt es wohl in jedem Monat die Möglichkeit, eine Klausur zu schreiben. Doch noch bleiben Fragen offen, insbesondere wann es für mich Sinn macht, Klausuren zu buchen und wie viel man bis dahin durchgeackert haben sollte.

Ich klicke mich weiter zu den ebenfalls verpflichtenden Lehrveranstaltungen. Ich gehe mal davon aus, dass man die sinnigerweise vor den Klausuren abgefrühstückt hat. Ist natürlich reine Spekulation. Unter dem Menüpunkt „Lehrveranstaltungen“ finde ich zwei Punkte.
Der erste lautet „Anmeldung“, was gut klingt, aber dahin führt: „Die Anmeldung zu Veranstaltungen erfolgt unter dem Menüpunkt Aktuelles -> Mein Studium -> Übersicht Veranstaltungen“  Ach so, so ist das!
Nun gibt’s allerdings leider nicht mal den Unterpunkt „Mein Studium“. Gemeint sind vermutlich die oben aufgeführten „meine Termine“, wo ich mich aber nicht anmelden kann.


Ich versuche es über den zweiten Unterpunkt, der da heißt: „Meine Teilnahme bis 2014“. Oha! Das klingt natürlich etwas vorgestrig und führt natürlich auch nicht zum gewünschten Ergebnis. Ich erfahre stattdessen Folgendes: „Hier finden Sie nur Teilnahmebescheinigungen zu Veranstaltungen bis Dezember 2014. Teilnahmebescheinigungen für Veranstaltungen ab Januar 2015 finden Sie unter 'Aktuelles -> Mein Studium -> Übersicht Veranstaltung -> Teilnahmebescheinigung'.
Nur leider gibt es diese Unterpunkte wie ‚Mein Studium‘ oder ‚Übersicht Veranstaltungen‘ nicht, bzw. noch nicht.

Es sieht also so aus, als wäre das Online-Studienzentrum noch nicht ausreichend aktualisiert, was sich freilich nach den Feiertagen einstellen könnte. Oder es ist – was ich nicht hoffe – generell etwas lückenhaft und ich komme nicht drum herum, mir die Infos per Mail einzuholen. Die dritte Möglichkeit ist, sie sind so gut versteckt, dass ich sie bis dato nicht gefunden habe. Ich werde nochmal alles genau unter die Lupe nehmen, obwohl ich mit Fug und Recht behaupten kann, bereits jeden Stein umgedreht zu haben!

Für die Gliederung des Lernstoffs ist Planungssicherheit sehr wichtig, auch bei der OU habe ich mir alle Termine wie TMAs, Tutorials etc. in meinen Terminkalender eingetragen und das Lernen mehr oder weniger darum herum gestrickt.
Darum bin ich auch gespannt, ob sich an der Seite die nächsten Tage etwas ändern wird.

 

Da ich es bis dato sehr unwahrscheinlich halte, dass ich gleich im Januar ran muss, werfe ich mich jetzt Getümmel des ersten Fernlehrbriefes und lerne ein wenig nach Gutdünken.

Frohes Neues alle miteinander!

Cheers to a new year and another chance for us to get it right! J

Vica

 


 

 

 

 

Vica

Paket aus Göttingen angekommen

Es ist Heilig Abend, und in die Flut der Pakete aller Couleur (braunes Päckchen, gelbes Paket, Umweltkarton, zerknautschter Maxibrief, eine Zalandotüte, der charakteristische Amazonversand etc. pp) hat sich etwas ganz Besonderes zu uns verirrt: Ein UPS-Paket aus Göttingen.
Selbst noch in Mantel und Schal verpackt, mache ich mich daran, die Sendung vom Klebeband zu befreien. Noch zu meinen OU-Zeiten war es so, dass die Lieferung der Studienunterlagen sich so anfühlten wie als Sechsjähriger frohlockend Weihnachtsgeschenke zu öffnen, in freudiger Erwartung auf den Inhalt.
Eine knappe Woche ist seit der Anmeldung vergangen. Ein Blick in mein Postfach verrät, dass meine Zugangsdaten für das Online-Studienzentrum bereits via Mail eingetroffen sind. Ebenfalls mitgeliefert wurden Angaben zur Einrichtung und Führung einer eigenen E-Mail-Adresse bei der PFH.
Schön, schön!
Doch erstmal zur „Hardware“, bzw. dem greifbaren Teil der Post. Im Paket lag das Folgende:

Zu sehen sind 6 so genannte Studienbriefe, katalogartige Hefte mit je durchschnittliche etwa 100 Seiten Umfang geballtem Wissen zum Thema Klinische Psychologie.

Im Einzelnen sind das:

Klinische Psychologie Aufbau I - Klinisch-psychologische Interventionen

Klinische Psychologie Aufbau II - Basisinterventionen, Prävention und Rehabilitation

Klinische Psychologie Aufbau III - Beratung

Klinische Psychologie Basis I - Modelle und Grundlagen

Klinische Psychologie Basis II - Diagnose und Klassifikation

Klinische Psychologie Basis III - Klinische Diagnostik und Epidemiologie


Ein erster Blick hinein verrät, dass sie 2014 gedruckt wurden und auf dem Buch „Klinische Psychologie – Intervention und Beratung“ derselben Autoren beruht, welche ihr Werk 2011 veröffentlicht haben. Alle Autoren sind Professoren.

Wie sind die Fernbriefe aufgebaut?
Ein Blick in den ersten Band verrät, dass es sich um insgesamt drei Kapitel handelt, mit sehr, sehr vielen Unterkapiteln. Wichtiges wurde vorab fett gedruckt, und einige Fachbegriffe stehen noch einmal am Rand, wo man etwa 10 cm Platz hat, noch einmal eigene Notizen zu vermerken. Das Heft lädt also sehr dazu ein, damit aktiv zu arbeiten. Zu unterstreichen, Dinge herausschreiben, ggf. Fragen und Unklares nochmal notieren. Es sind Tabellen, Schaubilder und farbige sowie Schwarz-Weiß-Abbildungen enthalten. Zum besseren Differenzieren gibt es auch farbige (blau) Tabellen. Werden kurz die biographischen Punkte eines bekannten Psychologen angeschnitten, findet sich dort auch ein Foto von ihm dort – damit man sozusagen optisch nachvollziehen kann, mit wem man es zu tun hat
J.

Auf den ersten Blick erinnert mich der Aufbau der Texte sehr an meine OU-Bücher, die ich schon immer exzellent fand. Die Gestaltung des Heftes jedenfalls macht Laune, sich damit zu befassen. Absätze sind vorhanden, so dass man nicht von einer ausladenden Textwall gleich wieder abgeschreckt wird.

Gelesen habe ich jedoch noch nichts. Das wird wohl erst nach den Feiertagen möglich sein. Mein offizieller Starttermin ist der 1.Januar.  

Noch schnell einen Blick ins Online-Studienzentrum geworfen:

Der interne Bereich gliedert sich auf in die Menüpunkte:

- Aktuelles
- Suche
- Service
- Prüfungsamt
- Lehrveranstaltungen
- Lehrmaterial 

Beim Menü oben klappen mehrere Unterpunkt aus, z.B. ein Klausurenkalender, Kolloquium Termine, die Buchung der Klausuren selbst, uniinterne News, Hinweise zu den Studienmaterialen sowie alle Fernlehrbriefe nochmals Online. Und natürlich die Einsendeaufgaben, welche nicht verpflichtend sind. Aber laut PFH bestehen die, die diese regelmäßig einschicken, die Klausuren eher. Dass ich die einschicke, ist aber so oder so keine Frage, zumal ich schon bei der OU gemerkt habe, dass der Stoff wirklich erst saß, nachdem man die TMAs hinter sich gebracht hat. Auch wenn man sich dafür die ein oder andere Nacht um die Ohren schlagen musste.

Das war nun eine sehr allgemeine Übersicht. Mehr zum Inhalt des Studiums demnächst!

Ich wünsche Euch fröhliche Festtage. Let nothing you dismay!

Vica

Vica

…und ich hoffe mal sehr, dass er in der Flut der aktuellen Weihnachtspost nicht irgendwo untergeht, denn enthalten ist meine Anmeldung für das Einzelmodul „Klinische Psychologie“ an der PFH bzw. PFHPS Göttingen. Es handelt sich dabei um ein Modul, welches Bestandteil des Bachelor of Scienes Psychologie ist, wie man ihn an der PFH Göttingen wählen kann.

Was hat mich dazu bewogen, diesen Kurs zu belegen?
Ich bin seit 2 Wochen (Ende November 2015) stolze Inhaberin eines B.Sc. Psychology (Hons) von der britischen Open University. Meine Abschlussprüfung war bereits im Oktober, so dass ich – man muss ja vom Besten ausgehen - in der Zwischenzeit viel Zeit hatte, mich zu informieren, wie es nach dem Bachelor weitergehen soll. :-)  Da ich um 2017 mit dem Master in Psychologie starten möchte (nach Möglichkeit an einer Präsenzuni), suche ich nach Möglichkeiten, Scheine in Fächern zu machen, die an der OU nicht abgedeckt worden sind. Eines davon ist die klinische Psychologie. Das wiederum muss im Fernstudium passieren, da die Familienplanung es zur Zeit nicht anders zulässt J.

Natürlich habe ich mich auch über die Anrechnung eines solchen Einzelmoduls informiert. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein reiner Interessensstudiengang, so ganz ohne Zugangsvoraussetzungen. Es gibt an der PFH/PFHPS die Möglichkeit, sich diesen Kurs für ein Studium anrechnen zu lassen, was man direkt eingangs im Vertrag ankreuzen muss (andersherum ist es auch möglich, ihn nur interessehalber zu belegen). Dazu müssen dann allerdings Prüfungsleistungen erbracht werden und außerdem Präsenzphasen absolviert werden. Ist der Kurs bestanden, bringt er 15 ECTS ein. Nach Rücksprache mit dem Studienservice erfuhr ich, dass die PFHPS anderen Universitäten empfiehlt, diese Kurse auch wirklich anzuerkennen, ähnlich wie ein nachgeholter Schein. Ob das letztlich der Fall sein wird, kann man natürlich nicht genau wissen – rein formal sollte aber einer Anerkennung nichts im Wege stehen. Darum habe ich noch einmal mit meiner Präsenzuni vor Ort Rücksprache gehalten (Münster). Hier erfuhr ich, dass man dies nicht sicher sagen könne, weil ein spezielles Komitee die Zulassung regelt und es auch Ausnahmen von der Regel geben kann. Ich wurde aber dazu ermutigt, mich zu bewerben, was mich zusätzlich bestärkt hat.

Aber dieser Kurs ist auch eine Interessensfrage
J. Anerkennung oder nicht: Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf diese neue Herausforderung. Je nachdem, wie der Kurs in den nächsten 5 Monaten läuft, überlege ich mir, auch noch „Diagnostik“ und „Statistik“ zu belegen.
 

Ich hatte übrigens Bedenken, dass ich zu den Prüfungen mit Sack und Pack nach Göttingen fahren darf. In meiner momentanen Situation ist das für mich mit 250 km eine halbe Weltreise. Hier wurde ich positiv überrascht: Man kann zwischen vielen Studienzentren über das ganze Land verteilt auswählen und sich einem Standort in der Nähe zuordnen. Für mich ist das Greifbarste Dortmund (70 km und gut bekannt). Ein Umstand, der mich ebenfalls sehr motiviert hat!


Der Preis beläuft sich momentan (12/2015) auf 1050 € und ist damit eines der teureren  Module des BSc Psychologie an der PFH. Die Finanzierung kann auch monatlich erfolgen.
Starten kann man (speziell in diesem Modul!) zu jedem 1. eines Monats. Da ich also zum 1.1. anfangen will, musste der Brief sich jetzt, zusammen mit Heerscharen von Weihnachtspost, auf den Weg machen.

Ich bin sehr gespannt auf das, was kommt, und werde das ab sofort hier mit euch teilen
J.

Bis demnächst,
Vica