Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Disziplin

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HannoverKathrin

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Das sollte nun so langsam mal zu meinem Motto werden.

Gerade gestern habe ich beschlossen, meinem Wahn andauernd bei Studios nach einer Note für BUJ nachzusehen NICHT mehr nachzugeben. Ich will mich da langsam runterarbeiten. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag werde ich 1 Mal am Tag reinklicken. Mehr nicht!

Heute juckt es mich schon so furchtbar in den Fingern, und der Tag hat erst anfangen...

Wichtigere Baustelle ist die Vorbereitung für BWL. Nun wo meine ZF fertig ist und ich 6 umfangreiche Themenblöcke habe, fällt es mir schwer mich zu ermutigen. Einen Block vernünftig "verinnerlichend" zu lesen, dauert ca. eine 3/4 Stunde. Nach 20 spätestens 30 Minuten ist die Konzentration weg. Ich plan nun, nach festen 2 Seiten oder evtl. nach 15-20 Minuten (Wecker) eine Pause einzulegen. Meinen GameBoy will ich noch rauskramen und somit für 10 Minuten mein Gehirn entspannen. Dann kommt die nächste Session dran.

Gestern habe ich es nicht geschafft aufzustehen und erstmal den Blödsinn auf Pro7 angefangen, konnte ich die Serie auch nicht einfach mittendrin "alleine lassen". Somit hab ich erst um 21:20 Uhr angefangen zu lernen und auch nur 1 Themengebiet geschafft. Naja, heute ist Chef unterwegs und es wird früh Feierabend gemacht. Heute habe ich vor mind. 3 Themengebiete zu schaffen. Evtl. werd ich aber auch meine Strategie etwas ändern und mehr auf "Thema a, dann Thema b und nochmal Thema a" setzen. Häufigere Wiederholung hilt ja bekanntlich.

Die Arbeit. Ach ja.

Es ist unglaublich, seit über 1,5 Jahren bin ich hier als Sekretärin und es gab nie Probleme/Streß und immer pünktlichen Feierabend. Ich war sogar froh wenn ich mal ne halbe Stunde länger bleiben musste um so ein bisschen Polster zu erarbeiten. Aber ausgerechnet nun mit dem Fernstudium an der Backe, muss seit ein paar Wochen hier die Bude brennen. Naja, spätstens im Herbst wenn alle laufenden Projekte angerollt sind wird es verdächtig ruhig werden.

Denke ich an Arbeit, denke ich an großen Sommerurlaub. Und mir stellt sich die Frage:

S E M E S T E R F E R I E N ? !

Mir war ja klar dass es soetwas für mich "nicht gibt". Ich hatte auch kein Problem im Sommerurlaub bereits locker flockig dann ein paar SB für die kommenden Präsenzen zu lesen. Aber wenn ich nun so drüber nachdenke... Meine letzte Prüfung ist am 4.7. und bis dahin muss ich nun die kompletten 6 Wochen Gas geben. Dann werd ich eine Woche arbeiten und habe 3 Wochen Urlaub. Im August gehts wieder mit Arbeiten los. Und im August werden bestimmt schon wieder einige Präsenzen anstehen. Mein Plan, soziale Kontakte im Juli wieder aufleben zu lassen ist etwas brüchig. Dann haben ebenfalls viele Urlaub und fahren weg. Ich selbst ja auch, Ostsee ist angesagt. Wann also soll ich also diese ganzen Kontakte wieder aktivieren?

Hierfür werde ich mir wohl eine kleine Liste erstellen. Wenn ich alles wiedersehen will, was ich mir vorstelle zu unternehmen und dann mal sehen wann ich das auf die Samstage verteilen kann. JEDEN Abend lernen geht ja eh nicht. Und privat glücklich läuft das Studium auch besser von der Hand. Nur irgendwie Schade dass die private Freizeitgestaltung schon fast in "Streß" ausartet. So sollte das nicht sein. Aber evtl. seh ich das im Moment ja schwärzer als es ist.

Wichtig sind die nächsten Werktage, endlich den Arsch hochkriegen und büffeln. 8 Std/Woche ist zu wenig Leistung in der Prüfungsphase. Wenn ich in der Woche mehr schaffe, muss ich am Wochenende nicht mehr so viel nachholen. Dann lässt sich auch n besseres Gleichgewicht mit privater Freizeit arrangieren. Ich schaff das schon, nur erstmal in Schwung kommen. Also, Disziplin ist angesagt!


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5 Kommentare


Tja Du leidest an akuter Fernstudiritis - ich glaube am Anfang geht es vielen so, dass sie alles wollen und sich ärgern nicht alles geschafft zu haben.

Gerade die Einbindung privater Interessen (sei es nun Freunde oder Hobbies) ist eben ein großes Problem, da man für andere gefühlt "nie" Zeit hat und die anderen meistens schon etwas vor haben wenn man spontan mal eine lockere Planung macht.

Da Du aber noch 3 Jahre in dieser Situation auskommen musst (und die Zeit wird mit den höheren Semestern doch knapper) solltest Du versuchen eine Lösung für Dich zu finden ... denn sich darüber zu ärgern führt evtl. auch zu Ärger im Studium.

Irgendwo muss man eben die Zeit her - ich pers. habe z.B. in den letzten 2,5 Wochen geschätzt 1 Std. TV gesehen und komme damit prima zurecht. Allein wenn man diese Leerlaufzeiten evtl. hin und wieder durch soziale Kontakte ersetzt ist doch schon viel geholfen. Davon gewinnt man auf jeden Fall mehr :)

Auf jeden Fall wünsche ich Dir genug Energie für den Semesterendspurt - gerade bei dem Wetter ist es leider keine Freude zu lernen.

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Ich hatte auch immer wieder das Problem, meine Freunde im "Plan" unterzukriegen. Ich muss aber zugeben, dass mir diese Kontakte inzwischen oft wichtiger sind - das Studium ist irgendwann vorbei, richtige Freunde zu finden ist schwer.

Ich muss aber sagen, dass die mir wichtigen Leute ausm Umfeld durch die Bank das Studium unterstützen (dem Rest hab ich quasi die Freundschaft "gekündigt"). Somit sind sie zufrieden, wenn ich hier mal maile oder da mal mit ins Kino marschiere.

Schwieriger ist es für mcih, mein BEwegungspensum unterzukriegen. Das artet dann sonntags gerne in Monster-Radtouren aus :D aber gut ;) irgendwie muss man ja ausgleichen.

Ich bin jetzt im 3. Semester und so langsam geht das eigentlcih gut nebeneinander einher :) und selbst fürs Fernkucken bleibt mir noch Zeit.

Das wird also alles - nur nicht zu viel wollen!

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Oh, ich bin auch soo gierig auf eine hoffentlich gute WIG-Note, dass ich am Tag dreimal in Studios guck ... Muss mich da auch mehr beherrschen, es macht mich langsam wahnsinnig! ;)

Und die Ablenkungs-Selbstbetrug-Methode kenn ich auch zur Genüge, aber manchmal MUSS man eben auch einfach ne Stunde auf der Couch gammeln. Also geißel dich nicht zu sehr, ein andermal geht's dir wieder leicht von der Hand.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ich habe viele Freitagabende mit lernen verbracht. Samstag dann eher was zu zweit gemacht und Sonntag war ein Lern/Partner-Kompromiss.

Freunde habe ich immer "geschoben", eher 1-2 mal im Monat. Aber mittlerweile merke ich, das ist zu wenig. Werd da mal für Abhilfe sorgen. Der Spagat ist sicher möglich, nur das Gleichgewicht fehlt im Moment.

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Ein netter Faktor (bei vorhandener Motivation) am Fernstudentenleben ist ja, das man meist Du Zeit ausnutzt die zur Verfügung steht.

Sprich wenn der Rest gleich bleibt und Du triffst Dich etwas öfter mit Freunden heisst das nicht, das Du diese Zeit verlierst.

Ich sehe es aktuell - das erste und zweite Semester habe ich für 2x5 Klausuren ca. 330 Stunden gebraucht ... und nun werde ich für 4 Klausuren soviele Stunden brauchen. Hätte ich eine Klausur mehr geschrieben hätte ich sicherlich alles anders aufgeteilt.

Sprich vllt. bist Du selbst auch etwas zu sehr auf die Zeit für das Studium fokussiert.

Wenn ich so vergleiche schaffe ich nämlich in den Wochen in denen mir Termine zufallen meist genau so viel, wie in den Wochen in denen ich frei planen kann.

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      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker