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Abschlußfeier & Abschlußbericht

Lumi

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Es ist an der Zeit hier einen Schlußstrich zu ziehen. Für das SBB-Stipendium war noch ein Abschlußbericht fällig, der dann irgendwann im Intranet der SBB für Stipendiaten, Anwärter und Almunis veröffentlicht wird. Ich finde der Bericht macht sich auch als Abschluß des Bachelor-Blogs gut und daher hänge ich den unten an.

In der Zwischenzeit war ich auch auf der Abschlußfeier der WBH. Ich kann nur empfehlen, sich dafür Zeit zu nehmen. Vorher war ich leicht skeptisch, ob sich die Anreise und der zeitliche Aufwand wirklich lohnt. So kurz vor dem Urlaub ... Aber da ja wirklich viele Studienkollegen anwesend waren, wollte ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Was ich nicht einkalkuliert hatte, war wie sehr mir die Feier das Gefühl gab fertig studiert zu haben. Eigentlich fiel erst auf der Feier der Groschen, dass alles vorbei ist und dass ich wirklich einen Studienabschluß erreicht habe. Das war großartig! Ich hoffe, dieses Gefühl der Zufriedenheit hält noch lange an und taugt zur Motivation im Master.

Am Tag nach der Abschlußfeier ging es nach Island. Drei Wochen. 6000km mit dem Auto. 3000 Landschaft-Fotos. Wir haben die Nacht zum Tag gemacht und das grandiose Licht der Mitternachtssonne genutzt. Daher konnten wir den Touristenströmen gut entgehen. Ich glaube, ich habe mit keinem Dutzend Menschen Kontakt gehabt in den drei Wochen. Das war soooo erholsam. Jetzt muss ich mir eine passende Belohnung als Master-Motivation überlegen. :lol:

Und in Kürze geht es hier weiter (sobald der Sommer sich verzogen hat):

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Informations- und Wissensmanagement B.Sc. an der Wilhelm-Büchner-Hochschule

November 2012 bis Mai 2016

Studienbeginn

Der Plan mich per Studium weiterzubilden reifte schon einige paar Jahre. Von Wirtschaftswissenschaften zu Logistikmanagement, über Wirtschaftspsychologie zur Wirtschaftsinformatik. Die Blogs auf Fernstudiums-Infos.de http://www.fernstudium-infos.de/blogs/ waren mir in der Schlussphase der Entscheidungsfindung eine große Hilfe. Dort erfuhr ich auch von der Existenz meines schlussendlich gewählten Studiums. Informations-und Wissensmanagement ist ein siebensemestriger Informatik-Studiengang, der berufsbegleitend absolviert werden kann.

Der Beginn geschah dann ziemlich spontan. Ich lernte über fernstudium-infos.de jemanden kennen, die gerade diesen Studiengang angefangen hatte und entschied mich spontan doch nicht erst im Frühjahr, sondern auch sofort anzufangen. Diese Entscheidung habe ich keinen Moment bereut. Denn alleine hätten wir das Studium nicht in Regelzeit neben dem Beruf beendet, da sind wir uns beide einig. Und eine liebe Freundin, mit der ich auch nach dem Studium in engen Kontakt stehe, habe ich auch gewonnen.

Die Einschreibung verlief dank Abitur im Jahre 1996 reibungslos. Schon eine Woche später traf ein großes Paket mit den ersten Studienunterlagen ein. Die ersten Monate hielt ich mich im privaten Umfeld bezüglich des Studiums recht bedeckt, da ich mich nicht erklären wollte, falls ich das Studium wieder abbreche. Am meisten Respekt hatte ich vor Mathematik, da ich mit dem Fach seit der Pubertät auf Kriegsfuß stand. Aber ich wollte unbedingt die theoretischen Grundlagen der Informatik verstehen können und da sind mathematische Kenntnisse nun mal notwendig. Meine Uni bietet einen Brückenkurs an, der bei binomischen Formeln und Bruchrechnen anfängt. Gewissenhaft erarbeitete ich mir die Grundlagen, die ich eigentlich dank Abitur längst besitzen sollte. Für die Uni-Mathematik wurde YouTube mein bester Freund. Es half mir sehr zu jedem Thema Vorlesungen von unterschiedlichen Dozenten anzuhören. Dazu kaufte ich mir noch dicke Übungsbücher zur Integral- und Differentialrechnung und irgendwann platze jeder gedankliche Knoten. Ich entschied mich die Mathematikprüfung erst im zweiten Semester zu schreiben und die intensive Vorbereitung wurde dann auch mit einer 1,3 belohnt.

Ab diesem Zeitpunkt weihte ich auch meinen Arbeitgeber ein. Das war im Laufe des Studiums sehr hilfreich. Es fiel mir leichter, wenn ich berufliche Termine mit Hinweis auf die Uni ohne Heimlichtuerei verschieben konnte. Im Laufe des Studiums wechselte ich den Arbeitgeber. Auch hier habe ich von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Dank SBB-Stipendium konnte ich zu dem Zeitpunkt auch meine Arbeitsstunden reduzieren und mein Arbeitgeber kam mir mit Sonderurlaub entgegen. Die zusätzliche Lernzeit und die geringere Erschöpfung am Feierabend machten sich deutlich in Lernfortschritten bemerkbar.

Studienverlauf

Das Studium an der Wilhelm-Büchner-Universität erfordert ein gutes Maß an Selbstorganisation. Es gibt einen Studienplan, der hat jedoch nur empfehlenden Charakter betreffs der Reihenfolge der Module. Das Studium selbst kann in selbstgewählter Geschwindigkeit absolviert werden. Es gibt keinen Semesterbetrieb. Einmal im Quartal können an den externen Prüfungsstandorten an einem Samstag maximal zwei Klausuren geschrieben werden. Ebenso gibt es einmal im Quartal Prüfungstermine am Uni-Standort in Pfungstadt. Zu diesen Terminen werden in der Regel an den Vortagen Repetitorien angeboten.

Ich nahm mir also ganz oldschool einen Jahresplaner in DinA4 Format zu Hand und trug die möglichen Prüfungstermine ein. Abgeglichen mit privaten und beruflichen Terminen, gab es dann nur noch eine Handvoll für mich relevanter Prüfungstermine. Da mir die Anreise nach Pfungstadt zu beschwerlich war und immer mindestens eine Übernachtung involvierte, versuchte ich nur bei den komplexen Modulen die Repetitorien wahrzunehmen. Im Allgemeinen schrieb ich jedes Quartal mindestens eine Prüfung, sonst wäre die Regelstudienzeit nicht einzuhalten gewesen. Im Nachhinein ist diese Distanz zur Uni für mich ungeeignet gewesen. Für den Master habe ich mich deswegen auch für eine andere Uni entschieden.

Zusätzlich zu den Klausuren waren auch rund ein Dutzend Hausarbeiten zu schreiben. Dies versuchte ich anfänglich in den Lücken zwischen den Klausuren zu erledigen. Nur gab es recht wenig von diesen Lücken. Dies führte zu einem Hausarbeitsstau am Ende des Studiums. Ich schrieb dann innerhalb zwei Monate fast wöchentlich eine Hausarbeit um noch rechtzeitig die Zulassung zur Thesis zu erreichen.

Mein Tipp für ein Studium dieser Art ist rechtzeitig zu planen. Man sollte sich über alle geltenden Fristen und Termine informieren und rechtzeitig Urlaub und Lernzeiten einplanen. Mir hat die Unterstützung der Community bei fernstudium-infos.de sehr geholfen. Hier bekam ich Lerntipps, Frust & Freude wurden geteilt und ich fühlte mich nicht so alleine zuhause an meinem Schreibtisch.

Ein Highlight des Studiums war ein dreiwöchiger Studien-Aufenthalt an der California State University Sacramento, USA. Hier absolvierte ich einen Kurs in Intercultural Management sowie in Robotics & Mechatronics. Die erfolgreich absolvierten Prüfungsleistungen wurden als Studienleistungen angerechnet. Und es war ein wunderschönes Erlebnis sich mal für drei Wochen wie ein „wirklicher“ Vollzeit-Student zu fühlen.

 

Für die Abschlussarbeit habe ich mir ein berufliches Thema ausgesucht. Das hatte den Vorteil, dass ich mich auch in der Arbeit zu geringen Teilen mit dem Thema zu beschäftigen konnte. Zum Schreiben habe ich mir mehrmals Mal ein verlängertes Wochenende Urlaub genommen. Ohne freie Werktage wäre es nicht gegangen, am Feierabend hätte ich keine Thesis schreiben können. Diese Zeit war sehr belastend. Für die Masterthesis habe ich jetzt schon einen längeren Urlaub eingeplant.

Beruflich konnte ich mich schon während des Studiums weiterentwickeln. Als absoluter Quereinsteiger aus dem Einzelhandel in den Bereich Online Marketing hatte ich schon nach zwei Jahren eine Leitungsposition inne. Die Seminare der SBB zur Teamkommunikation und Konfliktmanagement gaben für meinen Chef den Ausschlag mir diese Stelle zuzutrauen. Mir gibt das Studium das Selbstbewusstsein mich auch in technischen Diskussionen einzubringen.

 

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5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Danke für den ausführlichen und sehr anschaulichen Bericht und für die vielen lobenden Erwähnungen von Fernstudium-Infos.de ??.

 

Gestolpert bin ich darüber, dass in deinem SBB-Bericht immer von Uni(versität) die Rede ist und sogar die WBH als Wilhelm-Büchner-Universität genannt wird. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

 

Und bestimmt interessiert ganz viel, wo du denn auf dem Gruppenfoto zu sehen bist. Witzig finde ich auf dem Bild ja, dass der Absolvent ganz links zwei Ohren auf der rechten Seite hat ?.

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