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Erzähltextanalyse nach Genette

HappyMogry

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Sehr spannendes Thema: unterschiedliche Methoden, Texte zu analysieren. Das Modell von Gérard Genette, heutzutage das allgemein angewandte, ist ein Teil der Klausur.

 

Theoretisch kapiert habe ich das ... glaube ich 😂 ... Aber praktisch anwenden ist ja immer eine andere Sache xD ich bin heute fleißig dabei gewesen, praktische Übungen im I-net zu suchen, leider relativ unerfolgreich ... Vielleicht habe ich auch einfach falsche Schlagwörter gegoogelt 😂

 

Für alle, die es interessiert: nach Genette gibt es drei Kategorien, Texte zu analysieren: Zeit, Modus und Stimme. *Stimme ist kompliziert 😜* Die Kategorie der Zeit fragt nach dem Verhältnis von Erzählzeit (die Zeit, die ein Erzähler braucht, um seine Geschichte zu erzählen) und erzählter Zeit (die Zeit, die innerhalb der Geschichte - Fachbegriff "Diegese" - vergeht). Der Modus untersucht die Mittelbarkeit bzw Unmittelbarkeit der Erzählung und die Stimme kümmert sich um die Frage "Wer spricht eigentlich gerade?" (Stellung des Erzählers). Die drei Kategorien sind in sich noch weiter ausdifferenziert und unterteilt - will euch damit jetzt nicht langweilen 😉 - aber vielleicht merkt ihr schon, dass praktische Anwendung zum Teil echt kompliziert ist, zumal es immer uneindeutige Fälle gibt ... Und ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass die drei Kategorien sich oft gegenseitig bedingte und in Abhängigkeit zueinander betrachtet werden können / sollen, oder? 😜

 

S'is kompliziert 😝

 

Zum Glück ist der Block in der Klausur Multiple Choice - was nicht heißt, dass du es nicht kapiert haben musst 😂 zumal du deine Entscheidung in der Klausur immer hübsch begründen müssen wirst - das gibt die meisten Punkte xD

 

Japp, damit schlägt man sich - als eines von vier Klausurthemen - so herum 😉

 

Dann schönen Abend - und immer schön auf die Stimme achten 😅😂😂😂



14 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das hört sich interessant an! Ich erlaube mir grad ein Nicht-Studium-Buch zu lesen (Sputnik Sweetheart von H. Murakami) und war ganz fasziniert von einem eleganten Wechsel der Erzählperspektiven: Ich-Erzähler trifft sich mit Person A. Zeitform Vergangenheit. Person A erzählt von Person B, ebenfalls in der Vergangenheit und redet in indirekter Rede über B. Nachdem Ich-Erzähler und Person A noch einige Sätze untereinander gewechselt haben, switcht die Perspektive aus Sicht von Person B um. (eigentlich erzählt Person A indirekt und nun lesen wir direkt im Präsenz was Person B macht...damals in der Vergangenheit) Das fand ich schön gelöst. Jetzt hier niedergeschrieben, sieht es profan aus.

Weißt Du, wie man diesen Erzählwechsel nennt?

(zwei unterhalten sich über eine dritte Person und plötzlich erlebt man das Geschehen aus Sicht dieser Person live mit)

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Ist denn mit Stimme eher so die Stimmung gemeint? Oder eher, analog zu den anderen Kategorien, wer spricht?

 

Dass das Ganze schön kompliziert werden kann, kann ich mir schon gut vorstellen.

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@Polypropylen das hört sich so an, als ob hier mehrere Erzählebenen vorliegen. Wenn der Erzähler selbst Teil der erzählten Welt ist (was bei einem Ich-Erzähler eigentlich grundsätzlich der Fall ist), nennt man diesen Typ von Erzähler homodiegetisch, wenn er die Hauptfigur der Geschichte ist, autodiegetisch. (Kategorie Stimme, Unterkategorie Stellung des Erzählers)

 

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, unterhalten sich der Ich-Erzähler und Person A quasi innerhalb einer Rahmenhandlung und dann erzählt Person A in dieser Rahmenhandlung die Geschichte von Person B als Binnenhandlung. Das nennt man intradiegetisches Erzählen (in einer Geschichte wird eine Geschichte erzählt). Das kann man theoretisch sogar noch weiterspinnen: wenn in einer Geschichte eine Geschichte erzählt wird, in der eine Geschichte erzählt wird 😉 das wäre metadiegetisch. 😉 (Kategorie Stimme, Unterkategorie Ebenen des Erzählens) Kannst du noch? 😉

 

Bei dem Erzählwechsel an sich bin ich mir offen gestanden nicht 100%ig sicher ... Bleibt es dann bei Person B oder switcht es wieder zurück? Aus Sicht von Person A handelt es sich um eine sogenannte Analepse (Kategorie Zeit, Unterkategorie Ordnung), das bedeutet, ein Rückblick auf vergangene Ereignisse, die einen synchronen Verlauf der Erzählung eben zugunsten einer Rückblende unterbrechen. Leider weiß ich nicht, wie man diesen Bruch jetzt exakt bezeichnet und ich will dir nichts falsches erzählen ... Es kommt glaube ich wirklich drauf an, was die Haupthandlung ist und ob es wieder zurück springt ... Tut mir leid, dass ich das jetzt nicht genau sagen kann, vielleicht kann ich den Prof mal fragen.

 

Ich kann allerdings sagen, ich kenne Murakami, habe selbst einiges von ihm gelesen - und der ist echt kompliziert zu analysieren, weil er oft absichtlich mit Ebenen bricht und dergleichen 😉 lies mal "Hartboiled Wonderland und das Ende der Welt" von ihm, du wirst kirre 😜

 

Ich hoffe, ich konnte die Frage ein bisschen beantworten xD sonst unbedingt nachfragen 😊

 

@Markus Jung tatsächlich ist das analog zu den anderen Kategorien zu verstehen. Die Leitfrage ist bei Stimme grundsätzlich: "Wer spricht?" 

 

Das wird innerhalb von drei Unterkategorien analysiert, ich versuche sie kurz zu umreißen: 

1. Zeitpunkt des Erzählens (früher, später, gleichzeitig oder eingeschoben - immer in Bezug auf die Haupthandlung)

2. Ebenen des Erzählens (wird "nur" die Geschichte durch einen Erzähler erzählt? Das wäre extradiegetisches Erzählen (auch primäres Erzählen genannt) - Diegese = erzählte Welt, extra weil andere Ebene, Welt des Erzählers hat nichts mit erzählter Welt zu tun - oder wird innerhalb der Geschichte, die der Erzähler erzählt, wiederum eine Geschichte erzählt? Das wäre folglich intradiegetisch. (sekundäres Erzählen) Oder wird sogar innerhalb einer Geschichte, die ein Erzähler erzählt, eine Geschichte erzählt, in der eine Geschichte erzählt wird? Das wäre metadiegetisch, auch tertiäres erzählen genannt). 

Klingt kompliziert? Ist es auch 😜 man muss immer in verschiedenen Ebenen denken und aus Sicht der Erzählinstanz

 

Gibt übrigens die Möglichkeit, dieses Ebenen-Schema zu durchbrechen, das nennt man dann Metalepse, zum Beispiel wenn eine fiktive Figur sich direkt an den Leser wendet oder davon spricht, das sie Teil einer Geschichte ist - per definitionem kann eine fiktive Figur das nämlich nicht. 

 

Ich schweife ab, sorry, möchte aber, dass das auch ein "fachfremder" irgendwie verstehen kann 😉

 

3. Stellung des Erzählers (ist er Teil der erzählten Welt? - homodiegetisch - außerhalb der erzählten Welt? - heterodiegetisch - oder gar Hauptfigur der Geschichte? -autodiegetisch -

 

Natürlich bedingen sich sowohl die Unterkategorien von Stimme gegenseitig und lassen sich kombinieren  *wenn mir jetzt einer erklären kann, was ein intradiegetisch-homodiegetischer Erzähler ist, hab ich das hier gut beschrieben xD* als auch die Unterkategorien aller drei Bereiche. 

 

Wichtig noch: Grundsatzunterscheidung von Genette:

- Geschichte - erzählte Welt (Diegese)

- Erzählung - Der narrative Text

- Narration - Akt des Erzählens selbst

 

Die drei Kategorien der Analyse beleuchten jeweils das Verhältnis zweier oder aller drei Ebenen zueinander. 

 

Vollends verwirrt? 😜 Bitte unbedingt nachfragen bei Unklarheiten. 😊

 

Amen xD

Bearbeitet von HappyMogry

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PS. Schönen Dank ihr beiden für eure spezifischen Nachfragen! 😊 Das hilft mir, das Ganze in eigenen Worten wiederzugeben und zu schauen, ob ich das wirklich begriffen habe - und es einem "Nicht-Literaturwissenschaftler" einigermaßen verständlich erklären kann 😉 das nimmt mir einen Teil der Klausur-Panik 😉

Bearbeitet von HappyMogry

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vor einer Stunde, HappyMogry schrieb:

@Polypropylen das hört sich so an, als ob hier mehrere Erzählebenen vorliegen. Wenn der Erzähler selbst Teil der erzählten Welt ist (was bei einem Ich-Erzähler eigentlich grundsätzlich der Fall ist), nennt man diesen Typ von Erzähler homodiegetisch, wenn er die Hauptfigur der Geschichte ist, autodiegetisch. (Kategorie Stimme, Unterkategorie Stellung des Erzählers)

 

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, unterhalten sich der Ich-Erzähler und Person A quasi innerhalb einer Rahmenhandlung und dann erzählt Person A in dieser Rahmenhandlung die Geschichte von Person B als Binnenhandlung. Das nennt man intradiegetisches Erzählen (in einer Geschichte wird eine Geschichte erzählt). Das kann man theoretisch sogar noch weiterspinnen: wenn in einer Geschichte eine Geschichte erzählt wird, in der eine Geschichte erzählt wird 😉 das wäre metadiegetisch. 😉 (Kategorie Stimme, Unterkategorie Ebenen des Erzählens) Kannst du noch?

 

Ist das komplex. Wie Murakami selbst!

intradiegetisch - wahnsinn, das Wort kenne ich nicht und zu allererst würde ich nachschauen, woher das kommt (griechisch, latein) Natürlich musst Du es jetzt erklären.

Ich habe immer noch Probleme mir den Unterschied zwischen einer Allegorie und einer bloßen Metapher zu verinnerlichen. (ich weiß, was gemeint ist, aber kann es nicht wiedergeben)

intradiegetisch also:........................................

Aber ja, Du hast Recht: Es ist eine Geschichte in einer Geschichte. Bei Murakami wohl anscheinend oft. Hartboiled Wonderland habe ich noch nicht gelesen - das klingt anstrengend. Ich mag seine Kurzgeschichten sehr und von den Romanen Mr Aufziehvogel am meisten. Eine Geschichte im "Aufziehvogel" war der Kriegsveteran, der von den Gräueltaten seiner Gefangenschaft in Russland erzählte. Ich kann das nicht vergessen.

Und in "Kafka am Strand" erfährt man ja auch erst wichtige Dinge im Nachhinein. Wenn Du zufällig eine Abhandlung darüber schreibst, was oder wen der geistig zurückgebliebene Nakata in "Johnny Walker" sah, dann möchte ich das bitte lesen :)

Und 1Q84... DAS ist ja wohl ein gutes Beispiel von Vergangenheitsebenen, Zukunftsebenen und Parallelwelten.

Ich bin gespannt, was am Ende die Haupthandlung in Sputnik Sweetheart bleibt. Bei 1Q84 waren es ja zwei Haupthandlungen - aus seiner und ihrer Sicht.

Ich bin froh, dies nur konsumieren zu dürfen und nicht zu analysieren.

Ich wünsche Dir daher viel Erfolg bei Deiner Klausur! Austauschen ist immer gut, dann ploppt es aus dem Kopf heraus und weitere Synapsen haben sich gebildet und schon ist der Lernprozess vorangeschritten. Der Blog ist dazu doch auch ganz hilfreich, oder? :)

 

PS. Etwas off topic jetzt, aber vor einiger Zeit las ich Anna Karenina. Ein Rezensent auf amazon entrüstete sich, dass man das Buch auch "Lewin geht angeln und jagen" hätte nennen können. Ich habe mich kaputtgelacht, weil es genau den Kern traf, den ich mochte: Konstantin Dimetrewitsch Lewin und dessen Ausflüge. A. Karenina fand ich unsympathisch unnahbar. Und da frage ich mich, wie unterschiedlich doch die Leser den Stoff aufnehmen. Und was der Autor eigentlich damit beabsichtigte.

Dürft ihr auch Klassiker analysieren?

Ich finde Deinen Studiengang aus der Ferne super - Geduld hätte ich dafür nicht. Daher hoffe ich, Du schreibst noch viel hier dazu und kommst gut durch die Module!

 

Bearbeitet von Polypropylen

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Merci 😊

Diegese, von franz. diégèse, nach griech. diegesis 'Erzählung', 'Erörterung' , 'Ausführung', 

Intra, lat. Präposition - innerhalb 😉

 

Wir dürfen nicht nur Klassiker analysieren, wir kommen um Klassiker nicht herum, sie sind extrem wichtig. Ein weiterer Block in der Klausur sind die literarischen Epochen - wo ja die Klassiker entstanden sind 😉

In der Vorlesung sagt der Prof immer: "das und das Werk kennen Sie ja / müssen Sie unbedingt lesen" - natürlich immer die Klassiker. Gegenwartsliteratur spielt - im Moment noch, bin ja erst am Anfang - keine Rolle 😉

 

Es freut mich, dass dich das so interessiert, ich würde mich freuen, wenn du immer mal wieder reinliest und mir Löcher in den Bauch fragst 😉😊😊

 

Stilmittel darf ich übrigens auch gerade lernen - von wegen Allegorie und Metapher 😂 - wird auch angefragt 😜 wusstest du, dass das "Tropen" sind? 😉 *Wirken lassen*

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lö diäsches'e... (Leo franz.) irre. das habe ich niemals gehört. Danke für die Bildungslücke abdecken.

Ich habe selber mal vor xy Jahren Literaturempfehlungen der FU Hagen zum Thema Kulturwissenschaften gelesen oder besser versucht zu lesen. Nach dem Einlesen in den "Grundkurs Germanistik" bin ich raus gewesen.

Unter anderem habe ich hier noch das Reclam Büchlein "Grundkurs Literaturwissenschaft" (Becker/Hummel/Sander) stehen, das sagt, das Tropen Bedeutungsänderungen von Worten anzeigen. (griech. tropos Wendung)Tropen, ein Stilmittel... oh hier, noch mehr Unterformen der Methaper... ah Allegorie ist sowas wie 'Gefangensein' - der Vogel im goldenen Käfig?!

Wahnsinn.

Wann hast Du die Zeit all das zu lesen... es ist ja nicht so, dass die Klassiker immer leicht und locker zu verstehen sind.

Ich habe die Szene mit dem Inquisitor in "Brüder Karamasow" nicht so verstanden, wie es immer hervor gehoben wird, es verstehen zu müssen.  (der Roman selber war größtenteils sehr aufschlussreich) Wenn ich mir vorstellen müsste, das zu analysieren...

Wahnsinn, wie kannst du das studieren ... und dennoch: faszinierend!

Ich bin gespannt auf dein Fortschreiten. (thehe, jetzt kannst Du nicht mehr zurück) Gegenwartsliteratur wird dann bestimmt nicht Murakami sein.

Hoffentlich können Eure Professoren Euch auch motivieren und unverständliches verständlich machen!

 

 

 

Bearbeitet von Polypropylen

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Das hoffe ich auch ;)

 

Tatsächlich hatte ich das "Glück" in der Schule einiges an Klassikern gelesen zu haben ;) (und ganz unter uns: vieles von dem der Prof sagt "Das kennen Sie ja" hab ich noch nie gehört xD) ich versuche erstmal, mich einzufuchsen und den Klausurstoff zu begreifen - wenn die Grundlagen gelegt sind und die Hausarbeiten kommen werde ich bestimmt auch viel mehr noch zusätzlich lesen und meine Kreativität walten lassen :)

 

Kurz zu den Tropen: Literarische Stilmittel werden im Allgemeinen unterteilt in "rhetorische Figuren" und "Tropen".

Rhetorische Figuren sind alle Stilmittel, die auf der gezielten Anordnung von Worten oder einzelnen Lauten beruhen.

Beispiel: "Anakoluth" - grammatisch nicht folgerichtige Satzfortführung / Satzbruch

"Es geschieht oft, dass, je freundlicher man ist, nur Undank wird einem zuteil."

Beispiel 2: "Chiasmus" - Überkreuzte syntaktische Stellung von Wörtern, Satzteilen oder Sätzen

"Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit"

 

Das sog. "Bildfeld" wird hier nicht gewechselt, das heißt, die Figuren bedeuten, was sie aussagen ;)

 

Tropen hingegen sind alle Stilmittel, die auf einem uneigentlichen Wortgebrauch beruhen.

Beispiel: "Hyperbel" - Extreme und offensichtlich unglaubwürdige Übertreibung

"Ein Schneidergeselle, so dünn, dass die Sterne durchschimmern konnten."

Beispiel 2: "Pars pro toto" - Ein Teil steht für das Ganze (Sonderform der "Synekdoché")

"Holland" für die Niederlande

 

Du merkst schon, hier wird das "Bildfeld" gewechselt, sprich, die Tropen verweisen auf etwas von ihnen verschiedenes.

 

In der Schule lernt man einfach alle auf einmal als 'Stilmittel'  - natürlich eine starke Vereinfachung ;)

 

Mich fasziniert der Studiengang auch - und ich war schon immer ein kleiner, literaturbegeisterter, kreativer Theoretiker mit Neigung zur Metaphysik - passt ;)

 

 

 

 

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Oh, ist das spannend - gerade die Sprache und deren Anwendung, das fasziniert mich sehr! Ich habe mich schon immer gefragt, weshalb Trivialliteratur (zB Arztromane) so missklingen während noch ein Murakami in der Übersetzung ins Deutsche schlicht, aber wortgewandt klingt. Wie kann das sein - und was du beschreibst, sind quasi die Gesetzmäßigkeiten/Werkzeuge dafür.

Ich habe mir von meinem Literatur to go Streifzügen noch das Polysyndeton (?) gemerkt. Ist das auch eine rhetorische Figur, da ja die Bildebene nicht gewechselt wird? zB "und es siedet und wallet und zischt wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt " (Der Taucher, das 'und' ist diese Verknüpfung)

Und diese krassen Versmaße, Trombäus, Jambus - deshalb hören sich Gedichte so schön an. Ich hatte nur das notwendigste Rüstzeug auf der Realschule und bin erst später selbst zur "Literatur" gekommen.

 

Hast Du Abitur gemacht und auch schon Deutsch dann im Leistungskurs belegt?

Kannst du später bei Hausarbeiten wirklich mitunter Themen frei wählen? zB wenn du über Haikus schreiben möchtest statt Goethe.

Auf jeden Fall freue ich mich hier noch mehr von dir zu lesen!

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Huhu,

 

Japp, ein Polysyndeton ist auch eine rhetorische Figur. Sehr gut 😄

 

Jau, hab das Abi gemacht und hatte damals Deutsch als mündliches Prüfungsfach (aber nicht Leistungskurs) - Thema: Durchgang durch die Literaturgeschichte + Spezialisierung auf zwei Epochen + dazu Analyse / Interpretation / Einordnung eines Textes (war tatsächlich ein Gedicht ;) ) Ergebnis: 15 Punkte ;)

 

Ich werde Themen relativ frei wählen können, solange sie zu dem Modul passen, was ich gerade belegt habe. Werde dann ein Exposé an den Prof schicken und der sagt mir dann ob er so weit so einverstanden ist und ich losschreiben darf ^^ Wenn Haiku irgendwie ins Konzept des Moduls passt (was weiß ich, außereuropäische Literatur vielleicht ;) ) dann könnte ich das wohl versuchen.

 

In einem Modul müssen wir allerdings zwangsläufig eine spetielle Hausarbeit schreiben, weil wir im Laufe des Studiums ein Praxissemester machen müssen - und die HA muss dann logischerweise auf das Praktikum bezogen sein ;) aber so weit sind wir noch lange nicht ^^

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Danke für deine Einblicke!

Ich bin gespannt auf weiteres!

(wo absolvierst Du denn das Praxissemester. und überhaupt, studierst du das neben- oder hauptberuflich)

Wenn das schon Blog Eingangs erwähnt ist, dann verweise ruhig darauf.

Viel Erfolg und Merk-Power erstmal für die anrückende Klausur!

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Danke 😊

Zur Zeit hauptberuflich.

Praxis Semester ist bereits inoffiziell anerkannt (eine frühere Tätigkeit) - wenn es soweit ist komm ich drauf zurück 😉

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vor 22 Stunden, HappyMogry schrieb:

Vollends verwirrt? 😜

 

Ein wenig schon 😉. Grundsätzlich ist aber glaube ich angekommen, worum es geht. Um die Details zu begreifen, müsste ich mich wohl nochmal mit Muße damit beschäftigen und das auseinader nehmen. 

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Musst du nicht, kannst du wenn du Lust hast ;) ist zum Teil auch nicht einfach zu erklären xD Hauptsache ich kapiere es ... Im Ansatz 😉

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