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Mittsemester-Prüfungstag!

PantaRheia

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Wow, da hab ich mich ja eine ganze Weile lang nicht mehr zu Wort gemeldet. Dabei war heute doch der Mittsemesterprüfungstag! 

 

Epidemiologie und Demographie waren heute dran, sowie Finanzwissenschaften. Vor allem Letzteres war in Anbetracht dessen, wie das Semester dahingehend bis jetzt gelaufen ist... interessant. Fast antiklimaktisch gemessen an dem ganzen Bahöö des Vorfelds. Nachdem ich mich bereits hier ein wenig über die Art, wie das Fach (nicht) geführt wurde, ausgelassen habe, kann ich heute zum Abschluß vermelden: es wurde bis zur Prüfung hin um keinen Deut besser. Der Zusammenhang zwischen ESAs, Skriptum und Präsentationsfolien war bis zum Ende nicht ersichtlich, zusätzlich ist der Dozent dann auch noch für ein paar Wochen ins kommunikatorische Nirvana abgetaucht, aus dem ihn erst ein Anruf der Studiengangsleitung wieder herausbefördern konnte, das geführt wurde, nachdem einige studentische Beschwerdemails dort eingegangen sind. Die Rückmeldung war schließlich - und ich paraphrasiere ganz grob - "Machen Sie sich nicht ins Hemd, die Prüfung soll ja nicht schwer sein, sondern dient der Feststellung, ob sie die Grundprinzipien verstanden haben".

 

Ah, eh.

Na, dann.

 

Da ich die Grundprinzipien nicht grundsätzlich verstanden habe, eine Stammgruppenkollegin aber eine super Zusammenfassung derselben zur Verfügung gestellt hat, habe ich eben versucht, mir diese so gut als möglich anzueignen. Bis zur allerletzten Sekunde vor der Prüfung, eigentlich. 

 

(Anm. d. Red.: Ich bin seit ca. einer Woche ziemlich krank, eine fiese Verkühlung/ein grippaler Infekt hat mich fest im Griff. Allerdings auch ziemlicher Stress in der Arbeit, was bedeutet: kein Krankenstand, totales Ignorieren meines Zustands aufgrund der Umständ' und eigentlich auch keine Zeit zum Lernen. Wirklich begonnen habe ich mit beiden Fächern erst 2 Tage vor den Prüfungen. Und das zum Teil mit Fieber und Schüttelfrost. Und wenig Hoffnung auf Erfolg. Der Fokus hauptsächlich auf Epidemiologie/Demographie. Chancenlos in Finanzwissenschaften, seien wir ehrlich.)

 

Also - die Zusammenfassung der Kommilitonin. Ungefähr die Hälfte habe ich gestern Abend noch durchzulesen geschafft. Schüttelfrost hat mich dann ins Bett befördert, so gegen 22 Uhr herum. Um 4:50(!) Uhr war ich wieder hellwach. Also im Morgengrau(s)en den Alphanerd alleine im kuscheligen Bett zurückgelassen, auf die Couch rausgeschlichen, Zusammenfassung in der Hand. Im quasi-Dunkeln beim Fenster Finanzwissenschaften fertig gelesen, in der Hoffnung meine Wellensittich-Schar kommt nicht auf die Idee, um 5 in der Früh den neuen Tag lautstark und begeistert zu begrüssen, sollte meine Hand auch nur andeutungsweise in Richtung Lichtschalter fahren.

 

(Sie blieben still.)

 

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Den Filius bei strömenden Regen noch schnell mit dem Auto in die Schule gebracht, dann bei interessanter Wolkenstimmung gen Alma Mater gerauscht. Nervös war ich nicht - denn was gab es schon zum nervös sein? Zur Not komme ich halt um Juni nochmal zum Wiederholungstermin.

 

Die Epidemiologie und Demografie Prüfung war dann... überraschend schwierig. Punktuell durchaus auch in der Fragestellung - hauptsächlich allerdings aus Zeitgründen. Für die zur Verfügung stehende Dreiviertelstunde war doch ziemlich viel zu schreiben und ich bin beinahe nicht fertig geworden. Und ich bin weiß Gott kein Kalligraph. Ich hoffe, man wird meine Ergüsse dann auch lesen können. Positiv wird die Prüfung aber in jedem Fall sein - eigentlich rechne ich sogar mit einer ganz passablen Note.

 

Dann: Finanzwissenschaften. Resigniertes Michinmeinschicksalfügen meinerseits - und auch meiner Stammgruppenmädels, wie ich gesehen habe. Dann: der Prüfungsbogen. Ungläubiges Durchblättern. Dann ein weiteres. Dann ein eigenartiges Gefühl von "das kann's doch nicht sein" und "echt wahr?", gefolgt von 20 Minuten (von 45) des Beantwortens von insgesamt nur 5 Prüfungsfragen, die einfacher gestellt nicht hätten sein können und jeweils eine schier lächerlich große Punktemenge wert waren. Die totale Antithese zu den wirklich schwierigen ESAs. Beinahe eine Verarsche am Ende eines schlechten Scherzes einer Lehrveranstaltung. Dafür hätte ich nicht um 10 vor 5 aufstehen müssen. Dafür hätte ich eigentlich gar nichts lernen müssen. Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich jene nach der Beurteilung der Prüfung - denn so ganz schlau wurden wir aus den ESA-Beurteilungen nämlich auch schon nicht. Es ist und bleibt spannend. Auf sehr unangenehme Weise. Aber immerhin scheint es so, als wäre dieses Thema abgehakt und eine Ehrenrunde im Juni nicht notwendig.

 

20190503_202111.thumb.jpg.4c4080a108130a290fb616a6d17910ca.jpgNach der Mittagspause folgte dann der 5-stündige Abschlußworkshop zu Kommunikation und Moderation sozialer Prozesse. Ich hatte ja im April die zweifelhafte Ehre, die Moderation der ESA "Online Moderation" zu übernehmen, was mich heute ein wenig ins Leo gestellt hatte, was weitere Moderationsaufgaben betraf. Spannend war der Workshop aber insgesamt doch, denn in der Übung "Konfliktmoderation" hatte ich Spaß daran, mich mit einer Kollegin ordentlich in die Haare zu kriegen und von der Moderatorin dafür "abgemahnt" zu werden, ebenso haben wir in einer Übung zur Gruppendynamik nach Schindler mit unserer Stammgruppe auf spielerische Art herausgefunden, wer welche "Rolle" innerhalb der Gruppe zu spielen scheint: offenbar fällt mir die Position des Beta zu, was ich tatsächlich gar nicht so unpassend empfinde. Beim zeichnerischen Verteilen der Rollen auf einem Schiff (manche kennen diese Übung sicher!) ist dann auch noch dieses unglaublich lebensechte Selbstportrait entstanden:

 

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Semester Ahoy!



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich finde, die einfache Prüfung habt ihr Euch verdient. Und jetzt einfach genießen, dass Du es hinter Dir hast und erholen. 😊

Gute Besserung! 😷

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Gute Besserung und danke für deinen erneut sehr anschaulichen und lebendigen Blogbeitrag 😃.

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