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Rückblick 2020


Vica

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2020 war ein Jahr mit vielen einschneidenden Erlebnissen: Die Corona-Pandemie-Maßnahmen, die Einschulung meiner Tochter und der Abschluss des Studiums sowie der Start der Psychotherapeutenausbildung waren solche Erfahrungen. Anfang und Ende des Jahres unterschieden sich stark. Insgesamt sah es so aus: 

Januar
Obwohl ich in der letzten Zeit zäh vorangekommen bin, beschließe ich, Gas zu geben und das Studium im September zu Ende zu bringen. 
Da habe ich noch ein Praktikum, die Projektarbeit, 2 Klausuren, den Zulassungstest zum Campusstudium und die Masterthesis vor mir; weniger als die Hälfte der ECTS des Masters. :42_confused:

Februar
Die Projektarbeit (Traumatisierung bei der Geburt) kommt mit 1,00 zurück - Motivationsschub ohne Ende!
Ich habe unfassbares Glück, auf die Schnelle ein klinisches Praktikum zu bekommen, da jemand abgesagt hat. 
Ende des Monats ist es geschafft: Meine letzte Klausur ist geschrieben. 
Der schriftliche Teil des Campus-Aufnahmetests ebenfalls.

März
Den mündliche Teil des Aufnahmetests kann ich auch für mich bestreiten. 
Der Corona-Lockdown setzt ein. Schulen und Kindergärten ebenfalls zu, doch zum Glück ist mein Mann im Home Office. 
Das Praktikum findet statt, während alle anderen Kliniken Praktika, Famulaturen etc. absagen.  
Die Anmeldung für die Masterarbeit geht ebenfalls durch. 

April

Ich lerne im Praktikum wundervolle Kollegen kennen, mit denen ich heute noch Kontakt habe.
Auf den Stationen ist hin- und wieder jemand positiv.
Noch gibt es keine Maskenpflicht - und dann doch. 
Ich leite meine ersten praktikantengeführten Gruppen: Training sozialer Kompetenzen und Achtsamkeit. 

Mai
Ich komme durch die Stationen Narzissmus, Essstörungen sowie Depression und PTBS. Ich habe einen festen Patienten, bei dessen Therapien ich hospitieren kann. Mit dem Therapeuten gerate ich ab und an aneinander. Trotzdem sind wir ein tolles Team und heute befreundet. 
Ich habe einen spontanen Vorstellungsermin mit meinem Institut via Skype. Einige Tage später erreicht mich die Zusage: Ich werde sowohl Erwachsenen- als auch Kinder/Jugend - Therapeutin. 

Juni

Das Praktikum ist zu Ende - mir wird eine Stelle als PiA angeboten. 
Ganz viel Familyzeit!
Ich versuche, mich ansonsten voll der Thesis zu widmen. Aber sie ist ein Brocken und ich verzweifle hin- und wieder fast. 

Juli

Ich befasse mich viel damit, wie die Psychotherapeutenausbildung abläuft. Ansonsten bin ich mit der Thesis beschäftigt, lese viel und komme nicht voran. Sommerferien der Kids, Urlaub ist natürlich nicht und Kinder sind in den Schwimmbädern "nicht vorgesehen". 😣 

August
Masterarbeit: Trotz aller Plackerei Schuldgefühle, Prokrastination, schlechter Schlaf und Schreibblockaden. Der Plan steht, aber der Flow will einfach nicht kommen. 

September

Endlich kommt bei der Thesis Fahrt auf! Wir erleben einen recht schönen und gemütlichen Herbstanfang. Viel Netflix und vor allem: Viel Kuchen 🤭 Eigentlich wäre dies das Ende des Studiums gewesen, aber durch Corona wird das Ende um 4 Wochen verschoben. Einschulung meiner Tochter - unfassbar aufregend! Alles unter Coronabedingungen...doch das Lehrpersonal gibt sich unglaubliche Mühe.

Oktober
Am 5. ist Abgabe der Thesis. Panik! Selbst 1 Woche vorher bin ich mir nicht sicher, ob ich auf dem richtigen Dampfer bin und werfe nochmal die Planung über den Haufen. Ich gebe quasi in der letzten Minute ab, der letzte Schreibtag ist der blanke Oberhorror. 
Der Austausch mit meinen anderen Kollegen macht es mir leichter, mich zu entspannen.  In 3 mental extrem angespannten Wochen glaube ich gar, durchgefallen zu sein.

November
Aber das Kolloquium verläuft bombig. Die Thesis kommt mit 1,3 zurück und ich werde gefragt, ob ich sie nicht publizieren möchte, worauf ich mich auch einlasse.
Arbeitsbeginn, Gruppenleitung und erste eigene Patienten, Supervision. 
Das Zeugnis kommt wenige Tage später. Das wars. Endlich Psychologin! 

Dezember
Die Psychotherapeutenausbildung startet. Meine erste Reise unter Corona-Bedingungen. Ich lerne tolle Menschen kennen.
Der Chef der Klinik tritt allerdings zum 31.12. zurück und nimmt seinen Stellvertreter mit. Da keiner sonst die Weiterbildungsermächtigung für PiAs besitzt, bleibt nichts, als sich eine neue Klinik zu suchen. Man darf gespannt sein. 

 

--

Beruflich könnte 2021 genau so weiterlaufen. Ich habe viel vor und bin gespannt, wo mich die Reise hinführt. Nun freue ich mich auf dieses Jahr, wünsche euch viele positive Schlüsselmomente und natürlich Gesundheit und Zusammenhalt. 

LG

Feature Foto: pexels.com/Heiner

Bearbeitet von Vica

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Am 3.1.2021 um 07:25 hat psychodelix geschrieben:

Gefühlt rauscht du in einem Affenzahn da durch! 👍


Ja, so hat es irgendwie den Anschein, wenn man es auflistet 😄

Tatsächlich war Anfang des Jahres noch total unklar, wohin die Reise gehen würde und ob es klappen würde, hing am seidenen Faden.
Somit war das Jahr auch sehr kontrastreich. Zum Glück mit Happy End. Hätte aber auch echt anders ausgehen können.

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  • Admin

Wenn ich das so lese erscheint es so, als hätte das auch für mehrere Jahre gereicht - was für ein Jahr bei dir! Enorm, was du erlebt und erreicht hast und auch bewegen konntest.

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