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Die ersten Eindrücke


Alanna

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Ich bin jetzt seit fast drei Wochen dabei - genug Zeit, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen...

 

E-Campus

 

Übersichtlich und unspektakulär. Alles läuft über eine einzige Moodle-basierte Plattform. Nach dem Login muss man zunächst seine Fakultät und Sprache auswählen (die theologischen Studiengänge/Zertifikatskurse werden in fünf verschiedenen Sprachen angeboten). Auf der Fakultätsseite ist zunächst ein kurzes Einführungsdokument mit den ersten Schritten hinterlegt. Dann gibt es auf dieser Ebene drei Foren - das erste zur eigenen Vorstellung, das zweite für allgemeinen Fragen, Themen und zur Ankündigung von Webinaren und das dritte für die "monthly discussion" (dazu später mehr). Ebenfalls auf dieser Seite ist ein Link, um mit dem Tutor Kontakt aufzunehmen. In der Seitenspalte sind alle freigeschalteten Module aufgelistet, so dass man direkt dorthin navigieren kann.

 

Module

 

Die Modulumgebung enthält den Studienstoff, der in relativ kleine Häppchen unterteilt ist. Die Module haben mehrheitlich einen Umfang von 3 ECTS, der Rest hat 6 ECTS.  Bei einigen Modulen sind die einzelnen Kapitel als pdf hinterlegt, bei anderen sind die Kapitel nur elektronisch abrufbar. Letzteres finde ich etwas ungünstig, weil ich doch gerne mal zwischen Bildschirm- und Papierlesen abwechseln würde. Ich kann mir natürlich die Texte in ein separates Dokument kopieren und dann ausdrucken, aber das ist bei vielen kleinen Kapiteln dann halt auch zeitaufwending. Nett ist die Möglichkeit, die abgearbeiteten Kapitel in der Modulumgebung "abhaken" zu können. Teilweise gibt es auch Zusatzliteratur, die i. d. R. direkt als pdf geöffnet werden kann. Neben den eigentlichen Studieninhalten gibt es in jeder Modulumgebung ein eigenes Modulforum, und die Prüfungsaufgaben können ebenfalls von hier aus angesteuert werden.

 

Prüfungen

 

Der Aufbau scheint überall gleich zu sein: Nach dem Durcharbeiten des Modulstoffs gibt es ein Abschlussquiz mit MC-Fragen und Zeitlimit. Das heißt, man kann einzelne Fragen durchaus noch mal nachschlagen, aber ohne die Bearbeitung des Moduls direkt mit dem Quiz loszulegen, ist sinnlos. Es gibt auch nur einen Versuch, und die Bewertung geht mit 20% in die Modulnote ein. Erst nach der Durchführung des Quizzes ist die schriftliche Abschlussprüfung freigeschaltet. Hier wird i. d. R. eine Kurzhausarbeit von 12.000 - 16.000 Zeichen gefordert - das sind bei dem vorgegebenen Format ca. 5 - 6 Seiten.

 

Nach jedem "Semester" (= 30 ECTS) gibt es eine dreistündige schriftliche Prüfung in Präsenz. Der Termin wird individuell vereinbart und die Prüfung kann "in der Nähe" abgelegt werden. Was das genau heißt, weiß ich allerdings noch nicht so genau. Es scheint wohl so zu sein, dass bei Bedarf eine lokale Einrichtung (z. B. Hochschule) angefragt wird, die Prüfung zu beaufsichtigen. Dazu werde ich in ein paar Monaten mehr sagen können. Eine Thesis ist im Bachelorstudiengang dafür nicht vorgesehen; die Anforderungen an das wissenschaftliche Arbeiten scheinen im Bachelor generell eher begrenzt und werden erst im Master richtig fokussiert.

 

Monthly Discussion

 

Erwähnenswert finde ich noch, dass es ein separates Forum gibt, in dem (fast) jeden Monat eine kurze Frage oder Aussage zur Diskussion gestellt wird. Daran können sich alle Studierenden der Fakultät beteiligen, und der betreuende Professor geht individuell auf die Antworten ein und stellt weiterführende Fragen. Hier bestätigt sich für mich der bisherige Eindruck, dass mehr Wert auf das eigenständige Denken gelegt wird als auf das kleinteilige Auswendiglernen von irgendwelchen Theorien.

 

Facts & Figures

 

Zum Schluss noch ein paar Facts & Figures: Domuni hat zwar noch andere Fakultäten, aber das dortige Angebot ist sehr überschaubar. Von den ca. 3.500 Studenten dürfte also der Großteil zur Theologischen Fakultät gehören. Diese teilen sich auf Zertifikatskurse, Bachelor, Master, PhD und fünf verschiedene Sprache auf. Laut eigenen Angaben hat die Hochschule 250 Dozenten. Mit Blick auf die Studentenzahl erschien mir dies zunächst sehr viel, aber es wird wohl kaum einen Dozenten geben, der mehr als max. zwei der angebotenen Sprachen beherrscht...

 

Bearbeitet von Alanna

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

Erwähnenswert finde ich noch, dass es ein separates Forum gibt, in dem (fast) jeden Monat eine kurze Frage oder Aussage zur Diskussion gestellt wird. Daran können sich alle Studierenden der Fakultät beteiligen, und der betreuende Professor geht individuell auf die Antworten ein und stellt weiterführende Fragen. Hier bestätigt sich für mich der bisherige Eindruck, dass mehr Wert auf das eigenständige Denken gelegt wird als auf das kleinteilige Auswendiglernen von irgendwelchen Theorien.

Das gefällt mir gut. Fände ich in unserem Studiengang tatsächlich auch großartig, Themen dafür gäbe es sicher viele. An der Idee könnten sich viele Hochschulen ein Beispiel nehmen.

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Die Organisation hört sich wirklich gut an. Ich habe auch zuerst gedacht, dass das vermutlich ein Vorbild für andere Hochschulen sein könnte. Rein thematisch interessiert mich der Studieninhalt auch. Hätte ich jetzt Zeit, käme ich vermutlich auf unvernünftige Ideen 😁 

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vor 15 Minuten hat Vica geschrieben:

Hätte ich jetzt Zeit, käme ich vermutlich auf unvernünftige Ideen

 

Läuft ja nicht weg... 😉

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