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April, April, macht was er will.


Anyanka

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Die alberne Überschrift beschreibt die vergangenen 3 Wochen dann doch ziemlich treffend, zumindest in meinem Fall. Man macht sich so seine Pläne, denkt, dass ja bei der Klausurvorbereitung eigentlich nichts schief gehen kann, und dann passiert das, was immer passiert: das Leben sagt "Hold my beer!".
So kam dann auch wieder alles zusammen, was hier immer so zusammenkommt. Spontane, aber leider wichtige Termine, kränkelnde Kinder, nächtliche Asthma-Attacken (habe ich in den ganz schlimmen Heuschnupfen-Jahren durchaus mal, war aber ewig nicht der Fall und hätte ich auch nicht gebraucht) und als Bonus wie immer ein zu hoher Inzidenzwert und damit die Umstellung des normalen Kita-Betriebs auf eine reine Notbetreuung. 
 

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Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft, mein Programm mit Hängen und Würgen durchzuziehen und mich einigermaßen effektiv auf die Klausur in Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit Teil I vorzubereiten. Mir kam zum Glück das Modul wirklich in allen Bereichen sehr entgegen - die Thematik war total interessant und null langweilig, das Modul hat einen sehr hohen Praxisbezug und es steht einiges an Lernmaterialien zur Verfügung. Ich hab mir das Wichtigste auf etwa 200 BrainYoo-Karten notiert und diese täglich wiederholt, immer mal wieder die Zusammenfassung gelesen und die Podcasts gehört und bin damit gut gefahren. Gestern Abend habe ich die Online-Klausur abgelegt und habe ein gutes Gefühl - ganz entgegen meiner sonst eher unsicheren Art, was die Einschätzung von Klausuren angeht (hoffentlich ist nicht ausgerechnet das dann ein schlechtes Zeichen). 
 
Bei diesem Modul hatte ich außerdem viel Freude daran, über den Tellerrand zu schauen und habe immer mal wieder besonders interessante Dinge durch Nachlesen im Internet oder in einschlägiger Literatur vertieft. Vor allem Fallbeispiele mit möglichen Interventionen haben es mir angetan. Könnte also sein, dass ich mir tatsächlich den richtigen Beruf ausgesucht habe. 😄

Inklusive dieser Klausur warte ich jetzt also insgesamt auf 3 Noten, die alle innerhalb der nächsten 4-6 Wochen eintrudeln sollten. Wird also ein geballter Regen an ECTS - oder eine ziemliche Ohrfeige, aber das wollen wir mal nicht hoffen.
 
Interessante Neuentwicklungen tun sich derweil an der Praxisfront auf: ich habe ein erstes Vorstellungsgespräch für ein Anerkennungspraktikum ab ca. Anfang 2022 ergattert und freue mich riesig. Ob daraus was wird, wird sich zeigen, aber ich würde mich echt wahnsinnig freuen und werde natürlich versuchen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Mein erstes Vorstellungsgespräch seit mehreren Jahren, mal sehen, ob ich das noch kann. Aufregend!
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Ab Montag geht es weiter mit Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit Teil 2, was hoffentlich genauso viel Spaß macht wie der erste Teil. Bis dahin hab ich mir ein paar freie Tage verordnet. (Was man so unter "frei" versteht, wenn man eine Rasselbande zu Hause hat. 😂).

Auf jeden Fall wünsche ich Euch allen ein schönes erstes Mai-Wochenende - aus "Tanz in den Mai" wird ja wieder nichts in diesem Jahr, aber wer braucht das schon. Machen wir es uns eben anders nett.  😉

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Bearbeitet von Anyanka

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Dann drücke ich ganz fest die Daumen für das Gespräch 👍

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Silberpfeil

Geschrieben

Jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht. Was sind denn Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit? Damit ich mal eine Vorstellung von den Inhalten bekomme.

Ich drücke jedenfalls die Daumen für die Noten (was nicht nötig sein wird) und für das Vorstellungsgespräch! 

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Anyanka

Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt beispielsweise Methoden der direkten Intervention, für Einzelne oder auch für Gruppen. Das kann Mediation sein, Einzelfallhilfe, Streetwork, Erlebnispädagogik … Es gibt etliche. Innerhalb der Methoden gibt es dann Instrumente, oder auch Techniken, die angewandt werden. Beispiel: im Rahmen der Erlebnispädagogik gibt es Kanutouren oder Bergwanderungen, im Rahmen von Streetwork Einzelfallhilfe oder auch soziale Gruppenarbeit.  Können aber auch Gesprächstechniken sein zum Beispiel.

Methoden der indirekten Interventionen sind zum Beispiel Supervision oder Selbstevaluation. Und es gibt Methoden für Organisationen und Strukturen, beispielsweise Sozialmanagement oder auch Jugendhilfeplanung. 🤓☝️ 
Das Thema ist ziemlich umfangreich (kein Wunder also, dass es noch einen zweiten Teil gibt), es gibt so einige Überschneidungen, und man muss natürlich auch Sinn, Zweck und Wirkung von Methoden bewerten können. 🙂

Bearbeitet von Anyanka
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Silberpfeil

Geschrieben

Klingt für mich echt spannend und nach einem von den Modulen, von denen man echt viel mitnimmt. Und für die man überhaupt den Wahnsinn eines Fernstudium auf sich nimmt. 😉

Da ich ja auch mal mit Sozialer Arbeit geliebäugelt habe, lese ich immer sehr gern über die Inhalte. Vielen Dank!

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Anyanka

Geschrieben (bearbeitet)

vor 5 Stunden hat Silberpfeil geschrieben:

Klingt für mich echt spannend und nach einem von den Modulen, von denen man echt viel mitnimmt. Und für die man überhaupt den Wahnsinn eines Fernstudium auf sich nimmt. 😉

Ja, das ist wirklich so. Methoden und Instrumente sind nämlich unter anderem genau das, was die soziale Arbeit zur Profession macht – zu einem anerkannten Beruf, der sich von der reinen Laienhilfe durch Familie und Freunde (die man natürlich auch nicht unterschätzen sollte) abhebt. Soziale Arbeit wird ja ab und an belächelt, eben meistens von Leuten, die wenig über diesen Beruf wissen (aber trotzdem zu allem eine Meinung haben… 😉) und sich Sozialarbeiter in Birkenstocks und Strickpullis vorstellen, die Hilfebedürftigen den Kopf tätscheln und einfach ein bisschen weltfremd sind. Das könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein, denn nur weil man zum Beispiel lebensweltorientiert arbeitet (klassisches Beispiel: Streetwork), heißt das ja nicht das man dabei nicht methodisch und überlegt vorgeht. 
Mich hat das Modul bisher tatsächlich auf dem Weg zum späteren Job richtig weitergebracht (und mich in der Wahl meines Studienfach sehr bestätigt).

Bearbeitet von Anyanka
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Silberpfeil

Geschrieben

vor 2 Stunden hat Anyanka geschrieben:

Soziale Arbeit wird ja ab und an belächelt, eben meistens von Leuten, die wenig über diesen Beruf wissen (aber trotzdem zu allem eine Meinung haben… 😉)

„Soziale Arbeit“ kann man hier gegen ganz viele Berufe austauschen, die von anderen belächelt werden (natürlich auch der Beruf der Lehrer:innen).

Ich durfte in meiner Ausbildung in Frankfurt Praktikum machen bei einer Einrichtung, in der sich wohnungslose und andere nicht krankenversicherte Menschen medizinisch und pflegerisch versorgen lassen können. Die gibt es heute noch: die Elisabeth Straßenambulanz der Caritas. Da habe ich das erste mal eine Ahnung von lebensweltorientierter Arbeit bekommen!

Ach, ich bin sehr gespannt, wohin es Dich verschlagen wird nach dem Studium!

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vor 41 Minuten hat Silberpfeil geschrieben:

Ach, ich bin sehr gespannt, wohin es Dich verschlagen wird nach dem Studium!

Oh, ich auch! 😁

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