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Mein kleines Fazit aus 6 Semestern B.A. BWL an der iu


Tsamda

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Diesen Sommer habe ich meinen Bachelor erfolgreich bestanden und mittlerweile habe ich auch mein Abschlusszeugnis erhalten. Das ist für mich nun der Anlass, mein Studium aus der Rückschau abschließend zu betrachten und einen Schlussstrich zu ziehen, bevor es dann mit dem Master losgeht. Es folgt nun also etwas verspätet der definitiv letzte Beitrag in diesem Blog. Leider habe ich ihn sehr lückenhaft und zuletzt gar nicht mehr upgedatet, die meiste Zeit gab es allerdings auch keine nennenswerten Vorkommnisse in meinem Studienverlauf. 

 

Der Studienbeginn 2018

In das Prinzip des "Selbststudiums", wie es im Fernstudium gefordert ist, bin ich schnell reingekommen und habe einen Rhythmus entwickelt. Für Klausuren bin ich die Skripte durchgegangen, habe daraus Zusammenfassungen geschrieben und diese auswendig gelernt bzw. in mathematischen Fächern mit Aufgaben geübt. Leider hatte ich nur vier Hausarbeiten im Bachelor, die haben mir am meisten Spaß gemacht. Ich fand es toll, mir innerhalb eines Moduls durch eine Hausarbeit eine ganz spezifische Nische auszusuchen und daran zu arbeiten. So wurden sogar ein Modul wie WiPo zu meinem Liebling, obwohl ich zu Beginn davor ziemlichen Bammel hatte. 

Pro Monat habe ich mir stets eine Prüfungsleistung vorgenommen und hatte dadurch immer automatisch eine Deadline, die mich angespornt hat, konsequent dran zu bleiben. 

 

Der Studienverlauf 2018-2021:

Mit zunehmender Dauer haben sich natürlich auch einige Motivationslöcher ergeben. Durch diese 1-Modul-pro-Monat-Taktik hat es sich ergeben, dass ich keine Semesterferien hatte oder längere Freiräume, die man als Ferien bezeichnen könnte. Der Studienplan hat immer 6 Module pro Semester vorgesehen, Platz für Pausen war nicht und ich habe auch immer mindestens einen Monat pro Modul gebraucht. Das lässt sich einige Zeit durchhalten, aber irgendwann zehrt das doch sehr an den Nerven und ich bin heilfroh, dass diese Phase nun endlich beendet ist. Bis zuletzt fiel es mir schwer, eine Balance zu finden, meist hat dann doch der Ehrgeiz gesiegt. Meine oberste Priorität war immer, die Regelstudienzeit einzuhalten, was ich schlussendlich auch geschafft habe. Für den Master werde ich versuchen, anders an die Sache heranzugehen. 

Die Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit hat mir definitiv den Rest gegeben, was Stress angeht. Danach musste ich mich jetzt erst mal ein paar Monate von erholen. Dennoch hat sich die Arbeit gelohnt und sie wurde auch mit einem top Ergebnis belohnt. Ich habe mir ein Thema ausgesucht, das mich selber sehr interessiert hat und indem ich mich sicher gefühlt habe. Der Arbeitsprozess war allerdings eher eine Hass-Liebe, da ich dazu neige, alles extrem zu "zerdenken" und ständig alles hinterfragt habe. Ich habe mich in der Arbeit für quantitative Forschung entschlossen, worüber ich sehr froh bin. Während des Arbeitens war ich allerdings nicht so happy damit, da die Statistik einem schier unendliche Möglichkeiten der Aufarbeitung unterschiedlicher Ergebnistypen gibt und man schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Ab einem Punkt musste ich es einfach gut sein lassen, da die Arbeit sonst massiv den Rahmen gesprengt hätte. Das hat allerdings dazu geführt, dass das Kolloquium ein Heimspiel war, keine Frage, über die ich mir nicht selber schon tausendmal den Kopf zerbrochen hätte. Dieses sehr gute Ergebnis in der Bachelorarbeit hat mich nun auch dazu angespornt, den Master zu machen. 

 

Die iu

Abgesehen von ein paar organisatorischen/bürokratischen Auseinandersetzungen war ich ins gesamt sehr zufrieden mit meinem Studium an der iu. Ich hatte Glück, denn 2018/19 als ich dort anfing, gab es noch etwas andere Strukturen und Schwerpunkte in den Modulen. Die Inhalte waren anders aufbereitet, es gab Zusatzinhalte, die es heute in der Form nicht mehr gibt. Das war wirklich spitze, nach und nach wurden jedoch die Module und Austauschmöglichkeiten umstrukturiert und für mich sind wichtige Lerninhalte dadurch weggefallen. Zudem war zu dieser Zeit die iu die einzige Fernhochschule, an der man das Studium 100% online absolvieren konnte. Die Online-Klausuren waren damals für mich der ausschlaggebende Punkt und ein Alleinstellungsmerkmal der Hochschule. 

Den heutigen Expansionskurs seit der Namenänderung betrachte ich kritisch, zum aktuellen Stand der hochschulinternen Prozesse aus Sicht eines Studierenden kann ich jedoch nicht viel sagen. Die meiste Zeit habe ich dieses Jahr mit dem Schreiben meiner Bachelorarbeit zugebracht und mich hauptsächlich individuell mit meiner Betreuerin diesbezüglich ausgetauscht.

 

Ich bin sehr froh, endlich meinen Bachelor in der Tasche zu haben und bin gespannt, was die Zukunft so bereit hält. 

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Nadja_studiert_Informatik

Geschrieben

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen interessanten Beitrag!

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Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Bachelor!

Lässt Du Dir eine Verschnaufpause, oder geht es gleich mit dem Master weiter?

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Danke! Ich habe jetzt ca. 3 Monate Pause gemacht und ab 1.12 fange ich den Master an (wenn alles nach Plan läuft, die Bewerbung ist schon abgeschickt).

Allerdings werde ich versuchen es etwas entspannter angehen zu lassen und mich nicht so zu hetzen.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Herzlichen Glückwunsch und schön, dass Du Deinen Blog noch "rund" gemacht hast mit diesem Abschlussbeitrag, den ich mit großem Interesse gelesen habe.

 

Und dann jetzt einen guten Start in den Master. Dürfen wir uns dazu auch auf einen Blog von Dir freuen? Gerade auch Infos zu den Unterschieden, die die zwischen IU und SRH feststellst, fände ich interessant.

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Vielen Dank, ich freue mich sehr darüber, dass der Abschlussbeitrag so gut ankommt :) 

Ja, über einen Blog zum Master habe ich auch bereits nachgedacht, ich denke das werde ich in Angriff nehmen. Auf die Unterschiede zwischen beiden Hochschulen bin ich auch sehr gespannt 😄
 

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