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Labor Steuerungstechnik


brotzeit

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Hallo Zusammen,

heute hatte ich erstmals die Möglichkeit ein Präsenzlabor in der Partnerhochschule Pforzheim zu besuchen. Dieses wäre auf zwei Tage ausgelegt, aber Akad hat 2014 beschlossen dass wohl ein Tag reichen würde. Der Dozent plante den Studienbrief bzw. die Versuche so, wie er auch die Übungen mit seinen eigenen Studenten durchführen würde. D.h. am ersten Tag macht man sich mit dem Gerät und der Software vertraut und am Tag zwei schreibt man Programme um die Maschine bestimmte Aufgaben erfüllten zu lassen.

Das Gerät bestand aus einem vertikalen Greifer der Objekte aufnehmen und in x, y und z Richtung pneumatisch bewegt werden konnte. Für jede Endlage war ein Sensor vorhanden der die Postion des Aktors eingelesen hatte. 

Im Grunde nahmen wir heute den Aufbau in Betrieb, indem wir der SPS Steuerung die Geräte bzw. Schnittstellen zugeordnet, alle Variablen erstellt und diese den Sensoren wie Aktoren zugewiesen haben.

Nachdem wir damit fertig waren, konnten wir letztlich nur noch ein wenig damit herumspielen und hatten eigentlich nicht wirklich mehr Zeit um uns weiter damit zu beschäftigen. Nachmittags gab er uns 3 kleinere Programmieraufgaben für die wir selbst einige Minuten Zeit hatten um das entsprechende Programm zu schreiben, die er aber anschließend selbst löste. Keine Zeit…

Der Laborbericht handelt auch nicht direkt von dem, was heute gemacht wurde, sondern von einem Programm welches im strukturierten Text geschrieben und im Campus hochgeladen wurde. Daraus sollen wir die Funktion des Programms herauslesen und einen Programmablaufplan erstellen sowie erklären. Er möchte nur sehen, dass wir die Anwendung verstehen.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache dass ich im Modul der Regelungstechnik eine Ablaufsteuerung zu einer automatischen Bohrmaschine in Codesys erstellte (als Hausarbeit) und im Labor mit Automation Studio arbeiten muss. Das ist ja grundsätzlich kein Problem, aber warum lässt man uns zu Hause in eine andere Anwendung einarbeiten? In einer IDE muss man sich auch erst einmal zurechtfinden bevor man richtig loslegen kann. Ich finde es erfordert schon ein wenig Zeit um sich da einzuarbeiten und ist, wenn man so wenig Zeit hat wie in diesem Labor, echt ungünstig.

 

Grundsätzlich hat es mir Spaß gemacht, weil ich endlich direkten Kontakt zu Kommilitonen hatte, mich persönlich austauschen konnte und zum ersten Mal eine SPS-Steuerung gesehen habe. Bisher hatte ich beruflich nichts damit zu tun und musste alles immer nur in der Theorie lernen bzw. programmieren. Da haben es Personen mit einer Industrieelektroniker- bzw. Mechatronikerausbildung schon einfacher.

Deshalb fand ich es gut und es hat sich für mich gelohnt. 

Dieses Modul ist mein letztes in der Steuerungstechnik und ich gehe nicht davon aus, dass ich nochmal was damit zu tun haben werde, von daher war ein Liveobjekt so zu sagen mein krönender Abschluss der Steuerungstechnik.

 

Außerdem habe ich für das restlich Jahr meine Module geplant und dabei ist mir aufgefallen, dass es noch wenige sind, die ausschließlich mit einer Klausur abschließen. In allen anderen werden nur noch Hausarbeiten oder Klausur+Hausarbeit verlangt. Im Prinzip machen Hausarbeiten die Planung einfacher, da ich zeitlich nicht mehr so gebunden bin. Außerdem war ELT25 mein erstes Modul das ausschließlich mit einer Hausarbeit endete und gelernt habe wie ich es zukünftig in solchen Modulen nicht mehr mache und mich ganz stark auf das Assignment fokussiere und das drumherum eher weglasse. Sprich nicht mehr alle Studienbriefe lese, sondern nur die wichtigen.

 

Das war es für heute

 

Bis bald

 

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Danke für Deinen Bericht. Gerade, was in den Laboren passiert, wo mal „richtig“ was gemacht wird, finde ich immer sehr interessant.

 

Wie stark das in diesem Studiengang komprimiert wurde, finde ich hingegen bedauerlich. Gerade, weil der Praxisanteil im Vergleich zum Präsenzstudium ja eh schon sehr gering ausfällt.

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brotzeit

Geschrieben (bearbeitet)

Ich schätze Akad wird alle Präsenzlabore über kurz oder lang einstampfen und eine Onlinevariante daraus machen. Ist halt einfach billiger. Ich habe vor dieses Jahr noch an 3 weiteren Laboren teilzunehmen, wobei aber zwei davon schon nur noch Online Angeboten werden. Für das Labor in Regelungstechnik ist nochmal Pforzheim geplant. 

Es hat auch Vorteile, denn dadurch können sie viel öfter stattfinden. Aber ich finde, die Nachteile überwiegen, denn direkte Kontakt zu anderen ist enorm wichtig. Nicht nur für die Motivation, sondern auch wegen der Effizienz. Man erfährt viele Dinge, die einen Online nie erreichen würden. Aber so ist eben das Konzept. 

Der Dozent hatte allerdings auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. So wie ich es verstanden habe, sind uns die Präsenzstudenten in nichts voraus. Im Gegenteil sogar, er hatte ein paar Sachen ausgelassen, weil es einfach nicht mehr nötig war auf bestimmte Sachverhalte einzugehen. Die Dozenten sehen uns dort scheinbar auch nicht so richtig als Studenten, sondern eher Erwachsenenbildung. 

Im Umkehrschluss bedeutet das aber, dass man auf keinen Fall so ein Studium als 18 jähriger ohne Ausbildung beginnen sollte. Denn es werden viele Inhalte vorausgesetzt. Die Aussagen des Dozenten bestätigen das, wie ich finde.

Bearbeitet von brotzeit
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