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Projektaufgabe schwieriger als gedacht


brotzeit

763 Aufrufe

Hallo zusammen,

wie der Titel es schon andeutet hänge ich voll drin. Seit knapp 3 Wochen sitze ich an der Umsetzung meiner Aufgabe und hatte einige schlechte aber auch ein paar gute Tage. Die Lernkurve in VHDL und meinem Baysis 3 Board von Digilent empfinde ich als unglaublich steil. Ich habe zur Synthese meiner Schaltungen so ziemlich alles falsch gemacht was man so falsch machen kann und hatte so die Gelegenheit mich mit dem Simulator von Vivado ausführlich vertraut zu machen. Ein weiteres Hindernis stellt mein mehrere Jahre altes Notebook dar, denn die Timinganalysen dauerten ziemlich lange. Das brachte mich dazu die Entwürfe skalierbar zu machen und sie nur im Kleinformat zu testen.

Ich weiß das hier ist jetzt schon ziemlich Spezial Interest, aber das gehört eben zu meinem Studium.

An manchen Stellen im Code war ich schon der Verzweiflung nahe, weil mir einfach keine vernünftige Logik einfallen wollte. Stundenlang starre ich auf den Screen und nichts klappt... Dann mache ich was anderes und zack, ist sie da die Lösung und musste sofort aufgeschrieben werden. Ich kenne mich, würde ich das nicht machen, vergesse ich es 10 Minuten später wieder...

Ich habe die ganze Zeit das Gefühl mein Code wäre nicht gut genug, allerdings funktioniert bis jetzt alles was ich mir vornahm. Immer wenn ich meine Schaltung um einen bestimmten Teil erweitere, fällt mir auf, was in den anderen Teilen noch fehlt und bin in einer Tour am optimieren.

Gelernt habe ich auch, für mich, ordentlich zu dokumentieren was ich den Tag über gemacht habe und vor allem warum. Durch die nicht Dokumentation der ersten Tage konnte ich teilweise schon einige Stellen nicht mehr nachvollziehen und so schreibe ich es dann im Code einfach ausführlich dazu. Für einen Softwareentwickler ist das alles bestimmt normal, ich habe es jetzt gelernt.

Die letzten Wochen, inkl. dem Weihnachtsurlaub, habe ich außerdem viel über Digitaltechnik gelesen, unter anderem im https://www.amazon.de/Digitaltechnik-Grundlagen-FPGAs-Mikrocontroller-Springer-Lehrbuch/dp/3662497301/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=3W3ZVFAR3JUUY&keywords=digitaltechnik+gerke&qid=1675110615&sprefix=digitaltechnik+gerke%2Caps%2C72&sr=8-2

mit Bezug zu VHDL, machte mich grob mit dem Innenleben meines FPGAS vertraut und wiederholte einige Grundlagen zu kombinatorischen und sequenziellen Schaltungen. Am aller meisten hilft mir allerdings:

https://www.amazon.de/VHDL-Simulation-Synthese-Entwurf-digitaler-Schaltungen/dp/3110673452/ref=sr_1_1?crid=1X8R1VTS6H226&keywords=vhdl+synthese&qid=1675110701&sprefix=vhdl+s%2Caps%2C69&sr=8-1

Damit konnte ich bereits einige Fehler ausmerzen, da es einen echt krassen Anwendungsbezug zu Vivado und dem Artix 7 FPGA von Xilinx aufweist. Es wird beschrieben was bei bestimmten Datentypen bei der Synthese zu beachten ist und vor allem was man auf garkeinen Fall machen darf. Haha ich habe es trotzdem gemacht, weil ich es vorher nicht gelesen hatte... Das Buch ist so gut, dass ich bereits einige Stellen mehrmals gelesen habe, weil darin praktisch alles wichtig für mich ist.

Auf jeden Fall geht es vorwärts, wenn auch nur langsam. Ich werde weiter berichten.

 

Das Modul Echtzeitsysteme ist im Moment komplett zum erliegen gekommen, einfach weil ich mit meinem Projekt Land gewinnen möchte. Wenn das gröbste rum ist und ich angefangen habe den Projektbericht zu schreiben, beginne ich auch wieder mit Echtzeitsysteme. Meine Gedanken kreisen zur Zeit einzig und allein um diese Aufgabe, denn ich will sie unbedingt und bestmöglich lösen.

 

Bis bald

 

 

 

 

 

 

Bearbeitet von brotzeit

5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Die wenigsten Software-Entwickler dokumentieren. 😉 Tipp: Am Ende muss ja dein Projektbericht stehen, d.h. du musst etwas zu Papier bringen. Da könnte es nützlich sein, deine Dokumentation für zu verwenden, und sei es nur im Anhang. Um dem Dokumentieren einen kleinen methodischen Rahmen zu geben, schau dir mal „Architecture Decision Records“ an.

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Als Softwareentwickler: Ja, tatsächlich dokumentieren die meisten nicht oder sehr spärlich, was mindestens teilweise moderne Ansätze wie "agiles Arbeiten", XP, etc. zu verschulden haben. (zumindest in meinem Kontext in einem Automobilkonzern)

 

Ansonsten wünsche ich dir gutes Gelingen mit dem Projektbericht, hört sich schon ziemlich komplex an. Bin mal gespannt wie das bei mir wird, da hängen ja sogar doppelt so viele Punkte als bei der Bachelorarbeit dran.

 

Wie lange hast du insgesamt Zeit für deinen Bericht?

Bearbeitet von Oian
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Der Projektbericht zählt aber "nur" 6 Prozent der Gesamtnote. Die hohe ECTS-Zahl resultiert daraus, dass man eigentlich ein Praktikum von mindestens 35 Tagen machen muss. Das wird aber so gut wie jedem angerechnet.

Mein "Problem" war, dass ich derzeit keine Arbeitgeber habe, bei dem ich so ein Projektthema abgreifen konnte. Was ich von anderen so mitbekomme, nehmen sie halt etwas fertiges aus der Arbeit und schreiben noch einen Projektbericht dazu. Im Prinzip noch weniger Aufwand als bei einem Assignment.

Ich habe das Thema von einem Prof der HTW Dresden bekommen und der ist eben nach den Punkten gegangen. Ich musste die Gliederung solange anpassen, bis es seiner Meinung nach den diesen entsprach.

Insgesamt hast du 4 Monate Zeit den Projektbericht abzugeben. Ich kenne jemanden, der das in zwei Wochen gemacht hat und bereits fertig war noch bevor die Zeit gelaufen ist.

Wenn du also nichts tun willst, musst du es nur "klug" anstellen, dann sind es geschenkte Punkte.

Bearbeitet von brotzeit
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Am 31.1.2023 um 08:45 schrieb Explorer:

Um dem Dokumentieren einen kleinen methodischen Rahmen zu geben, schau dir mal „Architecture Decision Records“ an.

Werde ich mir die Tage ansehen, danke für den Tipp

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vor 48 Minuten schrieb Oian:

 

Ansonsten wünsche ich dir gutes Gelingen mit dem Projektbericht, hört sich schon ziemlich komplex an.

Danke. Naja, komplex ist wohl relativ. Jemand geübtes würde es vermutlich in ein paar Tagen runterschreiben. Eine Schwierigkeit liegt darin, dass man zuvor lernt in C/C++ zu programmieren und das in VHDL nicht anwenden kann, aber automatisch macht. Weiter ist es so, dass Digitaltechnik im gesamten Studium nur sehr oberflächlich behandelt wird und ich einiges aufholen musste. Die Grundlagen der Schaltalgebra usw. bekommt man schon beigebracht, aber mal einen Mulitplizierer oder auch nur einen Addierer aufzubauen wird überhaupt nicht verlangt. Es steht zwar im Heft und man schaut sich das an, aber wenn es dann zur Anwendung geht, sieht es wieder anders aus... Plötzlich hat man dann Probleme mit den Signallaufzeiten, irgendwelchen D-Latches und daraus resultierende Hazards usw. und so fort. Sowas wird einem nicht beigebracht.

Wenn man etwas umsetzen soll, merkt man erst wie oberflächlich das alles ist und im Grunde immer nur die einführenden Kapitel gelesen hat.

 

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