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Update 05/2023


MartinGS

252 Aufrufe

Hallo zusammen,

 

es ist endlich soweit: Ende letzten Monats ging es mit den Expert*inneninterviews für meine Arbeit los. Nachdem ich seit dem letzten Mal noch einige Details nachgeschärft habe, konnte ich kurz nach dem letzten Blogeintrag mit den Erhebungen loslegen. Hier hat es sich also gelohnt, erste Termine "im vorauseilenden Gehorsam" vereinbart zu haben ✌️

Von den ursprünglich geplanten 25-30 Interviews habe ich mittlerweile zwölf durchgeführt, für acht weitere einen Termin festgelegt und zwölf zusätzliche Rückmeldungen, für die eine Terminvereinbarung noch aussteht. Das macht unter dem Strich insgesamt 32 Personen, die ich bisher (und natürlich, wenn alles klappt) verbuchen und bis Ende des Monats erledigen kann - so zumindest der Plan.

Auf den ersten Blick könnte ich jetzt einen gedanklichen Haken an das Thema machen und mich darauf konzentrieren, sie "nur noch" runzuspulen - jedoch stehe ich vor der Herausforderung, dass ich in zwei von insgesamt sieben Themenfeldern, die ich für mein Forschungsdesign abdecken will, bislang noch überhaupt keine Probanden habe und die Resonanz in anderen Bereichen größer als erwartet war. Hier habe ich bereits unseren internen Aufruf zur Teilnahme wiederholt und gehe dazu über, gezielt Expert*innen aus den fehlenden Bereichen anzusprechen. Noch warte ich auf ein Feedback, dass bis Mitte kommender Woche kommen soll - sofern alles gutgeht, ist dieses Action Item bis dahin aber auch erledigt. Als Summenzug werde ich dann (hoffentlich) auf ca. 36-40 Interviews kommen.

 

Im Hintergrund habe ich mit der Transkription der bereits abgeschlossenen Interviews angefangen. Hier habe ich für das Preprocessing zunächst mit NVivo Transcription und auch mit Nuance Dragon experimentiert, jedoch sind beide Produkte nichts für mich gewesen (siehe auch hier). NVivo Transcription ist schlichtweg zu teuer (hier würde ich auf ca. 1400-1600€ insgesamt kommen, wenn ich 50-60 Stunden Interviewmaterial veranschlage) und Nuance Dragon hat sich für meine Arbeit als untauglich erwiesen. Das liegt daran, weil es sich hierbei um eine Diktier-, jedoch nicht um eine Transkriptionssoftware handelt, die u.a. keine Zeitstempel bei den Interviews setzt und keine automatische Erkennung von mehreren Stimmen, Pausen etc. hat. Daneben war auch die übrige Fehlerrate viel zu hoch.

Am Ende bin ich bei f4x herausgekommen, das zum einen ein viel besseres Handling bietet und zum anderen (bis auf einige Fachbegriffe) eine sehr gute Erkennungsrate hat. Zudem ist das Tool für Promovierende verhältnismäßig erschwinglich: Für ein Kontingent von 15 Stunden Interviewmaterial zahlt man 75€, d.h. bei 60 Stunden komme ich insgesamt bei 300€ raus. Zwar ist das immer noch viel Geld - aber bei der Ersparnis an Zeit und Aufwand ist es mir das auch wert.

Als kleine Aufstellung der Opportunitätskosten: Wenn man von einer Bearbeitungszeit von 5 Minuten händischer Transkription pro einer Minute Audio ausgeht und man pro Tag drei Stunden Zeit veranschlagt, würde man über drei Monate lang ohne Pause jeden Tag mit der Transkription beschäftigt sein. Demgegenüber brauchte ich mit Preprocessing für das erste Interview (Länge ca. 1:20 Std.) nur noch ca. 1,5h Nachbearbeitung (statt der ursprünglichen ca. 6:40 Std.).

Es lohnt sich also🤓

 

Ab morgen geht es dann weiter, für kommende Woche sind sechs Interviews geplant - vier davon in Präsenz und zwei via Videokonferenz. Hoffen wir, dass ich bis Ende der Woche auch meine letzten ausstehenden Interview-Schäfchen ins Trockene bekomme. Ich berichte im kommenden Blogeintrag, wie es bis dahin gelaufen ist 😉

 

Cheers,

Martin

 

1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Mit Nuance Dragon habe ich während meiner Studienzeit mal experimentiert. Gerade habe ich gesehen, dass die Vollversion mittlerweile 999 EUR kostet. Krass, gerade zu einer Zeit, wo Spracherkennung in vielen Programmen bereits ohne Mehrkosten integriert ist, wie zum Beispiel in Google Docs.

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