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Jobwechsel Frühjahr 2024 und aktueller Stand


Marilen85

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Hallo liebe Community,

 

lange habe ich mich hier nicht mehr zu Wort gemeldet. Das hatte u. a. auch den Grund, dass mein Fernstudium der Sozialen Arbeit längere Zeit ziemlich geruht hat (ohne dass ich offiziell pausiert hätte). Ich hatte mir schon zu Beginn die Option offen gehalten (was bei der Diploma Hochschule möglich ist), die vier Semester, die man kostenlos überziehen kann, zu nutzen. Denn ich arbeite derzeit noch Vollzeit (40 Stunden) und brauche eben auch Freizeit.

 

Um hier nochmal meine Situation zu schildern: Ich bin Volljuristin (seit 2014), habe aber bisher nie in meinem Beruf gearbeitet, da ich durch eine Auszeit in einen kaufmännischen Beruf "reingerutscht" bin und daher sogar im Frühjahr 2021 im Wege der externen Prüfungszulassung (d. h. 4,5 Jahre in dem Beruf gearbeitet) meinen Berufsabschluss als Kauffrau für Büromanagement erwerben konnte. (Auch aus diesem Grund hatte ich in dieser Zeit ungeplanter Weise nicht so den Kopf für mein Studium.) Hinzu kam, dass ich - wie auch mein letzter Blogeintrag zeigt - nicht wusste, wie ich nun in den Beruf der Sozialen Arbeit als Quereinsteiger "reinrutschen" könnte. 

 

In den letzten Monaten hat sich aber nun Erfreuliches entwickelt, so dass ich mein Studium - genau rechtzeitig, dass ich es voraussichtlich noch im Rahmen der vier angehängten Semester - abschließen kann. Ich habe nun nämlich ein Berufsfeld der Sozialen Arbeit gefunden, in dem ich bereits jetzt schon mit meiner juristischen und kaufmännischen Qualifikation arbeiten kann und gleichzeitig - im Rahmen des Jobs - meine Praxisphasen absolvieren kann, was ich nie für möglich gehalten hätte! 

 

Ab Frühjahr 2024 werde ich sehr voraussichtlich meinen Job wechseln (eine Bewerbung entscheidet sich nächste Woche, aber ich habe auch an anderen Orten gute Chancen, was sich schon in Vorstellungsgesprächen gezeigt hat) und als Rechtliche Betreuerin / Vereinsbetreuerin in einem Betreuungsverein arbeiten. In diesem Arbeitsfeld ist die Besonderheit, dass dort (hauptamtlich angestellt) Sozialpädagogen oder Juristen eingestellt werden, da diese den erforderlichen Sachkundenachweis bereits innehaben. Ich habe auch bereits wieder meine juristischen Kenntnisse aufgefrischt und werde auch noch einige Kurse in den nächsten Monate belegen für Personen wie mich, die in das Berufsfeld einsteigen. 

 

Außerdem werde ich wieder in meine Heimat ziehen, wo ich viele Bekannte habe und worauf ich mich schon sehr freue. Gerade im letzten Jahr haben sich meine Beziehungen dorthin intensiviert. 

 

Ich freue mich natürlich riesig, dass sich jetzt doch so eine Möglichkeit aufgetan hat, um mein Studium zu beenden und gleichzeitig schon meine bisherigen Qualifikationen einbringen zu können. Dies bedeutet ja nicht, dass ich für immer in diesem Bereich bleiben muss. Dass diese Arbeit natürlich auch anstrengend und anspruchsvoll ist, ist mir bewusst (zumal viele Betreuungsvereine durch die nötige Refinanzierung in finanzieller Englange sind). 

 

So viel erstmal zu meiner Situation. Meine Erfahrungen zur Überziehung bei der Diploma berichte ich in einem nächsten Beitrag. 

 

Herzliche Grüße

Marilen85

Bearbeitet von Marilen85

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Wünsche dir ganz viel Erfolg bei deiner Bewerbung aber es klingt doch alles nach einem guten Weg in dem du auch auf deine Work-Life-Balance achten kannst. 

Heimat ist schon was schönes 😉

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Schön, wieder von Dir zu lesen. Danke für Dein Update. 

 

Da haben sich ja gute Perspektiven ergeben. Und eine wichtige Arbeit, welche Du da künftig ausüben wirst. 

 

Schon erstaunlich, welche Anforderungen einerseits an berufliche Betreuer/Vereinsbetreuer gestellt werden – und wie Elternteile das „einfach so“ machen dürfen, wenn sie die rechtliche Betreuung für ihre volljährigen Kinder erhalten. 

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Ja, lieber Markus, nicht nur Eltern, sondern vom Gesetz ist sogar primär Betreuung durch Ehrenamtliche vorgesehen (Verwandte oder sonstige Ehrenamtliche). Diese sind den Betreuungsvereinen angegliedert (sollen es nach der diesjährigen Reform zumindest sein) und werden von den Hauptamtlichen unterstützt und geschult. Diese Ehrenamtlichen brauchen den Sachkundenachweis natürlich nicht. Rechtlich komplizierte Fälle kommen wohl eher zu den Hauptamtlichen.

 

Für selbstständige Berufsbetreuer gab es keine Zugangsvoraussetzungen bis 2023, nun ist ein Sachkundenachweis erforderlich, der ziemlich umfangreich zu erwerben ist. Mir wurde aber seitens der Vereine schon mitgeteilt, dass die Voraussetzungen evtl. doch wieder etwas runtergeschraubt werden (Mangel an Betreuern). Per Gesetz ist es aber nun so vorgesehen.

Bearbeitet von Marilen85
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