Psychologie an der FernUni Hagen

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zu viel

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Markus Jung

67 Aufrufe

Heute habe ich den Fehler gemacht, mal wieder in die Moodle-Foren der FernUni Hagen rein zu schauen.

Wahnsinn, wie fleißig die Studierenden alle sind.

Es ist so, dass Übungsaufgaben auch in die Foren eingestellt und dann von allen dort beantwortet und diskutiert werden können. Gelegentlich schalten sich auch die Online-Tutoren ein.

Eine Aufgabe war zum Beispiel, Wochenpläne zu erstellen. Ich glaube, wenn ich meinen da rein stellen würde, würde ich mich blamieren. Mal ganz abgesehen davon, dass es bei mir keine festen täglichen Zeiten für das Studium gibt.

Schon um die ganzen (durchaus relevanten und auch für mich wichtigen) Themen zu lesen, würde meine ganze Lernzeit drauf gehen.

Außerdem habe ich auch die Klausureingrenzung gefunden, die aber nicht wirklich viel ausgrenzt....

Ein bisschen Zeit gebe ich mir noch. Aber ich glaube, das Ganze ist für mich einfach zu viel.

Vielleicht lasse ich mir für das nächste Semester alle für mich interessanten Inhalte zusenden und melde mich dann vom Studium ab. Dann kann ich mich ganz in Ruhe und ohne Druck so mit den Inhalten im Selbststudium beschäftigen, wie es mir möglich ist und auch die Auswahl der Inhalte so treffen, wie es für mich wichtig ist.

Noch eine Erkenntnis: Einen Teil der Inhalte will ich gar nicht in der für die Klausuren nötigen Form lernen, weil mir die Zeit dafür einfach zu schade ist Dinge zu lernen, die ich auch jederzeit nachlesen kann.

PS: Meine Blog-Beiträge dienen für mich im Moment (auch) der Selbstklärung - ich bitte daher um Nachsicht, dass diese etwas unstrukturiert und vielleicht für den Leser nicht ganz so interessant bzw. zu lang erscheinen mögen.


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8 Kommentare


Ich finde deine Blogbeiträge interessant.

Mir fällt es in "unseren" Foren auch auf, wie viel andere Studenten schon gelesen haben, wie gescheit sie daher diskutieren etc. Aber ich weiss nicht - ich glaub, da ist auch viel heisse Luft dabei. Übermotivert sein ist oft das Gegenteil von effizientem Arbeiten. Einige häufen endlos Literaturtipps in die Foren. Ist ja super, Lesestoff zu suchen. Aber ich habe den Eindruck, sinnvoller wäre es, das zu lesen, was man muss und allenfalls stichpunktartig ergänzende Quellen zu berücksichtigen.

Bei uns wurde klar gesagt, man soll regelmässig in den Foren aktiv sein, aber nicht stundenlang. Offenbar ist es ein Erfahrungwert, dass man sich dort verzetteln kann.

Ich würde es an deiner Stelle sehr ruhig angehen lasse. Habt ihr sowas wie einen Studienplan? Ich würde in diesem Tempo vorgehen und versuchen, das Wesentliche herauszufinden. Ein relevanter Punkt bei den "weichen Fächern" ist das Filtern: Womit muss ich mich wirklich auseinandersetzen, was kann ich oberflächlich streifen?

Und klar: Wenn es viele Inhalte gibt, die dich absolut nicht interessieren, dann lass es sein. Du brauchst ja keinen Abschluss.

Kann man in diesem Studium nicht sowas wie Zertifikate machen? Ich glaube, zumindest ich hätte ohne einem gewissen "Produktionsdruck" (Termine, Tutorien..) zu wenig Ansporn zum selektiven studieren.

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Markus Jung

Geschrieben

Ich würde es an deiner Stelle sehr ruhig angehen lasse. Habt ihr sowas wie einen Studienplan?

Es gibt eine Empfehlung zur Taktung. Damit komme ich aber keinesfalls zurecht, siehe hier.

Womit muss ich mich wirklich auseinandersetzen, was kann ich oberflächlich streifen?

So habe ich mir das eigentlich auch gedacht und eine solche Auswahl verstehe ich eigentlich auch unter einem Studium. Leider ist es wohl so, dass an der FernUni Hagen in diesem Studiengang Detailwissen bis in die letzte Fußnote abgefragt wird, so dass eine solche Abgrenzung nicht wirklich möglich ist - sofern man die Klausur (ggf. sogar mit einem guten Ergebnis) bestehen möchte.

Und genau hier ist wohl mein Hauptproblem (neben der Zeit), dass ich mich dem nicht unterwerfen möchte.

Kann man in diesem Studium nicht sowas wie Zertifikate machen?

Soweit ich weiß nicht. Außerdem wären dafür dann auch wieder die Modulklausuren notwendig.

Ich glaube, zumindest ich hätte ohne einem gewissen "Produktionsdruck" (Termine, Tutorien..) zu wenig Ansporn zum selektiven studieren.

Doch, ich glaube das könnte ich. Ich würde mich dann ja auf die Bereiche konzentrieren, die mich entweder interessieren oder bei denen ich einen Nutzen für mich oder meine Arbeit sehe.

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Wenn so geprüft wird, dann würde ich mich an deiner Stelle vermutlich auch auf das, was dich wirklich interessiert, beschränken!

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Wie viele Fächer hast du denn belegt?

Ich habe aktuell 1141 (Mathematische Grundlagen), 1608/09 (Computersysteme) und 1613 (Einf- imperative Programmierung). Die beiden ersten habe ich zur Wiederholung drin und werde da die Klausur frühestens im September 2012 schreiben. 1613 peile ich die Klausur für Februar 2012 an. Was ich damit sagen will: Fächer, die besonders viel Zeit beanspruchen (Weil ich einiges an Mathematischen Basiswissen noch auffrischen muss) kann man doch in der bearbeitung ein wenig "strecken", und damit das nicht ganz so fad wird habe ich ein "leichteres" Fach hinzugenommen womit ich auf Anhieb besser zurechtkomme. Wenn dann mal die Mathematischen Grundlagen bei mir sitzen denke ich, das ich dann auch schneller vorankomme.

Das ist ja das eigentlich praktische an der FernUni: Man kann soviele oder sowenige Fächer belegen (und bezahlt auch nur das, was man belegt hat!) wie man schafft oder sich zutraut.

Wenn dich keiner hetzt, dann kannst du dir doch mit dem Studium Zeit lassen!

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Hallo Markus

du kannst die Themen auch abonnieren, dann hast du sie per Mail, bzw. die Überschriften von den Themen. Das, was dich interessiert, guckst du dann in Moodle an, und was nicht, das halt nicht...dann ist es nicht mehr so viel.

Du kannst die abonnierten Themen auch wieder löschen - z.Bsp. wenn die 14 Tage Bearbeitungszeit rum sind.

Jaaaaa, aber mit der Annahme, dass man 'bis zur Fußnote' alles wissen muss, damit liegst du richtig. Die Klausuren können ziemlich 'lustig' sein hier...es kann sogar jede Menge einfach gar nicht drankommen, dafür 1 Thema geballt....usw.

Naja, ein wenig ist ja schon nicht klausurrelevant....aber du hast recht, viel ist nicht weggestrichen. Man merkt es aber, z.Bsp. beim Bib.kurs, wenn 1 Kapitel weg ist...beim Karteikartenschreiben z.Bsp.

Man gewöhnt sich mit der Zeit an das Ganze....und ab M3 wird es besser.

Ich habe auch keinen Wochenplan gemacht, denn ich lerne gar nicht zu festen Zeiten. Geht gar nicht. Und ich mag Pläne eh nicht, also keine konkreten zumindest. Grob hab ich natürlich einen. Im Kopf.

Viele Grüße!

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Markus Jung

Geschrieben

@Heiko: Schreibst Du dann für jeden Kurs eine eigene Klausur? - In Psychologie gibt es nur eine Klausur pro Modul - und die ist dann eben vom Umfang her schon recht heftig. Wäre das ganze weiter unterteilt, würde ich mir auch weniger Sorgen machen.

Ich habe schon nur ein Modul belegt (M1), für Vollzeit wären zwei angesagt. Dieses umfasst aber die Kurse:

3400-01: Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte - Einführung in die Grundlagen- und Anwendungsfächer der Psychologie

> 169 Seiten

3400-02: Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte - Einführung in die Geschichte und Paradigmen der Psychologie

> 177 Seiten

3401-01: Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie

> 264 Seiten

3402-01: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und die Präsentation empirischer Untersuchungen

> 126 Seiten

3402-02: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Informationskompetenz für Psychologinnen und Psychologen

> 285 Seiten

Universitätsbibliothek Hagen - Literaturversorgung und Bibliotheksbenutzung im Fernstudium

> 104 Seiten

3402-03: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Anleitung zur selbstständigen Lektüre englischsprachiger psychologischer Fachliteratur

> 72+54 Seiten = 126 Seiten + CD mit Audio-Beispielen

Dazu natürlich die Pflichtliteratur und die Online-Vorlesungen

Ich denke, die Vorgaben der FernUni Hagen sind schon realistisch. Wenn man 20 Stunden pro Woche investiert, ist das durchaus zu packen. Nur habe ich die halt nicht. Das liegt also schon an mir, und nicht an der FernUni.

@Fernabi: Die Möglichkeit zum Abo kenne ich. Finde es online aber übersichtlicher. Und an den vorgegebenen Bearbeitungszeiten orientiere ich mich ja eh nicht.

So langsam entsteht bei mir ein Konzept, wie ich für mich das optimale raus holen kann. Ich denke, in der nächsten Woche kann ich dazu mal was formulieren.

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@Markus: Ich schreibe für jeden Kurs eine Klausur. Da aber 1141 sehr umfangreich ist (ca 700 Seiten Mathe) und 1608/09 und vieles darauf aufbaut, nehme ich mir eben mehr Zeit. 1613 müsste ich eigentlich gut packen, Programmiert in Pascal habe ich schon vor 20 Jahren mal... Allerdings sind auch da Einsendeaufgaben zu bearbeiten die für die Klausurzulassung notwendig sind, also ganz ohne Termindruck geht es an der FU Hagen nicht.

Kannst du M1 nicht auf zwei Semester strecken und dann im SoSe 2012 noch was neues dazu nehmen? (Und M1 dann als Wiederholer belegen?)

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Markus Jung

Geschrieben

Kannst du M1 nicht auf zwei Semester strecken und dann im SoSe 2012 noch was neues dazu nehmen? (Und M1 dann als Wiederholer belegen?)

Ja, das wäre auf jeden Fall eine Möglichkeit. Wobei M2 wohl mindestens genauso heftig (SPSS, Statistik etc.) ist und in M3 ff. kann man erst Klausuren schreiben, wenn die ersten beiden Modul-Prüfungen bestanden sind. Also im Grunde wäre ich nur mit M1 schon für zwei Semester gut ausgelastet. Ich werde wohl den Zeitdruck einfach komplett raus nehmen.

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      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.