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Zukunftsmusik

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Servus

53 Aufrufe

Ich hatte bereits in einem der letzten Blog-Einträge geschrieben, dass ich mir momentan Gedanken über meine berufliche Zukunft mache. Im Gegensatz zu vielen anderen, mach ich das Studium nicht, weil ich ein bestimmtes Ziel habe, für dessen Erreichung ich den Abschluss benötige - ich mache das Studium aus Interesse und überlege jetzt langsam, wo es mich hinbringen könnte.

Anlass für die Überlegungen zum jetztigen Zeitpunkt ist, dass ich bis März den Schwerpunkt wählen muss. Fertig bin ich dann hoffentlich im Sommer 2013.

Ich hab schon öfter gelesen, dass der Schwerpunkt gar keine so große Rolle spielt, weil es eh nur ein Semester ist. In letzter Zeit hab ich mal Stellenanzeigen durchgeklickt und überall heißt es "Abgeschlossenes Studium der BWL mit Schwerpunkt XY, mind. Z Jahre Berufserfahrung". Nun ist ja das Argument für ein Fernstudium, dass man währenddessen bereits Berufserfahrung sammelt. Ich bin quasi momentan Mädchen für alles, habe aber was Personal, Rechnungswesen, Lager angeht, überhaupt keine Erfahrung, weil das alles zentral erledigt wird. Ich mache Auftragssachbearbeitung, Einkauf, Reklamationsbearbeitung, erstelle und versende Newsletter, halte die Website halbwegs aktuell, kaufe Büromaterial ein.

Ich bin gerade sehr unschlüssig und hoffe, ihr könnt mir eure Meinung dazu sagen, Tipps, Denkanstöße oder irgendwas :)

Zur Wahl stehen für mich Personalmanagement und Marketing/Vertrieb

Marketing/Vertrieb: (ich hoffe auf Infos von HannoverKathrin ;))

Pro:

- sehr abwechslungsreich und interessant

- ich habe minimale Berufserfahrung (Update der Website mit CMS, Erstellen von Newslettern mit CMS)

- ich hab in MUU schon einiges kennengelernt, was im Schwerpunkt vertieft wird

- Mich interessiert z.B. Marktforschung sehr

Contra:

- eben nur minimale Berufserfahrung

- ich habe Angst, dass ich zu unkreativ bin -> selbst Marketingkampagnen entwickeln erscheint mir momentan schwierig, ich wäre eher die, die das Ganze auswertet

- es ist so ein weites Feld, ich weiß gar nicht, was es alles an Möglichkeiten gibt

- der Schwerpunkt wird vermutlich nicht in München angeboten

Personalmanagement:

Pro:

- ich arbeite gerne mit Menschen zusammen

- das Feld erscheint mir sehr interessant

- der Schwerpunkt wird wohl in München angeboten

- Personaler werden immer gesucht

Contra:

- ich habe absolut keine Berufserfahrung, weil wir die Personalabteilung zentral bei der Muttergesellschaft haben

- damit auch überhaupt keinen Einblick, was da eigentlich alles dazu gehört

- sehr viel neuer Stoff

Sollte mir noch etwas dazu einfallen, werde ich es bei Gelegenheit ergänzen.

Mir geht es eben vor allem darum, mit welchem Schwerpunkt ich nach dem Studium wohl besser fahre. Ein Wechsel während des Studiums kommt nicht in Frage.

Außerdem wird es wohl (wenn alles so läuft wie geplant ;)) so sein, dass ich wegen Nachwuchses erst ca. 2014 den neuen Job antreten würde, und das dann auch nur in Teilzeit (ca. 20 Std./Woche). Mir ist natürlich klar, dass man jetzt nicht mit Kristallkugel 2-3 Jahre in die Zukunft schauen kann, darum gehts mir auch gar nicht. Ich will nur mal ausloten, womit ich wohl tendenziell besser bedient bin.

Ich hoffe, irgendjemandem von euch fällt etwas dazu ein. Ich bin für alles offen :)


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5 Kommentare


HannoverKathrin

Geschrieben

Ich muss vorweg erstmal klarstellen: ich habe am 19.09. das letzte Mal einen Blick in die MAR-Unterlagen geworfen. Wenn ich nun aber bald wieder in MAR einsteige (hallo Prüfungstermin...), kann ich dir sicher noch bessere Infos geben.

Zu deinen Pro-Punkten kann ich dir weitgehend zustimmen, leider ist der Bereich Marktforschung nur sehr klein abgehandelt und hat meine Kenntnisse aus der Ausbildung (zut KFB) nicht vertieft.

Zu deinen Contra-Punkten würde ich nun die Präsenzproblematik ausklammern wollen. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit wurde ja schon div. Male geführt (im WebCampus und hier).

Berufserfahrung... tja der Punkt ist wirklich nur für die Bewerbung was. Da du es als Punkte mit nennst, scheinst du also deine Zukunft nicht in deiner jetztigen Firma zu sehen? Evtl. ist ja ein interner Wechsel (auch ohne Berufserfahrung) denkbar.

Wenn dich beide Module interessieren, bleibt wohl nur der Besuch im Studienzentrum um mal einen Blick in die SB zu werfen. Aber nicht vergessen; vorher Termin absprechen!

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HannoverKathrin

Geschrieben

Wenn ich deine jetzige Tätigkeit nochmal so durchlese... Logistik interessiert dich scheinbar nicht? Zwar hast du mit dem Lager keinen Kontakt, aber du bist ja trotzdem Glied in der Abwicklungskette.

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Danke für deinen Kommentar, Kathrin.

Das Problem ist, dass wir hier so klein sind, dass ich keine Möglichkeit habe, etwas anderes zu machen als jetzt. Unsere Muttergesellschaft sitzt in Nürnberg und die Arbeitsbedingungen sind da auch nicht so prickelnd. Es steht auf jeden Fall ein Firmenwechsel an, wenn ich das Studium fertig habe. Und das ist eben das was mir Kopfzerbrechen bereitet: Wie groß sind meine Chancen da ohne Berufserfahrung in den Bereichen!?

Die SB werde ich auf jeden Fall im SZ mal anschauen.

Bei den Präsenzen kommts wahrscheinlich auch drauf an, wer die macht, wie in jedem Modul, oder?

Mit Logistik hab ich mich bisher gar nicht beschäftigt *g* Eben weil ich mit dem Lager und den ganzen Abläufen praktisch nix zu tun hab. Meine Tätigkeit endet mit "Fakturieren" ;)

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Denke einfach daran, dass ein Absolvent einer FH auch maximal ein paar Praktikas hat.

Wenn die Arbeitsbedingungen bei Dir nicht "prickelnd" sind, wird Dir sicher erstmal ein akademischer Einstiegsposten ohne Berufserfahrung die Möglichkeit bieten, die richtigen Erfahrungen zu sammeln und dabei vllt. sogar schon etwas mehr zu bezahlen.

Zudem muss gerade im BWL-Bereich die Berufserfahrung nicht immer relevant sondern eher vorhanden sein.

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Die Arbeitsbedingungen bei uns sind super, nur bei der Mutter in Nürnberg nicht ;)

Wenns sozusagen nur darum geht, schon mal gearbeitet zu haben, klingts nicht so schlecht. Aber oft heißt es eben in den Stellenanzeigen "Abgeschlossenes Studium + x Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich".

Naja, mal sehen. Momentan gehts mir eher um Brainstorming, als wirklich konkrete Planung, das ist so lange im Voraus ja auch gar nicht möglich.

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      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!