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2 Jahre Fernstudium - Ein Resümee

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Coonie

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Nun ist es so weit, heute stand die letzte Klausur des 4. Semesters auf dem Plan und daher will ich mal einen Blick zurück werfen auf die letzten 2 Jahre und somit 4 Semester Grundstudium. Es kommt mir so vor, als würde diese Blog-Überschrift gar nicht zu mir gehören...zwei Jahre...hört sich lang an, ging aber im Nachhinein betrachtet doch wahnsinnig schnell rum. Wenn man bedenkt das jetzt „nur“ noch zwei Jahre vor mir liegen...da bin ich ja schon fast am Ende angelangt ;)

Das Grundstudium war anstrengend, hat aber gleichzeitig auch viel Spaß gemacht.

Anstrengend natürlich weil man sich erstmal rein finden muss, in diese Situation. Sich abends nach der Arbeit noch hinsetzen und lernen klingt erstmal nicht so schwer, aber die Überwindung dazu war manchmal doch ziemlich groß. Und des Öfteren war der innere Schweinehund zu groß und die Studienbriefe sind einfach liegen geblieben. Das gehört aber auch irgendwie dazu und muss mal sein. Wenn der Akku leer ist nützt es nichts sich zum Lernen zu quälen, denn dabei bleibt vom Stoff nichts hängen. Das habe ich zu Anfang des Studiums mal probiert und schnell gemerkt, dass es nicht funktioniert.

Sich selbst Inhalte klarzumachen und zu verstehen hat ganz gut funktioniert. Ich konnte schon immer besser allein lernen, als in Gruppen. Zumindest wenn es um Fächer mit hohem Theorieanteil ging. Was mir hierbei auch zugespielt hat, ist die Tatsache, dass ich mir gelesene Inhalte schnell merken kann. Bei den Fächern in denen viel gerechnet werden musste bin ich froh, dass ich mich mit meinem Kommilitonen zusammen tun konnte. Zu zweit kam man da doch besser weiter, wenn man mal eine Blockade hatte.

Spaß haben mir aber doch am meisten die technischen Fächer gemacht. Vielleicht auch gerade, weil das alles absolutes Neuland für mich war. Seinen Horizont auf bisher nie betrachtete Themengebiete zu erweitern macht mir einfach Spaß. Vor allem wenn man merkt, dass man es auch hinbekommt, ist man schon ein wenig stolz auf sich. :blushing:

Auch im Job merke ich, dass mir das Studium bis jetzt schon etwas gebracht hat. Ich brauche nicht mehr nachfragen, wenn technische Zusammenhänge besprochen werden und habe bei vielen Schlagwörtern gleich eine Vorstellung im Kopf. Von daher freue ich mich wirklich auf die kommenden zwei Jahre. Das Hauptstudium wird sicherlich auch kein Spaziergang, aber ich bin motiviert und bin gespannt was in der nächsten Zeit so auf mich zukommt.

Fazit: Ich würde es immer wieder tun :) Anfänglich hatte ich auch Zweifel, ob ich es überhaupt schaffen kann. Mathe hatte ich hier als meinen potenziellen Genickbrecher auserkoren. Aber ich habe das Fach gemeistert (wenn auch erst im zweiten Versuch ;)) und nun macht mir die angewandte Mathematik in den technischen Fächern sogar noch Spaß!

Also auf in die zweite Hälfte zum Bachelor of Engineering...

Noch kurz zur heutigen Klausur: Die lief super! :thumbup: Alle Fragen beantwortet und auch die drei Rechenaufgaben hinbekommen. Jetzt heisst es wieder mal warten auf die Note.


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3 Kommentare


Das klingt echt toll! Das heißt, du müsstest auch bald dein Zwischenzeugnis bekommen, oder? Ich hoffe, dass du nicht nach dem Zwischenzeugnis in ein Motivationsloch fällst, so wie es bei mir war, sondern dass dir die Motivation erhalten bleibt und du das Hauptstudium gut meisterst!

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Na dann hoff ich mal das es weiterhin so gut weitergeht :)

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Das Zwischenzeugnis wird leider noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Um das Grundstudium vollständig abzuschließen fehlt mir derzeit noch eine Klausur aus dem dritten Semester.

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    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker